Radio, Science, Education

Wien

  • Es sind auch Hörspiele entstanden / KUS 2008

    Filename: kus2008_1

    Filename: kus2008_2

    Filename: kus2008_3

    Filename: kus2008_4

    Filename: kus2008_5

    Filename: kus2008_6

  • Lied aus den Ferien: Emma und Adam singen bei der Farn-Ernte. Es geht – natürlich – um eine Liebe… Aufgenommen beim WWOOFen auf Culdees Ökofarm in Schottland.

    Filename: adw002

    Eine Recherche bei Kerstin Namuth in Schweden, die bei den schwedischen Volkshochschulen arbeitet (danke!) brachte folgendes Ergebnis:

    Die Übersetzung ist im Anhang. Auf Spotify finde ich eine gesungene Version und ein paar für Karaoke, nur instrumental. Auf Youtube eins mit einem großen Chor und zuviel Gedöns. Ich finde die Version, die du aufgenommen hast, am schönsten. 

    Das Lied ist ein schwedisches Volkslied und heißt Smedsvisa(n), auf deutsch (Das) Lied des Schmiedes oder einfach En gång i min ungdom.

    Verfasser unbekannt, kommt aus Uppland, der Gegend um Stockholm und Uppsala, lt. dem Liederverzeichnis von Musikverket (Musikverket ist eine von den vielen schwedischen staatlichen Institutionen). https://katalog.visarkiv.se/lib/views/visolat/ShowRecord.aspx?id=1038770. 

    Hier behauptet jemand, dass nur der erste Vers alt ist und er die Verse 2-5 geschrieben hat, kann ich nicht beurteilen, aber er hat auch die Noten gepostet:

    Das Lied scheint recht bekannt zu sein. In Schweden gibt es viele Chöre, die keine Kirchenchöre sind. Daher wird der profane Liederschatz, Volkslieder und auch Kunstlieder, wirklich gepflegt, und viele Schweden können auch wirklich schön singen.

    Mikaelsmäss wird im Lied erwähnt, da hat das schöne Mädchen im Lied genug von dem armen Schmied. Früher, als Schweden und die anderen nordischen Länder noch reine Agrargesellschaften waren, war „Mickelsmäss“, der 29. September, ein wichtiger Feiertag. Da war die Ernte eingebracht und der Sommer zu Ende. Es war auch der letzte Tag, an dem Mägde und Knechte neue Anstellungsverträge abschließen konnten. 

    En gång i min ungdom älskade jag
    en flicka med ljuva och rena behag.
    Hon lovfte mej tro i lust och i nöd,
    allt intill sin blekaste död.
    //:

    Hej hopp faderi faderalladerej
    Hej hopp faderi faderalladerej
    ://
    Hon lovfte mej tro i lust och i nöd,
    allt intill sin blekaste död
     
    Einst in meiner Jugend liebte ich
    ein Mädchen so lieblich und rein.
    Sie gelobte mir Treue in Lust und Not,
    bis zu ihrem bleichen Tod.
    //: trallala usw: //
     
    Hon var som en lilja vit uti hyn,
    den fagraste flicka man skådat i byn.
    Ett smittande skratt, en lustiger sång.
    Vi älskade sommaren lång.
    //: Hej hoppfadderiddlade raddlade rej ://
    Ett smittande skratt, en lustiger sång.
    Vi älskade sommaren lång.
     
    Sie war wie eine Lilie, so weiß ihre Haut,
    das schönste Mädchen, das man im Dorf je geschaut.
    Ein ansteckendes Lachen, ein lustiges Lied.
    Wir liebten uns den ganzen Sommer lang.
     
    Men kärleken vissna´, kärleken dog.
    Vid Mikaelsmäss hade flickan fått nog.
    Hon fann sej en riker, högfärdig man,
    sa tack och adjö och försvann.
    //: Hej hoppfadderiddlade raddlade rej ://
    Hon fann sej en riker, högfärdig man,
    sa tack och adjö och försvann.
     
    Doch die Liebe verdorrte, die Liebe starb.
    An Michaelis hatte das Mädchen genug.
    Sie suchte sich einen reichen, hochmütigen Mann, sagte ”Danke, Adieu“ und verschwand.
     
    Nu står jag vid städet sliten och grå
    och hammaren bultar och hjärtat likså.
    Men aldrig den flickan kommer igen,
    hon är hos sin nyvunne vän.
    //: Hej hoppfadderiddlade
     
    Jetzt steh ich am Amboss, abgearbeitet und grau
    und der Hammer schlägt und das Herz klopft auch.
    Aber das Mädchen kommt nie wieder,
    sie ist bei ihrem neuen Freund.
     
    Tra rajdadidadi rajdadida,
    tra rajdadida dadi rajdadida,
    tra rajdadidadi rajdadida,
     
    tralala…
     
     
  • Da kommt man nach 10 Jahren wieder einmal nach Großbritannien und bemerkt mit Interesse …

    … daß in Bahnhöfen auf Schildern unsoziales Verhalten auch offiziell nicht geduldet wird.

    … daß bei Rauchverboten nicht nur der Raucher, sondern auch der, der es duldet, bestraft wird. Darüber hinaus wird am Schild angeboten, den Raucher zu vernadern.

    … daß die Anzahl der Überwachungskameras wirklich mächtig zugekommen hat.

    … und dass trotzdem in einem Londoner Stadtteil zwei 14 jährige Mädchen Polizisten kratzen und beißen, weil sie von ihnen aufgefordert wurden, Papierl aufzuheben, die sie auf den Boden geworfen haben.

    Sonst ist alles aber beim alten, hier in diesem schönen, großzügigen, linksfahrenden Land.

  • Wieder einmal in den Fernseher geschaut. Folgendes gesehen:

    • Nach einem erschütternden Bericht über die Bergwerkskatastrophe von Lassing: übergangslos grinsend einmoderiert ein Beitrag über die PEZ Manderl. Tragisch. (ORF 2: Thema)
    • Nach einem bemerkenswerten Beitrag über Ernährungsgewohnheiten Werbung für eben diese: Fette Leberwurst, Chips, Autos (gut, dass passt nicht in die Reihe) und Sekt. (RTL II: Welt der Wunder – Schlachtfeld Ernährung)
    • Armin Wolf ohne Brille. (ORF 2: ZIB2)
    • Wir sind Kaiser: bemerkenswerte und ausgesprochen witzige Satire über eine Neuauflage von Monarchie in Österreich. Derzeit täglich um 21: 00 in Bayern Alpha. Sehr & sehr empfehlenswert.
  • Es ist einigermaßen schwierig, guten Unterricht in unterschiedlichen Schulen und Klassen vergleichbar zu machen. Zu viele Faktoren, die sich nicht so einfach in Zahlen gießen lassen, haben große Bedeutung. Bekanntestes Beispiel: die Persönlichkeit des Lehrerers spielt die anerkanntermaßen größte Rolle für guten Unterricht.

    Ein ähnliches Problem haben Netzwerkbetreuer von EDV-Netzen, wenn sie die Sicherheit ihres Netzes gegen Angriffe von außen in Zahlen bringen sollen. Zu viele oft unbekannte Faktoren haben einen – meist unbekannt großen – Einfluss. Es ist nun interessant zu sehen, welche zusammenfassende Empfehlungen die Fachzeitschrift IX aus dem deutschen Heise-Verlag in der Ausgabe 07/2008 zum Thema Sicherheit in Netzen gibt:

    Zur Überprüfung der Effektivität von Maßnahmen und Wirtschaftlichkeit von Investitionen bedarf es in aller Regel belastbarer Kennzahlen- die aber bei abstrakten, kaum messbaren Größen wie “Sicherheit” nur schwer zu erhalten sind.

    Die bisherigen Ansätze zur Messbarkeit von IT-Sicherheit in verschiedenen Standards sind relativ oberflächlich und untechnisch – erfüllen aber gelegentlich dennoch ihren Zweck.

    Da das Thema Kennzahlen für die IT-Sicherheit noch in den Kinderschuhen steckt, kann man hier durchaus kreativ sein und ungewöhnliche Zahlen und Größen – beispielsweise das Schwachstellenmanagement – erfolgreich zur Beurteilung und Verbesserung von Prozessen heranziehen.

    Was auch immer das Schwachstellenmanagement ist. Dass IT-Experten zur Kreativität aufrufen, wenn das bestehende Regelwerk zu unkonkret ist, ist interessant. Dieser Ansatz könnte auch für Bildungsvermittlungsexperten eine Anregung sein.

  • Häufig wache ich nachts auf,
    zerbreche mir den Kopf über ein
    schwieriges Problem und beschließe,
    es dem Papst zu unterbreiten.
    Dann werde ich ganz wach,
    und mir fällt ein, dass ich der Papst bin.

    Quelle: Papst Johannes XXIII im neuen Gea Katalog

  • Ich mag Gedichte meistens nicht,
    Weil sie so kurz sind.
    Mir fehlen viele Worte drin,
    Im Wortedschun-Geldicht.

    Ich mag jedoch die Menschen gerne,
    Die diese Dichte schreiben.
    Sie erzählen nämlich oft sehr gerne,
    die vielen Zwischenräume.

    Es geht um den Zusammenhang,
    Und diesem erst entrissen,
    Bleibt das Gedicht ein nacktes Ding.
    Verglichen mit des Schreibers Wissen.

    In vielen Worteschunkel-Dichten,
    Freut mich das Lesen nicht,
    Ich hör sie viel mehr gerne an,
    die so geschriebenen Geschichten. 

    Lösung der Aufgabe Nr. 67 aus: Kreatives Schreiben, 111 Übungen, Reclam. “Schreibe ein Motivationsgedicht”.

  • In der Schweiz ist gerade der 91-jährig der Schweizer Schriftsteller Gerhard Meier verstorben. Er habe sich, so sagte er selbst, nur an den “Dienstweg” gehalten, als er sich vom Provinzler zum Weltbürger entwickelte, schreibt sein Kollege Adolf Muschg. So haben interessante Dienstwege auszusehen, mit Verlaub. Eine der Stationen auf Meiers Dienstweg war die Position eines Lampendesigners. Erst mit 40 Jahren begann er zu schreiben, zunächst mit Gedichten, dann sein Hauptwerk: die Amrainer-Tetralogie. Einer seiner Romane ist fast ganz im Konjunktiv gehalten. Seine schönsten Texte habe er dem Wind anvertraut. Eine Würdigung des Schriftstellers brachte die NZZ in ihrer Ausgabe vom 23. Juni 2008 auf Seite 25. Ich weiß, das nützt nicht viel, wenn man sie wirklich lesen will, aber verglichen mit Online Würdigungen schlaffen diese weit ab.

    Link zu Wikipedia: Gerhard Meier

Random image

Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

Kontakt | Impressum | Unterstützen

Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer