Radio, Science, Education

Wien

  • Ich habe in diesem Video aus Radiomacher:innen-Sicht zusammengestellt, wie man mit Studiolink arbeitet. Hintergrund: Beim Radio sind wir immer eine Spur gewöhnt, wo alles drauf ist. Und wir haben keine Erfahrung, wie man außerhalb des Biotops an Studioleitungen arbeitet. Ich hoffe, es sind nicht allzu viele Fehler in dem Video – aber es ist sicher auch interessant für Leute, die noch gar keine Ahnung haben, wie Studiolink funktioniert, und was man braucht. Am Anfang ist auch ein Stück Demo dabei, wir man mit drei Spuren auf Ultraschall schneidet – nämlich vor allem, wozu man das gerne will.

    Link zum Video

  • Wie viel Vergangenheit begegnet Ihnen in der Gegenwart und was bedeutet das für die Zukunft? Über die Zeitformen.

    In der Gegenwart sollst du leben. Sagen angeblich die Buddhisten. Und die Leute vom Online-Yoga. Ich höre da immer zu, im Halbschlaf, wenn meine Lebensgefährtin ihre Morgenübungen macht. Ist sie fertig, bin ich ausgeschlafen. Lebe den Moment. So kann es losgehen.

    Bemüh dich um das Paradies, sagen die Andersgläubigen hingegen. Und das liegt vor dir – mehr oder weniger weit in der Zukunft. Auch ein Konzept, ich kenn das von der Sonntagsmesse.

    Alles nichts, wir schwören auf die Vergangenheit, sagen die Ewiggestrigen. Und es ist nicht so klar, was an den zerbombten Resultaten so schön war, dass man sie wieder haben wollte. Aber solche Leute reden ja über die Zukunft. Gut, das taten die damals auch.

    3 Sekunden dauert für uns das „jetzt“, das weiss die Wissenschaft. Drei Sekunden, die wir als Mensch als „jetzt“ erleben. Geräusche spielen sich üblicherweise in diesen drei Sekunden ab. Da baucht man schon ein bisschen Erinnerung, weil sie so schnell verschwinden. Es ist ein hübsches Wechselspiel dieser 3 Sekunden Gegenwart, finde ich, mit dem was war, und dem was wird. Erinnerungen versus Ideen, und warum ich das alles erzähle, weil ich gerade eine neue Sprache lerne, Spanisch.

    So kannst du die Welt ganz neu entdecken. Stück für Stück eignet man sich die Begriffe an, zuerst für die Dinge. Personen, die Länder, dann für die Mengen. Für den Besitz. Für Gefühle, Geschmäcker, Farben und Zahlen. Es ist eine neu beschriebene Welt, die hier entsteht. Die wiederersteht eigentlich. Mit neuer Sprache. Dazu kommen die Verben. Zuerst in der Gegenwart. Ich gehe zur Universität. Ich esse den Apfel. Mein Sohn trinkt die Milch. Da glaubt man dann, das war’s dann schon. Jetzt kann ich Spanisch. Aber dann: voy a comer. Ich werde essen. Die Zukunft geht auf. Ab jetzt gibt es eine Möglichkeit, mit der man beschreiben kann, was sein wird. Unfassbar, wer sich das einfallen hat lassen. Großartig. Heute schon von morgen sprechen. Das kann was. Und mehr braucht es nicht, könnte man auch hier wieder meinen. Da kommt der Spanischlehrer Antonio, der Bilder malt – besonders gern in rot – und er sagt: zwei Formen der Vergangenheit wären als Nächstes dran.

    Langeweile breitet sich aus. Wer würde über das sprechen wollen, was war? Ich war einkaufen. Ja eh. Und? Ich habe mir gedacht, dass – natürlich, aber was denkst du jetzt? Ich kaufte die Äpfel. Hier sind sie, ich sehe sie.

    Warum sollte ich über die Vergangenheit reden, wenn ich lebensmäßig da bin, hier, und lebenstechnisch ohnehin nur in die Zukunft gehe? Auf der anderen Seite: hast du das Bügeleisen ausgeschaltet – eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit mit Konsequenzen für jetzt, und sicher auch später.

    So klar ist es also doch nicht, wie viel Vergangenheit sinnvoll ist für die Gegenwart und Zukunft. Abschaffen sollte man die Vergangenheit wohl nicht.

    TRENNER

    Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Sie das folgende Geräusch schon einmal gehört haben. (GERÄUSCH) Und es ist durchaus personenabhängig. (GERÄUSCH). So klingt es beim Geduldigen, und so beim Ungeduldigen, oder bei dem, der wenig Zeit dafür verwenden will. (GERÄUSCH) Der Zaghafte, es könnte auch der Sparsame sein. Wie auch immer, was ist das für ein Geräusch?

    Sie kennen es bestimmt, wenn man nämlich mehr von seinem Hintergrund dazu noch hört (ATMO), in der Eisenbahn, in der Österreichischen, Deutschen und wahrscheinlich auch in der Schweizer Eisenbahn hat oder hatte dieses Geräusch seinen Lebensraum, und zwar im WC. Es ist der Trockenseifenspender. Das war nämlich jenes Gerät, das unten so einen igelhaften Kreis hatte, mit drei um 120 Grad versetzten Stacheln, die man mit den Fingern fassen oder nur mit den Knöcheln anschieben und drehen konnte, und es wurde dabei die Seife, die trockene Seife auf die Hand gerieben. Wenn dann kein Wasser da war, weil es schon aus war, konnte man sich die Seife (ATMO) runterklopfen. Heute ist es ja so, dass mit Flüssigseife das Problem besteht, wenn das Wasser aus ist, haben wir die Seife flüssig in der Hand, was soll man tun. Ja, früher war doch manches besser… Jetzt habe ich doch über die Vergangenheit geschwärmt. Ich weiß nicht, ob es Trockenseifenspender noch in den modernen Eisenbahnwaggons gibt, man kann aber diesen Spender im Internet sehr wohl leicht finden. Ich habe mir einen schicken lassen, mit einem Karton voller Seife, und habe das im Bad installiert und gehe jetzt beim Händewaschen auch in Zukunft wieder so gut wie auf die Reise.

  • Link: https://www.deutschlandfunk.de/hand-in-hand-im-liegewagen-dlf-c676dcf7-100.html

    Geräusche finden ja immer in der Gegenwart statt, und wer über sie spricht, muss sie aus der Vergangenheit zurückholen. Vielleicht mit technischen Mitteln. Aber ein Aufnahmegerät war damals nicht dabei. Das folgende Geräusch kann ich Ihnen nicht vorspielen.

    Es ist ein tiefes, herzzerreißendes Schluchzen, das aus der Ecke kommt. Der Zug hat Straßburg erreicht, und jemand ist zugestiegen. Hat sich in die Ecke der obersten Etage im Liegewagen zurückgezogen und weint, und weint, und weint so herzzerreißend, dass der Student in der obersten Etage gegenüber fragt, was leicht los wäre. Und das Mädchen erzählt von einem Sommer in Strassburg, einem Filmworkshop, an dem es teilgenommen hat, und dass es jetzt wieder nach Bulgarien zurückfährt. Und dass es nie dorthin zurück wird können, wo es so schön war.

    Ob er ihre Hand halten könnte, fragt sie den Student gegenüber, und er hält ihre Hand, und so schlafen sie ein. Die Hände über den tiefen Raum des Liegewagenabteils verbunden, im dritten Stock, auf der dritten Ebene, ganz oben. Am Morgen steigt er aus, im Nebel von Wels, einem Umsteigebahnhof in Oberösterreich, wo der Zug wieder hält. Und sie schaut ihn an. Und er schaut sie an. Eine Sekunde, vielleicht zwei.

    1. Der Falschspieler wird italienisch sprechen.
    2. Lasch Späne sammeln und forsch Speere werfen.
    3. Der Frosch springt ins Wasser.
    4. Du mußt auf den Fleischspieß schauen!
    5. Du mußt nicht falsch sprechen.
    6. Den Marsch spielen.
    7. Den Fisch schuppen.
    8. Bei Tisch spielend spanisch sprechen.
    9. Wir werden Fleisch speisen. 
    10. Wenn der Mensch spart, kann er kein Fleisch essen. 
    11. Dieses Fleischstück schmeckt herrisch streng. 
    12. Auf den Tisch starrend, forsch strafen. 
    13. Mit komisch strahlenden Gesichtern tragen sie herrisch Standarten. 
    14. Ein Mensch der lasch steht, trottet auch beim Marschschritt. 
    15. Ein Fischschwarm ist höllisch schwer zu erhaschen. 
    16. Du mußt rasch schießen, um den Hirschschlögel dann essen zu können.  
    17. Einen Tusch schmettern und damit Geräusch schaffen. 
    18. Dieser Mensch schwört, daß jener Mensch stottert. 
    19. Schau auf die Froschschenkel in der Waschschüssel. 
    20. Frisch aus dem Gebüsch springen und die Tür mit Geräusch sperren. 
    21. Der Tischschmuck in der Tischschublade. 
    22. Frisch schwirrt die Libelle und der Frosch schaut zu. 
    23. Um Mitternacht wird der Hirsch schwedisch, der Frosch dänisch sprechen.
    24. Specht, Spatz, Sperber, sprangen spornstreichs,  spottend Spangen, Sparren, Sprossen, spät aus spitz’gen Speichers Spalte, Speis’ und Speck im Spinde spähend. 
    25. Schießen schleunig, schier verschwindend,  schlangenschleichend, scheu und schlurfend,  schnell zum schmalen Schlossenschornstein,  schrillen Schreis den Schloßschenk schreckend!
    26. Stündlich stöhnt der störr’ge Strolch,  stemmt sich stramm zu starkem Sturz –  stampfend stets die Strohbettstatt –  stumpf gestützt auf strupp’ge Streu.  
    27. Still und staunend steht der Strenge,  stumm, bestürzt zum Sträfling starrend!
    28. Der schwere Bursche, der schon die schwedischen Meisterschaften der Steinstemmer mit Abstand für sich entschieden hatte, stand stockstumm im Schein der Scheinwerfer im Sportstadion. Weder schnöde Beschimpfungen der stürmischen Zuschauer noch schöne Versprechen der bestürzten Veranstalter stimmten den Star der Veranstaltung um. Er bestand für das Stemmen eines schweren Steines auf einen Gagenzuschuß. Die Zuschauer schämten sich nicht und verschrieen die Steinstemmeisterschaft als schäbiges Schülerstück. Nach einer Viertelstunde schob man dem Stemmer einen Zuschuss zu , den er bescheiden in die Tasche strich. Dann stellte sich der Bursche hinter den Stein und schaute ihn scharf an, wie ein Stierkämpfer den Stier. Inzwischen war es still geworden im Stadion. Er schmiegte seine schwere Brust und den glattgeschorenen Schädel an den Stein, und im stürmischen Geschrei der Zuschauer stemmte er unter Stöhnen und Schnauben den schwersten aller je gestemmten Steine über Schultern und Schädel. Und schon umschwärmten den strahlenden Burschen die Scharen jener Zuschauer, die ihn eben schnöd beschimpft hatten.
    29. Das war schon zur Schulzeit beschlossene Sache, daß Susi Schmalz, das schlitzäugige, schwarzhaarige Sprößchen und der Stolz des Seifenindustriellen Franz Schmalz, zur klassischen Konzertsängerin ausgebildet werden sollte, koste es, was es wolle. Susi haßte allerdings den Kunstgesang von der ersten Gesangsstunde an, es reizte sie keineswegs, mit angestrengter Stimme sechsundsechzigmal dieselbe Stelle zu singen. Es schien Susi auch sinnlos, sich so sehr fürs Singen auszugeben, daß schließlich zu Tanz und sonstigem Scherz keine Zeit blieb. Dies verschwieg sie zu Hause allerdings und erzählte treuherzig, sie besuche mit von Semester zu Semester steigendem Interesse die klassischen Gesangskurse und hätte beim Ausscheidungssingen sogar als zweitbeste Sopranistin ausgezeichnet abgeschnitten. Selbstsicher ließ sie sich zum Schluß der Ausbildung Zuschüsse für einen kostspieligen Meisterkurs auszahlen. Tatsächlich aber hatte Susis Beschäftigung mit Musik nichts Klassisches an sich. Sobald sie außer Haus war, summte sie die entsetzlichsten, süßesten Schlager. Längst hatte sie sich ins Schädelchen gesetzt, Schlagersängerin zu werden. Sie verzichtete aufs Musikstudium und saß stattdessen in Gasthäusern herum. In einer solchen Gaststätte sang sie eines Abends einen Schlager. Der siamesische Schlagzeuger des Orchesters stürzte sich sogleich auf das anscheinend mit Finanzen bestausgestattete Geschöpf und versprach, aus Susi einen Schlagerstar zu machen. Das Schulgeld floß ganz dem Siamesen zu, der sie die Schlitzaugen noch etwas spitzer schminken und sie abwechslungsweise schluchzend und süß zerschmelzend stöhnen und zum Schluß sich die Haare ausreißen ließ. Als ausschließlich siamesische Spezialität ließ er Susi scharf mit der Zunge schnalzen. Mit pseudosiamesischen Schlagern sang sich Susi, die jetzt Susi Sari hieß, erstaunlich schnell zur Spitze des Schlagergeschäftes vor. Als erstes schüttelte sie kaltschnäuzig den siamesischen Musiker von sich und steckte astronomische Summen ein. Erst verstieß selbstverständlich der Seifenindustrielle Schmalz seinen gesunkenen Sprößling. Als jedoch eines Morgens die Seifenkurse an der Börse ins Nichts stürzten, schloß Franz Schmalz seinen Sprößling großzügig ans Herz. Der Erlös der süßen Schlager erlöste Schmalz aus Schulden und Schande.
  • 18. bis 22. Mai 2020

    Die letzte Möglichkeit, den Waldrapp in Österreich in freier Wildbahn zu sehen, war vor mehr als 300 Jahren. Der etwa krähengroße Vogel, schwarz, schillernd, kahl am Kopf, mit langem rotem Schnabel ist seither ausgestorben. Aber in Marokko gibt es eine Gruppe von 700 Individuen, denen es gut geht, wenn ihre Lebensbedingungen geschützt, geschätzt und gepflegt werden. Waldrappe leben gerne in Gruppen, sie sind äußerst sozial, durchaus scheu, sie lieben Wiesen und sind dann tatsächlich weniger im Wald zu finden, als in der Steppe. Wenn sie nass werden, werden sie zur Beute für Greifvögel, denn ihr Gefieder hat keine wasserabweisenden Fähigkeiten.

    In Österreich sind Waldrappe schon heute im Cumberland Tierpark in Grünau im Almtal zu beobachten. Eine wissenschaftliche Gruppe an der dort angesiedelten Konrad Lorenz Forschungsstelle – das “Waldrappteam” – erforscht ihre Lebensweise, ihr soziales Verhalten samt einer durchaus seltsam anmutenden Art, mit drei verschiedenen Arten von Lautäußerungen zu kommunizieren. Das “Huch” etwa – und es klingt bei Waldrappen genau so, wie man es schreibt, verwenden sie, wenn sie interessante Partner:innen treffen, aber auch wenn Gefahr droht. Hier gilt es also fein zu unterscheiden.

    Wer Waldrappe in Österreich wieder ansiedeln will, muss sich auch darum kümmern, dass sie im Winter verlässlich in den Süden fliegen. Da sie das nicht können, wenn sie aus Marokko stammen, muss man es ihnen lernen. Das Waldrappteam fliegt mit Leichtflugzeugen voraus, ruft “Waldies, kommt” und so geht es gemeinsam nach Italien – mit Pausen. Einmal die Route gelernt, können sie dann selbst zurückfliegen und den Kurs an zukünftige Generationen selbst weitergeben.

    Interviewpartnerin:

    Verena Pühringer-Sturmayr, MSc
    Konrad Lorenz Forschungsstelle
    Fischerau 11
    4645 Grünau im Almtal

    https://klf.univie.ac.at/de/forschung/modellarten/waldrappe/


    Foto: Verena Pühringer-Sturmayr

  • Turmfalken, Foto: Franz Kerschbaum
    Foto: Franz Kerschbaum

    Petra Sumasgutner ist Ornithologin. Sie erzählt über das Turmfalkenprojekt in Wien und wir entdecken im gemeinsamen Gespräch viele Parallelen zu den Bienen. Link: Turmfalkenprojekt (Facebook) | Vom Leben der Natur (Ö1) über Turmfalken

    Im Korrespondententeil am Bienenstand erzählt uns Marian Aschenbrenner vom Bienenzentrum in Wien über seine Gedanken zur Völkervermehrung und ich frage ihn, was eigentlich “brutal” bedeutet. Link: Biezen

    Buchtipp: Inspiration Biene mit begleitendem Unterrichtsmaterial, Thomas Radetzki, Matthias Eckoldt, Aurelia Stiftung. Link zu Buch und Unterrichtsmaterial

  • Pflanzen beim Wachsen zuhören
    Audiokunst in der Botanik

    Wie es die Pflanzen schaffen, aus dem Sonnenlicht Energie zu gewinnen, ist biologisch gut verstanden. Die Photosynthese findet in den Zellen statt, mit dem “grünen” Molekül Chlorphyll gelingt es, höherwertige Moleküle für die Pflanze zu bilden. Das Ganze funktioniert lautlos, daran haben wir uns gewöhnt. Pflanzen machen keinen Lärm bei ihrer Arbeit. Studierende der TransArts Klasse der Universität für Angewandten Kunst in Wien haben sich im Botanischen Garten umgehört, ob es dabei nicht doch etwas zu hören gibt. Sie entwickelten Klanginstallationen, die sie vom 20. bis 24. Mai 2020 im Botanischen Garten der Universität Wien am Rennweg direkt an den Pflanzen selbst interessieten Besucher:innen zugänglich machen. Für die Augen und für die Ohren – Kunst und Botanik für alle Sinne.

    Link: https://www.transarts.at

    1. Die Sterbestunde war die einzige Sternstunde des Strolchs. 
    2. Mit Selbstverständnis stundenlang vor dem Stillleben stillstehen. 
    3. Es scheint mir beschränkt, Stickstoff für den Chef anzuschaffen. 
    4. Nach der Ersteinspielung des Stücks wurde es streng eingestrichen.
    5. Straße oder Bundesstraße, es macht keinen Unterschied. 
    6. Das Stärkste des ausgeschiedenen Stücks schien das Schlußszenchen.  
    7. Aus Schlaffheit mit dem Stein nur den Unterschenkel treffen. 
    8. In Hausschuhen Schokoladeeis schlecken. 
    9. Die schöne Reisschale in den schwefelfarbenen Eisschrank stellen.
    10. Der Ausschluß fand während des Staatsausstandes statt. 
    11. Du mußt den Hausschlüssel in die rußschwarze Hausschüssel legen.
    12. Deine italienische Aussprache erinnert an schlampiges Deutsch. 
    13. Mit Handschuhen weiß-schwarze Karos ausschneiden. 
    14. Als Schweizer begeht man keinen Staatsstreich. 
    15. Es schneit und es stürmt in Stockerau wie in Schweden. 
    16. Den Flußsport zu betreiben heißt, in deine Fußstapfen zu treten. 
    17. Was schert’s mich, ein bißchen wird es blaß scheinen. 
    18. Mit Hinterlist mehr Aussteuer herausschinden, ist unschwer. 
    19. Das spürt man, daß das Boot nur eine Nußschale ist. 
    20. Erst werden die Soldaten ausspähen und dann losschlagen.
    1. Warum beschuldigst du mich, nicht schnell genug geschwommen zu sein?
    2. Dieser Abschaum von Mensch wird mit Abscheu betrachtet. 
    3. Schweife nicht ab – du verschenkst verschmähend deine Geschenke!
    4. Nach dem Abschaben des Vorschiffs mußt du die Späne aufschichten. 
    5. Die schönen Schauspieler haben die Spanier schlecht gespielt. 
    6. Der schottische Schäferhund beschirmt die Schar der Schafe.
    7. Schick dich nicht an, dich im Stroh zu strecken, das ist unschicklich!
    8. In der Strafanstalt handelt der Vorsteher nach Vorschrift. 
    9. Mit Überschwang begann die Mannschaft das Vorspiel am Strand. 
    10. Zur Stunde werde ich Überschuhe zu frisch gewaschener Wäsche tragen.
    11. Die schwer angeschlagene Gesellschaft war von hohem Stand. 
    12. In der spanischen Spelunke speisten die Sportler Spargel. 
    13. Stephan wird sich unter dem Sprungbrett am Stahlgestänge unterstellen.
    14. Aufspringen und schrillen Schreis den Schloßschenk schreckend. 
    15. Diese höheren Schüler sprechen eine gespreizte Sprache. 
    16. Stück für Stück gestand der Stromer die geschmacklosen Diebstähle.
    17. Der schlechte Aufschnitt war der Stein des Anstoßes. 
    18. Schrankenlose Schreckensherrschaft der Steuerbeamten. 
    19. Spott und Schande über diese nicht ganz unschuldigen Anschauungen!
    20. In Kaschmir geschenkte indische Schokolade lutschen.
    21. Mit Verstand beim Chef der Kunststadt vorsprechen. 
    22. Wer die Sprache spielend spricht, kann fast sprechen. 
    23. Neben der Poststelle war die Kunststube mit der Raststätte.  
    24. Der Antrieb des Jets wurde verspätet auf Höchststufe gestellt.
  • Immer wieder fragt mal jemand, wie das geht mit dem Podcasten, und ich habe jetzt einmal die für mich vorstellbar einfachste Möglichkeit aufgeschrieben.


    So, du möchtest einen Podcast machen?

    Am besten ist, du legst einfach los. Jedes Element kannst du noch ändern. Ziel ist, möglichst zuverlässig bis zur 10. Folge zu kommen. Du lernst sehr viel dabei. Danach haben sich viele Fragen selbst beantwortet oder sie haben sich selbst erübrigt. Dann kannst du an allen verbleibenden Schrauben drehen, um deinen Podcast zu verbessern.

    Was du am Anfang nicht brauchst?

    1. Fancy Signation, unglaublicher Titel
    2. Tolle Sprecherstimmen
    3. Teure Hardware
    4. Schneidekunst und Gestaltungshandwerk
    5. Grafik, Marketing und Social Media, Gedanken an die Zielgruppe

    Was du am Anfang schon brauchst?

    1. Einen Feed. Wenn es was für die Ohren ist, und einen Feed hat, ist es ein Podcast.
    2. Einen Takt. Regelmäßig und schmutzig ist besser als perfekt, sauber und selten.
    3. Die Zeit, deine eigenen Folgen nach Veröffentlichung selbst ganz zu hören.
    4. Ein offenes Service, das dir die Veröffentlichung macht.
    5. Shownotes und Kapitelmarken.

    Wie geht es? Du klickst dir ein Konto bei https://www.podigee.com für 12€ pro Monat, 4 Stunden pro Monat sind dabei. Die machen den Feed, sorgen für gutes Audio, und stellen die Folgen zum Download und Abonnieren bereit. Du füllst dort die Angaben für deinen Podcast aus. Jetzt bist du mit den Vorbereitung fertig. Danach nimmst du die erste Folge auf. Sie wird die sogenannte „Nullnummer“. Darin erzählst du, was du vorhast. Du verwendest irgendein Mikrofon, Hauptsache du hältst es halbwegs ran. Allenfalls ein bisschen schneiden mit irgendeinem Audioprogramm, das kann man lernen. Du lädst die Aufnahme hoch, bestätigst alle Fragen und drückst OK. Du bist online. Dann machst du dir einen Plan für die ersten 10 wirklichen Folgen, den du abarbeitest. Höre deine Folgen selbst nach dem Veröffentlichen zur Gänze durch und mache dir dazu deine Gedanken. Das sorgt für einen automatischen Verbesserungseffekt. Bleib nicht stehen, mach’ weiter. Auch wenn du nichts aktiv machst, wird die Qualität und deine Downloadzahlen linear zunehmen. Es wird am Anfang nicht spektakulär sein, es mag zäh wirken, aber deine Erfahrungen wachsen und dein Erfolg kann mit dieser zunehmenden Erfahrung durchaus beschleunigt werden. Viele Podcasts möchten am Anfang alles richtig machen. Ach was.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

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