Radio, Science, Education

Wien

  • Eine Stadt durch Spuren ihrer Menschen kennenlernen. Zum Beispiel durch Spuren der Gebrüder Schwadron.

    Ihre Fliesen und Kanaldeckel begegnen einem in Wien auf Schritt und Tritt. Wenn man genau hinschaut.

    Tina Zickler hat sich aufgemacht, die Geschichten der Firma der Gebrüder zu erforschen. Es ist eine Geschichte des Handwerks, der Kunst und der Vertreibung.

    Die Fotografin Lisa Rastl hat dazu in Stiegenhäusern, Kuranstalten und privaten Wohnungen fotografiert. Die Wiener/innen selbst lieferten dazu als “Scouts” die Hinweise.

    Es entstand eine Ausstellung Anfang 2014 am ehemaligen Firmensitz der Gebrüder, und jetzt im November 2014 gibt es eine Nachfolgeausstellung im Museum für Angewandte Kunst.

    Link: http://www.projekt-schwadron.at

    In dieser Episode hört ihr ein Gespräch mit Tina und Lisa über  das “Projekt Schwadron”, zum Zeitpunkt der ersten Ausstellung im Jänner.

    Es folgt einen zehnminütigen Radiobeitrag zu diesem Thema.

    Und dann hört ihr ein Update der Geschehnisse zum Start der 2. Ausstellung im November.

    Das Projekt hat sich sehr dynamisch entwickeln. Es zieht Kreise – auch immer weiter ins Umland hinaus. Zum Beispiel auch ins Kurhaus Semmering.

    Schachtabdeckung der Brüder Schwadron am Gehsteig in der Prinz Eugen Straße, im Durchgang bei der Schweizer Botschaft.  Foto: Lothar Bodingbauer

    Im letzten Teil dieser Episode gibt’s noch eine Referenz an die gerade veröffentlichte Episode 91 von “Schöne Ecken” – ein Spaziergang in Kritzendorf und Wien.

    Helge und Cornelis sind nämlich ebenfalls als Spurensucher unterwegs. Sie spazieren in ihrem Podcast mit Mikrofon durch Städte und Gegenden, sie fotografieren und reden auch mit Menschen entlang des Weges.

    Die beiden fragen am Ende ihres Spaziergangs in Kritzendorf und Wien, ob es aus Wien selbst Tipps gibt, was man sehen sollte bzw. erleben und auch essen könnte. Ich habe mit Tina darüber gesprochen.

    Unsere Restaurant-Tipps: Restaurant Beograd | Portugiesisch essen | Gasthaus SperlLevantinisch: Kent | Sachertorte: Am Donauturm

    Unsere Aktivitäten-Tipps: Hundezonen | Museum für Volkskunde | Heeresgeschichtliches MuseumBirdlife Wien | Imker Wien-West | Tod der Klaviere | Bus 13A

    Link: Schöne Ecken Podcast

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  • Die Varroa-Milbe ist die vermutlich schwierigste Herausforderung für Bienen und Imker derzeit.

    Höchste Zeit, mit jemandem zu sprechen, der sich gut auskennt. Diese Episode steht also ganz im Zeichen der Varroa.

    Wir sind bei Rudolf Moosbeckhofer von der AGES zu Gast, der Österreichischen “Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit”.

    Wir machen dann auch einen Blick ins Forum. Reinhard Fritsch von Beelux, der “Nachhaltigen Honigmanufaktur” erzählt vom Kleinen Beutenkäfer, einer Plage, die uns vermutlich früher oder später aus Italien erreichen wird.

    Der Korrespondentenbericht dieser Ausgabe kommt von Leonardo Della Pietra aus Graz. Er hat mit dem Mikroskop Fotos der Varroa-Milbe gemacht, eines davon hat er uns für das Episodenbild dieser Ausgabe überlassen. Vielen Dank!

  • Begrünte Fassaden haben Vorteile: Wärmedämmung, Schalldämmung, besseres Klima im Inneren des Hauses.

    Grüne Fassaden haben aber auch Nachteile. Sie sind teurer, und es muss sie zumindest dann und wann, jemand pflegen.

    Im Gespräch erzählt die Bauingenieurin Azra Korjenic von der TU Wien über ihre Forschung an diesen ökologischen Hauswänden.

    Azra Korjenic will die Vor- und Nachteile begrünter Fassaden in Zahlen fassen. Sie betreibt “Bauphysik”.

    Prof. Dr. Dipl.-Ing. Azra Korjenic
    Institut für Hochbau und Technologie
    Forschungsbereich für Bauphysik und Schallschutz
    Technische Universität Wien

    Link zum angepsprochenen Grünaktivhausprojekt in Großschönau: http://www.grünaktivhaus.at/

    Link zur angesprochenen Omegatau-Episode über Tierernährung: http://www.omegataupodcast.net

  • Jetzt im September haben wir ein bisschen Zeit für Hintergrund.

    Die westliche Honigbiene trägt den lateinischen Namen Apis mellifera für Gattung und Art. Darunter steht “Linnaeus, 1758”.

    Carl von Linné – der schwedische Naturforscher – hat auch die Honogbiene zuerst wissenschaftlich beschrieben, er hat ihr den lateinischen Namen gegeben.

    Nicht nur Tiere hat er benannt, sondern auch unzählige Pflanzen. Dazu musste er sie zunächst systematisieren. Bei den Pflanzen tat er das durch deren “Sexualorgane”, Staubblätter und Fruchtblätter.

    Linneus, so sein Name in lateinischer Form, war leitender Gärtner des Botanischen Gartens von Uppsala. 1745 legte er eine Blumenuhr an, die mit dem zeitlich unterschiedlichen Aufblühen von Blumen im Laufe des Tages die Uhrzeit anzeigte.

    Wirklich bekannt und berühmt wurde Carl von Linné jedoch durch sein Bemühen, die Arten der Natur zu sortieren und zu katalogisieren. Er entwickelte eine Taxonomie von Tieren und Pflanzen, die mit ihren lateinischen Doppelnamen auch heute noch als „Katalog des Lebens“ von all jenen verwendet wird, die sich praxisbezogen mit Lebewesen beschäftigen.

    Wissenschaftlich entwickeln sich vor dem Hintergrund genetischer Untersuchungsmethoden die Konzepte der Unterscheidung von Arten nun in eine völlig andere Richtung. Künftige Taxonomien aufgrund von DNA-Basensequenzen scheinen jedoch den praxisbezogenen Zweck des Umgangs mit Arten und Artkonzepten nicht zu erfüllen.

    Wir besuchen Linnés Nachfolger in Uppsala, in Schweden, und versuchen die Frage zu beantworten, er die Taxonomie der Natur entwickelt hat, und in welcher Weise sie heute noch notwendig und zeitgemäß ist. Dieser Teil der Bienengespräche wurde im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Dimensionen” erstausgestrahlt.

    Danach geht es nach Berlin, ein Gespräch mit Melanie von Orlow vom Naturschutzbund Deutschland. Thema: die Asiatische Hornisse hat es von China über Frankreich her kommend nach Deutschland geschafft. (Link zur Pressemitteilung). Im Gespräch erzählt sie, was das für Bienen und Imker bedeuten könnte. Buchtipp: Melanie von Orlow, Natürlich imkern in Großraumbeuten.

    Korrespondentenbericht: Alexander Würtenberger vom Bienenzuchtverein Hippach-Ramsau-Schwendau im Zillertal. Einen Honiksensorikkurs gibt es dort Anfang Oktober, nähere Infos gibt es hier.

    Happy Listening!

  • Tarsdorf ist eine kleine Innviertler Gemeinde in der Nähe eines Moores.

    Die älteren Menschen des Dorfes können sich noch gut an das Torfstechen erinnern, bei dem durch harte Arbeit Brennmaterial für den Winter gewonnen wurde.

    Mit dem Mundartdichter Hans Kumpfmüller, und Verwandten, die selbst noch im Moor gearbeitet haben, machten sich die Volksschüler auf die Suche nach den Worten, die beim Torfstechen verwendet wurden.

    Es entstanden Geschichten, die durch den Komponisten Rupert Huber vertont wurden – ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem alle Beteiligten zusammenhalfen, die Kinder des Ortes mit dessen Geschichte in Verbindung zu bringen.

    Im Anschluss an den Hauptbeitrag gibt es – im Director’s cut – das Gespräch mit dem Komponisten Rupert Huber, der darin mehr erklärt, als nur die kurze Stelle, die im Beitrag vorkommt. Er spricht über sein “dazugehören”, die Brauchtumsschiene am Land und die “Xenophobie des Geistes”.

    Links: Rupert Huber | Hans Kumpfmüller | Volksschule Tarsdof

    Hinweis: Der Hauptbeitrag dieser Episode wurde am 18. August 2014 im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt. Link zur Sprechkontakt-Produktion 201

  • Statische Verlautbarungen gab es früher. Mittlerweile haben die meisten Schulen auf eine dynamische Websites umgestellt, die es erlauben, Neuigkeiten blogartig zu veröffentlichen.

    Die neuen Schulhomepages haben sich aus dem ehemals geschlossenen Kosmos Schule in eine Öffentlichkeit hin entwickelt, in der es schon profilierte Inhaltsanbieter gibt, mit denen sie sich messen müssen. Sie können von vielen Beteiligten gemeinsam geschrieben und gestaltet werden.

    (more…)

  • “Story is paramount.”

    Die Geschichte ist der zentrale Punkt. Auch das Leben von Tobias Deml ist so eine Geschichte, die wir mit ihm in dieser Episode von Lob und Tadel besprechen.

    Er ging nach Kalifornien,um Film zu lernen. Ein Semester noch wird er an der University of California in Berkeley studieren.

    Klatsch, Vorbilder, Filmemachen lernen, “Golden Boy”. Wissen erwerben und Erfahrungen weitergeben. Träumen und spüren. Film ist Zusammenarbeit und vereint alle Fähigkeiten und Interessen von Tobias. Kritik ist ein Schlüssel. Tobias ist ein “kritischer Kollaborateur”.

    Gesprächspartner: Tobias Deml, http://tobiasdeml.com, sein Blog Teil 1, Teil 2 und aktuell Teil 3. Co-Host: Ingrid Rachbauer.

    University of California – Berkeley | WP: Judith Butler | Feminismus | CRE: Feminismus | WP: Charlie Chaplin | LUT: Gedenkdienst | WP: Epiphanie | WP: CGI (Animation) | Santa Monica College | WP: Die Welle | WP: Luzides Träumen | Spiegel: Pfefferspray am Campus | WP: Bipolare Störung | WP: Arnold Schwarzenegger | WP: O1 Visum | WP: Elevator Pitch | WP: The Dark Knight Rises | WP: Transcendends | WP: Atmen | WP: Michael Haneke | LUT: Lisl Steiner, Fotografin | Participant Media | WP: Elon Musk, Tesla | Movie Pass | Robert McKee: Story | WP: Die Karte meiner Träume | Quelle des Glücks (Tee Jäger) | Spotify: Running Up That Hill, Placebo

  • Schmelzen von Eis, Verdampfen von Wasser. Aber auch bestimmte Änderungen der Kristallstruktur von Festkörpern.

    All das sind Phasenübergänge.

    Phasenübergänge werden von theoretischen Physikern erklärt und von Experimentalphysikern überprüft.

    Im Idealfall passt alles zusammen.

    Bei hohen Drücken, wie sie zum Beispiel im Inneren der Erde vorkommen, gibt es aber bei den bisherigen Erklärungen Probleme. Es gibt nämlich unter diesen Bedingungen Phasenübergänge, die sich mit bisherigen Methoden nicht berechnen lassen.

    Das hat sich mit einer Arbeit von Andreas Tröster (TU Wien) und Wilfried Schranz (Uni Wien) geändert.

    Wir sprechen über ihre Forschung an der Erklärung von Phasenübergängen bei hohen Drücken. Die beiden haben vor kurzem eine Arbeit dazu veröffentlicht.

    Disclaimer: Dieses Gespräch hat in Teilen offenbar ähnlich hohe Dichten, wie es im Inneren der Erde gibt. Aber es gibt immer wieder Stellen, bei denen plötzlich alles klarer wird. Über dieses Thema redet aber echt auch selten jemand. Die beiden haben es mit großer Geduld getan.

    Link zur Pressemitteilung, die Ausgangspunkt für dieses Gespräch war.

    Gesprächspartner:

    Andreas Tröster (TU Wien) und Wilfried Schranz (Uni Wien)

    Link zur Arbeit in Phys. Rev. X

    Foto Credits: „Perovskite – Perovskite Hill, Magnet Cove, Hot Spring Co, Arkansas, USA“ von Kelly Nash

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer