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Wien

  • [et_pb_section admin_label=”section”] [et_pb_row admin_label=”row”] [et_pb_column type=”4_4″][et_pb_text admin_label=”Text”]

    Grüne Bänder quer durch Österreich: Der Landschaftsarchitekt Roland Grillmayer vom Umweltbundesamt spricht über die Vernetzung von Lebensräumen für Wildtiere durch begrünte Brücken und geschützte Korridore.

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  • Wenn die Sonne tief steht – in der Antarktis tut sie das – und dort auch die Temperaturen die meiste Zeit tief sind, dann wächst nur wenig. Moos und Flechten. Ganz selten wo ein kleines Büschel Gras.

  • Zwei Vorträge vom Symposion anlässlich des 200. Geburtstages des Vererbungsforschers Gregor Mendel – veranstaltet am 14.10.2022 von der Wiener Gregor Mendel Gesellschaft und dem Austrian Institute of Technology am UFT Tulln.

    1. Berthold Heinze: Gregor Mendel und seine Bienen – Hobby, Inspirationsquelle, Untersuchungsobjekt
    2. Johann Fuchs: Königinnenzucht in Hinblick auf Selektion

    Haha: “Ich brauche eine Königin, die nichts taugt” – diese Anfragen gibt es tatsächlich, und sie ergeben auch Sinn. Warum das so ist, erzählt Johann in seinem Vortrag.

    Danke an Berthold Heinze und Johann Vollmann für das Organisieren der Tagung und das Zurverfügungstellen der Aufnahmen.

  • Michael Fälbl und Lothar Bodingbauer unterhalten sich, wie und wann Podcasts in Österreich entstanden sind.

    Link zur Folge 25 von Erinnerungslücken | Erinnerungslücken abonnieren

  • John Cage

    Längstes Musikstück der Welt erlebt Klangwechsel

    Das auf 639 Jahre angelegte, längste Musikstück der Welt hat am Samstag an der John-Cage-Orgel in Halberstadt einen der seltenen Klangwechsel erlebt. Es war der sechste in der Geschichte der im Jahr 2001 begonnenen Aufführung des Stücks “ORGAN2/ASLSP”.

    https://www.tagesspiegel.de/kultur/pop/john-cage-laengstes-musikstueck-der-welt-erlebt-klangwechsel/1273972.html

    https://www.aslsp.org/das-projekt.html

    Werkeinführung

    Morton Feldmans 2. Streichquartett (1983) ist das längste in der Geschichte der Gattung. Es ist leise, die Änderungen sind minimal, einzelne Muster werden wiederholt. Manche Zuhörer meinen, die Musik werde allmählich Teil des Environments, andere haben das Gefühl, die Zeit werde aufgehoben, man werde konfrontiert mit dem Problem des Erinnerns und des Vergessens.

    Der amerikanische Komponist Christian Wulff, ein Weggefährte Feldmans, ist der Meinung, das Zweite Streichquartett – wie des Komponisten andere ungewöhnlich lange Werke – seien (auch) eine Provokation gegen Musikinstitutionen. Diese Stücke könnten in keiner konventionellen Konzertsituation untergebracht werden. Sie forderten solche Situationen heraus und indirekt auch die Gesellschaftsordnung sie vertreten. Wulff schreibt, die Musik sei eine aggressive Provokation, ohne dass der Klang aggressiv wäre – er sei im Gegenteil von betörender Schönheit. Die extreme Länge stelle das Konzentrationsvermögen der Hörer vor einem Test; als Ergebnis könnte es eine Verwandlung erfahren.

    Bálint Varga

    https://www.universaledition.com/string-quartet-nr.-2-fuer-streichquartett-feldman-morton-ue17650

    Hans-Martin Linde (geb. 1930) ist nicht nur einer der bekanntesten Blockflöteninterpreten des 20. Jahrhunderts, er bereichert auch die zeitgenössische Blockflötenliteratur um bedeutsame Werke für Konzert und Unterricht. Die “14 Miniaturen” für Sopranblockflöte solo eignen sich besonders als behutsame Einführung in die Neue Musik. Die vielfältigen Charakterstücke im leichten Schwierigkeitsgrad eignen sich auch hervorragend als Originalwerke für Wettbewerbe wie “Jugend musiziert”.

    https://www.schott-music.com/de/14-miniaturen-noc321888.html

    https://annegretmayerlindenberg.com

    Wie entstehen die Kompositionen?

    Die Kompositionen entstehen auf unterschiedliche Weise: manchmal aus einer konkreten musikalischen und/oder strukturellen Idee heraus, manchmal aus der Beschäftigung mit einem bestimmten Instrument, zum Teil sehr spontan, zum Teil konzeptuell entwickelt. Oft haben sie einen Bezug zu dem, womit ich mich sonst gerade musikalisch beschäftige. Allen gemeinsam ist, dass sie unter einer Minute lang und für ein Soloinstrument sind.

    https://georgnussbaumer.com/objects/

    georg nussbaumer  micr(O)peraS

    Die micr(O)peras sind eine Serie (multiples) von ‚Zündholzschachteln‘, die jeweils Materialien und/oder Instruktionen für DIY Performances oder Installationen beinhalten, die sich auf einen Aspekt  einer berühmten Oper beziehen.

    micr(O)peras können alleine, privat, auf kleinstem oder im öffentlichen Raum aufgeführt werden — heimlich, vor keinem oder kleinem Publikum oder als simultane Aufführung mehrerer micr(O)peras. Musikalische Fähigkeiten sind dafür nicht erforderlich. 
    Beim Erwerb einer micr(O)pera sind ihr Titel und die Oper, auf die Bezug genommen wird bekannt, der Inhalt der Schachtel bleibt bis zum Öffnen unbekannt. 

    Opern zwischen Überaschungsei und Glückskeks.

    https://aiaia.at/micropera/

    https://popkultur.de/erklaert-warum-sind-songs-3-bis-5-minuten-lang/

    …Erste Vinyl-Platten, bis in die 1950er-Jahre hinein, hatten einen Durchmesser von 10 Zoll und drehten sich mit 78 Umdrehungen pro Minute. Die Musik, die so eine Platte fasste, dauerte etwa 3–4 Minuten.…Je kürzer ein Song war, desto mehr Werbung konnte ein Radiosender zwischendurch platzieren. Tantiemen konnten damals ab einer Länge von 3 Minuten geltend gemacht werden. …Bei mehreren kurzen Liedern fiel also auch mehr Honorar für die Künstler an.3 – 5 Minuten sind eine gute Zeit, um klare Statements durch einen Text und die Musik zu setzen, ohne langweilig zu werden. …

  • Kontakt mit Florida — Frau Lindinger, oder Frau Lindhuber, wahrscheinlich hieß sie Frau Lindlbauer, war eine alte Frau mit weißen Haaren, die in einem Wohnblock in der Nähe der Badstraße in Altheim lebte. Wir lehnten unsere Fahrräder an die Büsche vor dem Haus, als wir sie besuchten. Ein Zugang zum Stiegenhaus, eine Treppe, ein schmaler Vorraum, in dem Frau Lindlbauer stand. Sie hatte einen Luftpostbrief in der Hand, aus Tampa, Florida. Mit rot-blauen Streifen und dünnem Kuvert. Der Brief in englischer Sprache. Von ihrer Tochter? Mhm, kann nicht sein. Frau Lindlbauer hat meinen Vater gebeten, ihn ins Deutsche zu übersetzen. Das hat er mehrfach getan. Und ich glaube, dafür bekam ich als begleitendes Kind Schokolade. Wann das war? Kindergartenzeit, glaube ich. Aber seither gibt es Florida in meinem Leben.

  • Von Hamburg über die Nordsee die norwegische Küste entlang zum Nordkap. Und retour. Mit dabei: Science und 19 Leute, die Vorträge und Workshops machen, Ausflüge und Diskussionen. Mit dabei: ich. Hier sammle ich ein paar Punkte. Der erste: wie kommt man dazu, als Science Lecturer auf einem Schiff mitzufahren?

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  • Der Geologe Michael Strasser spricht über Expeditionen in die Tiefen des Meeres vor Japan, um die Entstehung von Erdbeben zu verstehen. Link zur Sendung.

    Der Japangraben ist ein Tiefseegraben vor der Nordostküste Japans. In 8 km Tiefe taucht dort die pazifische Erdplatte unter Japan ab. Dieser Vorgang ist immer wieder von Erdbeben begleitet, die sich in ihrer Stärke (Magnitude) und Häufigkeit unterscheiden. Es geht um das Verständnis von Großerdbeben, das sind Seebeben, die Tsunamis auslösen können. Geolog:innen möchten verstehen, wie es zu diesen kommt, wie häufig es sie gibt, an welchen Orten der Welt es sie gibt. 

    Der Japangraben eignet sich besonders für Erdbebenforschung, weil dort 2011 das letzte Megabeben stattgefunden hat. Es wurden vorher, während des Bebens und nachher Messungen vorgenommen, und die Ergebnisse haben gezeigt, dass viele beobachtete Phänomene noch nicht umfassend gedeutet werden können. Bei Expeditionen werden Bohrkerne der Sedimente (Ablagerungen) gewonnen, die dann analysiert werden. Durch diese Ablagerungen baut sich ein Archiv auf, die Analysen “blättern” in diesem “Geschichtsbuch” zurück. 

    “Wenn man die Meere verstehen will, muss man die Berge erforschen”, sagt Michael Strasser vom Institut für Geologie der Universität Innsbruck. Die Forschungsergebnisse der Untersuchungen im Japangraben eignen sich auch dafür, um geologische Vorgänge in unseren Breiten, in unseren Bergen zu verstehen, da viele dieser Berge ehemaliger Meeresgrund waren. 

    Interviewpartner: Univ.-Prof. Dr. Michael Strasser, Universität Innsbruck, Institut für Geologie
    https://www.uibk.ac.at/geologie/strasser/

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer