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Wien

  • Die Verhaltensbiologin Cordula Galeffi erzählt über Projekte im Zoo Zürich, die das natürliche Verhalten der Tiere fördern. Das Gebiet der Verhaltensanreicherung nimmt im Zürcher Zoo einen wichtigen Stellenwert ein. Seit mehreren Jahren gibt es in diesem Tiergarten eine eigene Kuratorenstelle, die sich ausschließlich damit beschäftigt, wie man das natürliche Verhalten von Tieren in einem extra dafür hergestellten Lebensraum fördern und besser sichtbar machen kann.

    Tiere haben in freier Wildbahn im Zuge der Evolution ein vielfältiges Repertoire an Verhaltensformen entwickelt, um mit den Ansprüchen zurechtzukommen, die das Leben dort an sie stellt. Wie kommt man an Futter, wie schützt man sich, wie gibt man seine Gene weiter? Und noch mehr: Wie organisiert man sich, lebt man alleine, in der Gruppe, was tut man, wenn der Nachwuchs groß wird? Ständig gibt es etwas zu tun, ständig gibt es etwas zu entscheiden. In Zoos wurden diese Problemstellungen lange Zeit durch Menschen gelöst und den Tieren viele Entscheidungen abgenommen. Gelangweilte Tiere entwickeln oft ein stereotypes Verhalten – sie laufen im Gehege auf und ab, werfen den Kopf hin und her.

    Das Konzept der Verhaltensanreicherung besteht im Wesentlichen darin, den Tieren Probleme zu schaffen, die sie lösen müssen. Der Alltag wird anspruchsvoll, er wird bunt, stereotype Verhaltensweisen verschwinden. Verhaltensanreicherung kann auch dazu benützt werden, um die Aktivität der Tiere zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten für die Besucher sichtbar zu machen. Auch die Besucher entwickeln dadurch ein vielfältigeres Verhalten. Es gibt mehr mit unterschiedlichen Methoden zu beobachten, was dem Auftrag der Tiergärten entgegen kommt, Bewusstseinsbildung im Sinne des Artenschutzes und der Ökologie zu betreiben.

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  • Wenn der Körperteil im Mittelpunkt steht: Schöne Beine, schöne Hände, schöne Ohren. Nicht immer steht der ganze Mensch im Mittelpunkt, sondern ein Körperteil. Körperteilmodels spielen daher in Kunst und Werbung immer schon eine wichtige Rolle. Allein, es gibt sie nur noch selten. Wer als Model heute von seiner Arbeit leben will, muss alles machen, muss also auch noch schön sein. In schönen Händen oder Füßen steckt auch sehr viel Geld und Bewusstsein für Pflege und Erhaltung. Damit lässt sich zwar umgekehrt nicht unbedingt auf Schönheit, aber zumindest auch auf die Gepflegtheit des gesamten Menschen schließen.

    URL: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio154_mom_koerperteile.mp3

  • Der Evolutionsbiologe Franz Wuketits erzählt über eine facettenreiche Beziehung.

    Es war für die Menschen der Steinzeit offenbar einfacher, ein gezähmtes Schwein durchzufüttern, als sich von wilden Schweinen die Ernte rauben zu lassen. Das ist die Theorie für die Domestizierung von Wildschweinen, die an unterschiedlichen Gegenden der Erde unabhängig voneinander durchgeführt wurde.

    Das Hausschwein ist ein äußerst fruchtbares, in unseren Breiten rosarotes Nutztier, das, artgerecht gehalten, so gar nicht den Vorurteilen entspricht, die Menschen ihm gemeinhin nachsagen. Weder schwitzen Schweine stark – sie haben keine Schweißdrüsen – noch sind sie schmutzig. Körperpflege betreiben sie ausgiebig und oft in Gruppen. Sie sind weder dumm, noch sind sie gefräßiger als andere Tiere.

    Schweine sind den Menschen so ähnlich, dass die Borstentiere sogar als Studienobjekte für medizinische Zwecke dienen können. Auch in Ortsnamen, Sprichworten und Redewendungen haben sie Einzug gehalten.

    Interviewpartner
    Prof. Dr. Franz Wuketits
    Konrad Lorenz Institute for Evolution and Cognition Research
    Adolf-Lorenz-Gasse 2
    A-3422 Altenberg

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  • Der Evolutionsbiologe Franz Wuketits erzählt über eine facettenreiche Beziehung.

    Es war für die Menschen der Steinzeit offenbar einfacher, ein gezähmtes Schwein durchzufüttern, als sich von wilden Schweinen die Ernte rauben zu lassen. Das ist die Theorie für die Domestizierung von Wildschweinen, die an unterschiedlichen Gegenden der Erde unabhängig voneinander durchgeführt wurde.

    Das Hausschwein ist ein äußerst fruchtbares, in unseren Breiten rosarotes Nutztier, das, artgerecht gehalten, so gar nicht den Vorurteilen entspricht, die Menschen ihm gemeinhin nachsagen. Weder schwitzen Schweine stark – sie haben keine Schweißdrüsen – noch sind sie schmutzig. Körperpflege betreiben sie ausgiebig und oft in Gruppen. Sie sind weder dumm, noch sind sie gefräßiger als andere Tiere.

    Schweine sind den Menschen so ähnlich, dass die Borstentiere sogar als Studienobjekte für medizinische Zwecke dienen können. Auch in Ortsnamen, Sprichworten und Redewendungen haben sie Einzug gehalten.

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  • Verstümmelte Worte

    – Soft-Drink
    – Sauergemüse
    – Heißgetränk
    – Starkregen
    – Dicksaft

  • Von Singapur erreicht man in 40 Minuten mit dem Schnellboot eine erste Inselgruppe Indonesiens. Die weit verzweigte Stadt darauf heißt Batam. Viele Fabriken gibt es hier, die Produkte herstellen, die es billig in unseren europäischen Regalen gibt – Drucker, Computer. Die Insel und ihre Umgebung boomt. Viele der Bewohner sind erst in jüngerer Zeit aus anderen Gegenden Indonesiens hier hergekommen. Fotos aus Batam und seinen Nachbarinseln.

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    2010 INDO Mix 614

    Hier noch eine Geschichte von Rex, dem Schuldirektor von Sekulah Globe, der Schule in Batam

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    Hier noch ein Klang aus Bedogul in Bali

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    Und ein Lied aus Batam von einer Lehrerin der Schule

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    Und den Kalng von einem Gecko, der Gecko sagt, ist hier drüben bei den Atmos

  • Regentropfen auf dem Gehsteig. Ein scheinbar zufälliges Muster. Aber falls es eine verborgene Struktur gibt, dann könnte sie Stefan Szeider finden. Er spricht in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree über das Problem von Informatikern, Probleme zu lösen.

    Stefan Szeiders Spiegelbild im Spiegel. Die unendliche Spiegelung – eine Verbindung zum Inhalt des Gespräches über Endlosschleifen und der Lösbarkeit von Problemen. „Als Jugendlicher habe ich das berühmte Buch `Gödel-Escher-Bach‘ gelesen, in dem es um Logik und Gödels Unvollständigkeitssatz geht – von da an wollte ich unbedingt tiefer in dieses Thema einsteigen.

    Stefan Szeider forscht an der TU Wien im Gebiet der Lösbarkeit von Problemen. Die theoretische Forschung im Bereich der Logik/Mathematik/Informatik macht sich das Leben manchmal schwer, weil sie Zusatzwissen ignoriert, das man normalerweise automatisch mit dabei hat. Und so versucht er in seinen Arbeiten Strukturen in den Eingaben, den Daten zu erkennen, die das Komplexitätsverhalten und die Lösbarkeit einer Problemstellung beeinflussen. Ob es nun um Eisenbahnen geht, um Handlungsreisende oder auch um Drachen.

    Univ.-Prof. Dr. Stefan Szeider
    Institute of Information Systems
    Vienna University of Technology (TU Wien)
    Favoritenstraße 9-11
    A-1040 Vienna, Austria

    Link zur Homepage
    Link zum Überblicksartikel

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer