Radio, Science, Education

Wien

  • Kilian Kleinschmidt hilft Menschen in Not. Indem er ein Flüchtlingslager leitet, indem er Hilfe organisiert, indem er zuhört und Menschen verbindet. Indem er Rechte benennt.

    Im Gespräch mit Ingrid Rachbauer und Lothar Bodingbauer erzählt er über seine Sicht von Elend, Menschenrechte und die Möglichkeit zur Hilfe.

    Großgeworden ist Kilian Kleinschmidt in Berlin als Sohn einer Lehrer- und Verlegerfamilie, er ist ausgestiegen, wurde Dachdecker in den Pyrenäen, Motorradfahrer in Mali auf den Spuren von Paris Dakar und arbeitete als Helfer für Menschen in Not von 1988 bis jetzt. (Link zum Lebenslauf).

    Er hat das Schicksal von vielen Menschen beeinflussen können, war für die UN (Vereinten Nationen) in den Konfliktzonen dieser Welt: Kongo, Sri Lanka, Somalia, zuletzt als Leiter eines Flüchtlingslagers Zaatari in Nord-Jordanien. Hier ist ein Artikel von Spiegel Online über seine Arbeit dort.

    Als Leiter des Flüchtlingslagers war eine seiner selbstgesetzten Aufgaben, Bezirke festzulegen und Straßennamen zu vergeben, damit jeder Flüchtling eine eindeutige Adresse hat (Link zum Wikipedia-Eintrag).

    Jetzt arbeitet er in Wien, aus Wien heraus. Er versucht, das was die Welt beser machen sollte, zu verbinden. Er verbindet Ressourcen und Kapazitäten. Es geht dabei nicht nur darum, Essen oder Decken zu organisieren. Es geht auch um die Umsetzung des Rechts, zu träumen.

    Für ihn gibt es keine “Guten und Bösen”. Es geht aber sehr wohl um Macht, Autorität, Unterdrückung. „Ich habe sie nicht gefunden, die guten Rebellen“. Derzeit schreibt er an seiner Autobiographie.

    Er will jenen, die wollen, aber nicht können, Möglichkeiten geben. Denn jeder hat ein Recht auf ein Leben im 21. Jahrhundert.

  • Die Bad Ischler Bahn verband Salzburg mit Bad Ischl im Salzkammergut von 1893 bis 1957.

    Werner Schleritzko hat diese Bahn “erlernt” – er hat erforscht und recherchiert, was es zu dieser Bahn an Wissen gibt.

    Im Gespräch erzählt er über die Wirtschafts- und Betriebsgeschichte dieser Schmalspurbahn, und wir erfahren viel über Eisenbahnbetreiber, Eisenbahnfreunde, und die buch-band -1-SKGLBHerausforderungen, den “historischen Schatten” einer heute eingestellten und ehemals wunderschön verlaufenden Bahnlinie herauszufinden.

    Werner hat mit diesem Wissen dann ein Buch geschrieben.

    Link zum Wikipedia Artikel
    Link zum Buch von Werner Schleritzko: Mythos Ischler Bahn

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  • Ö1 Hörsaal an der Uni Graz zur Gesundheit der Bienen:
    Bildung in der Imkerei, Wissen aus der Forschung
     
    Die hohe Wintersterblichkeit der Honigbienen alarmiert ImkerInnen und WissenschafterInnen. Welche Faktoren beschleunigen dieses besorgniserregende Phänomen? Wie können die BienenzüchterInnen vorbeugen? Was kann die Forschung leisten? Diesen und weiteren Fragen geht eine ExpertInnenrunde bei den „Bienengesprächen im Ö1 Hörsaal“ am 11. Juni 2015 an der Uni Graz nach.
     
    Die Podiumsdiskussion ist zugleich Vorstellung eines von insgesamt 13 Siegerprojekten des Wettbewerbs „Ö1 Hörsaal“, einer Open Innovation-Initiative von der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), Ö1 Wissenschaft und Innovation Service Network (ISN). Wissenschaftsjournalist Lothar Bodingbauer will mit der Initiative „Bienengespräche“ das Wissen aus den Imker-Vereinen abholen, es mit ForscherInnen in Verbindung bringen und so Informationen für neue und erfahrene ImkerInnen aufbereiten.
     
    Das Podium:
    – Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim, Institut für Zoologie, Uni Graz
    – Mag. Lothar Bodingbauer, Wissenschafts-Journalist und Imker
    – Ing. Maximilian Marek, Präsident des Steirischen Landesverbandes für Bienenzucht
    – Mag. Jutta Vollmann, Institut für Zoologie, Uni Graz
     
    Moderation: Mag. Dagmar Eklaude, Presse + Kommunikation Uni Graz
     
    Bienengespräche im Ö1 Hörsaal
    WANN: Donnerstag, 11. Juni 2015, 16 Uhr
    WO: Seminarraum, Gewächshaus des Botanischen Gartens, Karl-Franzens-Universität Graz, Schubertstraße 59, 8010 Graz
     
    Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten:
    Tel.: 0316 380-1503
  • Foto: TU Wien

    Eine Membran teilt das Innere vom Äußeren.

    Wie Membranen bei Zellen von Organismen aufgebaut sind, ist grundsätzlich klar: Sie bestehen aus Lipiden und Proteinen.

    Die Details aber sind – wie die beteiligten Moleküle selbst – in Bewegung.

    Bewegen sich Gebilde aus Proteinen und Lipiden wie Flöße auf der Oberfläche der Membran? Eva Sevcsik forscht und erzählt. Sie arbeitet an der TU Wien am Institut für Angewandte Physik im Bereich Biophysik.

    Die Schwierigkeit beim genauen Hinsehen ist: kann man eine lebende Zelle beobachten, oder eine tote Zelle? Neue Untersuchungsmethoden können einzelne Moleküle fluoreszierend machen, die in lebenden Zellen bzw. deren Membranen vorkommen. Mit zeitlicher Auflösung.

    Wir erfahren in diesem Gespräch viel, wie Grundlagenforschung im Detail funktioniert. Anhand einer Forschungsfrage – deren Ergebnis ein “nein” ist. Ungewöhnlich. Flöße auf der Zellmembran gibt es nicht. Zumindest nicht so, wie man sie bisher verstand.

    Link zu Eva Sevcsik
    Link zur Pressemitteilung der TU Wien, die Anlass für dieses Gespräch war

  • Straßen werden asphaltiert. Früher wurden sie geteert. Asphalt ist eine Mischung aus Bitumen und Steinen unterschiedlicher Größe und Rauheit. Bernhard Hofko forscht an der TU Wien im Forschungsbereich “Straßenwesen”. Er versucht herauszufinden, was man tun muss, damit der Energieaufwand beim Asphaltieren minimal wird. Eine spannende Geschichte, die Sache mit dem Asphalt.

    Die Aufnahme knistert dann und wann ein wenig. In irgend einem Kabel hat sich ein Bit quergelegt. Sorry.

    Link zur Pressemitteilung, die Ausgangspunkt für diese Sendung war.

    Link zum Gesprächspartner Bernhard Hofko, Leiter des Labors für Straßenwesen an der TU Wien.

  • Bienenköniginnen bestimmen die Eigenschaften eines Volkes.

    Um sie auch mit den passenden Männern in Verbindung zu bringen, werden sie zu Belegstellen gebracht, wo sie befruchtet werden.

    „Es zählt die Lufthoheit“, berichtet der Bioimker Anton Schleining über seine lange Erfahrung als Leiter der Belegstelle Hirschgrund in der Nähe von Mistelbach in Niederösterreich.

    „Es zählt die genetische Vielfalt“, berichtet die Königinnenzüchterin Heidrun Singer, die die Tradition einer bedeutenden Imkerfamilie im Ötschergebiet nahe Mariazell weiterführt.

    Dass es dabei unterschiedliche Auffassungen gibt, ist klar. Deshalb sprechen beide Profis über ihre Sicht. Dabei fallen auch viele Tipps an, die gerade auch für Anfänger interessant sind. Und wir reden auch über die „Schlangengrube“, die das Gebiet der Bienen und der Imkerei auch sein kann.

    Im dritten Teil spricht als „Korrespondent“ Ferdinand Schot über den Stand am Bienenstand und seine Aufnahme vom Tuten einer Königin (Video).

    Links: Anton SchleiningHeidrun SingerFerdinand Schot  | Paul Divjak

  • Walter Pohl beschäftigt sich mit dem frühen Mittelalter in Europa.

    Warum ist das Römische Reich untergegangen, wie hat die christliche Religion Identitäten geprägt?

    Zweiter Teil unserer 5-teiligen Gesprächsreihe zu Religion, Geschichte, Wissenschaft.

    Auch in diesem Gespräch werden wir uns wieder den Überlappungen der Naturwissenschaften mit den Geisteswissenschaften beschäftigen.

    Wie wurden Religionen politisch und sozial wirksam, und was hat das Internet heute damit zu tun? Wie Klöster, Askese und Reichtum unter einen – geistlichen – Hut passen. Ob Religionen auch evolutionär in der jüngsten Entwicklungsgeschichte der Menschen wirksam wurden.

    Und warum “gefällt mir” im Internet zwar gut, aber noch nicht unbedingt notwendiger geisteswissenschaftlicher Diskurs ist.

    Gesprächspartner: Walter Pohl, Professor für mittelalterliche Geschichte, Universität Wien und Österreichische Akademie der Wissenschaften.

    Anlass für diese Sendung: Pressemitteilung “Tiefenschärfe für Religionen”.

  • Die Physikalische Soiree im Gespräch jenseits der “Ränder der Naturwissenschaft”.

    In fünf Teilen widmen wir uns der Frage, wie Religionen sozialen und politischen Stellenwert im europäisch-asiatischen Raum entwickelt haben.

    Im ersten Teil hört Ihr ein Gespräch mit dem Anthropologen Andre Gingrich. Er ist Fachmann für Ethnologie in Verbindung mit dem Südarabischen Raum.

    Wir erfahren über die Methoden der Kultur- und Sozialanthropologie, ihre Fragestellungen, die Verbindungen zur Naturwissenschaft. Und ja, auch über den Honigpreis werden wir reden.

    Gesprächspartner: Andre Gingrich, Professor am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien und Direktor des Instituts für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

    Links: Visions of Community, Spezialforschungsbereich des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF). Pressemitteilung zu “Mehr Tiefenschärfe für Religionen”, die Anlass für diese 5-teilige Sendereihe war.

    Der erste Teil dieses Gespräches wurde im ORF Radio Österreich 1 Campus Radio “Physikalische Soiree” ausgestrahlt.

  • Ein Science Center am Land zu errichten, ist eine Herausforderung, die alle freut.

    Aber nur solange es nicht ums Zahlen geht. Immerhin: ab 250.000 Besuchern pro Jahr kann es sich rechnen.

    Welios” – so heißt das Science Center in Wels, im oberösterreichischen Zentralraum Wels-Linz Wien.

    Es ist kein Museum, sondern ein Zentrum zum Experimentieren, mit herausragender Architektur.

    Der pädagogisch-wissenschaftliche Berater des Welios ist Leo Ludick. Er ist Fachdidaktiker “Physik” und  erzählt über die Arbeit des “Welios”, das seinen Namen aus der Verbindung vom  Sonnengott “Helios” und der Stadt Wels erhalten hat.

    Wir sprechen auch über die Vermittlung von Physik.

    “Um die Wirklichkeit zu erfassen, brauche ich viele Sichtweisen”. – Leo Ludick.

    Leo ist Kolumnist der OÖN und hat auch ein Buch geschrieben: leologisch!: Alltagsrätsel einfach erklärt.

    Übrigens: so ganz am Land ist Wels dann auch nicht – der ICE hält auch in Wels.

    Welios | Technorama Winterthur | Energy Land Wels | Römer-Erlebnismuseum Ochzethaus |Kraftwerk Steyrdurchbruch | Kinderuni OÖ | Haus der Natur, Salzburg | Planetarium Wien

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer