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Dies sind meine Seiten im Internet. Eine Homepage. Ein schwarzes Brett. Ein Tagebuch. – Lothar Bodingbauer ist mein Name. Meine Themen: Media | Science | Education. Ich arbeite für Geld meist für ORF Radio Ö1 „Vom Leben der Natur“ und das Abendgymnasium Wien. Und als freier Podcaster für Bienen, Physik und Musik.

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Batam: Indonesien

Batam: Indonesien

Von Singapur erreicht man in 40 Minuten mit dem Schnellboot eine erste Inselgruppe Indonesiens. Die weit verzweigte Stadt darauf heißt Batam. Viele Fabriken gibt es hier, die Produkte herstellen, die es billig in unseren europäischen Regalen gibt – Drucker, Computer. Die Insel und ihre Umgebung boomt. Viele der Bewohner sind erst in jüngerer Zeit aus anderen Gegenden Indonesiens hier hergekommen. Fotos aus Batam und seinen Nachbarinseln.

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Fotos aus Montreal

Fotos aus Montreal

Schicke Stadt in Nordamerika. Irritiert durch Studentenproteste. Einmal Boom, einmal Niedergang. Derzeit Boom. Aber weit im Norden. Von der Größe vergleichbar mit Wien, vielleicht mehr Vororte. Ähnlich viele U-Bahn Linien. Französische Sprache. Ein paar Fotos sind leicht zu finden. Viel Streetart. Bunt, nicht nur im Herbst. Mal sehen. Zum Beispiel hier.

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Gegenden im Osten

Gegenden im Osten

Was nach dem Fall des Eisernen Vorhangs blieb sind die Vorurteile. Über die Jahre haben sie sich angesammelt und sie blieben. Warum sind die Menschen hinter dem Schalter so ernst? Warum gibt es so riesige Pfützen? Wie geht es den Kindern? Eine Reise nach Perm (Russland) schafft Abhilfe, zeigt bisher unbekannte Menschen, schafft neue Bilder und neuen Raum für neue Vorurteile.

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Indonesien: Bali

Indonesien: Bali

Es gibt Gegenden auf Bali, da fliegen die Wolken so tief, dass man glaubt, darin zu ertrinken. Vermutlich ist es so, dass diese Gegenden höher liegen, dem Himmel also auf halben Weg entgegen kommen. Wer Bilder sieht, vergisst den Lärm des Verkehrs auf den Hauptstraßen.

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New York

New York

Noch vor dem Fall der Zwillingstürme zum ersten Mal in New York. Viele sehr freundliche Menschen getroffen.

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Klimaticket Gassi führen: Mostviertel

Klimaticket Gassi führen: Mostviertel

Das Klimaticket Gassi führen! Wien 12:55 🚂 Wien, St. Pölten, 14:28 Loich (Pielachtal) 🚶Rabenstein 16:44 🚂 Wien 18:05 🛁Wanderung an der Bahn und am Bach entlang, ein bisschen auf und ab.

 

Hörtipp: Musikpodcast

Klimaticket Gassi führen: Nationalpark Thayatal

Klimaticket Gassi führen: Nationalpark Thayatal

Das Klimaticket Gassi führen! Wien 10:50 🚂🚍Hardegg 12:30🐟Thaya 🚶Retz 17:00 🚂 Wien 18:40 🛁

 

12 handwerkliche Tipps für den Reisebericht im Radio

12 handwerkliche Tipps für den Reisebericht im Radio

Was ich bei Reiseberichten gerne habe, ist:

1) Eine Spur, die hörbar verfolgt wird. Sie entsteht beim Aufnehmen durch eine Spur, die man verfolgt. Und wie verfolgt man eine Spur? Man startet bei etwas, was man bemerkt. Ich starte gerne vor Ort, ohne mir von zuhause die Termine auszumachen. Mein gesamter Erfolg hängt von meiner Witterung ab. Es gibt keine Versicherung. Das Thema muss dazu schon feststehen. Zeit braucht man dazu. Eine Woche für eine halbe Stunde im Radio durchaus. Beispiel: Der Katalog des Lebens, Carl von Linné, aufgenommen in Uppsala, Schweden: https://www.physikalischesoiree.at/phs_2010_09/

2) Was bemerkt man? Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit dem Bekannten. Das ist als Annäherung schon möglich. Aber auf Sendung meist belanglos. Es ist das, was sich mit freiem Blick und wachem Ohr an Ort und Stelle ergibt. Es hilft, wenn man dazu zum zweiten Mal wo hinkommt. Es ist fast unmöglich, vielleicht sogar unsinnig, einen Ort beim ersten Mal zu portraitieren – außer man hat Zeit.

3) Nichts ist belangloser, als das, was an einem Ort „geboten“ wird.

4) Wenn etwas in besonders schönem Licht erscheinen soll, ist der Schmutz an den Rändern genauer unter die Lupe zu nehmen.

5) Manchmal bringen einen beim Aufnehmen die Fragen nicht weiter. Dann kann man es durchaus mit einer Feststellung probieren. Oder mit einem Ausdruck der Verwunderung. Der Bitte um Hilfe.

6) Die An- und Abreisen miteinzubeziehen ist je nach Umstand möglich, unvermeidlich, völlig irrelevant oder für den Beginn oder den Abschluss der Geschichte lebensnotwendig.

7) Im Radio erzählen wir eigene Geschichten, wir erzählen die Geschichten der anderen, und wir erzählen die Geschichten einer völlig leblosen Welt: die der Geräusche. Verkehrslärm ist zu vermeiden. Töne aus dem Archiv im allgemeinen auch. Nur was vor Ort aufgenommen wird, oder von dort stammen könnte, gilt. Geräusche werden erst dann verständlich, wenn sie mit Gefühlen zum Leben erweckt werden.

8) Wir hören gerne jemandem zu, der von seinen Träumen spricht. Sollte niemand von seinen Träumen sprechen, hilft es, die Frage nach diesen Träumen als letzte Frage im Interview zu stellen.

9) Public Relations sind keine Träume.

10) „Ich“ oder „wir“ ist möglich, aber schwierig. „Wir“ kann man erst nehmen, wenn jedem klar ist, wer das ist. Und „ich“ kann man erst nehmen, wenn man als Gestalter interessant ist. Vorderhand also nie, aber es gibt Ausnahmen: „ich“ als Persona muss etabliert sein oder werden.

11) Scheitern hörbar zu machen, ist eine ehrenwerte Aufgabe und es kann böse enden. Es verrät viel über die/den, der berichtet. Und deswegen kommt es ganz darauf an. Sprich nie über das, was nicht gelungen ist. Aber: einen Erfolg werden die Hörer:innen erst dann gestatten, wenn man zuvor ehrlich und nachvollziehbar gescheitert ist.

12) Worüber lohnt es sich zu reden? Der Vorschlag für einen Beitrag muss schlüssig nachweisen, dass es sich lohnt, zu erzählen. Es muss für jede Geschichte neu verhandelt werden.

*** Lothar Bodingbauer, Radiojournalist mit Schwerpunkt Reisen, Wissenschaft, Leben. Homebase: dort wo sein MacBook ist. Kontakt: lothar@sprechkontakt.at

Reisebericht, Reisejournalismus, Reden über die Reise

Reisebericht, Reisejournalismus, Reden über die Reise

Es lässt sich immer auf eine Frage herunterbrechen: „Worüber lohnt es sich zu reden?“. Die Antwort auf diese Frage bestimmt, was ein guter Reisebericht ist. Was guter Reisejournalismus ist. Ob das, was über die Reise erzählt wird, spannend, packend, fesselnd, wirklich ist.

Ein gutes Beispiel findet sich überraschend nahe. 4 Bücher. Jemand hat eine vierbändige Gesamtausgabe von Graham Greenes Werken in die Ecke eines Lehrerzimmers einer Schule gestellt. Dort wo sich Druckerpatronen und Overheadfolien sammeln, altes Zeug, dort wo niemals etwas wegkommt, ich bin Lehrer dieser Schule. Man nimmt den ersten Band über die Ferien mit, um Graham Greene eine Chance zu geben. Eine Geschichte über die Reise eines Pfarrers durch den Dschungel Südamerikas. Eine Geschichte voll Hitze, Schmutz, Jammern und Niedertracht. Man nimmt es so hin. Aber spannend wird es, als man in einem anderen Buch des großartigen Reiseschriftsellers Paul Theroux eine Geschichte über Graham Greene liest. Er beschreibt dessen kurzen Aufenthalt in Südamerika, den er nach zwei Wochen mit Fieber abbrechen musste, sein Leben voller Widersprüche. Seine Abscheu vor Langeweile.

Nicht nur ist Paul Theroux ein Reiseschriftsteller, der vor allem die schwierigen Seiten einer Reise bemerkt und notiert, es ist der Zufall, der diese Kette an Beobachtungen aneinanderreiht. Eine Verbindung zu Bruce Chatwin, der wohl eine Tradition der Reiseschriftstellerei begründet hat, und der anfangs Freund dann Feind von Paul Theroux war.

Zu einer Spur, zu einer Spurensuche und zum Thema von Gedanken wird es, wenn in diese Landschaft nun auch das Lehrerzimmer eingebaut wird. Von wem stammt diese Gesamtausgabe? Gedruckt wurde sie vermutlich in den 1960-er oder 1970-er Jahren. Intakt mit Schutzumschlag, leicht eingerissen, ein wenig vergilbt. Wer stellt die Gesamtausgabe von Graham Greene sorgsam dorthin, wo sich nur altes Schulzeug ansammelt, das sich niemand traut, wegzuwerfen. Eine Lehrerin? Ein Lehrer? Vielleicht kurz vor der Pensionierung? Warum? Hat er oder sie das Werk gelesen? Den ersten Band? Die Geschichte aus dem Dschungel? Und hat diese Person die selbe Mühe gespürt, über die Plage der Reise und der politischen Umstände der Region zu lesen? Wie vermischen sich diese Welten? Überlappen sie sich, verlaufen sie parallel? Sind sie identisch?

Das, worüber man redet, ist nicht planbar. Es ist immer etwa, was sich vor Ort mit den Beteiligten, die man oft suchen muss, entwickelt. Es ist der Staub, der herumliegt, die Risse im Umschlag. Der wichtige Blick zum Konflikt. Zur Reibung der überlappenden Ränder. Das Beschreiben genau dieser Landschaft. Bereinigt um lose Enden und Dinge, die sich im Nichts wieder verlaufen. Zusammengestellt zu einer Geschichte. Die in meinem beschriebenen Fall dort beginnt, wo ich Paul Theroux das erste Mal entdeckte: Im „alten Patagonien-Express“, im Buch, das ich zuerst von ihm entdeckte. Die Geschichte hält im Lehrerzimmer kurz inne. Und geht in Therauxs Beschreibung vom Leben Graham Greenes wieder weiter. Sie endet in einem neuen Blick auf die vier Bücher. Und der Frage, von wem sie wohl sind.

Links: Theroux über Greene in „Figuren in der Landschaft“, Hoffmann und Campe

https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Theroux
https://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Chatwin
https://de.wikipedia.org/wiki/Graham_Greene

Foto: Berlin BVG Straßenbahn M1 / Dezember 2021 / Lothar Bodingbauer

363. Der feine Duft der Pflanzen

363. Der feine Duft der Pflanzen

ORF Radio Österreich 1 | Vom Leben der Natur | 20-24. Dezember 2021 | Link

Der Destillateur Felix Billiani spricht über ätherische Öle.
Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Ätherische Öle werden von Pflanzen produziert, um Freunde anzulocken und Feinde zu vertreiben. Der Duft dieser Öle polarisiert auch uns Menschen, wenn wir ihn riechen. Wir lieben einen Duft oder hassen ihn. Die Prägung entsteht in früher Kindheit, wenn Düfte mit Erlebnissen verbunden werden.

Die Öle bestehen aus verschiedenen Anteilen unterschiedlich großer Moleküle, die leicht flüchtig sind. Aus der jeweiligen Mischung entsteht der Duft, von denen die Destillateure auch jene riechen können, die am leichtflüchtigsten sind und schon beim Destillieren verschwinden.

Bei der Wasserdampfdestillation werden ätherische Öle in zweierlei Weise gewonnen: als Hydrolat mit wasserlöslichen Inhaltsstoffen, und als Öl selbst, das oben aufschwimmt und in einer sogenannten “Florentiner Flasche” von der Wasserphase getrennt werden kann.

Service

Kostenfreie Podcasts:
Vom Leben der Natur – XML
Vom Leben der Natur – iTunes

GESPRÄCHSPARTNER:
DI Felix Billiani
Kesselwerk – Ätherische Öle erleben
A-3163 Rohrbach a.d. Gölsen

Zur Pandemie

Zwei Jahre leben wir nun mit Corona. Viel wurde erforscht, entwickelt und geredet. Folgendes lässt sich sagen:

  1. Die Krankheit ist schlimmer als die Impfung.
  2. Die Pandemie ist keine Privatsache.
  3. Wissenschaft und Glauben sind fein zu unterscheiden.

Berliner Eingänge

4 Komplexitätsstufen einer Podcastproduktion

Wenn jemand gerne einen Podcast hätte, muss man ein Angebot legen. Das ist schwierig, wenn die Beteiligten noch nicht wissen, was genau sie haben möchten. Ich habe mich hingesetzt, und vier Levels definiert, die unterschiedliche Preise haben. Diese Levels kann der Auftraggeber auch mischen, besonders in der Entwicklungsphase von Episode 1 bis 10.

S (Preis: 25% einer XL Folge)
„Small“: Vorhandenes Interview, Schnitt „mit Hand“ vorne & hinten, ggf. weitere Schnitte nach Vorgabe, Ähs; Audiobearbeitung und mp3- Bereitstellung.

M (Preis: 50% einer XL Folge)
„Medium“: Vorhandenes Interview, intelligenter Schnitt „mit Hirn“ (journalistisch) auf vorgegebene Ziellänge, ggf. nach Vorgabe, Ähs; Audiobearbeitung und mp3-Bereitstellung.

L (Preis: 75% einer XL Folge)
„Large“: Vorhandene Interviews, intelligenter Schnitt „mit Gestaltung“ (journalistisch/ dramaturgisch) auf vorgegebene Ziellänge, Ähs; ggf. Zwischentexte, „Audioplüsch“ (Akzente), Audiobearbeitung und mp3-Bereitstellung.

XL (Preis: 100% einer XL Folge)
„X-Large“: Umsetzung eines Themas, ggf. Interviewführung; Schnitt und Mischung (journalistisch/dramaturgisch) auf vorgegebene Ziellänge, Ähs; ggf. Geräusche/Musikbrücken, Zwischentexte, Moderation/Präsentation, Audiobearbeitung und mp3-Bereitstellung.

Nachtzug

Nachtzug

Aber mal ehrlich. Ich finde Schlafzüge auch super, aber zeig mir einen, in dem man nicht in Zellen reist, die einem Gefängnis gleichen. Oder einem Aquarium. Ich weiß nicht. Besser ist, und das ist mir lieber, am Tage zu reisen, Mittags in einem Städtchen auszusteigen und in einem guten Restaurant zu Mittag zu essen, am Nachmittag nach einem Spaziergang am fremden Orte wieder einen Zug zu ersteigern, um am Abend dort auszusteigen, wo eine Kleinstadt ist, um dort gepflegt zu nächtigen. Das Frühstück am gedecktem Tisch, bevor es wieder weiter geht. So dauert die Fahrt nach Paris vielleicht drei Tage, aber menschliche drei Tage, und man kommt ausgeruht und erholt am Zielort an.

Lebenskäse

Alltagsbeobachtung: Ein Vater kommt Samstag Mittag mit seinen zwei kleinen Kindern am Laufrad aus dem Spar. Packt eine Leberkässemmerl aus, atmet durch, beißt zuerst hinein (wie im Flugzeug: Sauerstoffmasken zuerst die Erwachsenen selbst aufsetzen), dann beißen die beiden Kinder hinein. Der Vater sagt zu allen Beteiligten und zum Beobachter: “Ahh, deswegen leben wir.”

Podcast Workshop/Vortrag

Sie würden gerne einen Podcast starten oder hätten gerne einen Vortrag zum Thema? Können wir machen. lothar@sprechkontakt.at Wenn es zur Sache geht, ist auch ein “Podcast-Tag” eine gute Möglichkeit, die notwendige Technik kennenzulernen und Formatideen gemeinsam zu entwickeln.

Wissenschaftspodcasts als Unterhaltungs- und Recherchequelle

“Gespräche auf Augenhöhe”, und das in aller Ausführlichkeit zu wissenschaftlichen Themen. Podcasts sind in den letzten Jahren überall dort entstanden, wo Interesse besteht, mehr zu einem bestimmten Thema zu erfahren. Ein 45 min. Überblick über erfolgreiche Wissenschaftspodcasts, die auch den individualisierten Unterricht bereichern können.

Podcasts zum Selbermachen

Es geht weniger um das Veröffentlichen, als um das Zugänglichmachen von Gesprächen und Informationen. Podcast ist eine “Haltung”. Was auch immer man tut, es wird jemanden geben, der sich dafür in der Tiefe interessiert. Gespräche mit Expert:innen leicht geführt und dann als Podcastepisoden geteilt werden. Wie man einen Podcast aufsetzt, so dass er auch gut klingt, und wie Community-Arbeit die Hörer:innenzahl erhöht, das lernen Sie in diesem Workshop.


Lothar Bodingbauer (*1971) arbeitet journalistisch für ORF Radio Österreich 1 und Deutschlandfunk. Er ist „Podcaster der ersten Stunde“ mit seinen Formaten „Physikalische Soiree“ und „Bienengespräche“, mit insgesamt 10.000 regelmäßigen Downloads pro Folge. Als „Podcastpate“ hilft er in der sendegate.de Community Newcomer:innen beim Aufsetzen von Podcasts. Mit der Österreich Werbung publiziert er derzeit den Auftragspodcast „Wald wirkt Wunder“. Er veranstaltete Podcast-Workshops mit Mitarbeiter:innen der Österreichischen Mediathek, der Österreich Werbung, dem Standard, dem Kloster Pernegg, dem Freien Radio Salzkammergut und Studierenden der Universität Wien bzw. den Pädagogischen Hochschulen. Am FJUM hält er im 2022 zum vierten Mal einen 6-Vormittagskurs „Sprechtraining für Podcaster:innen“ ab.

Blick auf die Schule

Weil es ein wichtiges Interview ist: Der Bildungsforscher Stefan Hopmann mit seinem Blick auf die Schule im Standard: Link

Wiener Caféhäuser

Wiener Caféhäuser

Einen sehr netten Blick auf die Wiener Caféhäuser habe ich gerade im Doppelshot-Café-Podcast gehört: Marian aus Berlin hat mit Hr. Thomas aus dem Café Museum über die Wiener Caféhauskultur gesprochen. Dazu auch der anspesporchene Artikel der Österreich-Werbung. Hr. Thomas nannte dann auch einige weitere Wiener Cafés und es entstand zum Schluss der Sendung die Frage, wie es denn mit den “neuen” Cafés aussieht in Wien, die Qualitätscafés anbieten aber keine traditionellen Caféhäuser sind. Das müssen wir uns bald einmal genauer anschauen. Aber, bevor es soweit ist, hier eine Liste zu besuchender Wiener Caféhäuser, die es auch noch gibt, und die einen Besuch absolut wert sind, wenn man in der Stadt ist. Es sind Cafés, wie man sie nach vielen Jahren in Wien gut kennt und die man schätzen gelernt hat. Aus dem Kopf heraus – und alphabetisch. Ich glaube, das Bild, das Marian im Gespräch mit Sebastian vom Podcast gemeinsam mit Hr. Thomas vom Café Museum entwickelt hat, stimmt recht gut. Freundlich sind die “Herren (und Frauen) Ober” alle – wenn auch alle Häuser und Menschen durchaus ihre Eigenheiten haben.

  • Café Alt Wien – Bäckerstraße, Innenhof, klein
  • Café Bräunerhof – dort war ich noch nie, Thomas Bernhard offenbar schon
  • Café Diglas – Wollzeile
  • Café Drechsler – Naschmarkt
  • Café Eiles – Josefstädter Straße, Rathausnähe
  • Café Engländer – Journalisten
  • Café Florianihof – 8. Bezirk
  • Café Goldegg – Goldeggasse im 4. Bezirk, nahe dem Hauptbahnhof/Belvedere
  • Café Hawelka – Klassiker, beim Graben
  • Café Hummel – Josefstädter Straße Halfway, sehr lokal
  • Café Jelinek – sehr klein; Otto Bauer Gasse
  • Café Korb – Innenstadt, Journalist:innen vom Falter sind dort
  • Café Prückel – Jugendstil, sehr großes “Wohnzimmer”, Stadtpark
  • Café Rathaus – witzig, Rathausnähe
  • Café Rüdigerhof – anders auch, kennt man vor allem als Student
  • Café Ritter 1 – Halfway Mariahilferstraße
  • Café Ritter 2 – in Ottakring
  • Café Savoy – etwa anders, Naschmarkt
  • Café Schwarzenberg – Schwarzenbergplatz
  • Café Sperl – Gumpendorferstraße/Naschmarkt
  • Café Tirolerhof – in der Nähe der Oper, etwas versteckt
  • Café Weidinger – am Gürtel nahe dem Westbahnhof, Billard
  • Café Westend – Westbahnhof Eckhaus, Eingang zur Mariahilferstraße
  • Café Wortner – 4. Bezirk, sehr lokal
  • Café Zentral – da war ich noch nie

Wenn ein wichtiges Café fehlt, habe ich es entweder vergessen, oder es hat tatsächlich einen Grund. Extra zu erwähnen sind die Caféhäuser der Reihe “Aida” und der Reihe “Kurkonditorei Oberlaa”. Dort trifft man Wiener:innen, die anders sind, als die Besucher:innen der Traditionshäuser. Schnell gefragt: einen handgefertigten Espresso würde ich in meiner Gegend in der “Kaffeefabrik Wieden” trinken.

Ach: und wunderbar gerösteten Café für Zuhause gibt’s hier im Onlineshop, hurtigschnell geliefert von Prem Frischkaffe, Michael Prem war gerade in “Erklär mir die Welt” zu Gast. Link: https://erklaermir.simplecast.com/episodes/187

Café Tirolerhof, Vienna

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