Radio, Science, Education

Wien

  • Glocken im Finnischen Kloster Uusi-Valamo, 1995 und 2019. / Deutschlandfunk “Osterspaziergang”, Audio-Vignette.

    Link: https://www.deutschlandfunk.de/klosterglocken-finnland-dlf-098cea19-100.html

  • Hinweis: Derzeit kein Audio verfügbar

    1. Drehen oder wenden.
    2. Die Dromedare dösen.
    3. Der da, die da. 
    4. Was denn?
    5. Wie denn?
    6. Der darf doch paddeln.
    7. Denkende Denker.  
    8. Der undichte Damm.
    9. Der dünne Draht.
    10. Doch nur in Dur!
    11. Im Dom Undank erdulden.
    12. Der Duzbruder im dreckigen Dreß.  
    13. Soldatischer Drill.
    14. Drei Adern stehen wieder unter Druck. 
    15. Dein dummer Dreh.
    16. Dada war eine dummdreiste Richtung. 
    17. Beide Paddel.
    18. Drei Seiten Dünndruck.
    19. Der Boden war doch undicht.  
    20. Die rudernden Ruderer auf der Donau.
    21. Düsseldorf bei Duisburg. 
    22. Ich dulde keinen Druck auf dich.
    23. Von Freude durchdrungen.  
    24. Widerreden und dreinreden.
    25. Das drohende Ende durch den Dolch. 
    26. Erst nach dem Händedruck wirst du die Sache durchdenken. 
    27. Du dünkst mich durcheinander.
    28. Meide die edlen Damen. 
    29. Deine Freunde denken doch wieder an dich. 
    30. Dummdreist einen Degen führen.
    31. Nun doch den Pudding essen. 
    32. Was deine Kinder reden, dünkt dich edlen Denker dumm. 
    33. Wieder bedroht der segelnde Adler die Kinder des Widders. 
    34. Zum Andenken an deine Dame darfst du diese Fliederdolde dörren.  
    35. Die Helden des wilden Dramas schleudern dämliche Drohungen aus.  
    36. Den landenden Jagdfliegern wurde Beifall gespendet
    37. Im Dorf drehte der Dreher müde das Rad. 
    38. Mit der holden Doris draußen unter Weiden baden. 
    39. Die Lieder aus Dvoraks Feder fand man in der Lade. 
    40. Unduldsame Behörden lassen uns die Wände hochgehen. 
    41. Leidende Damen mit Dahlien in den Händen. 
    42. Drinnen am Boden liegen dreißig dünne Nadeln. 
    43. Die Drohnen, die auf den Dolden dösen, werden geduldet. 
    44. Der Fremde zog mit seinem Dackel von einem Deich zum anderen.  
    45. Die Mörder werden drinnen das Dröhnen erdulden müssen. 
    46. Da du dir doch den Dank durchdacht, den Dido durch den Dolch dort duldet!

  • Monteverdi und Harnoncourt    Caccini und Berio

    Zeiten des Umbruchs 1600 und Italienisches Madrigal der alten Schule und Seconda Practica

    Vokalpolyphonie 

    Josquin des Prez, Ave Maria (virgo serena, motet) 

    Orlando Di Lasso, Salve Regina 

    Im 15. und 16. Jahrhundert galt die frankoflämische Vokalpolyphonie als führender Musikstil in vielen europäischen Regionen. Es entstand eine Vielzahl von Messen und Motetten in kunstvoller Mehrstimmigkeit, meist unter Anwendung gelehrter kontrapunktischer Strukturen. Im Mittelpunkt stand weniger das vertonte Wort, sondern die Komplexität der Musik.

    versus Monodie “stile nuovo” oder auch “seconda pratica” – 

    Erst Doppelmörder, dann Kirchenkomponist: Carlo Gesualdo 

    https://www.youtube.com/watch?v=a9Ac08GY0ZA

    Monteverdi: Cruda Amarilli (5th madrigal book) 

    Claudio Monteverdi | Der Revolutionär | concerti.de

    http://conquest.imslp.info/files/imglnks/usimg/9/99/IMSLP297501-PMLP372690-Monteverdi_-_Lamento_d’Ariana,_et_con_due_Lettere_Amorose_(1623).pdf

    Lamento D’Ariana, 1608 (Monteverdi)

    Claudio Monteverdi: Die neue Vierfaltigkeit | ZEIT ONLINE

    https://www.zeit.de/2015/39/claudio-monteverdi-oper-larianna-rekonstruktion

    Legendäre L’Orfeo Aufführung unter Nikolaus Harnoncourt

    Oper: Monteverdi in Zürich: Höfische Fanfaren im Mao-Look | ZEIT ONLINE

    https://www.zeit.de/1976/04/hoefische-fanfaren-im-mao-look

    Über uns – CONCENTUS MUSICUS WIEN

    https://www.concentusmusicus.com/ueber-uns

    Claudio Monteverdi (* 15.5.1567, Cremona; † 12.11. 1643, Venedig) gilt als Erfinder der Oper und Erneuerer der Vokalmusik an der Stilgrenze zum Barock. Als Sohn eines Arztes studierte er zunächst in Cremona beim Kantor der Kathedrale Marc Antonio Ingegneri und arbeitete von 1590 an als Violaspieler in Mantua. Auf einer Reise durch Flandern im Gefolge des Herzogs von Manua lernte er den französischen Gesangsstil kennen und verglich ihn mit der Kunst der in seiner Heimat üblichen Madrigalgestaltung. Die italienische Schule hatte es auf dem Gebiet der klanglichen Ausformung zu einer derartigen Perfektion gebracht, dass der Inhalt der Texte weitgehend in den Hintergrund getreten war. 

    Für Monteverdi war das ein künstlerisches Missverhältnis, das er mit den Mitteln der Komposition ausgleichen wollte. Im Vorwort zu „Scherzi musicali“ (1607) formulierte er daher einen neuen Grundsatz der musikalischen Gestaltung, der den bisherigen strengen Regelwerken des Madrigals eine „Seconda practica“ gegenüber stellte, in der die Vollkommenheit der Melodie in den Mittelpunkt gestellt wurde. Das bedeutete aber, dass der Text als deren wesentlicher Bestandteil zum Herrscher über den Tonsatz wurde. Als Beispiel dafür präsentierte Monteverdi am 24. Februar 1607 in Mantua seine „Favola in musica“ mit dem Titel „L’Orfeo“, deren Handlung im mythologisch bildlichen Sinne seine Vorstellungen verdeutlichte. Denn in dieser Sage gelang es Orpheus kraft seines Gesangs, sowohl den Fährmann ins Totenreich als auch dessen Herrscher dazu zu bewegen, die verstorbene Frau zumindest für Momente wieder freizugeben. 

    Claudio Monteverdi setzte der Polyphonie der Renaissance die Kraft des Sologesangs, die so genannte Monodie, entgegen. Der „L’Orfeo“ wurde damit zum Ausgangspunkt der Oper, die in der Nachfolge dieses Startschusses europaweit schnell an Beliebtheit gewann. Monteverdi komponierte außerdem zahlreiche Canzonetten, modifizierte den Madrigalgesang hin zum generalbassbegleiteten und solistische Madrigal und beeinflusste damit nachweisbar die europäische Kunstmusik von Heinrich Schütz bis hinein in die Moderne eines Carl Orffs. Zu Monteverdis späteren Opern zählen „Il ballo delle ingrate“ (1608), „Il ritorno d’Ulisse in partia“ (1640) und „L’incoronazione di Poppea“ (1642).

    LE Nuove Musiche …„ Drei Dinge muss derjenige wissen, welcher den schönen Sologesang mit Affekt praktiziert. Das sind der Affekt, seine Vielfalt und „la sprezzatura“ , die Lässigkeit des Gesang.“…

    Giulio Caccini: Italienischer Komponist des Frühbarock | Alte Musik | BR-KLASSIK | Bayerischer Rundfunk

    https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/alte-musik/stichwort-giulio-caccini100.html

    Panegazza Consort Ulm – Alte Musik Neu Interpretiert

    Zitat aus der-theaterverlag.de

    Berio ist der Caccini für heute

    Der Bassbariton Nicholas Isherwood hat ein brillantes Kompendium über Vokaltechniken in der Neuen Musik geschrieben…

    …Dass es eine unendliche Zahl anderer stimmlicher Ausdrucksmittel und spezieller Effekte gibt, ist Gegenstand einer faszinierenden Studie von Nicholas Isherwood: «The Techniques of Singing» – «Die Techniken des Gesangs». Isherwood geht von einer bemerkenswerten Prämisse aus: Jeder «Spezialist für zeitgenössische Musik» müsse in der Lage sein, auch Musik früherer Jahrhunderte überzeugend zu singen. Der amerikanische Bassbariton hat denn auch nicht nur die Partie des Luzifer in den Uraufführungen von «Montag», «Dienstag» und «Freitag» aus Karlheinz Stockhausens siebenteiligem «Licht»-Zyklus gesungen, sondern zentrale Partien in Opern von Monteverdi, Marais, Händel, Porpora, Messiaen und Viktor Ullmann.  


    Photo by alex bracken on Unsplash

  • VERBINDUNGEN – TRENNUNGEN

    Untier – und dir, unzart – und zart, unlieb – und lieb, ungut – und gut, 

    unfein – und fein, unduldsam – und duldsam, unzweideutig – und zweideutig, 
 unpraktisch – und praktisch, unfreundlich – und freundlich, unedel – und edel.

    Und zart, und zwingt, und zeigt, und zehrt, und zagt, und züngelt.  

    Volkstümlich, freundlich, ländlich, kenntlich, handlich, endlich.  

    Vermeintlich, stündlich, mündlich, feindlich, kindlich. 

    Seid ihr, und ihr, lud ihn.

    Sind teuer – sind euer – sind heuer;

    Waldtiefe – Falltür – Felltier.

    Beachte: Bei Namen (Doris, Till) und der Buchstabenfolge ‘t-d’ sollte getrennt werden.

    1. Wir haben direkt vom Nachtzug aus der Ostzone, dieses Land erreicht.  
    2. Vom Postzug aus gab Doris entzückende Handzeichen. 
    3. Diese Feldzeichen sind bereits achtzig Jahre alt. 
    4. Der Hauptzeuge brachte dem Gericht den Zeitzünder.
    5. Um acht Uhr Weltzeit entzog Till mir den Handzettel. 
    6. In der Randzone befinden sich zwanzig Achtzehnjährige Zofen. 
    7. Fritz findet Zeit zum Zanken und entzweit sich damit von Stella. 
    8. Attila flitzt zügig ins bunte Bettzeug Roswithas. 
    9. Du wirst es zu weit treiben, wenn du den Brotteig entsäuerst!
    10. Diese Schaltart auf der Schalttafel bewegte den Rotor. 
    11. Albert im rostroten Rotrock droht mit einer Rotte Soldaten im Wald. 
    12. Die Balletttruppe des Stadttheaters ist tänzerisch äußerst tüchtig. 
    13. Der Hund tobt und spielt töricht mit seiner Pflichttreue. 
    14. Beim Sporttreiben wird das Mundtuch tropfnaß. 
    15. Durch Nottaufe den Alttestamentlern beitreten. 
    16. Kurt ist enttäuscht, wird träge, fällt tief und ist tot. 
    17. Gerade am Landtag sind die Felltiere der Schildträger teuer. 
    18. Bald tagt’s und in der Waldtiefe halten acht Lasttiere einen Rasttag. 
    19. Sie werden mir am Festtag von der Entthronung mitteilen.
  • Eine Art ist, was sich paart. Das wissen die Biologen. Pferd und Igel sind verschieden. Radio und Podcast auch, sonst hätten sie sich längst vermischt. Es gibt aber Überschneidungen. Das Wichtigste: sie teilen sich ein Ohr. Zwei natürlich.

    Dann geht es aber schon los: Radio wird über Lautsprecher gehört, Podcasts über Kopfhörer. Radio ist Verlautbarung, Podcast Diskurs. Radio ist Handwerk. Podcast eine Haltung. Radio ist Schein. Podcast hat nichts zu verlieren. Zielgruppe wichtig – Zielgruppe egal. Radio möchte Hörer, Podcasts akzeptiert die Hörer, die sie verdienen. Wenn Radio zu Podcast werden soll, ist das mit Mehraufwand verbunden. Wenn Podcast zu Radio werden soll, auch. Beide müssen nachhaltig agieren, damit sie auf längere Sicht erfolgreich sind. Radio ist gebühren- oder werbefinanziert, Podcast Umweg- oder Hörer:innenfinanziert. Ausnahmen bestätigen wie immer diese Regeln.

    Nun zu Details.

    Eine Erfolgsgeschichte: Drosden, Virologe. Corona Virus Update. Tägliche Episode zur Corona-Lage. Produziert von zwei Wissenschaftsjournalisten des NDR. Schnell umgesetzt: der Arzt bekommt ein Gerät und kann jeden Tag technisch eine Folge Gespräch liefern. Kompetenz kommt von beiden Seiten.

    Hat es einen Feed? Dann ist es ein Podcast. „Podcast” als Ausspielkanal für hochwertige Radiosendungen. Nur mit einem Feed ist eine regelmäßige Sendung im „Podcatcher“ auf mobilen Endgeräten (Smartphones) abonnierbar. Hier gibt es bereits einen Rückstand: Es sollte einen Feed für jede regelmäßige Radio-Wortsendung geben. Zusätzlich zur Mediathek. Es ist dabei nicht wirklich notwendig, dass die Files länger als eine Woche vorgehalten werden. Hauptsache, Onkel Fred in Australien kann die Sendung auf seinem Smartphone abonnieren. Der deutschsprachige Raum befindet sich im ganzen Internet – weltweit.

    Radio ist Handwerk, Podcast eine Haltung. Die Stärke von Öffentlich-Rechtlichem-Radio liegt in der ausgebildeten Sprache, im Journalismus, in der Musik, in der Schönheit von Formaten, im Weglassen, Auswählen, Gestalten und im verlässlichen Auffinden unterschiedlicher Standpunkte. In der Diskussion (Redaktionssitzungen). Die Stärke von Radio liegt nicht in der Wahrheit – die gibt es nicht. Die Stärke von Podcast hingegen liegt im Diskurs, im Prozesshaften, im Zugänglichmachen. Nicht im Veröffentlichen – hier ist also für Radio vermutlich wenig zu tun. Obwohl.

    Vom persönlichen Vorteil. Ein Podcast wächst dann über die 4. Episode hinaus, wenn er nachhaltig ist. Wenn er für den Produzenten Vorteile hat. Das müssen ehrliche Vorteile sein, im Sinne Viktor Frankls Ergonomie am Arbeitsplatz. Wissen, Vorsprung, ein besserer Zuhörer werden, ein besserer Mensch. Wenn es die Hörerzahl ist, die mir zuhören, und ich das wichtig finde, dann die Hörerzahl. In jede Unternehmen gibt es bisher unerkannte Mitarbeiter:innen, die genau in dieser Hinsicht nicht nur Interesse, sondern auch Talent haben.

    Podcast ist Lagerfeuer. Intim (im Ohr über Kopfhörer), authentisch, befreit von Längenvorgaben. Verlässlichkeit, einmal pro Woche, zweimal im Monat, ein mal pro Monat, alle zwei Monate. Sie fordern bestehende Hierarchien heraus und erreichen Zuhörende an nicht vorhergesehenen Orten und Umständen. Zielgruppen zu definieren ist nicht Podcasterdenke. Sie haben keine Musik. Oft auch keine Signation, einfach weil es egal ist. Ein Podcast erreicht die Hörer, die er verdient. Podcast ist Hörer:innentreffen – direkter Kontakt in verschiedenen Städten. Manchmal auch live. Podcast ist das Leben und die Pflege von Metadaten, von Kapitelmarken, die Einbindung des Chats (begleitende Diskussion von Livesendungen via Slack/Andere Software) auf Augenhöhe. Podcasts sind durch ihre Länge trollfrei. Es gibt immer eine Nullnummer, die bereits veröffentlicht wird. Podcasts entwickeln sich über die Episodenzahl. Jene mit 200+ sind die Götter im Podcasthimmel. Podcast is Community, in der bedingungslos geholfen und das System weiterentwickelt wird (Sendegate, #Subscribe, #podcastpatInnen).

    Wovon leben Podcaster:innen? Nicht von Werbung, denn „die hat noch nie etwas besser gemacht“, sondern von Aufträgen aus Museen (Texte schreiben) Hörer:innenbeiträgen (freiwillig), Moderationen von Diskussionsrunden, Zuwachs von Wissen. Von der sozialen Währung „Kontakt und Begegnung“. Von Auftragsarbeiten, die aus ihrem Ruf entstehten, gute Gesprächspartner zu sein.

    Weitere Gedanken: Das Manuskript wieder aus dem Radiobereich zurückdrängen. Erzählendes Radio. Das kann man im Podcast üben. Weiterbildung (Mikrofonzeit).

    Meine Meinung — was kann man beim Radio tun: Transfer von Radio zu Podcast funktioniert nicht gut, vieles wird dann als „Zusatzbelastung“ empfunden. Eher beim Radio bleiben, oder Podcasts völlig neu aufsetzen.

    Hörtipp: “Organisationsidentität” von “FG077 Organisationsforschung” / Leonhard Dobusch
    Link: https://forschergeist.de/podcast/fg077-organisationsforschung/?t=14%3A54%2C19%3A47


    Sammlung der Podcast-Posts hier: http://www.sprechkontakt.at/category/podcasting/ 

  • Erfahrungen von Lothar Bodingbauer (Ö1 NAT, Ö1 MOM)

    Interviews für Radio wurden bisher face:face oder in Studios durchgeführt, die über Rundfunkleitungen verbunden sind. Wenn beides nicht funktioniert, weil Homeoffice vorgeschrieben und Funkhäuser gesperrt sind, können Radioleute Technik verwenden, die in den letzten Jahren von Podcaster:innen der deutschsprachigen Podcastlandschaft entwickelt wurden: “Studio-Link”. Abhängig vom Mikrofon der Gegenseite sind hier Interviews in Studioqualität möglich.

    Beispiel (Sendung mit 6 Leuten an unterschiedlichen Plätzen): https://freakshow.fm/fs248-public-static-final

    So geht es:

    1) Mein Gegenüber hat ein tolles Mikro und ein Interface. Lösung: Studio-Link Standalone. Die Gegenseite lädt das Programm herunter, startet es, sagt mir ihre/seine ID. Ich lade das Programm herunter, starte es, gebe die ID ein. Allenfalls: Auswahl des Interfaces. Beide Seiten haben einen Aufnahmeknopf, den sie betätigen. Sollte es durch das Internet zu Verbindungsstörungen kommen, kann die lokale Aufnahme verschickt werden. Das Gespräch kann auch gleichzeitig über ein beliebiges Videokonferenz-System geführt werden, um die Gegenseite zu sehen, es wird dann dort nur das Bild verwendet, und der Ton stummgeschaltet. / Häufiger Fehler: Echo – Gegenseite muss einen Kopfhörer aufsetzen. Es gibt auch einen “live”-Knopf, das einen Link zum Abhören der laufenden Aufnahme in bestmöglicher Qualität liefert.

    Link: https://doku.studio-link.de/standalone/installation-standalone.html

    Link: Anleitung (pdf, Englisch, für Gäste) | Anleitung für Gäste, gut zu klingen von Joram Schwartzmann (engl.)

    2) Mein Gegenüber hat kein ordentliches Mikrofon, aber immerhin ein Smartphone. Lösung: Ich schicke ihm einen Link – angeklickt öffnet sich beim Ersten mal eine Download-Seite für eine App (Softphone), diese App wird installiert, und der Link noch einmal geklickt – es ist mit diesem Link alles vorkonfiguriert. Ich habe auf meiner Seite in “my Studiolink” diesen Link vorbereitet und kann dann mit Studiolink-Standalone auf meiner Seite das Gespräch wie in Punkt 1) durchführen und aufzeichnen.

    Link: https://doku.studio-link.de/mystudiolink/cloud-softphone.html

    3) Mein Gegenüber hat “nur” eine Telefonnummer. Einerseits kann ich aus Skype mit Guthaben herauswählen. Mit Skype Call Recorder (Apple) kann ich beide Spuren getrennt aufnehmen und dann verwenden. Oder ich sorge dafür, dass Studio-Link eine Nummer anrufen kann. Dazu muss ich eine sogenannte SIP-Nummer organisieren. Mit diesem SIP-Konto kann ich die/den gewünschten TeilnehmerIn anrufen, Aufzeichnung wie immer über den Studiolink-Standalone Aufnahmeknopf. Oder ich kann angerufen werden.

    Link: https://sipcall.at/index-private.php

    Funktioniert das? Es gibt zwei Fehlerquellen – eine auf meiner Seite – ich sollte meine Infrastruktur schon ausprobiert haben, weil sie eine etwas “neue” Logik hat. Auf der Gegenseite kann es alles geben – von “funktioniert sofort” und “wow”, zu “wir finden den Fehler nicht”. Die Chance ist aber immer mehr als fair. Nur in ungewöhnlichen Umständen (Betriebssysteme/Computer/Aktualisierungsgrad/Interfaces) gibt es Probleme. Die Mühe zahlt sich aus, das Ergebnis ist immer besser als ein Telefonmitschnitt oder Zoom-Mitschnitt oder auch Skype.

    Weitere Tipps:

    A) Größere Interviews (Vom Leben der Natur): Ich verschicke per Post ein kleines Paket mit einem Headset (Beyerdynamic DT297) und einem kleinen Interface (Focusrite Scarlet), das wird angesteckt, und mit Studiolink-Standalone mache ich das Gespräch in bester Qualität. Theoretisch können hier bis 6 Teilnehmer:innen kombiniert werden.

    Link Headset bei Thomann
    Link Interface bei Thomann

    B) Ein AKG-214 Großmembranmikrofon kostet bei Klangfarbe in Wien 298€ (Stand 2022 Juli 322€ bei Klangfarbe, 344€ Link zu Thomann), vielleicht gibt es sie auch in irgendwelchen Lagern zum Ausborgen. Das sorgt für Studioklang ohne Kleiderschrank und Bettdecke etc. Es klingt einfach nicht wie ein “normales Interviewmikrofon für Moderationen verwendet”. In einem normalen Zimmer verwendbar, das nicht kahl ist, braucht keine absolute Stille in der Wohnung.

    C) Auphonic rechnet mir die Aufnahmen “schön”, und zwar vor allem was die Lautstärken betrifft, Rundfunk ist -23 LUFS (Ö1: -20 LUFS). Diese Aufnahme kann ich dann via ftp in den ORF Pool übertragen. Bis 2 Stunden pro Monat gratis. (Keine Rauschunterdrückung einstellen, das mögen wir beim Radio nicht.)

    Link: https://auphonic.com/

    D) Soll ein Podcast bespielt werden, nimmt man sinnvollerweise mit Ultraschall.fm auf, Studiolink ist dort integriert. Man kann auch einfach live senden (bis 500 Hörer:innen, Link verschickbar). Ultraschall verwendet Reaper (derzeit kostenlos), und adaptiert das in die Podcastwelt.

    Link: http://ultraschall.fm

    E) Möchte man zuhause OTs/Radiosendungen schneiden, empfehle ich eher Hindenburg (Mac) als Software – dieses Programm ist angetreten, „um Protools aus dem Rundfunkbereich zurückzudrängen“. Es reicht, die einfach Version zu verwenden, “Journalist Pro” ist nicht notwendig, weil Auphonic für die passenden Lautstärken sorgt.

    Link: https://hindenburg.com

    F) Für den Mitschnitt von Computerton verwende ich Audio Hijack.

    Link: https://rogueamoeba.com/audiohijack/

    G) Die deutschsprachige Podcast-Community heißt “Sendegate”. Dort gibt es Möglichkeiten, alle Fragen zu stellen, die sich ansammeln. Üblicherweise gibt es jährliche Treffen, bei denen man die Entwicklung vorantreibt:

    Link: http://sendegate.de

    H) Alle Podcast-Tipps habe ich auf meiner Seite zusammengestellt, ich stehe gerne auch für Fragen zur Verfügung: lothar@sprechkontakt.at , lothar@sprechkontakt.at

    Link: https://www.sprechkontakt.at/category/podcasting/

    I) Cleanfeed kann auch noch ausgezeichnete Audioverbindungen (Chrome Browser), kostet im monatlichen Abo etwas, ist easy für unerfahrene Gesprächspartner:innen, kann lokale Aufnahmen. Easy mit Smartphones. Man verschickt einfach ein Mail mit dm Link und der Gast wird zugeschalten. Hier muss nichts installiert werden.

  • Zeit, Programmieren zu lernen. Ein schönes Tutorial kommt von CS Dojo, der alles richtig macht. In seinem ersten Video stellt er sich vor und zeigt, wie man Python installiert, und wie man Variablen tauscht.

    PHY 1: Variablen tauschen

    Didaktisch kann man das aufbereiten:

    Was ist Programmieren? Einen Ablauf gestalten. Eir können das — am Beispiel Geschirrspüler wird das sichtbar. Aufgabe: Wie verwenden wir einen Geschirrspüler im Alltag?

    Wie tauscht man den Inhalt zweier Variablen.
    Wie tauscht man den Inhalt zweier Fächer im Setzkasten.
    Wie tauscht man den Inhalt zweier Variablen — Lösung mit temporärer Variablen.
    Wie sortiert man eine Reihe im Setzkasten der Größe nach?Wie sortiert man Zahlen der Größe nach — Mensch, Algorithmus.
    Volkstanz, Bubblesort als ein Beispiel.
    Aufgabe: Beschreiben des Bubblesort Algorithmus in Worten.

    1. Der Westen haßte den Osten, der Osten haßte den Westen, so war die Welt.  
    2. Auf altnordische Art in der Waldnacht ein Scheit nehmen. 
    3. Wart nur, aus den Bandnudeln wird nichts!
    4. Wird nicht noch heut Nacht nach Nordnordost nachgefahren? 
    5. Hat diese Radnaben nach der Landnahme noch niemand nachgesehen?
    6. Ich entnehme deiner Hartnäckigkeit, daß du Kenntnis von der Wildnis hast.
    7. Niemand nimmt das brandneue Querfeldeinfahrrad.
  • [quote]Pssst. Draußen läuft ein Pferd vorbei. Der Sturm.
    Weitere Ideen und Spaziergang am Nachmittag.
    Weitere Musik geschrieben. Kaum hörbar.
    Freunde, Ärzte, Publikum.[/quote]

    Ludwig van Beethoven lebte ab 1792 in Wien. 35 Jahre hier in der Probusgasse 6. Heute ist dort das Beethoven Museum von Wien Museum. Eine Ausstellung zu Beethoven in Wien wurde von Lisa Noggler kuratiert und im November 2017 neu eröffnet. Ich habe die Ausstellungstexte redaktionell begleitet.

    Meine Fragen zu Beethoven sind im Vorfeld dazu entstanden:

    • Was hat er gegessen?
    • Worüber hat er seine Musik geschrieben (was waren seine Geschichten)? Welche Geschichten hat er erzählt?
    • Wenn er 42 mal umzieht, was … … hat er immer mitgenommen? … immer da gelassen?
    • War er auf der Flucht?
    • Kann heute noch wer wie Beethoven Musik schreiben?
    • Was hat ein Pantomime mit Beethoven zu tun?
    • Ganz ehrlich, wo war B. ein Arschloch? Was hat ihn berührt?
    • Warum berührt Lisa sein Taubwerden?
    • Was war seine zentrale Lebensfrage (Musik war nur ein Weg dorthin a la “Die Welt ist ungerecht, durch meine Musik kann man das ändern bzw. die Welt ist gottlos, durch meine Musik…)
    • Komponieren Luxus oder Knochenarbeit? Getrieben oder treibend?
    • Wie hat er das gelernt? Warum durfte er das lernen, in welcher Welt lebt man, dass er das darf?
    • Wer war sein wirklicher Gegner? Wer hat gewonnen?
    • Warum kennt ihn in Wien niemand? Also so als “Wiener”. 
    • Wen würde Beethoven heute wählen? Waren seine Schüler gute und freundliche Menschen?
    • Wem würde auffallen, wenn Beethoven me (in Wien) gelebt haben würde?
    • Wer hätte heute finanzielle Verluste, wenn sein Ruf schlecht wäre? 
    • Wer redet Beethoven schön und warum? 
    • Typische Handbewegung (Geste) oder Gesichtausdruck (Mimik)
    • Hören Taube heute Beethoven?
    • Beethovens Einfluss auf Deutschpop.
    • Warum war Beethoven keine Frau.
    • Hätte er in Wien “keine Werbung” an die Tür geklebt (wovon hielt er sich in seiner Wiener Zeit fern)?
    • Wie würde er heute in Wien leben?
    • Was haben wir davon, wenn wir uns heute mit Beethoven in Wien beschäftigen? Wer kann und konnte mit B Geld verdienen. 
    • Wie ging er mit Konflikten um
    • Und hört man das in seiner Musik.
    • Bedingungsloses Grundeinkommen. Wie hätte sich das auf seine Zeit in Wien ausgewirkt. 
    • Was war seine Wiener Musik: Abgrenzung? Protest? Musik für die Massen? 
  • Babi Guling

    Mehr dazu: BBC

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer