George Orwell’s advice about style

  1. Never use a metaphor, simile or other figure of speech which you are used to seeing in print (see metaphors).
  2. Never use a long word where a short one will do (see short words).
  3. If it is possible to cut out a word, always cut it out (see unnecessary words).
  4. Never use the passive where you can use the active (see grammar and syntax).
  5. Never use a foreign phrase, a scientific word or a jargon word if you can think of an everyday English equivalent.
  6. Break any of these rules sooner than say anything outright barbarous.

Quelle: The Economist Style Guide

Gedicht über's Gedicht

Ich mag Gedichte meistens nicht,
Weil sie so kurz sind.
Mir fehlen viele Worte drin,
Im Wortedschun-Geldicht.

Ich mag jedoch die Menschen gerne,
Die diese Dichte schreiben.
Sie erzählen nämlich oft sehr gerne,
die vielen Zwischenräume.

Es geht um den Zusammenhang,
Und diesem erst entrissen,
Bleibt das Gedicht ein nacktes Ding.
Verglichen mit des Schreibers Wissen.

In vielen Worteschunkel-Dichten,
Freut mich das Lesen nicht,
Ich hör sie viel mehr gerne an,
die so geschriebenen Geschichten. 

Lösung der Aufgabe Nr. 67 aus: Kreatives Schreiben, 111 Übungen, Reclam. “Schreibe ein Motivationsgedicht”.

Schwierige Bedeutungen

1) Seine Bedeutung kann nicht unterschätzt werden

2) Seine Bedeutung kann kaum hoch genug veranschlagt werden.

Was heißt das, wie geht das? Kann man so über eine Ecke denken? Sätze wie die obigen sind sehr, sehr schwergreifend.

Den Sinn des ersten Satz kann man mühelos mathematisch ergreifen: Nicht (Bedeutung < Untere Grenze) —-> Bedeutung ≥ Untere Grenze. Für alle beliebigen unteren Grenzen. Es findet sich also zu jeder beliebigen unteren Grenze die Bedeutung darüber. Klar doch, so geht’s! Zweiter Satz? Keine Ahnung. Mit einer Epsilon- und Deltaumgebung müsste man das mit dem Grenzwertsatz der Analysis hinkriegen.

Insgesamt ist von Formulierungen wie obigen abzuraten. Sie spielen in der “Magst keinen Senf?”-Liga.