Radio, Science, Education

Wien

  • Im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen.

  • Das Symptom ist nie unser Feind.

  • Bei Durchsicht des Poesiealbums, das man im Alter von ca. 10 Jahren führte, greift folgende Erkenntnis an: Wenn der Volksmund zur Poesie greift, greift er zuerst mal zur Moral. Einer der beliebtesten Sprüche im Album:

    Es ist leichter einen ersten Wunsch zu ersticken, als alle zu befriedigen, die ihm folgen.

    Aber dann fällt ein anderer doch noch ein bisschen aus dem Rahmen:

    Man needs a little madness, otherwise he can’t cut the rope to be free.

  • Wenn frisch geschlüpfte Meeresschildkröten ins Landesinnere krabbeln, anstatt zum Meer, dann kann das mit der steigenden Lichtverschmutzung zu tun haben. Ohne die Lichter der Straßenlampen wäre das Meer mit Mond und Sternen die hellste Stelle am Horizont, das Ziel der jungen Meeresschildkröten.

    Auch Zugvögel haben mit den heller werdenden Nachtlandschaften Probleme. Licht wird billiger, und damit oft inflationär eingesetzt. Das muss nicht sein, erzählt der Wiener Astronom Thomas Posch von der Universitätssternwarte in dieser Sendung.

  • Hephy Physiker im Interview. (Institut für Hochenergiephysik)

  • Seit Aristoteles werden die Sinne von Lebewesen in die fünf Kategorien Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen eingeteilt. Diese Kategorien müssen jedoch bei der genauen Betrachtung der Sinne von Gliederfüßern wie Insekten oder Spinnen beträchtlich erweitert werden: einige Arten können Magnetfelder wahrnehmen, andere UV- oder Infrarotstrahlen. Neben dem Schalleindruck “Lautstärke” können viele auch die Schallschnelligkeit – die Bewegung der Luftmoleküle – feststellen.

    Aber auch in den althergebrachten Kategorien übertreffen Insekten und Spinnen denMenschen: Bienen können auch in der Nacht Farben sehen, und Spinnen können Vibrationen mit einer Genauigkeit aufnehmen, die selbst erfahrene Zoologen in Staunen versetzt.

    Kontakt:
    Emer. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Barth
    Universität Wien
    Department für Neurobiologie
    Althanstraße 14
    1090 Wien

  • Mangelnde Lesekompetenz ist ein Hauptthema gegenwärtiger Schulfragen. Hier einige Beobachtungen, Schlüsse und Vorschläge zur Verbesserung der Problematik.

    Selbsteinschätzungen zum Lesen

    Obiges Bild zeigt zwei Selbsteinschätzungen von SchülerInnen zum Lesen. Bei der ersten ist die Lust am Lesen und die intrinsische Motivation klar erkennbar, bei der zweiten scheint das “Viellesen” eine erstrebenswerte Leistung zu sein, die zwar gefordert, aber noch nicht erreicht wird.

    Vier gute Gründe, zu lesen:

    1. Weil es ein Bedürfnis ist: Weil man etwas erfahren will. Textaufgaben im Mathematikunterricht erhöhen die Schwierigkeit und stellen daher vorderhand noch kein Bedürfnis dar.
    2. Weil es Vorbilder gibt: Wir lernen durch Nachahmen immer noch mehr als durch Anschaffen.
    3. Weil man damit berühmt oder reich werden kann: Wettbewerbe scheinen hier sicherlich einen gewissen Zweck zu erfüllen.
    4. Weil die erlesenen Welten sichere Orte sein können: Phantasiewelten laden heute durchaus anderswo ein, wo es früher “nur” geschriebene Heftchen und spannende Bücher gab.

    Es gibt nun einige gute Gründe, warum schlecht gelesen wird. Viele der Gründe sind ablauftechnischer Natur, hier könnte man mit professioneller Unterrichts- und Lernumweltgestaltung viel erreichen. Viele der Gründe sind aber gehirntechnischer Natur, sie liegen in der Weise verborgen, wie das Gehirn den Sprung von der gehörten zur gelesenen Sprache macht. Wissen darüber hilft in besonderem Maße. (more…)

  • Der Zeitungsspezialist Dan Gillmor macht folgende 22 Vorschläge zur Verbesserung des bestehenden traditionellen, faulen und uninspirierten Journalismus in Zeitungen. Nicht viel Neues, aber doch einmal zusammengesammelt. Die (bessere) englische Langfassung wurde hier im Guardian unter einer Creative Commons attribution-noncommerical-share-alike 3.0 (US) Lizen veröffentlicht.

    1. Keine Geschichten über Jubiläen
    2. Einladung an das Zielpublikum, mitzumachen
    3. Transparenz: eine Box „was wir nicht wissen“ begleitet jede Geschichte
    4. Service für die Verständigung von Lesern, wenn Fehler bekannt werden
    5. Konversation statt Verlautbarungen
    6. Wenn wer lügt, wird das gesagt
    7. PR-Sprache wird identifiziert und gegen präzise Ausdrücke ersetzt
    8. Hyperlinks wo immer möglich
    9. Freies Archiv
    10. Zielgruppe sollen zu informierten Benutzern von Medien gemacht werden
    11. Keine Listen
    12. Keine Quellen ohne Namen, außer extreme Umstände erfordern es
    13. Wenn eine anonyme Quelle lügt, wird ihr Name veröffentlicht, sie weiß das vorher
    14. Das Wort „muss“ wird verbannt – wir schreibe nicht, was andere tun müssen
    15. Hinweise auf die Arbeit von Mitbewerbern
    16. Hinweise, wo man die Arbeiten von Mitbewerbern finden kann
    17. An der Geschichte dran bleiben, wenn sie für das Zielpublikum wichtig ist, auch wenn es heißt, Position zu beziehen
    18. Definierter Startpunkt für Neueinsteiger in die Berichterstattung zu einem laufenden Thema
    19. Wie könnte das Zielpublikum reagieren/agieren: Aufzählung von Möglichkeiten
    20. Das Publikum muss wissen, wer hinter den Worten steht.
    21. Risiken für das Zielpublikum sollen besser bewertet werden.
    22. Meinungen von Politikern sollen von ihnen selbst auf deren Websites veröffentlicht werden.
  • Der Bausparvertrag für’s Kind bringt 6 Euro Zinsen und 5 Euro Bearbeitungsgebühr.

  • Ja, es war ein rauschendes Fest gestern am Tag vor dem Ende. Jedes Alter, alle Schichten. Die An- und Abkünfte an diesem Ort waren ja auch immer gemischter Natur. Venedig, Mürzzuschlag. Nach Hause kommen.

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    abschiedsfest
    12. Dezember 2009: Abschiedsfest vom Südbahnhof
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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

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