Radio, Science, Education

Wien

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    Da haben sich bei mir über die 80-er Jahre ein paar Broschüren angesammelt. Vom Österreichischen Sowjetischen Reisedienst erhalten – Ziel: Transsib fahren – und beim Zusammenräumen immer wieder auf einen neuen Platz gestellt. Jetzt sind sie fällig. Altpapier.

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    Mit 20 Kindern lernen, wie Radiobeiträge entstehen. Einen Tag lang. Der Kurs begann, dass ich meinen Büro-Sack ausräumte. Dort war alles drin, was ein Radiojournalist braucht. Inclusive Getränk und car2go Karte. Mit einer Skype-Schaltung haben wir später auch einen Bademeister interviewt. Die Fragen hält der Junge links. Und draußen war das freundliche Mikrofon immer mit dabei. Link zur Kinderuni Hagenberg.

  • Viktor Filzwieser sammelt Kieselsteine aus der Ybbs, schleift und poliert sie und legt so versteinerte Tiere frei. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)

    Programmtext

    Die Ybbs ist ein Fluss in Niederösterreich, der aus den Kalkalpen Wasser und Geröll in das Voralpenland transportiert. Das Wasser ist im Oberlauf glasklar und an den Rändern und Schotterinseln zeigt sich eine vorherrschende Farbe: grau. Es ist das Grau des Kalksteins.

    Ein genauerer Blick zeigt jedoch eine verblüffende Vielfalt an Farben und Mustern in vielen Steinen, die durch die Bewegung des Wassers schon sehr rundgeschliffen sind. Besonders, wenn die Steine nass sind, wird diese Farbenpracht sichtbar.

    Es sind aber nicht nur die Farben, die Sammler der Gegend faszinieren, sondern auch die Muster, die etwa von versteinerten ausgestorbenen Ammoniten, Kopffüßern, stammen, oder von versteinerten Seelilien. Seelilien sind Tiere und gehören zu den Stachelhäutern.

    Da aber Ammoniten und Seelilien ausschließlich in Meeren vorgekommen sind, sind die Steine der Ybbs somit auch ein Blick in die Vergangenheit. Vor rund 200 Millionen Jahren befand sich hier die Tethys, ein Urmeer, das mit der Gebirgsbildung der Alpen verschwand.


    Teil 1: Farben und Muster


    Teil 2: Unterschiedliche Bearbeitungsmethoden


    Teil 3: Ein Blick in die Vergangenheit


    Teil 4: Die richtige Auswahl


    Teil 5: Jedes Stück erzählt eine Geschichte


    Aufnahme: 5. Juli 2014

  • bahn

    In letzter Zeit wieder ein paar Eisenbahn-Sachen gehört und gemacht. Hier meine Highlights.

    1. Deutschlandfunk Feature: “Verspätungsfreude im ICE”. Eine Stunde über das Netzwerk, die Zeit und das Thema Verspätung. Link zur Sendung.
    2. Gespräch im Bahncast mit dem ehemaligen Chef der Schweizer Bundesbahn, Benedikt Weibel. Er spricht auch über fehlende politische Aufträge für die Deutsche Bahn. Link zum Podcast.
    3. Nach wie vor eines der besten Gespräche über die Verspätung bei der Bahn. Endlich mal solide erklärt im Rahmen von DRadio-Wissen. Link zum Gespräch und Unterrichtspaket dazu.
    4. Pflanzen an Verkehrswegen. Der Botaniker Michael Hohla spricht im Radioprogramm Österreich 1 über das Besondere an Eisenbahnstrecken. Link zur Sprechkontakt-Produktion 198.
  • Zwischen Wohnburgen und Mehrfachanbau-Kunstwerken steht in österreichischen Gegenden ab und zu ein Winzighaus: zwei Räume oben, zwei unten; oder das Häuschen ist überhaupt nur ebenerdig und nicht viel größer als 30 Quadratmeter. Solche Häuser wären heute auf dem Land gefragt, sagen Immobilienmakler, immer noch werde eher groß gebaut. Wer wohnt in den wenigen, meist alten Winzighäusern. Eine Suche im Innviertel. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

    Filename: radio199_kleinhaus Link zur Sendung

  • Ich habe Ernst I. und Ernst III. im Mostviertel, in NÖ. besucht. Zwei super Burschen mit 24 Völkern. Wir sprechen über Ableger und ihre Bedeutung in der Imkerei – und das Lernen von Großvater und Enkelkind.

    Aus Deutschland und Südtirol berichten die “Bienenkorrespondenten” Victor Hernández, Kasseler Stadthonig-Imkerei und Paul Rinner, Bioimker bei Bozen. Blick ins Forum mit Reinhard Fritsch, dem “Honigmeister” von BeeLux.

    Im dritten Teil erzählt der Botaniker Michael Hohla über die Ausbreitung von Pflanzen an Eisenbahnlinien und Ruderalflächen. Dieser Teil der Bienengespräche wurde im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Vom Leben der Natur” erstausgestrahlt.

  • Der Botaniker Michael Hohla spricht über die Vegetation an Orten des Transits. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)

    Programmtext

    Ruderalflächen sind für Botaniker spannende Gebiete. Es ist die Dynamik der Besiedelung, die an solchen Stellen sichtbar wird, an Gebieten, in denen die Erde aus irgendeinem Grund einmal brach gelegen ist.

    Besondere Ruderalflächen sind jene, die an Transitstrecken liegen. Ob an Eisenbahnen, Autobahnen, Bundes- oder Wasserstraßen. Pflanzen können sich an diesen Linien durch viele Mechanismen besonders gut ausbreiten. Eine neue Pflanzenart kommt über die Hauptverkehrslinien ins Land, über die Nebenverkehrslinien besiedelt sie dann auch das Umland.

    Einerseits sind es die Samen, die durch die Fahrzeuge oft von weither herangebracht werden, andererseits ist es der Fahrtwind der vorbeibrausenden Fahrzeuge, der die Samen von bestehenden Pflanzen weiter verteilt. Meist werden die Streifen entlang der Linien regelmäßig gemäht, was zusätzlich eine Verschleppung der Samen durch Mähfahrzeuge möglich macht.

    Es sind aber auch die Standorte selbst, die eine spezielle Herausforderung an die Pflanzen stellen. Es bleiben jene, die zu den Bedingungen passen: heiße Ränder, die – wie bei Autobahnen – stark salzhaltige Böden aufweisen, oder die – an Bahnanlagen – regelmäßig durch Herbizide von Bewuchs befreit werden.

    Standorte an Verkehrswegen sind oft auch geschützte Bereiche, in denen sich durchaus seltene Arten mit sehr speziellen Ansprüchen gut entwickeln können. Besonders gut sieht man das auch an Plätzen mit Pflasterung. Es ist die “Gunst der Fuge”, die an den Stellen zwischen den Steinen einen besonderen Lebensraum für sehr kleine Pflanzen schafft.

    INTERVIEWPARTNER:

    Prof. Michael Hohla, Botaniker
    Konsulent der OÖ. Landesregierung
    Obernberg am Inn

    Persönlicher Botanik-Weblog


    Teil 1: Filename: radio198_transitstrecken_1 Gräser am Bahnhof


    Teil 2: Filename: radio198_transitstrecken_2 Autobahn und Rastplatz


    Teil 3: Filename: radio198_transitstrecken_3 Vorkommen entlang der Bundeststraße


    Teil 4: Filename: radio198_transitstrecken_4 Die “Trittgesellschaft” eines Marktplatzes


    Teil 5: Filename: radio198_transitstrecken_5 Neubürger am Hafen (mp3)


    Aufnahmedatum: 04.07.2014

  • Wissen über Bienen und Bienenhaltung ist für Anfänger ein spannendes Gebiet. Es ist aber nicht leicht, alle Quellen zu sammeln und zu bewerten, und das alles “just in time”. Das Wissen soll ja in den Jahreslauf der eigenen Bienenvölker eingebettet werden. Hier im Podcast: Bienenhaltung im Gespräch. Einmal pro Monat, so um die Monatsmitte.

    1. Ein Thema – besprochen mit verschiedenen Gästen
    2. Korrespondent:innenbericht – die aktuelle Situation

    Anfänger sollen in diesem Gespräch von Profis und Geübten alle Informationen für eine erfolgreiche Bienenhaltung bekommen. Andererseits sollen etablierte Imkerinnen durch die Wahl der Gesprächspartnerinnen immer auch neue interessante Aspekte einer gut bekannten Sache kennenlernen. Auch die Wissenschaft soll eingebunden sein, und Themen angrenzender Umwelt- und Landwirtschaftsbereiche. Die Sendungen kann man kostenlos herunterladen. Auf das Telefon, auf den Computer. Oder hier im Webbrowser über den Player hören.

    Ich selbst halte Bienen in Wien (max. 10 Völker) seit 2014, bin 1971 in OÖ geboren, arbeite als Radiojournalist, Podcaster, Lehrer für Physik und Mathematik.

    Dieser Podcast ist frei und unabhängig. Das ist gerade bei Bienen, Natur, Umwelt wichtig. Ich rede mit wem auch immer ich Spaß habe zu reden. Das macht Spaß. Die einzigen, die für die Bienengespräche etwas zahlen (dürfen) sind die Hörer:innen selbst, um zum Beispiel Eisenbahnfahrkarten mitzufinanzieren. Bring die Biene auf die Schiene! Wie es geht, steht hier…

    Ideen, Themen, Feedback: lothar@sprechkontakt.at

    Kontakt: Lothar Bodingbauer lothar@sprechkontakt.at Tel +43 699 190 39 196 Theresianumgasse 4/5 A-1040 Wien, Österreich https://www.sprechkontakt.at

    Möchtest du über neue Episoden informiert werden? Hier kannst du den kostenlosen Newsletter der Bienengespräche abonnieren. Häufigkeit: Einmal pro Monat.

    Was sind Podcasts?

    Podcasts sind Radiosendungen im Internet. Es sind meist Gesprächssendungen, die einen Hörerkreis im gesamten deutschsprachigen Raum erreichen. Meist handelt es sich um Spezialthemen, zu denen es keine “offiziellen” Radiosendungen gibt. Entwickelt wurde das Podcasting von Menschen aus der “guten” deutschen Hacker-Szene, die nämlich darauf angewiesen sind, Wissen weiter zu geben. Und hier trifft sich dieses Bestreben mit meinem Wunsch, Wissen über Bienen und die Imkerei einerseits zu erhalten, andererseits auch weiterzugeben. Es ist unglaublich, wie viel Wissen im Landstrich zu jedem Thema vorhanden ist. Jedes der Bienengespräche hat ein Hauptthema und die Korrespondentenberichte vervollständigen ein buntes Mosaik. Es ist einfach spannend, zu hören, was der Imker in der Steiermark erlebt, die Imkerin in Schleswig Holstein. Über die Folgen entsteht einerseits viel Grundlagenwissen, andererseits ein Überblick über die Imkerszene. Ein Spezialradio mit Kapitelmarken. Man hört, wenn man Zeit hat. Beim Autofahren, in der Werkstatt. Man kann direkt zum Gewünschten Kapitel springen, und die Pausetaste drücken, was bei Radio nicht geht. Das Abonnement ist kostenlos. Perfektion ist bei den Gesprächen übrigens kein großes Thema. Fehler werden direkt angesprochen oder können über die Kommentarfunktion auf der Website richtig gestellt werden. Wir senden, was wir interessant finden. Die Bienengespräche erscheinen monatlich. Für Rückmeldungen und Ideen sind wir dankbar.

    Auf der #Unsubscribe, dem Podcastertreffen in Wien, habe ich das Konzept der Bienengespräche und die Erfahrungen daraus am 4. Juni 2016 vorgestellt. Hier ist ein Mitschnitt:

     

  • Radio im Internet. – Seit der weiten Verbreitung von Smartphones und mp3-Playern ist Radiohören einfacher geworden. Sendungen kann man nun auch über Internet empfangen und hören, wenn man Zeit hat. Nicht nur etablierte Rundfunkanstalten machen im Rahmen dieser “Podcasts” Programm, sondern auch Menschen außerhalb der Radiostationen, die sich auf einem bestimmten Gebiet gut auskennen. Eine bunte Szene an unabhängigen Podcastern ist entstanden. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

    Interviewpartnerinnen: Daniel Meßner, Florian Freistetter, Nele Heise. Die Gespräche mit ihnen sind in voller Länge in Lobster und Tentakel LUT022 zu hören.

    Filename: radio197_podcast Link zum Beitrag

  • Unsere Bienen sind gekommen. Drei Ableger fliegen jetzt in den Gärten des Quartier Belvedere in Wien. Summen und brummen. Und am Abend ab 8 Uhr ist huschiheia. Ruhe in der Kiste. Im nächsten Jahr – wenn alles gut geht – heißen sie dann “Volk” und machen lecker Honig.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer