Formate

Sprache im Podcast

Erinnerung an Theodor Duenbostl 1946–2017

Theo war mein Betreuungslehrer im Schulpraktikum nach dem Studium. Ein Experimentiermeister erster Klasse. Ich habe Schüler:innen gesehen, die im Schulbuch, das er gemeinsam mit Thomas Brezina geschrieben hat, in der Pause freiwillig gelesen haben. Er hat gewusst, wie man Physik vermittelt. Mit Begeisterung. Das Neue hat ihn immer interessiert. Thx!

Liste: Gebaute Ö1-„Journal-Panorama“-Sendungen im Dezember 2020

Das Journal-Panorama beschäftigt sich im Radioprogramm von Österreich 1 mit sozialpolitischen Themen. Üblich sind gebaute Beiträge (Reportagen), manchmal werden Diskussionsrunden ausgestrahlt.


 

30.12.2020: Spionage im Wandel der Zeit. Wir sind den Fragen zum Geheimdienstwesen nachgegangen – in der Realität und im Roman. Gestaltung: Stefan May https://oe1.orf.at/programm/20201230/624414/Spionage-im-Wandel-der-Zeit 

29.12.2020: Von Hiroshima bis Fukushima: Japans traumatische Strahlenwunden. Die Atombomben vor einem Dreivierteljahrhundert beeinflussen die Inselnation im Fernen Osten bis heute stark. Gestaltung: Martin Fritz https://oe1.orf.at/programm/20201229/622063/Von-Hiroshima-bis-Fukushima-Japans-traumatische-Strahlenwunden 

28.12.2020: Dialog statt Volkstümelei? Wie geht Kärnten mit seinem Jubiläum um? Sind alle Wunden geheilt? Gestaltung: Bea Sommersguter https://oe1.orf.at/programm/20201228/622007/Dialog-statt-Volkstuemelei

23.12.2020: Wuhan ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Reportage aus der 11-Millionenstadt Wuhan, wo die verheerende Virus-Krise ihren Ausgang nahm. Gestaltung: Steffen Wurzel, ARD https://oe1.orf.at/programm/20201223/621783/Wuhan-ein-Jahr-nach-Ausbruch-der-Corona-Pandemie

22.12.2020: Endlich Österreicher! Neo-Österreicher erzählen, warum sie die Staatsbürgerschaft wollten und was sie mit dem Land ihrer Eltern und Großeltern verbindet. Gestaltung: Astrid Plank https://oe1.orf.at/programm/20201222/621729/Endlich-Oesterreicher

21.12.2020: Schwierige Hilfe in Zeiten von Corona. Mit welchen Problemen sehen sich Hilfsorganisationen in der Pandemie konfrontiert? Wie steht es mit der Spendenbereitschaft? Gestaltung: Elisa Vass https://oe1.orf.at/programm/20201221/621673/Schwierige-Hilfe-in-Zeiten-von-Corona

17.12.2020: Umsorgte Risikogruppe: Pflege in Zeiten von Corona. Reportage zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf die besonders vulnerable Gruppe der Pflegebedürftigen. Gestaltung: Maria Harmer https://oe1.orf.at/programm/20201217/621485/Umsorgte-Risikogruppe-Pflege-in-Zeiten-von-Corona 

16.12.2020: Religiöse Spannungen im Land der Spiritualität. In Indien werden Menschen, die nicht Hindu sind, systematisch diskriminiert. Gestaltung: Bernd Musch-Borowska (ARD) https://oe1.orf.at/programm/20201216/621428/Religioese-Spannungen-im-Land-der-Spiritualitaet

15.12.2020: Meilenstein der österreichischen Geschichte: 75 Jahre konstituierende Sitzung des Parlaments. Zusammenfassung der Festsitzung im österreichischen Parlament. Gestaltung: Elisa Vass https://oe1.orf.at/programm/20201215/621373/Meilenstein-der-oesterreichischen-Geschichte-75-Jahre-konstituierende-Sitzung-des-Parlaments 

10.12.2020: Russland: Lockerer Umgang mit der Pandemie. Russland hat knapp zweieinhalb Millionen Infizierte, von Lockdowns sieht die Regierung in Moskau aber ab. Gestaltung: Paul Krisai https://oe1.orf.at/programm/20201210/621123/Russland-Lockerer-Umgang-mit-der-Pandemie 

07.12.2020: Lateinamerika: Der Kampf gegen das Verschwindenlassen. Dass Menschen gewaltsam verschleppt werden, ist in Ländern wie Mexiko oder Honduras keine Seltenheit. Was kann dagegen getan werden? Gestaltung: Markus Plate https://oe1.orf.at/programm/20201207/620968/Lateinamerika-Der-Kampf-gegen-das-Verschwindenlassen 

03.12.2020: Haiti: Die vergessene Geschichte der Sklavenbefreiung. Besuch der haitianischen Festung Citadelle Laferrière, die seit 1982 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Gestaltung: Cornelius Wüllenkemper https://oe1.orf.at/programm/20201203/620693/Haiti-Die-vergessene-Geschichte-der-Sklavenbefreiung 

02.12.2020: So wie Schwalben ihr Nest bauen – ökologisches Bauen in Mexiko. Die UNO-Klimakonferenz 2020 ist der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen, sie wird nun im November 2021 im schottischen Glasgow nachgeholt. Keine Pause macht hingegen der Klimawandel, Lösungen zu einer nachhaltigen Reduktion der Treibhausgasemissionen sind mehr denn je gefragt. Gestaltung: Markus Plate https://oe1.orf.at/programm/20201202/620638/So-wie-Schwalben-ihr-Nest-bauen-oekologisches-Bauen-in-Mexiko 

01.12.2020: Neustart für das Klima? Nach der Pandemie darf es in Sachen Klimapolitik kein Zurück geben. Gestaltung: Sonja Bettel https://oe1.orf.at/programm/20201201/618959/Neustart-fuer-das-Klima 

30.11.2020: Griechenland und die Türkei – eine lange, tiefe Feindschaft. Die Feindschaft ist tief verwurzelt, alte Konflikte zwischen beiden Ländern wurden nie aufgearbeitet. Gestaltung: Thomas Bormann und Karin Senz (ARD) https://oe1.orf.at/programm/20201130/618902/Griechenland-und-die-Tuerkei-eine-lange-tiefe-Feindschaft 

Krude Fragen

Krude Fragen

  1. Wenn im Botanischen Garten eine Wanze lebt, die Menschen frisst, ist es besser sie frisst den Menschen ganz oder nur Hälfte?
  2. Am Foto ist ein Stern, der explodiert ist. Sehen Sie das als ein Problem? (Foto: Wolfgang Birkfellner)
  3. Wie müsste eine 5. Jahreszeit sein, die völlig neu wäre?
  4. Welchen Vorteil hat es, ebenerdig zu wohnen?
  5. Wie weiß ein Bildhauer, wenn er fertig ist?
  6. Welchen Vorteil hat eine Stirnreihe?
  7. Was ist „krude“, woher kommt dieses Wort?

(To be continued)

Themensuche – Tipps

Hilfe zur Themensuche 

1. Reihenfolgen

Vom Menschen zum Thema: Ich kenne jemanden, der etwas besonders gut kann. Der für etwas steht. Der etwas entwickelt hat. Eine Pionierin. Die einen Konflikt erfolgreich bewältigt hat. Ein Überlebender. Der unterwegs ist. Eine Suchende. Ein Flüchtender. Jemand, der nahe dran ist. Die gut erzählt. – Worüber wird er sprechen?

Vom Thema zum Menschen: Ich habe ein Thema, das ich akustisch ausmalen möchte. Dazu baue ich eine Landschaft mit Orten, Situationen, Umständen, Begegnungen, Gefahren. Mit Momenten. Und dazu suche ich Menschen, die dazu passen. Die diese Landschaft in Farbe tauchen, wenn sie farbig sein soll. Die diese Landschaft in schwarz/weiß tauchen, wenn sie schwarz/weiß sein soll.

2. Begriffe

Dinge: Zaun, Maus, Schuhe, Zange, Zündholz, Kamm.

Überdinge: Begrenzung, Zoo, Kleidung, Werkzeug, Hilfsmittel, Schönheitsmittel.

Abstrakte Überdinge: Grenzen, Ideen, Schutz, Reichweite, Erscheinungsbilder.

