Radio, Science, Education

Wien

  • Die Glocke am Bahnübergang in Bregenz, an der Straße zum Bodensee. Ein schönes, klassisches Geräusch, das Menschen der Gegend mehrfach täglich hören.

    Das Warten am Bahnübergang ist das Genießen geschenkter Zeit. Schon vor dem Senken des Schrankens kündigt sich diese Zeitspanne an, durch eine Glocke, die verstummen wird, wenn der Schranken die Straße versperrt. Dann wird es still. Man steht da, und denkt nach, weiß, dass nichts in der Welt die kommende Minute verändern würde, verkürzen. Während man auf diese Weise ruhig wird, kommt bald der Zug. Man sieht die Menschen, man freut sich, dass das Warten nun ein Ende hat. Und wenn der Schranken wieder hoch geht, geht auch die Zeit wieder weiter.

    (Foto: Dagmar Aczél)

  • Das Unbewusste in der Schule

    Gertraud Diem-Wille ist Psychoanalytikerin und beschäftigt sich schwerpunktmäßig auch mit der Entwicklung des Kindes.

    Da liegt es nahe, Pädagogik und Psychoanalyse zusammenzuführen und Lehrer in der Kunst der “Psychoanalytischen Beobachtung” auszubilden.

    Im Gespräch erklärt sie Details der kindlichen “Latenzzeit” und die Anwendung der psychoanalytischen Beobachtung im Umgang mit Kindern.

    “Psychoanalytische Beobachtung” ermöglicht es zum Beispiel Lehrerinnen, genauer hinzuschauen und nicht mehr nur zufällig den anvertrauten jungen Menschen zu begegnen.

    Ein Universitätskurs zum Thema “Psychoanalytische Beobachtung” gibt es 2014-2017 von der Universität Klagenfurt. Nähere Informationen gibt es hier.

    Gesprächspartnerin: Gertraud Diem-Wille, Alpen-Adria Universität Klagenfurt | Wien, Graz

    Buchtipps:

    1) Die Methode der psychotherapeutischen Beobachtung, facultas 2012
    2) Das Kleinkind und seine Eltern: Perspektiven psychoanalytischer Babybeobachtung, Kohlhammer 2009
    3) Die frühen Lebensjahre: Psychoanalytische Entwicklungstheorie nach Freud, Klein und Bion, Kohlhammer 2007

  • Von Freiräumen, Bildung  und Ehrgeiz

    Gespräch mit Kurt Scholz.

    Über das Lernen, das Lesen, Autoritäten und die Bienen. Über Menschen, Ideale und den persönlichen Zugang.

    Kurt Scholz war Wiener Stadtschulratspräsident und damit Chef von über 20.000 Lehrern.

    Heute leitet er den Zukunftsfonds Österreich und schreibt als Kolumnist für Die Presse.

  • Die Energiebilanz muss negativ sein. So einfach ist Abnehmen.

    Der Physiker Martin Apolin erklärt das in seinem Buch: “Mach das – die ultimative Physik des Abnehmens”.

    Im Gespräch er viel davon, wie Physiker der Welt begegnen: mit Abschätzungen und Überschlagsrechnungen.

    Gesprächspartner: Martin Apolin

    Link zum Buch: Ecowin

    Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wurde im ORF Radio Österreich 1 Sachbuchsendung Kontext vom 17. Jänner 2014 gesendet.

  • naschmarkt

  • Da wollen wir ihm gerne helfen.

    Hallo
    lch hoffe du hast dies schnell erhalten, ich bin nach Bradford, UK verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte. Die botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen. Ich muss nur noch für mein ticket und die hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei, meine kredit karte könnte helfen aber die ist auch in der Tasche. Ich habe schon kontakt mit meiner Bank aufgenommen, aber sie brauchen mehr zeit, um mir eine neue zu schicken. Ich wollte dich fragen ob du mir ein bisschen Geld so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück sobald ich da bin. Ich muss unbedingt den nächsten Flug bekommen. Das Geld durch Western Union ist die beste möglichkeit. Lass mich wissen wenn du angaben zur meiner person brauchst (Name, Vorname …) mich das Geld schicken zu können. Du kannst mich durch e-mail.
    Ich warte auf deine Antwort,Vielen Dank und herzliche Grüße

    Achim Wenk

  • Illustration: Michael Kiffmann

    Das “freundliche didaktische Konzept” ist eine Marke wie “Ja! Natürlich.” Es besteht aus fünf Eckpunkten, die die Idee mit je 20% stützen.

    Diese Eckpunkte sind einerseits Merkmale wie die Auszeichnung von Nährwerten oder die Darstellung von ansprechenden Serviervorschlägen, andererseits auch die Vollständigkeit einer Dokumentation der Produktions- und Kühlkette sowie garantierte Schadstofffreiheit durch zertifizierte Biobetriebe.

    Ziel ist, nicht einfach nur zu tun, wie man glaubt, sondern vorher den Rahmen zu überlegen, in dem man es tut. Im eigenen Unterricht, in der Fachgruppe, als Schule. Das Folgende könnte man als Checkliste verstehen. Ein “Serviervorschlag”.

    1) Inhalt. Was wird unterrichtet. Beinhaltet auch die Zugänglichkeit des Inhalts, Schulübung, Hausübung, Quellen für Inhalte, Abwechslung, Antilangeweile, Sprache, Verständlichkeit.

    2) Form. Wie wird es unterrichtet und geprüft. Methoden und Methodenwechsel, die aus den Überthemen “Kompetenzorientierung”, “Kommunikation”, “Kreativität”, “Problemelösen”, und “Wissen und Fertigkeiten selbst konstruieren” folgen.

    3) Relevanz. Macht es Sinn, zur Schule zu gehen. Nicht die Bewertung der Leistung soll im Mittelpunkt stehen, sondern die Produktion von verwendbaren Ergebnissen. Verwendbar bedeutet: für andere verwendbar, für sich selbst, für die Schule. Motivation gehört auch hierher. Sie folgt aus der Relevanz.

    4) Verantwortung. Weiß jeder, was zu tun ist. Moderne Lernformen brauchen klare Strukturen und Erwartungen, die in schlanker und freundlicher Sprache vorher leicht kommunizier- und verhandelbar sein müssen. Kann sich der Lehrer immer mehr auf seine Kernkompetenzen “Zusammenhänge herstellen, Lernwege planen, Kompliziertes erklären” besinnen. Problemlösungsprozeduren sind einzuplanen und ebenfalls zu kommunizieren. Verantwortung muss gelernt werden, auch das ist im Konzept.

    5) Sozialer Spannungsbogen. Kann das didaktische Konzept Selbstbewußtsein und das Bewußtsein der Selbstwirksamkeit fördern. In welcher Gruppengrößen findet Lernen statt. Variationen von “alleine” bis “alle gemeinsam”. Das hilft Schülerinnen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Stärken und Schwächen bilden einen förderungsklimatisch günstigen Spannungsbogen, bei der Sprache und eigenes Forschen wichtige Elemente sind.

    Lothar Bodingbauer koordiniert Mathematik am Abendgymnasium Wien und veranstaltet dort auch Workshops zu Ja! Natürlichwissenschaftlichen Themen.

    Link 1: 20 schöne Metakompetenzen für die Schule
    Link 2: Man muss auch die positiven Dinge bemerken: Flow in der Musik
    Link 3: Pädagogisches Konzept der Freien Evangelischen Schule Zürich

  • Bildschirmfoto 2014-01-14 um 11.54.16Vierkanthöfe sind im Mostviertel zu finden, “diese Häuser hat der Most gebaut”.

    Für eine Radiosendung über Höfe und ihre Menschen war ich im Mostviertel und habe mit Besitzern und Betreibern, mit Heimat- und Regionalforschern gesprochen.

    Der Beitrag darüber wird am 21. Jänner 2014 auf Österreich 1 (Moment Leben Heute, 14:40 Uhr) ausgestrahlt.

    Die Gespräche, die zu diese Sendung geführt haben, sind aber so interessant und vielfältig, dass ich sie hier als Gesamtes vorstelle.

    Ich spreche mit dem “Moar in der Hilm”, St Valentin, Robert Schafelner; Christiane Pfaffenlehner in St. Valentin, Karl Wagner vlg. “Wastlbauer” in Strengberg, seiner Mutter, dem Heimatforscher Heimo Cerny und dem Regionalforscher Martin Heintel.

  • Man muss auch positive Dinge bemerken, und nicht nur negative.

    Spielen, bis die Lippen blutig sind. Aber dabei im Glücksrausch sein.

    Manuela Marin ist Musikwissenschaftlerin und Grundlagenpsychologin.

    Sie untersucht das Glück beim Musizieren. Warum tut man etwas stundenlang.

    Das F-Wort: Flow. Entsteht in der Balance zwischen Fähigkeiten und Herausforderungen. Die Zeit steht still.

    Flow ist in der Musik mit emotionaler Intelligenz verbunden, hat Manuela Marin herausgefunden.

    Musik kommunziert ja nun besonders Emotionen. Daher ist der Flow in der Musik besonders gut bekannt. Häufiger bei Musikerinnen mit weniger Aufführungsangst, bei jenen, die weniger ichbezogen sind, neugieriger sind, am Leben interessiert, ausdauernder als andere, und vor allem bei intrinsisch motivierten Menschen.

    So gibt es auch einen Bezug zum Lernen und zur Schule.

    Manuela Marin spricht auch über den Vergleich von Wahrnehmung im visuellen und im auditiven Bereich. Was bedeutet subjektives Erleben?

    Gesprächspartnerin:
    Manuela Marin, Universität Wien

    Anlass für diese Sendung: Pressemitteilung “Musizieren wie im Rausch” der Uni Wien.
    Aufnahmedatum: 20. Dezember 2013
    Tee zur Sendung: Quelle des Glücks – Tee Jäger, Wien

    Wikipedia Stichworte: Flow | Emotionale Intelligenz | Motivation | Leistung | Mihály Csíkszentmihályi | autotelische Persönlichkeiten

  • Zweiter Monat.

    Die Informationsbeschaffung läuft. Einerseits durch Kontaktaufnahme mit richtigen Menschen, andererseits durch das Lesen von aktuellen Zeitungsartikeln über Stadtimkerei, dann durch Erfahrungsberichte im Internet, Kennenlernen von Websiten mit Imkereibedarf.

    Ganz wichtig: Youtube als Kanal für Videos über Imkerei und die Bücher in der Familienbibliothek, da innerhalb der Familie am Land auch schon Imkerei betrieben wurde. Update: Twitter ist auch eine Idee.

    Das brachte die Kontaktaufnahme mit Menschen:

    1. Grundbesitzer: Er wird die Möglichkeit kostenlos bereitstellen, Bienenvölker aufzustellen. Er braucht dazu den Nachweis einer Haftpflichversicherung – die es über die Mitgliedschaft beim Imkerbund automatisch gibt – und den rechtlichen Nachweis, dass es entweder keine Genehmigung braucht, Bienenvölker am geplanten Standort aufzustellen, oder dass es rechtlich erlaubt ist, das zu tun. Beides findet man leicht im “Gesetz über die Haltung und die Zucht von Bienen” – ein Landesgesetz, hier für Wien. Man sieht schon sehr deutlich, dass der Haltung hier wenig entgegensteht.
    2. Imker in Niederösterreich: Er erzählt über Bienenhaltung allgemein und schickt ein Exemplar der Monatszeitschrift für Imker vorbei, die einen Überblick gibt, was so die Themen sind, die Imker beschäftigen: Monatsablauf – was ist zu tun, Krankheiten, Politik, Verkauf.
    3. Imkerbund Österreich – es gibt eine Landesverband für Bienenzucht in Wien, hier findet man Kurse, Vereinsabende – es gibt verschiedene Gruppen im Stadtgebiet, da muss man sich eine aussuchen, um dort vorbeizuschauen. Dort wird auch aktiv Jungimkerei gefördert. Mal sehen, wie sich das zeitlich ausgeht. Immer wieder wird von allen Seiten betont, dass ein “Imkervater” wichtig ist, der immer wieder mal vorbeischaut, und den man Fragen stellen kann.
    4. Die Anfrage „gibt es Imker hier?“ bei Twitter brachte zwei freundliche Kontaktaufnahmen – eine aus Wien, und eine aus Schleswig Holstein. Here we go.

    Diese Zeitungsartikel über Bienen in Wien sind interessant:

    1. Sterben wie die Bienen (Die Presse)
    2. Honig für unser Land (Die Presse)
    3. Bienensterben – Imker legen sich mit den Landwirten an (Die Presse)
    4. Imkerschule – die Invasion der Bienenzüchter (Die Presse)
    5. Insektizide – Nervengift liegt in der Luft (Die Presse)
    6. Bienen auf der Secession (Der Standard)
    7. Bienen auf der Wiener Oper (Der Standard)
    8. Wiener Bienen und Honig (wien.info)

    Gute Youtube Videos:

    1. BeeTV84 filmt und dokumentiert seinen Einstieg. Sehr entspannt und gleichzeitig fokussiert, und sehr am Ball. Spannend dazu sind auch die Kommentare. Link zur ersten Folge, die weiteren findet man dort.
    2. Einen Bienenschwarm einfangen
    3. Eine Zarge zusammenbauen

    Gelesene Bücher:

    1. Ertragreich imkern. Franz Lampeitl. Verlag Eugen Ulmer, 1987. Killerbuch. Richtet sich an das äußere Ende der Amateurimker an der Grenze zur Berufsimkerei. Gute Informationen auch über Grundlagen, turnt aber eher ab, wenn man kein Haus mit Gewerbehütte hat, wo man die Imkerei betreiben kann. Also eine Nummer zu groß, aber die Informationen sind gut.
    2. Der Wochenend-Imker. Karl Weiß. Ehrenwirth Verlag München, 1980. Perfekte Schuhgröße. Alle Infos kompetent aus erster Hand, gute Grafiken, was man tun muss, wenn bestimmte Situationen eintreten. Auf dieses Buch wird man zurückgreifen können, wenn es soweit ist.
    3. Ratschläge für den Bienenfreund. Claus Zeiler. Neumann Verlag,1992. Geht mit seinen 304 Ratschlägen schon in Richtung “Großer Katechismus”, ist aber sicher praktischer als dieser.

    Ein paar wichtige Begriffe scheint es zu geben: Weisel, Beute, Zander, Zarge, Reizfütterung, Drohne, Schwärmen, Milbe, Pollen, Nektar, Ableger, Tracht, und ja, natürlich Schleudern und Honig.

    Kursangebot in der Umgebung:

    1. Wiener Imker – Kurse aber eher ausgebucht
    2. Landwirtschaftsschule Warth – mit Kursen etwa auch in Mistelbach
    3. Polycollege Wien

    Es sieht mal so aus, als ob man das lernen könnte. Weiter geht es mit Büchern und Kursen und die Kontaktaufnahme zu den lokalen Imkern. Ein Volk bringt 2 bis 14 Stunden Arbeit im Jahr und keinen bis 40 kg Honig. Ob drei oder zehn Völker macht angeblich arbeitsmäßig nicht den großen Unterschied. Nett scheint es bis auf Rückschläge, die es scheinbar auch gibt, zu sein. Zumindest einmal erlernbar.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer