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ID 429
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 23.05.2026
Der Speik
Über die regionale Bedeutung des Speiks im Biosphärenpark Nockberge.
Der Speik, botanisch Valeriana celtica subsp. norica, ist eine kleine Baldrianpflanze, die in den Ostalpen wächst, vor allem in den Kärntner, Steirischen und Salzburger Nockbergen. Bei einem Forschungsprojekt, das von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unterstützt wird, haben sich vier verschiedene Wissenschaftler:innen aus ihrem Forschungsgebiet mit dem Speik beschäftigt: Botanik, Naturschutz, Geschichte und Landschaftsplanung.
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Österreich 1 · 23.05.2026 · 20.00 min · Gestaltung: Lothar Bodingbauer; Gesprächspartner:innen: Michael Jungmeier, Roland K. Eberwein, Marianne Klemun, Christina Pichler-Koban; Redaktion: Ilse Huber · Bearbeitet
Der Speik, botanisch Valeriana celtica subsp. norica, ist eine kleine Baldrianpflanze, die in den Ostalpen wächst, vor allem in den Kärntner, Steirischen und Salzburger Nockbergen. Die Pflanze bildet flache Blattrosetten knapp über dem Boden und erreicht meist nur etwa 15 Zentimeter Höhe.

Besonders auffällig ist ihr Rhizom, also der waagerecht verlaufende unterirdische Spross, aus dem die stark riechenden ätherischen Öle stammen. Der Speik wächst vor allem in subalpinen und alpinen Rasengesellschaften und ist außerhalb weniger Regionen kaum verbreitet.

Der intensive Geruch des Speiks machte die Pflanze seit Jahrhunderten begehrt. Schon in der Antike wurde sie gehandelt und als „Narde“ beschrieben. Speikwurzeln gelangten von den Ostalpen bis nach Rom, Alexandria und in den Nahen Osten. Verwendet wurde der Speik unter anderem als Heilpflanze, als Räucherwerk sowie später für Seifen und Parfums. Im 19. Jahrhundert erreichte der Handel mit Speikwurzeln seinen Höhepunkt. Heute steht die Pflanze unter Schutz, ihre Entnahme ist streng geregelt.

Im UNESCO-Biosphärenpark Nockberge beschäftigt man sich heute mit der Frage, wie Naturschutz und traditionelle Nutzung miteinander verbunden werden können. Die Forschungen untersuchen, wie sich die Ernte auf die Bestände auswirkt und ob eine kontrollierte Entnahme dem Wachstum möglicherweise sogar nützen kann. Gleichzeitig spielt der Speik bis heute eine kulturelle Rolle in der Region: als Bestandteil regionaler Produkte, als Symbolpflanze der Nockberge und als Pflanze, mit der viele Menschen Erinnerungen an Almen, Bergsommer und traditionelle Nutzungen verbinden.
Abmoderation:
Im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erschien die Publikation „Die nachhaltige Nutzung des Echten Speiks im Biosphärenpark Nockberge“.
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OE1-Link:
Zwischen Nutzung und Naturschutz
https://oe1.orf.at/programm/20260526#832580/Zwischen-Nutzung-und-Naturschutz
ID 428
Fraunhofer – on tour
ORF > Österreich 1 > Dimensionen|Tagebuch | 14.05.2026
Fraunhofer – on tour
Den Optiker (Wissenschaftler) Joseph von Fraunhofer besucht, seinen Biographen
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Österreich 1 · 14.05.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Den Optiker (Wissenschaftler) Joseph von Fraunhofer besucht, seinen Biographen

Andreas M. Bräu

gesprochen, die Glashütte betreten, ein Fernrohr gesehen, die Fraunhofer-Linien im Sonnenspektrum, mit Fraunhofer-Gesellschaftsmenschen gesprochen. Sein Grab im Friedhof gefunden. -> Kurzbildungsreise nach Benediktbeuern und München. Bald im Qualitätsradio nachzuhören. Eine Spurensuche zum 200. Todestag.
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ID 427
Die Grüne Apotheke
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 03.05.2026
Die Grüne Apotheke
Der Pharmazeut Fabian Malfent führt durch den
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Österreich 1 · 03.05.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Pharmazeut Fabian Malfent führt durch den

Arzneipflanzengarten der Universität Wien im 9. Gemeindebezirk.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer
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OE1-Link:
Ö1: Die gruene Apotheke
https://oe1.orf.at/programm/20260504#831528/Die-gruene-Apotheke
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ID 426
ORF > Österreich 1 > Dimensionen (Open Space) | 16.04.2026
Lehramt neu
Im Open Space zu Gast: Marko Lüftenegger, Bildungspsychologe
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Österreich 1 · 16.04.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Im Open Space zu Gast: Marko Lüftenegger, Bildungspsychologe

Für angehende Lehrer und Lehrerinnen in Österreich ändert sich am 1. Oktober 2026 das Studium. Das "Lehramt neu" soll auch für die Sekundarstufe nur mehr 5 Jahre dauern. Damit hofft man, dem Lehrerkräftemangel entgegenzuwirken. Und im Lehrplan sind neue Pflichtmodule vorgesehen, darunter " inklusive Pädagogik" und "Mehrsprachigkeit". Marko Lüftenegger leitet den Arbeitsbereich Entwicklungspsychologie und Bildungspsychologie des Schulalters am Zentrum für LehrerInnenbildung sowie den Arbeitsbereich Bildungspsychologie an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien. Er hat den neuen Lehrplan maßgeblich mitentwickelt.

Moderation: Lothar Bodingbauer
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OE1-Link:
Ö1: Was bringt das Lehramt neu
https://oe1.orf.at/programm/20260416/829069/Was-bringt-das-Lehramt-neu
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ID 425
ORF > Österreich 1 > Diagonal | 21.03.2026
Salz
"Salz lobt sich nicht selbst" sagt ein ghanaisches Sprichwort und gemahnt uns, dass wahrer Wert und gute Taten für sich selbst sprechen sollten. Das Salz muss in der Tat nicht prahlen, nicht nur wir Menschen brauchen es zum Überleben, selbst Mikroorganismen knabbern gerne daran. Wir hauen es aus Bergen und holen es aus dem Meer, seit Jahrtausenden. Es ist Lebensmittel und Kultgegenstand, Symbol und Wirtschaftsgut, ganze Landstriche tragen seinen Namen, ganze Imperien nährten sich davon.
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Österreich 1 · 21.03.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
"Salz lobt sich nicht selbst" sagt ein ghanaisches Sprichwort und gemahnt uns, dass wahrer Wert und gute Taten für sich selbst sprechen sollten. Das Salz muss in der Tat nicht prahlen, nicht nur wir Menschen brauchen es zum Überleben, selbst Mikroorganismen knabbern gerne daran. Wir hauen es aus Bergen und holen es aus dem Meer, seit Jahrtausenden. Es ist Lebensmittel und Kultgegenstand, Symbol und Wirtschaftsgut, ganze Landstriche tragen seinen Namen, ganze Imperien nährten sich davon.

"Vergiss nicht diejenigen, die dich mit Salz ernährt haben" heißt es im Süden Indiens. Gute Taten wollen demnach erwidert werden. Diagonal greift zum Streuer und salzt nach, nicht nur das berühmte Körnchen, mindestens ein ganzes Pud. Das heißt 16,38 Kilogramm Natriumchlorid. So viel sollte man, einem alten russischen Sprichwort gemäß, nämlich mit jemandem verzehren, um ihn oder sie wirklich kennenzulernen. Aber nicht auf einmal bitte, sonst wird es eine kurzlebige Bekanntschaft.

Mit Beiträgen von Ilse Huber, Birgit Dalheimer, Andreas Pfeifer und Lothar Bodingbauer.
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Radioproduktion>ORF>Österreich 1>Diagonal
OE1-Link:
Ö1: Cum grano salis
https://oe1.orf.at/programm/20260321/826115/Cum-grano-salis
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ID 424
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 17.03.2026
Erdmännchen
Die Verhaltensbiologin Marta Manser von der Universität Zürich spricht über die Erdmännchen und ihren natürlichen Lebensraum in der südafrikanischen Halbwüste.
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Österreich 1 · 17.03.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Verhaltensbiologin Marta Manser von der Universität Zürich spricht über die Erdmännchen und ihren natürlichen Lebensraum in der südafrikanischen Halbwüste.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Erdmännchen sind Raubtiere, die in den trockenen Regionen von Südafrika leben, zum Beispiel in der Halbwüste Kalahari. Dort betreibt die Universität Zürich eine Forschungsstation.

Erdmännchen sind rund 750 g schwer und werden bis 30 cm groß - plus Schwanz, der zum Abstützen wichtig ist, wenn sie sich aufrichten. Sie gehören zur Familie der Mangusten, die weder mit Hunden, Hörnchen oder Affen verwandt sind, am ehesten aber zu katzenartigen Tieren gehören, obwohl sie selbst keine Katzen sind. Die Mangusten beinhalten einige recht unbekannte Tierarten, von denen viele - wie die Erdmännchen - sozial leben.

Auch die Weibchen werden Erdmännchen genannt. Innerhalb der Gruppe kommunizieren Erdmännchen mit vielfältigen Lauten, leben in einem ausgereiften sozialen Gefüge und das schwerste Tier unter ihnen ist meist auch das dominante. Es bestimmt, wo geschlafen, gefressen, gewandert und wie gewacht wird.

Es gibt ein dominantes Weibchen, das vielleicht eine noch wichtigere Rolle hat als das dazugehörige dominante Männchen, denn das Weibchen legt den Nachwuchs fest; weitgehend nur ihre eigenen Kinder werden im Gefüge der rund 20 Tiere pro Gruppe überleben.

Mit ihren wachen Augen und der Möglichkeit, sich auf den Hinterbeinen die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, fühlen sich auch Menschen sehr mit ihnen verbunden, wenn sie sich - wechselweise - aneinander gewöhnt haben.

Und die gute Nachricht: Es gibt genug von ihnen; die Erdmännchen sind nicht in Gefahr auszusterben.

Service

Gesprächspartnerin:

Prof.in Dr.in Marta Manser

Biologin und Co-Direktorin des Departements für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften an der Universität Zürich

Marta Manser, Universität Zürich

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Vom Leben der Natur
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Radioproduktion>ORF>Österreich 1>Vom Leben der Natur
OE1-Link:
Ö1: Stars der Kalahari
https://oe1.orf.at/programm/20260309#825500/Stars-der-Kalahari
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OE1-Link:
Ö1: vomlebendernatur
https://oe1.orf.at/vomlebendernatur
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ID 423
Knospen
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 08.03.2026
Knospen
Vor dem großen Austrieb. Der Biologe Peter Prack spricht bei Eis und Schnee über die Blatt- und Blütenknospen an Bäumen und Sträuchern.
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Österreich 1 · 08.03.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Vor dem großen Austrieb. Der Biologe Peter Prack spricht bei Eis und Schnee über die Blatt- und Blütenknospen an Bäumen und Sträuchern.

Wenn Peter Prack als Biologe in seinem großen Hausgarten spazieren geht, lenkt er seinen Blick immer wieder auf markierte Stellen an den Zweigen und Ästen der Büsche und Bäume. Er hat diese Stellen mit Bändern markiert, um die Knospen wiederzufinden, die er studieren möchte. Er untersucht die Stellung am Ast, die Geschwindigkeit und Art der Entwicklung und vor allem auch den Zeitpunkt, wann sich aus einer kleinen unscheinbaren Stelle die Blüten und Blätter entwickeln werden.

Esche, Haselnuss und Schneeball, Dirndl, Kastanie und Buche, Lärche und Ahorn - alle haben sie ihre ganz bestimmten Muster, wo die Knospen zu finden sind. Sie sind spitz oder rund, erzählen etwas von den zu erwartenden Blüten, sie entstehen an ganz bestimmten Stellen an Achseln oder Narben eines vorhergehenden Blattabwurfs. Wie sich die Blüten und Blätter entfalten, ist bereits vorgelegt; wenn es warm wird, werden die Zellen mit Zellsaft nur noch "aufgepumpt". Charakteristisch ist auch, wie das Höhenwachstum im Vergleich zum Wachstum in die Breite über die Stellung der Knospen gesteuert wird.

Obwohl die Knospen der heimischen Bäume Fröste gut überstehen können, stellen Spätfröste ein Risiko dar. Der Stoffwechsel wurde bereits für den Frühlingsmodus umgestellt - und das bedeutet, dass der Frostschutz nicht mehr gegeben ist. Dieser Frostschutz kann nur dann wirksam sein, wenn der "Winterschlafmodus" ohne hohen Stoffwechsel aktiv ist.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Service

Gesprächspartner:

Mag. Peter Prack, Biologe in Kronstorf, OÖ

Knospenprojekt in der Zeitschrift Öko.L

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Vom Leben der Natur
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Tags:
Botanik|Knospen|Peter Prack
OE1-Link:
Ö1: Vor dem grossen Austrieb
https://oe1.orf.at/programm/20260216#822930/Vor-dem-grossen-Austrieb
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OE1-Link:
Ö1: vomlebendernatur
https://oe1.orf.at/vomlebendernatur
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ID 422
Biologische Landwirtschaft
ORF > Österreich 1 > Dimensionen (Open Space) | 29.01.2026
Biologische Landwirtschaft
Im "Open Space" zu Gast: Sabine Seidel, die neue Professorin für Biologische Landwirtschaft an der Boku Wien.
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Österreich 1 · 29.01.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Im "Open Space" zu Gast: Sabine Seidel, die neue Professorin für Biologische Landwirtschaft an der Boku Wien.

Bereits als Teenager entschied sich die gebürtige Deutsche bewusst für den Kauf von Bio-Lebensmitteln und interessierte sich für gesunde Ernährung, Biodiversität und Tierwohl. In ihrer Antrittsvorlesung stellte Sabine Seidel das Konzept der planetaren Belastbarkeitsgrenzen der Erde vor und demonstrierte, wie eng dieses mit der Landwirtschaftlichen Produktion verknüpft ist. Auch im Gespräch mit den "Dimensionen" erklärt sie, welchen Beitrag die Biologische Landwirtschaft leisten kann, um ein nachhaltiges Agrar- und Ernährungssystem zu entwickeln und zu gestalten. Und Sabine Seidel verrät, warum die Beschäftigung mit diesen Themen glücklich macht.

Moderation: Lothar Bodingbauer
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Radioproduktion>ORF>Österreich 1>Dimensionen (Open Space)
OE1-Link:
Ö1: Warum Biologische Landwirtschaft gluecklich macht
https://oe1.orf.at/programm/20260129/820204/Warum-Biologische-Landwirtschaft-gluecklich-macht
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ID 421
Textilforschung in Vorarlberg
ORF > Österreich 1 > Dimensionen | 13.01.2026
Textilforschung in Vorarlberg
Die Universität Innsbruck betreibt in Dornbirn das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik. Zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an Fasern und Geweben, an Grenzflächen, an Materialien aus nachhaltigen Quellen. Die Anwendungen gehen über die Bekleidungsbranche hinaus, sie betreffen wiederaufladbaren Batterien, Verbundmaterialien und sogar Lebensmittel. Das Institut befindet sich nicht zufällig in Vorarlberg. Das Bundesland hat eine lange Textiltradition, in der d …
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Österreich 1 · 13.01.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Universität Innsbruck betreibt in Dornbirn das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik. Zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an Fasern und Geweben, an Grenzflächen, an Materialien aus nachhaltigen Quellen. Die Anwendungen gehen über die Bekleidungsbranche hinaus, sie betreffen wiederaufladbaren Batterien, Verbundmaterialien und sogar Lebensmittel. Das Institut befindet sich nicht zufällig in Vorarlberg. Das Bundesland hat eine lange Textiltradition, in der das Wissen und die Erfahrung von Menschen aus der ganzen Welt verwoben sind. - Ein Institutsbesuch.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

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Link zur Podcastepisode 260 (Physikalische Soiree)
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OE1-Link:
Ö1: Westen aus dem Westen
https://oe1.orf.at/programm/20260113/819419/Westen-aus-dem-Westen
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ID 420
Grenzen im Weltall
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 11.01.2026
Grenzen im Weltall
Die Astronomin Ruth Grützbauch spricht über die Lichtgeschwindigkeit im Weltall, die wie ein Faden zwischen Raum und Zeit wirkt, das Ende des Beobachtbaren im Weltall, den Anfang des Universums, die Besonderheiten der Naturkonstanten, die Zeit, und was passiert, wenn ein Stern endet.
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Österreich 1 · 11.01.2026 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Astronomin Ruth Grützbauch spricht über die Lichtgeschwindigkeit im Weltall, die wie ein Faden zwischen Raum und Zeit wirkt, das Ende des Beobachtbaren im Weltall, den Anfang des Universums, die Besonderheiten der Naturkonstanten, die Zeit, und was passiert, wenn ein Stern endet.

Eine Schwelle im Universum stellt ein Gleichgewicht dar. Wenn zum Beispiel der Einfluss der Sonne mit dem Einfluss des interstellaren Raums im Gleichgewicht steht - also dort, wo sich die Teilchendichten angleichen - dann spricht man von einer Übergangszone. Dort befindet sich die Grenze unseres Sonnensystems. Genau genommen handelt es sich aber eher um eine Schwelle: Denn es geht weiter, bis man irgendwann, in etwa 4,2 bis 4,5 Lichtjahren Entfernung, beim nächsten Stern ankommt - bei Proxima Centauri.

Eine klare Grenze hingegen ist die Lichtgeschwindigkeit. Nichts kann sich schneller als das Licht im Vakuum ausbreiten - weder Materie noch Information. Diese Grenze ist unabhängig vom Beobachter und stellt eine fundamentale Schranke in unserem Universum dar.

Warum das so ist, möchte die Astronomie nur ungern beantworten, auch wenn die Frage nach dem "Warum" häufig gestellt wird. Beobachtungen werden in Modelle übersetzt, die beschreiben, wie sich Naturphänomene verhalten. Diese Modelle können das "Warum" manchmal andeuten, liefern aber vor allem überprüfbare Aussagen über das "Wie".

Wer beim Blick ins Große dann ins Kleine schaut, kommt am Ende eines Sternes nicht vorbei. Am Ende der Lebenszeit eines Sterns halten sich Strahlungsdruck und Gravitationskraft nicht mehr die Waage: Der nukleare Brennstoff ist aufgebraucht, und die Gravitation gewinnt die Oberhand. Der Stern kollabiert. Je nach Masse endet dieser Prozess als Weißer Zwerg oder - bei besonders großer Masse - als Schwarzes Loch. Der sogenannte Schwarzschildradius bezeichnet dann jene Grenze um ein Schwarzes Loch, ab der nichts mehr entkommen kann, nicht einmal Licht. Jenseits dieses Punktes verlieren unsere bekannten physikalischen Beschreibungen ihre Gültigkeit - zumindest nach heutigem Kenntnisstand.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Service

Gesprächspartnerin:

Dr.in Ruth Grützbauch

Astronomin und Wissenschaftsvermittlerin

Initiatorin und Leiterin des Projekts "Public Space/Pop-Up-Planetarium"

Das mobile Planetarium
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Tags:
Astronomie|Ruth Grützbauch|Weltraum
OE1-Link:
Ö1: Grenzen in der Unendlichkeit
https://oe1.orf.at/programm/20260112#819338/Grenzen-in-der-Unendlichkeit
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ID 419
Strahlung aus dem Weltraum
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 01.12.2025
Strahlung aus dem Weltraum
Der Teilchenphysiker Emmerich Kneringer spricht über die Bedeutung der Höhenstrahlung für die Wissenschaft. – Am Innsbrucker Hafelekar befindet sich auf rund 2.300 m Seehöhe ein historisches Observatorium für die sogenannte Höhenstrahlung: die Victor-Franz-Hess-Messstation. Die Höhe ist bedeutsam, weil man ursprünglich glaubte, dass der Ursprung der gemessenen Strahlung am Boden liege - also in radioaktiven Elementen im Erdreich - die mit steigender Höhe abnehmen müsste. Das Gegenteil war der Fa …
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Österreich 1 · 01.12.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Teilchenphysiker Emmerich Kneringer spricht über die Bedeutung der Höhenstrahlung für die Wissenschaft. – Am Innsbrucker Hafelekar befindet sich auf rund 2.300 m Seehöhe ein historisches Observatorium für die sogenannte Höhenstrahlung: die Victor-Franz-Hess-Messstation. Die Höhe ist bedeutsam, weil man ursprünglich glaubte, dass der Ursprung der gemessenen Strahlung am Boden liege - also in radioaktiven Elementen im Erdreich - die mit steigender Höhe abnehmen müsste. Das Gegenteil war der Fall. Der österreichische Physiker Victor Franz Hess erforschte die Strahlung mit einem Ballon und erkannte, dass die Herkunft der Strahlung außerhalb der Erde liegt. In Innsbruck wurde ein Observatorium errichtet, um diese Strahlung zu messen. Für die Entdeckung der sogenannten Höhenstrahlung erhielt Hess im Jahr 1936 gemeinsam mit Carl David Anderson - dem Entdecker des Positrons - den Nobelpreis für Physik für jene Arbeiten, die 1912 in Wien zur Entdeckung der kosmischen Strahlung geführt hatten. Victor Franz Hess musste danach in die USA emigrieren, weil er den Nationalsozialismus nicht unterstützte. Heute ist das Victor-Franz-Hess-Observatorium ein Museum, das auch von Touristinnen und Touristen besucht werden kann.

Teil 1: Die Entdeckung durch den Steirer Victor Franz Hess und sein Nobelpreis 1936.

Teil 2: Die Messstation am Hafelekar in Innsbruck - vom Labor zum Museum.

Teil 3: Die österreichische Kernphysikerin Marietta Blau und die aktuelle Forschung in Genf.

Teil 4: Der Motor in der Evolution.

Teil 5: Wie ein Regenschauer aus Elementarteilchen.

Am Innsbrucker Hafelekar befindet sich auf rund 2.300 m Seehöhe ein historisches Observatorium für die sogenannte Höhenstrahlung: die Victor-Franz-Hess-Messstation. Die Höhe ist bedeutsam, weil man ursprünglich glaubte, dass der Ursprung der gemessenen Strahlung am Boden liege - also in radioaktiven Elementen im Erdreich - die mit steigender Höhe abnehmen müsste. Das Gegenteil war der Fall. Der österreichische Physiker Victor Franz Hess erforschte die Strahlung mit einem Ballon und erkannte, dass die Herkunft der Strahlung außerhalb der Erde liegt. In Innsbruck wurde ein Observatorium errichtet, um diese Strahlung zu messen. Für die Entdeckung der sogenannten Höhenstrahlung erhielt Hess im Jahr 1936 gemeinsam mit Carl David Anderson - dem Entdecker des Positrons - den Nobelpreis für Physik für jene Arbeiten, die 1912 in Wien zur Entdeckung der kosmischen Strahlung geführt hatten. Victor Franz Hess musste danach in die USA emigrieren, weil er den Nationalsozialismus nicht unterstützte. Heute ist das Victor-Franz-Hess-Observatorium ein Museum, das auch von Touristinnen und Touristen besucht werden kann.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Service

Gesprächspartner:

ao. Univ.-Prof. Dr. Emmerich Kneringer

Experimentelle Teilchenphysik, Universität Innsbruck

Teilchenphysikexperiment am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung in Genf

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Vom Leben der Natur
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Radioproduktion>ORF>Österreich 1>Vom Leben der Natur
OE1-Link:
Ö1: Strahlung aus dem Weltraum
https://oe1.orf.at/programm/20251205/816174/Strahlung-aus-dem-Weltraum
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OE1-Link:
Ö1: vomlebendernatur
https://oe1.orf.at/vomlebendernatur
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ID 418
Haarshampoo und wasserlösliche Polymere
ORF > Österreich 1 > Dimensionen (Open Space) | 27.11.2025
Haarshampoo und wasserlösliche Polymere
Zu Gast im OPEN SPACE am Donnerstag
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Österreich 1 · 27.11.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Zu Gast im OPEN SPACE am Donnerstag

: der Biochemiker Michael Zumstein. – Sie stecken in Wasch- und Reinigungsmitteln, in Duschgels und Haarshampoos oder in Farben und Lacken: wasserlösliche Polymere. Weltweit werden davon 1 Million Tonnen pro Jahr produziert. Nach der Anwendung dieser Produkte gelangen die enthaltenen wasserlöslichen Polymere ins Abwasser, was deren Wiederverwertung verhindert. Umso wichtiger ist die Erforschung der chemischen und mikrobilogischen Prozesse. Genau das findet am neu gegründeten "Christian Doppler Labor für Biologischen Abbau von Wasserlöslichen Polymeren am Zentrum für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaften" der Universität Wien statt. Dessen Leiter, der Biochemiker Michael Zumstein, spricht über seine Forschungsarbeit.
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OE1-Link:
Ö1: Biologisch abbaubare Shampoos und Polymerforschung
https://oe1.orf.at/programm/20251127/814164/Biologisch-abbaubare-Shampoos-und-Polymerforschung
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ID 417
Zurück in die Natur
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 10.11.2025
Zurück in die Natur
Die Wiederansiedelung gefährdeter Pflanzen in Österreich.
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Österreich 1 · 10.11.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Wiederansiedelung gefährdeter Pflanzen in Österreich.

Die Talprachtnelke

(Kärnten)

Schachblume und Steinbrech

(Wien)

Ackerwildkräuter

(Wien)

Der Lungenenzian

(Salzburg)

Alpenkräuter

(Tirol)

Die "Rote Liste gefährdeter Pflanzen, Moose, Algen" weist in Österreich 1.274 Arten auf: 66 Arten sind österreichweit ausgestorben bzw. verschollen, 235 Arten sind vom Aussterben bedroht, dazu kommen weitere 973 Arten, die in geringerem oder auch in unbekanntem Ausmaß gefährdet sind.

Die Botanischen Gärten der Bundesländer spielen derzeit eine besondere Rolle im Schutz dieser Pflanzen. Sie vermehren rund 50 der gefährdeten Arten an ihren Standorten, um sie anschließend wieder auf geeigneten Flächen anzusiedeln.

Die Botanischen Gärten greifen dabei auf das Wissen ihrer Gärtner:innen zurück, wie Pflanzen aus genehmigten Wildsammlungen aufzuziehen sind, damit sie zum passenden Zeitpunkt in möglichst großer Menge zur Verfügung stehen. Die Wissenschaftler:innen der beteiligten Einrichtungen sind Spezialist:innen in ihren Bundesländern - weit weg sollen die Pflanzen nämlich nicht von ihren ursprünglichen Standorten umziehen müssen. Es gilt die genetischen Eigenheiten der Pflanzen einer Region zu bewahren, und gleichzeitig bei der Wiederansiedlung weit genug von bedrohten Flächen abzurücken.

Ackerwildkräuter etwa haben als Kulturfolger den Acker für sich entdeckt; auch Wiesen, Hänge und Sümpfe weisen besondere Bedingungen für viele Pflanzenarten auf, die es zu verstehen gilt.

Das Projekt wird vom Biodiversitätsfonds und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und NextGenerationEU gefördert.

Projekt Gefährdete Pflanzenarten Österreichs

Gesprächspartner:innen:

Mag. Felix Schlatti

Landesmuseum Kärnten

Dipl.-Ing.in Barbara Knickmann

Botanischer Garten der Universität Wien

Dipl.Biol.Dr. Leonid Rasran

Institut für Botanik an der Universität für Bodenkultur Wien

Dr.in Stephanie Socher

Botanischer Garten der Universität Salzburg

Ass.-Prof. Mag. Dr. Konrad Pagitz

Institut für Botanik an der Universität Innsbruck

Gestaltung: Lothar Bodingbauer
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OE1-Link:
Ö1: Zurueck ins freie Land
https://oe1.orf.at/programm/20251110/813298/Zurueck-ins-freie-Land
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OE1-Link:
Ö1: Zurueck ins freie Land
https://oe1.orf.at/programm/20251111/813350/Zurueck-ins-freie-Land
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OE1-Link:
Ö1: Zurueck ins freie Land
https://oe1.orf.at/programm/20251112/813403/Zurueck-ins-freie-Land
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OE1-Link:
Ö1: Zurueck ins freie Land
https://oe1.orf.at/programm/20251113/813455/Zurueck-ins-freie-Land
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Ö1: Zurueck ins freie Land
https://oe1.orf.at/programm/20251114/813507/Zurueck-ins-freie-Land
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ID 416
ORF > Österreich 1 > Dimensionen | 30.10.2025
Volksmusikforschung und Ethnomusikologie
60 Jahre Volksmusikforschung in Wien: Im Oktober 2025 feiert das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der Universität für Musik und Darstellende Kunst feiert 60 Jahre Forschung, künstlerische Praxis, Lehre und gesellschaftspolitisches Engagement. Die Beschäftigung mit der Bedeutung von Volksmusik hat es auch schon vorher gegeben, als Institut war es ab 1965 möglich, Teil einer internationalen Forschungslandschaft zu werden, die sich mit den musikalischen Traditionen von Menschen …
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Österreich 1 · 30.10.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
60 Jahre Volksmusikforschung in Wien: Im Oktober 2025 feiert das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der Universität für Musik und Darstellende Kunst feiert 60 Jahre Forschung, künstlerische Praxis, Lehre und gesellschaftspolitisches Engagement. Die Beschäftigung mit der Bedeutung von Volksmusik hat es auch schon vorher gegeben, als Institut war es ab 1965 möglich, Teil einer internationalen Forschungslandschaft zu werden, die sich mit den musikalischen Traditionen von Menschen, die gemeinsam Musik abseits der Konzertsäle machen, beschäftigt. Neben der Musik selbst ist immer auch das Soziale bedeutsam: wie leben Menschen in Minderheiten, in Mehrheiten, in Fluchtumständen miteinander, und wie wirkt sich das auf ihre Musik aus. Ein Gespräch mit Institutsleiter Marko Kölbl. (Lothar Bodingbauer)
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ID 415
Bioschauplatz Wald
ORF > Österreich 1 > Dimensionen | 23.10.2025
Bioschauplatz Wald
Waldökologie: Fast die Hälfte Österreichs ist von Wald bedeckt – nicht unbedingt, weil das immer schon so geplant war, sondern weil große Teile des Waldes in schwer zugänglichem Gelände liegen und nicht aktiv genutzt werden können. Große Teile der Waldfläche gelten auch als Schutzwald. Wer sich mit Waldökologie beschäftigt, versucht, die Lebensräume und ihre Umweltfaktoren zu verstehen und sie mit den Lebewesen des Waldes in Verbindung zu bringen. Wir sprechen von „Ökosystemleistungen“, wenn es …
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Österreich 1 · 23.10.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Waldökologie: Fast die Hälfte Österreichs ist von Wald bedeckt – nicht unbedingt, weil das immer schon so geplant war, sondern weil große Teile des Waldes in schwer zugänglichem Gelände liegen und nicht aktiv genutzt werden können. Große Teile der Waldfläche gelten auch als Schutzwald. Wer sich mit Waldökologie beschäftigt, versucht, die Lebensräume und ihre Umweltfaktoren zu verstehen und sie mit den Lebewesen des Waldes in Verbindung zu bringen. Wir sprechen von „Ökosystemleistungen“, wenn es darum geht, den Wert des Waldes für eine Gesellschaft zu quantifizieren. Der Wald weckt auch Emotionen. Lothar Bodingbauer spricht mit Mario Pesendorfer, der am Institut für Waldökologie der Universität für Bodenkultur in Wien zu Semesterbeginn – nach langer Zeit der Forschungsarbeiten in den USA – in Österreich als neu berufener Professor seine Antrittsvorlesung gehalten hat.
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ID 414
ORF > Österreich 1 > Diagonal | 09.10.2025
Rätselhafte Quanten
Quantenphysik vermitteln: Die UNESCO hat das Jahr 2025 zum „Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und Quantentechnologien“ ausgerufen. 57 Länder beteiligen sich an diesem Quantenjahr. Vom 6. bis 10. Oktober 2025 haben Schulen in Innsbruck, Linz, Wien und deren näheren Umgebung die Möglichkeit, Workshops teilzunehmen. Im Mittelpunkt steht eine interaktive Escape Challenge, die Quantenphänomene spielerisch vermittelt – und zwar direkt im Klassenzimmer. Lothar Bodingbauer spricht mit den Org …
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Österreich 1 · 09.10.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Quantenphysik vermitteln: Die UNESCO hat das Jahr 2025 zum „Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und Quantentechnologien“ ausgerufen. 57 Länder beteiligen sich an diesem Quantenjahr. Vom 6. bis 10. Oktober 2025 haben Schulen in Innsbruck, Linz, Wien und deren näheren Umgebung die Möglichkeit, Workshops teilzunehmen. Im Mittelpunkt steht eine interaktive Escape Challenge, die Quantenphänomene spielerisch vermittelt – und zwar direkt im Klassenzimmer. Lothar Bodingbauer spricht mit den Organisatorinnen, den Innsbrucker Quantenphysikerinnen Lea Trenkwalder und Andrea López-Incera.
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Gespräch|Quanten|Quantenphysik
ID 413
Der Zauber flachen Glases
ORF > Österreich 1 > Dimensionen | 15.09.2025
Der Zauber flachen Glases
Fensterglas ist echt das schrägste Material. Licht soll durch, der Rest (Staub, Lärm, Wärme) nicht. Das Bild soll nicht verzerrt werden, wenn man hinaus- oder hineinschaut. Die Farben sollen gleich bleiben. Und sicher soll es sein. Die Römer haben die ersten Fenstergläser hergestellt, in europäischen Klöstern wurden für Kirchenfenster flache Stellen aus Glasblasen verwendet, im 17. Jahrhundert wurden in Venedig und später in England das “Crown-Glass-Verfahren” und das “Cylinder-Glass-Verfahren” …
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Österreich 1 · 15.09.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Fensterglas ist echt das schrägste Material. Licht soll durch, der Rest (Staub, Lärm, Wärme) nicht. Das Bild soll nicht verzerrt werden, wenn man hinaus- oder hineinschaut. Die Farben sollen gleich bleiben. Und sicher soll es sein. Die Römer haben die ersten Fenstergläser hergestellt, in europäischen Klöstern wurden für Kirchenfenster flache Stellen aus Glasblasen verwendet, im 17. Jahrhundert wurden in Venedig und später in England das “Crown-Glass-Verfahren” und das “Cylinder-Glass-Verfahren” entwickelt, ab dem 19. Jahrhundert wurde weltweit gewalzt. Bis hierher waren die Gläser oft uneben und trüb. 1959 wurde in den USA (Pilkington, UK) das Floatglasverfahren erfunden, das modernes, klares Fensterglas ermöglicht. Die Eigenschaften sind exakt gestaltbar: Wärmeleitfähigkeit, Schalldämmung, Lichttransmission, Elastizität, Biegezugfestigkeit, Splitterverhalten – und Größe. (Lothar Bodingbauer)
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ID 412
Der Wassernobelpreis
ORF > Österreich 1 > Dimensionen | 15.09.2025
Der Wassernobelpreis
Ein Gespräch mit Günter Blöschl vom Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie der TU Wien
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Österreich 1 · 15.09.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Ein Gespräch mit Günter Blöschl vom Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie der TU Wien

Die Schwedische Akademie der Wissenschaften vergibt nicht nur die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaft, sondern auch den "Stockholm Water Prize". Heuer ging er an den Österreicher Günter Blöschl von der TU Wien. Im "Open Space" der Dimensionen am Donnerstag spricht Blöschl über seine frühe Faszination für das Wasser, die Wiener Schule der Hydrologie und den Hochwasserschutz, der in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger wird.

(ORF Österreich 1, Dimensionen, 04.09.2025)
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Tags:
Hydrologie
OE1-Link:
Ö1: Der Wassernobelpreistraeger
https://oe1.orf.at/programm/20250904#806733/Der-Wassernobelpreistraeger
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ID 411
ORF > Österreich 1 > Dimensionen | 15.09.2025
Römische Pferde im Norden der Alpen
Die Eroberung von Gebieten nördlich der Alpen durch das antike Rom wurde maßgeblich von Pferden und Maultieren geprägt, die die Römer selbst mitgebracht haben. Lokale keltische Rassen waren zu klein, um für Militär und Transport nützlich zu sein. Das hat eine internationale Forschungsgruppe um Elmira Mohandesan vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität Wien herausgefunden. Die Studie basiert auf einer genetischen Spurensuche in rund 4 …
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Österreich 1 · 15.09.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Eroberung von Gebieten nördlich der Alpen durch das antike Rom wurde maßgeblich von Pferden und Maultieren geprägt, die die Römer selbst mitgebracht haben. Lokale keltische Rassen waren zu klein, um für Militär und Transport nützlich zu sein. Das hat eine internationale Forschungsgruppe um Elmira Mohandesan vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität Wien herausgefunden. Die Studie basiert auf einer genetischen Spurensuche in rund 400 archäologischen Funden. Sie zeigt, wie sehr das Leben der Menschen dieser Gegend von Pferden und Maultieren - von Equiden - geprägt wurde. Ein Beitrag von Lothar Bodingbauer.

Interviewpartnerin: Elmira Mohandesan, Universität Wien

Sendung: ORF Radio Österreich 1, Dimensionen
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Pferde|Römer
ID 410
Schnegel
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 15.09.2025
Schnegel
Nackte Schnecken mit versteckter Schale: Der Biologe Robert Nordsieck spricht über die Schnegel.
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Österreich 1 · 15.09.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Nackte Schnecken mit versteckter Schale: Der Biologe Robert Nordsieck spricht über die Schnegel.

Teil 1: Ein besonderes Land-Weichtier

Teil 2: Erkenne den Schneck!

Teil 3: Schwarz oder gemustert - die Oberfläche macht den Unterschied

Teil 4: Mitarbeit im Garten

Teil 5: Schneckenforschung über mehrere Generationen

Der Schnegel ist eine Nacktschnecke, die in Österreich vor allem durch den Schwarzen Schnegel (Limax cinereoniger) und den Tigerschnegel (Limax maximus) vertreten ist. Der Schnegel unterscheidet sich von den Wegschnecken - die ebenfalls als Nacktschnecken ohne Gehäuse unterwegs sind - durch seine schlankere Form, einen Kiel am hinteren Körperdrittel sowie die Lage des Atemlochs im hinteren Teil des Mantelschildes.

Der Schwarze Schnegel kann über 20 cm lang werden und ist an einem weißen Streifen am Kiel sowie einer schwarz-weiß gestreiften Fußsohle erkennbar. Der Tigerschnegel erreicht etwa 15 cm, trägt ein typisches Flecken- oder Streifenmuster und kommt häufig in Gärten und Komposthaufen vor.

Schnegel ernähren sich überwiegend von Pilzen und abgestorbenem organischen Material, können aber auch räuberisch Schneckeneier oder andere Schnecken fressen. Damit tragen sie zum Nährstoffkreislauf im Boden bei und spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht.

Allgemein sind alle Schnecken Weichtiere und stellen mit rund 85.000 bis 100.000 Arten die größte Klasse dieses Stammes dar. Schnecken können im Wasser und an Land vorkommen. Die Wissenschaft der Weichtiere wird "Malakologie" genannt.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Gesprächspartner:

Der Biologe und Geograph Robert Nordsieck

Die faszinierende Welt der Schnegel

Weichtiere

Das Buch "Einheimische Schnecken: In der Natur, im Garten und zu Hause" von Robert Nordsieck und Martina Eleveld ist im Verlag "Natur und Tier" erschienen.
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Ö1: Nackte Schnecken mit versteckter Schale
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ID 409
Die Küstenlinie
ORF > Österreich 1 > Diagonal | 13.09.2025
Die Küstenlinie
Unendlich oder doch nicht? Eine Erklärung. 3 min.
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Österreich 1 · 13.09.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Unendlich oder doch nicht? Eine Erklärung. 3 min.

Sendung: Beach Politics – Wem gehört der Strand? (Diagonal/ORF Österreich 1, 13.09.2025): Der Saum zwischen Wasser und Land ist begehrt. Hier tobt der Kampf zwischen den Elementen, zwischen öffentlich und privat, Erholungssuchenden und Immobilienentwicklern. Diagonal erkundet Ufer, Strand und Küste. Gestaltung: Nicole Dietrich
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ID 408
Schären
ORF > Österreich 1 > Diagonal | 26.07.2025
Schären
Unterwegs, um herauszufinden, wie das Schwedische Jedermannsrecht es allen erlaubt, die Natur zu betreten.
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Österreich 1 · 26.07.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Unterwegs, um herauszufinden, wie das Schwedische Jedermannsrecht es allen erlaubt, die Natur zu betreten.

Nirgendwo gibt es mehr Strand als auf einer Insel, und nirgendwo gibt es mehr Inseln als in den „Schären“. Zum Beispiel in Schweden, im Stockholmer Schärengarten. Wie gehen die Schwed:innen damit um, ein Inselchen mit Strand zu besitzen, wo doch das Jedermannsrecht jedem anderen erlaubt, darauf herumzulatschen?

Beach Politics – Wem gehört der Strand? (Diagonal/ORF Österreich 1, 13.09.2025): Der Saum zwischen Wasser und Land ist begehrt. Hier tobt der Kampf zwischen den Elementen, zwischen öffentlich und privat, Erholungssuchenden und Immobilienentwicklern. Diagonal erkundet Ufer, Strand und Küste. Gestaltung: Nicole Dietrich
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ID 407
Die Schlögener Schlinge
ORF > Österreich 1 > Dimensionen | 20.07.2025
Die Schlögener Schlinge
Wissenschaft im Fluss
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Österreich 1 · 20.07.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wissenschaft im Fluss

Die Donau macht in Oberösterreich, auf halbem Weg zwischen Linz und Passau, bei Schlögen auf fünf Kilometern zwei 180°-Kehren. Diese sogenannte „Schlögener Schlinge“ ist entstanden, als die Donau das harte Gestein der Böhmischen Masse nicht durchschneiden konnte. Wissenschaftlich ist diese Besonderheit des Donautals mit seinen umgebenden, 250 m hohen Hängen für viele Disziplinen ein spannender Bereich. In der Kurve entstehen typische Strömungsphänomene im Flusswasser: Erosions- und Sedimentationszonen, spiralförmige Sekundärströmungen, das Wasser wird an der Außenseite beschleunigt und an der Innenseite gebremst. Die Schlögener Schlinge ist ein schönes Beispiel für Flussdynamik, Talbildung, Geologie und Landschaftsformung. Flora und Fauna sind vielfältig. Es ist ein Gebiet hoher Biodiversität, die auch mit Citizen-Science-Projekten untersucht wird. (Lothar Bodingbauer)

Voraussichtlicher Sendetermin: September 2025
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Botanik|Donau|Fluß|Gebirgsbildung|Geologie|Oberösterreich|VorOrt
ID 406
Pfingstrosen
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 01.06.2025
Pfingstrosen
Besuch beim Pfingstrosengärtner Michael Miely im Hausruckviertel.
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Österreich 1 · 01.06.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Besuch beim Pfingstrosengärtner Michael Miely im Hausruckviertel.

Pfingstrosen sind mehrjährige und robuste Pflanzen, deren Blüten eine große Farbvielfalt aufweisen. Ihre Blätter glänzen. Die klassische Pfingstrose wird 70–90 cm hoch. Durch Zucht können die Blütenformen stark variieren: von einfach über halbgefüllt bis zu dicht gefüllt.

Pfingstrosen stammen ursprünglich aus China, es gibt aber auch heimische Sorten, zum Beispiel die Bauernpfingstrose. Vor etwa 200 Jahren gelangten sie durch Missionare nach Europa. Sie wachsen als Stauden – im Herbst werden sie zurückgeschnitten und ihre Triebe überwintern im Boden. Strauchpfingstrosen hingegen werden bis zu zwei Meter hoch und ihre Triebe verholzen. Eine dritte Gruppe bilden Kreuzungen mit Wildformen, sogenannte Hybridformen. Sie verholzen ebenfalls, werden aber im Herbst zurückgeschnitten.

Die häufigste Art ist die milchweiß blühende „Lactiflora“. Bei der Züchtung verbleiben die Samen über zwei Kälteperioden im Boden, um anschließend auszutreiben. Einige Jahre später blühen die neuen Pflanzen. Die schönsten Formen werden selektiert und vegetativ – auch durch Teilung – weiter vermehrt.

Der Schaugarten von Michael Miely ist für Besucherinnen und Besucher frei zugänglich.

Interviewpartner:

Michael Miely

Pfingstrosengarten Miely

Uttenthal 4

4611 Buchkirchen

Teil 1: Von der kugelrunden Knospe zur vollen Blüte. Filename: radio_400_1

Teil 2: Blütenpracht auf kargen Böden. Filename: radio_400_2

Teil 3: Die Gattung Paeonia mit ihren Arten. Filename: radio_400_3

Teil 4: Wie man zu neuen Sorten kommt. Filename: radio_400_4

Transkript:

[0:00] Ja, wir sind hier in Utenthal. Das ist eine kleine Ortschaft in der Nähe zwischen Buchkirchen bei Wels und Wallern an der Trattnach. In Oberösterreich? In Oberösterreich, natürlich. Pfingsthausengarten, mich lieb. Vor 150 Jahren. Meine Vorfahren waren laut der Schuhmacher. Und Sie sind Gärtner? Ich bin gelernter Gärtner, ja. Ich habe die Garten- und Schule in Langenlös gemacht und bin dann über die Sammelleidenschaft auf die Pfingsthausen gekommen. Wie ist das passiert? Ich habe in der Stadtgärtnerei in Vöcklerbruck gearbeitet und wir haben die neuesten Staudenfengstdosen von der Gräfin Zeppelin aus Deutschland bekommen. Zeppelin? Zeppelin, ja. Die fliegende? Das dürfte ein Ableger gewesen sein und das ist eine Staudengärtnerei in Sulzburg laufen, schon in der Nähe vom Bodensee. Und dort haben wir halt die schönsten Fengstdosen-Sorten, die es da schon gegeben hat, bestellt. Das waren amerikanische Züchtungen wie Redscharm, Koralscharm und da ist halt das Virus übergesprungen dann.

[0:57] Warum? Ja, weil die Pfingstrose doch erstens eine robuste Pflanze ist, dann hat sie ein unglaubliches Farbenspiel in der Blüte und das hat mich einfach fasziniert. Für jemanden, und es gibt Kinder und Jugendliche, die kennen keine Pfingstrosen, wie schauen die aus? Eine Pfingstrose hat glänzende Blätter, wird etwa 70 bis 90 Zentimeter hoch. Die klassische Pfingstrose ist dicht gefüllt und blüht so um Pfingsten.

[1:30] Und es gibt dann noch viele weitere Spielarten, die einfach blüffend sind, wie eine Anemone oder mit halbgefüllten Blütenblättern oder japanische Blütenformen, die haben in der Mitte so verbändete Staubgefäße. Also das Spektrum ist da eigentlich riesengroß. Wir sind hier in einem Pfingstrosengarten, nämlich Iren. Riechen die auch? Ich glaube, wir brauchen einfach nur hinzugehen. Ja, es gibt sicher auch sehr gut duftende Sorten, so wie die Edulis Superba duftet sehr gut. Oder die Red Charme duftet gut oder die Duchess de Nemours, das sind so alte französische Sorten, die haben einen sehr guten Duft. Und wer vielleicht Pfingsthosen nicht so genau kennt, das sind jene Blumen, die eine Kugel haben, wenn die Blüten geschlossen sind. Und wenn man die in die Vase stellt, kommt so nach einigen Tagen, hätte ich gesagt, plötzlich eine unglaubliche Blütenpracht. Ja, es ist eigentlich so einen kleinen Knopf von einer Knospe, wird dann in der Regel eine riesige Blüte mit Durchmesser von 10 bis 15 Zentimeter. Das kann man gar nicht vermuten, wenn man so eine Knospe sieht, wie groß dann die Blüte werden kann. Die Gärtner sprechen da ganz gerne von gefüllten Blüten.

[2:42] Und einfachen Blüten, was ist das? Eine gefüllte Blüte hat sehr viele Blütenblätter, die ganz geschlossen sind. Und man sieht keine Staubgefäße. Und bei den einfachen bzw. halbgefüllten Blütenblättern sieht man nur außen rundum ein paar Grenzen mit Blütenblättern. Und in der Mitte sehr intensiv die Staubgefäße, wo die Insekten dann sehr häufig drauf sitzen. Und sitzen die drauf? Massenweise, ja. Sitzen drauf. Bienen, Schwebfliegen. Auch der Rosenkäfer sitzt drauf. Und den mag man? Eher nicht. Warum? Weil er die Staubgefäße rausfrißt. Und dann schaut sie nicht mehr schön aus. Genau. Woher kommen denn die Pfingstrosen? Also ursprünglich kommen die Pfingstrosen. 99 Prozent der Sorten, die wir hier haben, ist ursprünglich die Lactiflora. Die kommt aus China. und dort in China gibt es eigentlich eine irrsinnig lange Tradition von den Pfingstosen. Die gibt es dort etwa schon seit 2000 Jahren und sind dann erst mit dem Missionar mit den Ersten nach Europa gekommen, vor circa 200 Jahren. Und dort ist dann weiter gezüchtet worden. Es gibt aber auch heimische Arten, wie die offizional ist, die Baumpfingstose, die rote, was ihr da kennt, die ist eigentlich heimisch, aber da ist relativ wenig vertreten bei uns. Und dann gibt es noch weiter die Strauchpfingstrosen, das sind die Pfingstrosen, die Büsche oder Holz machen, die bis zu zwei Wetter hoch werden, kommen auch ursprünglich aus China.

[4:11] Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe, das ist die Kreuzung zwischen der normalen Pfingstrosen, also der Staudenpfingstrosen, die etwas wieder einzieht, und der verholzten Pfingstrosen, die nennen sich Ituhybriden. Die haben den Habitus einer Strauchpfingstrose und die Blüten auch, aber man schneidet die jedes Jahr wieder zurück. Auch eine interessante Sache.

[5:00] Wir sind hier in Utenthal, das ist eine kleine Ortschaft zwischen Wallern an der Trattnach und Buchkirchen bei Wels in Oberösterreich. Wir sind hier umgeben von Pfingstrosen der verschiedensten Farben. Sind das alle dieselbe Art? Das sind im Prinzip dieselbe Art, kann man sagen. Sind alles Lactiflora beziehungsweise Kreuzungen daraus, kann man sagen, ist alles dasselbe hier.

[5:25] Die meisten Sorten, die jetzt blühen, sind Hybrid-Sorten. Das heißt, bei Hybriden, bei Pfingstlosen spricht man dann, wenn man Wildsorten kreuzt mit Lactiflora-Sorten. Und die Wildsorten gibt es noch? Die Wildsorten gibt es noch, ja. Speziell zum Beispiel, es gibt die Tenuefolia, das ist die Netzplatzfinkrose, eine ganz niedrige Sorte. Die wächst wild in Südeuropa, beziehungsweise auch die Offizinalis, die heimische Baumpfingstrose. Aber die einfache Form, die blüht zum Beispiel in Slowenien, in Gestüt Lippica, habe ich sie selber schon gesehen, in den Koppeln bei den Pferden. Und weiters gibt es dann noch die Peregrina, die kommt auch in Südeuropa vor. Hat eine sehr intensive rote Farbe, einfache Schalenblüte, aber einen furchtbaren Geruch. Da drüben haben wir eine, die, wie Sie sagen, ein bisschen nach Hundepisse riecht. Ja, das ist eben die Coral Charme. Charme, also Englisch Charme. Coral Charme, ja. Also sie hat einen etwas strengen Geruch.

[6:30] Na ja, geht schon. Ja, speziell in der Wohnung kennt man es dann ein bisschen. Okay, aber im Freien ist die unabfällig. Im Freien geht es, ja, ja. Und das ist eine der spektakulärsten Sorten. Die geht eigentlich Lachsrosa auf und wird in Verblühen dann auf einmal Cremgelb. Und das ist schon sehr apart. Man kann dann auf einer Pflanze, die ersten Knospen, wo sie aufgehen, werden schon hellgelb. Und die Knospen, wo sie aufgehen, sind noch Lachsorange. Und das ist einfach schon ein super Kontrast. Und Coral, also die Farbe eben von der Koralle praktisch und Charme von Charmant. Weil es schon Charmant ist, ja genau. Sehr eine wüchsige Sorte, wird über einen Meter hoch, aber bleibt trotz der Höhe gut stehen. Also schmeißt nicht um, wenn den Regen drauf klatscht oder so. Was bei gefüllten Sorten natürlich dann immer ein Problem ist.

[7:22] Ja, die Insekten sieht man, die hier an den Staubblättern naschen. Diese Pfingstrosen sind ja im Pflanzenreich eine eigenständige Gruppe mit 23 Arten. Stimmt das? Das kann circa sein, ja. Also wenn man die ganzen Wildsorten mitrechnet, wird sich das ausgehen. Europäischer Arten und es gibt nur eine amerikanische Art und der Rest ist alles Europa und China. Und Sie wirken so als eigenständige Pflanzengruppe. Sie sind also nicht extra verwandt mit den Asterngewächsen oder mit was auch immer wir an großen Pflanzengruppen kennen. Sie wirken wirklich eine eigene... Eigene, ja, ist eigentlich eine eigene Art. Früher, was ich weiß, waren Sie sogar bei den Harnenfussgewächsen dabei in der Familie. Aber auf einmal haben die Botaniker gesagt, nein, das ist eine eigene Gruppe und seitdem sind Sie eigentlich autonom, kann man sagen. Möchten Sie vielleicht einmal die Farben beschreiben, die wir hier sehen, wenn wir uns einmal um unsere eigene Achse drehen? Na, ganz rechts sehen wir zum Beispiel eben die Red Charm, das ist eine dunkelrot, stark gefüllte Sorte. Dann haben wir pinke Sorten, haben wir einfach blühende, Lachsfarben, korallenrosa farbene.

[8:36] Ein bisschen weiß sieht man hier schon. Die weißen Sorten sind meistens etwas später in der Blüte, speziell die weiß gefüllten. Dunkelrot, ganz dunkelrot haben wir da unten. Also das Portschöpfung ist eigentlich sehr groß. Und von den Namen her alles, was berühmt und bekannt ist. Angelika Kaufmann. Wer war die Angelika Kaufmann? Die Angelika Kaufmann ist eine besonders schöne, weiße Pfingstrose offen, weil sie eben die Blütenblätter zeigt. Genau, ja. Ist von einem deutschen Züchter von Goss und Königmann, ist circa schon 100 Jahre alt die Sorte. Da kann man sich als Züchter einen Namen machen. Sozusagen, ja. Ja, weil wir unsere Sorten alle nach Opern und Operndarsteller benannt haben.

[10:00] Ja, eine Art ist im Prinzip, hier sieht man zum Beispiel, die Art ist die Lactiflora. Und wenn dann eine neue Pflanze rauskommt, dann kann man die dann selektieren. Und dann kann man, wenn sie eine neue Sorte ist, kann man dafür einen Namen aussuchen. Also das ist immer noch die gleiche Art. Bei der internationalen Pfingstrosenbehörde? Sozusagen, ja genau. Die gibt es sogar, wirklich. Die gibt es in Amerika drüben, da gibt es amerikanische Pfingstrosenregister. Dann kann man dann auch schauen, ob es die Sorte schon gibt, ob es den Namen schon gibt. Und dann, wenn es den Namen nicht gibt, dann kann sich der Züchter selber einen neuen Namen ausdenken. Und Ihre eigenen Namen, wie viele haben Sie schon geprägt? Circa 60 Sorten haben wir schon selber selektiert, kann man sagen. Gezüchtet haben wir nicht. Züchten dann bei uns die Insekten. Und ich tue dann nur selektieren, was man sagt. Okay, das ist schön und neu. Das wird dann von mir ausgewählt und dann weiter vermehrt. Also nicht mehr generativ, das heißt mit Samen, sondern wird dann vegetativ über Teilung dann weitervermiert, damit die Sorte immer gleich bleibt dann.

[11:03] Das ist Daisy Coronet. Ja, die Blätter schauen aus wie eine Lactiflora, also wie eine normale Staudenpfingstose. Die Blüten sind irgendwie zerfranzt, kann man sagen, aber schaut sehr apart aus, muss ich sagen. Speziell auch dann, wenn sie verblüht ist, sieht man dann innen den Blütenboden mit den Stempeln, was auch sehr interessant aussieht dann. Also sie schaut schon ein bisschen aus, wie wenn sie in den Föhn gekommen ist, also in den Sturm oder in den Ventilator. Aber wenn man genauer hinschaut, das sieht dann schon geordnet aus, dieses Zerfranzte. Ja, schon eigentlich. Verdient einen eigenen Namen. Daisy Coronet heißt sie. Was ist die Coronet? Das wissen wir zufällig. I don't know. Ich auch nicht.

[11:45] Müsstet man nachschauen. Ich weiß es nicht. Ja, ich verstehe. Und dahinter? Ja, das sind die ganz großen weißen mit den Staubblättern auch sichtbar. Das ist auch die Frau Kaufmann, oder? Angelika Kaufmann. Nein, das ist eine andere. Das ist die Achangel, glaube ich. Das ist die Archangele. Das ist eine frühe Staudenpfingstose, etwas höher im Wuchs, 80 Zentimeter und rein weiß mit einer Schalenblüte und schönen Staubgefäßen. Ist schon im Abblümgerot. Und das Grün, also die vielen großen grünen Blätter, wird dann auch mitbedacht? Schon, bei gewissen Sorten zum Beispiel habe ich auch ausgelesen. Bei der Selektion habe ich dann auch geschaut, zum Teil bei Blättern, dass sie zum Beispiel nicht spitz zulaufen wie die, sondern haben dann eigentlich runde Blätter. Das, was alleine ohne Blüte schon sehr dekrativ ausschaut. Schauen wir doch mal zur Lebensweise der Pfingstrose.

[12:36] Sie zieht sich im Herbst zurück oder wird abgeschnitten oder stirbt ab, bleibt aber. Sie bleibt unten, das ist so ein knolliger Wurzelstock mit Speicherwurzeln. Der bleibt einfach und treibt im Frühjahr schon im März zeitig die roten Knospen raus. Und das sind dann Stauden? Das sind Stauden, wie Blütenstauden, wie Rittersporn, Rotbeckie und andere, Geranium zum Beispiel, die gehören alle in dieselbe Gruppe. Was ist das Charakteristikum einer Staude? Eine Staude ist eine Pflanze, die praktisch über Winter abstirbt und unter ihr dies weiterlebt und dann im Frühjahr wieder neu kommt. In Folzmann wird gesprochen, eine Staude, das ist ein Staun. Man meint aber nicht so eine Blütenpflanze, sondern einen Strauch damit. Das ist immer sehr verwirrend, muss ich sagen. Aber der Gärtner, die Gärtnerin sagt zur Staude, zu etwas Besonderem. Genau, also eine winterharte Blütenpflanze, wo es praktisch oberjüdisch abstirbt und jedes Jahr neu rauskommt. Das ist beim Gärtner eine Staude. Und so gibt man sie auch weiter? Genau. Im Herbst werden die Blätter abgeschnitten, der Wurzelstock wird ausgegraben. Geteilt und wieder neu gepflanzt.

[13:48] Was sind das für Menschen, die sich für Pfingstrosen interessieren? Das ist sehr breit gefächert, muss ich sagen. Also speziell Frauen natürlich. Aber wir haben ja auch sehr viele Männer, die Sammler sind und die verschiedene Blütenformen suchen.

[14:02] Und Blütenzeitpunkte. Man kann ja die Blütezeitpunkt der Pfingstrose praktisch von Mitte April, das ist unsere früheste Blüte, Das ist eine chinesische Wildart, die heißt Marei, die Blütennwahl aus dem 15. April. Und mit der letzten Sorte Staffeln bis 1. 2. Juni-Woche mit der Blütenzeit. Weil pro Sorte ist die Blütezeit schon verkürzt auf circa einer Woche, 10 Tage. Und so kann man die Blütezeit der Pfingsthosen über eineinhalb bis fast zwei Monate erstrecken.

[14:34] Und wenn man die nicht wie wir am Markt kauft, sondern im Garten gepflanzt hat, hat man natürlich immer etwas Blühendes als eine blühende Pfingstrose im Garten. Genau, wenn man auf das achtet, dass man frühblühende pflanzt und spätblühende und normal dazwischen, hat man immer gewisse Pfingstrosen im Garten.

[15:43] Also Pfingstrose ist eine sehr trockenheitsverträgliche Pflanze. Sie wächst eigentlich auf jedem Boden. Wir haben hier sehr einen schweren Lehm, also wenn es bei uns dann trocken wird, kann man mit Spaten nicht mehr reinstechen, weil es so hart wird. Sie wächst auch auf sandigen Böden, das geht auch. Da muss man ein bisschen mehr düngen, also wir dann auf unseren Lehmböden fast nichts düngen, weil es eher ein sehr reichhaltiger Boden ist. Und das Einzige, was eine Pfingstrose nicht mag, das ist ein nasser Boden. Wir haben einen nassen Winter gehabt und da haben wir ein Feld zur Vermehrung gehabt, das war ganz eben und da ist das Wasser stehen geblieben, da sind uns fast die ganzen Pfingstlosen kaputt geworden, weil der Boden darunter so nass war. Also zu trocken wird es ja Pfingstlosen nie, also es kann monatelang nicht regnen, das macht ja gar nichts.

[16:28] Aber da sind Sie ja hier mit Ihrem Standort an einem leichten Hang auf diesen, wie nennt man denn diese Hügel da in diesem Voralpenraum, Landwirtschaftsraum, das sind die Gletscher. Ja, genau, genau, ja. So Schotterhügel. Nein, Schotter ist es nicht. Schotter gibt es im Wels drinnen. Das ist dann praktisch durch die Traun passiert einmal. Aber bei uns ist das eigentlich alles Lehm. Und darunter, weil man weitergräbt darunter, ist Schlier. Also das ist noch viel härter wie Lehm. Und die Hügel sind geschliffen durch die Gletscherwanderungen. Und da bleibt das Wasser nicht stehen. Also in einer Grube sind sie nicht. Nein, in einer Grube sind wir nicht. Das ist ein leichter Südhang hier. Und da gibt es keine Probleme wegen Staunesse. Was sieht man, wenn man in August kommt, später im Jahr? Im August sehen Sie dann nur mehr die grünen Blätter und die verblühten Staubgefäße, also die Samenstände sehen Sie dann noch und etwas ungratschätzig. Die erste Blüte wird auf Ihrer Website bekannt gegeben. Wann war denn die heuer, die erste Blüte im Jahr? Ja, heuer war eigentlich wieder ein ganz normales Jahr. Pünktlich am 15. April hat die Maray geblüht, die Wildsorte aus China. Und zur Seite sind wir fast mit der Blüte ein bisschen hinten, weil die Nächte alle kühl sind und durch das ist die Knospenbildung eher wieder... Entschuldigung, dürfen wir da vorbei. Dankeschön.

[17:50] Also zurzeit sind die Nächte kühl und durch das ist die Knospenschwellung, also das heißt praktisch, dass die Knospe dann größer wird und aufgeht zur Blüte, sehr gehemmt. Also haben wir heuer, es blühen zurzeit noch Sorten, die was eigentlich seit einer Woche längst schon verblüht sein sollten. Aber durch die kühlen Temperaturen sind auch die Farben heuer sehr intensiv und sehr schön. Also kein Nachteil. Und ja, eine Pfingstrose hat keine Dornen und ist eine Pflanze, die praktisch oberirdisch jedes Jahr abstirbt. Die schneidet man ab und kommt jedes Jahr wieder vom Boden raus. Man muss im Herbst einfach nur bodennah abschneiden und im zeitigen Frühjahr schon, Anfang März, beginnen die ersten Trebe ganz dunkelgrün oder dunkelrot aus der Erde zu sprießen. Eine Pfingstrose hat keine Dornen, obwohl sie sieht ja aus ein bisschen wie eine Rose. Macht eine Pfingstrose auch Scherereien im Garten? Eigentlich überhaupt keine. Die Schnecken mängst nicht. Die Mäuse fressen sie nicht. Also was will man mehr.

[18:54] Dort in dieser Richtung, also Richtung Wels schauend hier auf diesen Platz, sind gelbe Pfingstrosen. Genau, das sind die gelben und die kommen speziell bei den Strauchpfingstrosen vor. Also das sind die Pfingstlosen, die was Gehölze machen und nicht zurückfrieren. Die bleiben dann in der Höhe. Sie werden zwischen 1,20 Meter bis fast zwei Meter hoch. Und die bleiben dann so hoch. Ja, ich habe mir gerade überlegt, wie groß Sie im Vergleich dazu sind mit Hut. Naja, es geht sich gerade noch aus bei der einen Sorte. Bei der Reno, die ist schon, glaube ich, fast 1,90 Meter hoch. Die ist schon höher wie ich. Ja, und immer so Büsche, immer so Gruppen, immer solche Nester, eben solche Stauden, das ist das Typische von diesen Pflanzen. Ja, Stauden und Sträucher, man kann es aber gut kombinieren, das Ganze. Die Sträucher in Hintergrund setzen, die werden höher und im Vordergrund die Stauden, die bleiben einfach nieder und da gibt es auch verschiedene Fuchsformen. Also wir haben die Schadenlage so gepflanzt, dass das Ganze auch ein bisschen Kulisse hat. Einen Hauptgang, wo man durchflanieren kann, wo links und rechts dann Obstbäume stehen. Oder auch seltene Sträucher oder Bäume. Und damit das Ganze irgendwie so einen leicht englischen Touch bekommt. Oder wie ein Park aussieht das Ganze. Menschen kommen, Menschen lieben es sehr. Die Menschen lieben es sehr. Durchzuschlendern, zu genießen und sich an den Blütenpracht zu erfreuen.

[20:24] Und es ist auch die Wärme des Sonnenlichts, die dann den Duft besonders machen oder dieses Gefühl, dass man es hier mit einer blühenden Pflanze zu tun hat. Ja, das stimmt schon. Wärme ist ganz wichtig beim Blütenduft. Speziell der Blütenduft ist am intensivsten eigentlich. Dann finde ich am Abend, wenn man nur mal durchgeht, wenn so leichte Dämmung kommt, da ist es eigentlich am schönsten im Garten, muss ich sagen. Da kann ich dann alleine durchgehen. Wenn es ein bisschen ruhiger wird und alle schon wieder weg sind. Genau, so ist es ja. Vielen Dank.

[21:29] Also Wie man eine neue Züchtung macht, ist so, man nimmt im August die Samen ab, so ein circa Erbsengroß, legt sie in die Erde, dort lässt man sie dann draußen in der Witterung zwei Winter, nach dem zweiten Winter gehen sie ohne zuverlässig auf. Die schlafen ein Jahr durch? die schlafen zwei Eiferstuch. Also praktisch, sie brauchen zwei Frostperioden, um zu keimen. Dann keimen sie sehr zuverlässig. Dann hat man ein kleines Pflänzchen. Das wird dann im Herbst auf den Acker gesetzt. Bleibt doch circa sechs bis sieben Jahre, bis dass sie sich richtig entwickelt und dann blüht sie zum ersten Mal. Und dann kann ich sagen, okay, die und die gefällt mir gut. Die ist anders wie die, was hier schon überall stehen. Die wird dann ausgegraben, geteilt. Dann habe ich zum Beispiel drei Teilstücke. Wird dann drei Jahre im Acker gesetzt wieder. Wieder die drei Teile ausgraben. Wieder drei Jahre auf den Acker. Also praktisch so wird weiter vermehrt, bis dass man dann circa 50 bis 60 Stück am Pflanzen hat. Kann man sagen, okay, die wird jetzt benannt, bekommt einen Namen und wird registriert bei der amerikanischen Pfingstosengesellschaft. Und dann können wir sie vermarkten. Also von dem Samenkorn abnehmen bis zum Vermarktenvergehen ca. 15 Jahre.

[22:48] Wie geht das, wenn man so eine große Vielfalt an Pfingstrosen hat, dass die Samen sortenrein sind? Wird da nicht alles vermischt durch die Insekten und bestäubenden Tiere? Ja, es wird alles vermischt. Das ist ja gewollt. Also das heißt praktisch, wenn man züchtet, will man ja neue Sorten machen. Und je mehr Genpool, dass man an Sorten hat, desto intensiver können die Vermischungen werden. Durch das kommen die interessantesten Sorten raus. Und es ist auch sofort stabil. Wenn man eine interessante Sorte hat, dann kann man die Durchteilung immer so vermehren, dass das genau bleibt, wie man es haben möchte. Genau, Durchteilung bleibt es dann immer wieder gleich dann. Aber komm ja nur nicht auf die Idee, daraus Samen zu machen, weil da kann dann wieder alles anders sein. Genau, das ist es, ja.

[23:34] Also da wird dann, das spaltet dann auf, von Rosa, Weiß, Rot, kommen sämtliche Farben wieder raus oder verschiedene Füllungen zum Beispiel. Man sagt einfach, halb gefüllt, gefüllt, da kann alles wieder passieren. Das ist das Spannende am Züchten. Und was ist die Sache mit den Hybriden? Die Hybride ist das nur. Also da werden die Lactiflora mit den Wildsorten gekreuzt. Das sind keine richtigen Hybriden wie im Gemüsebau, sondern es ist einfach nur eine Kreuzung zwischen normaler Pfingstdose mit Wildsorten. Und die aber unter kontrollierten Bedingungen also nicht am Feld, damit sich da nichts vermischt? Da hat man mit einem Pinsel in der Hand oder so? Auch nicht? Nein, das passiert einfach durch das, weil der riesige Genbull da ist, machen das die Insekten. Man kann es natürlich gezielt auch machen, mit Pinsel gehen, man kann den Pollen abnehmen, in den Kühlschrank legen, nach zwei Wochen den Pollen rausnehmen und wieder bestäuben gehen, das würde auch funktionieren. Wird gemacht, die künstliche Besamung quasi. Wird gemacht, ja. Aber wir machen es selber nicht, wir überlassen es Insekten. Dann heißen sie bei uns Zufallssämlinge. Überraschungen sind immer positiv? Immer positiv, sehr positiv sogar. Warum? Weil da wirklich interessante Pflanzen rauskommen, wo man nie vermutet, dass das irgendwo passieren könnte.

[25:01] Wie erkennt man denn von den Besucherinnen und Besuchern, ob sich die Menschen auch schon gut auskennen mit den Pfingstrosen? Also die Sammler kennt man natürlich schon raus, weil die suchen sich gezielt dann Sorten raus, die, was sie unbedingt haben möchten. Und andere Kunden, die schwelgen halt durch die Blütenpracht und wollen einfach eine gefüllte, eine halbgefüllte, eine schöne rote, eine schöne weiße, eine gut duftende natürlich. So sieht man das schon. Hat sich Ihr Leben mit den Pfingstlosen verändert in den letzten 10, 20 Jahren mit Internet? Ja, mit Internet ist sicher eine sehr gefragte Sache, indem wir ganz Europa versenden und die Sammler überall in Europa sitzen, hat sich das sicher sehr verändert, das Ganze. Und man kann die Pflanze auch sehr gut verschicken im Herbst, das ist überhaupt ein Thema. Die können drei Wochen unterwegs sein, sind gut verpackt, das macht den Pflanzen gar nichts. Und auch bebildern und darstellen und beschreiben. Die Bilder sind eh auf der Webseite im Prinzip und die Sammler wissen eh genau, was sie suchen und suchen halt welche Anbieter welche Pflanzen hat.

[26:09] Gibt es auch Katastrophen, also irgendwie Umwetterereignisse oder Wetterereignisse, wo man dann wirklich eine Ernte verliert oder so? Also zum Glück haben wir sowas noch nie gehabt. Da wäre natürlich ein Hagel, wäre natürlich ganz schlecht. Und wie gesagt, einmal haben wir halt ein nasses Winterjahr gehabt auf einer ebenden Vermehrungsfläche, wo sie fast abgesoffen sind. Das ist das einzige Kriterium, was man sagen kann, das ist halt schwierig dann. Und beim Züchten fällt mir noch ein, das muss man halt schon gut aufschreiben, was man da getan hat. Oder nein, man schaut einfach am Schluss, wenn das Ergebnis passt. Ich schreibe nur auf, wann die Sorte geblüht hat das erste Mal und das wird dann notiert. Und unter diesen Arbeitsnamen läuft sie dann, so wie zum Beispiel 2012 08. Das war halt 2012, die achte Blüte und die habe ich dann selektiert. Und später bekommt sie einen Namen. Aber wer, wen, wo die Eltern sind, das wissen wir nicht. Die Väter wissen wir nicht, die Mutter wissen wir. Das hört sich sehr entspannt an. Und die Namen aus der Oper? Ja, genau. Wir wollten dann einen Strain haben, wo man sagt, okay, diese Reihe an Pflanzen hat der und der Züchter gezüchtet. Und da habe ich den Wäckert-Wagen-Selst gesucht und jetzt sind wir halt schon bei Aida gelandet.

[27:19] Ich habe da gerade noch ein Wort gehört. Strain. Sie haben einen Strain. Ja, eine Linie halt. Eine Züchtungslinie. Der Züchter hat diese Linien einen Namen gewählt. und da weiß man ganz genau, wenn man den Namen hört, sagen wir, ah, der hat dich gezüchtet. Es hat zum Beispiel einen amerikanischen Züchter gegeben, der Herrn Daphnis, das war ein Grieche und der hat auch gezüchtet, der hat alles noch die griechischen Götter benannt und das hat mir gut gefallen. Und dann habe ich da geschaut, okay, was können wir da suchen? Und da habe ich mir damals die deutschen Heldensagen gesucht, gekauft einmal und habe die durchgelesen und gesagt, bin ich auf Richard Wagner gekommen und eigentlich, jeder kennt die Walküre zum Beispiel oder auch den Ring der Nivellungen, das sagt jedem was. Und so ist das Ganze losgegangen. Und wie heißen die dann? Walküre, Brünnhilde, Siegfried, Freier. So in der Richtung. Versteh. Ja klar, weil das ist dann unterscheidbar. Ja klar, wenn das bei anderen mit den Westernhelden, Amerikanischen macht. Würde man auch. Wenn ich Amerikaner wäre, würde ich es vielleicht machen. Aber wir sind in Österreich, in Mitteleuropa und haben gedacht, da passt es gut mit Opern.
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ID 405
Original Braunvieh
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 01.06.2025
Original Braunvieh
Ausflug nach Vorarlberg - zu Kuno Staudacher. Er züchtet das "Original Braunvieh", eine alte Rinderrasse der Region.
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Österreich 1 · 01.06.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Ausflug nach Vorarlberg - zu Kuno Staudacher. Er züchtet das "Original Braunvieh", eine alte Rinderrasse der Region.

Sendung: Ab 07.07.2025 "Vom Leben der Natur", ORF Radio Österreich 1

Das Braunvieh entstand aus verschiedenen sogenannten „Landschlägen“ – regionalen Varianten aus Vorarlberg, der Schweiz, dem Tiroler Oberland, Südtirol sowie aus dem bayerischen und württembergischen Allgäu. Im 19. Jahrhundert bemühte man sich, diese unterschiedlichen Schläge zu einer einheitlichen Rasse zusammenzuführen. In Vorarlberg wurde diese neue Rasse als „Montafoner Braunvieh“ bekannt – benannt nach dem damals verbreitetsten regionalen Typ.

Bis 2012 war es noch erlaubt, einzelne Tiere mit ursprünglicher Genetik aus der Schweiz in die Zucht einzubringen. Ab Ende der 1960er-Jahre wurde zudem tiefgefrorener Samen von Brown-Swiss-Stieren aus den USA importiert. Viele dieser Tiere stammten ursprünglich vom Schweizer Braunvieh ab, das etwa 130 Jahre zuvor nach Amerika exportiert worden war. In den USA waren diese Tiere allerdings gezielt auf Hochleistung gezüchtet worden. Mit dem Import des Spermas hielten daher auch amerikanische Zuchtmerkmale Einzug in den österreichischen Braunviehbestand – oft mit einem genetischen Anteil von 25 % bis 50 % Brown Swiss.

Wenn man heute von „Braunvieh“ spricht, ist damit zumeist dieses leistungsorientierte, amerikanisch geprägte Brown Swiss gemeint. Die ursprüngliche Rasse, wie sie im Alpenraum über Jahrhunderte gehalten wurde, wird daher als „Original Braunvieh“ bezeichnet.

Das Original Braunvieh ist eine klassische Zweinutzungsrasse – geeignet sowohl für Milch- als auch für Fleischproduktion. Die Tiere sind vergleichsweise klein, was sie besonders weidetauglich für steile Almflächen macht: Sie sind leichtfüßig, robust und können das vorhandene Grundfutter gut verwerten. Das durchschnittliche Gewicht liegt bei etwa 550 Kilogramm. Vom Wesen her gelten sie als sanft, ruhig und ausgeglichen – Eigenschaften, die auch die Arbeit mit ihnen erleichtern.

Gesprächspartner:

Kuno Staudacher ist Landwirt und ehemaliger Spartenbetreuer vom Braunviehzuchtverband in der Arche-Austria in Bildstein, Vorarlberg

Gene zwischen Bergen, Tälern, Ozeanen

Klein, sympathisch und geländegängig

Hörner, Blicke und das Leben miteinander

Gene, die erhalten und verändert werden

Eine Kuh, auf die man stolz ist

Interviewpartner: Hugo Staudacher (Bilderberg, Vorarlberg)

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ID 404
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Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 06.05.2025
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Der Ausdruck "Falsche Freunde" bezieht sich auf Wörter, die in mehreren Sprachen ähnlich klingen, aber eine unterschiedliche und unerwartete Bedeutung haben. Auf die Natur übertragen, sind Falsche Freunde Arten, die oft verwechselt werden, weil sie sich optisch ähnlich sind, obwohl sie doch ganz anders sind.
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Österreich 1 · 06.05.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Ausdruck "Falsche Freunde" bezieht sich auf Wörter, die in mehreren Sprachen ähnlich klingen, aber eine unterschiedliche und unerwartete Bedeutung haben. Auf die Natur übertragen, sind Falsche Freunde Arten, die oft verwechselt werden, weil sie sich optisch ähnlich sind, obwohl sie doch ganz anders sind.

Die Verwechslung der Blätter von Bärlauch mit Maiglöckchen oder mit Herbstzeitlosen kann lebensbedrohlich sein. Besonders die Blätter der Herbstzeitlose sind bei Einnahme in geringen Mengen schon tödlich. Schwierig wird es, wenn an Waldrändern Bärlauch neben den Herbstzeitlosen auf Wiesen wächst, wo er dann gesammelt wird - oft unter Zeitdruck und in ganzen Büscheln. Besser ist es, sich Zeit zu nehmen und sich von einer Fachperson in aller Ruhe, vielleicht in einem "Arzneimittelgarten" oder bei einer Exkursion, die verschiedenen Arten und ihre Unterschiede zeigen zu lassen.

Bei Krähen, Raben und Dohlen gibt es bei Verwechslungen zwar kein gesundheitliches Problem, aber zoologisch. Kurz gefasst: Raben sind große Krähen und besonders im Stadtgebiet gibt es Krähenarten, die sich genetisch vermischen und daher in unterschiedlichen Grauschattierungen vorkommen können.

Schwebfliegen wiederum sind Insekten, die wie Wespen, Hornissen oder Bienen aussehen können. Sie wirken "gefährlich", sind es aber nicht. Die Strategie heißt "Mimikry" -Täuschung.

Zu guter Letzt werden auch Schlangen häufig mit beinlosen Echsen verwechselt, zum Beispiel mit der Blindschleiche. Ein Tipp der Expertin aus dem Naturhistorischen Museum: Was blinzelt - also Augenlider hat - ist keine Schlange.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Teil 1: 06.05.2025

. Die Pharmakognostin Sabine Glasl-Tazreiter spricht mit Lothar Bodingbauer über die Wurzeln vom Weißen Germer und dem Gelben Enzian. Filename: radio_396_1

Teil 2: 07.05.2025

. Die Pharmakognostin Sabine Glasl-Tazreiter spricht mit Lothar Bodingbauer über die Blätter von Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen. Filename: radio_396_2

Teil 3: 07.05.2025

. Die Pharmakognostin Sabine Glasl-Tazreiter spricht mit Lothar Bodingbauer über die Blätter von Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen. Filename: radio_396_3

Teil 4: 07.05.2025

. Die Ökologin Aline Schwender spricht mit Lothar Bodingbauer über gelb-schwarz gestreifte Fluginsekten. Filename: radio_396_4

Teil 5: 07.05.2025

. Die Zoologin Silke Schweiger spricht im Dialog mit Lothar Bodingbauer über Blindschleichen und Schlangen. Filename: radio_396_5
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ID 403
Petržalka
ORF > Österreich 1|Tagebuch | 02.05.2025
Petržalka
Petržalka ist ein Stadtteil von Bratislava, getrennt von der Hauptstadt der Slowakei durch die Donau, verbunden durch Straßenbahnlinien, Buslinien und drei Brücken. Das frühere Dorf in den Donauauen wurde in den 1960er-Jahren von einer Industriezone mit niedrigen Häusern in eine sozialistische Großsiedlung mit hohen Plattenbauten umgewandelt. Die Transformation in die Gegenwart erscheint dem Besucher geglückt. Heute präsentiert sich der Stadtteil als bunt, modern, grün und sozial durchmischt. Ku …
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Österreich 1 · 02.05.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Petržalka ist ein Stadtteil von Bratislava, getrennt von der Hauptstadt der Slowakei durch die Donau, verbunden durch Straßenbahnlinien, Buslinien und drei Brücken. Das frühere Dorf in den Donauauen wurde in den 1960er-Jahren von einer Industriezone mit niedrigen Häusern in eine sozialistische Großsiedlung mit hohen Plattenbauten umgewandelt. Die Transformation in die Gegenwart erscheint dem Besucher geglückt. Heute präsentiert sich der Stadtteil als bunt, modern, grün und sozial durchmischt. Kulturprojekte erinnern an die Vergangenheit und versuchen die Bewohner:innen des Stadtteils zur Zusammenarbeit zu ermutigen. (Lothar Bodingbauer)

Diagonal am 24.06.2025, Österreich 1: Suburbia

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ID 402
Urwälder des Baltikums
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 17.03.2025
Urwälder des Baltikums
Die Wälder Estlands: Die Landschaftsökologin Anneli Palo spricht über eine alte Kulturlandschaft im Baltikum.
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Österreich 1 · 17.03.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Wälder Estlands: Die Landschaftsökologin Anneli Palo spricht über eine alte Kulturlandschaft im Baltikum.

Estland als nördlichstes Land im Baltikum ist geprägt von einer Mischung aus Nadel- und Laubbäumen sowie einer flachen Landschaft mit einer mittleren Höhe von 50 Metern über dem Meeresspiegel. Neben Wäldern gibt es vermoorte Gebiete, Sandböden und Kalksteingebiete.

Mehr als die Hälfte des Landes ist bewaldet, wobei etwa 30 % der Wälder als kontinuierlich gewachsene Naturwälder gelten. Die Landnutzung hat sich über Jahrhunderte verändert: Während die Landwirtschaft früher vor allem auf fruchtbaren Böden konzentriert war, wurden im 20. Jahrhundert durch zunehmende Technisierung auch andere Gebiete erschlossen.

Rund 20 % der estnischen Wälder stehen heute unter Naturschutz. In geschützten Gebieten wird darauf geachtet, dass der Wald eine vielfältige Struktur aufweist, darunter unterschiedliche Baumhöhen, Sträucher und Totholz. Bestimmte Arten, wie Flechten oder seltene Käfer dienen als Indikatoren für naturnahe Waldgebiete.

Die Jahreszeiten bringen unterschiedliche Veränderungen in der Wahrnehmung des Waldes mit sich. Während der Winter geruchsarm ist, sind im Herbst feuchte, erdige Aromen von Pilzen und Laub zu spüren. Der Sommer zeichnet sich durch Blütenduft aus, während im Frühling die ersten Blüten und frischen Farben dominieren.

Wälder spielen eine wichtige Rolle im Leben der Estinnen und Esten. Sie sammeln Pilze und Beeren und viele besitzen kleine Waldstücke oder Sommerhäuser in der Natur, die ihnen als Rückzugsorte dienen. Estlands Gesetzgebung ermöglicht den freien Zugang zu nicht eingezäunten Naturflächen.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Sendung: 17.03.2025 – 21.03.2025, ORF Radio Österreich 1

Foto: Anneli Palo

Gesprächspartnerin:

Die Landschaftsökologin Anneli Palo, PhD

Department of Geography

Universität Tartu

Estland

Teil 1: Bunt gemischte Baumarten in flachen Regionen. Filename: radio_398_1

Teil 2: Die Geschichte der Landnutzung. Filename: radio_398_2

Teil 3: Ökologische Kartierung. Filename: radio_398_3

Teil 4: Sinnliches Erlebnis der Jahreszeiten. Filename: radio_398_4

Teil 5: Rückzugsort in der Natur. Filename: radio_398_5
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Ö1: Die Waelder Estlands
https://oe1.orf.at/programm/20250317/788364/Die-Waelder-Estlands
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ID 401
Rotte, Schwarm und Rudel
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 10.02.2025
Rotte, Schwarm und Rudel
Sozial lebende Tiere bleiben länger zusammen als es für die reine Fortpflanzung - das Aufwachsen der Jungen - notwendig wäre. Viele dieser Tiergruppen haben eigene Namen: Bei Vögeln und Fischen ist es der Schwarm, Schafe und Kühe leben in der Herde, bei Gänsen ist es die Schar, Wölfe und Hunde leben im Rudel und bei Wildschweinen ist es die Rotte, ein Verband, der von erfahrenen Weibchen angeführt wird.
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Österreich 1 · 10.02.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Sozial lebende Tiere bleiben länger zusammen als es für die reine Fortpflanzung - das Aufwachsen der Jungen - notwendig wäre. Viele dieser Tiergruppen haben eigene Namen: Bei Vögeln und Fischen ist es der Schwarm, Schafe und Kühe leben in der Herde, bei Gänsen ist es die Schar, Wölfe und Hunde leben im Rudel und bei Wildschweinen ist es die Rotte, ein Verband, der von erfahrenen Weibchen angeführt wird.

Es sind vor allem die sozial lebenden Tierarten, die vom Menschen domestiziert wurden, Hasen als Beispiel für nicht domestizierte Tiere sind Fluchttiere, die nicht in Verbänden leben, die über die reine Fortpflanzung hinausgehen.

Die Vorteile des Zusammenlebens liegen auf der Hand: Die Chance, gefressen zu werden, sinkt mit der Anzahl der Individuen, ein Fressfeind kann verwirrt werden, weil sich die Gruppe unerwartet bewegt oder aufteilt. Es kann auch selbst besser gejagt werden. Es gibt auch physikalische Vorteile, zum Beispiel beim Vogelflug, wenn die V-Formation den Luftwiderstand für alle, die nicht an der Spitze fliegen, verringert. Warum es aber Individuen gibt, die als "Leader" die Führung übernehmen, ist Gegenstand der Verhaltensforschung.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Teil 1: 10.02.2025

. Der Wildbiologe Klaus Hackländer spricht über die Gemeinschaft der Wildschweine. Filename: radio_395_gruppe_1

Teil 2: 11.02.2025

. Der Imkermeister Marian Aschenbrenner erzählt von den Honigbienen. Filename: radio_395_gruppe_1

Teil 3: 12.02.2025

. Die Biologin Didone Frigerio erzählt von Graugänsen in der Gruppe. Filename: radio_395_gruppe_3

Teil' 4: 13.02.2025

. Die Tiertrainerin Lina Oberließen über das Wolfsrudel. Filename: radio_395_gruppe_4

Teil 5: 14.02.2025

. Der Verhaltensforscher und Biologe Kurt Kotrschal spricht über das artübergreifende Zusammenleben. Filename: radio_395_gruppe_5

1. Klaus Hackländer, Univ.Prof. Dipl.-Biol. Dr.rer.nat., Leiter vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Universität für Bodenkultur in Wien,

2. Marian Aschenbrenner, Gründer und Obmann des Vereins Bienenzentrum,

3. Dr.in Didone Frigerio, Stv. Leiterin der Konrad Lorenz Forschungsstelle,

4. Dr.in Lina Oberließen, Wissenschaftskoordinatorin vom Wolfforschungszentrum der Veterinärmedizinischen Universität Wien,

5. ao. Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Kurt Kotrschal,
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Ö1: Rotte Schwarm und Rudel
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Ö1: Rotte Schwarm und Rudel
https://oe1.orf.at/programm/20250211/785183/Rotte-Schwarm-und-Rudel
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Ö1: Rotte Schwarm und Rudel
https://oe1.orf.at/programm/20250212/785236/Rotte-Schwarm-und-Rudel
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Ö1: Rotte Schwarm und Rudel
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Ö1: Rotte Schwarm und Rudel
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ID 400
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 27.01.2025
Archäen – Extremökologie
Mikroorganismen sind Lebewesen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Dazu zählen Einzeller, Bakterien und Archaeen, die zu den einfachsten Lebensformen gehören und früh in der Evolution entstanden sind. Diese Organismen sind weniger als ein Millionstel Meter groß und besitzen keinen Zellkern. Ihre Struktur besteht aus einer einfachen Zellhülle, die alle lebensnotwendigen Komponenten enthält.
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Österreich 1 · 27.01.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Mikroorganismen sind Lebewesen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Dazu zählen Einzeller, Bakterien und Archaeen, die zu den einfachsten Lebensformen gehören und früh in der Evolution entstanden sind. Diese Organismen sind weniger als ein Millionstel Meter groß und besitzen keinen Zellkern. Ihre Struktur besteht aus einer einfachen Zellhülle, die alle lebensnotwendigen Komponenten enthält.

Nach heutigem Verständnis entstanden Archaeen gleichzeitig mit Bakterien, vermutlich früh nach der Entstehung der Erde. Sie kommen in extremen Lebensräumen vor, wie etwa in heißen Quellen, stark salzhaltigen Umgebungen oder an Orten mit hohem Druck. Ihre Überlebensstrategien und Anpassungsmechanismen sind Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Ziel ist, ihre Funktionsweise zu verstehen und mögliche Anwendungen, etwa in der Biotechnologie, zu identifizieren.

Thermophile Mikroorganismen leben in Umgebungen mit sehr hohen Temperaturen, wie etwa in heißen Quellen oder hydrothermalen Tiefseequellen. Diese Organismen haben hitzebeständige Enzyme entwickelt, die auch bei Temperaturen von über 100 Grad Celsius funktionsfähig bleiben. Halophile Mikroorganismen wiederum hingegen kommen in stark salzhaltigen Umgebungen vor. Auch sie haben evolutionäre Mechanismen zur Anpassung entwickelt.

Die extremophilen Lebensformen erlauben, Erkenntnisse für die Grundlagenforschung und für praktische Anwendungen zu gewinnen, sie ermöglichen Aufschlüsse auf die ersten Lebensformen, die vor mehr als zwei Milliarden Jahren auf der Erde entstanden sind.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Sendung: 27.01.2025 – 31.01.2025 Österreich 1 Radio / 08:55 Uhr – 09:00 Uhr

Service

Gesprächspartnerin:

Univ.-Prof.in Dr.in Christa Schleper

Department für Funktionelle und Evolutionäre Ökologie

Leiterin der Arbeitsgruppe Archaea-Ökologie und Evolution

Universität Wien

1030 Wien, Djerassiplatz 1

Teil 1: Die Grenze des Möglichen. Filename: radio_394_archaeen_1

Teil 2: Kochende Tümpel. Filename: radio_394_archaeen_2

Teil 3: Salziges Wasser. Filename: radio_394_archaeen_3

Teil 4: Die Gründe zum Überleben. Filename: radio_394_archaeen_4

Teil 5: Kontrollierte Bedingungen - Besuch im Labor. Filename: radio_394_archaeen_5
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Tags:
Archäen|Mikrobiologie|Ökologie
OE1-Link:
Ö1: Archaeen 1
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ID 399
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 13.01.2025
Lungenfisch
Der Genetiker Manfred Schartl vom Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee spricht über den Lungenfisch.
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Österreich 1 · 13.01.2025 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Genetiker Manfred Schartl vom Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee spricht über den Lungenfisch.

13. –17. Jänner 2025, 08:55 Uhr

Lungenfische sind eine sehr alte Gruppe von Fischen, die sowohl im Wasser als auch an Land leben können. Sie verfügen über eine Lunge, ein Merkmal, das bei den meisten anderen Fischen nicht vorkommt. Diese Lunge hat sich unabhängig von den Kiemen entwickelt und stammt entwicklungsgeschichtlich von der Schwimmblase ab. Sie ermöglicht das Atmen in sauerstoffarmen Gewässern und sogar an Land.

Lungenfische sind auf drei Kontinenten verbreitet: Australien, Afrika und Südamerika. Die heute noch existierenden Arten gehören zu drei Hauptlinien, die sich vor etwa 300 bis 400 Millionen Jahren während der Kontinentaldrift des ehemaligen Gondwanalands voneinander trennten. Historisch gab es eine Vielzahl von Lungenfischarten, die meisten sind jedoch ausgestorben.

Die heute afrikanischen und südamerikanischen Arten können Trockenzeiten überstehen, indem sie sich in den Schlamm eingraben und eine schützende Hülle bilden, bis Regen wieder Wasserlebensräume schafft.

Ein weiteres bedeutendes Merkmal der Lungenfische sind ihre Flossen, die Ähnlichkeiten mit den Vorläufern von Gliedmaßen der Landwirbeltiere aufweisen. Das macht sie zu einem bedeutenden Studienobjekt in der Evolutionsbiologie. Lungenfische gelten sie als die nächsten lebenden Verwandten der Landwirbeltiere.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Service

Gesprächspartner:

Prof. Dr. Manfred Schartl

Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee

Universität Innsbruck

Mondseestrasse 9

A-5310 Mondsee

Teil 1: Heimisch auf drei Kontinenten. Filename: radio_393_lungenfisch_1

Teil 2: Die gesamte Erbinformation im größten Genom aller Tiere. Filename: radio_393_lungenfisch_2

Teil 3: Sprunghafte Gene. Filename: radio_393_lungenfisch_3

Teil 4: Unsere Vorfahren im Wasser. Filename: radio_393_lungenfisch_4

Teil 5: Der Pfad zur High-End Forschung. Filename: radio_393_lungenfisch_5
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Lungenfisch|Zoologie
ID 398
Foraminiferen
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 26.11.2024
Foraminiferen
ORF Radio Österreich 1 ab 2. Dezember 2024 | 08:55–09:00 Uhr Montag-Freitag "Vom Leben der Natur"
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Österreich 1 · 26.11.2024 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
ORF Radio Österreich 1 ab 2. Dezember 2024 | 08:55–09:00 Uhr Montag-Freitag "Vom Leben der Natur"

Einzeller mit harter Schale

Die Paläontologin Petra Heinz spricht über Foraminiferen. Zu Beginn beschreibt die Expertin, dass die Organismen aussehen wie Kugeln und Spiralen. Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Foto: Heterostegina depressa in Kultur (copyright Petra Heinz)

Kugeln und Spiralen | Ablagerungen am Meeresboden | Nur die Harten kommen durch | Fenster in die Vergangenheit | Schlamm im Labor

Weltweit gibt es etwa 60.000 Arten dieser Gruppe von Einzellern. Sie sind von Natur aus klein - etwa einen halben Millimeter groß, aber große Arten können mit einer einzigen Zelle bis zu 20 Zentimeter groß werden. Diese Größe erreichen sie durch den Bau einer Kalkschale mit vielen Kammern, die durch Fenster miteinander verbunden sind.

Die Tochtergenerationen besitzen nach der Teilung der Mutterzelle zunächst nur eine Kammer. Im Laufe ihres Wachstums bilden sie neue Kammern. Die Verbindung, die Öffnungen, die Löcher geben den Foraminiferen auch ihren Namen – Foraminferen bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt "Lochträger".

Fossile Foraminiferen erlauben einen Blick in die Vergangenheit. Für den Bau ihrer Schalen wird Wasser verwendet, dessen Signatur heute analysiert werden kann und Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen vor vielen Millionen Jahren zulassen.

Foraminiferen kommen auch im Süßwasser vor, allerdings meist ohne Schale, was ihre Untersuchung erschwert - sie zerfallen nach ihrem Tod recht bald.

Viele Foraminiferen waren Spezialisten für einen ganz bestimmten Lebensraum. Sie starben aus, wenn sich dieser Lebensraum veränderte. Die Generalisten unter ihnen überlebten diese Veränderungen, um sich im weiteren Verlauf der Evolution erneut zu spezialisieren - und wieder auszusterben. Ein Kreislauf.

Gesprächspartnerin:

Univ.-Prof.

in

Dr.

in

Petra Heinz

Vizestudienprogrammleiterin Erdwissenschaften, Meteorologie-Geophysik und Astronomie, Institut für Paläontologie , Universität Wien

Kugeln und Spiralen | Ablagerungen am Meeresboden | Nur die Harten kommen durch | Fenster in die Vergangenheit | Schlamm im Labor

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ID 397
Vulkan Ätna
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 11.11.2024
Vulkan Ätna
Der Vulkanologe Boris Behncke spricht über das sinnliche Erleben des Ätna in Sizilien. Zum Auftakt der Serie dreht sich Alles ums Hören. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.
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Österreich 1 · 11.11.2024 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Vulkanologe Boris Behncke spricht über das sinnliche Erleben des Ätna in Sizilien. Zum Auftakt der Serie dreht sich Alles ums Hören. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.

Der Ätna ist ein Vulkan an der Ostküste Siziliens. Er ist "Europas aktivster Berg" mit einer Höhe von derzeit 3.403 Metern. Durch seine Ausbrüche und Lavaströme verändert er ständig seine Form. Seit einigen Jahren ist eine besonders hohe Aktivität zu verzeichnen.

Sizilien liegt an der Überschneidungszone der afrikanischen mit der eurasischen Kontinentalplatte. Die afrikanische Platte taucht unter die eurasische Kontinentalplatte, Vulkanismus und Erdbeben sind die Folge.

An den Hängen des Ätna wachsen widerstandsfähige Pflanzen, darunter eine besondere Pinienart, die nach einem Lavastrom rasch neu sprießt. Auch andere Pflanzen haben sich an das Leben mit dem Vulkan angepasst. Lebensraum und Vulkan stehen in ständiger Wechselwirkung, die mit allen Sinnen wahrnehmbar ist: man kann den Vulkan hören, sehen, riechen fühlen - und auch fürchten.

Für die Menschen ist der Ätna ein fester Begleiter. Das erste, was viele tun, wenn sie aufwachen, ist der Blick zum Berg, um zu sehen, was der Ätna heute macht. Für jene, die weggezogen sind, ist seine Abwesenheit manchmal schwer auszuhalten. Der Ätna ist mehr als ein Vulkan. Er ist ein täglicher Begleiter und eine Orientierung.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Service

Gesprächspartner:

Dr. Boris Behncke

Instituto Nazionale di Geografisica e Vulcanologia

Sezione di Catania

Piazza Roma, 2, 95125 Catania CT, Italien

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Vom Leben der Natur

1. Kann man den Vulkan hören?

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2. Kann man den Vulkan sehen?

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3. Kann man den Vulkan riechen?

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4. Kann man den Vulkan fühlen?

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5. Kann man einem Vulkan in der Nachbarschaft zurechtkommen?

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ID 396
Hohlraumbotanik
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 03.10.2024
Hohlraumbotanik
Pflanzen an der Grenze zwischen Licht und Schatten.
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Österreich 1 · 03.10.2024 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Pflanzen an der Grenze zwischen Licht und Schatten.

Der Innviertler Botaniker Michael Hohla spricht diese Woche über Grünes Leben in Schächten, Röhren und Gewölben. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.

Hell oder dunkel? Für Pflanzen in Hohlräumen stellt sich diese Frage nicht im Sinne von 0 oder 1, ganz oder gar nicht. Die meisten von ihnen leben im Graubereich zwischen "etwas hell" und "etwas dunkel". Ihr Lebensraum zeigt sich in vielen Abstufungen.

Wo in Eingangsbereichen von Kellern oder Brunnen Gefäßpflanzen noch genügend Licht finden, um Photosynthese zu betreiben, sind es mit zunehmender Dämmerung nur noch Moose, Algen und ganz zum Schluss, in völliger Dunkelheit, die Pilze, die in diesen speziellen Lebensräumen überleben können.

Der Wind bringt Samen und Sporen auch in kleinste Ritzen. Oft werden die Pflanzenteile über dem Hohlraum - vielleicht über dem Gitter, das ihn absperrt - durch menschliche Eingriffe gekappt. Unter dem Gitter, im geschützten Halbdunkel, können sie jedoch gedeihen.

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Gesprächspartner:

Prof. Michael Hohla

A- 4982 Obernberg

Vom Leben der Natur

Teil 1: Verfallendes Gebäude

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Teil 2: Im Burgbrunnen

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Teil 3: Abgang zum Keller

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Teil 4: Spuren der Vergangenheit in Obernberg am Inn

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Teil 5: Licht am Anfang des Tunnels

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ID 395
Die Sprache der Wolken
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 19.08.2024
Die Sprache der Wolken
Der Meteorologe Christian Maier vom Sonnblick Observatorium beschreibt die Erscheinungsformen von Wasser in der Atmosphäre. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.
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Österreich 1 · 19.08.2024 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Meteorologe Christian Maier vom Sonnblick Observatorium beschreibt die Erscheinungsformen von Wasser in der Atmosphäre. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.

Wenn sich aus einem kleinen Wölkchen am Himmel im Laufe des Tages eine mächtige Gewitterwolke bildet, aus der es blitzt, donnert, regnet und hagelt, dann hat das nichts mit Zufall zu tun. Wolken sind eine Notwendigkeit der Natur. Dort wo passende Bedingungen sind, gibt es sie. Wenn es diese Bedingungen nicht gibt, gibt es auch keine Wolken.

Die vermeintliche Zufälligkeit der Wolken entsteht aus der Beobachtung, dass sie nicht überall am Himmel sind. Schon Kinder zeichnen ihre Bilder mit diesen zufälligen Wolkentupfern. Bei genauerem Hinsehen lassen sich Wolken sehr genau vorhersagen. Ihre Namen geben einen Hinweis auf die Mechanismen ihrer Entstehung, die durchaus unterschiedlich sind, auch wenn es letztlich immer um das Gleiche geht: Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Schwerkraft und Wind. Wer diese Daten genau kennt, weiß wo die Wolken sind.

Sie sind in drei verschiedenen "Stockwerken" zu finden. Die niedrigen Wolken können sich als Haufen oder Schichten zeigen, ebenso die Wolken in den mittleren Höhen der Atmosphäre. Die hohen Wolken sind meist Eiswolken, weil es auf rund 10.000 m Höhe so kalt ist, dass Wasser nur gefroren existieren kann.

Wolken sind wichtig für den Wärmehaushalt der Erde. Sie lassen die Sonnenstrahlen durch oder absorbieren sie, sie reflektieren die Strahlen oder sie schwächen sie ab. Wer ihre Wassertröpfchengröße kennt, kann sie besser vorhersagen und damit stimmen die Prognosen besser mit der Wirklichkeit überein.

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GESPRÄCHSPARTNER:

Christian Maier, MSc

Sonnblick Observatorium

Geosphere Austria

Teil 1:

Zufall oder vorherbestimmt?

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Teil 2:

Kleinräumige Entstehung

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Teil 3:

Ein Arbeitstag in 3.106 Meter Höhe

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Teil 4:

Nebel und andere Schichtwolken

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Teil 5:

Die Bannerwolke am Untersberg

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ID 394
Huzulenpferde
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 15.08.2024
Huzulenpferde
Kleinpferde aus den Karpaten - Peter Zechner vom Zuchtverband Stadl-Paura spricht über die altösterreichische Pferderasse der Huzulen. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.
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Österreich 1 · 15.08.2024 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Kleinpferde aus den Karpaten - Peter Zechner vom Zuchtverband Stadl-Paura spricht über die altösterreichische Pferderasse der Huzulen. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.

Die Huzulen sind eine ursprüngliche Pferderasse aus der Region der Huzulen in den Karpaten. Sie kamen aus der Mongolei nach Europa. Sie sind auch heute noch beliebte Arbeitspferde in schwierigem Gelände.

Historisch betrachtet waren Pferde in den Karpaten ein Zeichen von Wohlstand, da sie teuer waren im Vergleich zur Alternative, einer Kuh als Arbeitstier. Die Huzul-Pferde wurden gezüchtet, um ihre natürlichen Instinkte und ihre Intelligenz zu erhalten. Ihr Umgang erfordert viel Erfahrung und Verständnis, da sie einen starken Charakter und eine hohe Lebenserwartung von bis zu 30 Jahren haben.

Die Bedeutung dieser Pferderasse spiegelt sich auch in ihrer Vielseitigkeit wider, von der Verwendung in der Landwirtschaft bis hin zu Freizeitaktivitäten wie Reiten und Fahren. Die Pferde werden für ihre Anpassungsfähigkeit, Tragfähigkeit und Leistungsfähigkeit geschätzt. In Bezug auf die Zucht wird betont, dass die ursprünglichen Eigenschaften dieser Rasse sorgfältig bewahrt werden müssen, indem strenge Selektionsverfahren angewendet werden, um die Reinheit der Linien und die Charakteristika zu erhalten.

Die Huzul-Pferde werden als kulturelles Erbe betrachtet, das es zu bewahren gilt. Ihre Population ist begrenzt, da durch die Modernisierung der Gesellschaft und der Landwirtschaft auch die Notwendigkeit des Erhalts der Rasse zurückgeht, wäre nicht die Freizeitwirtschaft ein verbleibendes Einsatzgebiet.

Heute werden rund 1500 Fohlen pro Jahr geboren. Zuchtverbände unternehmen aber Anstrengungen, um die Zucht in Ländern wie Polen, Rumänien und Ungarn zu unterstützen. In Österreich gibt es eine kleine, engagierte Gemeinschaft, die sich der Erhaltung und Nutzung dieser Pferde widmet, insbesondere im Freizeitbereich und in schwierigem Gelände.

Durch Veranstaltungen wie den Huzulentag und den Huzulenpfad im oberösterreichischen Stadl-Paura wird jährlich die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit der Pferde gezeigt.

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GESPRÄCHSPARTNER:

DI Dr. Peter Zechner

Geschäftsführer

Zuchtverband Stadl-Paura

Referent für Pferdezucht und Haltung der Landwirtschaftskammer für Oberösterreich

Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Pferde, Reiten und Pferdesport

Teil 1:

Naturnahe Alleskönner

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Teil 2:

Vielseitige Arbeitstiere

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Teil 3:

Ursprüngliche Eigenschaften

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Teil 4:

Robuste und schlaue Tiere

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Radioproduktion>Premium|Radioproduktion>ORF>Österreich 1>Vom Leben der Natur
ID 393
Protisten
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 08.04.2024
Protisten
Foto: Sabine Agatha
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Österreich 1 · 08.04.2024 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Foto: Sabine Agatha

Protisten sind kleine Lebewesen, die nur aus einer Zelle bestehen und einen Zellkern haben. Sie leben im Wasser, in der Erde und auch im Inneren anderer Organismen. Diese Einzeller sind weder Tier noch Pflanze, sondern stellen einen eigenen großen Teil im Baum des Lebens dar. Sie spielen eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz, da bestimmte Arten auch Bakterien fressen und zum Abbau von organischem Material beitragen.

Die Protisten sind sehr unterschiedlich und haben viele verschiedene Formen und Lebensweisen. Manche von ihnen bewegen sich mit winzigen Härchen oder bilden Scheinfüße, um sich fortzubewegen oder Nahrung aufzunehmen, während andere wie kleine Pflanzen durch Licht Energie gewinnen. Ihre Erforschung gibt uns Einblicke in die Entwicklung des Lebens und die Vielfalt der Natur. Die Bestimmung ihrer genauen Art und Verwandtschaft ist allerdings oft schwierig, weil es manchmal nur wenige äußerliche Merkmale gibt, an denen man sie unterscheiden kann. So spielen auch genetische Untersuchungen eine wichtige Rolle, um mehr über sie zu erfahren und neue Arten zu entdecken.

Ein besonderes Interesse gilt auch den "Tintinnen", einer Gruppe von Protisten, die im Meer leben und auffällige, kelchförmige Schutzhüllen bilden. Die Forscherinnen und Forscher versuchen herauszufinden, wie diese Lebewesen während der Zellteilung ihre Schutzhüllen herstellen.

GESPRÄCHSPARTNERIN:

Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Agatha

Paris Lodron Universität Salzburg

Leiterin

AG Protistologie

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Protisten
ID 392
Orchideen
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 15.01.2024
Orchideen
Blütenvielfalt zwischen Luft und Erde.
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Österreich 1 · 15.01.2024 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Blütenvielfalt zwischen Luft und Erde.

Der Gärtnermeister Anton Sieder führt durch die Orchideensammlung des Botanischen Gartens der Universität Wien.

Auch in Österreich gibt es Orchideen, etwa 50 Arten, die am Boden wachsen. In den Tropen gibt es mehrere Tausend Arten. Sie gedeihen in den tropischen Wäldern meist auf den Bäumen selbst als Epiphyten (Aufsitzerpflanzen). So können sie näher am notwendigen Licht sein. Als Epiphyten beziehen sie ihre Nährstoffe und Wasser aus der Luft.

Besonders die einprägsamen Blüten machen exotische Orchideen zu bekannten Zimmerpflanzen. Bekannt ist auch Vanille, eine Orchideenart mit charakteristischem Duft und Geschmack des Inhalts der Samenschoten.

Die Vielfalt der evolutionären Strategien von Orchideen, Bestäuber anzulocken und Speicherorgane für Nährstoffe zu entwickeln, ist für Spezialist:innen immer wieder überraschend. Längst sind nicht alle Orchideenarten bekannt.

GESPRÄCHSPARTNER:

Anton Sieder

Gärtnermeister

Botanischer Garten der Universität Wien

Foto: RUDOLF HROMNIAK

Teil 1: Bestäubung und Symmetrie

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Teil 2: Isolierte Entwicklung

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Teil 3: Gemeinschaft mit Pilzen

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Teil 4: Der Duft der Vanille

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Teil 5: Schönheit am Fenster

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ID 391
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 17.12.2023
Winterschlaf der Pflanzen
Die Evolutionsbotanikerin Agnes Dellinger spricht diese Woche über die Strategien von Pflanzen unserer Breiten, um lebend über den Winter zu kommen.
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Österreich 1 · 17.12.2023 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Evolutionsbotanikerin Agnes Dellinger spricht diese Woche über die Strategien von Pflanzen unserer Breiten, um lebend über den Winter zu kommen.

Kein behagliches Leben

Die Höhe macht den Unterschied

Arrangement mit dem Frost

Veränderte Umstände

Pflanzen betreiben Photosynthese. Sie brauchen Licht, Wasser und Nährstoffe, die sie über den Boden erhalten. Bei diesen Umweltbedingungen gibt es jahreszeitliche Wechsel: die Länge des Tageslichts ändert sich, die Temperatur, das Wasser im Boden gefriert. Was sich mit den Änderungen arrangieren kann, überlebt, was an das Klima der Region nicht angepasst ist, erfriert oder vertrocknet.

Zwei große Strategien gibt es: einerseits die Höhe oder Tiefe von der Erdoberfläche, Bäume, Büsche, kleine Rosetten, Blumenzwiebel, die im Boden überdauern. Anderseits können die Zellstrukturen verändert werden, Wasser reduziert und Zucker eingelagert werden, sodass kein Schaden entsteht, wenn es gefriert.

Die Eiszeiten haben bis vor 10.000 Jahren immer wieder arktische Pflanzen in unsere Breiten gebracht, die auch wieder verschwunden sind. Dazu war relativ viel Zeit, die Pflanzen konnten sich anpassen. Die Klimaänderungen heute erfolgen nun aber zu schnell, sodass das Ökosystem durch geänderte Umweltbedingungen durcheinandergebracht wird.

Interviewpartnerin:

Ass.-Prof. Agnes Dellinger, BSc MSc PhD

Universität Wien

Department für Botanik und Biodiversitätsforschung

Rennweg 14

1030 Wien

Teil 1: Kein behagliches Leben

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Teil 2: Die Höhe macht den Unterschied

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Teil 3: Arrangement mit dem Frost

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Teil 4: Veränderte Umstände

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ID 390
ORF > Österreich 1 | 31.10.2023
Guatemala
Gedanken aus der Ferne zum österreichischen Nationalfeiertag.
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Österreich 1 · 31.10.2023 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Gedanken aus der Ferne zum österreichischen Nationalfeiertag.

Lothar Bodingbauer ist freier Radiojournalist, Sie kennen ihn vielleicht als Gestalter für die Sendreihe "Vom Leben der Natur"; er ist aber auch Mathematiklehrer, und er unterrichtet derzeit an der Österreichischen Schule in Guatemala City.
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Radioproduktion>ORF>Österreich 1
ID 389
Tagebuch|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 30.11.2022
Lebensraumvernetzung
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Österreich 1 · 30.11.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
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Grüne Bänder quer durch Österreich: Der Landschaftsarchitekt Roland Grillmayer vom Umweltbundesamt spricht über die Vernetzung von Lebensräumen für Wildtiere durch begrünte Brücken und geschützte Korridore.

Über die Autobahn

Tiere im Transit

Raine und Haine

Beobachten und messen

Austausch von Erfahrungen

Wildtiere haben es in der westeuropäischen Kulturlandschaft schwer, große Distanzen zurückzulegen. Eingezäunte Straßen und Eisenbahnen durchschneiden die Landschaft, Siedlungen behindern den Transit und offene Flächen schützen sie nicht vor Sichtkontakt mit Feinden. In Osteuropa ist das vielfach noch anders, hier ist die Entwicklung hochrangiger Infrastruktur vielfach erst im Entstehen, auf den Erhalt von Zugkorridoren kann besser Rücksicht genommen werden.

Doch auch in Österreich ist es möglich, Wege zwischen den großen Gebirgszügen – Karpaten und Alpen – durch vergleichsweise kleine Interventionen wieder herzustellen: "Grüne Brücken" überspannen Autobahnen und sind als "Extra Brücken" vorrangig für Tiere und nicht für Menschen gebaut und gestaltet. Steine, Büsche, Bäume, Raine und Haine sind auf ihr zu finden, Wildtiere finden Schutz und Deckung, und können im Optimalfall trotzdem schon im Vorfeld gut sehen, wie es auf der anderen Seite weitergeht.

Der Erfolg der Maßnahmen wird durch Zählungen sichergestellt, Lärm- und Lichtmessungen fließen in die Berechnungen in Simulationen mit ein.

Interviewpartner:

DI Roland Grillmayer

Umweltbundesamt

Spittelauer Lände 5

1090 Wien

Tel.: +43 (1) 31304 3331

roland.grillmayer@umweltbundesamt.at

Teil 1: Filename: radio383_nat_gruenbruecke_1 Download

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Teil 2: Filename: radio383_nat_gruenbruecke_2 Download

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Teil 3: Filename: radio383_nat_gruenbruecke_3 Download

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Teil 4: Filename: radio383_nat_gruenbruecke_4 Download

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Teil 5: Filename: radio383_nat_gruenbruecke_5 Download

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Tagebuch|Radioproduktion>ORF>Österreich 1>Vom Leben der Natur
ID 388
Premium|Tagebuch|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 07.10.2022
Japangraben
Der Geologe Michael Strasser spricht über Expeditionen in die Tiefen des Meeres vor Japan, um die Entstehung von Erdbeben zu verstehen.
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Der Geologe Michael Strasser spricht über Expeditionen in die Tiefen des Meeres vor Japan, um die Entstehung von Erdbeben zu verstehen.

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Der Japangraben ist ein Tiefseegraben vor der Nordostküste Japans. In 8 km Tiefe taucht dort die pazifische Erdplatte unter Japan ab. Dieser Vorgang ist immer wieder von Erdbeben begleitet, die sich in ihrer Stärke (Magnitude) und Häufigkeit unterscheiden. Es geht um das Verständnis von Großerdbeben, das sind Seebeben, die Tsunamis auslösen können. Geolog:innen möchten verstehen, wie es zu diesen kommt, wie häufig es sie gibt, an welchen Orten der Welt es sie gibt.

Der Japangraben eignet sich besonders für Erdbebenforschung, weil dort 2011 das letzte Megabeben stattgefunden hat. Es wurden vorher, während des Bebens und nachher Messungen vorgenommen, und die Ergebnisse haben gezeigt, dass viele beobachtete Phänomene noch nicht umfassend gedeutet werden können. Bei Expeditionen werden Bohrkerne der Sedimente (Ablagerungen) gewonnen, die dann analysiert werden. Durch diese Ablagerungen baut sich ein Archiv auf, die Analysen "blättern" in diesem "Geschichtsbuch" zurück.

"Wenn man die Meere verstehen will, muss man die Berge erforschen", sagt Michael Strasser vom Institut für Geologie der Universität Innsbruck. Die Forschungsergebnisse der Untersuchungen im Japangraben eignen sich auch dafür, um geologische Vorgänge in unseren Breiten, in unseren Bergen zu verstehen, da viele dieser Berge ehemaliger Meeresgrund waren.

Interviewpartner: Univ.-Prof. Dr. Michael Strasser, Universität Innsbruck, Institut für Geologie

Teil 1: Filename: radio382_nat_japangraben_1 Wissenschaft zwischen den Zeiten

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Teil 2: Filename: radio382_nat_japangraben_2 Gesteinsbewegungen nach oben, unten und zur Seite

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Teil 3: Filename: radio382_nat_japangraben_3 Expedition zum tiefsten Grund des Meeres

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Teil 4: Filename: radio382_nat_japangraben_4 Was ein Bohrkern verrät

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Teil 5: Filename: radio382_nat_japangraben_5 Wer die Berge verstehen will, muss die Meere erforschen

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Inhalt

Teil 1: Wissenschaft zwischen den Zeiten

Es geht um das Verständnis von Großerdbeben. Das sind Seebeben, die tsunamis auslösen können. 2004, der große Indian Ocean Tsunami, 2011 in Japan, auch ein Großerdbeben. Groß bedeutet, Magnitude 9 und größer. In Japan vor 11 Jahren, das war auch jener Tsunami, der die Fukushima Nuklearkatastrophe ausgelöst hat. Das sind die "großen Biester". Wir wollen verstehen, wie es zu diesen kommt, wie häufig es sie gibt, wir wollen sie versehen, auch an welchen Orten der Welt sie gibt. Da ist der Japangraben unser Studienobjekt, deshalb studieren wir das.

Der Japangraben ist vor der NO-Küste von Japan, Honshu, die Insel von Tokyo nordwärts. In dieser Zone taucht die pazifische Erdplatte unter Japan ab. Die Wassertiefe geht bis 8 km Wasser. Der Japangraben eignet sich insbesondere deshalb, weil dort 2011 das letzte dieses Megabeben stattgefunden hat. Wir konnten vorher messen, während, nachher. Wir haben sehr viel gelernt, wir waren sehr überrascht, es gab Paradigmenwechsel, wir haben vorher gedacht, wir verstehen es, das Erdbeben hat uns aufgezeigt, wir verstehen es doch nicht. Das zeigt uns Wissenschaftler einfach auf, dass wir die Gesamtheit der Prozesse unseres Planeten, wie etwa Großerdbeben, das hängt dann auch mit der Plattentektonik zusammen, wie da unsere Erde bewegt, wie diese Erdbeben entstehen, dass wir da noch fundamentale Verständnislücken haben.

Und der Japangraben eignet sich deswegen besonders gut, weil wir in die Sedimente der Tiefsee hineinblicken. Wir können Ablagerungen von diesen aufgewühlten Gesteinspartikeln, oder im Ozean, fast jährlich da Schlamm am Meeresboden abgelagert wird. Das baut uns ein Archiv auf. Also mit der Zeit werden da kontinuierlich Sedimente abgelagert. Und wenn solche Großerdbeben entstehen, dann wird das Sediment aufgewühlt, es gibt große untermeerische Lawinen durch die Erschütterung. Und die werden mit der Gravitationskraft in die tiefste Badewanne unseres Ozeans, diese Tiefseegräben eingeschichtet, abgelagert. Das geschieht zeit für Zeit, Jahrhunderte, Jahrtausende, 10.000-100.000e Jahre.

Wenn wir in diese Gräben gehen, wir eben im Japangraben Proben entnehmen können, können wir dieses Geschichtsbuch, dieses Geschichtsbuch unserer Ozeanablagerungen studieren, und so können wir in die Vergangenheit schauen, rekonstruieren, wie häufig gab es dann in der Vergangenheit solche Erdbeben. Sie treten nur alle paar hundert Jahre auf. Wir können abschätzen, war das wir erlebt haben, vor 11 Jahren, war das schon das größtmögliche Erdbeben, oder gab es in der Vergangenheit noch größere Erdbeben. Man spricht immer vom 100-jährigen Hochwasserereignis. Da ist ja Statistik dahinter. Bei der Erdbebenforschung ist es genau gleich, das ist das 100-jährige Erdbeben, das 1000-jährige Erdbeben. Aber um diese Statistiken zu machen, brauchen wir Daten, Observationen, Beobachtungen aus dem Archiv unserer Erde, um das richtig robust und gut zu machen, so dass wir auch die Zukunft vorhersagen können, und sagen, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit von so einem Großereignis, und was sind deren Konsequenzen.

Teil 2: Gesteinsbewegungen nach oben, unten und zur Seite

Faszination Tiefsee: Ein Ort wo es erstmal einfach nur dunkel ist. Das Licht geht nur die obersten 20-30-40 Meter, vielleicht 200 Meter Restlicht. Sonst ist es da dunkel. Der Druck nimmt mit jedem Meter Tiefe zu. Das sind enorme Drücke, die da unten herrschen. Aber im Prinzip ist es mehr oder weniger Wasser, 4 Grad kalt. Dort wo das Wasser am dichtesten ist.

Der bekannteste ist der Marianengraben. Der tiefste Ort unseres Planeten. Um die 11 km. Der Japangraben ist 8 km tief an seiner tiefsten Stelle. Man stelle sich das mal vor, das ist zwei mal der Großglockner, und vielleicht ein bisschen mehr von der Adria aus gesehen.

Die Plattentektonik auf unserer Erde. Das sind diese Erdplatten die bewegen sich, weil tief in unserer Erde die Prozesse von geschmolzenem Gestein, großen Walzen, so bewegen sich alle unsere Platten mit ein paar cm pro Jahr. Das ist so schnell, wie unsere Fingernägeln wachsen bewegt sic hier beim Japangraben konkret die pazifische Platte gegen Westen unter Japan hinab. Und da taucht diese pazifische Ozeanplatte, so ein paar cam pro Jahr, langsam unter Japan ab und dabei verbiegt sie sich und geht tief, tief in das Erdinnere, in den Erdmantel hinein, und die überliegende Platte, so ein Teil der Eurasischen Platte, wo Japan ist, da verhaken sich diese Erdplatten einfach. Da entsteht Reibung. Solange die Festigkeit des Gesteins der Platten hält, hält das auch zusammen und eben alle paar, wir wissen es nicht, 1000 Jahre, wird die Reibung freigesetzt und es entstehen diese Riesenerdbeben. Und eben durch dieses Runtertauchen zieht der Meeresboden tief rein, und da sind diese Tiefseerinnen, die größtenteils so um den Pazifik herum sind. Das ist eigentlich da, wo schlussendlich alles Material, feinstkörnige Sedimentpartikel, zum Beispiel vom Land herkommen, oder mit dem Wind eingetragen werden, oder als kleine Fossilien, die von Lebewesen, die im Ozean absterben. Das sammelt sich schlussendlich in diesen Tiefsee-Rinnen. Das ist wie eine Badewanne, oder ein See bei uns in den Bergen, da fließt einfach alles rein, wird da abgelagert und bleibt da auch erhalten und baut dann diese Geschichtsarchive auf, die uns dann erlauben, in die Vergangenheit zu schauen.

Das ist ein noch eigentlich völlig, also nicht völlig völlig, aber wenn man so vergleicht mit unserem Wissensstand, so unsere Wissensgesellschaft, wo wir denken, wir wissen immer alles, die Tiefsee ist eigentlich ganz schlecht erforscht. Ich würde fast behaupten, wir kennen die Mondoberfläche besser, als unsere eigenen Tiefseerinnen. Weil das bisher so tief war, es ist schwierig da mit Schallwellen hinzukommen. Es gibt ein paar Roboter, James Cameroon, der Hollywoodregisseur war mal mit einem U-Boot unten, aber das sind Extremprojekte.

Es sind die Archive, die es uns erlauben, Erdbeben auf höchstem wissenschaftlichen Niveau studieren. Da müssen wir ran, da müssen wir mit Technologien ran, damit wir diese Beprobung machen können. Einerseits nutzen wir Schallwellen vom Schiff aus, die senden wir aus, die werden dann am Meeresboden reflektiert bzw. die dringen ein bisschen in den Meeresboden ein und zeigen uns so, wie der Meeresboden geschichtet ist. Da kommt es natürlich dann zu Beprobungen. Da gehen wir mit Forschungsschiffen, technologisch war da die Challenge, diese Unmengen von Wassermassen einfach mal zu durchringen, um die Sedimente zu Tage zu fördern, damit wir sie in den Laboren studieren und analysieren können, damit wir die Erdgeschichte, eben im Japangraben die Erbebengeschichte, für die letzten 100.000 Jahre rekonstruieren können.

Teil 3: Expedition zum tiefsten Grund des Meeres

Es gibt viele Überlegungen, wie eigentlich Leben in der Tiefsee funktioniert. Es gibt dort kein Licht, es gibt hohen Druck mit 8 oder 10 km Wassersäule. Diese Expeditionen zeigen aber, dass es dort Leben gibt. Wir kennen diese "Limits of Life" nicht, die Grenzen des Lebens. Das ist neben der Erdbebenforschung in dieser Tiefsee auch eine Faszination, mitunter zum ersten mal in koordinierter internationaler Wissenschaftsprojekt mit vielen Wissenschaftler:innen mit unterschiedlichen Expertisen, systematisch eine solche Tiefseerinne zu beproben. Wir nehmen da an 15 Orten 40 m lange Bohrkerne, haben Unmengen, 800 Meter Probenmaterial, Bohrkerne, die wir studieren können. Da ist eben eine Fragestellung von unseren Biologen und Bio-Geo-Chemiker:innen, wie genau funktioniert eigentlich der Kohlenstoffkreiskauf in der Tiefsee. Wir wird Leben eigentlich in der Tiefsee unterhalten. Wo kommen die Nährstoffe her.

Das hat erst begonnen, aber ich könnte mir gut vorstellen, weil es bisher nur wenig Beprobung gab, das wir da ganz neue Überraschungen zutage fördern werden.

Es gibt so Kameraufnahmen von Fischen ohne Augen. Und all das. Es gibt aber bei Leben mehr auch das mikrobielle Leben. Also Mikroorganismen, Mikroben und was wir da aus dem Japangraben gelernt haben, jetzt bin ich wieder beim Erdbeben 2011 in Japan. Durch diese riesengroßen Bodenerschütterungen des Meeresboden wurde ganz viel Schlamm, Sedimentschlamm, Meeresbodenschlamm aufgewirbelt, und das hat auch ganz viel abgestorbenes Leben an der Oberfläche, Alge, Fische, oder all das, die absterben, die sedimentieren, lagern sich am Meeresboden ab. Am Abhang, diesen 8 km tiefen Unterwasserhängen. Wenn jetzt dieses Erdbeben das alles aufwühlt, da hat 2 Minuten der Boden vibriert. Da wirbelt sich dieses organisch reiche, kohlenstoffreiche Material, wird aufgewirbelt, und geht so in riesengroßen Unterwasserlawinen bis zuunterst in diese tiefsten tiefsten Becken, die wir jetzt beprobt haben. Wir konnten zeigen, dass da ganz viel Kohlenstoff durch solche Erdbeben in den Japan in den Japangraben runtergebracht werden.

Das ist bekannt mittlerweile. Durch Forschung in den letzten paar Jahren wurde das für die obersten paar Meter des Meeresuntergrundes. Durch unsere Expedition haben wir tief in den Untergrund reingebohrt. Wir konnten Proben sammeln, können genau testen, ob diese Zufuhr von Kohlenstoff aus dem flachen Meer in die Tiefsee vielleicht Leben ermöglicht. Wie bakterielle Prozesse sind, und vielleicht schlussendlich sogar, ob ein Teil von diesem Kohlenstoff, der am Meeresboden abgelagert wird, irgendwann subduziert wird: mit der Platte, jetzt bin ich wieder bei der Plattentektonik. Jetzt bin ich wieder bei den 2 cm pro Jahr, über Millionen von Jahren Kohlenstoff aus der Küste über Erdbeben in die Tiefsee wieder ins Erdinnere hinein, und dann vielleicht sogar schlussendlich über Vulkane ein paar Millionen Jahre später wieder über ads Gas in die Atmosphäre. Also der Langzeitkohlenstoffkreislauf, da geht es um das Erdsystemverständnis, aber ich meine, Kohlenstoffkreislauf ist heute ein Schlagwort auf kurzen Zeitskalen, weil es das Klima beeinflusst. Wenn wir da verstehen, wie der globale Kohlenstoffkreislauf funktioniert, können wir da vielleicht einen Teil dazu beitragen, unser Erdsystem besser zu verstehen.

Teil 4: Was ein Bohrkern verrät

Wir sind im 2. Stockwerk des Instituts für Geologie der Uni Innsbruck. Ich mache den Kühlschrank auf, ich gehe rein, ein begehbarer großer Kühlschrank. Da wird es kalt. Man hört die Lüftung. Wir lagern die Bohrkerne bei 4 Grad Temperatur. Das ist das, was in der Tiefsee die Temperatur ist. Wenn wir da ganz nach hinten gehen, da haben wir im Moment tatsächliche Bohrkerne von genau dieser Expedition nach Japan, wir haben uns die hierher transportieren lassen, wir analysieren sie hier.

Wir haben da dann die Labortüre, Sie sehen das Zeichen "Vorsicht radioaktive Strahlung", wir arbeiten hier mit ionisierender Strahlung, um diese Analysen zu machen, die wir hier auf diesen Bohrkernen, das ist wie das Geschichtsbuch lesen. Wenn wir diese Sedimente studieren, quasi eine Messung aus dem Sediment, aus der geologischen Ablagerungsgeschichte, die es uns erlaubt, dann Rückschlüsse auf Prozesse in der Vergangenheit, Temperaturen in der Vergangenheit oder eben Erdbebenstärke in der Vergangenheit zu rekonstruieren.

Das machen wir mit all den Messgeräten, die wir hier haben.

(ATMO)

Wir hören gerade, wie der Scanner vorbereitet wird. Da kann ich meinen Bohrkern hinlegen. Alle Universitäten Österreichs sind auch Partner hier. Das ist jetzt nicht einfach mein Forschungsspielzeug, das ist auch im Sinne von diesen Ozeanbohrprogrammen hier. Kollegen aus Graz, oder aus Wien, die mit Bohrkernen arbeiten, kommen hier hin und analysieren. Und dann schiebt der cm für cm den Bohrkern nach vorne, und macht physikalische Messungen, wie die Dichte, und die magnetische, die Magnetisierbarkeit. Wir messen das Ausbreiten der Geschwindigkeit von Erdbebenwellen durch das Material durch, und auf der anderen Seite messen wir chemische Elementspektren. Das ist so aufgebaut, dass wir da den Bohrkern Schritt für Schritt durch diese Sensorik durchlassen, mit Röntgenstrahlen auf den Bohrkern schießen und daraus entstehen entstehen ein paar chemische Prozesse, die Röntgenfluoreszenz nennt sich das, da wellen Elektronen von Elementen in einen höheren Orbit geschossen, wir messen das Spektrum, wir können so über die Bohrkerne verteilt, das Elementspektrum von Elementen, die schwer als Aluminium sind, messen. Das dauert dann etwa 4 Stunden pro Meter.

Wir haben jetzt in den letzten 3 Monaten 400 Meter aus dem Japangraben durchlassen. Jetzt sind wir dabei, das abzuschließen. Wir haben Unmengen an Daten generiert in dieser Höchstauflösung, wo wir da fast Jahr für Jahr wissen, welche Elemente wurden wo im Japangraben wie abgelagert. Und dann über Altersdatierungen, die wir in den Bohrkernen machen, haben wir andere internationale partner, die diese abgestorbenen Lebewesen anschauen, Mikrofossilien, wunderschön, wenn man die unter dem Mikroskop anschaut. Wie eine Kugel mit Stacheln, das ist eine Art amorphes Quarz, was einfach das Skelett dieser Mikroorganismen ist, Radiolarien nennen sie sie. Die werden, je nachdem, wie die Temperaturen, Nährstoffe in der Vergangenheit waren, da findet auch Evolution statt, Aussterben und all das. Das ist diese Mikropaläontologie. Unter dem Mikroskop studieren die Experten die Zusammensetzung von diesen Fossilien.

Teil 5: Wer die Berge verstehen will, muss die Meere erforschen

Wir haben hier einen solchen Bohrkern und eine bereits aufgeteilte Hälfte. Das ist alles schön gekühlt, damit da ja keine Kontaminationsprozesse stattfinden. Das ist eben das, was man sieht, wenn er zum ersten Mal geöffnet wird. Wo uns eine solche Erdgeschichte zum ersten Mal erschlossen wird, und das Geschulte Auge sieht so Schichten. Striemungen teilweise, Laminationen, unterschiedliche Farben, hellere hier, Sandkörner, groß, viel feinere so ein bisschen beige. Ein wenig gebändert. Das sind alles so unterschiedliche Ablagerungsprozesse zu unterschiedlichen Zeiten. So können wir das Archiv dann öffnen, beschreiben und dann eben unsere Forschungsfragen mit diesen hochauflösenden analytischen Methoden vermessen.

Was gerade im Japangraben eigentlich so faszinierend ist, dass da in dieser Tiefseerinne sehr sehr viele Sedimente pro Zeiteinheit abgelagert wird. Wir wissen schon aus diesen Voruntersuchungen, dass nur das Erdbeben 2011 bis zu 3 Meter mächtige Schlammschichten abgelagert hat. Die sind dann alle sehr homogen, quasi innerhalb von ein paar Monaten drei Meter. Wenn aber kein Erdbeben stattgefunden hat, dann sind es nur ein paar wenige Zentimeter pro 10 oder pro 100 Jahre. Das heißt, man kann nicht einfach, dieses Buch ist nicht linear, wie wir sagen, es ist nicht, dass man einfach pro Zentimeter eine regelmäßige Zeit in die Vergangenheit geht, sondern wir haben Intervalle, wie zum Beispiel dieses Gebänderte, das Gebänderte beinhaltet wahrscheinlich relativ viel Zeit. Man sieht teilweise auch Bioturbationsstrukturen. Das sind Lebewesen, die am Meeresboden leben, so kleine Shrimpse, Krebse, und so, die durchwühlen den Schlamm und fressen das organische Material, das da am Boden ist. Und die durchwühlen das, da sind man sogar Wühlspuren und so, das dürfte hier sein, mehre Dezimeter mächtig, ganz homogene Schichten. Unten sind sie sehr groß. Da sieht man auch, dass da viel Energie dabei gewesen sein muss, vielleicht größere solche Sedimentlawinen, die dann durch größere Erdbebenerschütterungen ausgeschüttet wurden.

Meinen Studenten sage ich immer, dieses CSI, die Detektivserien, die Forensik. Wir sind "CSI Geology". Wir müssen mit all diesen analytischen Methoden forensisch Detektivarbeit das jetzt rekonstruieren, was ist hier geschehen, wie viel Zeit ist hier drin. Dazu haben wir ein Riesenteam, das wird 2, 3, 4, 5 Jahre dauern, bis wir das alles zusammenhaben.

Da gibt es Hypothesen, dass das Leben vielleicht in der Tiefsee entstanden ist, wo Vulkane aus dem Meeresboden herauskommen.

Ich hatte als junger Student, wo ich eigentlich nur in den Bergen herumrennen wollte und die Berge verstehen wollte, dass mich jemand da darauf aufmerksam gemacht hat, dass wenn man die Berge verstehen will, muss man in den Ozean gehen, weil die meisten der Gesteine in den Bergen irgendwann in einem Ozean vor Millionen waren. Das sind die großen Kreisläufe der Geologie und unserer Erde, und ich hatte das Glück dass ich da auf einer solchen Expeditionen mitfahren darf, und ob es jetzt am Ozean ist, oder in den Bergen, ich glaube als Erdwissenschaftler ist das Studienobjekt in ihrer Gesamtheit und in der internationalen Forschungslandschaft studieret man die Prozesse da, wo die Beprobung möglich ist, sei das in Japan oder in Grönland, oder wo auch immer.
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ID 387
Faszination Mittelmeer
Tagebuch|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 28.09.2022
Faszination Mittelmeer
Der Zoologe Robert Hofrichter leitet das Mare Mundi-Institut auf der Insel Krk in Kroatien. Er spricht über Umweltbildung und Meeresschutz.
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Österreich 1 · 28.09.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Zoologe Robert Hofrichter leitet das Mare Mundi-Institut auf der Insel Krk in Kroatien. Er spricht über Umweltbildung und Meeresschutz.

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Auch wenn das Meer von Österreich aus gesehen weit weg ist, ist es nicht unbedeutend. Wesentliche Wetter- und Klimaphänomene hängen von der Wechselwirkung Land-Meer ab. Ohne Meere gäbe es kein Klima, keine Meeresströmungen, die Windsysteme wären völlig anders.

Meere bedecken 70% der Erde. Das Meer ist der größte zusammenhängende Lebensraum auf dem Planeten Erde. Es ist ein Kontinuum: Wer etwa an der kroatischen Küste ans Meer steigt, könnte mit dem Schiff bis an den Nord- oder Südpol fahren.

Das Mittelmeer ist ein besonderes Meer, weil es ohne die Wasserzufuhr aus dem Atlantischen Ozean durch die Straße von Gibraltar verdunsten würde. Geringere Anteile von neuem Wasser kommen auch über das Schwarze Meer ins Mittelmeer. Mit diesen angrenzenden Meeren steht auch die Biodiversität in des Mittelmeeres Verbindung.

GESPRÄCHSPARTNER:

Dr. Robert Hofrichter

Mare Mundi Institut Krk – Verein zur Förderung der Meereswissenschaften

Frankopanska ul. 71, 51521, Punat, Kroatien

Filename: radio381_nat_mittelmeer_1 Was man über das Meer wissen muss

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Filename: radio381_nat_mittelmeer_2 Haie und Delfine

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Filename: radio381_nat_mittelmeer_3 Wasser im Gleichgewicht

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Filename: radio381_nat_mittelmeer_4 Verwobene Systeme

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Filename: radio381_nat_mittelmeer_5 Schule an der Küste

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Buchtipp:

Hofrichter, Robert: Das Mittelmeer (Springer Verlag)

Geschichte und Zukunft eines ökologisch sensiblen Raums.
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Zöbelboden
Tagebuch|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 19.09.2022
Zöbelboden
Der vermessene Wald –
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Österreich 1 · 19.09.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der vermessene Wald –

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Der Ökologe Thomas Dirnböck spricht über den Zöbelboden, eine Forschungsfläche des Umweltbundesamts im Nationalpark Kalkalpen. Im Bergmischwald, es geht um die Untersuchung von Stoffflüssen. Die Vorgänge hier sind typisch für abgelegene Gebiete in den nördlichen Kalkalpen: Das Gelände liegt sehr abgelegen, es ist still.

1. Zone zwischen Luft und Erde. Filename: radio380_zoebelboden_1

2. Der Fluss des Wassers. Filename: radio380_zoebelboden_2

3. Kreislauf des Kohlenstoffs. Filename: radio380_zoebelboden_3

4. Simulierte Sintflut. Filename: radio380_zoebelboden_4

5. Verflochtene Gesellschaften. Filename: radio380_zoebelboden_5

Teil 1

Der Zöbelboden ist eine Messfläche im Nationalpark Kalkalpen. Im Bergmischwald, es geht um die Untersuchung von Stoffflüssen. Die Vorgänge hier sind typisch für abgelegene Gebiete in den nördlichen Kalkalpen: Das Gelände liegt sehr abgelegen, es ist still.

Das österreichische Umweltbundesamt betreibt am Zöbelboden eine Hintergrundmessstation für Luftschadstoffeffekte und Klimawandeleffekte auf das gesamte Ökosystem. Wie kommt ein Luftschadstoff in den Wald, in den Boden, in das Gewässer. Wie wirken sich Änderungen aus, auf Organismen, die im Boden leben, auf Pflanzen, auf Flechten, auf die gesamte Biodiversität.

Die „Wildwiese“ am Zöbelboden etwa ist eine dezidierte Messtation einerseits für meteorologische Größen, Temperatur, Druck, Niederschläge. Es ist eine Offenfläche, die sich aber auch dazu eignet, Luftschadstoffe zu messen. Regen fällt in Behälter, in Rohre, dieser Niederschlag wird wöchentlich analysiert. Aber auch in der Luft allein gibt es Schadstoffe. In „Hintergrundgebieten“ wie dem Zöbelboden wird gemessen, wie sich Schadstoffe weiträumig verbreiten. Es geht nicht um die Spitzenwerte in der Nähe eines Verursachers, sondern um die gesamte Hintergrundbelastung. Es gibt dafür europaweit ein Netzwerk, eine Reihe solcher Stationen. Gemessen werden Stickoxide, Ozon, Schwefeldioxid, Feinstaub.

Den Rahmen bildet die „Luftreinhaltekonvention“ der UNO, durch sie sollen die Schadstoffe in den Griff bekommen werden. Kommen gesetzte Maßnahmen im Laufe der Zeit im Ökosystem an? Seit 30 Jahren wird nun am Zöbelboden gemacht. Und es gibt dabei auch Erfolgsgeschichten: Saurer Regen, Schwermetalle, das alles hat nach politischen Entscheidungen abgenommen. Jetz geht es aber um die Biodiversitätskrise, den Klimawandel. Die Daten werden bei der Genfer Luftreinhaltekonvention direkt in politische Empfehlungen eingearbeitet: wie hoch sind die Maßnahmen, die bei welchen Stoffen getroffen werden sollen.

Teil 2

500 Meter den Hang hinunter: dort ist eine Quelle, der sogenannte „Hauptabfluss“ des Gebiets. Der Regen oben am Zöbelboden kommt dort unten an. Der „Intensivplot 3“ ist dabei eine Fläche von 1 ha (100x100 m). Es gibt Messhütten, Rohre, Kabeln. Es geht hier um die Frage, wie sich Luftschadstoffe auf den Wald aus. Ein Fichtenwald, ein bisschen Buche. Wenn Luftschadstoffe auf den Wald treffen, regnet es durch den Wald durch, über Feuchtigkeit gehen Schadstoffe direkt in den Baum, landen aber auch im Boden, entweder direkt oder über die Wurzeln. Wenn das Wasser insgesamt durchgesickert ist, gelangt es über den Karst-Gesteinskörper in die Quellen.

Im Wald gibt es um 1/3 höhere Schadstoffeinträge als auf einer Freifläche. Der Wald kämmt die Schadstoffe aus: Stickoxide, Ammoniak, Schwefel, Schwermetalle. Stockoxide entstehen durch Verbrennung fossiler Stoffe in Industrie und Verkehr, Ammoniak entsteht in der Landwirtschaft.

Die künstlichen Einträge werden mit den normalen Stoffkreisläufen des Waldes verglichen. Dazu wird die Streu vermessen, Blätter, Nadeln, die herunterfallen. Die Streu wird in Netzen gesammelt und wöchentlich im Labor vermessen. Wie viele Schadstoffe gehen über die verschiedenen Pfade in den Wald, was kommt unten heraus. Was bedeutet es für den Boden, wenn das über lange Zeiten geschieht, wie lange dauert es, bis die Schadstoffe unten im Quellwasser austreten.

Im Karstgebiet gibt es Durchflüsse, die eine halbe Stunde betragen, aber auch bis zu 20 Jahren. Das alles wird gemischt. Die Stoffe unten an der Quelle sind immer ein Durchschnitt der letzten 20 Jahre.

Seit ein paar Jahren graben am Zöbelboden Wildschweine gerne Sensoren aus. Auch Mäuse sind messtechnisch ein Problem, weil sie dazu neigen, Kabeln anzufressen. In Jahren mit vielen Mäusen ist das besonders problematisch, das ist in den sogenannten Mastjahren der Buche der Fall, wenn es ein großes Nahrungsangebot gibt.

Teil 3

Es riecht nach Wald, man hört vor allem die Vögel in der Früh, man hört bei Wind das Rauschen der Bäume. Gemessen werden am Zöbelboden Langzeitdaten der Reaktion eines gesamten Ökosystems auf die Umweltveränderungen. Klimaänderungen, Änderungen der Schadstoffe, was bedeutet das für die Biodiversität? Die Messreihen laufen schon über 30 Jahre sehr detailliert. Man will die Zusammenhänge verstehen, die Situation verbessern.

Eine Erkenntnis: Bergmischwälder am Zöbelboden kommen derzeit ganz gut zurecht, was zunehmende Trockenphasen betrifft. Die vielen Baumarten spielen sich gegenseitig ihre Vorteile in Bezug auf den Wasserhaushalt aus. Die Veränderungen, der Stress aus der Trockenheit, kann hier noch ganz gut abgepuffert werden. In anderen Gegenden und Ländern ist das nicht der Fall, den Wäldern geht es dort nicht gut.

Am „Intensivplot 2“ am Zöbelboden wird in einem 30-35-Grad steilen Bergmischwaldhang gemessen. Er besteht aus Buchen, Esche, Ahorn, Mehlbeere und Fichten. Gehstege führen durch den Hang, die von Forscher:innen begangen werden, um den Boden nicht zu zerstören. Dieser Standort wird verwendet, um die „Treibhausgassenke“ zu messen: Welche Treibhausgase bleiben im Wald, und werden nicht mehr abgegeben. Das ist schwierig zu messen. Kohlenstoff wird vom Ökosystem über Photosynthese in großen Mengen aufgenommen, es werden aber auch sehr große Mengen emittiert, veratmet, direkt über die Wurzeln der Bäume und Gräser, über Mikroorganismen, Bakterien und Pilze. In sogenannten Gasmesskammern, wir gemessen, wieviel. Man verrechnet den gebundenen Kohlenstoff über die Photosynthese mit der Veratmung. Die Differenz ist jene Menge, die im Wald verbleibt, 1,5 – 2 Tonnen pro Jahr.

Teil 4

Oben an der Kante des Hangs steht ein Messturm, 46 Meter hoch. Dort wird „Meteorologie“ gemessen, und zusätzlich jene Luftpakete, die aus dem Wald in die Atmosphäre gehen, die Kohlenstoffkonzentration dieser Luftpakete. So können Kohlenstoffbilanzen berechnet werden.

Beim Baumwachstum etwa: ein Teil des aufgenommenen Kohlenstoffes bleibt im Baum. An einigen der Bäume auf der Messfläche, an Buchen und Fichten werden automatisch hochaufgelöst in einem 1/4-Stundentakt die Änderung des Baumdurchmessers gemessen. Bei Trockenheit verringert sich die Saugspannung im Baum, der Durchmesser verringert sich durch Trockenstress. Diese Phasen werden mit dem Gesamtwachstum des Baums in Relation gesetzt.

Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien wird gemessen was die Auswirkungen von langen Trockenperioden gefolgt von schneller Befeuchtung sind. Bei plötzlich starker Befeuchtung werden überproportional Kohlenstoffdioxid und Lachgas (Stickstoffdioxid) ausgegast. Das zu messen ist nicht einfach. Die Messkammern sind über Schläuche mit dem Messkontainer verbunden. Auch die Herkünfte des Gases wird dort festgestellt: Kommt es aus mikrobieller Atmung, oder aus dem Boden, wo es nicht veratmet wurde, oder kommt es – im Fall von CO2 – aus den Wurzeln der Pflanzen oder von Mikroorganismen.

Um Starkregen zu simulieren, braucht man für jedes Beregnungsereignis – 3-mal pro Jahr – 10.000 Liter Wasser. Es wird von der Freiwilligen Feuerwehr Reichraming gebracht und oben am Hang in einem Pool gesammelt. Die gemessenen Daten werden von Wissenschaftler:innen der Boku ausgewertet und publiziert. Man kann daraus ableiten, welche Auswirkungen Klimawandel auf die Treibhausgassenke Wald hat.

Teil 5

Gämsen sieht man oft, man ist als Wissenschaftler selten allein am Zöbelboden. Eines der interessanten Ergebnisse der Messungen bezieht sich auch auf Kleinsäuger (Mäuse). Man kann darin die Komplexität der Zusammenhänge sehen: In „Mastjahren“ der Buchen gibt es viele Samen. Dadurch steigen die Mauspopulationen, weil es viel Nahrung gibt. So bleibt von eine Buchenverjüngung wenig übrig, die Samen und Keimlinge werden gefressen. Erst im Jahr danach erfolgt die Verjüngung der Buche, das Wachstum neuer Pflanzen, man spricht von der Nachmast, denn im Jahr nach dem Mastjahr sind die Mauspopulationen zusammengebrochen, weil sie ihre Nahrungsgrundlage aufgebraucht haben.

So werden seit 30 Jahren die Ursachen der Biodiversitätsänderungen am Zöbelboden erforscht: Die Änderungen an Pflanzen, Flechten, Moosen, Brutvögeln, Insekten. In einem 100-Meter-Raster sind Probeflächen angelegt, in denen alle paar Jahre eine Inventur der Pflanzen gemacht wird, der Flechten an Bäumen, an Moosen. Eine der großen Fragestellungen sind nämlich die Effekte von Luftschadstoffen auf das Ökosystem. Flechten sind dafür gute Anzeige, sie sind eine Symbiose aus Pilzen und Algen und können sich schlecht gegen Stickstoffemissionen aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft wehren. Stickstoff wirkt düngend, nur bestimmte Arten kommen gut mit diesem Überschuss aus, diese wachsen überproportional, verdrängen viele Arten, es kommt zu einem Verlust an Artenvielfalt.

Für die Forscher:innen ist der Zöbelboden ein faszinierender Platz zum Arbeiten, weil kaum ein anderer Platz so gut mit Messsystemen ausgestattet ist, die einen Einblick in ein Ökosystem schaffen, den man sonst kaum haben kann. Deswegen wird der Ort für viele Monitoring-Projekte genutzt. Man hat mit vielen Menschen zu tun, jeden Tag mit anderen Forschungsfragen, die faszinierend sind und Neuigkeiten bringen. So kann man einen guten Beitrag leisten, die Situation für das Ökosystem zu verbessern.

Interviewpartner:

Dr. Thomas Dirnböck

Umweltbundesamt GmbH

Spittelauer Lände 5

1090 Wien/Österreich
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Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Randnotizen | 20.06.2022
Randnotizen — unterwegs
Wer allein unterwegs ist, braucht sich nicht wirklich viel um andere zu kümmern. Im öffentlichen Verkehr geht das gar nicht, und selbst wenn man auf einem Fluss unterwegs ist - auch dort ist fast unvermeidbar, jemanden zu treffen.
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Österreich 1 · 20.06.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wer allein unterwegs ist, braucht sich nicht wirklich viel um andere zu kümmern. Im öffentlichen Verkehr geht das gar nicht, und selbst wenn man auf einem Fluss unterwegs ist - auch dort ist fast unvermeidbar, jemanden zu treffen.

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Manuskript

SIGNATION

Wieder was erlebt dieser Tage. Steh ich in der U-Bahn in Wien, Linie U1, und höre am linken Ohr: "Wenn du dich einmal selbst verteidigen kannst, darfst du auch alleine fahren". Es war die Oma, offenbar, die hier mit ihrem Enkelsohn, 8 Jahre, eine Art Einschulung in das U1-Fahren machte. Beide waren mit Daunenjacken verhältnismäßig warm angezogen für einen sommerlichen Tag, aber unter der Erde ist es ja kühl. Wenn du dich einmal selbst verteidigen kannst… Es war schon der erste Teil dieses Satzes, der meine Faszination fand. Und dann kam die Spezialeinschulung auf die U1. "Am schlimmsten", sagte die Oma, sind die Stationen Praterstern und Schwedenplatz. Meine Kinder haben das bestätigt, fachlich hatte sie also recht. Ich erinnere mich, als ich 14 Jahre alt war, und mich meine Oma das erste Mal nach Wien mitnahm. Da hat sie mir eine 72-Stundenkarte gekauft und mich losgeschickt, ohne Details, und wir haben uns dann im Donauturm auf eine Sachertorte getroffen.

ZWISCHENJINGLE

Und dann der 13A. Immer ein Erlebnis dieser Bus. Für alle, die nicht in Wien zuhause sind, der 13A ist ein Gelenksbus mit vorderem und hinterem Teil. Er durchquert die ganze Stadt innerhalb des Gürtels, vom Hauptbahnhof zur Alserstraße quer durch die Bobo-Bezirke 4-9. Als Mitfahrender kann man sich nach vorne setzen, oder nach hinten, in jedem Fall sind es zwei Schicksalsgemeinschaften, die durch die Fahrt zusammengeschweißt und zusammengehalten werden. Ich also im hinteren Teil dieses Mal. Setze mich hin, der Hund springt mit Beißkorb auf den Schoß, und ich sage "so, jetzt sitz ma" - und alle lächeln. Vermutlich. Über ihren Masken verzogen sich die Augen etwas zu Schlitzen. Und sollte dieser Beitrag in zwanzig Jahren einmal aus dem Archiv geholt werden, wir trugen damals in Wien noch Corona-Schutzmasken, als sie in Restösterreich schon wieder abgeschafft waren. Wir fahren fast schon los, da möchten 10 Oberösterreicher wieder aussteigen, weil sie im Bus der falschen Richtung waren. Das dauerte, bis sie es bemerkten, das dauerte, bis sie es dem Fahrer signalisierten, und er war freundlich und ließ sie wieder raus. Wir lachten, diesmal hörte man es, im hinteren Teil des Busses. Die Gemeinschaft begann sich zu formieren. "Hübsche Nase", dachte ich mir, hat diese Person gegenüber, und es dauerte ein bisschen, bis es mir dämmerte, warum mir das auffiel. Die Maske bedeckte nur den Mund. Und nicht die Nase. Und wie man so ein bisschen ins Träumen und Überlegen kommt, was das bedeutet, fiel mir ein, dass diese Situation wie bei diesen Internet-Logins ist, wo man seine Menschlichkeit beweisen muss. Zeig, dass du kein Roboter bist, und klicke alle Bilder mit Schornsteinen, oder Zebrastreifen. Oder alle Bilder mit Fahrrädern. Und schon klickte ich im hinteren Teil des 13As alle Mitreisenden durch, ob ich ihre Nase sehen konnte. Bei 3 von 25 hat es Klick gemacht. Ich hatte sie durch, bevor ich dann schon da war, im 6. Bezirk, um mir meine Sonnenbrille zu holen, die ich mir im Brillengeschäft dort ausgesucht habe, am Tag zuvor.

ZWISCHENJINGLE

Die Sonnenbrille brauche ich nämlich fürs Kajakfahren. Kürzlich war ich wieder unterwegs. Auf Thaya und March in Niederösterreich. Eine wunderschöne ruhige Flusstrecke. Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 schützt zuverlässig vor Sonnenbrand, und man kann damit den ganzen Tag in der Sonne sein. Was man aber nicht heißt, dass man das soll. Denn es gibt immer noch den Sonnenstich, das ist eine andere Geschichte, aber was ich erzählen wollte waren ungefähr 50 Begegnungen mit den Fischern entlang dieser Flüsse. Sie zielen mit ihren Angeln quer über den Fluss und man muss wie im Super-Mario-Computerspiel einmal links unter der Schnur und einmal rechts über der Schnur durchfahren. Je nach Situation. Schnüre, die man kaum sieht, und deshalb deuten die Fischer mit erhobener Hand auf diese fast unsichtbaren Fischer-Leinen und sie rufen "Hallo". 50 freundliche Begegnungen, weil es in ihrem Interesse ist, dass man sie sieht, und in meinem, dass ich sie sehe. Das, was nach Konflikten "Ende-nie" aussehen könnte, ist definitiv nicht der Fall, 50 nette Grüße, man nickt sich zu, und dankt einander. Fast schon so wie ein bisschen im öffentlichen Verkehr, wenn man sich gut versteht.
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ID 384
Alpacas
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 20.06.2022
Alpacas
Langer Hals und feines Haar. Die Tierärztin Johanna Czerny spricht über Alpakas.
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Österreich 1 · 20.06.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Langer Hals und feines Haar. Die Tierärztin Johanna Czerny spricht über Alpakas.

Alpakas und Lamas gehören zur Gruppe der Neuweltkameliden. Sie stammen aus Südamerika, sind sogenannte Schwielensohler und gehören zur Familie der Kleinkamele. Sie wurden aus Vikunja und Guanako domestiziert, Wildformen, die auch heute noch in der freien Natur existieren. Alpakas werden besonders dafür gehalten, um Wolle zu produzieren. Diese Wolle wird "Flies" genannt, und besteht aus sehr feinen Fasern, aus denen Garn gesponnen wird. Auch als Herdenschutztiere eignen sich Alpakas, da sie neugierig sind, aufgrund des langen Halses eine gute Übersicht haben und im Krisenfall durchaus wehrhaft sind.

Alpakas leben am liebsten in der Herde und versichern sich durch regelmäßige Laute, dass die jeweils anderen "da" sind. Ihre ausgesprochene Sensibilität für Nähe und Ferne, ihr sensibles Distanzverhalten, macht sich zu idealen Begleitern in der tiergestützten Intervention, bei der es für Menschen unter anderem darum geht, ein besseres Gefühl für Nähe und Ferne zu entwickeln.

Obwohl Alpakas ihre Nahrung wiederkauen, sind sie keine "echten" Wiederkäuer, die einen mehrteiligen Magen haben. Werden sie in Europa gehalten, muss darauf geachtet werden, Giftpflanzen zu erkennen, die sie fressen könnten. Auch die lokalen Parasiten sind für sie ein Problem, für die sie aufgrund ihrer südamerikanischen Herkunft hier keinen Schutz entwickelt haben.

GESPRÄCHSPARTNERIN:

Dipl. Tierärztin Johanna Czerny

Lama- und Alpakahof "Lamas mit Herz"

A-5241 Maria Schmolln

BUCHTIPP: Johanna Czerny: Alpakas und Lamas - Begleiter aus der neuen Welt, Stocker Verlag

Teil 1: Herkunft und Vermischung (Filename: radio378_alpacas_1 mp3

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Filename: radio378_alpacas_1

Teil 2: Zusammenleben in der Herde (Filename: radio378_alpacas_2 mp3

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Teil 3: Nähe und Distanz (Filename: radio378_alpacas_3 mp3

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Teil 4: Die Bedeutung der Gesundheit (Filename: radio378_alpacas_4 mp3

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Teil 5: Neugierige Übersicht (Filename: radio378_alpacas_5 mp3

)

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Ö1: Neugierige Alpakas
https://oe1.orf.at/programm/20220620#682431/Neugierige-Alpakas
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ID 383
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 30.05.2022
Seltene Obstsorten
Früchte entstehen aus Blüten und enthalten die Samen einer Pflanze. Früchte sind - zumindest in unserem Verständnis - süß und kommen in unseren Breiten vorwiegend als Beeren vor. Die Eiszeit hat mit ihren sich vor- und zurückziehenden Gletschern viele Früchte nach Süden gedrängt. Größere Früchte wie Äpfel und Birnen kamen aus dem zentral- und ostasiatischen Raum erst nach der Eiszeit und mit zunehmender Sesshaftwerdung der Menschen zu uns.
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Österreich 1 · 30.05.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Früchte entstehen aus Blüten und enthalten die Samen einer Pflanze. Früchte sind - zumindest in unserem Verständnis - süß und kommen in unseren Breiten vorwiegend als Beeren vor. Die Eiszeit hat mit ihren sich vor- und zurückziehenden Gletschern viele Früchte nach Süden gedrängt. Größere Früchte wie Äpfel und Birnen kamen aus dem zentral- und ostasiatischen Raum erst nach der Eiszeit und mit zunehmender Sesshaftwerdung der Menschen zu uns.

Evolutionär ist es für Pflanzen von Vorteil, süße Früchte für den Verzehr "anzubieten" - es sichert Verteilung und Ausbreitung der Samen. Als süße Handelsware erfüllen Früchte bei Menschen auch eine soziale Funktion. Wer Marmelade kochen kann, und sie verschenkt, hat Freunde. "Essbare Gärten" erfüllen in Dörfern eine sozial verbindende Funktion.

Heute haben wir uns an das "lokale" Fruchtangebot gewöhnt. Viele weitere Sorten findet sich auf Märkten und Supermärkten, exotische Früchte werden importiert.

Wenig bekannt ist, dass auch vermeintlich exotische Früchte wie Kaki und der Granatapfel in Österreich wachsen können, es gibt winterharte Sorten. Andererseits wachsen auch Früchte hier, die wir kaum kennen: die Früchte der Ölweide, die Chinesische Dattel, oder die Schisandra. Der Permakulturexperte Siegfried Tatschl hat diese seltenen Obstarten im eigenen Garten angebaut.

GESPRÄCHSPARTNER:

Mag. (FH) Siegfried Tatschl

Permakulturpionier und sozialer Obstgärtner

BUCHTIPP:

Siegfried Tatschl: 555 Obstsorten für den Permakulturgarten und -balkon. Löwenzahn Verlag

Filename: radio377_nat_obstsorten_1 Teil 1

: Die Schisandra

Filename: radio377_nat_obstsorten_1

Filename: radio377_nat_obstsorten_2 Teil 2

: Der Granatapfel

Filename: radio377_nat_obstsorten_2

Filename: radio377_nat_obstsorten_3 Teil 3

: Die Ölweide

Filename: radio377_nat_obstsorten_3

Filename: radio377_nat_obstsorten_4 Teil 4

: Die Chinesische Dattel

Filename: radio377_nat_obstsorten_4

Filename: radio377_nat_obstsorten_5 Teil 5

: Die Kaki

Filename: radio377_nat_obstsorten_5
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Obst|Sigi Tatschl
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Ö1: Seltene Obstarten im eigenen Garten
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ID 382
Die singende Lokomotive
Premium|Radioproduktion > Deutschlandfunk > Sonntagsspaziergang | 01.05.2022
Die singende Lokomotive
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Deutschlandfunk · 01.05.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
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ID 381
Schwalben
Tagebuch|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 25.04.2022
Schwalben
Vom Leben der Natur / Ö1 / 25. April – 29. April 2022
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Österreich 1 · 25.04.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Vom Leben der Natur / Ö1 / 25. April – 29. April 2022

Akrobaten zwischen Hof und Himmel

Der Wildtierbiologe Helmut Steiner spricht über die Schwalben.

Nähe zu Menschen

Bedeutung der Schwanzgabel

Erwartete Ankunft

Charakteristische Nester

Ein ökologisches Netzwerk

Schwalben haben schon lange eine enge Beziehung zu Menschen, da sie in unserer Gegend fast nur in Häusern leben. Häuser sind "Kunstfelsen" mit besonderer Schutzwirkung vor natürlichen Feinden.

Hauptsächlich vier Schwalbenarten leben in Mitteleuropa: Die Felsenschwalbe, die Uferschwalbe, die Mehl- und die Rauchschwalbe. Alle Arten sind Zugvögel, die in unserem Winter in Afrika, südlich der Sahara überwintern.

Mit dem Rückgang der offenen Ställe geht auch die Zahl der Schwalben im bäuerlichen Umfeld zurück.

Für die Evolutionsforschung sind Schwalben wichtige Modellorganismen. Ihre charakteristischen Schwanzfedernspießen erzählen etwas über den Reproduktionserfolg der Männchen, besonders stark bei der Rauschwalbe. Die Gabelungen sind ein Ornament, ein Fitness-Signal: die Länge der Schwanzfedern sind ein Selektionsmerkmal.

Die Flughöhe der Schwalben ist tatsächlich ein Zeichen für "schönes Wetter", während bei Schlechtwetter vor allem die Rauchschwalbe tief über dem Boden fliegt, wo es dann besonders über Wiesen mehr Insekten gibt.

Interviewpartner

Dr. Helmut Steiner

Institut für Wildtierforschung und -management

Mühlbachgasse 5

A-4533 Piberbach

Photo by Nico Meier on

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Ornithologie|Schwalben|Wissenschaft
ID 380
Westautobahn
ORF > Österreich 1 > Ambiente|Tagebuch | 24.04.2022
Westautobahn
Asphaltiert, gepflastert, genutzt, umstritten. Auf Straßen unterwegs
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Österreich 1 · 24.04.2022 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Asphaltiert, gepflastert, genutzt, umstritten. Auf Straßen unterwegs

Wie keine andere Infrastruktur begünstigen oder viel mehr ermöglichen Straßen das Reisen. Lange Zeit galt überhaupt: ohne Straße kein Tourismus. Reisende nutzen Straßen wie keinen anderen Verkehrsträger um ihre Ziele zu erreichen. Straßen sind jedoch nicht nur nützlich sondern immer öfter auch heiß umkämpft, wie man an den Protesten gegen die geplante Stadtstraße in Wien und die Diskussionen über gleich mehrere Autobahnprojekte in Österreich erkennen kann.

Es gibt genügend Gründe Straßen-Projekte kritisch zu hinterfragen: sie brauchen Platz, sie versiegeln wertvollen Boden, sie trennen Lebensräume von Menschen und Tieren, auf Straßen kommen jährlich nach wie vor viel zu viele Menschen und Tiere zu Tode. Aber Straßen verbinden auch: Güter mit den Menschen, die sie benötigen - und eben auch Reisende mit ihren Reisezielen. Manchmal sind die Straßen sogar selbst Ziel einer Reise. Ambiente porträtiert u.a. drei österreichische Straßen, die unterschiedlicher nicht sein können und die jede für auf ihre eigene Weise eine bedeutende touristische Rolle spielt: die Großglockner Hochalpenstraße, die Getreidegasse und die Westautobahn.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer, Matthias Haydn, Ernst Weber, Emil Wimmer

Redaktion: Matthias Haydn

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