Gedanken aus der Ferne zum österreichischen Nationalfeiertag.
Lothar Bodingbauer ist freier Radiojournalist, Sie kennen ihn vielleicht als Gestalter für die Sendreihe “Vom Leben der Natur”; er ist aber auch Mathematiklehrer, und er unterrichtet derzeit an der Österreichischen Schule in Guatemala City.
Das ist die schönste Schulschrift ever. Sie nimmt Schüler:innen erstmals typografisch ernst und würdigt deren Mühe, sie zu erlernen. Von Titus Nemeth und Martin Tiefenthaler. Zu haben ist “Prima” als Download und den Wiener Bildungsserver. Wer Prima Buchstabe für Buchstabe neu übt, wird die Schönheit und Logik in ihr erkennen. Eine Freude. https://www.schulschrift.at
Warum ist das interessant? Heuschrecke – Grizzlybär. Was möchte man überhaupt vergleichen. Aussehen? Organe? Atmung? Andere Körperabläufe? Sozialverhalten? Nahrung, klar. Fortpflanzung. Sinnesorgane. Feinde. Freunde. Geräusche. Winterstrategien? Stellung im Nahrungsnetz. Rolle im Ökosystem. Noch etwas? Kontakt mit Menschen. Evolutionäre Aspekte (Entwicklung/Stellung im Baum des Lebens/Kladogramm).
Warum würde man das tun? Weil man diese Arbeit als Schüler:in selbst hinkriegt. Weil das noch niemand gemacht hat. Weil es Spaß macht. Und vor allem: ultralehrreich, wenn man Bücher/Literatur dazu nimmt, damit das Ganze noch mehr Tiefe kriegt.
Blätter von Pflanzen haben eine große Oberfläche und wenig Volumen. Sie sind “Kraftwerke”, die die Energie der Sonne in die Pflanze holen (Photosynthese). Dazu verwenden sie grünes Chlorophyll. Blätter brauchen auch stabilisierende Strukturen, sonst würden sie an den Zweigen “schlabbern”. Diese Strukturen betreiben vermutlich keine Photosynthese. Auf der Vorderseite des Blatts würden sie wertvolle sonnenbeschienene Oberfläche verbrauchten. Deshalb sind sie auf der Rückseite (Hypothese).
Jedes Blatt hat zwei Seiten mit vermutlich unterschiedlichen Aufgaben. Wie unterscheiden sich die zwei Seiten eines Blatts optisch? Was haben sie gemeinsam? Ist das bei verschiedenen Pflanzen ähnlich?
Methode zur Beantwortung dieser Forschungsfragen: Fotografieren, Kriterien definieren, Vorder- und Rückseiten beschreiben und optisch auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersuchen.
Im Einführungsteil der VWA wird die Funktion eines Blatts und das botanische Vokabular vorgestellt. Im Hauptteil werden Blätter verschiedener Pflanzen untersucht. Was die Ergebnisse bedeuten könnten, wird im Schlussteil der Arbeit diskutiert.
Weiterführende Frage: Wenn ein Blatt auch Gasaustausch betreibt (Sauerstoff/CO2), müsste das über Poren funktionieren, die sich gleichermaßen auf Vorder- und Rückseite befinden. Ein Mikroskop müsste das zeigen.
Kriterien für die Beschreibung von Blattseiten:
Farbe
Glanz
Krümmung
Poren
Strukturen
Gleichförmigkeit/Zonen
Glatt/rauh
Härchen
Idee: Es wäre interessant, zuerst selbst ein Blatt zu beschreiben, ohne nachzuschauschauen, wie man es „richtig“ macht. Als „Vorstudie“ im Skizzenblock. Dadurch versteht man dann sicher gut, wie es offiziell geht…
Ich höre gerade mit Interesse dieses Gespräch mit Maria Lorenz-Bokelberg, die in Deutschland Podcasts produziert. Viele spannende Meta-Inhalte und besonders bemerkenswert aus meiner Sicht die fehlende Verbindung zur Sendegate-Community. Es gibt da wirklich parallele Universen ohne Querverbindungen. Das ist für mich aber auch die Stärke der Podcasterei – dass es verschiedene Zentren gibt, aus denen sie sich entwickelt.
Hier ist eine sehr interessante Podcastepisode eines Fotografen (Künstler), ob AI seine Arbeit bedrohen könnte. Er meint, wenn es seine Aufgabe wäre, ein Kunstwerk zu machen, vielleicht, aber seine Aufgabe als Künstler ist ein Prozess, die Welt zu interpretieren, und so gesehen absolut nicht. Das wäre dann auch für den Deutschunterricht interessant, wie sehr das Endprodukt „Text“ im Mittelpunkt steht, oder der Prozess, die Welt in Sprache abzubilden. Zweiteres wäre dann vielleicht im Schulbetrieb einen stärkeren Fokus zukünftig wert? Link zum Podcast Lenswork
Elisabeth und Lothar besprechen den Hugo-Pitch-Abschlussabend-2023 vom 23. März nach und hören über Elisabeths Hintergrundaufnahmen auch ein bisschen in die Proben rein. Diese Episode ist die Fortsetzung der Gespräche mit den Finalist:innen aus Horch 42.
Den Abend kann man hier sehen – empfehlenswert, um alle Pitches und das Rahmenprogramm zu erleben:
Die Montforter Zwischentöne ist ein östereichisches Musikfestival für neue Aufführungspraxis klassischer Musik. Es wurde 2015 von der Stadt Feldkirch anlässlich der Eröffnung des neu erbauten Montforthauses gegründet, und findet im November 2023 das nächste Mal statt. Es geht also um die künstlerische Auseinandersetzung mit neuen Konzertformaten. In einem Wettbewerb präsentieren drei Ensembles am 23. März 2023 ihre Ideen für einen Konzertabend am 25. November zum Thema “Himmel und Hölle”. Wir haben in dieser Podcastepisode mit den einreichenden Personen über ihre Projekte gesprochen, die sie im Pitch vorstellen werden.
Episodenbild: Der Garten der Lüste, Hieronymus Bosch, Link
ChatGPT, bitte schreibe eine kurze Bildbeschreibung zum Bild „Der Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch.
“Der Garten der Lüste” ist ein dreiteiliges Triptychon des niederländischen Künstlers Hieronymus Bosch, das um 1500 gemalt wurde. Im mittleren Panel ist ein Garten voller seltsamer und fantastischer Kreaturen zu sehen, die miteinander in verschiedenen akrobatischen und sexuellen Positionen interagieren. Im linken Panel werden Menschen in einer idealisierten Welt gezeigt, während das rechte Panel die Hölle darstellt. Die detaillierte Darstellung der surrealen Landschaften und Figuren sowie die satirische Darstellung des menschlichen Verhaltens machen das Werk zu einem der bekanntesten Beispiele für die niederländische Renaissance-Malerei.
Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.