Radio, Science, Education

Wien

  • Derzeit kursiert im Internet ein Gedicht, das Kurt Tucholsky 1930 zugedacht ist. Er soll damals frappierend ähnlich zu heute auf die Situation an der Börse mit Leerverkäufen und Derivaten hingewiesen haben. Der Sache ein wenig auf den Grund gegangen, findet man:

    0) Das Gedicht – angeblich von Kurt Tucholsky

    1) Tatsächliche Texte von Kurt Tucholsky, bei denen nichts Derartiges zu finden ist
    2) Eine Diskussion zu diesem Hoax beim Sudelblog
    und 3) den dort genannten Urheber des Gedichtes – aus Wien

    1. Radio einschalten, hören was kommt – über die Luft. (Österreich)
    2. Radio einschalten, hören was kommt – aus dem Kabel. (Österreich, Deutschland, etwas Ausland)
    3. Radio einschalten, hören was kommt – aus dem Internet. (Ausschließlich Ausland)
    4. Radiosendungen downloaden – von Österreich 1 – hören, wenn’s passt. (Ausschließlich Österreich)
    5. Podcasts downloaden – aus der ganzen Welt, hören, wenn’s passt. (Ganze Welt)

    Hier ist meine Podcast Liste. Pro Tag kommen circa. 5 Stunden Sendungen herein. Ich höre davon meist grundsätzlich die DLR Thema Interviews, oft SWR2 Wissen und manchmal HR2 Der Tag. Den Rest stark nach Inhalt.

  • Heute dachte ich zufällig daran, dass ich vor einigen Jahren am 26. Oktober die erste weihnachtlich geschmückte Auslage des Jahres gesehen habe, beim Herzmansky. Da dachte ich einen Moment daran, ob das heuer auch wieder so sein wird. Nationalfeiertag ist Weihnachtsschmuckbeginn.

    Nein, diesmal wars zwei Tage früher, heute am 24. Oktober, flatterte ein e-Mail ins Haus. Es geht also los!

  • Jörgl, schau oba. Die Frau M. ist gar nicht blöd, und der Herr R. macht eine hübsche Unterstellung: “Ihre Formulierung ist doch ein Angriff auf Ihre eigene Intelligenz”. Der Herr B. nicht so sehr sympathisch, und der zugeladene Korrespondent spricht fast unverschämt direkt. Frau Sch. wehrt sich trefflich, und der Herr Diskussionsleiter weiß, wann man sich zurücknimmt, und wann man mitredet: “Wenn beim Bauern die Kuh hin war, war er mit der neuen Kuh da”… “Haider war ein verhunztes Genie” – sagt Herr R.

  • Es ist ein großer Unterschied zwischen etwas noch glauben und es wieder glauben. Noch glauben, daß der Mond auf die Pflanzen wirke, verrät Dummheit und Aberglaube, aber es wieder glauben zeugt von Philosophie und Nachdenken.

    Weitere Aphorismen Lichtenbergs gibt es hier.

  • Schülerinnen und Schüler des BG Porcia (Spittal am Millstättersee) fahren mit ihrem Physiklehrer Josef Gröchenig mit Zug und Schiff nach Finnland, um dort die Physik des hohen Nordens zu studieren – und natürlich auch um das finnische Leben inmitten ihrer Gastfamilien kennenzulernen.

  • Die BBC stellt Autofahrern im Straßenverkehr 10 Punkte zur Verfügung, kühlen Kopf zu bewahren. Hier die deutschen Punkte kurzgefasst, aber die englische Version ist besser, weil man ein paar Vokabel lernt, zum Beispiel: “Tailgating” (dicht auffahren, kommt vom Versuch, hinter jemandem knapp durch eine Personensperre zu gehen, die kurz aufgeht.)

    1. Wenn einer auf die Hupe drückt, kühlen Kopf bewahren: “sieh es im Kontext”.
    2. Nicht die Fahrspuren im langsamen Verkehr wechseln.
    3. Augenkontakt wenn immer möglich.
    4. Idealerweise nicht mehr als eine viertel Stunde in eine Richtung pendeln.
    5. Der Parkplatz gehört dir nicht.
    6. Fahren ist eine geistige Übung.
    7. Dicht auffahren ist übel.
    8. Lass die Leute rein, auch wenn sie sich vorgedrängelt haben. (Hauptsache alle kommen voran.)
    9. Behandle die Radfahrer gleich, egal ob mit oder ohne Helm.
    10. Schau zum Ziel, und nicht in die Kurve.
  • “Das Irrlicht ist wieder da – Jörg Haider.”

    Neue Zürcher Zeitung vom 29.09.2008

  • fummeln Vsw “herumtasten, unsachgemäß arbeiten” std. stil. (18. Jhd). Jüngeres, aus dem Norden (mndd. fummelen) stammendes Wort, dessen Herkunft unklar ist. Vermutlich liegt eine (nicht recht durchsichtige) Lautgebärde zugrunde, da es eine Reihe ähnlicher Wörter gibt: mndd. fimmelen “herumtasten”, nndl. fommelen “betasten”, ne. fumble “umhertappen”, nsch. fumla “umhertappen”.

    Quelle: “Kluge” – Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache  – mittlerweile in der 24. Auflage. Empfehlenswert auch für die Lektüre zwischendurch. Da ich ja eben auch bei den Krawatten war – schlagen Sie mal bei “Karacho” nach.

  • Letzte Elefantenrunde im österreichischen Fernsehen am Donnerstag Abend mit allen Spitzenkandidaten für die Wahl am Sonntag. Bemerkenswert war die Menge an hoch & breit erigierten Krawatten samt Knoten, die diese Männer aller Farben zur Schau stellten. Die/den größte/n hatte der Herr rechts. In der Mitte, stellvertretend für uns alle, die Moderatorin.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer