Radio, Science, Education

Wien

  • Jede:r kann reden. Beim Podcasten ist alles frei. Beim Radio gibt es aber je nach Sender/Sendung/Format besondere Anforderungen. “So!” soll die Stimme, “so!” die Erzählung klingen. Obwohl es oft auch anders geht: Gelesene Manuskripte könnten vielleicht im Vorfeld eher für’s Erzählen geschrieben worden sein, als im Sprechtraining so gelesen, dass es “nicht gelesen” klingt.

    Aber auch beim Podcasten möchte man gut verstanden werden. Da gibt es schon ein paar Punkte, die einem selbst nicht auffallen, besonders wenn sie wichtig sind. Unhörbar nachatmen? Hetzen? Eigenheiten die uns ablenken? Das muss nicht sein.

    Im Sprechtraining-Workshop geht es um das Finden der eigenen Stimme im Gewusel der anderen. Im Gewusel der Anforderungen.

    Die Aussprache ist wichtig. Wir trainieren erst die Vokale, dann den Rest. Die Pausen sind genau so wichtig. Wir trainieren die Pausen, und überlesen erstmals Beistriche, die überlesen werden müssen, um den Sinn des Satzes zu verstehen. Dann der Zeitraum, der zu beanspruchen wäre. Und die Resonanz, die man findet.

    Nach sechs Wochen sind die ersten Änderungen – positiv – zu merken. Dann hat das Gelernte nämlich auch den Körper erreicht.

  • Wir erzählen einander Geschichten. Was passiert ist. Was vielleicht passieren wird.

    Im Workshop “Storytelling” entwickeln wir Geschichten. Ausgehend von der Frage: “Worüber lohnt es sich zu reden?” finden wir Themen bei einem “doppelseitigen” Spaziergang, bei dem wir erst vor die Kulissen, und dann hinter die Kulissen schauen. Im gemeinsamen Gespräch werden wir jene Punkte identifizieren, die zu berichten spannend sind.

    Obwohl es einige Leitlinien gibt, was eine gute Geschichte ist, und wie sie vermittelt wird, steht in meinem Workshop zum Storytelling der Prozess der gemeinsamen Erarbeitung im Mittelpunkt.

    Wirkungsvolle Strategien lernen wir im “reverse engineering” einer guten Radiogeschichte kennen. Und: Storytelling beinhaltet immer die/den Erzähler:in, es gibt keine fertigen Rezepte die einzigartig sind. Es gibt nichts zu kopieren.

    Wer eine Geschichte vorschlägt, die es sich lohnen soll, zu machen, wird zum Vorstellen folgende drei Punkte vorbereiten:

    1. Ich mache eine Geschichte über …
    2. Es geht darin um …
    3. Und das Besondere daran ist …
  • Es ist keine Kunst, in der Ruhezone der Eisenbahn etwas zum Aufregen zu finden. Steigt einer ein. Setzt sich fast hin und fragt: “ist da frei?”. “Grüß Gott, bitte gerne.” Lektion erteilt. Man grüßt. Kontaktaufnahme. Anfänger. Sein Telefon läutet nach 2 Minuten. Maximal laut, und der Klingelton das Scheppern eines Weckers. Kurzes Gespräch. Nach weiteren zwei Minuten noch ein Anruf. “Könnten Sie das auf lautlos stellen, das geht einen ja in den Bauch”. “Ja”. Konziliantes Gegenüber. Er sucht keinen Streit. Und verabschiedet sich nach einer halben Stunde in St. Pölten mit einem freundlichen “Auf Wiedersehen”.

  • Link: https://www.deutschlandfunk.de/die-singende-lokomotive-dlf-246fcbda-100.html

    Link zum Audiofile: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio_376a_lokomotive.mp3

  • Die Shortcodes – und was man alles aus seinen Episoden auf der Website darstellen kann. Das hat hier Jörn Schaar ganz wunderbar in allen Details dargestellt: https://joernschaar.de/

  • Vom Leben der Natur / Ö1 / 25. April – 29. April 2022

    Akrobaten zwischen Hof und Himmel

    Der Wildtierbiologe Helmut Steiner spricht über die Schwalben.

    1. Nähe zu Menschen
    2. Bedeutung der Schwanzgabel
    3. Erwartete Ankunft
    4. Charakteristische Nester
    5. Ein ökologisches Netzwerk

    Schwalben haben schon lange eine enge Beziehung zu Menschen, da sie in unserer Gegend fast nur in Häusern leben. Häuser sind “Kunstfelsen” mit besonderer Schutzwirkung vor natürlichen Feinden.

    Hauptsächlich vier Schwalbenarten leben in Mitteleuropa: Die Felsenschwalbe, die Uferschwalbe, die Mehl- und die Rauchschwalbe. Alle Arten sind Zugvögel, die in unserem Winter in Afrika, südlich der Sahara überwintern.

    Mit dem Rückgang der offenen Ställe geht auch die Zahl der Schwalben im bäuerlichen Umfeld zurück.

    (more…)
  • Asphaltiert, gepflastert, genutzt, umstritten. Auf Straßen unterwegs

    Wie keine andere Infrastruktur begünstigen oder viel mehr ermöglichen Straßen das Reisen. Lange Zeit galt überhaupt: ohne Straße kein Tourismus. Reisende nutzen Straßen wie keinen anderen Verkehrsträger um ihre Ziele zu erreichen. Straßen sind jedoch nicht nur nützlich sondern immer öfter auch heiß umkämpft, wie man an den Protesten gegen die geplante Stadtstraße in Wien und die Diskussionen über gleich mehrere Autobahnprojekte in Österreich erkennen kann. 

    Es gibt genügend Gründe Straßen-Projekte kritisch zu hinterfragen: sie brauchen Platz, sie versiegeln wertvollen Boden, sie trennen Lebensräume von Menschen und Tieren, auf Straßen kommen jährlich nach wie vor viel zu viele Menschen und Tiere zu Tode. Aber Straßen verbinden auch: Güter mit den Menschen, die sie benötigen – und eben auch Reisende mit ihren Reisezielen. Manchmal sind die Straßen sogar selbst Ziel einer Reise. Ambiente porträtiert u.a. drei österreichische Straßen, die unterschiedlicher nicht sein können und die jede für auf ihre eigene Weise eine bedeutende touristische Rolle spielt: die Großglockner Hochalpenstraße, die Getreidegasse und die Westautobahn. 

    Gestaltung: Lothar Bodingbauer, Matthias Haydn, Ernst Weber, Emil Wimmer
    Redaktion: Matthias Haydn


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  • Wenn man die folgenden drei Fragen gut beantworten kann, dann läuft’s

    1. Ich mache eine Geschichte über …
    2. Es geht dabei um …
    3. Und das Besondere dabei ist …

    Quelle: Out on the Wire: The Storytelling Secrets of the New Masters of Radio Taschenbuch – Illustriert, 25. August 2015
    Englisch Ausgabe von Jessica Abel

  • Welche Zukunft wollen wir? Und wie kommen wir da hin? Auf diese Fragen wollen wir in dem Wahlpflichtfach „Nachhaltigkeit & Global Goals“ eingehen. Mit vielfältigen Inhalten und kreativen Aktivitäten (z.B. urban gardening, Exkursionen) beschäftigen wir uns mit Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Ökologie. Wir wollen einen Beitrag zum Erreichen der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele leisten: Wie muss die lebenswerte Stadt der Zukunft aussehen? Wie können wir konsumieren, ohne den Planeten zu zerstören? Was können wir gegen die Klimakrise tun? Wie geht nachhaltig wirtschaften? Und vor allem: Was hat das alles mit mir zu tun?

    Wahlfach am Abendgymnasium Wien, Modulleitung: Marietta Steindl, Peter Schütt

    Link: Urbaner Gartenbau (Wikipedia)

  • Bienenstichallergie und was man dagegen tun kann: Hyposensibilisierung. Gespräch mit Gunter Sturm (Allergie-Ambulanz Reumannplatz, Wien)

    Korrespondent: Thomas Rieck (Onkel Tom‘s Honighütte)

    Rückmeldungen gerne an lothar@sprechkontakt.at

    Unterstützen? Bring die Biene auf die Schiene!

    Permalink zur Episode: https://www.sprechkontakt.at/bg078

    Photo by Damien TUPINIER on Unsplash

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer