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Wien

  • Beachte: Dieser Zwielaut (Diphtong) wird so gebildet, dass auf ein kurzes „a“ ein unbetontes, kurz-geschlossenes „o“ folgt. Er wird also, wie alle anderen Zwielaute auch, im gesamten kurz ausgesprochen. 

    • Aa – Au, Aal – Aula, As – aus, Aare – Aura, ach – auch, Affe – auf.
    • Alge – Auge, als – außer, Atoll – Auto, Haß – Haus, Habe – Haube.
    • Bach – Bauch, Mal – Maul, Braten – Braut, Flame – Flaum, Zahn – Zaun.
    • Damen – Daumen, Drama – Traum, Takt – taugt, Tal – Tau, Sack – Sau.
    • Abhauen, Ackerbau, Altbau, Lachlaut, Affenhaut, Bartflaum, Alptraum.
    • Sacklauf, Bachlaube, Affenmaul, Tagtraum, Nachthaube.
    1. Nach außen.
    2. Warm laufen.
    3. Nach Hause.
    4. Im Warteraum.
    5. Als Auftakt.
    6. Annettes Auto.
    7. Des Zahnarztes Braut.
    8. Im Tal die Au.
    9. Der Flame am Zaun.
    10. Den Rausch ausschlafen.
    11. Adam muß die Mauer ausschalen.
    12. Nach Hause zum Abendmal laufen.
    13. Achteraus sausende Gischt.
    14. Laufend Aussagen machen.
    15. Einen Sack voll Laub verkaufen.
    16. Über das Drama mit den Damen im Traum laut auflachen.
    17. Der lausige Kaufmann wird abhauen.
    18. Der Maurer lutscht am Daumen.
    19. Nach der Pause gehen wir außer Hauses in die Au.
    20. Laura tanzt in Saus und Braus mit Paul auf dem Ball.
    21. Flauer Verkauf von Maulbeeren und Lauch am Zaun.
    22. Zum Haus hinausschauend, beobachten wir den Bauernaufstand.
    23. Die Braut jauchzte laut auf, als Austern aufgetischt wurden.
    24. An graubraunen Hausmauern die Haut aufschaben.
    25. In den Pausen blaue, flauschmeckende Kaugummi kauen.
    26. Graue Tauben hausen im schaukelnden Taubenhaus.
    27. Wer geklaute Trauben verkauft, taugt zum Kaufmann.
    28. Der Bauch des Schlauen schaut aus dem Strauch heraus.
    29. Kaum war die Braut getraut, verstauchte sie sich den Daumen.
    30. Was tauschen die Vertrauten in der lauschigen Laube aus?
    31. Frauen auflauernd kauerte der Gauner auf der Hausmauer.
    32. Im Ausverkauf hauen die Frauen schnaubend auf die Pauke.
    33. Der Bauch des Autors hat auch saure blaue Trauben verdaut.
    34. Bauern auf Brautschau mißtrauen faulen Augenaufschlägen.
    35. Hausfrauentraum: Mausaugen schauen aus dem Pflaumenauflauf.
    36. Den Frauen trauen und auf sie bauen, ob blau die Augen oder braun, läßt dich auf ausgedehnten Auen im Morgentau Aurora schaun.
    37. Draußen haust der graue Klausner,
      Baum und Laub umlaubt die Klause;
      auch das Laub rauscht in der Au.
      Blauer Rauch schmaucht aus dem Hause,
      Tauben lauschen aus dem Laube;
      Kraut und Trauben zu verkaufen,
      laufen aufwärts schlaue Bauern. 
    38. Das traurige Ende des Bauern Paul. Paul war ein baumlanger, kauziger Bauer. Das sauber ausschauende Bauernhaus wurde von manchem Beschauer bestaunt, auch von Ausländern. Außer Hauses war Paul nur auf dem graubraunen Gaul zu sehen. Trotz der lauten Autos traute sich Paul auf dem schnaubenden Graubraunen in den Hauptort, auch auf den Hauptstraßen tauchte er zum Erstaunen der Autofahrer auf. Im August zog er von Haus zu Haus. Laut: “Pflaumen! Blaue Pflaumen!” ausrufend, baute er sich vor den Haustüren auf und lockte die Hausfrauen heraus. Seine Frau Claudia saß in der sauberen blauen Bauerntracht auf den Pflaumen und paßte auf, daß niemand Pflaumen klaute und daß beim Pflaumenverkauf auch etwas herausschaute, da