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Wien

  • Falls Archäologen in einigen Tausend Jahren zufällig meine Festplatte finden, habe ich eben ein Foto meiner heutigen Jause darauf gespeichert.

  • Ben Schott, der Meister aller Listen, hat kürzlich in der britischen Times Trends und Gründe für spezielle Reiseformen veröffentlicht:

    • Economics – taxation vacations, exchange rate tourism, technology travel (iPhone)
    • Gay Marriage (California)
    • Diaspora (heritage/return to roots, residential/buy property in country of origin, festival/return for events)
    • Travelcide (countries where euthanasia is legal or tolerated)- suicide travel, landmark suicide (Eiffel Tower, Golden Gate Bridge)
    • Activacation (major summits eg. the G8)
    • Debauchery (Ausschweifung)
    • Halal Tourism (holidays complying with Islamic tradition designed for observant Muslims)
    • Gastrotours with or without Michelin Effect (make or break restaurants)
    • Pilgrimagespagan pilgrimages (alternative festivals and gatherings)
    • Babymoons (trips prior to conception) – procreation vacations (oft mit “fertility friendly food”)
    • Slow travel and agritourism (work/stay at farms)
    • Dark tourism (prisons, Josef F.’s town Amstetten, cemeteries, battlefields, concentration camps, killing fields, scenes of natural disaster, location associated with specific tragedies (Ground Zero), morbid-tourimthanatourism (Thana is the Greek word for death)
    • New frontier – first to travel to a new location
    • Climateeers – climate sightseeing (glaciers, reainforest) – rip tourims (travel to participate in the final throes of an activity eg. last Concorde flight before it was decommissioned)
    • Staycation or daycation, closer to home, local sights.
  • An XX:

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich würde Ihr Angebot YY gerne nutzen, bin aber mit den allgemeinen Bedingungen nicht einverstanden, dass Sie mir “rechtlich bedeutsame Mitteilungen auch über SMS senden” wollen. Ich hätte solche gerne per Post. Wenn Sie das ändern wollten, bin ich gerne dabei. Mit freundlichen Grüßen, LB

    Anwort von XX:

    Lieber Herr LB,

    es tut uns sehr Leid, dass Sie mit den Bestimmungen für YY nicht zufrieden sind.

    Wir arbeiten ständig daran, dass Sie sich bei uns gut betreut fühlen. 
    Mit Ihren Ideen und Anregungen helfen Sie uns, Ihren Wünschen 
    näherzukommen und unser Service für Sie zu verbessern.

    Kundenzufriedenheit hat für uns oberste Priorität! 

    Wir arbeiten deshalb ständig daran, dass Sie sich bei uns gut betreut
    fühlen. Mit Ihren Ideen und Anregungen helfen Sie uns, Ihren Wünschen 
    näherzukommen und unser Service für Sie zu verbessern.

    Eine Änderung der Bestimmungen für YY ist derzeit aber 
    nicht geplant. Sollten Sie noch Fragen haben, sind wir gerne für Sie da!

    Haben wir Ihre Anfrage zu Ihrer Zufriedenheit erledigt?

    […]

    Freundliche Grüße

  • Jeder, der noch nie eine Hansi Hinterseer Show im Fernsehen gesehen hat, sollte das schleunigst tun.
    Korrigiere.

    Bemerkenswert dann die Nebenkandidaten für die Wahl 2008 in der ZIB 2, endlich Harald Lesch im ZDF als Wissenschaftsvermittler mit einem Hauch zuviel des Lieds für die Forschung, ein Beitrag über Beschneidung männlicher Kinder anhand einer Zeremonie und neu mit lokaler Hypnose Narkose, und ein fescher Club 2 zu Image und Wirklichkeit im Wahlkampf, anfänglich mit Glaubensbekenntnissen, aber so schön, wie Rudolf Nagiller spricht, so mag man ihn verstehen.

    Das war der Fernsehabend, seit langem wieder einer. Reicht dann eine Weile wieder.

  • Da wollte man online eine Datei konvertieren lassen. Kam Folgendes zurück:

    Gestern hätte es vielleicht noch funktioniert. War ja auch heiß heute.

  • Wir bedanken uns beim Bahnhofsvorstand in Steyr, der bezüglich einer Verspätungsdurchsage durch die Lautsprecher nicht wie derzeit an den Bahnhöfen üblich für das Verständnis dankt, sondern um Verständnis bittet.

  • Fruchtfliegen sind Modellorganismen. Carlos Ribeiro spricht darüber.

    Link: IMP

    Link zur Sprechkontakt-Produktion 85

  • Nicht, dass man es den Häftlingen nicht vergönnen würde: Helene Pigl, die Leiterin des Polizeigefängnisses des Wiener Landesgerichts war früher Rezeptionistin im Hilton der selben Stadt. Früher sah sie zu, dass die Leute hereinkommen, heute, dass sie nicht rausgehen. Dazwischen blieb alles gleich: sie blieb im Beherbergungsgeschäft.

    Ihr Motto – zugegebenermaßen aus dem Zusammenhang gerissen: “In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.” Im Interview mit dem BahnReiseMagazin antwortet sie auf die Frage, ob es nicht seelisch sehr belastend sei, täglich mit vielen Schicksalen konfrontiert zu sein: “Ja, anfangs nimmt man sich das sehr zu Herzen, weil man dazu neigt, Menschen vieles zu glauben, was sie einem erzählen. Mit der Zeit lernt man, Geschichten durch den nötigen Filter zu betrachten, genau zu hinterfragen und auch seine Meinung dazu zu äußern. Damit ermöglicht man Betroffenen, ihr Leben aus einer anderen Perspektive zu reflektieren.”

    Diese Redewendung darf man sich merken. Wenn man angelogen wird, sagt man “erzähl das wem anderen” und dem Lügner wird dadurch “ermöglicht, sein Leben aus einer anderen Perspektive zu reflektieren”. Auf Wienerisch geht das zusammengefasst einfacher mit: “Geh, erzähl ma ka Gschicht.”

  • Statistik Austria hat gerade die beliebtesten Namen des Vorjahres veröffentlicht. Nichts Ungewöhnliches, aber bei den Mädchennamen fällt auf, dass 4 der 10 beliebtesten mit “L” beginnen. Le-Le-La-Li. Warum bloß?

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer