Radio, Science, Education

Wien

  • Sie stöbern in Archiven, reden mit alten Leuten und gehen oft viele Jahrhunderte in der lokalen Geschichte zurück. Die Heimatforschung ist zur neuen Beschäftigung am Land geworden, Akademien der Volkskulturen bieten Kurse für Hobbyforscher an, wie die oft spannenden geschichtlichen Zusammenhängen gefunden und entschlüsselt werden können. Die jungen Frauen und Männer zeigen in ihren Arbeiten, dass die Beschäftigung mit “Heimat” nicht unbedingt dem rechten politischen Lager zuzuordnen ist.

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  • Wenn ein Kind in ein neues Land kommt, ist es am besten, wenn es gleich in die neue Sprachumgebung eintaucht, um die neue Sprache zu erlernen. Diese wohlbekannte Vorstellung wird in den letzten Jahren verstärkt ergänzt durch den Zusatz, dass Kinder ihre Muttersprachen weiter pflegen und entwickeln sollen.

    Sprachwissenschafter betonen die Bedeutung der Muttersprache nicht nur für den Spracherwerb, sondern auch für den Wissenserwerb und die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit. Es ist nämlich nicht so, dass die unterschiedlichen Sprachen in „einzelne Fächer“ im Gehirn eingeordnet werden. Sprache ist vielmehr gehirntechnisch ein umfassendes Gesamtkonzept. Wer als Kind seine Muttersprache aufgibt, würde die neu zu lernende Sprache gleichsam auf dem Nichts aufbauen. Das Ergebnis wäre eine halbfertige Muttersprache, und eine schlecht erlernte Zweitsprache. Und zwei halbe Sprachen ergeben leider keine ganze.

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  • Kann man eigentlich Löcher verkaufen, und wie packt man sie ein?

  • Wenn Elementarteilchenphysiker versuchen, die Grundbausteine der Materie zu katalogisieren, können sie nicht einfach mit Mikroskopen in die Materie hineinschauen.

    Zu klein sind die Distanzen, die vermessen werden müssen und die notwendigen Energien sind viel zu groß, um die Messungen nicht zu beeinflussen und um das gesuchte Teilchen nicht zu zerstören. Elementarteilchenphysiker arbeiten daher auf Umwegen. Sie beschleunigen Elementarteilchen, um sie anschließend zusammenstoßen zu lassen. Aus der freiwerdenden Energie entstehen neue Teilchen, die zum Großteil schnell wieder zerfallen. Aus der Art dieser neuen Teilchen und den unterschiedlichen Spuren, die sie in Detektoren hinterlassen, werden Rückschlüsse gezogen auf die Vielzahl an unterschiedlichen Grundbausteinen der Natur, nicht nur der Materie, sondern auch auf die Grundkräfte, die zwischen diesen nicht mehr weiter zerlegbaren Teilchen wirken.

    Derzeit ist die Suche am Elementarteilchenbeschleuniger CERN ganz darauf konzentriert, ein ganz bestimmtes Elementarteilchen experimentell nachzuweisen, das theoretisch existieren müsste: das so genannte Higgs-Boson. Es würde den Physikern erlauben zu erklären, warum unsere Materie überhaupt Masse besitzt. Es geht aber noch weiter. Die gegenwärtigen Forschungen erlauben, das ganz Große mit dem ganz Kleinen zu verbinden. Es wird nämlich erwartet, dass in den Beschleunigern auch Dunkle Materie gefunden wird. Ihre Existenz ist theoretisch vorausgesagt und sie erklärt, warum sich das Weltall seit dem Urknall zu dem entwickelt hat, was es ist.

    Inteviewpartner:

    DI Dr. Robert Schöfbeck
    Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

    • BACKSEAT MOTHERING–Unsolicited advice from non-parent
    • BUTTFACE–used in converstation, looking as though you are going to say “but” (“You have Buttface”)
    • GRANDFATHER BREATH–Unpleasant aroma
    • HAVING AN EXPRESSION–Making a telltale face
    • LUNCHABLE–Lip-smaking treat for the eyes (male); also Salty Goodness
    • McPLASMAS–Vampire fast food
    • MUSIC OF PAIN–Tunes to sulk by; country music (e.g., Patsy Cline’s “I Fall to Pieces”)
    • ONE-STARBUCKS TOWN–Term, coined by Xander, to describe Sunnydale as a town lacking in excitement
    • RESEARCH MODE–Time to hit the books
    • RIDING THE MELLOW–Enjoying quite time
    • TWOSOME OF CUTENESS–Good couple (e.g., Miss Calendar & Giles)
    • VAGUE THAT UP–To make a foggy explanation even worse

    Quelle & mehr davon: Buffy Slanguage http://www.buffyworld.com/slanguage/slang.htm

  • Bei der Behebung von Altersweitsichtigkeit per Lasermethode kann in Richtung “Monovision” gearbeitet werden. Dabei wird ein Auge fix auf Fernsicht eingelasert, das andere auf Nahsicht. Abgesehen davon, was passiert, wenn das eine oder andere Auge mal ausfällt, ist natürlich die Erweiterung des Konzeptes auf das Hören interessant. Das eine Ohr wird dabei auf Telefonieren/Flüstern (Nahhören), das andere auf Direkthören/Zurufen (Fernhören) eingestellt. Oder auf Musik bzw. Sprache, auf Männerstimmen (links) und Frauen- und Kinderstimmen (rechts), und vielleicht inhaltlich auf Lug- oder Trug. “Oh entschuldigen Sie bitte, Fragen nehme ich nur rechts entgegen…”

  • Sieht es bei Ihnen zuhause auch so aus, wie bei mir auf der Festplatte? Aber hoffentlich!

    Seit Monaten arbeite ich mit DevonThink – Office – ein Programm, das sämtliche Dokumente elektronischer Natur in einem herrlichen System aus sauberen Ordner, zugänglich durch einfache Volltext-Suchanfragen, nach meinen Bedürfnissen sortiert und ständig bereithält. Großzügige Eingangskörbe stehen schon am Desktop herum, um den ersten Schwung an Einzusortierendem aufzunehmen, damit sie später in die einzelnen Gegenden des elektronischen Lebens gezogen und verschoben werden. Sucht man später was – ein Wort aus dem Inhalt des Dokumentes eintippen, fertig.

    Und dann sind auch im Realen viele Alltagspapiere weg, seit nach ebenso vielen Monaten ein doppelseitiger Scanner mit dem Namen ScanSnap wie der Nimbus 5000 einen ganzen Stapel zapp zapp zapp doppelseitig als pdf samt OCR Erkennung in Volltext umwandelt, so schnell kann man gar nicht schauen. Der Scanner steht gleich neben dem Computer, ist sofort Betriebsbereit, darunter der Altpapierkorb. Die Festplatte macht dank Time Machine automatisch Backups, wenn sich was ändert.

    Irgendwann werde ich den Computer samt Backup-Platte auf ein kleines Floß setzen und brennend den Ganges hinuntertreiben lassen. Das Zimmer ist dann leer bis auf die Pflanzen, das Klavier, umgebende Menschen, die Socken und ein paar ganz reelle Lieblingsbücher. Man atmet durch und pfeift ein kleines Lied.

  • Ob Schinder oder sportlicher Begleiter, verständnisvoller Pädagoge oder sogar selbst eher Faulpelz: das Bild seines Sportlehrers ist wohl noch jedem in guter Erinnerung. So wie sich aber das Fach “Turnen” über die Jahre zu “Bewegung und Sport” gewandelt hat, so hat sich auch das Berufsbild des Turnlehrers geändert wie auch die Anforderungen, die an ihn gestellt werden. Neben Sport ist es heute vermehrt die Lust an der Bewegung, die den Schülern nahegebracht werden soll. Ein Berufsportrait. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer