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LUT065 Fasten im Ramadan
Wir machen uns im Gespräch auf die Suche nach der Bedeutung des Fastens im Islam – vor dem heiligen Monat Ramadan, der 2018 Mitte Mai beginnt. Welche Auswirkungen kann das Fasten auf Schülerinnen und Schüler haben? Es sprechen Ednan Aslan, Ranja Ebrahim, Ahmed Al Shafey und Lothar Bodingbauer. Interviewgast: Gottfried Ellmauer, Schulleiter am BRGORG15, Wien.
Episodenbild: Photo by Oscar Nordon Unsplash
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H015 Stimmen der Gegenwart
Was die Stimme alles kann. Das ist zu hören. Nicht nur Gesungenes in dieser Episode. Stimmlich verstärkte Instrumentalklänge.
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TMR029 Tina hat ein Labyrinth gemacht
Am Wiener Schwarzenbergplatz ist aus 400 Büschen ein Labyrinth entstanden. Tina Zickler hat alles organisiert und auf die Beine / in die Töpfe gestellt. Im Unterschied zum Irrgarten ist es beim Labyrinth leicht, die Mitte zu finden. Schwierig aber dennoch für die Menschen, die es begehen, ihnen geht oft alles zu langsam. Wer es schafft, findet eine halbe Nusschale – als Keramik – mit einem Spiegel darin. Von der Keramikkünstlerin Marie Janssen. Und Musik von Flora St. Loup.
“Das Europäische Kulturerbejahr 2018 ist Anlass für diese Outdoor-Ausstellung „Sharing Heritage: Labyrinths in Europe“, die vom 14. April bis 3. Juni 2018 auf dem Schwarzenbergplatz in Wien gezeigt wird.”
Link: http://www.labyrinths-europe.wien
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ADW020 Bahnhof České Budějovice
Bunte Stimmen und Klänge am Bahnsteig der Hauptstadt der Südböhmischen Region, České Budějovice. Das Beitragsfoto ist im Bahnhof selbst entstanden, die Bahnhofsbuchhandlung. Die Aufnahme stammt vom Bahnsteig. Es ist Samstag Mittag, es ist viel Betrieb.Eine der schönsten Mischungen von Klängen und Geräuschen sind Bahnhofsansagen. Meist beginnen sie mit einer charakteristischen Melodie. Geübte Bahnreisende kennen sie vielleicht auswendig. Die Melodie von Budapet Keleti vielleicht, oder jene der Pariser Bahnhöfe. Oft sind sie mit Erinnerungen verbunden, weil man am Bahnhof auf jemanden gewartet hat. Und dann kommt die charakteristische Ansage. Was kommt zuerst? In welchen Sprachen? Bahnhofsansagen laden im besten Fall zu Beziehungen ein. Wer sie später hört, wird sich daran erinnern. Ich bin bei dieser Aufnahme zu meinen Eltern aufs Land gefahren, wo mich meine Kinder auch erwartet haben.
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BG036 Frühjahrsdurchsicht
Wir schauen mit Aram Ghadimi die Völker durch und sprechen über seinen Weg zur Bioimkerei. So bekommen wir eine Vorstellung, worauf man bei der Durchsicht schaut – und wir erfahren seinen Hintergrund: in wenigen Jahren vom Bienen-Hobby mit dem Ziel “Erwerb”.Link: https://www.organicbees.at und im Bezug zum “Biohof Nr. 5”: http://wein.nummer5.at
Der Korrespondentbericht kommt von Chris Bloch aus Dänemark. Er hat eine Schilfrohrbeute entwickelt.
Link: https://www.save-our-bees.com

Gleich zu Beginn spricht auch Gabriele Sauseng, Trüffel-Spürhunde-Ausbildnerin, sie erzählt, dass Hunde auch in der Imkerei zu gebrauchen wären.

Link: https://www.lagotto-suegiu.at/
Link: Sendung mit Gabriele Sauseng und ihren Spürhunden im Radioprogramm Österreich 1
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BG035 Ameisen
Ameisen sind – wie unsere Honigbienen – soziale Wesen. Auch in der imkerlichen Arbeit treffen wir sie immer wieder. In dieser Ausgabe erzählt der Ameisenforscher Patrick Krapf über seine Arbeit. Er ist Ökologe an der Universität Innsbruck.Link zur angesprochenen Podcastepisode zur Ameisenforschung: Zeit für Wissenschaft 26
Der Korrespondentenbericht kommt von David Junker aus Schwarzach in Bayern. Er hat eine Schilfrohrbeute entwickelt und erzählt, was bei ihm am Bienenstand gerade los ist.
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LUT063 Handelsagent/innen
Nur noch selten läuten Verkäufer/innen an der Haustüre, um ihre Waren feilzubieten. Das Berufsbild hat sich geändert, nur noch wenige Firmen vertrauten auf diese Art des Direktvertriebs. Fast 9000 Menschen sind in Österreich hingegen sind als Handelsagent/innen unterwegs. Sie arbeiten im Business-to-Business und verbinden Produktionsbetriebe mit kommerziellen Verkäufer/innen. Sie kennen den Markt, ihre Erfahrungen schützen sie davor, von digitalen Handelsplattformen ersetzt zu werden.
Foto: WKO Bundesgremium der Handelsagenten Im Gespräch mit ihrem Vertreter, Christian Rebernig (Wirtschaftskammer Österreich), erfahren wir mehr über Freuden und Lasten des Berufs.
Link: http://www.handelsagenten.at
Hinweis: Ausschnitte aus diesem Gespräch werden am 19. März 2018 ab 15:30 Uhr im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Moment” ausgestrahlt.
Episodenfoto: Photo by Samuel Zeller on Unsplash
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Wir alle sind Armin Wolf
Gedanken eines Wissenschaftsjournalisten
Ich habe mich lange als Kind gefühlt, das dem ausgeliefert ist, was die Erwachsenen so vorhaben. Aber jetzt lebe ich schon 47 Jahre in Österreich und bin selbst erwachsen. Da kann man sich schon mal einen Reim machen und den möchte ich hier teilen: Mein Text zur Informations- und Reflexionsversorgung, vor allem auch am Land.
Wir leisten uns in Österreich ein paar Leute, die hart daran arbeiten, in ihrem Bereich ein hohes Niveau zu fahren, das auch international vergleichbar ist. Zwei von ihnen möchte ich hier – aus meiner Sicht – erwähnen:
1) Andreas Maislinger, Politologe, Gründer des Gedenkdienstes. Mehr als 1000 österreichische Jugendliche konnten dank seiner unentgeltlichen Arbeit im Ausland im Kontakt mit Überlebenden des Holocausts Erinnerungen aufarbeiten, die sonst in den österreichischen Familiensystemen (Täterseite) steckenbleiben würden. Ich weiß, wovon ich rede. Auch in dritter Generation gibt es genug zu tun.
2) Armin Wolf, Journalist, der ein News-Junkie ist und ständig über alles informiert ist, was abgeht. Der seine Messlatte von Journalismus dort reinrammt, wo sie hingehört. In eine Haltung, die Systeme demaskiert. Gute Vorbereitung, klare Benennung der Inhalte, kritische Fragen und eine Entschuldigungskultur bei Fehlern, die sagt „es tut mir leid“, statt „sollte ich jemanden gekränkt haben, dann tut es mir leid“.
Es gibt aber – und das wird oft vergessen – viele Menschen um diese zwei erwähnten Personen herum, die am Niveau ihrer Arbeit beteiligt sind. Die nicht ganz vorne stehen. Gemeinsam bilden sie „konstruktive Systeme“. Ich kenne Menschen und Umgebungen, die durch die Arbeit der beiden profitieren, weil sie geschützt, gefördert und verteidigt werden. Weil sie schlauer werden. Ermächtig werden. Sie be/dienen so gerade auch solche Menschen, die jene gewählt haben, die politisch anderer Meinung sind.
Es gab eine Zeit, da wir noch die selben Inhalte geteilt haben, weil es funktionierende Bezirkszeitungen gegeben hat, Ortsberichterstattung am Land, abseits von Werbung und PR. Sie haben eine Meinungslandschaft gebildet. Es gab sogar am Land Nachrichten, die alle – auch die Menschen in der Stadt – gesehen haben.
Gibt sie noch. Vom ORF. Von ARD und ZDF. Das Land lernt von der Stadt, und umgekehrt, weil ihre Programme im Idealfall das Land abbilden, und Informationen in die Stadt zurücktragen. Ressourcen sind notwendig, alle Bevölkerungsgruppen im Programm erfolgreich abzubilden.
Ohne Ressourcen? Da sorgen Algorithmen und Gratiszeitungen dafür, dass Aufmerksamkeit schamlos auf den übelsten Inhalten aufgebaut wird. Angst als Geschäftsmodell, um Geld damit zu verdienen, auf Kosten derer, die sie vorgeben, mit Informationen und Kontakten zu bedienen.
Ich bin Wissenschaftsjournalist. Podcaster für Bienen. Spreche mit Politiker/innen über Bildung. Ich mache Radiosendungen, zum Beispiel über Moose. Ich bin in meinem Bereich genau so kritisch und kompromisslos, gut vorbereitet und an den Zuhörer/innen orientiert, wie Armin Wolf es in seinen Interviews ist. Ich erkläre im Radio, was passiert, wenn Schnee entsteht, und diese Erklärung wird gut vorbereitet, getestet, überprüft. Ich berichte über „Neophytenbeauftragte“, die Pflanzen ausreißen, sorgsam, und mit viel Bedacht.
Die Versorgung mit kritischen Inhalten (Journalismus) und Prozessen (Gedenkdienst) ist ebenso wichtig, wie die Versorgung eines Landes mit Bildung oder Elektrizität.
Es gibt viele Journalist/innen in Österreich.
Wir alle arbeiten an Inhalten für die Bevölkerung. Wir stellen zusammen, prüfen, liefern. Unsere Produkte versorgen die Menschen mit Inhalten, die Schwächere schützen und Stärkere fordern. Wir hinterfragen als Grundbaustein unser Arbeit, ob das alles stimmen kann, wie wir, wie sie, wie Sie es sagen.
Maislinger und Wolf sollen keine Aushängeschilde sein. Entweder um sie anzuklagen, oder um sie zu loben. Ein Wort an jene, die ihre Arbeit gut finden: Niemand soll sich zurücklehnen, und sie zu sehr loben, weil er dann vergisst, dass er selbst so sein müsste.
Wir alle sind Maislinger und Wolf.

Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.
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Text: Zum Hintergrund (2014)
Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer























