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⏠Wald wirkt Wunder – ĂŒber Moos, MuĂe und MĂŒĂiggang wird von Ulli Cecerle-Uitz, Kathrin Löffel und Lothar Bodingbauer produziert.
⏠Ăber Urlaub in Ăsterreich Den getriebenen Geist zum Ruhepol in der Natur schicken: Wald, Wiesen, Seen und alpine Landschaften wirken schlieĂlich magisch auf unser Seelenleben. Wie schön, dass Ăsterreich reichlich davon zu bieten hat. Das Leben spĂŒren, geht hier ganz einfach. #feelaustria
Diese Episode entstand gemeinsam mit der Ăsterreich Werbung, in einer kurzen Version könnt Ihr sie im Podcast “Wald wirkt Wunder” hören – auf der Suche nach den schönsten PlĂ€tzen zum Sterneschauen. Und hier bei uns in voller LĂ€nge.
Link: Wald wirkt Wunder – Ein Podcast aus der Begegnungszone Werbung, Journalismus, Wissenschaft und Lagerfeuer. Hier abonnieren!
Ă1 Moment – Leben heute am 30.08.2021: Randnotizen
Manuskript
Einmoderationsvorschlag: Lothar Bodingbauer hat sich nun Entgegnungen, Beleidigungen und GefĂŒhle nĂ€her angesehen.
SIGNATION “Randnotizen”
Ich weiĂ nicht, wie es Ihnen geht mit den Emojis, mit diesen kleinen Symbolen, die man an Kurznachrichten anhĂ€ngen kann, um seine GefĂŒhle zu zeigen. Ich finde sie gut. Ich schreibe etwas, und kann dann noch in der Feinabstimmung ein wenig sagen, ob das Ganze ironisch gemeint war, mit einem zwinkernden Smiley. Oder ganz und gar freundlich und erfreut geschrieben von mir, mit einem lachenden Smiley. Es gibt Zielscheiben, damit weiĂ man, oder kann dann zeigen, dass man den Punkt getroffen haben möchte, oder es gibt vielleicht eine Medaille, usw. und so fort.
Warum finde ich das gut? Weil es einfach abgegangen ist, seine GefĂŒhle zu zeigen, bei Nachrichten. Ich komme aus einer Familie, wo der GroĂvater Nationalsozialist war, und als Nazi hat er zumindest in meiner Erziehung nie GefĂŒhle gezeigt, oder ausgesprochen, und deswegen finde ich es sehr wohltuend, wenn man es kann. Ich frage mich dann oft, wenn ich diese Hinterlassenschaften meines GroĂvaters sehe, diese Zettel, die er geschrieben hat, oder TagebucheintrĂ€ge, welche Smileys, oder welche Emojis hĂ€tte er verwendet. Was wĂ€ren das fĂŒr GefĂŒhle gewesen, die zu diesen Inhalten, zu dieser Kriegszeit gepasst hĂ€tten. Und â ja, da fĂ€llt mir nichts dazu ein.
TRENNER
Aber: Es gibt ja vor den Emojis, vor den Smileys noch etwas anderes, und diese Elemente finden wir in unserer Sprache nach wie vor. Es sind die Entgegnungen. Wenn jemand etwas sagt. Dann antwortet man nicht unbedingt mit Inhalt, also weiteren ErzÀhlungen, weiteren Beschreibungen, sondern man entgegnet oft mit einem Wort zum Beispiel. Einem Satz, einem kurzen. Der eigentlich nur eine Kontaktaufnahme ist und eigentlich ein gesprochenes Emoji.
Stell dir vor. Na geh. Bist du deppert. Wirklich? Echt? Nein, sowas. Oida. Was du nicht sagst. Ach so. NatĂŒrlich. Geil, cool, wie cool ist das denn, sicher, oh, wow, siehste. Eindeutig. Ich weiĂ genau, was du meinst.
Diese Entgegnungen kann man in jedem GesprÀch hören, wenn man sich darauf konzentriert, und wer sie nicht hat, wirkt dumm.
Also ich zum Beispiel, in Spanisch. Ich lerne gerade Spanisch und habe diese Entgegnungen noch nicht drauf, und wenn sich die Leute unterhalten, dann schaue ich sie an, wenn sie was sagen, und kann eigentlich nichts darauf sagen. Das heiĂt, ich glaube, dass es wirklich gĂŒnstig ist, diese Entgegnungen in einer Sprache wirklich schnell zu lernen. Und ich denke da an SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in einer Schule aus einer anderen Sprachherkunft kommen und ihre Lehrerinnen und Lehrer anschauen. Und sie wirken, ja, wenn sie diese Entgegnungen noch nicht gelernt haben ⊠Sie wissen was ich meine. Und das ist ein MissverstĂ€ndnis. Eindeutig. Ich weiĂ genau, was du meinst.
TRENNER
Schimpfwörter, dafĂŒr gibt es eigentlich auch keine Emojis. Arschloch. Wie wĂŒrde man das grafisch bebildern. Wir haben uns vor kurzem, mit Freunden, darĂŒber unterhalten, warum eigentlich “du Sau” etwas Schlimmes ist. Und wir konnten es eigentlich vom Wesen her, vom Objekt, vom Schwein nicht ableiten. Oder eben beim Arschloch. Der Arsch, also ja, gut, die Sprache, der Hintern, und ein Loch. Beides fĂŒr sich eigentlich nicht wirklich problematisch. Was wĂ€re dann bei besagtem Schimpfwort schlecht? Am Abend ist es mir aber eingefallen. Es ist nicht das, was beschrieben wird, sondern das was vor sich geht, der Prozess. Was kommt denn durch das genannte Schimpfwort durch. Und wir sollten das nicht weiter ausfĂŒhren. Aber das ist das Beleidigende an diesem Wort, der Prozess. Und der wird halt ignoriert. Den sieht man nicht bei einer Abbildung, bei einem Wort. Also diese Dinge, die passieren.
Und wenn wir in den letzten Jahren gelernt haben, mit Emojis, mit diesen grafischen Symbolen von GefĂŒhlen umzugehen, wĂ€re es dann noch interessant, das MitgefĂŒhl auch zu beschreiben. Wenn man genau sucht in dieser Liste der grafischen Symbole, die bereits vorgeschlagen werden, gibt es bereits eins, das ist ein Smiley, und Arme, und diese Arme umarmen ein Herz. Man fĂŒhlt sich gedrĂŒckt. kein Zustand ein Prozess, ein Vorgang. Und MitgefĂŒhl ist etwas, was wir ja in diesen Tagen wirklich brauchen. Also: fĂŒhlen Sie sich als Hörerinnen und Hörer hier mal gedrĂŒckt.
Alles was man braucht, um 4 Personen in StudioqualitĂ€t am Tisch miteinander ins GesprĂ€ch zu bringen. FĂŒr zwei Personen ebenfalls geeignet, man braucht dann nicht einmal Strom aus der Steckdose, sondern kann auch Spazierengehen.
Von Wien nach Sassnitz an die Ostsee. Ein Sommerprogramm fĂŒr zwei Wochen.
Es ist denkbar unkompliziert. Ein Rennrad, sehr wenig GepĂ€ck. Nicht gegen den Wind. Nicht im Regen. Am Abend ein Hotel. Relativ kurze Etappen. Nach einer Woche einen Extratag Pause. Im SpĂ€tsommer. Man kann gar nicht verhindern, dass man gut gelaunt nach zwei Wochen am Meer ankommt, nach 1000 Kilometern, 1000⏠fĂŒr Hotels, und 300⏠fĂŒr Essen. Anlass: Ein Artikel im Drahtesel 2/21.
Das GepĂ€ck: Ein Set am Körper: Radhose, T-Shirt (Sport-Stoff), Socken. Das wird jeden Abend im Hotel gewaschen und ist am nĂ€chsten Tag bereit. Ein Extra-Set in der Packtasche links – falls das Hauptset einmal nicht trocken wird (das war einmal der Fall). Ein zweites Extra-Set als Reserve in der Packtasche links (wurde nie benötigt). Ein langĂ€rmeliges Funktionsshirt. Eine Goretex-Weste fĂŒr den Abend. Ein Ausgehset: Chinesische (leichte) lange Hose, T-Shirt. Zwei Unterhosen, die ebenso gewaschen werden. Ein Schlaf-Shirt. Ein Sackerl mit Toilettartikel, ein Sackerl mit bisschen Kabel und Zeugs. Radschuhe am Körper, ganz leichte Vivobarefoot Schuhe fĂŒr den schicken Abend. Extra: Ein Motorrad-Erste-Hilfe-Set vom ĂAMTC. Eine Ersatzdecke, drei ErsatzschlĂ€uche. Nichts von den Extras wurde benötigt. Und: Eine Wasserflasche mit Magnesiumtabletten; Helm. In Summe: Leichtes GepĂ€ck macht SpaĂ. Nahrung kauft man unterwegs beim BĂ€cker, im Supermarkt, im Restaurant. FrĂŒhstĂŒck im Hotel. Kein einziges Problem beim Rad – nicht einmal Luft nachgefĂŒllt.
Die Strecke: TageslĂ€ngen zwischen 60 und 120 km sind sehr leicht machbar. Eine direkte Linie zum Ziel, abseits groĂer StraĂen (wichtig) und abseits typischer Radwanderwege. So kommt man hĂŒbsch durchs Land und sieht Gegenden, die man sich nicht freiwillig ausgesucht hĂ€tte. Dort ist auch wirklich wenig los. Regenradar: zeigt Schauer, bei denen man sich unterstellt, und groĂflĂ€chige Regengebiete, wo man besser mit dem Zug ein StĂŒck fĂ€hrt (einmal gemacht). Navigation mit Naviki, Bikemap und Bergfex – diese drei unterscheiden sich durchaus ein wenig in Abdeckung und VorschlĂ€gen, es schadet nicht, ein wenig zu probieren und auch mit Hirn einmal einen Fluss eher zu folgen, auch wenn es nicht vorgeschlagen wird. Geplant wurde die Strecke innerhalb 1,5 Stunden mit Booking (Schwerpunkt auf spĂ€t noch stornierbare Hotels; es war aber kein Storno notwendig, sodass man diesen Schwerpunkt auch weglassen könnte.)
Wien â Znaim â Trebic â Havlickuv Brod â PodÄbrady â Zittau â Hoyerswerda â LĂŒbben (Pausetag) â Berlin â Gransee â Demmin â Stralsund â Sassnitz â Binz
Die Routine: Aufstehen, packen (5 min), Podcasts fĂŒr den Tag laden, FrĂŒhstĂŒck meist im Hotel, sonst beim BĂ€cker. Fahren, losfahren ohne Podcasts wegen der Vogelstimmen in der FrĂŒh. Pausen dort, wo es schön ist, auf Bankerl, oder wenn der Hunger kommt. Mittagessen wenn gĂŒnstig. Ankunft am Nachmittag. Duschen. Ausgehkleidung. Ein SchlĂ€fchen vor dem Spaziergang in die Umgebung. Relativ frĂŒh schlafen, weil nichts los ist. Duolingo. Kontakt mit Familie & Freunden immer wieder, Strava. Nach einer Woche kommt man gut in eine Routine, die man ja zu Beginn nicht kennt. Strategie: Kein Fahren im Regen.
Der GruĂ: “Servus” hilft bei allen Menschen. Wenn man keinen Kopfhörer trĂ€gt, geht der Kontakt leichter. Schlecht mit Airpods. Leichter mit Knochenschallkopfhörern, die die Leute nicht sehen. (5 Stunden Podcasthören tĂ€glich geht leicht.)
Das Ziel: Das Meer ist sehr schön als Ziel. Irgendwann kommen nĂ€mlich dann die Möwen, der Geruch, die HĂ€user, die FlĂŒsse, da weiĂ man, dass man bald ankommt.
Die Ăberraschung: Ăberall war es anders, als ich mir vorgestellt habe. Berlin ist relativ leicht erreichbar von Wien aus. Fahrradfahren ist nicht langweilig, die Neuheit der Landschaft Ă€ndert sich angemessen und angenehm jeden Tag.
Fazit: Ich wĂŒrde es genau so wieder machen. Keine Ănderungen. Erstaunlich. Steigungen sind kein Thema, wenn man Zeit hat. Feldwege mit Schotter sind eine nette Variation, halt ein bisschen langsamer fahren. Das Rennrad kann das auch. Die Stimmung war wie der Weg: 75% wundervoll, 22% geht gut, 3% muss man durch.
Tipp zum Schluss: Wenn man das Rennrad zerlegt und mit Frischhaltefolie (0,99âŹ) einwrappt, kann man es im Zug auch bei vollen Fahrradreservierungen als HandgepĂ€ck mitnehmen.
Interviews mit Hermann Jansesberger, Ranger im Nationalpark Kalkalpen / Oà Franz Hölzl, Biologe an der UniversitÀt Wien
Noch mehr Tipps fĂŒr deinen Urlaub findest du auf austria.info/erholung
⏠Wald wirkt Wunder – ĂŒber Moos, MuĂe und MĂŒĂiggang wird von Ulli Cecerle-Uitz, Kathrin Löffel und Lothar Bodingbauer produziert.
⏠Ăber Urlaub in Ăsterreich Den getriebenen Geist zum Ruhepol in der Natur schicken: Wald, Wiesen, Seen und alpine Landschaften wirken schlieĂlich magisch auf unser Seelenleben. Wie schön, dass Ăsterreich reichlich davon zu bieten hat. Das Leben spĂŒren, geht hier ganz einfach. #feelaustria
Einen Podcast zu starten, das ist doch eine wirklich gute Idee. Es braucht auch nicht viel dazu.
1. Jede Person ein eigenes Mikrofon. Welches das ist, ist nicht die groĂe Frage. Aber die anzustrebende âPrĂ€senzâ kommt nur daher, dass das Mikro vor dem Mund ist. Das wollen wir haben. Wir zeichnen diese Mikros auf getrennten Spuren auf. Das ist das eigentliche Ziel der einzelnen Mikros: die getrennten Spuren. Jede Person braucht 1 Spur. Keine Kompromisse hier. Warum? Siehe den nĂ€chsten Punkt.
2. Die getrennten Spuren lĂ€dst du auf www.auphonic.com hoch und legst dort eine âMultitrack Produktionâ an. Auphonic wird daraus ein Audiofile File machen. Und zwar so: wer nicht spricht, wird stummgeschalten – denn das Mikrofon der ruhigen Person wĂŒrde ja auch die Sprache der daneben sitzenden sprechenden Person aufnehmen, aber das auf Entfernung. Das wĂŒrde klingen, wie im Bad. Und das genau wollen wir nicht. Es soll nach Studio klingen. Das könnte man auch per Hand machen, aber Auphonic macht das mĂŒhelos automatisiert fĂŒr 1 Euro die resultierende Stunde. Guter Klang und geschenkte Zeit – deswegen mögen wir Auphonic. Jetzt mĂŒssen wir das eine – gerechnete – Audiofile nur noch bereitstellen. DafĂŒr sorgt der nĂ€chste Punkt.
3. Theoretisch wĂ€re WordPress + Podlove Plugin die schönste Lösung, einerseits die Audioepisode zur VerfĂŒgung zu stellen, samt einem Feed fĂŒr den Podcast, unter dem Leute ihn in Verzeichnissen finden können. Das braucht ein bisschen Erfahrung und den Willen zum Schrauben. Wenn du dir das sparen möchtest, nimm irgend ein Modell von www.podigee.com – die kĂŒmmern sich um alles und die höheren Abomodelle beinhalten sogar Auphonic.
Das warâs. Der Rest ist Detail und Feinputz. Schau, dass du möglichst bald und regelmĂ€Ăig veröffentlichend auf Episode 10 kommst, dann hast du genug Erfahrung, dich um den Feinputz zu kĂŒmmern. Den Goldstandard des Audioequipments habe ich hier zusammengestellt, aber nimm ruhig einmal irgend etwas anderes, Hauptsache du berĂŒcksichtigst Punkt 1. Feedback und Verbesserungen bau immer in die nĂ€chste Folge ein, nicht in jene, die du veröffentlichen möchtest, sonst kommst du vor lauter Bessermachenwollen zu nichts anderem.
Und wenn du Fragen hast, stell dich bei sendegate.de vor und erzÀhl von deinem Projekt. Die gibt es PodcastpatInnen, die bedingungslos helfen. Ich bin auch einer.
“Entschuldigen Sie bitte”, ruft ein alter Mann aus dem offenen Fenster die Gasse hinunter zur vorbeigehenden Frau, “was ist heute fĂŒr ein Tag?” – “Samstag”, antwortet die Frau. “Ich danke Ihnen!”, ruft der Mann und zieht sich ins Wohnungsinnere zurĂŒck.
Musikalisches Arbeiten am Computer und im gleichen Raum => Musikalisches Arbeiten am Computer in virtuellen RĂ€umen => Musikalisches Arbeiten am Computer regional => Musikalisches Arbeiten am Computer global =>
Gibt es Rahmenbedingungen die unterschiedliche Arbeitsweisen verstÀrken und verschiedene Àsthetisch musikalischen Outputs provozieren?
Erfahrungen der EMU zum ausschlieĂlichem online Format und der Arbeit als Live-Gruppe.
Ausblicke – WĂŒnsche – TrĂ€ume fĂŒr die EMU und die Experimentelle Musik generell.
Erinnerung von Elisabeth an einen Abend im Rahmen des Symposion zum 30jÀhrigen Bestehen der EMU Ulm.
Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.