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Wien

Tagebuch

  • Noch ein Auge

    Noch ein Auge

    Nachdem unser Hund in einer Schlägerei ein Auge verloren hat, trifft man immer wieder Menschen unterwegs, die das bedauern.

    “Halbblind”, sagt der ältere Herr mit Hörgerät, nachdem er den Hund wohl zwanzig Sekunden angesehen hat.

    “Ist das Glas halbvoll oder halbleer?”, frage ich ihn.

    Er denkt weitere zwanzig Sekunden nach.

    “Halbleer”, sagt er nachdenklich, und setzt seinen Weg fort.

    Bei uns werden die Entscheidungen im Haushalt nach dem Fünfaugenprinzip getroffen. Und manchmal drückt einer noch ein Auge zu.

  • Gehört

    Mann mit Hund sieht unseren Hund auf drei Beinen dahinhunkeln. „Aha das ist der Hund mit dem Tick.“ „Nein, das ist just lazy-walk.“ „Aha, ich hab gar nicht gewusst dass das normal ist.“ #charming

  • Klimaticket Gassi führen: Sopron

    Der vordere Zugteil fährt nach Eisenstadt. Wer am Bahnsteig steht und in Richtung Eisenstadt schaut, wird den vorderen Zugteil leicht erkennen. Wenn der Zug aber dann nach hinten losfährt, weil über Meidling und Ebreichsdorf eine schöne Schleife gedreht wird, ist vorne hinten. Und man kommt nach Sopron. Auch recht.

  • Was weckt Neugier?

    Was weckt Neugier?

    Neugier kommt bei mir von der Sehnsucht. Die Sehnsucht kommt von den Träumen. Und die Träume kommen von den unerfüllten Wünschen. Werden die Wünsche erfüllt, verschwinden bald die Träume, und wenn die Träume fehlen, verschwindet die Sehnsucht, und wenn die Sehnsucht fehlt, dann schläft auch die Neugier. Wenn daran etwas veränderbar ist, würde ich am ehesten bei der Sehnsucht ansetzen. Wer die Sehnsucht (mir) weckt hat Zugang zu meinen Träumen. Und damit zur Neugier. Ich muss fast sagen, man besitzt mich dann fast. (Psst. Nicht weitersagen.) Die Neugier, wie es in fremden Ländern so ist, wurde bei mir durch echte Menschen geweckt, die uns zuhause besucht haben: Margot, eine Anthropologin. Christine, Entwicklungshelferin in Bolivien und Mr. Mace mit der Glatze, ehemaliger Besatzungssoldat im Haus meiner Großeltern. Sie haben meine Träume geweckt, und ja, damit die Sehnsucht, und … 

  • The Bagel Class

    Wer in Montreal die Gelegenheit hat, Bagels zu essen, wir die vielleicht auch gerne backen. Dazu gibt es einen Workshop bei der “Bagel Class”. Mehl, Zucker, Salz, Germ, Öl, Wasser und als Zauberzutat Malz. Und Honig ins Kochwasser, in das sie 3 min. getunkt werden, bevor sie mit Sesam oder oder Mohn bestreut ins Backrohr wandern.

    Link: https://www.thebagelclass.com

  • 397. Petržalka

    397. Petržalka

    Petržalka ist ein Stadtteil von Bratislava, getrennt von der Hauptstadt der Slowakei durch die Donau, verbunden durch Straßenbahnlinien, Buslinien und drei Brücken. Das frühere Dorf in den Donauauen wurde in den 1960er-Jahren von einer Industriezone mit niedrigen Häusern in eine sozialistische Großsiedlung mit hohen Plattenbauten umgewandelt. Die Transformation in die Gegenwart erscheint dem Besucher geglückt. Heute präsentiert sich der Stadtteil als bunt, modern, grün und sozial durchmischt. Kulturprojekte erinnern an die Vergangenheit und versuchen die Bewohner:innen des Stadtteils zur Zusammenarbeit zu ermutigen. (Lothar Bodingbauer)

    Link zur Sendung: Diagonal am 24.06.2025, Österreich 1: Suburbia

    Filename: radio_399_petrzalka

  • Erste Jännertage

    Erste Jännertage

    Das neue Jahr beginnt mit neuen Schuhen, Socken und warmer Unterwäsche. Spaziergänge und Wanderungen finden bei kaltem, feuchtem Wetter statt. Die Sonne wärmt, wenn sie scheint. Mit Podcasts in beiden Ohren und den Hund an der Leine machen wir, mache ich Spaziergänge in und um Wien. Beides hat seinen Reiz, alleine oder zu zweit.

    In den Tagen dazwischen wird aufgeräumt. Nun ist wieder alles bekannt, was in den Regalen ist. Aktivitäten wie Yoga bringen Mehrwert in die Gegenwart. Mehr Wert, und das äußert sich auch in der Ruhe bei den Übungen im Kieser-Training, wo es angenehmer ist, sich ganz der Übung zu widmen, als der Hoffnung, schon bald fertig zu sein.

    Die Moose, Fische, Schnecken und Pflanzen in den Aquarien bilden immer stärkere Lebensgemeinschaften. Eine Garnele trägt ihre Eier unter dem hinteren Rücken. Sie hält die Eier mit mehreren Beinpaaren fest. Methusalem zieht seine Kreise im Aquarium. Der Schneck aus Marchegg ist wohl der Älteste in der gesamten Gruppe. Ich hoffe, er wird noch lange leben. Heute haben sie ein braunes Ahornblatt bekommen, das Versteck und Nahrung bringt.

    Was kommt, sind Themen der Schule, und morgen Montag dann Yoga mit Xenia und Codieren mit Maxqda24 zum Thema “Kinderwunsch”. Schreibtisch und Yogastudio. Dazwischen wohl mit Hund.

  • Bisamberg