Paul nicht auf’s Geld aus war. Es sah aus und man glaubte, Claudia und Paul seien reiche Bauern. Man staunte, als Paul seinen Bauernhof samt Bauernhaus verkaufte. Es kam heraus, daß er mit Kaufen und Verkaufen alles, auch das Bauerngut seiner Frau, verbraucht hatte. Aus dem Verkaufserlös kaufte er von Ausländern Bauland, welches zum Bauen untauglich war, sodaß er strauchelte und auch den Graubraunen verkaufen mußte. Aus dem Bauern wurde zunächst ein Maurer. Doch auch dazu taugte Paul nicht. Bald traute er sich kaum mehr aus dem Haus. Das traurige Ende von Paul nahte, als man ihn mit zerrauftem Haupt auf seinem verkauften Bauernhof umherlaufen sah. Aber dennoch erschauderte die Frau des neuen Bauern, als Paul eines Morgens an einem Pflaumenbaum baumelte.
    1. Die Post kommt am Abend an die Oder.
    2. Lotte und Michael sollen die rote Fahne groß hochtragen.
    3. Der Oberstabsarzt im roten Waffenrock lobt Konrad.
    4. Es war ein Trug, daß er den Trog getragen hat.
    5. Nur Affen loben modisch-sportliche Narrenpossen.
    6. Sogar im Bootshafen badet das Volk vor Sommer.
    7. Vom Nahen Osten wogen Horden von Hunnen.
    8. Die offene Ader brachte in der Tat Otto den Tod.
    9. Nochmals zog er die Kappe zum Gruß.
    10. Ob der Kanzler aber betrog?
    11. In Notlagen holzt man Wald ab.
    12. Im Abendrot Wolken malen.
    13. Der kostbare Falke narrt das Volk.
    14. Marios schwarzer Bart.
    15. Johanna hat wasserabstoßende Wollsachen an.
    16. Eine Rotte roter Falken.
    17. Der trockene Boden wird bald nahtlos in Wasser übergehen.
    18. Am Zollschranken schnorren Beamte auf Vorrat.
    19. Die blonde Hannelore fährt gefahrlos vor.
    20. Not am Mann.
    21. Auf dieser Waage wog man den Apfel und alle vorhandenen Kohlsorten.
    22. Zollbeamte schnorren im Auftrag des Staates.
    23. Spuren und Holz im Wald.
    24. Die Magd schor eine Schar schwarzer Schafe.
    25. Wortkarge Matrosen.
    26. Mit Stofffarbe hat Odo die Haare schwarz und rot gefärbt.
    27. Was soll das – der Schmorbraten ist verbrannt!
    28. Der Fuhre vorfahren.
    29. Der Waffenrock war Ottokar zudem zu lang und zu grob.
    30. Das kahle Loch, voll von Maden, wurde von Armen bewohnt.
    31. Magdalena zieht im Urlaub Barlohn huldvoll vor.
    32. Ludwig trog der hohe Hub.
    33. Die schmale Gasse über die Kuppe führt in die Klamm.
    34. Die gelogene Aussage war nicht taktvoll.
    35. Er soll im Tal moorbaden.
    36. Olga hat nur Lust auf Sport, nicht auf Arbeit.
    37. Zum Hohn schuldig gesprochen.
    38. Am Abend in der Oper über Wagner lachen.
    39. Abendbrot im Waschkorb.
    40. Karls Hosen lugten im Bad aus dem Busch hervor.
    41. Die Woge brachte ihn zu Fall.
    42. Im Hort harren sie der Antwort.
    43. Franziska trug Kurts Krawatten zu eigenen Blusen.
    44. Wassertropfen am Pflaster.
    45. Dieser Pfosten paßt sogar.
    46. Ein Ofen am Nordpol hat Sinn.
    47. Der hohe Ton brachte Barlohn.
    48. Ohne Verstand können Urochsen keine vorteilhaften Urteile abgeben.
    49. Ob Karin mit anderen Worten log?
    50. Die Tonlage war von hoher Art.
    51. Wir suchen im Urwald Knoblauch von großem Wuchs.
    52. Obzwar das Paar Wassersport trieb, hatte es keine starken Arme.
    53. Das Volk hasst Sockenhalter ganz besonders.
    54. Kostbare, offene Antworten.
    55. Obzwar Gunhilda in Pomp und Adel lebte, brachte sie am Abend das Opfer.
  • Beachte: Attentat – Attentäter; Satrap. 

    1. Wir fanden das Aas.
    2. Aus Haß auf die Wade klatschen.
    3. Der Knabe sah die nackte Magd im Wasserbad.
    4. Im warmen Wartesaal.
    5. Ratten und Maden nagen an langen Latten.
    6. Das langatmige Drama erraten.
    7. Afrikanisches Afrika.
    8. Papa hat einen schwarzen Bart gehabt.
    9. In die Badeanstalt lange Matten tragen.
    10. Der Nachbar fahndet am Samstag.
    11. Tagsüber war es warm und das Wasser war schal.
    12. Die Dramatik war abartig.
    13. Eine Anzahl Damhirsche verladen.
    14. Nach dem Anfang war Anni spaßhaft.
    15. Achtundzwanzig Fahrkarten.
    16. Den Namen des Knappen erraten.
    17. In Laos Krawatten tragen.
    18. Eine Hand wie Watte.
    19. Es tagt nach der Nacht.
    20. Schalltragende Akustik.
    21. Die naschhafte Anna aß alle Datteln.
    22. Es ist wahr, Hans ist stark.
    23. Nach den Angriffen war der Mann lahm.
    24. Am Damm Stare jagen.
    25. Zaghafte Damen im Stadtsaal.
    26. Die Arme der Base sind lang.
    27. Das lahme Lamm zagt unter Pappeln.
    28. Die straffen Haare dieser Rasse.
    29. Zur Strafe auf Franziska warten.
    30. Die Unart des Arztes war eine Qual.
    31. Hast du vom Euphrat zarte Topase in die Heimat mitgebracht?
    32. Der Attentäter wurde nach dem Anschlag auf Anna gefaßt.
    33. Andreas hat mit Anastasia und Alexandra Spaß im Kahn.
    34. Die Verwandten schlafen unter Pappeln in der Altstadt.
    35. Der Knabe aus dem Nachbarland sang Balladen aus seiner Heimat.
    36. Am Abend sprach Matthias interessante Zitate von Hans Sachs.
    37. Die Heirat Edwards und Franziskas war waghalsig.
    38. Die Salatgabel in der Hand, fiel der Angeklagte die Mannschaft an.
    39. Nach dem Attentat in der Walfischgasse lag ein Leichnam auf der Terasse.
    40. Aber ab diesem Monat fangen wir allesamt dann zu sparen an.
    41. Sage alles, was du der Masse zu sagen hast, in banaler Sprache.
    42. Am Anfang war Adam allein, dann kam die Qual mit der Dame.
    43. In dem Amsterdamer Palast, am Dienstag, wurde ein ehemaliger Satrap verletzt.

    Traget Waffen, Alemannen, schlagt den Harst der schwachen Franken.
    Hart am Hag, da schlanke Tannen, nah am Waldabhange schwanken.
    Kraftarm kamen sie gegangen, wagten zag und matt die Schlacht.
    Manchem stand im Antlitz Bangen, Angst, daß er zu Fall gebracht.
    Schlag auf Schlag und Mann an Mann brach der harte Kampf dann an.

    Waffenklang erschallt im Tal, Franken starben ohne Zahl.
    Als dann kam die schwarze Nacht, waren alle umgebracht.

    Am Walde, nahe am Abhang, da ackert am Abend der Ahn.
    Ein Adler nahet dem Alten auf erhab’ner, begnadeter Bahn.
    Der Rappe, der starke, er rackert sich wacker am Acker ab,
    die machtvoll ragenden Alpen, sie strahlen gralfarben herab.
    Nach des Tages hartem Schaffen, all der Arbeitsplage und Qual,
    steigt flackernd herab die Dämmerung, beschattend den Grat und das Tal.

    Barbara saß nah am Abhang, sprach gar sangbar, zaghaft langsam; mannhaft kam alsdann am Waldrand Abraham a Sancta Clara.

    Mit achtundzwanzig Jahren kam Adam Kraft als Pfarrer in unser Tal. Bald kannte man den schlanken Landpfarrer in der Nachbarschaft, bald im ganzen Tal. Sonntag für Sonntag schallte sein gewaltiger Baß von der Kanzel. Was Pfarrer Adam Kraft sagte, das war klar und sachlich. Als aber dann nach Monaten nur alte Damen zur Andacht kamen, begann Pfarrer Kraft scharf nachzudenken. Bald erkannte er, daß er der Talschaft nicht hart genug die Wahrheit gesagt hatte. Von da an hatte niemand mehr etwas zu lachen, nicht einmal die braven, alten, verschlafenen Damen. Wahrheit um Wahrheit prasselte auf die Andachtschaft herab. So kam es, daß nach wenigen Sonntagen auch die alten Damen nicht mehr da waren. Fortan hallte der tragende Baß des tapferen Landpfarrers in einen leeren Saal.

    Tante Anna und Tante Amalia waren zwei Damen von achtundachtzig Jahren. Aber weder Tante Amalia noch Tante Anna waren jemals krank. Wenn man nach der Ursache fragte, lachte Tante Amalia scnallend. Tante Anna aber – das war die Tante mit dem schwarzen Backenbart und der sagenhaften Brachialgewalt – packte einen am Arm, daß es krachte und sagte, daß die Bananen solche Kraft brachten. Im Laufe der Jahre aßen sie ganze Bananenpflanzungen kahl. Was aber manchen ihrer Verwandten und manchem, der die Tanten etwa als Nachbar kannte, manchmal rasend machte, das war, daß die Tanten, wo sie gerade standen, Bananen aßen und die Bananenschalen kurzerhand auf die Straße warfen. Was das Ganze aber von Jahr zu Jahr eigenartiger machte, war der Umstand, daß sich die Tanten, die Amalia die Anna und die Anna die Amalia, in den Anlagen des Stadtparks, ja sogar manchmal in der Straßenbahn, affenartig in den Haaren zu kratzen begannen.

  • Unseren “Horch”-Podcast – haben wir erstmals im Wirtshaus mit 20 Leuten aufgenommen. Was muss ich wissen, um zeitgenössische Musik gerne zu haben? Elisabeth Haselberger aus Ulm hat ihre Flöten mitgebracht, ich den Klang der Sonne – und es war beim Haiderwirt in St. Veit ein wunderschöner Vormittag. Risiko? Keines. Schön wars.

    Nachzuhören hier als Episode Horch 22

  • Workshop anlässlich der “Medientage Strobl 2019”, die Fachtagung für “Freie Medien und Bildungsarbeit”, Link zur Website.

    Als “4. Macht im Staat” bezeichnet wird Journalimus bezeichnet, und wenn es jemandem nicht daran gelegen ist, dass diese Macht existiert, wird er angegriffen. Oder seine besten Vertreter:innen. Als Anchorman der ZIB2 steht Armin Wolf und insgesamt der gesamte öffentlich-rechtliche Journalismus immer wieder ganz vorne. Lassen wir nicht ihm und dem öffentliche-rechtlichen Rundfunk die heißen Kartoffeln aus dem Rohr holen, “wir alle sind Armin Wolf”. Als Akteure – als Journalist:innen – aber auch als Medienkonsument:innen.

     

    Wir-alle-sind-Armin-Wolf: Trilogie / Diskussion / Manifest
    (Lothar Bodingbauer)

    Kritischer Journalismus macht Populisten keine Freude. Eigentlich ist das doppelt gemoppelt. Man könnte auch nur “Journalismus” dazu sagen. Journalismus ist kritisch. Wenn Armin Wolf als ZIB2-Anchorman ganz vorne an den glühenden Kohlen arbeitet und dabei angegriffen wird, dann passiert das stellvertretend ihm, wir schauen zu. Aber Armin Wolf, das sind wir alle.

    1. Bestandsaufnahme. Was ist Journalismus. Ganz genau? Wie funktioniert Meinungsbildung beim Publikum. Geht es um Glauben? Um Wahrheit? Welche Interessensgruppen gibt es, und warum sind wir wirklich alle Armin Wolf?
    2. Komplexität statt einfache Antworten. Was bedeutet kritisch denken ganz genau? Wer hat Vorteile? Wer hat die Nachteile?
    3. Glauben versus Wissen. Die “Marke Wissenschaft” löst aus dem Gesamtkomplex “Universum” jene Elemente, die messbar, wiederholbar, vorhersagbar und widerspruchsfrei sind. Was ist der Rest, und wie sollen wir damit umgehen? Es ist nicht die Suche nach der Wahrheit, sondern die Suche nach der besten Geschichte, die Wissenschaft stark macht. Ihre Stärke ist, vom “warum” zum “wie” zu kommen. Warum und wie? Das schauen wir uns an.

    Als Endprodukt der Trilogie entsteht pro Teilnehmer:in ein Manifest (LINK), wie sie mit Journalismus, Komplexität, Glauben und Wissen umgehen möchten. Das nageln sie dann an eine Tür.

    • Mit wem reden? Ausgrenzen? Oder nicht? – Jan Böhmermann.
    • Umgang mit Komplexität.
    • Der andere Standpunkt.Meinung abgeben – Meinung machen.

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  • Beachte: Arbeit, Bräutigam, man, ab, an, herab, heran, was, Damwild, Arm, Walnuß, Walfischgasse, Walroß, schwarz, Garten, das, daß, Ballast, Palast, Grammatik, Scharlatan, Landeck, Euphrat, Goliath, Amsterdam, Rotterdam. 

    1. Die Sache am Markt unter Dach und Fach gebracht.
    2. Was man alles gemacht hat: Ab und an Schwarzarbeit.
    3. Die Rache des Abtes ist am Platz.
    4. Das ist ganz schwache Arbeit.
    5. Was fang ich mit Anna, Johanna und Hannes an?
    6. Die Mannschaft rastet im Wald.
    7. Ein Narr mit Karten und Tarnkappen.
    8. „Laß das“, das meinte der arme Hans aus Magdeburg.
    9. Der Ast reicht bis an das Dach herab.
    10. Lauter Schall ist Abfall und Krach.
    11. Ich fange an, Damwild im Wald vor Amsterdam abzuwarten.
    12. Die Walnuß kommt aus dem Walschland.
    13. Hans gefallen Lanner’s Walzer.
    14. Mit hartem Hammer Scharten machen.
    15. Was ist das? – Das ist Anstand.
    16. Was! Goliath, der Bräutigam, hat Band und Lampe?
    17. Mit Takt Farbe in die Andacht bringen.
    18. Ich falle vom Glauben ab.
    19. Ballaststoffe kann man essen, mit Palaststoffen baut man Paläste.
    20. Der Eidam machte sich mit Hellebarde und Harnisch auf den Marsch.
    21. Was hat der Marschall aus Rotterdam für eine verharschte Warze!
    22. Monat für Monat derselbe Klatsch, das ist Marter!
    23. Der Scharlatan hat einen Palast im Garten.
    24. Am Anfang des Monats hat man allenthalben ganz pralle Taschen.
    25. Noch eine Kanne Apfelsaft und Hans landet in der Anstalt.
    26. Also das hat dann Barbara ganz katzenhaft elegant gemacht.
    27. Ach, ganz am Anfang paßt manchem Bräutigam fast alles.
    28. Zwanzig Banner hangen von schlanken Bannerstangen herab.
    29. Nachtigallen und schwarze Amseln sangen den ganzen Monat.

    Falls es Probleme gibt, nach einem kurzen a ein r zu sagen, hier ist eine Zwischenübung:

    • hart: hale-hale-hale-hale-hart
    • Scharten: schale-schale-schale-schale-Scharten
    • schwarz: schwale-schwale-schwale-schwale-schwarz
    • arm: ale-ale-ale-ale-arm
    • Arbeit: ale-ale-ale-ale-Arbeit
  • Was muss man wissen, um zeitgenössische Musik gerne zu haben? Wir näheren uns Kontrasten gemeinsam mit dem Publikum. Live aus dem Landwirtshaus “zum Haiderwirt” in St. Veit / Innkreis.

    Live aus dem Landwirtshaus “zum Haiderwirt” in St. Veit / Innkreis
    (more…)
  • Der Botaniker Michael Hohla aus Obernberg am Inn entführt uns an fünf Extrem-Standorte für Pflanzen.

    Sie befinden sich an “Transitstrecken”: Bahnhof, Autobahn, Bundesstraße, Marktplatz, Hafen.

    Hinweis: Die Aufnahme mit Michael Hohla entstand 2014 im Rahmen der Ö1 Radiosendereihe “Vom Leben der Natur”. Link zur Sendereihe/Podcast.

    Korrespondent: Andreas Pirkner ist “Banker” und angehender Imker in Wien. Er koordiniert die Bienenbewegung am “Erste Campus” und erzählt darüber.

  • Zwischen Land und Wasser. Der Biologe Werner Kammel aus Wildon spricht über die Wechselkröte.
    Link zur Sendung

    Die Wechselkröte hat ihren Namen von ihrer weiß-grün gefleckten Haut, ein Muster das aussieht wie bei einem militärischen Tarnanzug. Wie andere heimische Krötenarten lebt sie gleichermaßen an Land wie auch im Wasser. Erkennbar sind ihre Eier in Pfützen und Tümpeln, weil sie in sogenannten Laichschnüren aneinanderhängen.

    Der Misserfolg bei der Fortpflanzung ist durchaus einkalkuliert. Oft trocknen die Tümpel aus, bevor sich die Kaulquappen zu fertigen Kröten entwickelt haben. Da die Wechselkröte aber bis zu 30 Jahre alt wird, ist es nicht notwendig, dass jede Eiablage auch erfolgreich sein muss.

    Was die Wechselkröte auf die Liste der bedrohten Arten setzt ist das Verschwinden der Lebensräume. Es sind in unseren stark bewirtschafteten Kulturräumen oft die verlassenen Plätze, die sie nutzt. Schottergruben, deren Böden oft von Baggern oder LKW verdichtet werden – dort hält sich das Wasser, das sie braucht. Oder Rückhaltebecken in Gewerbegebieten, die angelegt werden, damit es bei Regenfällen nicht zu Überschwemmungen kommt.

    Interviewpartner:

    Mag. Dr. Werner Kammel
    Technisches Büro für Biologie
    Wildon, Steiermark

    http://www.wernerkammel.at

    Foto: Werner Kammel


    1. Kaulquappen in der Schottergrube (Filename: radio301_nat_wechselkroete_1 mp3)

    Filename: radio301_nat_wechselkroete_1


    2. Vergessene Teiche (Filename: radio301_nat_wechselkroete_2 mp3)

    Filename: radio301_nat_wechselkroete_2


    3. Rückhaltebecken am Kreisverkehr (Filename: radio301_nat_wechselkroete_3 mp3)

    Filename: radio301_nat_wechselkroete_3


    4. Auland zwischen Autobahnen (Filename: radio301_nat_wechselkroete_4 mp3)

    Filename: radio301_nat_wechselkroete_4


    5. Begehrte Beute (Filename: radio301_nat_wechselkroete_5 mp3)

    Filename: radio301_nat_wechselkroete_5


  • Überraschungen, die man beim Einkaufen erleben kann.

    SIGNATION

    Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu Ihrem Lieblings-Obst-und-Gemüsehändler am Eck auf dem Platz vor der Kirche und während Sie so schauen und gustieren, was es heute besonders Gutes gibt, fragt Sie der Obst- und Gemüsehändler, ob Sie nicht auch diese Samen haben möchten, da gibt es alte Sorten, die wiederentdeckt wurden, ganz natürlich, Bio, und gute Paradeiser würden das werden. Sie sagen “ja”, das finden Sie gut, das wollten Sie immer schon mal probieren und danke für die Empfehlung, nett dass Sie daran denken, aber Sie kennen mich ja schon lange, da ist Ihnen klar, dass mich das anspricht.

    Stellen Sie sich vor, Sie gehen dann zur Drogerie weiter vor, und währen Sie so schauen im Verkaufsbereich, ob es Erde gibt für die neuen Samen, die Sie vorhin gekauft haben, da fragt Sie der Drogist, ob Sie nicht auch dieses Unkrautvertilgungsmittel haben möchten, und da noch was gegen die Läuse, es ist zwar nicht biologisch, aber effektiv, giftig und daher wirksam. Es sorgt für Ordnung im Garten, so dass das Gute gewinnt und das Böse verliert. Und Sie sagen, sind Sie wahnsinnig, guter Mann? Woher kommen Sie auf diese Idee? Und der Drogist sagt, ach, ich habe sie da an der Ecke zu diesem Haus mit dem schönen Rasen stehen gesehen, dort, wo alles so gepflegt ist, die Ränder so sauber, und keine Blumen die irgendwo wachsen, wo sie nicht hingehören, dort, wo auch die Schnecken gut überwacht und unter Kontrolle sind, und da dachte ich, Sie machen sich Sorgen, und Sie möchten das auch. Nein, danke, sagen Sie und machen sich auf und gehen zur Silbernen Kugel einige Schritte weiter die Einkaufsstraße entlang, wegen der Erde für die Paradeiser, die Silberne Kugel, ein Geschäft für alles, was man im Haushalt braucht. Der Besitzer begrüßt Sie und kaum sind einige Sekunden vergangen, fragt er Sie auch, ob Sie nicht dieses Mittel gegen die Schnecken brauchen und das Unkrautvertilgungsmittel und das Gift gegen die Läuse. Genau das, was der Drogist Ihnen gerade empfohlen hat. Woher wissen Sie das, fragen Sie, ach, sagt der Mann von der Silbernen Kugel, der Drogist hat es mir gerade erzählt, er hat mich angerufen, und da dachte ich, Sie hätten Bedarf, aber warum schauen sie jetzt so komisch?

    TRENNER

    Ja, so funktioniert das im Internet. Auf Facebook pflege ich meinen kleinen Garten an Freunden. Als politisch interessierter Mensch schaue ich auch dann auch in der Suchfunktion nach Facebookeinträgen von Politikerinnen und Politikern, von linken und von rechten, und dreimal habe ich von einem hochrangigen Regierungsmitglied in den letzten Wochen die persönliche Facebookseite aufgerufen. Was dann geschah, raubt dir den Atem. Beim nächsten Login wurden mir in den Werbungen nicht wie üblich Werbung für Fahrradcomputer oder Pflanzenregale eingespielt, für Bildbearbeitungsprogramme oder Reisen, sondern eine Hose für den Nahkampf, eine personalisierte Werbung, ausgesucht vom Algorithmus, für, Zitat, “Kampfhosen, die jeder Mann braucht”.

    Aber es ging noch weiter. Auf Instagram mag ich es, Fotos mit Freunden anzuschauen, zu posten und zu tauschen. Beim nächsten Login keine Werbung für mich über Fahrradcomputer und Pflanzenregale wie sonst, sondern: Werbung für eine Hose für den Nahkampf, eine personalisierte Werbung für Zitat “Kampfhosen, die jeder Mann braucht”. Der Algorithmus des “sozialen Netzes” hat schon wieder gearbeitet. Von Facebook hat er zu Instagram telefoniert, und von meinen “neuen Interessen” erzählt. – Das war zuviel. Ich habe meine sozialen Netzte also wieder entkoppelt, pflege ein eigenes Login für das eine – und ein anderes Login für das andere Konto. Habe da meine Freunde, dort meine weiteren Bekannten, auch eine Züchterin von sogenannten Kampfhunden ist dabei, obwohl es diesen Begriff eigentlich gar nicht gibt, und ich einen Dackel habe, aber vor allem, weil ich sie mag, nicht ihre politische Haltung, aber wir teilen uns die Freude an den Hunden.

    TRENNER

    Dieser Tage kommt eine neue Kundenkarte auf den Markt, erzählt mir ein persönlich adressierte Brief im Briefkasten, erzählt mir auch die Werbung im Fernsehen, erzählt mir auch der Aufdruck am T-Shirt der Verkäuferin im Supermarkt. Mehr Bonus. Mehr Vorteile. Da erzählt dann der Mann von der Tanke ganz automatisch und elektronisch der Papierhändlerin und dem Drogeriemarkt, was ich bei der Feinkost gestern gekauft habe – und meine Bank ist auch noch mittendrin. Das Plastik der beigesteckten neuen hoffnungsfrohen Karte habe ich zum Restmüll gegeben, das Papier mit der Anmeldung in den Altpapiercontainer. Die versprochenen Bonuspunkte investiere ich lieber in die Freiheit, unerkannt so einzukaufen wo und wie ich will.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer