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3 gute Gründe für ein Haus der Verantwortung in Braunau
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Wort der Woche: Wenn ein Bischof seine Residenz über die Maßen teuer renovieren lässt, und das bekannt wird, gibt es einen Aufstand – im Kirchenvolk. So geschehen vor kurzem in Deutschland. Hier hat wohl einer über die Stränge geschlagen und wurde dabei erwischt. Vielleicht aber schlagen wir alle manchmal über die Stränge und finden das ganz normal. Wo ist die Grenze? (Moment / ORF Radio Österreich 1)
(Passwort notwendig)

“Zuhören ist eine Balance zwischen den Sinnen.”
Nicht immer steht das visuelle Bild im Vordergrund. Bei Radiosendungen ist es das akustische Bild.
Winfried Schneider ist Radiojournalist. Er erzählt, wie man “Zuhörbilder” macht, und wie man in Schulen lernen kann, zuzuhören.
Er hat “Ö1 macht Schule” ins Leben gerufen, ein Projekt, in dem Radiosendungen von Österreich 1 didaktisch aufbereitet werden und über Internet den Weg in die Klassen finden.
Es entstand über die Jahre eine kleine, feine Zusammenarbeit zwischen Radio und Schulen, mit vielen downloadbaren Ö1-Sendungen und schönen Unterrichtsideen.
Auch dieser Deckel kommt im Gespräch vor.Links: Ö1 macht Schule | Projektbeschreibung | Ö1 Download | ORF und KommAustria | Genehmigungsbescheid | Radiokolleg “Zuhören als Metakompetenz” | Stiftung zuhören | Ö1 Ambiente | Ö1 Menschenbilder | Warum Podcasts funktionieren
Aufnahmedatum: 11.10.2013, online seit 13.10.2013.

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Eher ungewöhnlich, dieses Soundscape. Nicht wegen dem Italienisch, sondern wegen der Situation. Kurz vor dem Einsteigen dieser italienischsprechenden Gruppe war das noch eine Wiener Straßenbahn der Linie 18 vom Hauptbahnhof zum Westbahnhof. Doch schlagartig hat sich das geändert.
Die Linie 18 ist eine besondere Straßenbahnlinie in Wien. Sie verband den Südbahnhof mit dem Westbahnhof. Verbindet immer noch, aber der Südbahnhof wurde zum Hauptbahnhof und der Westbahnhof unbedeutend. Die Linie 18 ist ein Verbindungsweg zwischen Bezirken und Kulturen. Sie verläuft teils unter der Erde, teils über der Erde. Immer wieder steigen Reisende aus- oder zu, die zwischen den Bahnhöfen pendeln oder verlorengehen oder verloren gegangen sind. In diesem Fall bei dieser Aufnahme eine Gruppe Italiener. Was sie sagen, verstehe ich nicht. Ich mag aber den Klang Italiens im Herzen Wiens.

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Diese Rolltreppe ist ein musikalischer Partner, bereit für den Rhythmus-Part. Es gibt sicher ein Lied, das man mit einem beliebigen Instrument dazu spielen könnte. Die Rolltreppe ist am Wiener Volkstheater zu finden, in der U-Bahn Station. Möglicherweise wird sie bald repariert oder mechanisch besser eingestellt. In jedem Fall bis dahin, ein höchst erfreuliches mechanisches Geräusch aus der Soundscape einer Stadt.
Privilegiert ist jener, der an einem Ort wohnt. Der nicht nur einmal vorbeikommt und alles hinnehmen muss, wie es ist, und wie es klingt. Wer täglich vorbeikommt wird eine Änderung bemerken, an dieser Rolltreppe. Sie klapperte ganz leise, jetzt stark und rhythmisch. Irgendwas hat sich verändert. Die Gegend um die Rolltreppe – beim Karsplatz in Wien – wurde damit zum Indurstiregebiet, ein Industrieklang ist entstanden. Metallisch rätselhaft. Weg von der Stille des leisen Transits.
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Niederschlag entsteht, wenn gasförmiger Wasserdampf kondensiert. In der Wolke wird das sichtbar. Wenn in der Wolke die Tröpfchen größer werden, fallen sie zu Erde. Soweit so klar. Warum aber bestimmte Gegenden bestimmte Formen des Niederschlags aufweisen, darüber spricht Manfred Dorninger in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree.
Link: Universität Wien, Institut für Meteorologie und Geophysik

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Der Podcast für Lehrer beginnt sich in die vorhergesehene Richtung zu entwickeln. Gespräche mit Menschen, die etwas ganz Bestimmtes wissen. www.lobundtadel.eu
Schwierig ist, nicht zu viel vom Konzept in die Ausstrahlung zu bringen. Namen, Konzepte, Definitionen – alles untergeordnet. Es geht um das Thema. Und das ist wichtig.

Anfangen und weitermachen – und dabei mehr auf den Menschen einlassen, als auf das, was er kann.
Matthias Gerstner ist Korrepetitor an der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst.
“Musik ist Klang und Klang ist überall.”
Im Gespräch mit Ingrid Rachbauer und Lothar Bodingbauer erzählt er von den Wegen zum perfekten Stück, das er mit seinen – ja wie sagt man – Klienten, Künstlern, Musikern – erarbeitet. Lernen hat für ihn eine ganz besondere Bedeutung.
Links: Korrepetitor WP | Universität für Musik und Darstellende Kunst
Namedropping: Helmut Deutsch WP | Bruno Leonardo GelberWP | Claudio Abbado WP | Franz Welser-Möst WP | Sergiu Celibidache WP | Der Klavierling
Aufnahmedatum: 29.09.2013, online seit 29.09.2013. Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wurde am Sonntag, 10. November 2013 im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Moment am Sonntag” ausgestrahlt (Das Lied meines Lebens).

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Litauen, Baltikum, Kurische Nehrung. Einige Museen erzählen über die Geschichte – in der übrigens auch Ännchen von Tharau eine Rolle spielt. Sie hat einem berühmten Lied ihren Namen geliehen. Ob es diese Spieluhr in einem der Museen Klaipedas noch gibt?
Es gibt ein kleines Museum irgendwo in Litauen, in Kleipeda. Mit schönen Parkettböden und erlesenen antiken Gegenständen. Darunter eine Uhr. Eine Spieluhr. Sie spielt dieses Lied. Wie oft sie das getan hat, weiß ich nicht. Ich bin mir aber sicher, dass es Menschen gibt, die diese Melodie lieben. Die sie gebaut, komponiert, die Uhr repariert haben. Die sie öfter schon gehört haben, als ich. Zweimal nämlich. Beim ersten Mal erkannt – beim Zweiten Mal für eine Radiosendung aufgenommen. Und jetzt ist sie da, die Melodie, und bleibt.

Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.
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Text: Zum Hintergrund (2014)
Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer

