Radio, Science, Education

Wien

  • Die Beobachtung von Erdbeben und Magnetfeld der Erde.

    Der Geophysiker Roman Leonhardt führt durch das Conrad Observatorium in der Nähe von Pernitz in Niederösterreich.

    Seit 2002 befindet sich die Hauptstation des österreichischen Erdbebennetzes in einem Berg in der Nähe von Pernitz. Der seismisch-gravimetrische Teil des “Conrad Observatoriums” liefert seither für das weltweite Erdbebenbeobachtungsnetz zuverlässig genaue Werte für Erdbeben, ausgelöst etwa durch die Bewegungen der Platten der Erde.

    Das Observatorium besteht aus zwei Tunnels unterschiedlicher Länge, weitab von Störeinflüssen der Umgebung.

    CONRAD Erdbebenobservatorium (Foto: ZAMG)

    Der geomagnetische Teil des Observatoriums wird gerade fertiggestellt und liefert jetzt schon Messwerte über das Magnetfeld der Erde. Es ist für Navigation und als Schutzschild für Teilchenstrahlung wichtig und ändert sich graduierlich bzw. plötzlich, dann nämlich, wenn Sonnenstürme auftreten.

    Die Daten des Observatoriums werden in Echtzeit über Internet bereitgestellt. Beobachtungsreihen und Vergleichsmessungen, internationale Messkampagnen und die Möglichkeit für Forschergruppen, in den Tunnels ihre mitgebrachten Messgeräte einzustecken und sofort betreiben zu können, unterstützen die Einbettung der Einrichtung in Forschung und Wissenschaft.

    Gesprächspartner dieser Physikalischen Soiree:

    Dr. Roman Leonhardt
    Leiter des Conrad Observatoriums
    Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

    Conrad-Observatorium

    Veröffentlicht: Ö1 Vom Leben der Natur ab 4. November 2013
    Ö1 Campus Radio Auszüge am 4. November 2013, 20:30–21:00 Uhr
    Die Physikalische Soiree Podcast #185 Gesamte Sendung ab 8. November 2013

  • Eisenbahnfahrt in Norwegen. Mit schönen Kurven und Tacktack.

    The Flåm Railway is a scence railway in Norway. It runs from the mountain station at Myrdal on the Bergen Railway, down to Flåm station nestled in the innermost corner of the Aurlandfjord.

    Die Schienen der Eisenbahnen sind ja mittlerweile überall so verbunden, dass es keine Lücken mehr gibt. Folglich gleiten die Räder der Bahn über die Schienen, ohne einen Rhythmus zu verursachen. Wer genau diesen Rhythmus aber gerne hat, weil er das Gefühl des Bahnfahrens vermittelt, findet (oder fand) ihn an einer Bahnstrecke auf dem Weg nach Bergen. Da gibt es in Myrdal eine Stichbahn hinunter nach Flåm, und auf dieser Strecke erzählt das Tack-Tack der Eisenbahn über die Geschwindigkeit, die Kurven. Was die Erinnerung ergänzt ist die Aussicht und die Reisebegleitung, die man zu dieser Zeit so sehr geliebt hat.

  • …hat gestern eine neue Melodie bekommen. Dazu werden viele Schrauben neu “gesetzt”. Hier sind ein paar Fotos aus Salzburg. Einen Radiobeitrag darüber wird es auch bald geben.

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  • Was die letzte Woche über los war, erzählen wir hier: Von Totenmasken, dem Salzamt, Schutz durch Verfassung, die neue Mariahilferstraße und so die Sachen.

    00:25:44 “Lebensmasken” für das “Mobile Hospiz” der Caritas <http://www.caritashospiz.at/>
    00:00:00 Warmup
    01:22:35 Schutz durch Verfassung <http://www.lindeverlag.at/titel-1-1/verfassung_kompakt-5358/>
    01:19:16 Salzamt! Troubles mit der Zeitung
    00:52:31 Erfolg und Misserfolg mit Yogas Hilfe
    01:16:11 Schule andersrum: Flipped Classroom <http://oe1.orf.at/programm/353680>
    00:00:34 Erlebniszone Mariahilferstraße
    01:04:31 C(r)ash im Theater Walfischgasse <http://stadttheater.org/?nID=221>
    01:24:34 Offener Brief nach Braunau samt Japan <https://www.sprechkontakt.at/archives/7643>
    00:50:16 Plaudern mit dem Schauspieler
    01:11:10 “Versorgungsposten” – das Wort der Woche
    01:28:28 Problem mit einem Mann – Mann mit einem Problem?
    00:17:47 1010 Wien
    00:12:51 Glockenspiel und Chinesisches Interview <http://www.salzburgmuseum.at/glockenspiel.html>
    01:38:28 Cooldown und Verabschiedung
    00:42:19 Halloween im Heeresgeschichtlichen Museum <http://www.hgm.or.at/seite1.html?&L=>

  • glockenspielMan kann durchaus einem Gast in Österreich eine Interviewfrage stellen. Man bekommt auch durchaus dabei eine Antwort. Allerdings – was tun damit. Hier mit einem sehr netten Mann auf Chinesisch, stattgefunden in Salzburg bei Aufnahmen vor dem Glockenspiel für einen Radiobeitrag.

     

  • Glocken aus der Mitte Finnlands, aus Uusi-Valamo (Neu-Valamo). Dort haben ehemals russische Mönche ein Kloster errichtet. Man kann dort als Freiwilliger für Kost und Quartier arbeiten. Die Glocken werden vom “Sakristan des Tages” geläutet – und das braucht einige Übung.

    Die Glocken aus dem russisch-orthodxen Kloster “Uusi Valaomo” in der Mitte Finnlands waren mein Einstieg ins Radiohandwerk. Und sie sind immer noch ein ständiger Begleiter, weil ich nun schon ein paar mal an diesem Ort wieder war. Auch später mit den Kindern – wieder arbeitend als Tellerwäscher, und immer wieder diese Glocken, die sich in den letzten zwanzig Jahren auch verändert haben. Die Melodie wird nicht aufgeschrieben, sie wird im Kopf der Glockenläuter (Sakristane genannt) weitergegeben. Manchmal kommt auch ein Glockenlehrer aus Italien, doch der ist 2019 ausgeblieben. Dann muss man selbst weiterentwickeln. Diese Aufnahme ist der Stand von ca. 1994. Wer wissen will, wie die Glocken heuer klingen, fährt einfach hin.

  • 20131026-151917.jpg 20131026-151904.jpg 20131026-151849.jpg

  • Lothar Bodingbauer
    Lothar Bodingbauer ist in Braunau zur Schule gegangen.

    Unser freundlicher Turnlehrer war bei der SS, der Vater des sympathischen Mathematiklehrers war bei der SA. 1989 habe ich in Braunau am Inn maturiert.

    In einer Stadt wie jeder anderen in der Gegend.

    Mit einem „Haus der Verantwortung“ könnte sich das ändern. Diese Initiative des Politologen Andreas Maislinger möchte ich hier mit einem offenen Brief an die Braunauerinnen unterstützen. (more…)

  • Ein schöner Radiobeitrag besteht aus folgenden Zutaten:

    1. elementeThema – spannt den Raum auf. Muss nicht unbedingt neu sein.
    2. Titel, Untertitel, Pressetext – grenzt das Thema ein. Sollte präzise sein.
    3. Zugang – Grenzt den Beitrag von anderen Beiträgen zu diesem Thema ab. Je bekannter das Thema, desto neuer sollte der Zugang sein.
    4. Inhalt – das, was man nach dem Hören weitererzählen kann. Es sollte immer etwas Neues, Weitererzählbares dabei sein.
    5. Interviewpartner –  Auswahl, Inhalt, Art zu erzählen, Blickwinkel, unabhängige Sprache.
    6. Schnitt der Originaltöne – Wo ist der Kern, Schluss machen nach der Hauptaussage. Lange Teile besser im eigenen Text schön zusammenfassen.
    7. Geräusche – welcher Klang ist unverwechselbar?
    8. Dramaturgie der Beitragsgestaltung – Spannungsbogen, Genuss und Freude im Erzählen. Schauplatzwechsel.
    9. Sprache im Text. Einfach und schön, Liebe zum Detail, keine schwierigen Schnörkel, geschrieben fürs Reden, eher Redundanz als Variation.
    10. Überraschungen – das volle Programm. Wenn gewünscht, von 0 bis 100%.

    Lothar Bodingbauer arbeitet als Radiojournalist für deutschsprachige Rundfunkanstalten und als Podcaster. Seine Spezialgebiete erstrecken sich über Themen der Wissenschaft, Bildung und Sozialpolitik bis hin zu Fragestellungen und Besonderheiten des Alltags und des Reisens. www.sprechkontakt.at | www.lobundtadel.eu | www.physikalischesoiree.at

  • Ein Ausschnitt dieses Interviews wurde am 23.10.2013 im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt: Moment – Leben Heute, 14:40 Uhr. “Wort der Woche – Buschbrand”.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer