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Wien

  • Volksschullehrer im Portrait

    “Wenn du nichts machen kannst, dann kannst du alles machen.”

    Eigene Vorstellungen hat er schon, der Herr Lehrer. Schulbücher passen da nicht gut dazu, und Deutsch als einzige Unterrichtssprache auch nicht. Die Freinet-Pädagogik aber schon, in der Kinder dazu angeleitet werden, selbst die Druckerpresse anzuwerfen.

    Im Gespräch mit Christian Schreger erfährt man viel über seine ganz besondere Art, mit Kindern zu arbeiten.

    Christian Schreger | Sozialer Brennpunkt | Muttersprache | Jugoslawienkriege | Spracherwerb | Sprachförderung | Leseförderung | Freinet-Pädagogik | Schulbücher | Schulpflicht | Mehrstufenklasse | Unterrichtsplanung | Lehrplan | Konservatismus | Digitales Tagebuch | Tier der Woche | Kleine Bücher | Brigitta Busch | Die Presse Bildung | Welt ABC | Becken | Diskriminieren | Sprache | Transsibirische Eisenbahn | Freitagskochen

    Alle Hintergrundartikel sind in diesem “Lob und Tadel 002” – Reader zusammengefasst.

    Aufnahmedatum: 25.09.2013, online seit 27.09.2013.

  • Wort der Woche: Viel wird analysiert, verglichten, und pronostiziert. Ja, so ist das dieser Tage: Politik ist jetzt in aller Munde. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

     
    (Passwort notwendig)

  • Sprachlos könnte werden, wer die Wunder der Natur erfährt. Wenn aber eine Gruppe Wiener Volksschulkinder gemeinsam in den Wald geht, um im Wassergraben Bachflohkrebse zu suchen, dann passiert das genaue Gegenteil. Das gemeinsam Erlebte bringt vielfältige Anlässe zu reden. Eine Sprachwissenschaftlerin und mehrere Ökopädagogen der Internationalen Naturfreunde erarbeiten zuvor mit den Schülern gemeinsam den verwendeten Wortschatz in deren jeweiligen Muttersprachen. So trifft die Vielsprachigkeit der Kinder auf die Vielfalt der Natur.

    Dieser Beitrag wurde am 23.09.2013 im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt: Moment – Leben Heute, 14:40 Uhr. Das Gespräch mit der Sprachwissenschaftlerin Judith Purkarthofer ist als Podcast in der Reihe Lob und Tadel erschienen. Link: LUT001

  • Sprachlos könnte werden, wer die Wunder der Natur erfährt. Wenn aber eine Gruppe Wiener Volksschulkinder gemeinsam in den Wald geht, um im Wassergraben Bachflohkrebse zu suchen, dann passiert das genaue Gegenteil. Das gemeinsam Erlebte bringt vielfältige Anlässe zu reden. Eine Sprachwissenschaftlerin und mehrere Ökopädagogen der Internationalen Naturfreunde erarbeiten zuvor mit den Schülern gemeinsam den verwendeten Wortschatz in deren jeweiligen Muttersprachen. So trifft die Vielsprachigkeit der Kinder auf die Vielfalt der Natur. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

  • Reine Nervenfrage dieses Geräusch. Man spürt, wie es sich entwickelt, kann aber noch nicht genau sagen, wie es endet. Der Kreisel – aus dem Technorama Winterthur (Schweiz). Genau genommen ein Metallring, der sich dreht. Eine von mehr als 500 Stationen, an denen man selbst ausprobieren kann, was die Naturgesetze spielen.

    Physik hat seinen eigenen Klang. Ein ganzes Haus voller Physik ist also ein ganzes Haus voller Klänge. In Winterthur hat man das Technische Museum aufgelöst, es ist keine Sammlung mehr, sondern es ist ein Stationenbetrieb mit 100 Experimenten. Dingen, mit denen man spielen kann. Vieles ist still, und manches funktioniert mit Ton. Das Reden über große Entfernungen mit Hilfe von Schalltrichtern. Der Ton dieses aufgenommenen Instrumentes ist reines Beiwerk. Er entsteht bei Drehen eines Kreisels. Und er erzählt über den Zustand des Kreisels. Es war ein schöner Ausflug dorthin nach Winterthur mit den Kindern. Sehr zu empfehlen.

  • Sprache ist politisch, und Sprache ist ein Prozess.

    Die Linguistin Judith Purkarthofer erzählt über ihre Arbeit als Sprachwissenschaftlerin, die auch an Schulen stattfindet.

    Sprache muss oft verhandelt werden und hat immer auch eine politische Komponente. Welche Sprachen sind erlaubt, willkommen und erwünscht. Es entstehen Sprachregimes.

    So erwünscht die Mehrsprachigkeit im allgemeinen ist, muss ein vielsprachiger Hintergrund besonders in Schulen oft als Sündenbock herhalten. Eine gute Ausbildung von Lehrenden hilft, die vielen Sprachen als Quelle für Verständigung und Selbstbewusstsein zu erhalten.

    In der ersten Ausgab von “Lob und Tadel” spricht Judith Purkarthofer mit Lothar Bodingbauer über die Zusammenhänge von Sprache und Raum, Mehrsprachigkeit, Sprachbiographien, Macht und Sprache, Spracherwerb, und erzählt von Sprachprojekten in Voksschulen, die die Vielsprachigkeit mit der Vielfalt des Naturerlebens zusammenbringen.

    Sie selbst ist während ihrer Volksschulzeit vom Steirischen Sprachraum in das Salzkammergut übergewechselt – ein prägendes Erlebnis.


    Aufnahmedatum: 17.09.2013, online seit 18.09.2013. Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wurde am Montag, 23. September 2013 im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Moment Leben Heute” ausgestrahlt.

  • Das Rollen der Wellen am Ärmelkanal bringt nicht nur das Geräusch des Wassers, sondern auch das der hin- und hergeschobenen Steine, die am Grund rundgeschliffen werden. Der Wind geht, und so baut man eine kleine Grube, wo das Mikrofon abgeschirmt wird, und wo nichts pustet. Drüben ist England, und dieses Geräusch stammt von der Küste in Dieppe.

    Das Rauschen eines Meeres kann ja gehörig auf die Nerven geht. Weil es laut ist, stark und unbarmherzig. Wer aber in den Wochen zuvor auf dem Landweg an die Küste gereist ist mit der Bahn, der freut sich genau auf dieses Rauschen. Ob es wohl Menschen gibt, die das Meer erkennen, die Küste? Am Klang? Ist da nicht auch das Wetter und die momentane Bedingung wichtig, wie das Meer heut klingt? Ich habe das Meer in Dieppe in Frankreich mit nach Hause gebracht. Nicht den Sand, nicht den Wind, nicht den Geschmack des Salzes, sondern den Klang.

  • Meteorologen können an der lokalen Form des Regens die Art der Entstehung ablesen, sie unterscheiden die unterschiedlichen Regenformen darüber hinaus auch in Dauer und Intensität. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)

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  • Wenn man am späten Nachmittag am Wiener Gänsehäufel an den Zehen zu frösteln beginnt, nähert sich das Saisonende. Ab 15. September ist Schluss. Und heute war wahrscheinlich der letzte Tag am Wasser.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer