science | media | education | texte, töne und geschichten für podcast, radio, museum; für bildung und für wissenschaft

formate: ambiente, bienengespräche, ceai, crispr-cast, diagonal, dimensionen, europajournal, forschung aktuell, journal panorama, kinderuni, lobster und tentakel, markt und medien, moment am sonntag, moment leben heute, physikalische soiree, radiokolleg, rudi radiohund, slow science, sonntagsspaziergang, the macher report, vom leben der natur, plattformen: wien.abendgynasium, beevienna, bienenpodcast, deutschlandfunk, geocaching, horch.xyz, itunes podcast, lobundtadel, orf radio oe1, oe1 macht schule, physikalischesoiree, phyx, römermuseum ochzethaus, schallaburg, sendegate, sparkling science, sprechkontakt, stadtgespräch, technisches museum wien, teachingmethodsonline, themacher, universität wien, wien energie, wien museum, wissenschaftspodcasts, themen: bildung, gesellschaft, handwerk, kulturgeschichte, leben, menschen, prozess vs. zustand, natur, reise, wissenschaft

 

Fakt oder Meinung?

Ich habe mir das näher angeschaut. Fakt oder Meinung?

Vielen Menschen fällt es schwer, Fakten von Meinung zu unterscheiden. Das ist aber wichtig. Besonders in Zeitung, Radio und Fernsehen sollten Fakten und Meinungen nicht vermischt werden. Wo ist da der Unterschied?

Fakt: Eine Tatsache. Etwas Messbares. Eine Beschreibung von einem Zustand. Eine Beschreibung von einem Prozess. Der Übermittelnde halt es für wahr. Es gibt eine objektive Begründung. Es kann überprüft/demonstriert/gezeigt werden. Ein Faktum ist also etwas Allgemeines. Oft erkennbar durch hat/ist/sind/können in der Einleitung, oder der Phrase “es ist bekannt, dass…”, allerdings nicht jede dieser Einleitung bringt dann ein Fakt. Wenn es als Fakt erkannt wird, meinen Menschen oft, dass das Fakt damit auch genau (richtig) ist. Wenn fälschlicherweise als Meinung bezeichnet, dann stimmen diese Menschen üblicherweise dieser Meinung nicht zu (s. Link). Englisch: factual statement.

Beispiel:

  • Die Banane ist gelb. Sie hat braune Punkte.
  • Viele Lokale sind rauchfrei.
  • Katzen können auf Bäume klettern.

Meinung: Eine Bewertung. Eine Einschätzung. Eine Interpretation. Eine Beschreibung von einem Gefühl. Eine Beschreibung von einer Stimmung. Der Übermittelnde halt sie für wahr. Die Begründung dazu ist aber nicht objektiv. Eine Meinung ist also etwas Persönliches. Oft erkennbar durch: sollen/müssen/dürfen in der Einleitung, oder Eigenschaftswörter (groß/bester/vernachlässigbar/immer), oder der Phrase “Meiner Meinung nach…”. Wenn sie als Meinung erkannt wird, wissen Menschen im allgemeinen, dass sie zustimmen können, aber nicht müssen (s. Link). Selbst Expertenmeinungen sind keine Fakten. Englisch: belief, opinion statement (Stellungnahme).

Beispiele:

  • Die Banane schmeckt ausgezeichnet. Sie ist reif.
  • Es sollte ein Rauchverbot in Lokalen geben.
  • Katzen müssen auf Bäume klettern.

Ist der Folgende Absatz Fakt oder Meinung?

Bevor man eine Meinung hat, braucht man idealerweise Fakten. Man sollte sich also erst ein Bildung von der Situation machen, bevor man eine Meinung dazu formuliert. Eine Meinung kann sich aber durchaus nur auf andere Meinungen stützen. Dann ist es halt keine eigene Meinung.

Weiterführender Link: http://www.journalism.org/2018/06/18/distinguishing-between-factual-and-opinion-statements-in-the-news/

Dazu zwei Interviews von CBC Radio One (As it Happens), in denen jeweils der andere Standpunkt eingenommen wird. Zwei 8 min. Interviews für jede Journalismusschulung. Link zur Zusammenstellung.

Weiterführende Fragen:

  1. Wer hat Interesse daran, dass Fakten von Meinungen beim Formulieren getrennt werden? Die Senderseite.
  2. Wer hat Interesse daran, dass Fakten von Meinungen beim Hören und Verstehen getrennt werden? Die Empfängerseite.
  3. Was bedeutet Glaubwürdigkeit?
  4. Was bedeutet “hinterfragen” bzw. “kritisch denken”?

Der andere Standpunkt

Zwei mal ca. 8 Minuten Interview (Mitte Mai 2018). Die Fakten (CBC):

Israeli forces killed at least 60 Palestinians, most by gunfire, and injured more than 2,700 since Monday during protests near the border.

Interview 1 – mit der israelischen Seite

http://www.cbc.ca/radio/asithappens/as-it-happens-tuesday-edition-1.4663685/israel-s-deputy-minister-blames-hamas-for-gaza-violence-says-media-is-complicit-1.4663690

Interview 2 – mit der palästinensischen Seite

https://www.cbc.ca/radio/asithappens/as-it-happens-friday-full-episode-1.4669102/hamas-member-says-there-is-no-limit-for-sacrifice-when-protesting-israel-1.4669107

Im Ziel: Bergen City Marathon 2018

Bergen City Marathon. Am 28. April 2018 bin ich in Norwegen etwas mehr als 42 km gelaufen, in ungefähr 4 Stunden. Es war fein, es war schön, es war machbar. Hier ist die Geschichte dazu.

mehr lesen…

Horch 015 – Stimmen der Gegenwart

Horch 015 – Stimmen der Gegenwart

Elisabeth und ich sprechen in der neuen “Horch”-Ausgabe über die Stimme in der Neuen Musik. Es geht dabei nicht unbedingt um den Gesang, sondern auch um das gleichzeitige Singen und Produzieren von Klängen auf Musikinstrumenten. Horch! Der Podcast für Zeitgenössische Musik.

http://www.horch.xyz/h015/

Aktualisierungen

Datenschutzerklärungen möchten auf allen betreuten Websites mit WordPress-Instanzen ergänzt werden. Eine gute Gelegenheit, mal durchzuzählen. Plugins zu aktualisieren. Nachzudenken. Hier ist die aktuelle Liste:

  1. www.sprechkontakt.at
  2. www.bienenpodcast.at
  3. www.phyx.at
  4. www.tachingmethodsonline.com
  5. wien.abendgymnasium.at
  6. www.abendgymnasium.at
  7. www.horch.xyz
  8. www.ochzethaus.at
  9. www.slowscience.at
  10. www.beevienna.at
  11. ph5.sprechkontakt.at
  12. adw.sprechkontakt.at
  13. floh.sprechkontakt.at
  14. ceai.univie.ac.at
  15. sg.sprechkontakt.at
  16. lut.sprechkontakt.at
  17. kosmos.sprechkontakt.at
  18. schug.sprechkontakt.at
  19. tmr.sprechkontakt.at
  20. www.physikalischesoiree.at

Wir alle sind Armin Wolf

Gedanken eines Wissenschaftsjournalisten

Ich habe mich lange als Kind gefühlt, das dem ausgeliefert ist, was die Erwachsenen so vorhaben. Aber jetzt lebe ich schon 47 Jahre in Österreich und bin selbst erwachsen. Da kann man sich schon mal einen Reim machen und den möchte ich hier teilen: Mein Text zur Informations- und Reflexionsversorgung, vor allem auch am Land.

Wir leisten uns in Österreich ein paar Leute, die hart daran arbeiten, in ihrem Bereich ein hohes Niveau zu fahren, das auch international vergleichbar ist. Zwei von ihnen möchte ich hier – aus meiner Sicht – erwähnen:

1) Andreas Maislinger, Politologe, Gründer des Gedenkdienstes. Mehr als 1000 österreichische Jugendliche konnten dank seiner unentgeltlichen Arbeit im Ausland im Kontakt mit Überlebenden des Holocausts Erinnerungen aufarbeiten, die sonst in den österreichischen Familiensystemen (Täterseite) steckenbleiben würden. Ich weiß, wovon ich rede. Auch in dritter Generation gibt es genug zu tun.

2) Armin Wolf, Journalist, der ein News-Junkie ist und ständig über alles informiert ist, was abgeht. Der seine Messlatte von Journalismus dort reinrammt, wo sie hingehört. In eine Haltung, die Systeme demaskiert. Gute Vorbereitung, klare Benennung der Inhalte, kritische Fragen und eine Entschuldigungskultur bei Fehlern, die sagt „es tut mir leid“, statt „sollte ich jemanden gekränkt haben, dann tut es mir leid“.

Es gibt aber – und das wird oft vergessen – viele Menschen um diese zwei erwähnten Personen herum, die am Niveau ihrer Arbeit beteiligt sind. Die nicht ganz vorne stehen. Gemeinsam bilden sie „konstruktive Systeme“. Ich kenne Menschen und Umgebungen, die durch die Arbeit der beiden profitieren, weil sie geschützt, gefördert und verteidigt werden. Weil sie schlauer werden. Ermächtig werden. Sie be/dienen so gerade auch solche Menschen, die jene gewählt haben, die politisch anderer Meinung sind.

Es gab eine Zeit, da wir noch die selben Inhalte geteilt haben, weil es funktionierende Bezirkszeitungen gegeben hat, Ortsberichterstattung am Land, abseits von Werbung und PR. Sie haben eine Meinungslandschaft gebildet. Es gab sogar am Land Nachrichten, die alle – auch die Menschen in der Stadt – gesehen haben.

Gibt sie noch. Vom ORF. Von ARD und ZDF. Das Land lernt von der Stadt, und umgekehrt, weil ihre Programme im Idealfall das Land abbilden, und Informationen in die Stadt zurücktragen. Ressourcen sind notwendig, alle Bevölkerungsgruppen im Programm erfolgreich abzubilden.

Ohne Ressourcen? Da sorgen Algorithmen und Gratiszeitungen dafür, dass Aufmerksamkeit schamlos auf den übelsten Inhalten aufgebaut wird. Angst als Geschäftsmodell, um Geld damit zu verdienen, auf Kosten derer, die sie vorgeben, mit Informationen und Kontakten zu bedienen.

Ich bin Wissenschaftsjournalist. Podcaster für Bienen. Spreche mit Politiker/innen über Bildung. Ich mache Radiosendungen, zum Beispiel über Moose. Ich bin in meinem Bereich genau so kritisch und kompromisslos, gut vorbereitet und an den Zuhörer/innen orientiert, wie Armin Wolf es in seinen Interviews ist. Ich erkläre im Radio, was passiert, wenn Schnee entsteht, und diese Erklärung wird gut vorbereitet, getestet, überprüft. Ich berichte über „Neophytenbeauftragte“, die Pflanzen ausreißen, sorgsam, und mit viel Bedacht.

Die Versorgung mit kritischen Inhalten (Journalismus) und Prozessen (Gedenkdienst) ist ebenso wichtig, wie die Versorgung eines Landes mit Bildung oder Elektrizität.

Es gibt viele Journalist/innen in Österreich.

Wir alle arbeiten an Inhalten für die Bevölkerung. Wir stellen zusammen, prüfen, liefern. Unsere Produkte versorgen die Menschen mit Inhalten, die Schwächere schützen und Stärkere fordern. Wir hinterfragen als Grundbaustein unser Arbeit, ob das alles stimmen kann, wie wir, wie sie, wie Sie es sagen.

Maislinger und Wolf sollen keine Aushängeschilde sein. Entweder um sie anzuklagen, oder um sie zu loben. Ein Wort an jene, die ihre Arbeit gut finden: Niemand soll sich zurücklehnen, und sie zu sehr loben, weil er dann vergisst, dass er selbst so sein müsste.

Wir alle sind Maislinger und Wolf.

Link: http://www.wissenschaftspodcasts.de

Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA)

Ein VWA-Manual wird entwickelt. Mit Adobe Indesign Unterstützung schön teilbar. Ziel ist: viel Lust zu eigener Forschung und wenige beschränkende Elemente.

Moose

Vom Leben der Natur ab 13.3.2018 – Moose. Mit Harald Zechmeister im Botanischen Garten in Wien.

Gute Nachrichten und wie man sich täuschen kann

Ein wenig durchatmen. Sich erholen. Auftauchen aus der Welt der schlechten Nachricht. Abtauchen in die schöne Welt des Mittagsschlafs. Das Telefon in den Flugmodus. Das selbe mit der schlauen Uhr. Man schläft ein, da rüttelt die Uhr. “Stehen Sie auf, um Ihr Stehziel zu erreichen”. Die Gesundheitseinstellung. Die Uhr merkt, dass man pro Tag meist zu viel sitzt und zu wenig steht. Danke. Falscher Moment. – Einige Tage später. Beginnender Mittagsschlaf. Flugmodus aktiviert. Gesundheitsmodus deaktiviert. Und was passiert? Man schläft ein, rüttelt die Uhr. “Eine Minute tief atmen”. Die Uhr merkt, wenn man pro Tag zu wenig tief atmet. Danke. Falscher Moment. – Die Sache mit dem Pulsalarm ist mir noch nicht passiert. Wenn das Herz aufhört zu schlagen, dann kann die Uhr Freunde rufen. Coole Sache. Fürs erste wird die Uhr dem Hund umgebunden. Der läuft viel herum – Laufziel. Steht mehr, als er sitzt. Stehziel. Hechelt wie wild – Atemziel. Alles erreicht. Und wenn er schläft – dann ist ihm alles wurscht.

Und es gibt die guten Nachrichten. Gleich nebenan, im Chinarestaurant. Zu Mittag ist dort die Hölle los. Hinz sitzt neben Kunz. Hinz spricht Englisch, Kunz arabisch. und das Gespräch am Nebentisch entzieht sich dem Verständnis. Kunz kommt mit einer Frau. Er spricht viel. Sie hört viel. Er ist erregt. Sie ruhig. Zwischen Hauptgang M8 und dem Glückskeks plötzlich aus seinem Mund ein deutscher Satz. “Es ist einfach schön, wenn jemand an einen denkt”. Weiter auf Arabisch. Er ist erregt. Sie ruhig. Und wieder: ein deutscher Satz: “Wir sind alle süchtig nach Freiheit”. – Man müsste Schriftsteller sein, um die Geschichte dazwischen zu erfinden.

Und die Kindheit ist voll von guten Nachrichten. An Lehrer kann man sich noch gut erinnern. Ein Gruß an dieser Stelle an die Frau Kaliauer, die extra Rechnungen aufgeschrieben hat, Additionen mit sechsstelligen Zahlen, weil man die gerne hatte. Und sie hat sich dann auch die extra Mühe gemacht, die Ergebnisse auch zu korrigieren. Ihr Mann war Polizist. Für uns ein bisschen gruselig. Aber doch eine gute Schule. Der Turnlehrer zwei Jahre später im Gymnasium war bei der SS, das war nicht gruselig, weil er freundlich war. Das Habt-Acht bei der Stirnreihe war witzig, das Ruht danach, rechtes Bein nach vor, befreiend. 1982. Er war wirklich ein netter Mensch – auch ihn möchte man grüßen. Und den Geografielehrer, der einem erlaubt hat, den russischen Konsul in die Schule einzuladen, um ihn zu fragen, wie das Leben so ist in der Sowjetunion. Es gibt viele schöne Lernerlebnisse, und fast alle sind vom Inhalt her zweitrangig gewesen, aber vom sozialen, emotionellen, erstranging. Wenn alles gut ging. Glück.

Der Busfahrer gestern im Burgenland zwischen Frauenkirchen und Neusiedl: alles nur dunkel, sagt er. In der Früh dunkel. In der Nacht dunkel. Immer nur dunkel, sagt er. Ein Blick aus dem Fenster – rechts blinken hunderte rote Lichter, die sich drehen, das müssen die Windräder sein – links eine weiße große Scheibe am Himmel, das ist der volle Mond. Dazwischen der Orion mit dem Leitstern, der Beteigeuze, ein Roter Überriese, 100-facher Durchmesser der Sonne, in den nächsten 100.000 Jahren könnte er zu einer Supernova explodieren. Dann wird es richtig hell. Wie ein zweiter Vollmond, ein gewaltiger Ausbruch – Unvermittelt: Die Erinnerung an den letzten Heurigen, im Jahr 2000, Heimaturlaub vom Zivildienst am Jüdischen Museum in Montreal. Mit Freunden zum Heurigen in Nussdorf. Im Garten wird hinter einer Hecke am Nebentisch gesungen: “Und dann gang i ans Peters Brünnele”. Schön, dachte man sich, es wird wieder gesungen. Nach dem Lied ein zackiges “Sieg Heil, Sieg Heil, Sieg Heil”. Im Jahr 2000. Wie beim Rütteln der Uhr wird man aus süßem Traum geweckt. “Es war nicht alles schlecht, was der Hitler gemacht hat”, wird einige Jahre später der jüdische Freund dem Großvater erzählen, der bei der Wehrmacht war, und mein Großvater wird antworten, es war aber auch nicht alles gut. Der eine verteidigt das, was der andere üblicherweise verteidigt, er hat Verständnis. Da ist etwas passiert, zwischen ein, zwei, drei Treffen mit dem Austausch von Erzählungen, Erlebnissen. Die beiden verstehen sich. Da wird es richtig hell.

Die Schnauze ist das Heiligtum vom Hund, sagt der Busfahrer dann, als das Gespräch zu den Bienen kommt, die jetzt bald wieder fliegen werden. Er hat Mitleid mit dem Hund, den die Bienen in die Schnauze gestochen haben. Alles was Fell ist, ist Bär, so glauben die Bienen zu wissen. Und alles was Bär ist, ist erfahrungsgemäß schlecht.

Jaja. Es zahlt sich schon aus, genauer hinzuschauen.

Randnotizen, 5. Februar 2018 / Moment
 Ö1 / Lothar Bodingbauer

In 3 Stunden und 30 Schritten einen Podcast aufsetzen

In 3 Stunden und 30 Schritten einen Podcast aufsetzen

Alexander von Humboldt: Kosmos

Da hatte ich diese Idee für einen Podcast. Diesen Wunsch.

Und wie ich diesen Podcast aufsetze, das beschreibe ich hier. Weil immer wieder jemand danach fragt, wie das geht, wie man einen Podcast macht.

So könnt ihr könnt euch dann vorstellen, wie das geht. Die angegebenen Zeiten beziehen sich immer auf “ich bin erfahren und weiß, wohin ich schauen muss, ich weiß, was ich tun muss”. Feinabstimung wird erst nachher folgen, hier ist ein funktionierendes, fertiges Setup. Es geht sich aus zwischen zwei Spaziergängen mit dem Hund.

  1. Der Anlass. Die Denkarbeit im Kopf. Ich möchte gerne viel laut lesen, um meine Radiosprache zu trainieren. Ich möchte herausfinden, woher unsere Fächer-Unterteilungen kommen: Geografie, Geschichte, Biologie, Physik, Chemie, etc. Ich möchte herausfinden, ob das heute noch notwendig ist. Früher musste man ja den Inhalt der Forschungsschiffe sortieren, die zurückgekommen sind. Heute hat man sie aber sortiert, und wir könnten uns auf die Prozesse konzentrieren. Wer steht im Mittelpunkt dieser Forschungsgeschichte? Die Humboldts. Wilhelm, der ist es nicht. (3 Bücher von Amazon schicken lassen, eher zäh.) Aber der Alexander ist es. Ich suche auf Gutenberg das Buch, das hier im Zentrum steht: Kosmos. Es besteht aus einigen Kapiteln, die ich laut lesen kann. Bingo. (Zeit: Einige Wochen/Monate, in der die Idee entsteht).
  2. Die Mikrofonarbeit. Der Start. Ich setze mich zum Schreibtisch und lese das erste Kapitel ins Studiomikrofon. Eine Seite. Die Titelseite. Das zweite Kapitel ist eine Einführung, schon einige Seiten. Das ist gut. Nach diesem Kapitel erzähle ich, worum es geht (nach dem Lesen weiß ich es ja). Und jetzt ist die Idee für einen Podcast konkret. Ich lese das Kapitel, erzähle nachher, worum es geht, stelle das vor das Kapitel und habe schöne Episoden. Worum wird es gehen. Dann wird gelesen. Im ersten Kapitel ist viel Platz für die Erklärung meiner Idee, plausibelmachen. (Zeit: 2 Stunden Aufnahme, mit Schneiden, Herstellen der ersten beiden WAV-Files; in die Zeit zur Einrichtung des Podcasts habe ich diese zwei Stunden nicht dazugezählt). Womit wurde aufgenommen? Einspuraufnahmen (auch diese) bei mir mit Hindenburg; Multitrack (mehre Personen) mit Ultraschall.
  3. Die Laptop-Arbeit. Der Podcast wird eingerichtet. Diese Arbeit könnte im Café stattfinden, oder am Sofa. Los geht es, jetzt wird der Podcast aufgesetzt.
  4. Erster Schritt: eine URL für die Website. Der Podcast braucht eine Internetseite, er muss gehostet werden. Eine Domain habe ich: sprechkontakt.at. Der neue Podcast soll auf der Subdomain kosmos.sprechkontakt.at sein. Subdomain, weil es nichts extra kostet. Die URL ist bei dieser Geschichte relativ egal. Man kann nebenbei Arte schauen.
  5. Im FTP Programm beim Provider einen neuen Ordner “kosmos” einrichten (10 Sekunden)
  6. Die Subdomain über das Webinterface von 1&1 einrichten (30 Sekunden)
  7. Die Subdomain mit dem Ordner “kosmos” verbinden, Domainverwendung Webspace. (10 Sekunden)
  8. In Kosmos mit FTP Programm einen Ordner “audio” einrichten, dort werden die mp3-Files liegen. (10 Sekunden)
  9. Einen sicheren FTP Zugang zu diesem Ordner bei 1und1 anlegen, der wird gebraucht, damit später Auphonic die mp3 Files dorthin speichern kann. (30 Sekunden)
  10. Diesen sicheren Zugang gleich auf Auphonic als neuen Service eintragen, weil jetzt die Daten am Bildschirm sind. Für Nichtwissende: Auphonic ist ein Online Service, wir werden es brauchen, um unsere Roh-Audio-Files zu gut hörbare mp3 Files aufzubereiten. (30 Sekunden).
  11. WordPress einrichten. Download auf das Laptop Upload in das /kosmos Verzeichnis am via FTP Programm. Während der Upload läuft bei 1und1 eine neue MYSQL Datenbank anlegen und die Zugangsdaten in wp-config eintragen, die ebenfalls via FTP Programm auf den Server geladen wird. Dazu das downgeloadete wp-config-sample in BBEdit (Textprogramm) aufmachen, verändern (Datenbankname, Username, Servername, Passwort, “Salzfloskeln”, unter wp-confit abspeichern und via FTP auf den Server in das /kosmos Verzeichnis. (5 Minuten)
  12. Die Adresse https://kosmos.sprechkontakt.at aufrufen – zum ersten Mal – und den ersten Benutzer im WordPress anlegen. Nicht admin, sondern einen vernünftigen Namen. Die WordPress Installation wird somit abgeschlossen, ein Name soll vergeben werden. In diesem Fall. “Alexander von Humboldt: Kosmos”. (1 Minute). Zunächst wird einmal das Standard-Theme verwendet, es gibt noch keinen Grund, hier was zu ändern.
  13. Wir brauchen nun ein Episodenbild, 1400×1400 Pixel. Dazu habe ich ein Template meiner Sprechkontakt-Podcasts, das ich nützen werde. Ein Bild von Humboldt von Wikipedia, gemeinfrei, mit hoher Auflösung, seine Unterschrift (5 Minuten), im Bildbearbeitungsprogramm zu einem quadratischen Episodenbild zusammenbauen. (10 Minuten). Leitfarbe grün #86c351.
  14. Podlove Publisher installieren, als Plugin in WordPress. Er wird “neue Episoden” anlegen lassen und sie verteilen – er wird einen sogenannten “Feed” herstellen, der abonniert werden kann, und der an Podcast Verzeichnisse wie iTunes oder fyyd weitergegeben werden kann (1 Minute).
  15. Podlove Publisher einrichten: Aktivieren, Podcast Settings eingeben (Zuerst: Description: Name, Untertitel, Summary, Image-Cover-URL). (2 Minuten)
    Mit dem Buch “Kosmos” stellt Alexander Humboldt die Grundlagen unserer wissenschaftlichen Fächer vor. Dieser Podcast macht sich auf die Spuren des Naturforschers, um die Grundlagen unserer Naturbildung zu erkunden.
  16. Weitere Metadaten: Media. “audio” als Ordner eingeben, mit voller Adresse https://kosmos.sprechkontakt.at/audio/. Player: Podlove Web Player 4, Leitfarbe grün eingeben, automatisches Darstellen des Players ja, Lizenzselektor: Creative Commons 4, Verzeichnis Kategoerien. (alles zusammen in diesen Settings 10 Minuten)
  17. Podlove Publisher weiter einrichten: Episode Assets, das sind die Files. mp3, Podcast Cover, manuelle Eingabe der Kapitel. (30 Sekunden)
  18. Podlove Publisher weiter einrichten: Podcast Feed: alles schon da. Die Feedadresse ist: http://kosmos.sprechkontakt.at/feed/mp3/
    (10 Sekunden, kopieren)
  19. Podlove Publisher weiter einrichten: Module auswählen. Auphonic, Contributers, Flattr, Subscribe Button, fyyd, das sollte dabei sein. (1 min).
  20. Jetzt wird ein Auphonic Prduktion Preset eingerichtet, denn Podlove Publisher möchte sich gerne damit verbinden. Es soll eine einfache Produktion werden, kein Multitrack. mp3 Mono 112kbps, Episodenbild mit grünem Streifen, Metadaten ausfüllen, Abkürzung KOS festlegen, so werden die Episoden nummeriert, sftp auswählen, und eine Übertragung zu archive.org, die schon existiert und nicht mehr angelegt werden muss – dort werden alle Episoden für die Ewigkeit archiviert (5 min).
  21. Zurück zu Podlove Publisher, jetzt sind in den Settings die neuen Module dazugegkommen, die nun bearbeiten werden. Alles mal durchschauen (10 Minuten).
  22. Podlove Publisher: Expert Settings durcharbeiten. WordPress Impressum Seite erstellen. Eigentlich hier nichts weiter zu tun. (3 Minuten).
  23. Weiter in den WordPress Einstellungen. Untertitel: “Podcast zur Naturgeschichte” in den General Settings, auch die Permalinks auf Post Name einstellen; Weiter im Erscheinungsbild, ein Headerbild ins Standardtheme, Podlove Subscribe Button in die Widget-Leiste. Standardtheme Twenty Seven ist soweit OK. (20 Minuten)
  24. Nun werden die ersten beiden Episoden publiziert, die vorbereitet wurden. Dazu jeweils eine neue Produktion anlegen in Auphonic, dann eine neue Episode anlegen in WordPress. Im wesentlichen immer Titel, Untertitel (Summary) und Inhalt eingeben, Kapitelmarken. Übernehmen der Meta- und Produktionsdaten in die WordPress Episode. Publizieren. (20 Minuten pro Episode)
  25. Episodenarchiv anlegen. Dazu eine neue WordPress Seite “Episoden”, vorher noch ein Podlove Template “meinarchiv” anlegen, und den Shrotcode auf die Seite geben. Dann ins Menü von WordPress. Weil schon von anderem Podcast vorhanden, Dauer: 5 Minuten.
  26. Testen und korrigieren: 15 Minuten
  27. Podcast in iTunes eintragen: https://podcastsconnect.apple.com (5 min)
  28. Podcast in fyyd eintragen. (1 min)
  29. Das wärs. Der Podcast ist gestartet. Hier: https://kosmos.sprechkontakt.at
  30. Weitererzählen, Facebook auslassen, zahlt sich nicht aus.

Updates:

Am selben Tag hat noch iTunes einen Bestätigungslink geschickt. Jetzt ist der Podcast im Verzeichnis:
https://itunes.apple.com/at/podcast/alexander-von-humboldt-kosmos/id1340297820?l=en

Am nächsten Tag habe ich ein wenig in den Themes geschaut, irgendwo ist immer etwas, was in der Darstellung nicht passt, damit kann man jetzt ein wenig herumspielen. Aber das Wesentliche ist da, und ich freue mich auf die Aufnahme der nächsten Episode. Kann es kaum erwarten, wie wird diese Geschichte weitergehen?

PS: Zum Inhalt des Podcasts und der Kuh in diesem Beitragsbild. Es ist “die Kuh von Lombok”. Ich habe sie auf “meiner” Forschungsreise fotografiert. Lombok ist die nächste Insel von Bali aus in Richtung Australien. Lombok liegt aber auf einer anderen Kontinentalplatte als Bali, und so gibt es dort andere Tiere und Pflanzen – zum Beispiel Kakteen, die plötzlich in der Landschaft zu finden sind. Das war meine Begegnung mit Wegeners Theorie der Verschiebung von Kontinentalplatten. Ein Kaktus fuhr auch zurück nach Wien – in einer Kiste “meiner Forschungsreise”. So ist dieser Alexander von Humboldt Podcast auch ein wenig eine Spurensuche in die eigene Sicht der Welt, der Forschung, und der Welt der Forschung.

Filmschau: Die Glasbläserin

So ruhig wird selten wo gesprochen. Die Armut lässt kein Geschrei zu. Ruhige Bilder. Viele Blicke. Die beiden Schwestern wurden als unabhängige, kritische Menschen erzogen. Als der Vater stirbt, müssen sie sich ihren Platz in der Dorfgemeinschaft erst erkämpfen. Alle rücken herum. Möchten sich nicht verändern, alle reagieren, manche agieren mit Gewalt. Tradition als Gerüst für ein hartes Leben. Dass dann genau diese Tradition eine zentrale heikle Situation zum Guten wendet, wird erkennbar, dass sich alle mit den neuen Gegebenheiten abfinden. Die zwei Schwestern haben ihren Platz erkämpft. Das Gleichgewicht wurde wieder gefunden. Und ja, es geht ums Glas.

Link: Die Glasbläserin (FAZ)

Filmschau: Meine schöne innere Sonne

Dass in französischen Filmen ggf. viel geredet wird, hätte man gewusst. Dass es nur am Rande damit zu tun haben wird, was man hören möchte, auch. Trotzdem überraschend: Juliette Binoche redete sich um Kopf und Kragen, um entweder eine innere Mitte zu finden, oder endlich einmal daraus herauszugehen. Schöner Höhepunkt war das Zwiegespräch – und das war dann wirklich eines, dem man folgen konnte – mit Gérard Depardieu, der durch seine Sicht der Dinge zum Schluss des Filmes Ordnung in die vielen Worte brachte. Als Wahrsager. Mit einem Lächeln Isabelles endete der Film.

Link: Meine schöne innere Sonne (FAZ)

Filmschau: Weit

Alleine gibt es keine Kraft. Kraft braucht ein Gegenüber. Im Weltall sind alle vernünftigen Kräfte Wechselwirkungen. Vorgänge, Austausch, Auseinandersetzung. Zwischen mindestens zwei Dingen, Menschen, Objekten. Es geht noch mehr, zumindest in der Physik wirkt alles auch auf alles. Dass das auch auf der Erde geht, haben Gwendolin und Patrick im Film gezeigt. Sie sind in jeder gezeigten Begegnung mit jemandem im Austausch. Wenn nicht, dann sind sie alleine und ruhen sich aus. Dass da jemand Dritter locker Platz hat, ist logisch. Und noch mehr, weil auch für Zuschauenden da auch noch Platz ist. So gesehen hat Reisen ganz viel Kraft. Schöne Reise, schöne Kräfte. Schöner Film über eine Reise um die Welt, die im Osten beginnt und im Westen endet.

Link: http://www.weitumdiewelt.de

Filmschau: Helle Nächte

Mit so wenig Aufregung einen Film machen. Nichts wird überdehnt. Keine Krise bis zum Ende dargestellt. Leichte Skizzen geben die Richtung vor. Vater und Sohn. Lernen sich erstmals kennen. Nachvollziehbar. Eine lange Fahrt entlang eines ansteigenden Bergweges, immer mehr dem Nebel entgegen, dem Höhepunkt. Ein Vermissen. Ein Verfolgen. Fertig. Mit dem Flugzeug zurück. Trotzdem nicht langweilig für 10 Leute im Kino. Guter Sound. Spielort: Norwegen.

Link: Wikipedia – Helle Nächte

Die Tastatur

Meine neue Tastatur hat wunderschöne Eigenschaften. Sie klappert. Sie hat richtige Hübe, das heißt sie legt einen weiten Weg zurück, bevor sie das Signal an den Computer für den richtigen Buchstaben auslöst. Die Tastatur wird über USB-Kabel mit dem Computer verbunden. Sie hat beim Mediamarkt 9,99 Euro gekostet. Das ist nicht viel. Ich habe sie gekauft, weil ich einen Raspberry-Pi Zero bestellt habe, der genau so eine Tastatur braucht. Jetzt aber hängt sie am Macbook. Kenner werden sie als Standard-Tastatur erkennen. Sie ist schwarz, hat neben den Haupttasten in der Mitte einen abgesetzten Ziffernblock rechts außen, dazwischen einige Tasten für unterschiedliche Positionen des Cursors samt Druck- und Bildschirmdrucktaste, in der oberen Leiste befinden sich 12 Funktionstasten, und in der linken oberen Ecke eine Escape-Taste. Ich weiß gar nicht mehr, was so eine Escape-Taste tut, und jetzt probiere ich sie au

Lothar Bodingbauer, Wien

Podcast: Hören wann du willst

Physikalische Soiree

Wissenschaft erzählt

Bienenpodcast

Über die Bienen und die Blumen

Lobster und Tentakel

 

Lernen steht im Mittelpunkt

The Macher Report

 

Künstler, Könner und Boulevard

Neue Musik Podcast

Was man wissen muss, um zeitgenössische Musik gerne zu haben.

Stadtgespräch

Podcast zur Ausstellung “Zukunft der Stadt” im Technischen Museum Wien.

 

 

 

Wie geht das?

Kleine Geschichten zum Zuhören.

Alexander von Humboldt

Podcast zur Naturgeschichte.

Slow Science

Geschichten aus der Natur in langsamer Sprache. Mit Übungen.

Archiv

Blogheim.at Logo