Extrem abstrakte Sachen: Wohlfühlen, Heimlichkeit, Geborgenheit, Gemütlichkeit.

Dinge, wo was fehlt: Loch, Weite, Unendlichkeit, Atemlosigkeit, das Durchatmen.

Dinge, die sind (Zustandsgrößen): Berggipfel, Energie, Füllfedern, Trafostationen, Wetterstationen.

… und die erst durch die Zeit existieren (Prozessgrößen): Frieden, Verantwortung, Gleichgewicht, Wärme.

Adjektive und andere Beschreibungen: oben, blau, extrem.

… und ihre Gegenteile: unten, rot, gleichmäßig, lau.

Verben: Gehen. Fortgehen. Herkommen. Nachschauen. Hinweisen. Weisen, schauen, kommen, gehen. Abweisen, sattsehen, satt werden.

3. Geschichten von Menschen

Konflikte: die gelöst wurden, teilweise gelöst wurden, die ungelöst sind.

Beschreibungen: von Funden, die erfolgreich waren, teilweise erfolgreich, die nicht gemacht wurden.

Prüfungen: die geschafft wurden, teilweise geschafft, die misslungen sind.

Vom Anfang oder vom Ende: das erste Mal, das letzte Mal.

… von der Wiederholung: Jahreszeiten, Zugvögel, Sonnenaufgänge, Wetterwerte

Emotionen: Überraschungen, Katastrophen, Wechselwirkungen, Auseinandersetzungen.

TIPP: Einzahl (die sehr konkret ist) ist besser als Mehrzahl (die oft beliebig ist)

Überraschung. Katastrophe. Wechselwirkung. Auseinandersetzung. Die Trafostation. 

4. Geschichten von Orten und Geräuschen

Beschreibungen: Die abgeschliffenen Granitfelsen im Sauwald bei Passau entstehen durch eine bestimmte Art der Verwitterung. Sie wird Wollsackverwitterung genannt, weil die Felsen dann aussehen wie aufgestapelte Wollsäcke. Das bringt uns in eine Zeit, in der es Wollsäcke gab. Wollsäcke?

5. Geschichten in der Zeit und von der Begegnung von Menschen mit sich und der Natur

Blickrichtungen: Blick nach vorne, Blick zurück. Blick rundherum. Es ist etwas passiert. Es wird etwas gemacht. Es wird etwas entstehen. Oder von dem, was nie da war: Nichts ist passiert.

6. Expertinnen und Experten

Zusammenhänge: Sterne werden bunt, wenn man mehr von ihnen weiß.

TIPP: Themen entwickeln sich systemisch und multifaktoriell, wenn man erst mal beginnt. Sie sind wie Lebewesen, die sich in der Begegnung mit ihren Erfinder:innen entwickeln.

334. Traunwanderweg

334. Traunwanderweg

Vom Alpenvorlands eine „Industrielinie“ entlang ins Salzkammergut hinein. Industrie zu Beginn im Welser Raum, dann Flusstransport – Salz aus den Bergen, Papierverarbeitung zwischendurch. Und Sprengstoff.

Die Traun entlang von Lambach nach Gmunden. Eine Industrielinie vom Alpenvorland ins Salzkammergut.

Wenn Sie mich fragen, was die Menschen an der Traun verbindet, wäre die erste Antwort natürlich: „Der Fluss“. Beim ersten Hinschauen könnte man damit zufrieden sein. Es ist aber kaum mehr als eine bloße Zufälligkeit, am selben Fluss zu wohnen, so wie die erste Perle an der Kette mit der nächsten nur soviel zu tun hat, wie dass sie an der selben Kette hängt. Was verbindet die Menschen an der Traun darüberhinaus? Für eine ausführlichere Antwort gehen wir in die Geschichte, und finden die Industrie. Die Pferde. Das Salz. Wir gehen in die Geologie und finden die Eiszeit. Den Schotter. Die Keramik. Und schon aus weiter Ferne sehen alle diesen Berg. Den Traunstein.

Auswärts ging es immer leichter. Seit dem 13. Jahrhundert transportierten erst Flöße, dann Schiffe das Salz aus dem Salzkammergut die Traun hinunter, hinaus an die Donau. Stromschnellen bei Roitham machten den Weg zurück aber unmöglich. Erst durch den Bau der Traunfälle konnten Pferdezüge die Schiffe zurückziehen. Heute erzählt eine Wanderung am Traunweg viel von der Geschichte dieser Region, die von den pulsierenden Lebensräumen des Alpenvorlands bei Wels ins Salzkammergut hineinwandernd, eine Geschichte der Papierindustrie ist, die dieses Wasser braucht, die Energie, die man daraus gewinnt, von Pferden und vom Transport. Das Benediktinerstift Lambach bildet mit seiner Schule Kontakt zu Himmel und Wissenschaft, die angrenzende Landwirtschaftsschule zum Boden und zu den Pferden, auch heute noch. Wer sich beim Wandern aber wundert, was sich entlang eines langen Stücks Stacheldrahtzauns mit unzähligen Verbotsschildern verbirg? Es ist das Haupt-Sprengstofflager des Bundesheeres. Dieses Wegstück touristisch zu integrieren ist bisher noch nicht gelungen, und so wandert man auf lange Strecken auch recht einsam oft von Lambach aus hinein ins Salzkammergut, wo als erster Ort Gmunden mit seiner Keramiktradition grüßt. Die Orientierung ist einfach. Immer am Fluss bleiben und der Traunstein weist in der Ferne schon gut sichtbar genau zum Ziel und in die richtige Richtung.

Bahnhof Lambach aussteigen, zum Fluss runter, nach Lambach, Stadl-Paura, die Traun entlang, ein Stück Bundesstraße, Traunfall rüber auf die andere Seite, Steyrmühl Papierfabrik, Museum, Bahnhof Gmunden.

Links zu Stationen und Themen:

Lambach:

Stadl-Paura:

Roitham am Traunfall:

Steyrermühl:

Gmunden:

 

 

Abgefahren

Der Verkäufer verlässt den Würstelstand an der Straßenbahnstation durch die Hintertüre, die er versperrt. Er geht eilig um den Stand herum und schiebt vorne von außen das große Glasfenster zu. Dann läuft er zur Straßenbahn, die in diesem Moment einfährt. Er springt hinein und fährt davon. Im Würstelstand geht das Leben weiter, als wäre er noch da. Es brennt das Licht. Fünf Bratwürste liegen nach wie vor am Grill. Eine spanischsprechende Touristin klopft an die Scheibe.

Wie man mit Studiolink fürs Radio aufnimmt

Ich habe in diesem Video aus Radiomacher:innen-Sicht zusammengestellt, wie man mit Studiolink arbeitet. Hintergrund: Beim Radio sind wir immer eine Spur gewöhnt, wo alles drauf ist. Und wir haben keine Erfahrung, wie man außerhalb des Biotops an Studioleitungen arbeitet. Ich hoffe, es sind nicht allzu viele Fehler in dem Video – aber es ist sicher auch interessant für Leute, die noch gar keine Ahnung haben, wie Studiolink funktioniert, und was man braucht. Am Anfang ist auch ein Stück Demo dabei, wir man mit drei Spuren auf Ultraschall schneidet – nämlich vor allem, wozu man das gerne will.

Podcasting für Anfänger:innen

Immer wieder fragt mal jemand, wie das geht mit dem Podcasten, und ich habe jetzt einmal die für mich vorstellbar einfachste Möglichkeit aufgeschrieben.


So, du möchtest einen Podcast machen?

Am besten ist, du legst einfach los. Jedes Element kannst du noch ändern. Ziel ist, möglichst zuverlässig bis zur 10. Folge zu kommen. Du lernst sehr viel dabei. Danach haben sich viele Fragen selbst beantwortet oder sie haben sich selbst erübrigt. Dann kannst du an allen verbleibenden Schrauben drehen, um deinen Podcast zu verbessern.

Was du am Anfang nicht brauchst?

  1. Fancy Signation, unglaublicher Titel
  2. Tolle Sprecherstimmen
  3. Teure Hardware
  4. Schneidekunst und Gestaltungshandwerk
  5. Grafik, Marketing und Social Media, Gedanken an die Zielgruppe

Was du am Anfang schon brauchst?

  1. Einen Feed. Wenn es was für die Ohren ist, und einen Feed hat, ist es ein Podcast.
  2. Einen Takt. Regelmäßig und schmutzig ist besser als perfekt, sauber und selten.
  3. Die Zeit, deine eigenen Folgen nach Veröffentlichung selbst ganz zu hören.
  4. Ein offenes Service, das dir die Veröffentlichung macht.
  5. Shownotes und Kapitelmarken.

Wie geht es? Du klickst dir ein Konto bei https://www.podigee.com für 12€ pro Monat, 4 Stunden pro Monat sind dabei. Die machen den Feed, sorgen für gutes Audio, und stellen die Folgen zum Download und Abonnieren bereit. Du füllst dort die Angaben für deinen Podcast aus. Jetzt bist du mit den Vorbereitung fertig. Danach nimmst du die erste Folge auf. Sie wird die sogenannte „Nullnummer“. Darin erzählst du, was du vorhast. Du verwendest irgendein Mikrofon, Hauptsache du hältst es halbwegs ran. Allenfalls ein bisschen schneiden mit irgendeinem Audioprogramm, das kann man lernen. Du lädst die Aufnahme hoch, bestätigst alle Fragen und drückst OK. Du bist online. Dann machst du dir einen Plan für die ersten 10 wirklichen Folgen, den du abarbeitest. Höre deine Folgen selbst nach dem Veröffentlichen zur Gänze durch und mache dir dazu deine Gedanken. Das sorgt für einen automatischen Verbesserungseffekt. Bleib nicht stehen, mach’ weiter. Auch wenn du nichts aktiv machst, wird die Qualität und deine Downloadzahlen linear zunehmen. Es wird am Anfang nicht spektakulär sein, es mag zäh wirken, aber deine Erfahrungen wachsen und dein Erfolg kann mit dieser zunehmenden Erfahrung durchaus beschleunigt werden. Viele Podcasts möchten am Anfang alles richtig machen. Ach was.

Was? Du willst was besser machen? Ja. Du kannst jedes einzelne Element verbessern. Ein toller Titel. Ein gutes Mikrofon. Headsets. Studio-Link. Ultraschall Schneidesoftware. Eigenes Hosting, Audiobearbeitung mit Auphonic. Verzeichnisse. Ein tolles Konzept. Sprechtechnik-Kurse. Etwas Dramaturgie. Ein bisschen schneiden. Tollere Raumakustik. Spannendere Fragen. Klarere Aussagen. Bessere Sichtbarkeit. Und Hörbarkeit. Und Geld. Und Spannung. Unverwechselbarkeit, Relevanz. Verbindungen in die Communities.

Wer hilft? https://sendegate.de mit den Podcastpat:innen. Stell’ dich dort einfach mal vor.

Link: Podcastmachen (PDF)

 

(mehr …)

Podcast und Radio

Eine Art ist, was sich paart. Das wissen die Biologen. Pferd und Igel sind verschieden. Radio und Podcast auch, sonst hätten sie sich längst vermischt. Es gibt aber Überschneidungen. Das Wichtigste: sie teilen sich ein Ohr. Zwei natürlich.

Dann geht es aber schon los: Radio wird über Lautsprecher gehört, Podcasts über Kopfhörer. Radio ist Verlautbarung, Podcast Diskurs. Radio ist Handwerk. Podcast eine Haltung. Radio ist Schein. Podcast hat nichts zu verlieren. Zielgruppe wichtig – Zielgruppe egal. Radio möchte Hörer, Podcasts akzeptiert die Hörer, die sie verdienen. Wenn Radio zu Podcast werden soll, ist das mit Mehraufwand verbunden. Wenn Podcast zu Radio werden soll, auch. Beide müssen nachhaltig agieren, damit sie auf längere Sicht erfolgreich sind. Radio ist gebühren- oder werbefinanziert, Podcast Umweg- oder Hörer:innenfinanziert. Ausnahmen bestätigen wie immer diese Regeln.

Nun zu Details.

Eine Erfolgsgeschichte: Drosden, Virologe. Corona Virus Update. Tägliche Episode zur Corona-Lage. Produziert von zwei Wissenschaftsjournalisten des NDR. Schnell umgesetzt: der Arzt bekommt ein Gerät und kann jeden Tag technisch eine Folge Gespräch liefern. Kompetenz kommt von beiden Seiten.

Hat es einen Feed? Dann ist es ein Podcast. „Podcast“ als Ausspielkanal für hochwertige Radiosendungen. Nur mit einem Feed ist eine regelmäßige Sendung im „Podcatcher“ auf mobilen Endgeräten (Smartphones) abonnierbar. Hier gibt es bereits einen Rückstand: Es sollte einen Feed für jede regelmäßige Radio-Wortsendung geben. Zusätzlich zur Mediathek. Es ist dabei nicht wirklich notwendig, dass die Files länger als eine Woche vorgehalten werden. Hauptsache, Onkel Fred in Australien kann die Sendung auf seinem Smartphone abonnieren. Der deutschsprachige Raum befindet sich im ganzen Internet – weltweit.

Radio ist Handwerk, Podcast eine Haltung. Die Stärke von Öffentlich-Rechtlichem-Radio liegt in der ausgebildeten Sprache, im Journalismus, in der Musik, in der Schönheit von Formaten, im Weglassen, Auswählen, Gestalten und im verlässlichen Auffinden unterschiedlicher Standpunkte. In der Diskussion (Redaktionssitzungen). Die Stärke von Radio liegt nicht in der Wahrheit – die gibt es nicht. Die Stärke von Podcast hingegen liegt im Diskurs, im Prozesshaften, im Zugänglichmachen. Nicht im Veröffentlichen – hier ist also für Radio vermutlich wenig zu tun. Obwohl.

Vom persönlichen Vorteil. Ein Podcast wächst dann über die 4. Episode hinaus, wenn er nachhaltig ist. Wenn er für den Produzenten Vorteile hat. Das müssen ehrliche Vorteile sein, im Sinne Viktor Frankls Ergonomie am Arbeitsplatz. Wissen, Vorsprung, ein besserer Zuhörer werden, ein besserer Mensch. Wenn es die Hörerzahl ist, die mir zuhören, und ich das wichtig finde, dann die Hörerzahl. In jede Unternehmen gibt es bisher unerkannte Mitarbeiter:innen, die genau in dieser Hinsicht nicht nur Interesse, sondern auch Talent haben.

Podcast ist Lagerfeuer. Intim (im Ohr über Kopfhörer), authentisch, befreit von Längenvorgaben. Verlässlichkeit, einmal pro Woche, zweimal im Monat, ein mal pro Monat, alle zwei Monate. Sie fordern bestehende Hierarchien heraus und erreichen Zuhörende an nicht vorhergesehenen Orten und Umständen. Zielgruppen zu definieren ist nicht Podcasterdenke. Sie haben keine Musik. Oft auch keine Signation, einfach weil es egal ist. Ein Podcast erreicht die Hörer, die er verdient. Podcast ist Hörer:innentreffen – direkter Kontakt in verschiedenen Städten. Manchmal auch live. Podcast ist das Leben und die Pflege von Metadaten, von Kapitelmarken, die Einbindung des Chats (begleitende Diskussion von Livesendungen via Slack/Andere Software) auf Augenhöhe. Podcasts sind durch ihre Länge trollfrei. Es gibt immer eine Nullnummer, die bereits veröffentlicht wird. Podcasts entwickeln sich über die Episodenzahl. Jene mit 200+ sind die Götter im Podcasthimmel. Podcast is Community, in der bedingungslos geholfen und das System weiterentwickelt wird (Sendegate, #Subscribe, #podcastpatInnen).

Wovon leben Podcaster:innen? Nicht von Werbung, denn „die hat noch nie etwas besser gemacht“, sondern von Aufträgen aus Museen (Texte schreiben) Hörer:innenbeiträgen (freiwillig), Moderationen von Diskussionsrunden, Zuwachs von Wissen. Von der sozialen Währung „Kontakt und Begegnung“. Von Auftragsarbeiten, die aus ihrem Ruf entstehten, gute Gesprächspartner zu sein.

Weitere Gedanken: Das Manuskript wieder aus dem Radiobereich zurückdrängen. Erzählendes Radio. Das kann man im Podcast üben. Weiterbildung (Mikrofonzeit).

Meine Meinung — was kann man beim Radio tun: Transfer von Radio zu Podcast funktioniert nicht gut, vieles wird dann als „Zusatzbelastung“ empfunden. Eher beim Radio bleiben, oder Podcasts völlig neu aufsetzen.

Hörtipp: „Organisationsidentität“ von „FG077 Organisationsforschung“ / Leonhard Dobusch
Link: https://forschergeist.de/podcast/fg077-organisationsforschung/?t=14%3A54%2C19%3A47


Sammlung der Podcast-Posts hier: http://www.sprechkontakt.at/category/podcasting/ 

Fragen zu Beethoven

Fragen zu Beethoven

Pssst. Draußen läuft ein Pferd vorbei. Der Sturm. Weitere Ideen und Spaziergang am Nachmittag. Weitere Musik geschrieben. Kaum hörbar. Freunde, Ärzte, Publikum.

Ludwig van Beethoven lebte ab 1792 in Wien. 35 Jahre hier in der Probusgasse 6. Heute ist dort das Beethoven Museum von Wien Museum. Eine Ausstellung zu Beethoven in Wien wurde von Lisa Noggler kuratiert und im November 2017 neu eröffnet. Ich habe die Ausstellungstexte redaktionell begleitet.

Meine Fragen zu Beethoven sind im Vorfeld dazu entstanden:

  • Was hat er gegessen?
  • Worüber hat er seine Musik geschrieben (was waren seine Geschichten)? Welche Geschichten hat er erzählt?
  • Wenn er 42 mal umzieht, was … … hat er immer mitgenommen? … immer da gelassen?
  • War er auf der Flucht?
  • Kann heute noch wer wie Beethoven Musik schreiben?
  • Was hat ein Pantomime mit Beethoven zu tun?
  • Ganz ehrlich, wo war B. ein Arschloch? Was hat ihn berührt?
  • Warum berührt Lisa sein Taubwerden?
  • Was war seine zentrale Lebensfrage (Musik war nur ein Weg dorthin a la „Die Welt ist ungerecht, durch meine Musik kann man das ändern bzw. die Welt ist gottlos, durch meine Musik…)
  • Komponieren Luxus oder Knochenarbeit? Getrieben oder treibend?
  • Wie hat er das gelernt? Warum durfte er das lernen, in welcher Welt lebt man, dass er das darf?
  • Wer war sein wirklicher Gegner? Wer hat gewonnen?
  • Warum kennt ihn in Wien niemand? Also so als „Wiener“. 
  • Wen würde Beethoven heute wählen? Waren seine Schüler gute und freundliche Menschen?
  • Wem würde auffallen, wenn Beethoven me (in Wien) gelebt haben würde?
  • Wer hätte heute finanzielle Verluste, wenn sein Ruf schlecht wäre? 
  • Wer redet Beethoven schön und warum? 
  • Typische Handbewegung (Geste) oder Gesichtausdruck (Mimik)
  • Hören Taube heute Beethoven?
  • Beethovens Einfluss auf Deutschpop.
  • Warum war Beethoven keine Frau.
  • Hätte er in Wien „keine Werbung“ an die Tür geklebt (wovon hielt er sich in seiner Wiener Zeit fern)?
  • Wie würde er heute in Wien leben?
  • Was haben wir davon, wenn wir uns heute mit Beethoven in Wien beschäftigen? Wer kann und konnte mit B Geld verdienen. 
  • Wie ging er mit Konflikten um
  • Und hört man das in seiner Musik.
  • Bedingungsloses Grundeinkommen. Wie hätte sich das auf seine Zeit in Wien ausgewirkt. 
  • Was war seine Wiener Musik: Abgrenzung? Protest? Musik für die Massen? 
10 Jahreszeiten-Hecke

10 Jahreszeiten-Hecke

Die Artenzusammensetzung der Hecken umfasst die international als phänologische Indikatoren verwendeten Arten. (Quelle: nicht mehr auffindbar)

  • Hasel (Corylus avellana)
  • Schlehe (Prunus spinosa)
    Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Sal-Weide (Salix caprea)
    Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)
    Gewöhnlicher Spindelstrauch (Euonymus europaeus)
  • Berberitze (Berberis vulgaris)
  • Breitblättriges Pfaffenhütchen (Euonymus latifolius)
    Faulbaum (Frangula alnus)
    Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Gewöhnliche Pimpernuss (Staphylea pinnata)