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Radioproduktion

  • 354. Seychellen

    354. Seychellen

    Der Meeresbiologe und Fotograf Robert Hofrichter spricht diese Woche über eine Gruppe von 115 Inseln im Indischen Ozean, von denen große Teile als Naturschutzgebiete gewidmet sind.

    Die Republik Seychellen sind ein Land, das größtenteils aus Ozean besteht – dem westlichen Teil des Indischen Ozeans. Die vielen Inseln liegen auf einem Plateau im Osten Afrikas, die Wassertiefe beträgt auf diesem Plateau nur um die 50m.

    Entstanden ist die Inselgruppe von rund 115 Inseln. Die Granitinseln waren ein Bruchstück von Gondwana, dem „südlichen Urkontinent“. Sie haben sich von Afrika, Madagaskar und Indien losgelöst. Tiere und Pflanzen haben sich auf den Inseln daher weitgehend unabhängig von anderen Weltgegenden entwickelt.

    Weiße Sandstrände, verwitterte Granitblöcke und tropische Vegetation. Die Inseln entsprechen unserer Vorstellung von Paradies. Tatsächlich sind große Teile als Naturschutzgebiete definiert. Riesenschildkröten haben sich hier entwickelt.

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  • 353. Endlager

    Umweltministerin Leonore Gewessler hat vor kurzem in einem Zeit-im-Bild-Interview an ein nationales Entsorgungsprogramm für radioaktiven Abfall erinnert. Auch in Österreich fällt nämlich radioaktiver Abfall an – durch Industrie und Medizin, oder bei der Dekontamination. Dazu wurde ein sogenannter Entsorgungsbeirat eingerichtet, für die Entsorgung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle. Er soll in den kommenden Jahren Vorschläge für ein Endlager in Österreich präsentieren.

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  • 352. Randnotizen: Ruheabteil

    Ein Jahr haben wir nun unser Leben reduziert. Und jetzt: wir können uns wieder häufiger treffen. Alte Herausforderungen werden wieder aktuell. Neue entstehen. Beobachtungen aus dem Ruheabteil.

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  • 351. Amtsmissbrauch

    Der Amtsmissbrauch ist keine Lappalie. Die staatliche Hoheitsgewalt wird ausgenutzt, um wissentlich jemanden zu schädigen. Amtsmissbrauch gehört zum Strafgesetzbuch, Amts-missbrauchs-träger werden bei Verurteilung nicht einfach getadelt, oder notfalls in ein hinteres Tal versetzt, sie werden de facto eingesperrt oder zu einer Geldstrafe verurteilt. Im Rechtsstudium kommt das Thema durchaus am Anfang schon vor, es ist aber auch etwas für Spezialisten dabei.

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  • 350. Taliban

    Die Taliban haben in Afghanistan eine dreitägige Feuerpause angekündigt – Anlässlich des muslimischen Festes Id al-Fitr, dem traditionellen Fastenbrechen nach dem Fastenmonat Ramadan.

    Die Bürger sollten das Fastenbrechen friedlich und sicher feiern können, teilte der Sprecher der Taliban, Mohammad Naeem am Montag per Tweet mit. Das Fest wird heute Mittwoch oder Donnerstag dieser Woche beginnen, je nach Sichtung des Mondes. Fast zeitgleich ereignete sich ein neuer blutiger Anschlag mit mehreren Toten.

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  • 349. Munitionslager

    Tschechien hat vor kurzem 18 Mitarbeiter der russischen Botschaft in Prag ausgewiesen. Der Grund ist der Verdacht, dass die Offiziere von russischen Geheimdiensten GRU und SVR in zwei Explosionen in Munitionslagern im südmährischen Vrbetice 2014 verwickelt gewesen seien. Das teilte der tschechische Premier Andrej Babis und der Innenminister Jan Hamacek mit.

    Manuskript

    Es gibt Gegenden, in denen es nicht so leicht ist, Häuser zu verkaufen. Wen würden Sie als Nachbarn akzeptieren? Den botanischen Garten gerne. Die Autobahn wohl eher nicht. Wohnen unter einer Stromleitung, oder über einer Deponie. Natürlich nicht. Neben einem Munitionslager? Da kann man nur mit guter Aussicht punkten. In Österreich zum Beispiel in Stadl Paura, ein wunderschöner Wanderweg entlang der Traun – und plötzlich Zaun. Mit Stacheldraht. Warnschildern. Rostigen Ketten und schnell versperrt der Wald den Blick, wer nicht zur Traun hin schaut, sondern in das militärische Sperrgebiet hinein. Nur die Einheimischen wissen Bescheid. Die Zufahrt – eine Sackgasse ohne Anschrift. Das Navigationssystem zeigt einen grünen Wald mit Eisenbahnanschluss, verzweigten Wegen, Hütten.

    SCHNEIDEN MÖGLICH // Munitionslager haben immer die Schnittstelle zur Öffentlichkeit, die gut bewacht werden will. Und sei es durch Nicht darüber reden. //

    Damit dort alles mit rechten Dingen zugeht, gibt es einiges zu berücksichtigen. Festgehalten in Österreich im Munitionslagergesetz 2003 under der Munitionslagerverordnung 2006. Zur militärischen Munition zählen …

    ZITAT 1

    Munition für Pistolen und Maschinenpistolen, Gewehre und Karabiner, Maschinengewehre, Granatwerfer, Fliegerabwehrkanonen, Maschinenkanonen und Panzerabwehrkanonen, Panzerkanonen, Haubitzen und Kanonen, Raketenwerfer, Panzerabwehrrohre, Lenkwaffen, Bordkanonen und Raketen, Hand- und Gewehrgranaten, Minen, Spreng- und Zündmittel, Granatzünder, Signalmittel, Nebel-, Knall- Markiermittel, Übungsschießgeräte und Kleinkalibergewehre und Pulver, Ladungen und Zündeinrichtungen.

    Die Lagerung erfolgt …

    ZITAT 2

    oberirdisch, unterirdisch oder in Kombination.

    Und die Schutzabstände?

    ZITAT 4

    Die Schutzabstände sind nach folgender Formel zu ermitteln:
    S = 2,4 * Q hoch 1/3, wobei Q die Explosivstoff-Höchstbelagsmenge darstellt.

    Was ist das bloß für ein Geschäft. Einen Tag der offenen Tür wird es dort nicht geben.

    OT Kollmann 1 (00:06)

    *Munition wird intern in verschiedenen Gefahrenklassen abhängig bei ihrem Verhalten von Unfällen klassifiziert.*

    Brigadier Georg Kollmann leitet die Abteilung Waffensysteme und Munition. Er ist stellvertretender Leiter der Direktion Rüstung und Beschaffung im Bundesministerium für Landesverteidigung. In seinen Zuständigkeitsbereich fallen die österreichischen Munitionslager.

    OT Kollmann 2 (00:19)

    *Wir haben also Munition, die sehr einfach ist, wie zum Beispiel eine Pistolenpatrone oder eine Sturmgewehrpatrone. Sollte hier irgendetwas passieren, dann detoniert höchstens die Packung mit 20, 30 Stück. Aber der Rest des Stapels, der traditionsgemäß bis zu einer Tonne betragen kann und mehr, würde hier nicht in Mitleidenschaft gezogen.*

    Am anderen Ende der Gefahrenskala wäre der Sprengstoff selbst.

    OT Kollmann 3
    *Würde ein Sprengstoff entsprechen umgesetzt so wird automatisch durch sogenannte Detonationsübertragung der gesamte Stapel in die Luft fliegen und würde würden die Abstände nicht eingehalten, auch Nachbarstapeln auch mit zur Detonation bringen. So käme es dann zu den großen Unfällen. Das kann in Österreich insofern nicht passieren, weil unsere Abstände entsprechend groß gewählt werden, wie auch andere handhabungsleichtere Munitionssorten als Trennfläche einlagern, unsere Bauten entsprechend berechnet sind, sodass im schlimmsten Fall bei einer oberirdischen Anlage das Dach der Anlage weggesprengt würde, aber im Endeffekt die Auswirkung auf Unbeteiligte und Bauwerke rundherum absolut verhindert wird.*

    Zu nahe darf man trotzdem nicht ranbauen, dafür sorgen die Raumordnungsgesetze – auch wenn die Lage zwischen Wald und Fluß noch so still und schön wäre.

    In Tschechien ist also 2014 ein Munitionslager explodiert. Das Problem ist nicht unbedingt die Explosion selbst, das große Problem sind die Dinge, die danach “undefiniert herumliegen”, so nennen es die Militärexperten, große Teile, kleine Teile, noch gefährlich, oder vielleicht auch nicht. Es wird Jahre dauern, es aufzuräumen. Das Gebiet ist unbrauchbar geworden.

    Ein eigener Abschnitt im österreichischen Munitionslagergesetz widmet sich den Entschädigungen. Wenn einmal etwas schiefgeht. Als dritter Punkt darin: Die Entschädigung ist in Geld zu leisten,

    ZITAT 5

    auszuzahlen spätestens drei Monate nach Rechtskraft der die Entschädigung feststellenden gerichtlichen Entscheidung.

  • 348. Freiwilligenarbeit auf der City Farm

    Wirken im Grünen: Andrea Rieß spricht über ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Naturbereich. Gärtnern im Wiener Augarten.

  • 347. Freiwilligenarbeit im Tiergarten

    Günther Hundseder spricht über seine ehrenamtliche Tätigkeit im Naturbereich: Mithilfe im Tiergarten Schönbrunn.

    Der Eintritt in die Pension bringt vielfältige Bereicherungen – auch im Naturbereich. Man hat endlich Zeit, den Wandel der Jahreszeiten bewusst zu erleben und zu gestalten, oder man kann die Flora und Fauna vor der Haustüre oder bei Ausflügen neu entdecken.

    Es gibt auch etliche Möglichkeiten, sein Wissen und seine Begeisterung für die Natur ehrenamtlich einzubringen. Man kann bei Schutzprojekten mitwirken: Vögel werden bei einem Monitoring erfasst oder Frösche und Kröten im Frühjahr sicher zu ihren Laichgebieten geleitet. Das wertvolle Wissen um die Pflanzenwelt kann an Kinder und Erwachsene weitergegeben werden.

  • 345. Naturschutzhunde

    345. Naturschutzhunde

    Spürnasen für die Umwelt

    Link zum Programm

    Der Salzburger Biologe Leo Slotta-Bachmayr spricht über die Arbeit mit Naturschutzhunden

    Hunde haben üblicherweise im Wald nichts verloren – außer sie sind ausgebildete Naturschutzhunde. Sie suchen Borkenkäfer und erkennen geschädigte Bäume schneller, als Menschen. Sie suchen den Kot von Wildkatzen und helfen nachzuweisen, dass es in diesem Gebiet welche gibt. Sie finden tote Fledermäuse, die mit Windkraftanlagen kollidiert sind, zuverlässiger als Menschen, die ihre Augen dazu verwenden müssten.

    Es ist der Geruchssinn, der Hunde zu idealen Helfern bei Naturschutzaufgaben macht. Dazu kommt ihre Begeisterungsfähigkeit. Sie werden ausgebildet, dass ihnen die Arbeit Spaß macht, dass sie Freude daran finden, ihre Aufgaben zu erfüllen. Motivation ist der Schlüssel. Im Rahmen der Ausbildung wird darauf geachtet, die richtigen Ergebnisse gezielt zu belohnen. Das kann zum Beispiel das Spiel mit einem Zerrkissen sein, das sie nach erfolgreichem Fund des gewünschten Objektes erhalten.

    Noch ist nicht in allen Einsatzgebieten die Arbeit der Naturschutzhunde als offizielle “Methode” anerkannt. Zunehmend wird aber bekannter, dass der Einsatz von gutausgebildeten Naturschutzhund-Mensch-Teams gute und vor allem rasche Ergebnisse bringt.

    Interviewpartner:

    Dr. Leopold Slotta-Bachmayr
    Naturschutzhunde – Spürhunde im Natur- und Artenschutz
    Kleingmainer Gasse 5c
    5020 Salzburg
    info@naturschutzhunde.at
    https://www.naturschutzhunde.at/


    1: Freude am Suchen (Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_1 mp3)

    Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_1


    2: Schnell, begeisterungsfähig und günstig (Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_2 mp3)

    Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_2


    3: Eine zielgerichtete Ausbildung (Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_3 mp3)

    Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_3


    4: Suche nach dem Wolf (Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_4 mp3)

    Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_4


    5: Brillanz auf vier Pfoten (Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_5 mp3)

    Filename: radio345_nat_naturschutzhunde_5