Klimaticket Gassi führen: Mostviertel

Klimaticket Gassi führen: Mostviertel

Das Klimaticket Gassi führen! Wien 12:55 🚂 Wien, St. Pölten, 14:28 Loich (Pielachtal) 🚶Rabenstein 16:44 🚂 Wien 18:05 🛁Wanderung an der Bahn und am Bach entlang, ein bisschen auf und ab.

 

Klimaticket Gassi führen: Nationalpark Thayatal

Klimaticket Gassi führen: Nationalpark Thayatal

Das Klimaticket Gassi führen! Wien 10:50 🚂🚍Hardegg 12:30🐟Thaya 🚶Retz 17:00 🚂 Wien 18:40 🛁

 

Reisebericht, Reisejournalismus, Reden über die Reise

Reisebericht, Reisejournalismus, Reden über die Reise

Es lässt sich immer auf eine Frage herunterbrechen: „Worüber lohnt es sich zu reden?“. Die Antwort auf diese Frage bestimmt, was ein guter Reisebericht ist. Was guter Reisejournalismus ist. Ob das, was über die Reise erzählt wird, spannend, packend, fesselnd, wirklich ist.

Ein gutes Beispiel findet sich überraschend nahe. 4 Bücher. Jemand hat eine vierbändige Gesamtausgabe von Graham Greenes Werken in die Ecke eines Lehrerzimmers einer Schule gestellt. Dort wo sich Druckerpatronen und Overheadfolien sammeln, altes Zeug, dort wo niemals etwas wegkommt, ich bin Lehrer dieser Schule. Man nimmt den ersten Band über die Ferien mit, um Graham Greene eine Chance zu geben. Eine Geschichte über die Reise eines Pfarrers durch den Dschungel Südamerikas. Eine Geschichte voll Hitze, Schmutz, Jammern und Niedertracht. Man nimmt es so hin. Aber spannend wird es, als man in einem anderen Buch des großartigen Reiseschriftsellers Paul Theroux eine Geschichte über Graham Greene liest. Er beschreibt dessen kurzen Aufenthalt in Südamerika, den er nach zwei Wochen mit Fieber abbrechen musste, sein Leben voller Widersprüche. Seine Abscheu vor Langeweile.

Nicht nur ist Paul Theroux ein Reiseschriftsteller, der vor allem die schwierigen Seiten einer Reise bemerkt und notiert, es ist der Zufall, der diese Kette an Beobachtungen aneinanderreiht. Eine Verbindung zu Bruce Chatwin, der wohl eine Tradition der Reiseschriftstellerei begründet hat, und der anfangs Freund dann Feind von Paul Theroux war.

Zu einer Spur, zu einer Spurensuche und zum Thema von Gedanken wird es, wenn in diese Landschaft nun auch das Lehrerzimmer eingebaut wird. Von wem stammt diese Gesamtausgabe? Gedruckt wurde sie vermutlich in den 1960-er oder 1970-er Jahren. Intakt mit Schutzumschlag, leicht eingerissen, ein wenig vergilbt. Wer stellt die Gesamtausgabe von Graham Greene sorgsam dorthin, wo sich nur altes Schulzeug ansammelt, das sich niemand traut, wegzuwerfen. Eine Lehrerin? Ein Lehrer? Vielleicht kurz vor der Pensionierung? Warum? Hat er oder sie das Werk gelesen? Den ersten Band? Die Geschichte aus dem Dschungel? Und hat diese Person die selbe Mühe gespürt, über die Plage der Reise und der politischen Umstände der Region zu lesen? Wie vermischen sich diese Welten? Überlappen sie sich, verlaufen sie parallel? Sind sie identisch?

Das, worüber man redet, ist nicht planbar. Es ist immer etwa, was sich vor Ort mit den Beteiligten, die man oft suchen muss, entwickelt. Es ist der Staub, der herumliegt, die Risse im Umschlag. Der wichtige Blick zum Konflikt. Zur Reibung der überlappenden Ränder. Das Beschreiben genau dieser Landschaft. Bereinigt um lose Enden und Dinge, die sich im Nichts wieder verlaufen. Zusammengestellt zu einer Geschichte. Die in meinem beschriebenen Fall dort beginnt, wo ich Paul Theroux das erste Mal entdeckte: Im „alten Patagonien-Express“, im Buch, das ich zuerst von ihm entdeckte. Die Geschichte hält im Lehrerzimmer kurz inne. Und geht in Therauxs Beschreibung vom Leben Graham Greenes wieder weiter. Sie endet in einem neuen Blick auf die vier Bücher. Und der Frage, von wem sie wohl sind.

Links: Theroux über Greene in „Figuren in der Landschaft“, Hoffmann und Campe

https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Theroux
https://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Chatwin
https://de.wikipedia.org/wiki/Graham_Greene

Foto: Berlin BVG Straßenbahn M1 / Dezember 2021 / Lothar Bodingbauer

363. Der feine Duft der Pflanzen

363. Der feine Duft der Pflanzen

ORF Radio Österreich 1 | Vom Leben der Natur | 20-24. Dezember 2021 | Link

Der Destillateur Felix Billiani spricht über ätherische Öle.
Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Ätherische Öle werden von Pflanzen produziert, um Freunde anzulocken und Feinde zu vertreiben. Der Duft dieser Öle polarisiert auch uns Menschen, wenn wir ihn riechen. Wir lieben einen Duft oder hassen ihn. Die Prägung entsteht in früher Kindheit, wenn Düfte mit Erlebnissen verbunden werden.

Die Öle bestehen aus verschiedenen Anteilen unterschiedlich großer Moleküle, die leicht flüchtig sind. Aus der jeweiligen Mischung entsteht der Duft, von denen die Destillateure auch jene riechen können, die am leichtflüchtigsten sind und schon beim Destillieren verschwinden.

Bei der Wasserdampfdestillation werden ätherische Öle in zweierlei Weise gewonnen: als Hydrolat mit wasserlöslichen Inhaltsstoffen, und als Öl selbst, das oben aufschwimmt und in einer sogenannten “Florentiner Flasche” von der Wasserphase getrennt werden kann.

Service

Kostenfreie Podcasts:
Vom Leben der Natur – XML
Vom Leben der Natur – iTunes

GESPRÄCHSPARTNER:
DI Felix Billiani
Kesselwerk – Ätherische Öle erleben
A-3163 Rohrbach a.d. Gölsen

Nachtzug

Nachtzug

Aber mal ehrlich. Ich finde Schlafzüge auch super, aber zeig mir einen, in dem man nicht in Zellen reist, die einem Gefängnis gleichen. Oder einem Aquarium. Ich weiß nicht. Besser ist, und das ist mir lieber, am Tage zu reisen, Mittags in einem Städtchen auszusteigen und in einem guten Restaurant zu Mittag zu essen, am Nachmittag nach einem Spaziergang am fremden Orte wieder einen Zug zu ersteigern, um am Abend dort auszusteigen, wo eine Kleinstadt ist, um dort gepflegt zu nächtigen. Das Frühstück am gedecktem Tisch, bevor es wieder weiter geht. So dauert die Fahrt nach Paris vielleicht drei Tage, aber menschliche drei Tage, und man kommt ausgeruht und erholt am Zielort an.

Lebenskäse

Alltagsbeobachtung: Ein Vater kommt Samstag Mittag mit seinen zwei kleinen Kindern am Laufrad aus dem Spar. Packt eine Leberkässemmerl aus, atmet durch, beißt zuerst hinein (wie im Flugzeug: Sauerstoffmasken zuerst die Erwachsenen selbst aufsetzen), dann beißen die beiden Kinder hinein. Der Vater sagt zu allen Beteiligten und zum Beobachter: “Ahh, deswegen leben wir.”

Wiener Caféhäuser

Wiener Caféhäuser

Einen sehr netten Blick auf die Wiener Caféhäuser habe ich gerade im Doppelshot-Café-Podcast gehört: Marian aus Berlin hat mit Hr. Thomas aus dem Café Museum über die Wiener Caféhauskultur gesprochen. Dazu auch der anspesporchene Artikel der Österreich-Werbung. Hr. Thomas nannte dann auch einige weitere Wiener Cafés und es entstand zum Schluss der Sendung die Frage, wie es denn mit den “neuen” Cafés aussieht in Wien, die Qualitätscafés anbieten aber keine traditionellen Caféhäuser sind. Das müssen wir uns bald einmal genauer anschauen. Aber, bevor es soweit ist, hier eine Liste zu besuchender Wiener Caféhäuser, die es auch noch gibt, und die einen Besuch absolut wert sind, wenn man in der Stadt ist. Es sind Cafés, wie man sie nach vielen Jahren in Wien gut kennt und die man schätzen gelernt hat. Aus dem Kopf heraus – und alphabetisch. Ich glaube, das Bild, das Marian im Gespräch mit Sebastian vom Podcast gemeinsam mit Hr. Thomas vom Café Museum entwickelt hat, stimmt recht gut. Freundlich sind die “Herren (und Frauen) Ober” alle – wenn auch alle Häuser und Menschen durchaus ihre Eigenheiten haben.

  • Café Alt Wien – Bäckerstraße, Innenhof, klein
  • Café Bräunerhof – dort war ich noch nie, Thomas Bernhard offenbar schon
  • Café Diglas – Wollzeile
  • Café Drechsler – Naschmarkt
  • Café Eiles – Josefstädter Straße, Rathausnähe
  • Café Engländer – Journalisten
  • Café Florianihof – 8. Bezirk
  • Café Goldegg – Goldeggasse im 4. Bezirk, nahe dem Hauptbahnhof/Belvedere
  • Café Hawelka – Klassiker, beim Graben
  • Café Hummel – Josefstädter Straße Halfway, sehr lokal
  • Café Jelinek – sehr klein; Otto Bauer Gasse
  • Café Korb – Innenstadt, Journalist:innen vom Falter sind dort
  • Café Prückel – Jugendstil, sehr großes “Wohnzimmer”, Stadtpark
  • Café Rathaus – witzig, Rathausnähe
  • Café Rüdigerhof – anders auch, kennt man vor allem als Student
  • Café Ritter 1 – Halfway Mariahilferstraße
  • Café Ritter 2 – in Ottakring
  • Café Savoy – etwa anders, Naschmarkt
  • Café Schwarzenberg – Schwarzenbergplatz
  • Café Sperl – Gumpendorferstraße/Naschmarkt
  • Café Tirolerhof – in der Nähe der Oper, etwas versteckt
  • Café Weidinger – am Gürtel nahe dem Westbahnhof, Billard
  • Café Westend – Westbahnhof Eckhaus, Eingang zur Mariahilferstraße
  • Café Wortner – 4. Bezirk, sehr lokal
  • Café Zentral – da war ich noch nie

Wenn ein wichtiges Café fehlt, habe ich es entweder vergessen, oder es hat tatsächlich einen Grund. Extra zu erwähnen sind die Caféhäuser der Reihe “Aida” und der Reihe “Kurkonditorei Oberlaa”. Dort trifft man Wiener:innen, die anders sind, als die Besucher:innen der Traditionshäuser. Schnell gefragt: einen handgefertigten Espresso würde ich in meiner Gegend in der “Kaffeefabrik Wieden” trinken.

Ach: und wunderbar gerösteten Café für Zuhause gibt’s hier im Onlineshop, hurtigschnell geliefert von Prem Frischkaffe, Michael Prem war gerade in “Erklär mir die Welt” zu Gast. Link: https://erklaermir.simplecast.com/episodes/187

Café Tirolerhof, Vienna

Mit dem Fahrrad ans Meer: Radtour Wien – Ostsee

Mit dem Fahrrad ans Meer: Radtour Wien – Ostsee


Von Wien nach Sassnitz an die Ostsee. Ein Sommerprogramm für zwei Wochen.

Es ist denkbar unkompliziert. Ein Rennrad, sehr wenig Gepäck. Nicht gegen den Wind. Nicht im Regen. Am Abend ein Hotel. Relativ kurze Etappen. Nach einer Woche einen Extratag Pause. Im Spätsommer. Man kann gar nicht verhindern, dass man gut gelaunt nach zwei Wochen am Meer ankommt, nach 1000 Kilometern, 1000€ für Hotels, und 300€ für Essen. Anlass: Ein Artikel im Drahtesel 2/21.

Das Gepäck: Ein Set am Körper: Radhose, T-Shirt (Sport-Stoff), Socken. Das wird jeden Abend im Hotel gewaschen und ist am nächsten Tag bereit. Ein Extra-Set in der Packtasche links – falls das Hauptset einmal nicht trocken wird (das war einmal der Fall). Ein zweites Extra-Set als Reserve in der Packtasche links (wurde nie benötigt). Ein langärmeliges Funktionsshirt. Eine Goretex-Weste für den Abend. Ein Ausgehset: Chinesische (leichte) lange Hose, T-Shirt. Zwei Unterhosen, die ebenso gewaschen werden. Ein Schlaf-Shirt. Ein Sackerl mit Toilettartikel, ein Sackerl mit bisschen Kabel und Zeugs. Radschuhe am Körper, ganz leichte Vivobarefoot Schuhe für den schicken Abend. Extra: Ein Motorrad-Erste-Hilfe-Set vom ÖAMTC. Eine Ersatzdecke, drei Ersatzschläuche. Nichts von den Extras wurde benötigt. Und: Eine Wasserflasche mit Magnesiumtabletten; Helm. In Summe: Leichtes Gepäck macht Spaß. Nahrung kauft man unterwegs beim Bäcker, im Supermarkt, im Restaurant. Frühstück im Hotel. Kein einziges Problem beim Rad – nicht einmal Luft nachgefüllt.

Die Strecke: Tageslängen zwischen 60 und 120 km sind sehr leicht machbar. Eine direkte Linie zum Ziel, abseits großer Straßen (wichtig) und abseits typischer Radwanderwege. So kommt man hübsch durchs Land und sieht Gegenden, die man sich nicht freiwillig ausgesucht hätte. Dort ist auch wirklich wenig los. Regenradar: zeigt Schauer, bei denen man sich unterstellt, und großflächige Regengebiete, wo man besser mit dem Zug ein Stück fährt (einmal gemacht). Navigation mit Naviki, Bikemap und Bergfex – diese drei unterscheiden sich durchaus ein wenig in Abdeckung und Vorschlägen, es schadet nicht, ein wenig zu probieren und auch mit Hirn einmal einen Fluss eher zu folgen, auch wenn es nicht vorgeschlagen wird. Geplant wurde die Strecke innerhalb 1,5 Stunden mit Booking (Schwerpunkt auf spät noch stornierbare Hotels; es war aber kein Storno notwendig, sodass man diesen Schwerpunkt auch weglassen könnte.)

Wien – Znaim – Trebic – Havlickuv Brod – Poděbrady – Zittau – Hoyerswerda – Lübben (Pausetag) – Berlin – Gransee – Demmin – Stralsund – Sassnitz – Binz

Die Routine: Aufstehen, packen (5 min), Podcasts für den Tag laden, Frühstück meist im Hotel, sonst beim Bäcker. Fahren, losfahren ohne Podcasts wegen der Vogelstimmen in der Früh. Pausen dort, wo es schön ist, auf Bankerl, oder wenn der Hunger kommt. Mittagessen wenn günstig. Ankunft am Nachmittag. Duschen. Ausgehkleidung. Ein Schläfchen vor dem Spaziergang in die Umgebung. Relativ früh schlafen, weil nichts los ist. Duolingo. Kontakt mit Familie & Freunden immer wieder, Strava. Nach einer Woche kommt man gut in eine Routine, die man ja zu Beginn nicht kennt. Strategie: Kein Fahren im Regen.

Der Gruß: “Servus” hilft bei allen Menschen. Wenn man keinen Kopfhörer trägt, geht der Kontakt leichter. Schlecht mit Airpods. Leichter mit Knochenschallkopfhörern, die die Leute nicht sehen. (5 Stunden Podcasthören täglich geht leicht.)

Das Ziel: Das Meer ist sehr schön als Ziel. Irgendwann kommen nämlich dann die Möwen, der Geruch, die Häuser, die Flüsse, da weiß man, dass man bald ankommt.

Die Überraschung: Überall war es anders, als ich mir vorgestellt habe. Berlin ist relativ leicht erreichbar von Wien aus. Fahrradfahren ist nicht langweilig, die Neuheit der Landschaft ändert sich angemessen und angenehm jeden Tag.

Fazit: Ich würde es genau so wieder machen. Keine Änderungen. Erstaunlich. Steigungen sind kein Thema, wenn man Zeit hat. Feldwege mit Schotter sind eine nette Variation, halt ein bisschen langsamer fahren. Das Rennrad kann das auch. Die Stimmung war wie der Weg: 75% wundervoll, 22% geht gut, 3% muss man durch.

Tipp zum Schluss: Wenn man das Rennrad zerlegt und mit Frischhaltefolie (0,99€) einwrappt, kann man es im Zug auch bei vollen Fahrradreservierungen als Handgepäck mitnehmen.

 

Einen Podcast starten

Einen Podcast zu starten, das ist doch eine wirklich gute Idee. Es braucht auch nicht viel dazu.

1. Jede Person ein eigenes Mikrofon. Welches das ist, ist nicht die große Frage. Aber die anzustrebende „Präsenz“ kommt nur daher, dass das Mikro vor dem Mund ist. Das wollen wir haben. Wir zeichnen diese Mikros auf getrennten Spuren auf. Das ist das eigentliche Ziel der einzelnen Mikros: die getrennten Spuren. Jede Person braucht 1 Spur. Keine Kompromisse hier. Warum? Siehe den nächsten Punkt.

2. Die getrennten Spuren lädst du auf www.auphonic.com hoch und legst dort eine „Multitrack Produktion“ an. Auphonic wird daraus ein Audiofile (mp3) File machen. Und zwar so: wer nicht spricht, wird stummgeschalten – denn das Mikrofon der ruhigen Person würde ja auch die Sprache der daneben sitzenden sprechenden Person aufnehmen, aber das auf Entfernung. Das würde klingen, wie im Bad. Und das genau wollen wir nicht. Es soll nach Studio klingen. Das könnte man auch per Hand machen, aber Auphonic macht das mühelos automatisiert für 1 Euro die resultierende Stunde. Guter Klang und geschenkte Zeit – deswegen mögen wir Auphonic. Jetzt müssen wir das eine – gerechnete – Audiofile nur noch bereitstellen. Dafür sorgt der nächste Punkt.

3. Theoretisch wäre WordPress + Podlove Plugin die schönste Lösung, einerseits die Audioepisode zur Verfügung zu stellen, samt einem Feed für den Podcast, unter dem Leute ihn in Verzeichnissen finden können. Das braucht ein bisschen Erfahrung und den Willen zum Schrauben. Wenn du dir das sparen möchtest, nimm irgend ein Modell von www.podigee.com – die kümmern sich um alles und die höheren Abomodelle beinhalten sogar Auphonic.

Das war’s. Der Rest ist Detail und Feinputz. Schau, dass du möglichst bald und regelmäßig veröffentlichend auf Episode 10 kommst, dann hast du genug Erfahrung, dich um den Feinputz zu kümmern. Den Goldstandard des Audioequipments habe ich hier zusammengestellt, aber nimm ruhig einmal irgend etwas anderes, Hauptsache du berücksichtigst Punkt 1. Feedback und Verbesserungen bau immer in die nächste Folge ein, nicht in jene, die du veröffentlichen möchtest, sonst kommst du vor lauter Bessermachenwollen zu nichts anderem.

Und wenn du Fragen hast, stell dich bei sendegate.de vor und erzähl von deinem Projekt. Die gibt es PodcastpatInnen, die bedingungslos helfen. Ich bin auch einer.

Alle meine Podcast-Posts findest du hier, da ist sicher auch etwas dabei.

Happy Podcasting!

Alltagsdialog, Wien, 10 Uhr

“Entschuldigen Sie bitte”, ruft ein alter Mann aus dem offenen Fenster die Gasse hinunter zur vorbeigehenden Frau, “was ist heute für ein Tag?” – “Samstag”, antwortet die Frau. “Ich danke Ihnen!”, ruft der Mann und zieht sich ins Wohnungsinnere zurück.

Entgegnungen

In Gesprächen überhören wir sie meist. Und doch sind sie wichtig. Wer sie beherrscht, gehört dazu. Ein Integrationskriterium?

* Stell dir vor!
* Geh!
* Na geh.
* Geh weiter…
* Bist du deppert!
* Wirklich?
* Echt?
* War ist’s.
* Geh, wirklich.
* Nein, sowas!
* Ja, eh.
* Na servus!
* Oida! Oida? Oida. Oida!? Oida?!
* Aber nicht wirklich.
* Was du nicht sagst.
* Ach so!
* Interessant

150 Tage Schule

Wir brauchen keine neuen Schulfächer, sondern neue Herausforderungen. #SchulChallenge

  1. 4 Arten von Wahrheit erkennen
  2. Gewaltfreie Kommunikation anwenden
  3. Zwei Dinge auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede vergleichen
  4. Eine Nachricht entschlüsseln
  5. Blumenzwiebeln pflanzen
  6. Die universale Erklärung der Menschenrechte kennen
  7. Über das Nichts sprechen
  8. Mund-Nasenschutze unterscheiden
  9. 1 dickes und 1 dünnes Brett bohren
  10. Eis machen
  11. Die Argumente für Evolution kennen
  12. Das kleine 1×1 auswendig wissen
  13. Eine Stärke weiter entwickeln
  14. Eine Schwäche umschiffen
  15. Das Binnen-I passend aussprechen
  16. Ein Buch lesen
  17. Die Zellteilung beschreiben
  18. Alle Fluchtwege im Schulhaus kontrollieren
  19. Schuhe auf zwei Arten binden
  20. Zirbenöl riechen
  21. Haltbarkeit von Joghurt testen
  22. Einige Hühner füttern
  23. Ein Baby halten/unterhalten
  24. Den menschgemachten Treibhauseffekt begreifen
  25. Mit einem SUV durch die Wiener Innenstadt fahren
  26. Jemanden eine Zeitlang bei sich aufnehmen
  27. Eine Prüfung abnehmen
  28. Eine Beichte abnehmen
  29. Einen Hashtag richtig einsetzen
  30. Jemandem grundlos helfen
  31. Etwas ohne Grund ablehnen
  32. Versuchen in ein anderes Land ohne Pass einzureisen
  33. Die Konsequenzen von Gotteslästerung kennen
  34. Drei Sorgen passend abwenden
  35. Ein Problem – am Papier – eskalieren
  36. Einen Vogel mit der Hand aufziehen, der aus dem Nest gefallen ist: https://twitter.com/waldraeubers/status/1405453920382689281?s=21
  37. Etwas im richtigen Moment loslassen
  38. Fleisch grillen
  39. Mit dem Fahrrad ans Meer fahren
  40. Die Milchstraße sehen
  41. Eine Sternschnuppe abwarten
  42. Die Hecke schneiden
  43. Eine chinesische Teezeremonie (Gung Fu) selbst durchführen
  44. Einen Geschirrspüler perfekt einräumen
  45. Den Begriff „Othering“ verstehen
  46. Die Inhaltsstoffe von Leberkäse aufzählen
  47. Mit der Eisenbahn nach nach Schruns-Tschguns fahren
  48. Den Wert von Stahlbeton erkennen
  49. Verschiedene Schalter und Ventile zeichnen
  50. Fünf Straßenverkehrsregeln beherrschen
  51. Gefahren für Demokratie aufzählen
  52. Propaganda beschreiben können
  53. Das Prinzip „Sonne im Mittelpunkt – und nicht die Erde“ verstehen
  54. Verstehen, dass sich zwei parallele Geraden im Unendlichen schneiden
  55. Jemanden bei der Geburt begleiten
  56. Ein Schloss knacken
  57. Den Begriff „Information“ definieren
  58. Ungefähr die Entfernung von St. Pölten, Amerika, Australien und vom Mond kennen
  59. Modellorganismen kennen (Fadenwurm, Fruchtfliege, Kolibakterium)
  60. Vegane Ernährung durchführen
  61. Den Quintenzirkel verstehen
  62. Impfungen cool finden
  63. Ein Mobile bauen
  64. Ein Bild in Rot malen
  65. Ein Projekt am 3D-Drucker durchführen
  66. Einen Haufen Äste zerhacken und zu Bündeln packen („Wied machen“)
  67. Sich um etwas bewerben
  68. Einen Konflikt beschreiben
  69. Einen Wunsch äußern
  70. Fragen stellen, wenn keiner eine stellt
  71. Einen Tag ohne Handy leben
  72. Eine Zeitlang auf einer chinesischen Tee-Farm arbeiten
  73. Jemanden trösten
  74. Einen Hund trainieren
  75. Mit 100 Dingen eine Woche lang leben
  76. Einen Monat ohne Verkehrsmittel verbringen
  77. Eine blinde Person begleiten
  78. Eine taube Person begleiten
  79. Eine Geschichte mit Happyend erfinden
  80. Über einen Fluss schwimmen
  81. Eine fremde Sprache lernen
  82. Alle Meinungen zu einem Thema herauszufinden versuchen
  83. Ein ZIB2-Interview vorbereiten
  84. Mit eine:r Zeitzeug:in reden
  85. Einen Vorgang in einer Skizze darstellen
  86. Einen Computer zerlegen
  87. Die Exponentialfunktion erkennen
  88. Änderungen quantifizieren können
  89. Jemandem dienen
  90. Ein Geheimnis hüten
  91. Eine Prüfung bestehen
  92. Einen Traum deuten
  93. Jemanden retten
  94. Jemanden verteidigen
  95. Jemanden verurteilen
  96. Sich ohne Wenn und Aber entschuldigen
  97. Jemandem vergeben
  98. Spaghetti Bolognese kochen
  99. Alpaccas richtig streicheln
  100. Einen Bahnübergang überqueren
  101. Eine Ausstellung entwerfen
  102. Einen Liebesbrief schreiben
  103. Eine verbogene Verkehrstafel geradebiegen
  104. Einen Knopf schön annähen
  105. Das Klo putzen
  106. Die Küche perfekt aufräumen
  107. Einen Tag in der Begegnungszone Herrengasse verbringen
  108. Apfelstrudel backen
  109. Kontakt zu einem Feind aufnehmen
  110. Einer Schnecke 5 Minuten zusehen
  111. Ein Auto umparken
  112. Argumente für und gegen das Veröffentlichen einer „österreichischen Islamkarte“ finden
  113. Die Rolle des Atmens verstehen
  114. Ein Stück für einen Clown entwerfen
  115. Um Hilfe bitten
  116. Ein Gedicht übersetzen
  117. Feedback und Kritik entgegennehmen
  118. Einen Preis verhandeln
  119. Die Modalverben richtig unterscheiden
  120. Mit einem Rollstuhl durch Wien fahren
  121. Um Geld betteln
  122. Suppe für Obdachlose kochen
  123. Zwei Tage schweigen
  124. Kontakt zu eine:m Tourist:in aus Japan aufnehmen
  125. Alle 9 Landeshauptstädte an einem Tag besuchen
  126. Die Früchte eines Baums verwerten
  127. Eine Fläche desinfizieren
  128. Maiglöckchen von Bärlauch unterscheiden
  129. Barfuß durch Schlamm waten
  130. Eine Seite Text auf einen Absatz kürzen
  131. Ein kleines Dach decken
  132. Einen Zug nur knapp versäumen
  133. Ein Gespräch beenden
  134. Eine Schachtel falten
  135. Die wesentlichen Aussagen von Thomas Piketty „Kapital“ kennen
  136. Das Ende von Titanic ändern
  137. Einen Clubhouse-Room moderieren
  138. Die Phasen der Trauer von Elisabeth Kübler-Ross kennen
  139. Das Binär- und Dezimalsystem verstehen
  140. Ein Antistress-Seminar besuchen
  141. Altpapier, Plastik und Altglas richtig entsorgen
  142. In einem Fahrradschlauch das Loch finden
  143. Eine große Schachtel Schrauben sortieren
  144. Ein fremdes Passwort herausfinden
  145. Flucht von Suche unterscheiden können
  146. Seinen Computer neu aufsetzen können
  147. Mit einer Person des gleichen Geschlechts Hand in Hand gehen
  148. Den Satz „Satire darf alles“ verteidigen
  149. Einen Podcast starten
  150. Die Grundkräfte des Universums verstehen

 

Fehlt was?

George Orwell’s advice about style

  1. Never use a metaphor, simile or other figure of speech which you are used to seeing in print (see metaphors).
  2. Never use a long word where a short one will do (see short words).
  3. If it is possible to cut out a word, always cut it out (see unnecessary words).
  4. Never use the passive where you can use the active (see grammar and syntax).
  5. Never use a foreign phrase, a scientific word or a jargon word if you can think of an everyday English equivalent.
  6. Break any of these rules sooner than say anything outright barbarous.

Quelle: The Economist Style Guide