Radio, Science, Education

Wien

  • In dieser Sonderausgabe der Bienengespräche hört ihr Ausschnitte aus den Folgen 1 bis 14, in Form einer Radiosendung, die im Rahmen des ORF Schwerpunkts Mutter Erde am 21. Juni 2015 im Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt wurde.

    Viel Vergnügen bei diesem akustischen Rundflug.

    Link zur Sprechkontakt-Produktion 218

  • Menschen, Landschaften, Netzwerke. Kommunikation, Einfluss. Veränderung.

    Johannes Preiser-Kapeller untersucht mit den Mittel der Netzwerkanalyse das Beziehungsgeflecht im alten Byzanz. Im Mittelalter.

    Wir sprechen über Päpste, Weihen, Beziehungen, Landschaften. Darüber, wie man ein Netzwerk darstellt und analysiert. Wir unterhalten uns über Komplexitätsforschung und über Bücher, die man mitnehmen müsste, wenn man das Büro fluchtartig verließe.

    Gesprächspartner: Johannes Preiser-Kapeller, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Mittelalterforschung, Abteilung Byzanzforschung

    Link: http://www.oeaw.ac.at/byzanz/

    Buchtipp: Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipps II, Fernand Braudel

  • Nützling, Schädling, Lästling. Wildling, Fegling, Flugling, Saugling, Flüchtling, Reindling, Weidling. Fingerling, Widerling, Finersling, Engerling. Schmetterling, Halbling. Prüfling, Günstling. Jüngling, Lüstling, Wüstling, Fiesling, Emporkömmling. Feigling. Lehrling, Liebling, Mischling, Häuptling, Frühling, Zwilling Neuling. Frischling, Rötling, Schönling, Jährling, Primitivling. Meidling! Sprössling, Däumling, Engerling, Hundling, Mandling, Setzling, Winzling, Schilling, Schelling. Fiesling, Miesling. Schmächtling. Sennerling. Frühling! Suling, Siling. Fäustling, Erstling. (Danke H.C. Luschützky, @HerrRau, @Xoph_vienna, @DerExplikator, Monika Reichart, Emmanuel Dammerer, Alena Baich, Jörg Reitmaier, Ladislav Vorich, Stella Damm, Karin Zanyath, Rex Marten Gaidies, Zoe Valerie Georgi, Gerlinde Meyer-Schmitzberger, Judith Purkarthofer)

    Chuck Berry – My Ding-A-Ling

  • lut038Dominik Wydra spielt in der Rapid Kampfmannschaft. Er ist Kapitän der österreichischen U21 Nachwuchs-Nationalmannschaft. Seit heuer ist er auch Absolvent des Abendgymnasium Wien. Im Gespräch mit Martin Schmidhammer und Lothar Bodingbauer erzählt er über das Lernen und die Karriere mit Fußball.

    Link: SK Rapid | ÖFB | Wikipedia

  • Wort der Woche: Man merkt es an der Stimmung in den Straßen. Die Ferien kommen. (Moment / ORF Radio Österreich 1)



    MODERATION: Man merkt es an der Stimmung in den Straßen. Die Ferien kommen. „Ferien“. Österreich liegt mit 9 Wochen Sommerferien eher im unteren Mittelfeld, da gibt es Länder wie Finnland, Litauen, Spanien und Ungarn mit elf Wochen, sowie Estland, Malta, Portugal und Rumänien mit zwölf Wochen. Ja und in Irland, Island, Italien, Lettland und der Türkei dürfen sich Schüler gleich über 13 Wochen freuen. Ferien.

    SIGNATION: DAS WORT DER WOCHE

    Ferien. Das Wort klingt schon so, wie Ferien eben sind. Lange. Warm. Bedeutend. Mit einem langen Einzug, einer aufregenden Mitte, und einem spannenden Finale, das am Schluss, am N – mit etwas Neuem endet. „Ferien“. Das spürt der ganze Körper.

    OT 01: Erlösung. Erleichterung. Prägende Erlebnisse aus der Schulzeit, wo man entgegengelechzt hat der Ungebundenheit und dem Abfall der Pflichtungen.

    Hans Christian Luschützki ist Professor am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien. Auch er kennt die Herkunft des guten Gefühls, das so ein Wort wie Ferien hervorruft.

    OT 02: Es hat nicht nur einen angenehmen Klang durch das R und das N, lauter sonore, klangvolle Laute, sondern das Schöne an dem Wort Ferien ist, dass es ein sogenanntes Plurale Tantum ist. – Es tritt nur in der Mehrzahl auf, und wenn man das vereinzeln möchte, dann muss man sagen, ein Ferienatag, oder ein Ferienwochenende. Aber Ferien ist immer Plural.

    Die Ferie alleine gibt es also nicht. Ferien, das ist das schöne, die kommen immer gleich im Pack.

    OT 03: Ferien kommt aus dem Lateinischen und im Lateinischen war es so, dass zwischen zwei Selbstlauten ein S einmal zu einem R geworden ist. Und daher kann man im Altlateinischen noch die Form FESIE lesen, in den Quellen, die da zu FERIE geworden ist.

    Wir fahren in die Fesien… Klingt nicht so gut. Aber ob Fesie oder Ferie: Wenn man die Worte am Schopf packt und an der Wurzel schaut, dann steht dort die Bedeutung „heilig“.

    OT 04 Die Feriae waren alos die Heiligen Tage, wo die Arbeit ruht, wo sakrale Handlungen ausgeführt werden und der gleichen.

    Das werden auch alle Schüler unterschreiben, wobei unter sakrale Handlungen für sie auch Fußballspielen, schwimmen, oder miteinander Zeit verbringen fällt. Das Wort „Fest“ liegt dabei gar nicht weit weg.

    OT 05 Im Wort Festus oder Festi ist ja im Lateinischen das S nicht zwischen zwei Vokalen gewesen und deshalb nicht zu R verschoben. Und so gibt es diese Alternation Ferie einerseits wegen der Lautstruktur und Festus, und Festum, andererseits, für eine bestimmte Festivität. Festivitas. Auch wieder ein lateinisches Wort.

    Ferien, die Zeit für’s Heilige. Später waren es dann im Gericht auch die verhandlungsfreien Tage. Dass wir heute auch die schulfreie Zeit damit bezeichnen, da hat sich in vielen Jahrhunderten doch einiges an Bedeutung gewandelt .

    OT 06 Ja, das ist eine allgemeine Tendenz der Profanierung von ursprünglich sakralen Einrichtungen. Denken Sie an die Entwicklung, die das Wochenende genommen hat, ausgehend vom Sonntag, der der Tag der heiligen Messe war, und des Hochamts. Jetzt beginnt schon Freitag Mittag das Wochenende, und man wünscht sich schönes Wochenende und nicht nur schönen Sonntag. Und so haben auch die Ferien ihre ursprünglich religiöse Bedeutung eingebüßt und sind profaniert werden, wie so vieles ander auch.

    — SCHNEIDEN MÖGLICH

    Profan, das bedeutet „vor dem Heiligen“.

    OT 07 Ja. Genau, das Fanum ist nämlich mit diesem Festum und Ferien Wurzel verwandt und das ist auch ein Lateinisches Nomen, das von dieser gleichen Wurzel abgeleitet ist.

    Schnell hört man auch die Unterschiede, je nachdem, wie sehr sich das Heilige von Früher noch gehalten hat.

    OT 08 Im Englischen Holidays, das sind die heiligen Tage. Das ist eigentlich genau der Sinn, den das Wort auch im LAteinischem gehabt hat.

    In anderen Ländern haben die Ferien natürlich andere Bezeichnungen. Zum Beispiel in Italien: Ferragosto – von Feriae Augusti, dem Festtag des Augustus.

    OT 09 Das ist im August dann der Beginn der Marienfeiertage, die Hitzeferien. Aber ansonsten heißen die Ferie italienisch ja Vacanze, auch französisch Vacane, Vacationes im Spanischen. Das kommt vom lateinischen Wort CAVUS, cavare, das hohl, leer bedeutet. Also, die Leeren Tagen. Das sind die, die frei von Verpflichtungen im Sinne ist das zu verstehehen. Man hat auch früher im Deutschen von Ostervakanz und der gleichen gesprochen und das ist aber veraltet.

    Auch in Russland haben die Ferien eine Beziehung zum Lateinischen, erzählt der Sprachwisseschahftler Hans Christian Luschützki.

    OT 10Im Russischen heißen die Sommerferien Kanikuli, und das geht auf das Lateinische Kanikulis zurück, die Dies Kanikulares, das waren die Hundstage, wo der Sirus, der Hundstern in der Sonne mit der Sonne zusammenkommt und besonders hell leuchtet, das hat sich im Russischen interessanterweise etabliert, als der Begriff für diese Hitzeferien, die Sommerferien.

    Im Griechischen wiederum ist mit den Ferien nicht die Hitze des Sommers oder die Heiligkeit der Tage gemeint, sondern die Zäsur.

    OT 10 Im Neugriechischen gibt es einen Ausdruck: Diakopes. Das ist auch Plural, die Ferien. Das heißt nur Unterbrechung.Von Diakopto: Durchschneiden, Unterbrechen. Das ist die Unterbrechung der Arbeits- bzw. Unterrichtszeit.

    Die Ferien selbst, das ganze Konzept der langen Sommerferien kommt aus dem Schulwesen. Kinder brauchen Pause. – Wer arbeitet hat Urlaub.

    — SCHNEIDEN MÖGLICH

    OT 11 Die Ferien hatten wohl auch sachliche Veranlassung, etwa nur etwa dass die Bauernkinder zuhause bei der Ernte helfen konnten. Es gibt ja auch Ernteferien heute noch in der Schweiz etwa gibt es im Herbst die Herbstferien, in Bayern. Die Osterferien waren eher sakral bedingt damit man dieses Ruhefest und die Weihnachtsferien die hohen Feste in der Familie gemeinsam feiern kann, weil früher viele Schüler Internatsschüler waren und dann nach Hause fahren konnten, das scheint wohl irgendwo im Schulsystem durch verschiedene Ursachen so etabliert zu haben.


    ABMOD
    
Ferien, das Wort der Woche, gestaltet von Lothar Bodingbauer.


     

    Filename: radio217_wow_ferien Beitrag


  • Wie haben sich Gesellschaften im Mittelalter entwickelt? Was bedeutet es, in die “Kapillaren” einer Gesellschaft forschend einzudringen? Und wie wird in Wien gegrillt?

    Gespräch mit Oliver Schmitt, Professor für Osteuropäische Geschichte in Wien.

    Im dritten Teil der Serie “VISCOM – die Physikalische Soiree jenseits der Ränder der Naturwissenschaft” – erzählt Oliver Schmitt von seiner Sicht aus über den Forschungsschwerpunkt der Österreichischen Akademie der Wissenschaft, eine Zusammenarbeit mehrerer Institute, die die Entwicklung der Gesellschaft im Mittelalter aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet.

    Wir erfahren über die günstige Quellenlage beim Raub von Krautköpfen, sprechen viel, wie geisteswissenschaftliche Forschung aktuell gemacht wird und sehen uns auch die Themen der Gegenwart an: ein Bild Osteuropas, abgebildet an Wiens Donaustränden.

    Ja, wir sprechen auch über Lust am Lesen, Reden und an Forschung.

    Link: http://sfb-viscom.univie.ac.at

  • Imkern in Österreich. Eine Sendung im Rahmen des ORF Schwerpunkts “Mutter Erde braucht dich!” zum Thema “Bienen”.

    Mit der Bedrohung der Honigbiene durch Umweltgifte und Monokulturen ist in den letzten Jahren bei vielen Menschen der Wunsch entstanden, sich mit Bienen zu beschäftigen. Die Imkerei hat wieder einen regen Zuspruch bekommen und bleibt nicht mehr den professionellen Imkern und Hobbyimkern im Pensionsalter vorbehalten. Wer sind die Menschen, und was fasziniert sie am „Bien“ – so wird ein gesamtes Volk, das aus bis zu 80.000 Teilnehmer/innen (Drohnen, Arbeitsbienen, Königin) besteht, genannt. Wie lernen sie die Imkerei, wie gehen sie mit Misserfolgen um, und ist wirklich Honig die Belohnung? Ein akustischer Rundflug mit Bienen und Menschen. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

    Audio: hier zu hören – im Podcast Bienengespräche

  • Schnell werden Bauern zu Gegnern, wenn es um das Thema Pflanzenschutz geht.

    Im Gespräch erzählt Hubert Köppl viel von der Sicht der “anderen Seite”. Er ist Berater für Bauern zum Thema Pflanzenproduktion. Hubert ist selbst auch Imker in Oberösterreich.

    Weiters: Ein Interview mit dem Zoologen Karl Crailsheim zur Bienengesundheit in Österreich und der hohen Wintersterblichkeit 2014/2015.

    Kosten bei der Arbeit. Mit Fritz Haselsteiner. Foto: Heidrun Singer.
    Süßes bei der Arbeit. Auf dem Dach der Wiener Staatsoper. Mit Fritz Haselsteiner. Foto: Heidrun Singer.

    Der Korrespondentenbericht kommt dieses Mal als Reportage: Bienen auf der Oper in Wien, wir begleiten Heidrun Singer und Fritz Haselsteiner.

    Hinweis auch auf die Ö1 Bienen & Menschensendung am 21. Juni 2015: Moment Leben Heute, 18:15 Uhr, ORF Radio Österreich 1. Link zum Programm.

  • Die hohen Winterverluste der Honigbienen in Österreich haben vor wenigen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Wie ist es um die Gesundheit der Insekten bestellt? Dieser zentralen Frage gingen die „Bienengespräche im Ö1 Hörsaal“ am 11. Juni 2015 im Botanischen Garten der Uni Graz nach. Unter der Moderation von Mag. Dagmar Eklaude, Presse + Kommunikation an der Uni Graz, diskutierten Publikum und Podium angeregt. Als ExpertInnen standen Rede und Antwort: Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim, Institut für Zoologie, Mag. Lothar Bodingbauer, Wissenschafts-Journalist und Imker, Ing. Maximilian Marek, Präsident des Steirischen Landesverbandes für Bienenzucht, und Mag. Jutta Vollmann, Institut für Zoologie.

    Link zum Beitrag der Uni Graz

    Link zum Bienenpodcast

  • P1180918

    Schwarz-gelbe Sympathieträger. Über die Erfahrungen der ersten Bienenjahre in unserer “Lernimkerei” ein Bericht im Wissenschaftsblog “Schrödingers-Katze“.

    Link zum Interview (PDF)

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer