Radio, Science, Education

Wien

  • Ein “Podcast küsst Radio“-Projekt von Lothar Bodingbauer, Mitarbeit: Ingrid Rachbauer

    Am 14. Juli 2019 wird im ORF Österreich 1 Radioprogramm eine 45-minütige Sendung ausgestrahlt.

    Blumen, Hahnentritt, Punkte, Bauernkaros: Die komplexe Welt der Stoffmuster

    Es ist eine ganze Industrie – die Musterindustrie – die sich mit der grafischen Gestaltung von Stoffmustern beschäftigt. Ob Karo, Fischgrät, Hahnentritt, Glencheck oder Nadelstreif – die Klassiker sind bekannt. Der Hunger des Marktes nach immer neuen Formen und Ideen ist groß. Viele traditionelle Muster haben sich aus der Art der Webtechnik ergeben. Drucke erweitern diese Möglichkeiten und in zunehmendem Maße sind auch individuelle Muster von Kundinnen und Kunden gestaltbar. 

    Link: https://oe1.orf.at/programm/20190714/559502/Blumen-Hahnentritt-Punkte-Bauernkaro

    Die Gespräche dieser Sendung kannst du hier als Podcastepisoden zur Gänze hören:

    LUT082: Anna Niestroy (Musterdesignerin, Mønster-Patterns Berlin)

    LUT083: Maarit Salolainen (Textildesignerin, Helsinki)

    LUT084: Petra und Wolfgang Kosak, Stephan Thierry (Musterdesigner:in, Affabre Wien)

    LUT085: Jürgen Mandel (Technischer Textildesigner, Backhausen Hoheneich)

    LUT086: Silke Geppert (Kuraotrin, MAK Wien)

    LUT087: Thomas Lassenberger (Oberst, Bundesheer Brunn/Gebirge)

    LUT088: Maria Huber (Trachten/Dirndl, Heimatwerk Linz)

    Es hat viel Spaß gemacht, mit allen Beteiligten zu reden. Vielen Dank für die Beschreibungen, Einblicke und Gedanken. Rückmeldungen? feedback@sprechkontakt.at

    1. Beate verehelicht den ersten besten.
    2. Ein Vehikel ohne Pferdestärken.
    3. Der Beduine handelt mit Erdöl.
    4. Debatten zerren am Nerv.
    5. Emil hat um Sekunden den Rekord egalisiert.
    6. Wer kennt wen?
    7. Unseriöse Reklamen und Werbungen.
    8. Die häßlichen Hessen.
    9. In Venedig erst elegisch, später umso lebendiger reagieren.
    10. Renate hat Erzfeinde am Erzberg.
    11. Leo überfällt entsetzliches Elend.
    12. Der eleganten Melodie lauschen.
    13. Der Plebejer vegetiert dahin.
    14. Du mußt im Dezember Schneeketten verwenden.
    15. Denn am Meer genießt man das Leben mehr.
    16. Die Wegzehrung wegzerren.
    17. Der Stern fällt auf das Feld.
    18. Diese Lärchen sind voll Lerchen.
    19. Neben der Spelunke ist die Zementfabrik.
    20. Er versteht es von selbst.
    21. Ein Heer von Herrn mit Schwertern und Degen im Nebel.
    22. Helga und Ewald sind mit ihrer Ehe in ihrem Element.
    23. Die elegische Sequenz war wie von Engeln gesungen.
    24. Hermann muß bis an sein Lebensende im Erzbergwerk arbeiten.
    25. Keine Menschenseele war zu sehen.
    26. Die Stellen in den Ställen sind immer die selben.
    27. Das Reklamewesen beruht auf Denkfehlern.
    28. Weil es regnet, rennt er.
    29. Der ewige Segen war so recht bestellt.
    30. Der Deckel auf der Herdstelle.
    31. Edle Seelen zehren und leben von anderen Menschen.
    32. Die Wegzehrung am Weg wegzerren.
    33. Er regierte nur für Sekunden.
    34. Lemuren sind für Menschen genetisch wertlos.
    35. Jenseits von Eden.
    36. Zu Fuß vom Rennweg in die Belvederegasse gehen.
    37. Neben den Gärten des Kremls werden wir von Wegknechten geneppt.
    38. Die Geste der Gäste wirkte elektrisiert.
    39. Es geht schon weg.
    40. Dieser schlechte Vers fällt keinem Schlächter ein.
    41. Der Held hält das Schwert.
    42. Die Spionage der Engländer und Neuseeländer.
    43. In der ehemaligen Sowjetunion versteht er seine Chance zu wahren.
    44. Der Senator wird dem Beduinen separat vegetarisches Essen geben.
    45. Mehr denn je lernt Edith schwere Sprechtechniksätze auswendig.
    46. Der elektrische Schlag werde dem Pferd und dem Knecht helfen.
    47. Des Schwerverbrechers Leben endet demnächst in der Zelle.
    48. Die Kenntnis der wegwerfenden Bemerkungen werde wertvoll sein.
    49. Wenn in welkenden Blättern der Herbstwind weht, wenn das schwellende Weben zu Ende geht, wenn die Hecken voll Beeren stehn, werden wir den Schnee bald sehn. Wenn der Schnee zergeht, der die Erde deckt, wenn der Lenzwind weht, der die Erde weckt, wenn gegen den Berg die Herden gehn, werden Weg und Steg bald voll Blüten stehn. Schneebedeckte, feste Erde, lenzgeweckte erste Herde!
    50. Ceres! Segenspendende – ew’ge, Verderbenwendende! Sende den West dem Meere entgegen, spende der Erde schwellenden Segen, lechzender Herde den quellenden Regen!
    51. Der gefährliche Einbrecher Emil Bär lebte abwechselnd im Gefängnis und in jenen Wäldern, die sich in nächster Nähe des Städtchens dehnten. Stets, wenn er den letzten Rest eines Vergehens abgesessen hatte, wurde er zu einem letzten Gespräch zum Gefängnisdirektor gebeten. Der Direktor redete sehr ernst. Er erwähnte zuerst regelmäßig das Elend des Verbrecherlebens in der Gefängniszelle. Später erzählte er vom Werden, Wesen und Vergehen des Menschenlebens. Das Gerede ärgerte Emil selbstverständlich entsetzlich. Der Direktor merkte nicht, daß Emil sein Interesse stets dem Geld zuwendete, welches er während seiner Predigt auf die Theke zählte. Zuerst rechnete er Emil vor, wie er das Geld ehrlich und redlich zu verwenden hätte. Endlich war Emil seiner Fesseln ledig. Spätestens im nächsten Städtchen, nach etlichen wärmenden Schnäpsen, hatte jedoch Emil die Predigt des Direktors vergessen. Aus dem Versteck in den Wäldern zerrte er schnellstens Werkzeug, Säge und Brenner, und wie eh und je war der Einbrecher Bär täglich im erlernten Gewerbe tätig. Nächtlich kletterte er frech durch die Fenster älterer Millionäre. Er fesselte und knebelte die Schläfer unter der Bettdecke und ging brennend und sägend ans Werk. Schnell war es um die härtesten Geldschränke geschehen. Erst nach mehreren Verbrechen bemächtigten sich die Schergen des Schwerverbrechers und steckten Emil gefesselt in die Zelle. Nachdem er wieder einmal das letzte Jährchen abgesessen hatte, erklärte Emil dem Direktor, ob er es denn nicht endlich gemerkt hätte, daß er ständig im Gefängnis leben möchte? Er werde nämlich nächstens sechzig, da werde es anstrengend und beschwerlich, in Regen und Schnee Verbrechen zu begehen. Er wäre deshalb längst gern ehrlicher Angestellter des Gefängnisses gewesen, Wärter oder ähnliches. Der Direktor lächelte und stellte Emil als Essensträger des Gefängnisses ein. Emil wechselte lediglich sein Jäckchen und schleppte nun das Essen für die Häftlinge von Zelle zu Zelle. Nach sechs Jahren hängte der Direktor anläßlich des Angestelltenfestes als Anerkennung einen Stern aus Blech an das Wärterjäckchen des ehedem Schwerverbrechers Emil Bär.
  • Muster im Stoff, die sich bestimmten Regionen eines Landes zuordnen lassen. Zu Besuch im Heimatwerk Oberösterreich, bei Maria Huber. Sie ist Filialleiterin und erzählt über die Trachtenmode, die in den letzten Jahren auch bei jungen Menschen einen großen Aufschwung erlebt hat. Was haben die Muster damit zu tun?

    Gesprächspartnerin:

    Maria Huber, Oberösterreichisches Heimatwerk, Linz

    Link: https://www.ooe-heimatwerk.at

    Hinweis: Ausschnitte aus diesem Gespräch werden in einer Radiosendung zu hören sein, die am 14. Juli 2019 von 18:15 – 19:00 Uhr im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt wird. Link: Moment – Leben heute

  • Während Muster im Stoff ganz allgemein gesehen werden sollen, ist das bei Militäruniformen genau umgekehrt. Soldat:innen sollen mithilfe der Tarnmuster mit dem Hintergrund verschmelzen.

    (Ergänzung/Korrektur zum Gespräch: die Spezialeinsatzkräfte haben ihre flecktarnfärbigen Einsatzanzüge nicht in den 90er Jahren bekommen, wie erwähnt, sondern erst 2012)


    Gesprächspartner:

    ADir Oberst
    Ing. Thomas Lassenberger
    Leiter HBA (Heeresbekleidungsanstalt)
    Österreichisches Bundesheer

    https://www.bundesheer.at

    Hinweis: Ausschnitte aus diesem Gespräch werden in einer Radiosendung zu hören sein, die am 14. Juli 2019 von 18:15 – 19:00 Uhr im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt wird. Link: Moment – Leben heute


    Photo by Vladislav Nikonov on Unsplash

  • Wer das Angebot hat, für zwei Jahre an der Österreichischen Schule in Guatemala zu unterrichten, muss zunächst alle Familienmitglieder befragen. Jede:r könnte mit – in Form eines Auslandsschuljahres, oder in Form eines Karenzjahres für die mitreisende Partnerin. Aber jeder muss zustimmen, denn die Kinder sind zu alt, um sie einfach einzupacken, und zu klein, um sie alleine in Österreich zu lassen. Wir haben uns gemeinsam entschieden – zuhause zu bleiben. Wie wir zu dieser Entscheidung gekommen sind, und warum alle damit zufrieden sind, das beschreibe ich hier.

    Aus zeitlichen Gründen hat sich die Bewerbung mit anschließender Bestätigung der Entsendung und die Entscheidung der Familie überlappt. Wir haben also nicht vor der Bewerbung entschieden. Das hatte für den Arbeitgeber Nachteile, es wurde aber im Bewerbungsgespräch von mir ausdrücklich angesprochen.

    Wir wussten also: den Job gibt es. Und jetzt müssen wir herausfinden, ob “wir” ihn annehmen. Technisch sind mitreisende Kinder und Partner absolut willkommen, gerade an einer österreichischen Schule ist alles mit der Bildungsschiene in Österreich kombinierbar für die Kinder.

    Wir haben den Informations- und Diskussionsprozess von der eigentlichen Entscheidung getrennt. Es war also klar, dass niemand an irgend einem Punkt eine Entscheidung trifft, bevor wir nicht gemeinsam am Entscheidungstisch sitzen.

    Schritt 1: Entscheidungs-Matrix

    Was spricht für oder gegen “gehen”, was spricht für oder gegen “bleiben”. Jeder der vier Beteiligten schreibt auf eine bestimmte Post-it Farbe die Argumente und positioniert sie im jeweiligen Quadranten. Besonders wichtige Punkte können mit einem extra Klebesymbol (Pferd, Blume, Stern, etc.) gekennzeichnet werden. Interessant war für die Kinder, dass ein Argument für das Gehen nicht unbedingt ein Argument gegen das Bleiben war. Alle vier Felder brauchen eigene Gedanken. Dieser Schritt hat sehr gut funktioniert, das Plakat wurde an die Zimmertür gehängt.

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    Wir haben danach immer wieder im Raum miteinander gesprochen und konnten auf die Tür verweisen. Was man sieht ist, dass es bei niemandem nur Nachteile gibt, dass es bei niemandem nur Vorteile gibt, dass sich das Verhältnis der Vor- zu Nachteilen bei allen vier Personen stark unterscheidet. Die Sache würde also komplex werden.

    Schritt 2: Weitere Informationen

    Ein zweitägiges Seminar folgte und es kamen Informationen aus dem Ministerium, was Bezahlung und weitere Modalitäten betrifft. Und es folgten Gespräche mit einer Lehrerin der Schule, die bei diesem Seminar dabei war und beim Abendessen auch für Fragen der Familie zur Verfügung stand. Schwierig war, alle Familienmitglieder an diesen Tisch zu bekommen, weil sonst eigentlich eine Vorentscheidung getroffen worden wäre, wenn man diese besonders wertvollen Informationen nicht abholt oder erfragt.

    Schritt 3: Bauchgefühl

    Es war keine Eindeutigkeit bzw. Einstimmigkeit vorhanden. Zu sehr waren die Beweggründe, Wünsche, Sorgen, Hintergründe unterschiedlich, verwoben, vermischt und verwischt. Gespräche mit dem größeren Familienkreis brachten zusätzliche Informationen für Zwischen- oder Teillösungen. Einer von uns könnte beginnen, nach dem ersten Jahr könnte man nachkommen. Eine Ferienreise würde das Gebiet zeigen, man würde besser wissen, wofür- oder wogegen man entscheidet. Aus alldem entwickelte sich aber kein gemeinsamer eindeutiger Trend.

    Schritt 4: Aufschlüsselung der Entscheidungsarten

    Chefentscheidung: Geht nicht, da die beiden Erwachsenen keine klare Chefrolle beanspruchen, sondern recht fluid und austauschbar diese Rolle ausüben.

    Mehrheitsentscheidung: Geht nicht, da es scheinbar 2:2 stand.

    Eindampfen der Möglichkeiten: Kann gemacht werden, wenn viele verschiedene Möglichkeiten vorliegen, die man gruppieren und sortieren kann. War aber nicht, denn es gab nur eine Entscheidung: das Angebot anzunehmen, oder nicht. Die Zusage musste bis Schulende (innerhalb 14 Tagen) erfolgen.

    So gesehen war an dieser Stelle eine Patt-Situation, die eigentlich ein “nein” als einzige Möglichkeit zuließ. Das hätte aber zumindest zwei von vier Personen frustriert. Die eine Gruppe hätte der jeweils anderen Gruppe die Schuld geben können, später vielleicht, eine positive Lebensentscheidung verhindert zu haben.

    Das wollten wir nicht, daher eine vierte Art der Entscheidung, die aus dem Gebiet der Soziokratie kommt.

    Es ist die Suche nach den inakzeptablen Szenarien: Es geht darum, dass jede:r eine Position formuliert, die für sie oder ihn definitiv nicht möglich ist. Dafür brauchten wir eine gute Stunde Zeit. Es war inhaltlich gut machbar, weil wir bereits alle möglichen Punkte kannten. Neu war die Art zu denken: Was möchte ich nicht, dass eintritt, auf keinen Fall. Trotz aller Zwischen- und Mischlösungen, was sollte nicht sein. Diese Position konnte jede:r formulieren (Schritt 1), und jede:r am Tisch hörte diese Formulierungen. Daraufhin (Schritt 2) formulierte jede:r Szenarien, die trotz der vier verschiedenen “no-go´s” möglich wären.

    Und da war es dann klar: das einzige Szenario, das alle vier klaren Negativ-Positionen wertschätzt (acknowledged), war, das Angebot des Ministeriums nicht anzunehmen, nach Guatemala zu gehen.

    Interessant dabei war, dass die Sache auf einer höheren Ebene Widersprüche gezeigt hat. Wer die “PM-Logikrätsel” kennt, weiß, dass es erst durch die Kombinationen von Elementen Umstände und Informationen gibt, die neuartige Erkenntnisse zu lassen. So war das auch bei uns. Durch die Formulierung eines bestimmten “no-go´s” musste ein anderes “no-go” geändert werden, was eine Verkettung zutage brachte, die zu Beginn nicht einsehbar war. Wenn man dann die Positionen beider Personen berücksichtigt, war das letzte mögliche “wir gehen nach Guatemala” Szenario nicht mehr im Rennen, und als einzige Möglichkeit blieb “nicht annehmen” über.

    Wir verblieben an diesem Abend, dass wir mit der Entscheidung noch bis zum nächsten Tag warten würden, falls noch jemandem etwas einfällt.

    Schritt 5: Die Entscheidung

    Am nächsten Tag kamen wir am Küchentisch zusammen, besprachen die Möglichkeiten, eine Entscheidung zu treffen: Chef, Mehrheit, Eindampfen und die “Suche nach dem inakzeptablen Szenario”. Wir stimmten dafür, unsere Entscheidung nach dieser vierten Methode zu treffen. Somit haben wir nicht abgestimmt, ob wir nach Guatemala gehen oder nicht, sondern wir haben abgestimmt, wie wir entscheiden. Das war sehr spannend zu sehen.

    Der Vorteil dieser Entscheidungsart war für uns sehr wichtig:

    1. Niemand ist “schuld” an der getroffenen Entscheidung. Sie konnte nur gemeinsam entstehen. Wir können einander nicht zuschreiben, Grund für die Entscheidung zu sein. Das nimmt die Verantwortung von allen Schultern, besonders auch später in einigen Jahren.
    2. Jed:r einzelne hätte eine „für-Guatemala“-Entscheidung ermöglichen können, indem auf die jeweilige “no-go”-Position verzichtet worden wäre. Da aber im Mittelpunkt unseres Wunsches war, diese vier Positionen zu respektieren und einzuhalten, war dies keine mögliche Option. Warum? Wir kennen Menschen, die durch Umstände, denen sie ausgesetzt waren, durch Entscheidungen, an denen sie nicht mitarbeiten durften, ein Leben lang betroffen sind.

    Und wie ist es bei Euch? Habt ihr auch Erfahrungen mit komlexen Entscheidungen gemacht?
    Mail an lothar@sprechkontakt.at

    Epilog: Der Schuldirektor hat sehr verständnisvoll reagiert und die Einladung ausgesprochen, sich wieder zu bewerben, wenn die Stelle in dieser Fächerkombination neu ausgeschrieben wird und sich die familiäre Situation geändert hat.

    Dank an Ingrid/Linda/Alexandra für die Entscheidungsmatrix, Dank an Gottfried für das Erzählen der Methode der Soziokratie, Dank an alle Beteiligten für die Geduld.


    Update 2022: Über das Mindset beim Entscheiden spricht die Psychologin Agnes Justen-Horsten in Folge 98 von Nicolaus Kreutters Auswanderer-Podcast.

    Photo by Mathijs Beks on Unsplash

  • Silke Geppert ist Kustodin und Kuratorin am Museum für Angewandte Kunst in Wien. Ihr Spezialgebiet: Sammlung Textilien und Teppiche.

    Hinweis: Ausschnitte aus diesem Gespräch werden in einer Radiosendung zu hören sein, die am 14. Juli 2019 von 18:15 – 19:00 Uhr im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt wird. Link: Moment – Leben heute

    Links:

  • Beachte: Erzbischof, Erbe, echt, es, Äbte, Blech, Mensch, des, Sperling, Geste, Gerte, Berg, Herberge, Chef, Ferne, Wärter, jenseits, Rebhuhn, Verse, Sowjet, Kreml, Nobelpreis, Rentier, Gabriel, Elisabeth, Nazareth, Phlegma, Erfurt, Gebhart, Mohammed, Jenbach. 

    1. Ärger mit Teils Gesten.
    2. Die Gärtner wecken.
    3. Gebhart brennt die Brennessel.
    4. Die Eltern in Lech treffen.
    5. In Tennen wird gedrescht.
    6. Sechs helle Flecken.
    7. Die Herberge des Chefs am Berg.
    8. Schlechten Äbten gefällt es.
    9. Stelzengänger beim Essen in die Ecke setzen.
    10. Das Fell benetzen.
    11. Des phlegmatischen Helden Blechhelm.
    12. Auf Dächern sitzen Sperlinge.
    13. Rebhühner in Netze pferchen.
    14. Es hängt im Kreml.
    15. Welcher denkt es?
    16. Erzbischof Herbert hält es.
    17. Elisabeths Welt reicht bis an die Decke.
    18. Ein Menschengeschlecht voll Geldverschwender.
    19. Werfen wir es weg?
    20. Ist Erzengel Gabriel aus Blech?
    21. Etliche denken schnell.
    22. Perlen bringen Pech.
    23. Sowjets im Fernen Osten.
    24. Mit Kellen Breschen schlagen.
    25. Schlechter Speck hängt senkrecht.
    26. Herumfetzen mit Gerten.
    27. Verse aus Burgdorf.
    28. Mit hartem Geld nach Erfurt.
    29. An Flecken lecken.
    30. Im Jenseits treffen sich Engländer und Lettländer.
    31. Ein echter Erbe.
    32. Mohammed aus Jenbach erhält einen Nobelpreis.
    33. Hinterm Berg in Nazareth. 

    Feld – fällt, Verse – Ferse, Lärche – Lerche, Schlächter – schlechter, Ställe – Stelle, Gäste – Geste, Held – hält. 

    Spionage, Karriere, Chance, Premiere, Charge, Blamage.

    Belvederegasse, Spionageaffäre. 

    Aber (Endsilbe): Chancengleichheit, Premierenfeier, Karrierensucht. 

    1. Wenn Erzengel wetten, welkt das Geld schnell.
    2. Ist es denn um schnelle Rettung so schlecht bestellt?
    3. Weltverbesserer kennen sich selbst und die Welt schlecht.
    4. Es ist entsetzlich, wenn sich die Erben das Erbe wegzerren.
    5. Denken und Sprechen machen Menschen zu Menschen.
    6. Es ist nicht wegzudenken: das Schnellere ist das Schlechtere.
    7. Werner Knecht stemmt als weitbester Stemmer sechs Zentner.
    8. Wir kennen schreckliche Verse mit Herz und Schmerz als Endung.
  • Jürgen Mandel ist technischer Textildesigner. Er arbeitet bei Backhausen im nördlichen Niederösterreich und erzählt, wie das Muster vom Entwurf weg in den Stoff kommt. Eine Kombination aus Persönlichkeiten, Ausbildung, Wissen, Erfahrung, Tradition, Öffnung und Qualität — so kann Weberei in Österreich funktionieren, auch wenn sich weltweit viele Produktionsstandorte in Ländern mit niedrigeren Löhnen befinden.

    Link: https://www.backhausen.com

    Hinweis: Ausschnitte aus diesem Gespräch werden in einer Radiosendung zu hören sein, die am 14. Juli 2019 von 18:15 – 19:00 Uhr im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt wird. Link: Moment – Leben heute

  • Lang, offen: ausschließlich zur Verwendung auf der klassischen Bühne!

    In der österreichischen Hochlautung wird dieser lange, offene ä – Laut’ jedoch lang, geschlossen ausgesprochen.

    Beachte: Ärzte, nächst, Fähre, nämlich, Städte, Gemälde, Späße, gemächlich, Mädchen, Gebärde, Rätsel, grätschen.

    1. In Rumänien spricht man rumänisch.
    2. Dänischer Grund und Boden.
    3. Kläglich den Schädel heben.
    4. Er stählt die Säge.
    5. Den Rätselgemälden.
    6. In den Städten leben Bären.
    7. Diese Ära lehrt uns sehr.
    8. Der wertvolle Bläser kommt näher.
    9. Ehrenvolle Ärzte pflegen in den Häfen.
    10. Leere grämliche Gebärden.
    11. Den Mädchen lehrende Märchen erzählen.
    12. Das sind nicht Hähne, die am Steg äsen.
    13. Die Fähre übers Meer.
    14. Ein Gemälde mit dem Thema Heere.
    15. Die Nägel werden Schäden geben.
    16. Die Mädchen verlieren in den Sälen ihre Seelen.
    17. Die Schäfer werden nämlich gemächlich hergehen.
    18. Am Herd stehen hämisch schäkernde Mädchen.
    19. Die Bärte der Räte ähneln den Mähnen der Mähren.
    20. Nächstens käme eine Herde Pferde in die nähere Nähe der Städte.
    21. Die dämlichen Säer säen nämlich für Hähne und Krähen.
    22. Während die Räte Gemälde zählen, gähnen sie beschämend.
    23. Am Steg schäkern zärtliche Näherinnen mit den Ärztinnen.
    24. Wer werde dem Pärchen den Segen geben?
    25. Er wähnte das Pferd im Regen.
    26. Die Ehre der wertlosen Schläger.

    Hinweis: Nächst-nächstens, höchst-höchstens

  • Zu Besuch bei Wolfgang Kosak, Petra Kosak und Stephan Thierry in Wien. Sie entwerfen Designs für Webereien, für Textilien, Tapeten, Geschenkpapier und Keramik. Zu finden in der ganzen Welt.

    Link:

    Foto: Stephan Thierry, Bearbeitung: Petra Kosak

    Hinweis: Ausschnitte aus diesem Gespräch werden in einer Radiosendung zu hören sein, die am 14. Juli 2019 von 18:15 – 19:00 Uhr im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt wird. Link: Moment – Leben heute

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer