Radio, Science, Education

Wien

  • Mann mit Hund sieht unseren Hund auf drei Beinen dahinhunkeln. „Aha das ist der Hund mit dem Tick.“ „Nein, das ist just lazy-walk.“ „Aha, ich hab gar nicht gewusst dass das normal ist.“ #charming

  • Marco hat geschrieben: “Seit einem Schulhalbjahr sind in Rheinland-Pfalz unangekündigte Überprüfungen verboten. Wir finden das super. Es gab jedoch in der Lehrerschaft teils einen großen Aufschrei der Entrüstung. Wir werden in der nächsten Woche eine Episode von Schule im Gespräch zu diesem Thema drehen und auf dieses Halbjahr ohne unangekündigte Hausaufgabenüberprüfungen zurückblicken. Da wir die Rückmeldung auf breite Füße stellen wollen, bitten wir über unsere Kanäle um Einschätzungen und Statements zu diesem Thema.”

    https://bildung.rlp.de/studienseminar/studienseminare/realschulen-plus/trier

    Ich habe angekündigte Wiederholungen bei den eigenen Kindern auch selbst erlebt. Mein Kommentar dazu ist hier:

    Unangekündigte Wiederholungen sind meiner Meinung nach ein Marketingproblem – und ein neuropsychologisches Problem: Das macht enormen Stress bei den Schüler:innen, und wer unter Stress Mathematik lernt, speichert das im Fluchtgedächtnis, möchte flüchten. Unangekündigte Wiederholungen sind daher auch schlecht als schönes Produkt “verkaufbar”, das wäre Feedbackkultur sehr wohl. Aber vielleicht der Hauptgrund: unangekündigte Weiderholungen scheinen eine Lösung zu sein auf ein Problem, das man anders lösen kann/muss. Was will man eigentlich erreichen damit? Es könnte sein, dass Versäumnisse der Schule/Lehrer:innen damit korrigiert werden solle, auf Schüler:innenseite. Und das wäre schade. So gesehen: lieber nicht.

  • Hainburg

  • Eine Stadtbushaltestelle mit Plakatwerbung, unter anderem für die Haus Bau Messe Wien. Drei Personen warten: eine in Rot, eine in Schwarz und eine mit einem großen Rucksack. Im Hintergrund stehen eine Bank und ein beiges Gebäude.
    Eine Stadtbushaltestelle mit drei wartenden Personen, eine weitere Person geht vorbei. Plakate werben für “Phantom der Oper“ und „Maria Theresia“ und “Haus Bau Messe”. Die Haltestelle befindet sich vor einem beigen Gebäude mit vergitterten Fenstern, rechts davon steht eine Bank. Foto: LB
  • Der vordere Zugteil fährt nach Eisenstadt. Wer am Bahnsteig steht und in Richtung Eisenstadt schaut, wird den vorderen Zugteil leicht erkennen. Wenn der Zug aber dann nach hinten losfährt, weil über Meidling und Ebreichsdorf eine schöne Schleife gedreht wird, ist vorne hinten. Und man kommt nach Sopron. Auch recht.

  • Im “Open Space” zu Gast: Sabine Seidel, die neue Professorin für Biologische Landwirtschaft an der Boku Wien.

    Bereits als Teenager entschied sich die gebürtige Deutsche bewusst für den Kauf von Bio-Lebensmitteln und interessierte sich für gesunde Ernährung, Biodiversität und Tierwohl. In ihrer Antrittsvorlesung stellte Sabine Seidel das Konzept der planetaren Belastbarkeitsgrenzen der Erde vor und demonstrierte, wie eng dieses mit der Landwirtschaftlichen Produktion verknüpft ist. Auch im Gespräch mit den “Dimensionen” erklärt sie, welchen Beitrag die Biologische Landwirtschaft leisten kann, um ein nachhaltiges Agrar- und Ernährungssystem zu entwickeln und zu gestalten. Und Sabine Seidel verrät, warum die Beschäftigung mit diesen Themen glücklich macht.

    Moderation: Lothar Bodingbauer

    Link zur Sendung

  • In dieser Episode der Physikalischen Soiree 260 besuchen wir das Institut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck. Im Gespräch mit Professor Tung Pham, Dr. Noemí Aguiló-Aguayo und Professor Thomas Bechtold beleuchten wir die Zusammenhänge zwischen Chemie und Textil sowie die aktuellen Anwendungen technischer Textilien in der Energiegewinnung und Energiespeicherung. Wir diskutieren die Strukturen von Textilien und ihre Auswirkungen auf die Elektrochemie, die Herausforderungen der Textilproduktion und Recyclingprozesse sowie die ethischen Aspekte und Nachhaltigkeit in der Branche. Zudem lernen wir aktuelle Forschungsprojekte der Doktoranden kennen, die innovative Ansätze zur Wiederverwertung von Textilien verfolgen und dabei den ökologischen Fußabdruck der Textilindustrie reduzieren wollen.

    Link: https://www.uibk.ac.at/en/textilchemie/

  • Die Universität Innsbruck betreibt in Dornbirn das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik. Zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an Fasern und Geweben, an Grenzflächen, an Materialien aus nachhaltigen Quellen. Die Anwendungen gehen über die Bekleidungsbranche hinaus, sie betreffen wiederaufladbaren Batterien, Verbundmaterialien und sogar Lebensmittel. Das Institut befindet sich nicht zufällig in Vorarlberg. Das Bundesland hat eine lange Textiltradition, in der das Wissen und die Erfahrung von Menschen aus der ganzen Welt verwoben sind. – Ein Institutsbesuch.

    Gestaltung: Lothar Bodingbauer

    Link zur SendungLink zur Podcastepisode 260 (Physikalische Soiree)

  • In der Physikalischen Soiree 261, die am 5. Januar 2026 in Wien an der Universitätssternwarte stattfand, begrüßt Lothar Bodingbauer den emeritierten Professor Gerhard Hensler, der im Bereich der theoretischen Astrophysik tätig ist. Im Fokus der Diskussion steht das Thema der Grenzen des Universums und die Problematik von Lebensräumen im Kosmos. Bodingbauer schildert seine Gedanken, die er für ein Radio-Feature ausgearbeitet hat, in dem es darum geht, die geografischen und physikalischen Grenzen des Sonnensystems und über dessen Ende hinaus zu untersuchen.

    Die Unterhaltung beginnt mit der Feststellung, dass das Konzept von Grenzen im Universum oft fälschlicherweise geografisch interpretiert wird. Bodingbauer erläutert, dass es nicht um feste Grenzen geht, sondern viel mehr um Zustände, in denen physikalische Größen wie die Anzahl der Teilchen pro Kubikzentimeter im Gleichgewicht stehen. Hensler bestätigt diese Sicht und ergänzt, dass der Fokus der Astrophysik auf dem Verständnis von Schwellenwerten liegt, die durch neue Technologien wie leistungsfähige Teleskope erreicht werden können, um zum Beispiel die Natur der Sternentstehung oder die Struktur des Universums genauer zu erfassen.

    Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Lichtgeschwindigkeit, die als eine fundamentale Grenze des beobachtbaren Universums betrachtet wird. Hensler spricht außerdem über den Schwarzschildradius und die Entropie als weitere wichtige Konzepte in der Astrophysik. Die beiden Gesprächspartner reflektieren, dass Erkenntnisse in der Astrophysik oft mit neuen technologischen Entwicklungen einhergehen, wie zum Beispiel dem James-Webb-Weltraumteleskop, das es ermöglicht, tiefer in das frühe Universum und die Entstehung von Galaxien zu blicken.

    Ein Punkt der Diskussion dreht sich um die Grundlagen der elektromagnetischen Strahlung und deren Schwellenwerte. Hensler hebt hervor, dass die Detektion in verschiedenen Spektralbereichen, wie im Röntgen- und Radiobereich, entscheidend für das Verständnis des Universums ist. Er erklärt die Herausforderungen bei der Beobachtung hochenergetischer Phänomene wie Supernovae und betont, wie wichtig es ist, verschiedene Messmethoden zu kombinieren, um vollständige Informationen zu erlangen.

    Die Konversation wechselt dann zu den Themen der Gravitationswellen und deren Bedeutung für die Astrophysik. Hensler erläutert, dass diese Wellen, die durch massive Objekte im Universum erzeugt werden, eine neue Dimension der Beobachtungsmöglichkeiten eröffnen. Auch hier wird die Notwendigkeit von verbesserten Detektoren und deren Anordnung in Arrays angesprochen, um präzisere Messungen zu erzielen.

    Während des Dialogs wird auch der Zusammenhang zwischen Materie und Antimaterie behandelt, wobei Hensler die Fragen nach der Vielfalt der Elementarteilchen im Universum und der Natur der dunklen Energie unterstreicht. Er thematisiert die Hubble-Tension, also die unterschiedlichen Werte bei der Messung der Expansionsgeschwindigkeit des Universums aus verschiedenen Beobachtungsansätzen und fragt sich, welche neuen Elemente berücksichtigt werden müssen, um eine konsistente Erklärung zu finden.

    Die Unterhaltung schließt mit einem Ausblick auf die Herausforderungen und Chancen innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft, insbesondere angesichts der rasanten Fortschritte in den Naturwissenschaften. Hensler gibt seiner Überzeugung Ausdruck, dass das Verständnis der grundlegenden Naturgesetze und der Entwicklungen in der Physik sowie im Bereich der Biotechnologie eine aufregende, jedoch auch komplexe Zukunft verspricht. Bodingbauer bedankt sich für das Gespräch und schließt mit den Worten, dass diese faszinierenden Themen in Zukunft weitergeführt werden sollten.

    Link: https://ufind.univie.ac.at/de/person.html?id=85269 – Gerhard Hensler, Universität Wien

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer