Radio, Science, Education

Wien

  • In Gesprächen überhören wir sie meist. Und doch sind sie wichtig. Wer sie beherrscht, gehört dazu. Ein Integrationskriterium?

    * Stell dir vor!
    * Geh!
    * Na geh.
    * Geh weiter…
    * Bist du deppert!
    * Wirklich?
    * Echt?
    * War ist’s.
    * Geh, wirklich.
    * Nein, sowas!
    * Ja, eh.
    * Na servus!
    * Oida! Oida? Oida. Oida!? Oida?!
    * Aber nicht wirklich.
    * Was du nicht sagst.
    * Ach so!
    * Interessant

  • Ein grüner Rasen ist ein rotes Tuch für viele von uns. Das Ideal – der Englische Rasen – ist dort entstanden, wo es auch viel Wasser gibt. Bei uns ist er eigentlich nicht zuhause.

    Da gehen wir doch mal in die Mitte rein und besuchen für diese Ausgabe der Bienengespräche den Rollrasenproduzenten Bernhard Zehetbauer im Marchfeld, im Norden von Wien. Er produziert in 3. Generation perfekten Rasen, der zeitschonend ausgerollt wird, um in einer neuen Heimat dann die Menschen zu erfreuen.

    Thematisch holen wir das Thema dann dort ab – und gehen in Richtung Wiese und Wald, gemeinsam mit dem Botaniker Michael Hohla, der uns in Obernberg am Inn die verschiedenen Zonen der Wildnis und Gezähmtheit von Wiese zeigt.

    Katja Hintersteiner – Ihr kennt sie von der “Linzer Biene” – bespricht dann noch mit uns (und in Anwesenheit der Hühner) – wie man Rasen, Wiese und “Gstetten” (so sagen die Wiener zur Wildnis) unter einen Hut bringt.

    Der Korrespondententeil kommt dann von Dominic Reiterer, ich habe ihn in Wien im Rüdigerhof getroffen, einem gepflegten Gastgarten mit Kiesgrund. Er erzählt über seine erste Honigernte.

    Ausführliche Einleitungen und Ausblicke zu Beginn und am Ende kommen von mir noch extra. Man könnte sagen, ich schwafle. Aber nein, ich wollte euch das alles sagen. Feedback jederzeit an lothar@sprechkontakt.at, und wenn Ihr Lust habt, für die kommenden Korrespondentenberichte ein Audio von Euch aufzunehmen, schickt einfach rüber und erzählt, was bei Euch am Bienenstand grad los ist.

    Permalink zur Folge: https://www.sprechkontakt.at/bg070/

  • Ö1 / Vom Leben der Natur ab 6. Juli 2021

    Mit winzigen Flügeln durch die Luft

    Elisabeth Koschier, Professorin für Pflanzenschutz, spricht diese Woche über die Thripse.

    Thripse sind sehr kleine Insekten. Sie werden auch Fransenflügler genannt, Blasenfüße oder Gewitterfliegen. Weltweit sind 6000 Arten beschrieben. Viele ernähren sich von Pilzen oder Pflanzen, andere sind Räuber und ernähren sich von anderen Insekten.

    Sie sind etwa 1 bis 3 mm groß, haben Flügeln mit Fransen, 6 Beinchen, einen ovalen Kopf mit Antennen. Ihre Mundwerkzeuge sind Stechborsten, die sie vorstoßen können, um Zellen auszusaugen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, es gibt zwei Larvenstadien, danach zwei Ruhestadien, dazwischen häuten sie sich, und zu guter Letzt entsteht ein erwachsener Thrips. Das ganze dauert zwischen ein und vier Wochen. Sie leben zwischen 20 und 70 Tagen.

    Thripse verstecken sich in Spalten und Nischen von Pflanzen, um sich vor Feinden zu schützen. Sie sind daher als Insektenart sehr unbekannt. Gut bekannt – und wenig geliebt – sind sie hingegen in der Landwirtschaft und der Zierpflanzenzucht. In Glashäusern und Monokulturen können sie großen Schaden anrichten.

    Interviewpartnerin:

    Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn.
    Elisabeth Helene Koschier
    Institut für Pflanzenschutz
    Universität für Bodenkultur, Wien


    Teil 1: Filename: radio358_thripse_1 Mit winzigen Flügeln durch die Luft


    Teil 2: Filename: radio358_thripse_2 Vorbereitungen zum Fliegen


    Teil 3: Filename: radio358_thripse_3 Herausforderungen im Gartenbau


    Teil 4: Filename: radio358_thripse_4 Lebensraum Zimmerpflanze


    Teil 5: Filename: radio358_thripse_5 Zuchtprogramm im Marmeladenglas


  • ORF Radio Österreich 1 | 18.07.2021 | Moment am Sonntag

    Sattes Grün in vielen Schattierungen

    Bekanntlich ist das Gras in Nachbars Garten immer grüner. Deshalb wird der Rasen gepflegt wie sonst kaum ein Stück Natur. Als Ideal gilt seit dem 18. Jahrhundert der sattgrüne, akkurat gestutzte “englische Rasen”. Wer ohne Mähen und Bewässern zum Rasenteppich kommen möchte, holt sich einen Plastik-Rasen in den Vorgarten. Wenn das Grün allerdings als Blumenwiese daherkommt, ist das oft Anlass für Unstimmigkeiten in der Nachbarschaft. Viele dieser “Gstettn” sind allerdings gewollt: die Stadt Wien etwa lässt bewusst manche Verkehrsinseln ungemäht, um die Pflanzen- und Insektenvielfalt zu fördern. Über private Grünflächen aller Art.

    Gestaltung: Bea Sommersguter und Lothar Bodingbauer

  • Interviews mit Folke Tegetthoff, professioneller Märchenerzähler und Autor Claudi Widerin, Deutsch- und Philosophielehrerin 

    Noch mehr Tipps für deinen Urlaub findest du auf austria.info/erholung

    ▬ Wald wirkt Wunder – über Moos, Muße und Müßiggang wird von Ulli Cecerle-Uitz, Kathrin Löffel und Lothar Bodingbauer produziert.

    ▬ Über Urlaub in Österreich Den getriebenen Geist zum Ruhepol in der Natur schicken: Wald, Wiesen, Seen und alpine Landschaften wirken schließlich magisch auf unser Seelenleben. Wie schön, dass Österreich reichlich davon zu bieten hat. Das Leben spüren, geht hier ganz einfach. #feelaustria

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  • Manuskript

    SIGNATION “Wort der Woche”

    Der Hausarrest verbindet etwas Angenehmes – das Haus – mit etwas Unangenehmen – dem Arrest. Arrest, entstanden das Wort aus dem lateinischen restare – zurückbleiben, stillstehen; wir kennen auch arretieren, und das bedeutet: blockieren. Man wird zuhause blockiert. Das kennen einige von uns vielleicht aus den 1950er- und 60-er Jahren, wo das oft angewendet wurde, wenn Kinder etwas angestellt hatten. Keine Freunde treffen. Kein Badenfahren. “Ist das erlaubt”, fragen offenbar viele Kinder Google. Und die Antwort ist, ja, leider. Aber: einsperren dürfen die Eltern die Kinder dabei nicht, das wäre Freiheitsberaubung. Man kann die Kinder auch nicht der Schulpflicht entziehen. Langer Hausarrest gilt aber als eine sehr schwere Form der Strafe. Häufig wird auch Computer- oder Fernsehbenützung verboten. Wer übertreibt, gefährdet das Kindeswohl, und das ist sehr wohl verboten.

    Galileo Galilei wurde 1633 bis 1642 von der Inquisition unter Hausarrest gestellt, weil er die Sonne in den Mittelpunkt rückte. Das waren Vergehen. 9 Jahre dauerte dieser Hausarrest, der, so muss man sagen, nur durch Galileos Tod beendet wurden.

    International gibt es viele Beispiele von Menschen, die zuhause festgesetzt werden oder wurden.

    In Österreich aber ist Hausarrest im öffentlichen Recht durchaus ein geordneter Teil des Strafvollzugs. Seit 2010. Denn wer zuhause ist, hat Struktur. Er muss eine Arbeit haben.

    OT “Anstatt dass man in Haft ist, ist man im eigenen Zuhause und hat dann nur ganz bestimmte Zeiten, wo man die Unterkunft verlassen darf.”

    Miriam Zillner ist leitende Sozialarbeiterin im Verein Neustart, einer Organisation für Bewährungshilfe und Soziale Arbeit. Haftstrafen bis zu 12 Monaten dürfen in Österreich in Hausarrest umgewandelt werden. Im Durchschnitt sind es 3 Monate.

    OT “Es gibt Sonderzeiten wo man die Unterkunft verlassen darf. Man braucht eine Beschäftigung, eine Tagesstruktur, da darf man die Unterkunft verlassen. Und für Einkauf, Arztbesuche. Und Behördentermine.”

    Das Gefängnis zuhause ist ein Gefängnis im Kopf, sagt Miriam Zillner und berichtet von einem der ersten Häftlinge, der 2010 in den Hausarrest durfte.

    OT “Man ist eingesperrt, und er hat gesagt, nach ein paar Wochen hat er diese Fußfesseln nicht mehr gesehen, sondern er hatte das Gefängnis im Kopf sozusagen, weil er eben nicht raus darf aus der eigenen Wohnung.”

    Miriam Zillner berichtet von durchwegs positiven Erfahrungen. Die Betreuung ist das Um- und Auf. Man ist beim behördlich angeordneten Hausarrest mit elektronischer Überwachung nicht einfach nur zu Hause.

    OT “Es bringt aus unserer Sicht, aus unserer Erfahrung, dass die Personen, die die Haft auf diese Art verbüssen, dass Resozialisierung nicht notwendig ist, weil sie nie die Unterkunft und die Arbeit verlieren und so nie aus dem Umfeld herausgerissen werden und dadurch auch der Einstieg nicht wieder notwendig ist. Der zweite Grund ist, dass es eine extreme Voraussetzung an Struktur braucht. Die Personen müssen den ganzen Tagesablauf selbst strukturieren, haben da so etwas wie einen Wochenplan und müssen den einhalten. Und immer früh aufstehen, um in die Arbeit zu gehen zum Beispiel. Viele Personen haben das davor nie geschafft. Und das war dann oft das erste Mal, dass sie das über einen längeren Zeitraum geschafft haben.

    Strafen haben in unserer Gesellschaft eine Wandlung erlebt. Prügelstrafen wurden abgeschafft. In den 1970er Jahren prägte der ehemalige Justizminister Christian Broda den Begriff der „Gefängnislosen Gesellschaft“. Das Gefängnis aber gibt es nach wie vor. Es gibt hier den Begriff “Haftübel” das verspürt werden soll. Haftübel als Konsequenz eines strafrechtlich relevanten Verhaltens in der Vergangenheit. – Hausarrest unter kontrollierten Bedingungen, sagt Miriam Zillner vom Verein Neustart, das ist moderner Strafvollzug.

    OT “Dadurch dass die Personen eben nicht aus dem Umfeld herausgerissen werden, den Job nicht verlieren und die Wohnung nicht verlieren nämlich auch aus Sicht der Rückfallgefahr, ohne Arbeit und ohne Einkommen ohne Wohnen hat man eine höhere Rückfallgefahr, das sagen auch zahlreiche Studien und dadurch dass dieser Verlust nicht passiert, dass eben die Arbeit bleibt und auch bleiben muss, weil sonst verlieren sie den elektronisch überwachten Hausarrest, ist das ein großer Vorteil aus unserer Sicht, dass der elektronisch überwachte Hausarrest angewendet werden kann.”

  • Podcasts werden gehört, Podcast finden Community. Das kann kaum verhindert, unter Umständen aber gefördert werden.

    1. Hörer:innentreffen
    2. Nicht in Zielgruppen denken, eher vielleicht in “Stilgruppen” (Quelle)
    3. Werbung hat noch nie etwas besser gemacht
    4. Kontinuierliches und regelmäßiges Publizieren
    5. Content – Inhalt – Relevanz
    6. Werbung ab 5000 regelmäßige Downloads über zB https://missing-link.media 
    7. Live-Sendungen mit Bühne
    8. Live-Sendungen mit Chat
    9. Newsletter, Instagram, Facebook, Twitter 
    10. Titel sind überbewertet / Ausnahme: „Der Podcast des Jahres“ von den Gebrüder Moped
    11. Vorbilder anschauen: Erklär mir die Welt, Falterradio, Freakshow, Erzähl mir von Wien, Lage der Nation, Methodisch inkorrekt, Omega-Tau, Sozialpod, Raumzeit, Jung und Naiv, Geschichten aus der Geschichte, wrint, Sendegarten
    12. Die Themenlandschaft des Podcasts konsequent abarbeiten (alle relevanten Stellen/Leute kommen irgendwann mal vor)
    13. Host erarbeitet sich einen „Ruf“, wird als Person wiedererkannt
    14. Eingeladen werden / cross-podcast
    15. Jemanden einladen, die:der Community hat
    16. Thema des Podcasts ist klar abgegrenzt (Astronomie, Kakteen)
    17. Art des Podcasts ist wiedererkennbar
    18. Flyer auf (Fach-) Veranstaltungen
    19. Berichte in Fachzeitschriften
    20. Preise (Auszeichnungen) sind nicht zu vernachlässigen 
    21. Moderationen übernehmen
    22. Kalte Akquise (Universitätsinstitute)
    23. „Routinekompetenz“ durch Regelmäßigkeit in Nebenpodcasts erarbeiten
    24. Podcaster:innen-Treffen: #Podstock, #Subscribe, Podcasterei Österreich #meetup
    25. Gastgeber:in sein (Rubriken)
    26. Erst ab Folge 10 den Community-Apparat auffahren – spart Nerven
    27. Authentische Sprache (nichts ablesen)
    28. Golden Five: Audioqualität, Formatklarheit, Feedbackkultur, Workflow sitzt, Sprache passt
    29. WhatsApp /Signal Audiomailbox einrichten, Hörer:innenbeteiligung
    30. Nischenhoheit anstreben
    31. Bei sendegate.de anmelden, mitschreiben und mitlesen
    32. Warum nicht auch Apple Podcasts Subscriptions probieren
    33. Kommerzielle Plattformen nicht ignorieren, „keine kommerzielle Nutzung“ schränkt Reichweite ein
    34. Clubhaus Room nach einer Sendung zum Diskutieren mit Hörer:innen
    35. Kolumne in irgendeinem Magazin gedruckt auf totem Holz
  • Leben im Weniger – Diagonal zum Thema Reduktion

    Link zur Sendung: https://oe1.orf.at/programm/20210626/641993/Diagonal-zum-Thema-Reduktion

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  • Der Meeresbiologe und Fotograf Robert Hofrichter spricht diese Woche über eine Gruppe von 115 Inseln im Indischen Ozean, von denen große Teile als Naturschutzgebiete gewidmet sind.

    Die Republik Seychellen sind ein Land, das größtenteils aus Ozean besteht – dem westlichen Teil des Indischen Ozeans. Die vielen Inseln liegen auf einem Plateau im Osten Afrikas, die Wassertiefe beträgt auf diesem Plateau nur um die 50m.

    Entstanden ist die Inselgruppe von rund 115 Inseln. Die Granitinseln waren ein Bruchstück von Gondwana, dem „südlichen Urkontinent“. Sie haben sich von Afrika, Madagaskar und Indien losgelöst. Tiere und Pflanzen haben sich auf den Inseln daher weitgehend unabhängig von anderen Weltgegenden entwickelt.

    Weiße Sandstrände, verwitterte Granitblöcke und tropische Vegetation. Die Inseln entsprechen unserer Vorstellung von Paradies. Tatsächlich sind große Teile als Naturschutzgebiete definiert. Riesenschildkröten haben sich hier entwickelt.

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  • Im #CafeGoldegg haben sie‘s nach dem Gewitter grad ziemlich lustig #WienLiebe #1040 #Sommer2021

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer