Radio, Science, Education

Wien

  • Zoom F8, 2 Headsets, eine Sennheiser Funkstrecke. Perfekt alles funktioniert. Auphonic noch verboten, das Rauschen rauszurechnen. Batterien halten 3 Stunden. Den 125 min. Podcast darüber gibt es drüben im Stadtgespräch SG007.

    Foto: Marie-Theres Gartner[/caption]

  • Fotos: Marie-Theres Gartner

    Wir gehen dem Wasser nach. Kurz bevor es Wien verlässt gibt es eine große Anlage. Die Hauptkläranlage Wien. In Simmering. Und in diesem Stadtgespräch nimmt uns Karl Wögerer auf eine Tour mit, die mit dem “3. Mann Kanalsystem” am Karlsplatz vergleichbar ist. Weniger dramatisch zwar, aber dafür mit einer boomenden Entwicklung von Methoden und Verfahrenstechnik-Feenstaub. Es gibt dort auch die “Obstbäume von Klärwood Forest”.

    Link:

  • 1. Aufgezeichnet wird auf einem Macbook. Klein, leicht. Mein einziger Rechner. Überall mitnehmbar, trägt nicht auf. Link zu Apple. Alternativ jedes beliebige Aufnahmeding.

    2. Mein Ton kommt von einem DT-297 Beyerdynamic Headset. Perfekter Ton, Kabel extra mitbestellen. Ob 80 oder 250 Ohm? Egal. €235 plus Kabel €59€. Affiliate-Link zu Thomann. Alternativ wird auf Sendegate das Superlux HMD-660X diskutiert.

    3. Die Verbindung zwischen Macbook und Headset macht ein kleines Focusrite Solo. Klein, Power kommt via USB. €111. Affiliate-Link zu Thomann.

    4. Software: Installiert ist Reaper mit der Ultraschall-Erweiterung. Reaper ist ein Audioprogramm, Ultraschall die Erweiterung ins Podcast-Land. Zuerst das neueste Reaper hier downloaden, Lizenz 60$ discounted; dann Ultraschall drüberinstallieren. Ultraschall kommt mit der Studio-Link-Erweiterung, das die Einbindung von Gesprächspartner/innen an anderen Orten in Studioqualität möglich macht. Gibt es dort keine Reaper/Ultraschall Software, was normal ist, bittet man, dass die Standalone Software von Studio-Link installiert wird. Das geht einfach. Wird sie gestartet öffnet sich ein Browserfenster, eine ID wird angezeigt, die muss mir übermittelt werden, dann kann ich sie aufrufen und der Ton wird als Spur in Reaper aufgezeichnet. Achtung: die Gesprächspartner/innen müssen einen Kopfhörer verwenden, sonst wird der eigene Ton zeitverzögert ständig mitgeschickt.

    5. Postproduction. Wie immer via Auophonic. Die Spuren werden getrennt hochgeladen, Auphonic kümmert sich um die saubere Bearbeitung in einem Multitrack-Projekt. Das Ergebnis wird an vordefinierten Plätzen hinterlegt. Link zu Auphonic.

    Variation:

    Oft ist am Focusrite mein AKG C214 Studiomikrofon angesteckt (Affiliate-Link zu Thomann). Dazu verwende ich einen superbequemen Beyerdynamic DT-770 Pro Kopfhörer ohne Mikrofon (Affiliate-Link zu Thomann) für 149€. Das AKG-Mikrofon verwende ich für Audioaufnahmen, bei denen ich einen Text einsprechen muss. Es eignet sich genauso auch für Podcast-Gespräche. Wo ist der Unterschied? Beim Headset kann ich mich frei bewegen, beim Studiomikrofon kann ich mich akustisch wegdrehen. De facto und rein praktisch ist es für den Podcast egal, für eine Textaufnahme nicht, da muss ich das AKG Mikro verwenden, sonst klingt es nicht nach Studio.

    Via This Wachter noch dieser Link für alternative Setups: Transom

  • Ich stelle gerade für Mathematik-Anfänger/innen einen Sommerkurs zusammen. Ziel: die Grundlagen, Kurs online auf Smartphone, gute Texte. Einfachstes Niveau. Sprachförderung. Zielgruppe: junge Erwachsene.

    Link: Hier gehts zum Sommerkurs

    Interessant dabei sind für mich folgende Punkte:

    1. Wie kann dieser Kurs schwellenlos zugänglich sein? Auf einer eigenen Website, nämlich meiner: https://www.phyx.at/. Moodle fällt durch Zugangsbeschränkungen aus. Meine Site läuft als WordPress Installation via 1&1 Host und hat erstaunlicherweise relativ viele Zugriffe. Das Theme heißt Extra und kommt von Elegant Themes. Als eigene Seite ist sie von Arbeitgebern/Auftraggebern unabhängig.
    2. Wie kann ich mathematische Symbole darstellen? Problemlos, WordPress kann Latex. Wie es geht, steht hier. Besser noch, hier.
    3. Grafik ist ein Thema, geht aber mit den vorhandenen üblichen Mitteln gut brauchbar nebenher. Video, Audio, Fotos ebenso. Camtasia schneiden, YouTubes Upload. Funktioniert. Uploads leider langsam am Land. Interessant wäre ein (grafisches) Kursdesign durch Profis oder Studierende der “Grafischen”. Das wäre eine wesentliche nächste Stufe.
    4. Ich liefere regelmäßig zwei Kapitel die Woche, Montag und Freitag. Das braucht eine hohe Disziplin, bringt aber einen schönen Arbeitsrhythmus, der sich herauskristallisiert. Schnell und regelmäßig ist besser als perfekt und nie. Das Programm ist in einer Liste hier veröffentlicht.
    5. Wie erfahren die Leute davon. Über die Schulhomepage. Über einen Newsletter, der kostenlos via Mailchimp läuft, über eine Facebook Seite “Mathe Grundlagen” und über Posts auf der Abendgymnasium Facebook Seite, ursprünglich als Ankündigung, zunehmend aber als Rätsel und Aufgaben. Diese Soziale-Medien-Arbeit ist extrem interessant, braucht viel Erfahrung, die man hier auch sammeln kann. Ein Rätsel geposted? Leute kommentieren. Wer antwortet? Ich. Wie antwortet man? Freundlich. Als wa antwortet man? Als Person? Als Schule? Und was ist freundlich?
    6. Interessant sind Vorbilder: Master Class sind gegenwärtig High_End Kurs im Netz. Ich habe für rund 80€ den Kurs von Steve Martin gebucht und sehe, wie attraktiv Online Kurse im Netz laufen können. Und: Udemy. Dort habe ich Pepper Your Voice, Singen ohne Grenzen für 10€ gebucht. Diese Kurse sind sehr schön. Der britische Mathematiker/Mathematikjournalist Simon Singh hat ein Sommerprogramm laufen: Parallels. Sehr hübsch, kostenlos, Zielgruppe Kinder. Update: Simon und sein Techniker Philipp haben sich gemeldet, die Authentifizierung erfolgt über Google Firebase, den Code für die Klick-Strecken hat er auf Github bereitgestellt.
    7. Interessant ist die Sprache. Die Kurstexte sind schnell geschrieben, sind dann aber meist zu lang. Schnell und viel schreiben ist keine Kunst. Wenig und schön schreiben schon. Hier ist aber durch die hohe Schlagzahl der veröffentlichten Kapitel handwerkliche Verbesserung zu erwarten.
    8. Einige extrem wichtige Tipps für Sprache, die sich an Deutschlernende richtig, stehen in diesem Buch:”DaZ im Fachunterricht: Sprachbarrieren überwinden – Schüler erreichen und fördern”. Das hätte man sich so oft nicht gedacht. Weitere Hilfe bekomme ich von Maria Fatoba, Lehrerin am Abendgymnasium. Beispiel: 10 Vögel sitzen am Zaun. Nein. Auf dem Zaun sitzen sie. Ein Podcast-Gespräch über ihre Arbeit gibt es hier zu hören.
    9. Wie viel kann man weglassen? Mathe ist oft überfrachtet. Wenn ich gedankenlos arbeite, wird das Niveau schnell zu kompliziert. Der Lehrplan für das 1. Semester ist erstaunlicherweise sehr schlank. Er unterstützt das “Weglassen” durchaus. (Hier in der Version für Abendschulen)
    10. Wie baue ich den Kurs? Nett und alltagsnahe. Komplizierteres geht in die Erweiterungen.
    11. Wie lerne ich: Parallel hat sich ein Lese- und Youtubeverhalten entwickelt. Themen, die ich behandle, schaue ich mir gerne vorher an und notiere Ideen. Diese Notizen verwende ich dann nie, nur was davon in meinem Kopf bleibt, findet Eingang in den Kurs. Beispiel: Analysis von Tobias Hell, Uni Innsbruck.
    12. Was bringt das Ganze? Handwerklich ein Update, wie Kurse heute aussehen können. Es hat sich technologisch viel getan. Smartphones sind oft die einzigen elektronischen Geräte von Studierenden des Abendgymnasiums; gleichzeitig besteht Bedarf an Mathe-Wiederholungen.
    13. Was fehlt noch? Rückmeldungen, Verbesserung der Kapitel. Das wäre dann für eine zweite Welle geplant. Dadurch, dass der Kurs offen im Netz schwimmt, ist er zugänglich und sollte daher auch in einem Verbesserungsdruck stehen. Wie teile ich meine Erfahrungen?
    14. Fehlerkorrektur. Es gibt pro Kapitel viele kleine Fehler. Abstände. Unverständlichkeiten. Echte Fehler. Dem 14-jährigen Kind versprochen: 5€ pro Kapitel für Fehlersuche, gute Beschäftigung samt  Verdienst in den Ferien. Funktioniert nicht, das wird zu schnell gemacht (gehudelt). Besser: pro gefundenen Fehler 0,50€ – da ist es erstrebenswert, möglichst viele Fehler zu finden. (Und von meiner Seite aus möglichst wenige zu machen). Update: Kapitel 1 für 21€ korrigiert. Die Korrekturen einzuarbeiten, hat noch ein paar Stunden gedauert. Dafür ist es jetzt schön.
    15. Interessant ist nun auch, die Youtube Videos zu untertiteln. Und das nicht selbst zu tun, sondern eine Community darauf anzusetzen.

    Update nach der Hälfte der Kapitel:

    1. Man wird gut im Code. In Darstellungsfragen. Dass ich Leerzeilen mit   im HTML/Wordpresscode erzwingen kann. Wie die Abfolge von Überschrift und Text und Latex-Formel gut aussieht. Ich sucht schnell nach Fotos in meiner Bibliothek. Sie sind wichtig.
    2. Die Frage ist, wie kann ich das tiefste Niveau ansteuern, mir der einfachsten Sprache, das aber für Menschen, die Jugendliches sind, oder älter, die aber noch nicht zu Deutsch können. Und das Ganze so, dass es auch für Deutschsprechende konzise ist. Es ist insgesamt eine Haltungsfrage, verständlich zu sein. Verständlichkeit, so hat mein Mathematikprofessor und begnadeter Skripten- und Lehrbuchautor Günter Malle gesagt, Verständlichkeit ist eine Tugend der Könige.
    3. Was ist die Geschichte? Das ist auch bei einem Mathematikkurs die zentrale Frage, die man sich bei jedem Kapitel stellen kann. Sollte.

    1. Transparenz: Planungen, Gedanken, Diskussionen sind zugänglich.
    2. Zusammenarbeit: Ergebnisse entstehen immer gemeinsam.
    3. Wollen: Die Grundlage des Lernens.
    4. Verantwortung: Jeder übernimmt seinen Teil.
    5. Sprache: Über das Tun reden. In drei Sprachen.
    6. Konflikte: Gehören dazu und bieten immer Möglichkeiten.
    7. Individualisierung: Lernen je nach Können und Wollen.
    8. Lehrplan: Sicherung der Schnittstellen.
    9. Kompetenzorientierung: Können gehört zum Wissen.
    10. Erlebnisse: An sie erinnern wir uns.
    11. Wertschätzung: Positive Bestärkung sichert jeden Lernweg.
    12. Wiederholungen, Routinen: Leitlinien für die Entwicklung.
  • Ein schönes Gespräch über Bienen und Bienenforschung hat Tim Pritlove von “Forschergeist” mit Jürgen Tautz geführt. Hier entlang als Link zu Episode 46

  • Wir besprechen die Ergebnisse der Evaluierung, die Studierende der Universität über den themenorientierten Unterricht gemacht haben. Eine Zusammenschau. Wo sind die offenen Enden. Es gibt, sie, sagen wir in dieser abschließenden Episode des Podcasts zum themenorientierten Unterrichts am Abendgymnasium Wien.

  • Klar, die Geräte machen Geräusche. Es gibt aber auch den Rhythmus. Das Zusammenspiel. Musik aus der Küche – diese Episode beginnt mit 1, 2 Rätseln. Und Kaiserschmarrn gibt’s auch. Gast: Phineas Haselberger.

    (more…)
  • Karl Altenhuber ist Präsident von EIMSED, dem “European Institute for Medical & Scientific Education”.

    Dieses Institut veranstaltet Weiterbildung für Ärzte, es vermittelt zwischen den Wünschen der Pharmaindustrie, den Ärzten, dem Gesetz und den Patienten.

    Im Gespräch erfahren wir von seiner Arbeit, seinem Hintergrund und einer ganzen Welt, die uns sonst nicht allzu einsehbar ist.

    Link: http://www.eimsed.com

  • Wir besuchen Dietmar, Sebastian und Markus – sie züchten im Salzburger Raum die “Dunkle Biene”, die Apis Mellifera mellifera. Im Gespräch auf der Belegstelle in St. Martin bei Lofer (Salzburg) finden wir heraus, was diese Bienen so besonders macht, und warum sie gezüchtet wird. Welche Konflikte es gibt. Dabei erfahren wir auch einiges über die Belegstellenarbeit und Zucht.

    Gesprächspartner:

    • Dietmar Eppenschwendtner, Website
    • Markus Trier, Belegstellenleiter
    • Sebastian Hauer, Belegstellenwart

    Links:  http://www.dunkle-biene.at | Arche Austria| Zucht-Datenbank Hohen Neuendorf

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer