Radio, Science, Education

Wien

  • Herrscher über das “Netzwerk” Straße: Auf regionaler Ebene sind die Straßenmeistereien in Österreich für die Verbindungen zwischen den Orten zuständig. Ohne ihre Arbeit würde das Leben im Land still stehen. Besonders im Winter steigt die Arbeitsbelastung für den Straßenmeister, der die Arbeitskräfte und Maschinen in den Einsatzgebieten koordiniert. Berufsbild eines im Hintergrund wirkenden Netzwerkers.

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  • Nicht nur am Schweizer CERN gibt es einen Teilchenbeschleuniger mit österreichischer Beteiligung, sondern auch in Japan. Precision-Physics lautet das Schlagwort.

    Vorige Woche erfolgte der Startschuss für ein Upgrade des KEKB Beschleunigers in Tsukuba, in Japan, der damit zum Super-KEKB Beschleuniger in den kommenden drei Jahren umgebaut wird. Die physikalische Auswirkung der Daten erfolgt durch das Belle-II Experiment, dessen Siliziumdetektor von den Hochenergiephysikern des Hephy gebaut und betrieben wird.

    In dieser Sendung hören Sie ein Gespräch mit Christoph Schwanda, vom Hephy, über die kommende Arbeit und die Forschung in Japan.

    Buchtipp: Spiel, Physik und Spaß. Christian Ucke, H. Joachim Schlichting. Wiley-VCH. Hübsches Buch über Funktionsweise und Hintergrund von “physikalischem Spielzeug” – Physik zum Mitdenken und Nachmachen.

  • Aktuelles aus der Schule
    Plakat
  • Es gibt doch nichts Besseres für einen sonnigen Nachmittag, als mit ausgesuchten Podcasts über die Praterhauptallee zur Donauinsel zu laufen. Folgende vier großartige Sendungen habe ich am Samstag dabei gehört:

    1) SWR2 Wissen – Emilie du Châtelet (1706 – 1749): Die erste Naturwissenschaftlerin, eine Gefährtin Voltairs. Ein hingebungsvolles Portrait, mit spannender Dramaturgie und unfassbarem Ende. 30 Minuten. Link

    2) BR2 Sozusagen – Anglizismen gibt es genug im Deutschen, aber wie sieht es mit russischen Worten aus? Wolf Oschlies hat ein Buch darüber veröffentlicht und spricht mit Thomas Meyerhöfer darüber. 15 Minuten. Link

    3) ABC Radio National All in the Mind – Besuch im Sigmund Freud Museum. Ein überaus schönes Gespräch der Gestalterin Natasha Mitchell mit der Sigmund Freud Expertin Bettina Althoff. 30 Minuten. Link

    4) Dradio Wissen – Studium der evangelischen Theorie. Svenja Üing spricht über die Inhalte und Umstände des Studiums, sowie der Arbeit danach. Solche Berufsbilder sollte man hören können, bevor man studiert. 15 Minuten. Link

  • SWR2 Wissen – Emilie du Châtelet (1706 – 1749): Die “erste Naturwissenschaftlerin”, eine Gefährtin Voltairs. Ein hingebungsvolles Portrait von Marianne Thoms mit spannender Dramaturgie und unfassbarem Ende. 30 Minuten.

    Link zu SWR2-Wissen

  • Großartige Radiosendung im Programm SWR2 Wissen: Vom Atom zum Atomkraftwerk. Naturwissenschaften in der Schule. Es spricht der Kognitionswissenschaflter Ralph Schuhmacher, wie Kinder mit Experimenten und Diskurs zur Naturwissenschaften finden können. Link zur Sendung

  • Da ist wer witzig, dort oben im Norden! Der NDR-3 Erziehungsratgeber als Podcast. Am selben Tag im Fernsehen: bei Lanz im ZDF zu Gast die Rapper Bushido und Sido. Das war eine sehr schöne Sendung. Lanz muss immer “Stopp” sagen, wie zu schlimmen Kindern. Und die anderen Gäste werden nervös, weil Bushido so böse schaut und über den Bambi was anderes sagt, als erwartet wird, aber zu erwarten war.

  • Das Wort der Woche. Ein Zustand, eine Diagnose, und das Wort selbst eine Vereinigung der verschiedensten Vorstellungen darüber. Hyperaktivität, die übersteigerte Aktivität. Im Gegensatz zum “normalen” Aktivitäts- und Bewegungsverhalten – und damit sind wir sofort bei der gesellschaftlichen Dimension.

    Filename: radio120_wow_hyperaktiv

  • Die Eisenbahn wurde von Ingenieuren entwickelt. Von Experten. Sie verwenden ihre Fachsprache, wenn sie über die Eisenbahn und ihren Betrieb reden. 

    Verwendet wird die Eisenbahn aber von allen Menschen. Sie verwenden ihre Alltagssprache, wenn sie über die Eisenbahn und ihren Betrieb reden. Es geht um die Verbindung dieser Sprachen in dieser Sendung. Es geht um die Sprache der Eisenbahn.

    Und wenn Sie nach dem Beitrag noch Lust haben, zuzuhören: ein Gespräch mit dem Eisenbahnhistoriker Alfred Horn haben wir in Gösing an der Mariazellerbahn aufgenommen.

    Ein Buch möchten wir Ihnen auch vorstellen:

    Quantenfische. Die Stringtheorie und die Suche nach der Weltformel von Dieter Lüst. Der Autor ist Leiter des Arnold Sommerfeld Instituts für Physik an der Ludwig Maximilans Universität München und Direktor am Max Planck Institut für Physik in München. Um die Stringtheorie zu erklären, greift Dieter Lüst in diesem Buch auf das Modell des Lebens von Fischen in einen Teich zurück. Die Quantenfische. Und der Quantenfischteich, in dem sie leben, ist nur eine unter vielen Möglichkeiten. Eines Tages fassen die Fische den Plan, ihren Teich zu verlassen, nicht zuletzt um die eigene Fischart vor dem Aussterben zu bewahren. Der aktuelle Stand des Wissens, zusammengefasst, mit einem sympathischen Modell beschrieben und verständlich dargestellt. Erschienen im C.H. Beck Verlag München.

  • Aufnahmen bei der Kuh am Mittelpunkt Europas (Litauen)

    Technische Bemerkungen – welche Hardware brauche ich für Radioaufnahmen?

    Tipp: Erst einkaufen, wenn man mit einem Radiobeitrag auch Geld verdient. Man kann sich die Geräte auch ausleihen, wenn man einen konkreten Beitrag plant bzw. vereinbart hat. Wer aber gerne mit Aufnahmegerät und Mikro auf Urlaub fährt, statt mit einem Fotoapparat, dann kann dadurch natürlich einen Gleich-Kauf gut argumentieren! Link: Aufnahmebeispiel aus Schottland.

    Welches Aufnahmegerät ist empfehlenswert?

    Kassette, DAT, MiniDisk ist vorbei. Heute nimmt man auf Speicherkarten auf, was den Vorteil hat, dass die gesammelten Töne mit USB Kabel direkt als Daten auf den Computer übertragen werden können. Wichtig ist ein ordentlicher Mikrofonstecker (XLR, Klinke), der sich nicht ausnörgelt, sowie eine manuelle Aussteuerungsmöglichkeit. Mein Aufnahmegerät ist ein Zoom F8 Field Recorder, braucht wenig Batterien und kann auch Podcast Aufnahmen mit bis zu 8 Mikroeingängen machen.

    Welches Mikrofon ist empfehlenswert?

    Eine gute Wahl schlägt sich spürbar in einer guten Tonqualität nieder. Vermutlich ab 100-200 Euro wird ein gutes Mikrofon kosten. Ob Mono, oder Stereo kommt darauf an, ob man Interviews aufzeichnet (Mono) oder viel mit Geräuschen arbeitet (Stereo). Wichtig ist ein weiches Mikrofonkabel, mit einem harten gibt es schnell Nebengeräusche. Beispiele finden sich hier. Meines ist ein AKG 1000S (Mono), und ein Beyerdynamic MCE82 (Stereo). Ich verwende beide mit einem sympathischen Rycote Windschutz draußen vermeidet Windgeräusche.

    Neuester Zugang: Yellowtec iXm Mikrofon mit Beyerdynamics Kapsel mit Nierencharakteristik, das das Aufnahmegerät digital eingebaut hat. Mono. Das heißeste Ding auf Erden. Gekauft bei Studer in Wien. Link zum Mic.

    In welchem Format wird aufgezeichnet?

    Idealerweise als verlustfreies WAV File. Etwas mehr als eine Stunde Stereo passen auf 1 GB Speicherkarte. Wenn der Speicherplatz knapp wird, kann man auch als MP3 (128, 44100) aufzeichnen, hat plötzlich 17 Stunden Speicherplatz, ist annähernd genau so gut, hat aber ein leicht höheres Rauschen.

    Yellowtec iXm

    Das soll man sich alles kaufen?

    Erst wenn man damit Geld verdient, oder statt einem Fotoapparat einfach grundsätzlich gerne mit einem Tonaufnahmegerät auf Reisen geht. Hier ist ein Beispiel für so ein “Audiofoto”.

    Welches Schneideprogramm ist empfehlenswert?

    Das ist mehr eine Frage des Geschmacks, da eigentlich alle Schneideprogramme die einfachen Schnittmöglichkeiten haben, die man für Radiosendungen braucht. Kostenlos ist Audacity, ich habe auf meinem Mac Book mit ProTools, gearbeitet, bin aber auf Hindenburg umgestiegen; der ORF arbeitet überall mit DIGAS, einige Leute arbeiten mit Adobe Audition, in die Podcast-Richtung geht Reaper/Ultraschall. Mit allen diesen Programmen lassen sich mehrere Audiofiles in mehreren Spuren auch zu komplexeren Beiträgen arrangieren. Aber mein Renner für *Radio*beiträge ist Hindenburg Journalist, ca. 85 Euro. Großartig. Macht genau was man braucht: schneiden, Clips speichern, arrangieren, Level automatisch, Blenden machbar. Empfehlung.

    Wird viel geschnitten?

    Für Radio schon. Zum Beispiel 76 Schnitte auf 4:20 min. in diesem Hörbeispiel: Link, mp3

    Fehlt noch ein Ton?

    Den kann man sich hier kostenlos ausborgen. www.freesound.org. Einige beiläufig aufgenommene Atmos von mir sind hier zu finden: www.freesound.org/people/vollkornbrot

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer