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Wien

  • lut033Mythen gilt es zu hinterleuchten.

    Wirtschaft zu verstehen ist nämlich schwierig, wenn das eigene Wirtschaften mit dem Vaterunser und dem Wirtschaften des Staats vermischt wird.

    Abzuholen gilt es die Studierenden, wenn sie über Wirtschaft lernen, von diesen Mythen, die hinter unserem Denken über Wirtschaft liegt.

    Und ja, es geht um Geld, Agglomerationsvorteile, Interessensgruppen und das Wirtschaftswachstum. Transparenz und den Klimawandel.

    fessler_hinsch_wirtschaft_zweite_auflage_web_362Stefan Hinsch spricht über Wirtschaft und die Wirtschaftsdidaktik.

    Er ist Wirtschaftsgeograf und hat darüber ein Buch geschrieben.

    Literatur: Wie funktioniert Wirtschaft – eine kritische Einführung. Stefan Hinsch und Pirmin Fessler, Promedia Verlag.

  • lut032Das erste, was Golriz Gilak bei ihrer Ankunft am Flughafen Wien als 4-jähriges Kind bemerkt hat, war ein Hund.

    Sie hat sich gewundert, wie seine lange Zunge wohl in sein Maul passt.

    Ihr Vater brachte ihr fünf deutsche Worte bei, um im Kindergarten schnell zu lernen: “Bitte”, “Danke”, und: “was ist das”.

    Im Gespräch erzählt sie, wie es ist, als Österreicherin mit persischem Hintergrund in und zwischen den Kulturen zu leben. Sie spricht über ihr Bildungsideal, ihre Arbeit als Integrationsbotschafterin und über das, was sie freut und kränkt.

    “Ich bin nie angekommen, denn ich war nie weg.”

  • Beintastler.

    Im Boden leben sie und 1 mm sind sie groß. 23 verschiedene Arten – so viel wie nirgendwo sonst – leben auf einer Wiese am Leopoldsberg in Wien.

    Nahe verwandt sind die Beintastler zu den Springschwänzen und Silberfischchen, “Urinsekten” allesamt.

    Das heißt aber nicht, dass sie ausgestorben sind, es heißt nur, dass es ganz frühe Versionen von Insekten sind. Die wiederum gehören mit den Spinnen, Krebsen und Tausendfüsslern zu den Gliederfüßlern.

    Und das ist alles sehr spannend. Weil es auch um das “Warum” geht, um das “Warum der Forschung an den Beintastlern”. Da gibt es gute Antworten.

    Der Zoologe Günther Pass wird davon erzählen. (Foto: Manfred Walzl)

    Anlass für diese Sendung: Pressemitteilung der Universtität Wien.

    Hintergrund: Arbeit zur Forschung an Beintastlern

    Buchtipp: Evolution: Ein Lese-Lehrbuch

  • Ein Golf von heute ist um fast 20 cm breiter als das erste Modell 1974. Breitere Autos sind komfortabler und sicherer, brauchen aber mehr Platz – auf der Straße, beim Parken, in der Tiefgarage. Viele Wohnungen sind teurer, weil die Kosten für den Bau von Abstellplätzen eingerechnet sind. Kritiker fordern eine Trendumkehr, denn je mehr Platz Autos brauchen, desto weniger Platz hat der Mensch. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

  • Über die Sorge, am Bahndamm vergessen zu werden, und die Freude, es nicht geworden zu sein. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

  • Wort der Woche: (Moment / ORF Radio Österreich 1)

     
    (Passwort notwendig)

  • Der Zoolge Günther Pass spricht über Urinsekten. 

    Link zur Sendung

    Beintastler sind Insekten, die keine Flügel haben und im Boden leben. Sie werden etwa 1 mm groß, und es gibt weltweit über 800 verschiedene Arten. 23 dieser Arten – so viele wie nirgendwo sonst an einer Stelle – kommen auf einer Wiese am Leopoldsberg in Wien vor.

    Die Forschung an diesen Insekten ist schwierig, da die Tiere außerhalb des Bodens nicht leben können. Dunkelheit, Feuchtigkeit, Kühle sind notwendige Lebensbedingungen. Entomologen (Insektenforscher) wissen deshalb auch noch nichts Genaues über die Fortpflanzungsmechanismen dieser Tiere.

    Somit kann die Kenntnis über die Fortpflanzung nichts zur Artbestimmung beitragen. Die Kenntnis der Art ist aber wichtig, um das jeweilige Tier im evolutionären Stammbaum einordnen zu können. Das genau möchte man aber auch mit den Beintastlern tun. Wo gehören sie hin, mit wem sind sie verwandt, und wann sind sie entstanden?

    Es gibt nun aber seit einiger Zeit neben der klassischen Weise, die morphologische Eigenschaften (das Aussehen) und die Kenntnis des Fortpflanzungsmechanismus verwendet, auch molekularbiologische Möglichkeiten, Arten zu bestimmen. Bei Beintastlern wurden Genetik und Morphologie kombiniert, die Ergebnisse stimmen somit sehr gut überein.

    Was Wissenschaftler daraus wissen, ist, dass Beintastler mit den Silberfischchen und Springschwänzen verwandt sind. Silberfischchen sind aus Bad oder Badewanne gut bekannt, und Springschwänze bemerkt man manchmal in Blumentöpfen als weiße, aufspringende Insekten. Diese beiden Gruppen gehören zu den Ur-Insekten, sind also sehr früh im Laufe der Evolution der Insekten entstanden und leben auch heute noch. Es gibt auch versteinerte Formen, die schon über 400 Millionen Jahre alt sind. Die enge Verwandtschaft mit diesen Tieren schreibt also auch den Beintastlern ein hohes Alter zu.

    INTERVIEWPARTNER:

    Univ.- Prof. Dr. Günther Pass
    Universität Wien
    Department für integrative Zoologie

    Günther Pass – Department of Integrative Zoology


    Teil 1: Filename: radio210_nat_beintastler_1 Flügellose Winzlinge

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    Teil 2: Filename: radio210_nat_beintastler_2 Vertreter der Gliederfüßer

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    Teil 3: Filename: radio210_nat_beintastler_3 Geheimnisvolle Fortpflanzung

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    Teil 4: Filename: radio210_nat_beintastler_4 Eine ganz besondere Wiese

    Filename: radio210_nat_beintastler_4


    Teil 5: Filename: radio210_nat_beintastler_5 Die Bestimmung des Stammbaums

    Filename: radio210_nat_beintastler_5

  • lut031Besuch im Interkulturellen Zentrum in Wien, bei Tine Gamper.

    Wir sprechen über das Gemeinsame und Trennende verschiedener Kulturen und beginnen dabei in Südtirol.

    Tine stellt im Gespräch die Arbeit des Interkulturelle Zentrums vor.

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    Tine Gamper

    Wir “grüßen Gott”, streifen Blasmusik, Berge und Wirtshaus und schauen uns auch das Transkulturalität näher an.

    Gesprächspartnerin: Tine Gamper, Interkulturelles Zentrum, Wien.

  • Große Augen beim Einkauf.

    Menschen, die impulshaft einkaufen, bekommen geweitete Pupillen dabei.

    Das hat Benjam Serfas untersucht, in einer Arbeit am Institut für Sozialpsychologie und Konsumentenverhaltensforschung. Im Gespräch erfahren wir viel, wie die Forschung eines jungen Wissenschaftlers funktioniert.

    Weg durch Studium und Mitarbeit | Projektmitarbeit | Literaturstudium | Themen finden | Zeitbudget | Überleben an der Uni | Wissenschaftliche Fragen

    Link zur Pressemitteilung, die Anlass für dieses Gespräch war.

    Hörtipp: Episode 45 der Podcastreihe “Modellansatz” beschäftigt sich ebenso mit dem Thema “Kaufverhalten”. Gudrun Thäter spricht mit Kristina Cindric, die von mathematischer Seite her Analysen erstellt, und Modelle entwirft. Es geht dabei um Aspekte des Kaufzeitpunkts, der Produktwahl und der Kaufmenge, um im Wettbewerb einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu erhalten.

  • Die Mitarbeit an einem Workshop in einem Genetiklabor eine gute Möglichkeit, aktuelle Forschung in diesem Bereich selbst durchzuführen.

    In welcher Umgebung findet das statt? Wie werden die Kurse designed? Wie die Kursleiter ausgebildet? Wie das Lernen gestaltet? Welche Annäherungen gibt es zum Thema “Genetik” – und welche Vorbilder in der Vermittlung?

    Ein Gespräch über das Vienna Open Lab mit Karin Garber, Open Science, Wien.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer