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Wien

  • “Endlich wieder beobachten”. Eine große Runde diesmal in den Bienengesprächen. Es geht um die Zucht von Königinnen. Die Königsdisziplin der Imkerei. Und die Vermehrung von Königinnen. Mit dabei sind Michael Rubinigg als Zuchtexperte, er lebt in der Steiermark, Marian Aschenbrenner als Erwerbsimker in Wien und Umgebung, und Manuel Hempel als engagierter Amateurimker in Bergen, Norwegen.

    Links: Marian Aschenbrenner (Biezen Wien), Michael Rubinigg (ZAC Graz), Manuel Hempel (Vindfløy, Bergen, Norwegen)

    Im Anschluss spricht Wolfgang Wimmer aus Wien über seinen trockenen Honigwein. Und wie man ihn macht.

    Link: Wolfgang Wimmer (Honig-Wein, Wien)


    Link zur Episode: https://www.sprechkontakt.at/bg063/

  • Australien

    aus Songs for my fathers wedding (1988 )von Benjamin Thorn – Live! 

    …He believes not enough music is inspired by vegetables and crocodiles.

    Benjamin Thorn-The Voice of the Crocodile (1988) I+III, Jonathan Debus (13),bass recorder

    Benjamin Thorn : Represented Artist Profile : Australian Music Centre

    https://www.australianmusiccentre.com.au/artist/thorn-benjamin

    Japan

    aus Meditation (1975) für Altblockflöte Solo von Ryohei Hirose (1930-2008) -Live!

    seit den 1970iger Jahren auch Kompositionen für Europäische Instrumente

    davor vor allem Musik mit traditionellen Japanischen Instrumenten, engagiert sich für die Shakuhachi

    Tomato SauvageWaterbowls

    Born and raised in Yokohama, Japan, Sauvage moved to Paris in 2003 after studying jazz piano in New York. Through listening to Alice Coltrane and Terry Riley, she became interested in Indian music and studied improvisation of Hindustani music. In 2006, she attended a concert of Aanayampatti Ganesan, a virtuoso of Jalatharangam – the traditional Carnatic music instrument with water-filled porcelain bowls. Fascinated by the simplicity of its device and sonority, Sauvage immediately started to hit China bowls with chopsticks in her kitchen. Soon her desire of immersing herself in the water engendered the idea of using an underwater microphone and led to the birth of the electro-aquatic instrument.

    Afrika

    Stella Bambisai Zimbabwe’s Queen of mbira music

    Chiweshe Shiri – experimentelle traditionelle Afrikanische Musik 

    https://www.stellachiweshe.com/aboutmbira

    Mexiko

    Neue Musik aus Mexiko” von Diana Syrse 

    https://www.akademie-musiktheater-heute.de/neue-musik-aus-mexiko-von-diana-syrse-valdes-rosado

    …Mexikanische Musik ist stark beeinflusst von afrikanischer Musik und häufig mit indigener und europäischer Musik vermischt. Die Verwendung komplexer Rhythmen und Mikrotonalität ist für viele Erscheinungsformen in der mexikanischen Musik kennzeichnend. Mitunter werden indigene und handgefertigte Instrumente verwendet, die in Deutschland nicht zu finden sind. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Schlaginstrumente wie Huehuetl, Ayoyotes, Teponaztli sowie verschiedene Arten von Ocarinas…

    Der Artikel erschien im Oktober 2017 in der con moto, Ausgabe 2017/2018.

    https://www.dianasyrse.com/choral

    Libanon

    Mazen Kerbaj – experimentelle Trompete aus Libanon

    Mazen Kerbaj was born in 1975 and lives in Beirut. His interests include painting, comics and music. 

    songs for evan (part 3 & 5)

    Trompetenansatz auf Blockflöten Live!

    Frankreich

    Erwan Keravec – experimenteller Dudelsack

    Erwan Keravec is a highland bagpiper, composer and improviser.

    1. Wenn im Botanischen Garten eine Wanze lebt, die Menschen frisst, ist es besser sie frisst den Menschen ganz oder nur Hälfte?
    2. Am Foto ist ein Stern, der explodiert ist. Sehen Sie das als ein Problem? (Foto: Wolfgang Birkfellner)
    3. Wie müsste eine 5. Jahreszeit sein, die völlig neu wäre?
    4. Welchen Vorteil hat es, ebenerdig zu wohnen?
    5. Wie weiß ein Bildhauer, wenn er fertig ist?
    6. Welchen Vorteil hat eine Stirnreihe?
    7. Was ist „krude“, woher kommt dieses Wort?

    (To be continued)

  • Hilfe zur Themensuche 

    1. Reihenfolgen

    Vom Menschen zum Thema: Ich kenne jemanden, der etwas besonders gut kann. Der für etwas steht. Der etwas entwickelt hat. Eine Pionierin. Die einen Konflikt erfolgreich bewältigt hat. Ein Überlebender. Der unterwegs ist. Eine Suchende. Ein Flüchtender. Jemand, der nahe dran ist. Die gut erzählt. – Worüber wird er sprechen?

    Vom Thema zum Menschen: Ich habe ein Thema, das ich akustisch ausmalen möchte. Dazu baue ich eine Landschaft mit Orten, Situationen, Umständen, Begegnungen, Gefahren. Mit Momenten. Und dazu suche ich Menschen, die dazu passen. Die diese Landschaft in Farbe tauchen, wenn sie farbig sein soll. Die diese Landschaft in schwarz/weiß tauchen, wenn sie schwarz/weiß sein soll.

    2. Begriffe

    Dinge: Zaun, Maus, Schuhe, Zange, Zündholz, Kamm.

    Überdinge: Begrenzung, Zoo, Kleidung, Werkzeug, Hilfsmittel, Schönheitsmittel.

    Abstrakte Überdinge: Grenzen, Ideen, Schutz, Reichweite, Erscheinungsbilder.

    Extrem abstrakte Sachen: Wohlfühlen, Heimlichkeit, Geborgenheit, Gemütlichkeit.

    Dinge, wo was fehlt: Loch, Weite, Unendlichkeit, Atemlosigkeit, das Durchatmen.

    Dinge, die sind (Zustandsgrößen): Berggipfel, Energie, Füllfedern, Trafostationen, Wetterstationen.

    … und die erst durch die Zeit existieren (Prozessgrößen): Frieden, Verantwortung, Gleichgewicht, Wärme.

    Adjektive und andere Beschreibungen: oben, blau, extrem.

    … und ihre Gegenteile: unten, rot, gleichmäßig, lau.

    Verben: Gehen. Fortgehen. Herkommen. Nachschauen. Hinweisen. Weisen, schauen, kommen, gehen. Abweisen, sattsehen, satt werden.

    3. Geschichten von Menschen

    Konflikte: die gelöst wurden, teilweise gelöst wurden, die ungelöst sind.

    Beschreibungen: von Funden, die erfolgreich waren, teilweise erfolgreich, die nicht gemacht wurden.

    Prüfungen: die geschafft wurden, teilweise geschafft, die misslungen sind.

    Vom Anfang oder vom Ende: das erste Mal, das letzte Mal.

    … von der Wiederholung: Jahreszeiten, Zugvögel, Sonnenaufgänge, Wetterwerte

    Emotionen: Überraschungen, Katastrophen, Wechselwirkungen, Auseinandersetzungen.

    TIPP: Einzahl (die sehr konkret ist) ist besser als Mehrzahl (die oft beliebig ist)

    Überraschung. Katastrophe. Wechselwirkung. Auseinandersetzung. Die Trafostation. 

    4. Geschichten von Orten und Geräuschen

    Beschreibungen: Die abgeschliffenen Granitfelsen im Sauwald bei Passau entstehen durch eine bestimmte Art der Verwitterung. Sie wird Wollsackverwitterung genannt, weil die Felsen dann aussehen wie aufgestapelte Wollsäcke. Das bringt uns in eine Zeit, in der es Wollsäcke gab. Wollsäcke?

    5. Geschichten in der Zeit und von der Begegnung von Menschen mit sich und der Natur

    Blickrichtungen: Blick nach vorne, Blick zurück. Blick rundherum. Es ist etwas passiert. Es wird etwas gemacht. Es wird etwas entstehen. Oder von dem, was nie da war: Nichts ist passiert.

    6. Expertinnen und Experten

    Zusammenhänge: Sterne werden bunt, wenn man mehr von ihnen weiß.

    TIPP: Themen entwickeln sich systemisch und multifaktoriell, wenn man erst mal beginnt. Sie sind wie Lebewesen, die sich in der Begegnung mit ihren Erfinder:innen entwickeln.

  • [quote]Wenn es in den alten Äpfelbäumen rauscht, ist es anders. Und wenn es in Tannenwipfeln rauscht, ist es anders. Wenn es über Felder braust, ist es anders. Wenn es im Weidenbusche rauscht, ist es anders. Wenn es über Almwiesen braust, ist es anders. Wenn es Rosenstöcke im Garten schüttelt, ist es anders. Wenn es in Birken säuselt, ist es anders. Wenn ein getroffener Hase schreit, ist es anders. Wenn ein Käuzchen am Waldessaume abends klagt, ist es anders. Wenn der Rabe halberfroren krächzt, ist es anders. Wenn der Kanarienvogel trotz Gefangenschaften schmettert, ist es anders. Wenn der verlaufene Hund heult, ist es anders. Wenn das Baby in der Wiege unhörbar atmet, ist es anders. Immer ist es anders, aber die wenigsten hören es![/quote] – Peter Altenberg

  • Gerald Hölzler ist Wildbienenspezialist (und kennt sich auch mit Bibern gut aus – aber das ist eine andere Geschichte). Er erzählt über die Wildbienen in dieser Ausgabe der Bienengespräche. Der Korrespondentenbericht kommt von Horst Lang aus Geuensee in der Schweiz. Und als Bonustrack haben wir noch eine kleine Geschichte, wie der Fadenwurm schläft. Das erzählt der Neurobiologe Manuel Zimmer aus Wien. Have fun!

    Links: Gerald Hölzler (Wildbienenrat, Österreichischer Naturschutzbund) | Horst Lang (Luzerner Imkervereine) | Manuel Zimmer (Universität Wien)

    Permalink zur Episode: https://www.sprechkontakt.at/bg062/

  • Der Nervennetz des Fadenwurms: Der Neurobiologe Manuel Zimmer spricht über Caenorhabditis elegans, einen der wichtigsten Modellorganismen der Biologie. Abgekürzt wird dieser Fadenwurm „C-elegans“ genannt.

    Caenorhabditis elegans, der Fadenwurm, ist neben der Fruchtfliege (Genetik) und der Acker-Schmalwand (Botanik) einer der wichtigsten Modellorganismen der Biologie. Er ist klein, durchsichtig, genügsam und braucht für seine Entwicklung nur 3 Tage. Das ist aber noch nicht alles. Jeder Wurm hat die gleiche Anzahl an Zellen – etwas über 1000 – und die gleiche Anzahl an Nervenzellen – etwas über 300. Jede dieser Zellen hat eine eigene Bezeichnung und kann so zunächst kartiert – das ist noch zum Ende des 20. Jahrthunderts passiert – und auf ihre Verbindungen untersucht werden – das ist jetzt Gegenstand der Forschung.

    Einerseits geht es bei den wissenschaftlichen Untersuchungen derzeit um Fragen zum programmierten Zelltod. Während der Entwicklung eines Fadenwurms sterben einige Zellen geplanterweise zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt wieder ab. Das ist für die Krebsforschung vom Interesse. Bei Krebs gibt es Störungen beim programmierten Zelltod, die Krebszellen vermehren sich unkontrolliert. Andererseits sind besonders die Nervenzellen des Fadenwurms für Neurowissenschaftler interessant. Sie können deren Aktivität durch genetische Tricks sichtbar machen. Ist ein Neuron aktiv, flackert es im Mikroskop auf. Der Fadenwurm leuchtet beim „denken“.

    So wird es möglich, das Verhalten zu untersuchen, und zwar auf neuronaler und genetischer Basis. Was im Wurm ist wofür zuständig? Auch Schlaf-Forschung wird auf zellulärer Ebene möglich. Wenn sich ein Fadenwurm schlafen legt, kündigen das seine Neuronen im Vorfeld an.

    (more…)
  • “Appelle haben nicht geholfen”, meinte gestern der deutsche SPD Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach. “Ohne den schnellen Teil-Shutdown droht uns ein längerer Voll-Lockdown nur wenige Wochen später. Jetzt können wir noch ein relativ normales Weihnachten und bis dahin offene Schulen retten.” Das gilt für Deutschland. Aber analog meint das offizielle Österreich das selbe: Der Halloween-Appell von Gesundheitsminister Anschober. Der Allerheiligen-Appell von Bundeskanzler Kurz. “Es darf nicht die Post abgehen”, so Anschober. Keinen Blödsinn machen. Und zuhause zu bleiben. Appell.

    (more…)
  • Neue Musik  aus der Nähe –  Regionale Produkte

    Lothar Bodingbauer – Radiomacher, Podcaster, Pädagoge und Imker in Wien, Elisabeth Haselberger – Blockflötistin, Podcasterin, Instrumentalpädagogin in Ulm und als Gast Teresa Doblinger – Klarinettistin, Tänzerin, Hörsturm Festivalleiterin. 

    http://teresadoblinger.com/

    Wieso sollen gerade wir Drei uns über Neue Musik aus der Nähe unterhalten?

    Wie beeinflussen Aufenthaltsorte und Produktionsstätten, internationaler Austausch das Musikschaffen? Was hat ein regionales Publikum davon?

    Rückbesinnung auf einheimische Ensembles und Künstler – Coronapandemie fördert und fordert diese Entwicklung  auch bei den großen Musikveranstaltern.

    Hoamatloand – gibt es nachhaltige regionale Prägungen bei Musikern und Komponisten?

    Gemeinsamer Nenner von Teresa, Lothar und Elisabeth  – Heimatland Innviertel

    Wann, Wo,Wie und Warum kam die Idee eines Festivals für Zeitgenössische Musik und Performance auf? Warum  in Ried im Innkreis, O.Ö., Innviertel  und wie kam es zur Umsetzung?

    https://hoersturm.at

    GehHörGang -Hörbeispiel von RecorderRecorder beim Hörsturm Festival für Zeitgenössische Musik und Performance in Ried im Innkreis – O.Ö.

    Ein Auftragswerk von Hörsturmfestivalleiterin Teresa Doblinger

    Extreme – Vielfalt im Innviertel

    F.X.Frenzel – Neo-Barockkomponist 

    Franz Xaver Frenzel – Rieder Symphonie – 2. Satz: “Andare nella città” 

    Karl Ellinger  – hat Spaß an Mikrotonalität

    http://www.drehpunktkultur.at/index.php/musik/meldungen-kritiken/10998-small-is-beautifulrnen-Komponisten;art14857,126956

    http://www.3x3click.at/musik-ellinger/Elemente/Ich komponiere mikro-tonal.pdf

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer