Radio, Science, Education

Wien

  • Die Shownotes zu dieser Episode befinden sich in der vorigen Ausgabe: 16a. Das hier ist 16b. Wir haben zweigeteilt.

  • Verwaltung, Wissenschaft und Planung: Karin Hiltgartner vom Department für Raumplanung der TU Wien spricht über die Herausforderung, Umwelt, Menschen, Recht und Projekte unter einen Hut zu bekommen. Es geht in dieser Episode um die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Am 19. Juni hat dazu ein Fokustag in Wien stattgefunden. Spannend dabei: das Thema Partizipation und kritisches Denken, darüber sprechen wir auch in dieser Ausgabe.

    Link zu Karin Hiltgartner | Link zum Wikipedia-Eintrag “Umweltverträglichkeitsprüfung” | Link zum Fokustag | Link zur Pressemitteilung der TU, die Anlass zu dieser Episode war

  • Wir sprechen über die Sprache in Podcasts und im Radio. Machen Sprechtraining. Lernen die verschiedenen Aspekte der Stimme und Sprache kennen. Ziel ist, mit Podcaster:innen gemeinsam ihre bessere Sprache in Podcasts zu finden.

    FJUM (Forum Journalismus und Medien, Wien): Madeleine, Edith, Daniela, Fritzi – und Lothar, der eingeladen wurde.

    Wir haben unseren Workshop als Podcast aufgezeichnet.

    Link: https://www.fjum-wien.at

  • Podcast aus dem Abendgymnasium: Rückblick von Johanna Ortler, Eduard Martens und Lothar Bodingbauer. Die drei unterrichten am Abendgymnasium und lassen das letzte Schuljahr 2017/18 Revue passieren. Was ist in Erinnerung geblieben? Was möchten sie verbessern? Eine Abschlussrunde mit Einblicken und Perspektiven, knapp vor den Ferien.

  • Ich habe mir das näher angeschaut. Fakt oder Meinung?

    Vielen Menschen fällt es schwer, Fakten von Meinung zu unterscheiden. Das ist aber wichtig. Besonders in Zeitung, Radio und Fernsehen sollten Fakten und Meinungen nicht vermischt werden. Wo ist da der Unterschied?

    Fakt: Eine Tatsache. Etwas Messbares. Eine Beschreibung von einem Zustand. Eine Beschreibung von einem Prozess. Der Übermittelnde halt es für wahr. Es gibt eine objektive Begründung. Es kann überprüft/demonstriert/gezeigt werden. Ein Faktum ist also etwas Allgemeines. Oft erkennbar durch hat/ist/sind/können in der Einleitung, oder der Phrase “es ist bekannt, dass…”, allerdings nicht jede dieser Einleitung bringt dann ein Fakt. Wenn es als Fakt erkannt wird, meinen Menschen oft, dass das Fakt damit auch genau (richtig) ist. Wenn fälschlicherweise als Meinung bezeichnet, dann stimmen diese Menschen üblicherweise dieser Meinung nicht zu (s. Link). Englisch: factual statement.

    Beispiel:

    • Die Banane ist gelb. Sie hat braune Punkte.
    • Viele Lokale sind rauchfrei.
    • Katzen können auf Bäume klettern.

    Meinung: Eine Bewertung. Eine Einschätzung. Eine Interpretation. Eine Beschreibung von einem Gefühl. Eine Beschreibung von einer Stimmung. Der Übermittelnde halt sie für wahr. Die Begründung dazu ist aber nicht objektiv. Eine Meinung ist also etwas Persönliches. Oft erkennbar durch: sollen/müssen/dürfen in der Einleitung, oder Eigenschaftswörter (groß/bester/vernachlässigbar/immer), oder der Phrase “Meiner Meinung nach…”. Wenn sie als Meinung erkannt wird, wissen Menschen im allgemeinen, dass sie zustimmen können, aber nicht müssen (s. Link). Selbst Expertenmeinungen sind keine Fakten. Englisch: belief, opinion statement (Stellungnahme).

    Beispiele:

    • Die Banane schmeckt ausgezeichnet. Sie ist reif.
    • Es sollte ein Rauchverbot in Lokalen geben.
    • Katzen müssen auf Bäume klettern.

    Ist der Folgende Absatz Fakt oder Meinung?

    Bevor man eine Meinung hat, braucht man idealerweise Fakten. Man sollte sich also erst ein Bildung von der Situation machen, bevor man eine Meinung dazu formuliert. Eine Meinung kann sich aber durchaus nur auf andere Meinungen stützen. Dann ist es halt keine eigene Meinung.

    Weiterführender Link: http://www.journalism.org/2018/06/18/distinguishing-between-factual-and-opinion-statements-in-the-news/

    https://twitter.com/LoBodingbauer/status/1008972857685274624

    Dazu zwei Interviews von CBC Radio One (As it Happens), in denen jeweils der andere Standpunkt eingenommen wird. Zwei 8 min. Interviews für jede Journalismusschulung. Link zur Zusammenstellung.

    Weiterführende Fragen:

    1. Wer hat Interesse daran, dass Fakten von Meinungen beim Formulieren getrennt werden? Die Senderseite.
    2. Wer hat Interesse daran, dass Fakten von Meinungen beim Hören und Verstehen getrennt werden? Die Empfängerseite.
    3. Was bedeutet Glaubwürdigkeit?
    4. Was bedeutet “hinterfragen” bzw. “kritisch denken”?
  • Zwei mal ca. 8 Minuten Interview (Mitte Mai 2018). Die Fakten (CBC):

    Israeli forces killed at least 60 Palestinians, most by gunfire, and injured more than 2,700 since Monday during protests near the border.

    Interview 1 – mit der israelischen Seite

    http://www.cbc.ca/radio/asithappens/as-it-happens-tuesday-edition-1.4663685/israel-s-deputy-minister-blames-hamas-for-gaza-violence-says-media-is-complicit-1.4663690

    Interview 2 – mit der palästinensischen Seite

    https://www.cbc.ca/radio/asithappens/as-it-happens-friday-full-episode-1.4669102/hamas-member-says-there-is-no-limit-for-sacrifice-when-protesting-israel-1.4669107

  • Flüsse bilden Lebensräume von Lebewesen im Wasser. An ihren Rändern sind die Schnittstellen zum Land nicht scharf und plötzlich, sondern zoniert, was sich auch auf die Vielfalt der Lebewesen in diesem Bereich überträgt. Dies gilt für naturnahe Flüsse, deren Ränder die Einflüsse von Hochwassern widerspiegeln. In hochwassergefährdeten Gebieten sind die Ufer oft von Menschen in einer Weise geformt, die stark in diese Zonierung eingreift. Zusätzlich gibt es Eingriffe, die entlang der Flüsse die Lebensräume ändern: Kraftwerke und Geschiebefänge, die Kies zurückhalten. Auch sie sind in den Hochwasserschutz eingebunden.

    Naturnahe Flüsse mit ursprünglichen, zonierten Ufern sind gleichzeitig wertvolle Naherholungsgebiete für die Menschen angrenzender Siedlungen. So stehen die Wünsche nach Erholung und die Wünsche nach Schutz vor Hochwassern in einem Widerspruch, den es zu lösen gilt.

    Am Zusammenfluss von Enns und Steyr im Großraum der Stadt Steyr sind alle Frage- und Problemstellungen des Naturschutzes samt ihren derzeitigen Lösungen und Visionen modellhaft auf einem kleinen Raum versammelt. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)


    Teil 1: Lebensraum Ennsknie (Filename: radio283_ennsknie_1 mp3)

    Filename: radio283_ennsknie_1


    Teil 2: Der Auwald entlang der Enns (Filename: radio283_ennsknie_2 mp3)

    Filename: radio283_ennsknie_2


    Teil 3: Geschiebe aus den Bergen (Filename: radio283_ennsknie_3 mp3)

    Filename: radio283_ennsknie_3


    Teil 4: Ein Erholungsgebiet auf Überschwemmungsflächen der Steyr (Filename: radio283_ennsknie_4 mp3)

    Filename: radio283_ennsknie_4


    Teil 5: Wertvolle Verbindungen entlang der Steyr (Filename: radio283_ennsknie_5 mp3)

    Filename: radio283_ennsknie_5

  • Albert Schittenhelm leitet die Wiener Imkerschule im Donaupark. Er ist Präsident der Wiener Imker:innen.

    Wir sprechen über seine Arbeit und die kommenden Bienenfachtagung, die am 1. Juli 2018 im Raiffeisenforum stattfindet. Forschung trifft Imker:innenpraxis. Anmeldungen jetzt.

    Links: Imkerschule Wien und Wiener Bienen-Fachtagung 2018 und Landesverband Wien

    Mit einem Hinweis zu Beginn auf kuhverstand.de – dem Podcast aus der Milchwirtschaft.

    Im zweiten Teil – dem Korrespondentenbericht – erzählt Nadine Schuller über ihre Arbeit mit Bienen in Bethlehem und ihre Wiener Stadtimkerei.

    Link:

  • Noriko Mafune-Bachinger

    Ein Podcast-küsst-Radio-Projekt

    Ikebana, die Kunst des Blumensteckens; Bonsai, die Kunst des “Bäume-Kleinhaltens”; Origami, die Kunst des Papierfaltens; Shibari, die Kunst des erotischen Verschnürens: all diese Techniken haben mit der Lust am Formen zu tun. Nicht das Endprodukt steht im Focus der Könner, sondern der Vorgang des Veränderns und Verstehens. Es ist eine Philosophie. Gestaltung: Lothar Bodingbauer und Thomas Gasser. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

    ORF Radio Österreich 1, Moment am Sonntag
    10.06.2018, 18:15–19:00 Uhr

    Ikebana. Bonsai. Origami. Shibari.
    Die subtile Kunst, neue Formen entstehen zu lassen

    Filename: radio282_mom_japan

    Ikebana, die Kunst des Blumensteckens; Bonsai, die Kunst es Bäume-Kleinhaltens; Origami, die Kunst des Papierfaltens; Shibari, die Kunst des erotischen Verschnürens: all diese Techniken haben mit der Lust am Formen zu tun. Nicht das Endprodukt steht im Focus der Könner, sondern der Vorgang des Veränderns und Verstehens. Es ist eine Philosophie.

    Die folgenden Gespräche sind für diese Sendung entstanden und stehen als Podcastepisoden in voller Länge zur Verfügung:

    LUT064 Auftakt – Lothar Bodingbauer und Thomas Gasser
    Wie wird die Sendung angelegt

    LUT066 Japan-Blog “Wanderweib” – Tessa Tews
    Erste Eindrücke vom Leben in Japan

    LUT067 Origami – Noriko Mafune-Bachinger
    Die Kunst des Papierfaltens

    LUT068 Bonsai – Günther Klösch
    Bäume in der Schale

    LUT069 Ikebana – Helga Komaz
    Die Kunst des Blumensteckens

    LUT070 Zwischenstand – Lothar Bodingbauer und Thomas Gasser
    Diskussion zur entstehenden Radiosendung

    LUT073 Japanische Kulturvermittlung – Kai Iwabuchi
    Direktor des Japanischen Informations- und Kulturzentrums in Wien

    LUT074 Shibari – Vincience und Kenyade
    Die Kunst des erotischen Fesselns

  • Eine der schönsten Laufrouten mit ein paar Höhenmetern zwischendurch und Schwimmen danach. Im Salzkammergut (Oberösterreich/Salzburg). Hier sind mehr Bilder…

Random image

Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

Kontakt | Impressum | Unterstützen

Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer