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Wien

  • Einige neue Railjet Züge der ÖBB stehen schon etwas in den großen Bahnhöfen herum. Sie sind hübsch beschriftet – Economy steht in der Mitte drauf – und vorne dran die fesche Lok: Spirit of Vienna. Jede neue Sache bringt die Gelegenheit für neue Namen, und war der Intercity “Innere Sicherheit” schon ziemlich cool benamed, freuen wir uns schon jetzt, was da noch kommt. Übrigens: Fahrkarte heißt derzeit Ticket, und die Nachtpost am Westbahnhof “Center Filiale”. An manchen ÖBB Mungos steht außen “Cleaning” drauf, an anderen “Security”. Die Wachmungos am Südbahnhof hießen mal “Service und Sicherheit”, aber das war nicht so cool.. Jetzt kommt der Schaffner. Mal fragen, wie er derzeit heißt.

  • Man erinnert sich daran, dass am Linzer Bahnhof in der Männertoilette ein Elektro-Rasierer für alle (männlichen) Reisenden installiert war, der sich mit UV-Licht wieder säuberte.

  • Die Autobahn ist jeder Laster Anfang.

    Hans Kumpfmüller

  • Wer hat denn die wozu da hingemacht?

  • Verhaltensbiologie, Thermik und Hangaufwind – Biologie und Physik im Beruf des Falkners verbunden.

    Die Jagd mit Greifvögeln hat auch in Österreich reiche Tradition. Auch heute noch trainieren Jäger Geier, Adler, Falken, Uhu, Milan und Bussard, um sie als Jagdhelfer einzusetzen. In der Falknerei Obernberg am Inn werden die Tiere darüber hinaus für die Verwendung in Flugvorführungen ausgebildet. Noch im Ei findet die erste Prägung durch den Falkner statt, der mit den Jungvögeln spricht, sodass sie sich an seine Stimme gewöhnen. Sind sie erst geschlüpft, werden die Vögel von Hand aufgezogen. Das Training danach erfolgt ausschließlich durch Belohnung. Im Idealfall bilden Falkner und Greifvogel eine fein eingestellte Verbindung, die – die Rangordnung im Greifvogelteam genau beachtend – eine komplexe Vorführung erarbeitet und darstellt.

    Interviewpartner: Helmut Kotlik, Falknerei Burg Obernberg am Inn

  • So was würde man mir nichts dir nichts zusammenkriegen, wenn man das Revier-, Platz- und Sichtwegverteilungsverhalten von Männern, Frauen und Kindern im Kindertheater mit freier Platzwahl analysiert.

  • Als einer, der früher gerne “Russisch für Anfänger” geschaut hat, fällt mir heute auf, dass ORF 1 am Samstag um 12:50 eingequetscht zwischen zwei amerikanischen Soaps “Türkisch für Anfänger” ausstrahlt. Und das ist doch bemerkenswert, wo “Heimat – fremde Heimat” üblicherweise gegen 3 Uhr Nachts angesiedelt wird.

  • Blöde Lehrer?

    Bei Schwierigkeiten Ihres Kindes mit bestimmten LehrerInnen regen Sie sich zuerst einmal kräftig auf, wie blöd, dumm und unprofessionell er/sie sich verhält. Sie ermuntern Ihr Kind, Stirn zu zeigen, und die Schwierigkeiten stolz hinzunehmen, denn man selbst wäre ebenso revolutionär als SchülerIn gewesen.

    Besser: Sie bringen Ihrem Kind bei, mit blöden, dummen und sich unprofessionell verhaltenden LehrerInnen umzugehen, da diese ebenso zum Gesamtbild einer Schule dazugehören. Für das nächste Mal versuchen Sie mit Ihrem Kind Strategien zu entwickeln, um derartige Probleme entweder schon im Vorfeld zu vermeiden oder sich zur rechten Zeit an die richtige Instanz zu wenden.

    Ordnung in der Schultasche?

    Ob Ihr Kind Mitteilungsheft, Schulhefte und Bücher in vernünftig geordneter Weise und schönem Zustand bei sich hat, schauen Sie sich nur zu Beginn des Schuljahres einmal an und argumentieren mit dem Satz: ich vertraue meinem Kind, derartiges selbst in die Hand zu nehmen.

    Besser: Sie besprechen mit Ihrem Kind zu Beginn des Schuljahres die Bedeutung von Mitteilungsheft, Schulheften und Bücher in einer vernünftigen geordneten Weise bei sich zu haben und ermuntern es, diese Fragen selbst regelmäßig sicherzustellen, Sie sprechen Ihr Vertrauen aus, dass das möglich ist und kontrollieren die Einhaltung nicht nur durch die Frage „hast Du alles beisammen“ – Antwort: ja, sondern gehen in immer größer werdenden Abständen die Schulsachen mit Ihrem Kind gemeinsam durch, schon um den Schultascheninhalt gemeinsam immer wieder zu evaluieren und gegebenenfalls zu verringern oder zu verbessern.

    Respekt?

    Sie bringen der Schule und ihrem Personal eine Art heiligen Respekt entgegen und hinterfragen nicht, ob Aktionen und Reaktionen Ihrem Kind – das Sie sehr gut kennen – angemessen ist.

    Besser: Sie erweitern mit jedem Schuljahr Ihr Repertoire, wie man mit dem System Schule und ihrem Personal umgehen kann, trotz schwieriger Bedingungen Verbesserungsvorschläge machen kann und lernen sich mit anderen Eltern zu organisieren und den Kontakt zu Klassenvorstand, LehrerInenteam und Direktion nicht nur hinzunehmen, sondern auch zu pflegen. Ihr Kind binden Sie dabei als BeraterIn ein und fordern es immer wieder auf, schöne Alternativen zu suchen und passend zu formulieren und selbst mitzugestalten.

  • Warum gibt es keine Schispringerinnen?

  • Vom Linguisten David Crystal gibt es hier eine hübsche Analyse der Obama-Rede.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer