Radio, Science, Education

Wien

Lothar Bodingbauer

  • Nachtzug

    Nachtzug

    Aber mal ehrlich. Ich finde Schlafzüge auch super, aber zeig mir einen, in dem man nicht in Zellen reist, die einem Gefängnis gleichen. Oder einem Aquarium. Ich weiß nicht. Besser ist, und das ist mir lieber, am Tage zu reisen, Mittags in einem Städtchen auszusteigen und in einem guten Restaurant zu Mittag zu essen, am Nachmittag nach einem Spaziergang am fremden Orte wieder einen Zug zu ersteigern, um am Abend dort auszusteigen, wo eine Kleinstadt ist, um dort gepflegt zu nächtigen. Das Frühstück am gedecktem Tisch, bevor es wieder weiter geht. So dauert die Fahrt nach Paris vielleicht drei Tage, aber menschliche drei Tage, und man kommt ausgeruht und erholt am Zielort an.

  • Lebenskäse

    Alltagsbeobachtung: Ein Vater kommt Samstag Mittag mit seinen zwei kleinen Kindern am Laufrad aus dem Spar. Packt eine Leberkässemmerl aus, atmet durch, beißt zuerst hinein (wie im Flugzeug: Sauerstoffmasken zuerst die Erwachsenen selbst aufsetzen), dann beißen die beiden Kinder hinein. Der Vater sagt zu allen Beteiligten und zum Beobachter: “Ahh, deswegen leben wir.”

  • Leinen aus Finnland und Österreich

    Wer sich an Frottee gewöhnt hat, ist bei Abtrocknen nur schwer davon wieder wegzukriegen. Geht aber durchaus: mit Leinen.

    https://www.lapuankankurit.fi Gewebt in Finnland. Schöne Sachen. Aber auch aus Österreich: https://www.vieboeck.at

  • WWW010 Vom Luxus, in der Natur aufzuwachen

    Interview mit Richard Polsterer, Baumhausbauer http://www.treehouses.at/

    Mehr Info: https://www.austria.info/de/aktivitaeten/seen-und-natur/camping-und-glamping

    ▬ Wald wirkt Wunder – über Moos, Muße und Müßiggang wird von Ulli Cecerle-Uitz, Kathrin Löffel und Lothar Bodingbauer produziert.

    ▬ Über Urlaub in Österreich Den getriebenen Geist zum Ruhepol in der Natur schicken: Wald, Wiesen, Seen und alpine Landschaften wirken schließlich magisch auf unser Seelenleben. Wie schön, dass Österreich reichlich davon zu bieten hat. Das Leben spüren, geht hier ganz einfach. #feelaustria

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  • 362. Biomaterialien

    Link zum Programm

    Werkstoffinspirationen aus der Natur: Der Physiker und Materialwissenschafter Peter Fratzl spricht über Biomaterialien.

    Biomaterialien sind Materialien „aus, für und durch die Natur“. Es sind jene Werkstoffe, aus denen Pflanzen und Lebewesen bestehen: Holz, Gras, Wolle, Haare, Panzer – aus Zellulose, Chitin und Proteinen. Es sind aber auch jene Werkstoffe, aus denen zum Beispiel Prothesen – für Lebewesen – bestehen, Keramik, Gold oder Platin. Und es sind Materialien, die von der Natur inspiriert sind: Oberflächen von Schmetterlingen, die schillernde Farben haben, die Oberfläche des Lotusblattes, das Wasser perfekt abperlen lässt, die Zähne von Tieren mit hohen mineralischen Anteilen.

    Die Natur passt sich auf dem Weg der Evolution an die Umweltbedingungen an, ist nie perfekt, sondern immer nur so gut wie nötig, damit bei Änderungen der Umweltbedingungen noch immer genug Eigenschaften vorhanden sind, die anderswo hinpassen. Die Natur kann hervorragend mit limitierten Ressourcen auskommen.

    Es gibt Biomaterialien, die zwar aus dem gleichen Material bestehen, aber durch ihre unterschiedliche Struktur ganz verschiedene Eigenschaften haben. Diese Materialien können aber auch Informationen verarbeiten. Sie leiten etwa Schwingungen gefiltert weiter, damit das Gehirn nicht überlastet wird, das sich sonst mit zu vielen – meist uninteressanten – Schwingungen beschäftigen müsste. Eine selektive Weiterleitung erfolgt durch die Wahl der passenden Materialien. Die falschen Schwingungen kommen gar nicht erst an.

    Es ist lohnend, die Zusammenhänge zwischen der Struktur und den physikalischen Eigenschaften von biologischen und bioinspirierten Verbundwerkstoffen zu erforschen, um selbst effizientere und bessere technologische Werkstücke herstellen zu können.

    GESPRÄCHSPARTNER:
    Prof. DDr. Peter Fratzl
    Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung
    Podsdam


    Hörer:innenreaktion

    [quote]Diese Beiträge fand ich hochinteressant, aktuell sehr wichtig und gut vermittelt! Danke! Würde gerne noch mehr von diesem Wissenschaftler zu diesem Thema hören.[/quote]


    Teil 1: Klassiker Lotusblatt (Filename: radio362_nat_biomaterialien_1 mp3)

    Filename: radio362_nat_biomaterialien_1


    Teil 2: Anpassung statt Optimierung (Filename: radio362_nat_biomaterialien_2 mp3)

    Filename: radio362_nat_biomaterialien_2


    Teil 3: Holz und Spinnenseide (Filename: radio362_nat_biomaterialien_3 mp3)

    Filename: radio362_nat_biomaterialien_3


    Teil 4: Zähne am Fließband (Filename: radio362_nat_biomaterialien_4 mp3)

    Filename: radio362_nat_biomaterialien_4


    Teil 5: Vielfältige Lösungen (Filename: radio362_nat_biomaterialien_5 mp3)

    Filename: radio362_nat_biomaterialien_5

  • 361. Beim Totengräber von Hallstatt

    Hallstatt im Salzkammergut ist eine kleine Gemeinde mit etwa 800 Einwohnern. Der Ort nimmt ganz wenig Platz ein am Ufer des Hallstättersees und wer mit der Bahn kommt, muss erst noch die Fähre zur anderen Seite des Sees hin zum Ort nehmen. Die meisten Häuser sind eng an den Berg gebaut und viele von ihnen sind nur über Treppen und enge Wege erreichbar. Trotz aller Enge gibt es zwei Kirchen in Hallstatt, die katholische und die evangelische, mit den jeweils zugehörigen Friedhöfen. Die Gebeine der Verstorbenen mussten immer schon nach einer angemessenen Zahl an Jahren den neuen Begrabenen Platz machen, wenn auch in den letzten Jahren und Jahrzehnten Feuerbestattungen häufiger werden. Ein fest angestellter Totengräber hätte in diesen Tagen nur wenig zu tun. Lothar Bodingbauer hat mit dem letzten „offiziellen” Totengräber in Hallstatt gesprochen – über das Leben, Sterben und Begrabenwerden im Salzkammergut.

    URL: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio361_hallstatt.mp3

    Link zur Sendung: https://www.deutschlandfunk.de/beim-totengraeber-von-hallstatt-dlf-d685fdef-100.html

    Link zur Podcastepisode (Lobster und Tentankel): https://www.sprechkontakt.at/archives/1634

  • Podcast Workshop/Vortrag

    Idee

    Sie würden gerne einen Podcast starten oder hätten gerne einen Vortrag zum Thema? Können wir machen. lothar@sprechkontakt.at Wenn es zur Sache geht, ist auch ein “Podcast-Tag” eine gute Möglichkeit, die notwendige Technik kennenzulernen und Formatideen gemeinsam zu entwickeln. Am besten ist, wir telefonieren: +4369919039196 Lothar Bodingbauer

    Wissenschaftspodcasts als Unterhaltungs- und Recherchequelle

    “Gespräche auf Augenhöhe”, und das in aller Ausführlichkeit zu wissenschaftlichen Themen. Podcasts sind in den letzten Jahren überall dort entstanden, wo Interesse besteht, mehr zu einem bestimmten Thema zu erfahren. Ein 45 min. Überblick über erfolgreiche Wissenschaftspodcasts, die auch den individualisierten Unterricht bereichern können.

    Podcasts zum Selbermachen

    Es geht weniger um das Veröffentlichen, als um das Zugänglichmachen von Gesprächen und Informationen. Podcast ist eine “Haltung”. Was auch immer man tut, es wird jemanden geben, der sich dafür in der Tiefe interessiert. Gespräche mit Expert:innen leicht geführt und dann als Podcastepisoden geteilt werden. Wie man einen Podcast aufsetzt, so dass er auch gut klingt, und wie Community-Arbeit die Hörer:innenzahl erhöht, das lernen Sie in diesem Workshop.

    About

    Lothar Bodingbauer (*1971) arbeitet journalistisch für ORF Radio Österreich 1 und Deutschlandfunk. Er ist Radiojournalist (350 Beiträge/Sendungen), „Podcaster der ersten Stunde“ mit seinen Formaten „Physikalische Soiree“ und „Bienengespräche“, mit insgesamt 10.000 regelmäßigen Downloads pro Folge. Als „Podcastpate“ hilft er in der sendegate.de Community Newcomer:innen beim Aufsetzen von Podcasts. Mit der Österreich Werbung publiziert er derzeit den Auftragspodcast „Wald wirkt Wunder“. Er veranstaltete Podcast-Workshops mit Mitarbeiter:innen der Österreichischen Mediathek, der Österreich Werbung, dem Standard, dem Kloster Pernegg, dem Freien Radio Salzkammergut und Studierenden der Universität Wien bzw. den Pädagogischen Hochschulen. Am FJUM hält er im Herbst 2022 zum sechsten Mal einen 6-Vormittagskurs „Sprechtraining für Podcaster:innen“ ab. Kontakt: Tel. +4369919039196 und lothar@sprechkontakt.at

  • WWW009 Was tut sich im Herbst im Wald?

    Interviews mit Ranger Hans Fittl aus dem Thayatal Mehr Infos dazu unter https://www.np-thayatal.at/de/pages/start-63.aspx und hier https://www.austria.info/de/erholung/wald/podcast-corner-wald

    Noch mehr Tipps für deinen Urlaub in Österreich findest du auf austria.info/erholung

    ▬ Wald wirkt Wunder – über Moos, Muße und Müßiggang wird von Ulli Cecerle-Uitz, Kathrin Löffel und Lothar Bodingbauer produziert.

    ▬ Über Urlaub in Österreich Den getriebenen Geist zum Ruhepol in der Natur schicken: Wald, Wiesen, Seen und alpine Landschaften wirken schließlich magisch auf unser Seelenleben. Wie schön, dass Österreich reichlich davon zu bieten hat. Das Leben spüren, geht hier ganz einfach. #feelaustria

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  • Wiener Caféhäuser

    Wiener Caféhäuser

    Einen sehr netten Blick auf die Wiener Caféhäuser habe ich gerade im Doppelshot-Café-Podcast gehört: Marian aus Berlin hat mit Hr. Thomas aus dem Café Museum über die Wiener Caféhauskultur gesprochen. Dazu auch der anspesporchene Artikel der Österreich-Werbung. Hr. Thomas nannte dann auch einige weitere Wiener Cafés und es entstand zum Schluss der Sendung die Frage, wie es denn mit den “neuen” Cafés aussieht in Wien, die Qualitätscafés anbieten aber keine traditionellen Caféhäuser sind. Das müssen wir uns bald einmal genauer anschauen. Aber, bevor es soweit ist, hier eine Liste zu besuchender Wiener Caféhäuser, die es auch noch gibt, und die einen Besuch absolut wert sind, wenn man in der Stadt ist. Es sind Cafés, wie man sie nach vielen Jahren in Wien gut kennt und die man schätzen gelernt hat. Aus dem Kopf heraus – und alphabetisch. Ich glaube, das Bild, das Marian im Gespräch mit Sebastian vom Podcast gemeinsam mit Hr. Thomas vom Café Museum entwickelt hat, stimmt recht gut. Freundlich sind die “Herren (und Frauen) Ober” alle – wenn auch alle Häuser und Menschen durchaus ihre Eigenheiten haben.

    • Café Alt Wien – Bäckerstraße, Innenhof, klein
    • Café Bräunerhof – dort war ich noch nie, Thomas Bernhard offenbar schon
    • Café Diglas – Wollzeile
    • Café Drechsler – Naschmarkt
    • Café Eiles – Josefstädter Straße, Rathausnähe
    • Café Engländer – Journalisten
    • Café Florianihof – 8. Bezirk
    • Café Goldegg – Goldeggasse im 4. Bezirk, nahe dem Hauptbahnhof/Belvedere
    • Café Hawelka – Klassiker, beim Graben
    • Café Hummel – Josefstädter Straße Halfway, sehr lokal
    • Café Jelinek – sehr klein; Otto Bauer Gasse
    • Café Korb – Innenstadt, Journalist:innen vom Falter sind dort
    • Café Prückel – Jugendstil, sehr großes “Wohnzimmer”, Stadtpark
    • Café Rathaus – witzig, Rathausnähe
    • Café Rüdigerhof – anders auch, kennt man vor allem als Student
    • Café Ritter 1 – Halfway Mariahilferstraße
    • Café Ritter 2 – in Ottakring
    • Café Savoy – etwa anders, Naschmarkt
    • Café Schwarzenberg – Schwarzenbergplatz
    • Café Sperl – Gumpendorferstraße/Naschmarkt
    • Café Tirolerhof – in der Nähe der Oper, etwas versteckt
    • Café Weidinger – am Gürtel nahe dem Westbahnhof, Billard
    • Café Westend – Westbahnhof Eckhaus, Eingang zur Mariahilferstraße
    • Café Wortner – 4. Bezirk, sehr lokal
    • Café Zentral – da war ich noch nie

    Wenn ein wichtiges Café fehlt, habe ich es entweder vergessen, oder es hat tatsächlich einen Grund. Extra zu erwähnen sind die Caféhäuser der Reihe “Aida” und der Reihe “Kurkonditorei Oberlaa”. Dort trifft man Wiener:innen, die anders sind, als die Besucher:innen der Traditionshäuser. Schnell gefragt: einen handgefertigten Espresso würde ich in meiner Gegend in der “Kaffeefabrik Wieden” trinken.

    Ach: und wunderbar gerösteten Café für Zuhause gibt’s hier im Onlineshop, hurtigschnell geliefert von Prem Frischkaffe, Michael Prem war gerade in “Erklär mir die Welt” zu Gast. Link: https://erklaermir.simplecast.com/episodes/187

    Café Tirolerhof, Vienna
  • 360. Flusspferd

    Link zum Programm

    Gewichtige Pflanzenfresser

    Flusspferde wurden von ihren europäischen Entdeckern als “Nilpferde” bezeichnet, weil sie am Nil zuerst gesehen wurden. Ausgewachsen erreichen die Tiere eine Länge von 6 Metern und ein Gewicht um die 3 Tonnen. Sie sind reine Pflanzenfresser und gehen vor allem in der Nacht an Land, um mit ihren Lippen Gras abzureißen – bis 50 kg pro Tag.

    Eigentlich können Flusspferde nicht schwimmen und stoßen sich eher am Gewässergrund ab. Sie “laufen” unter Wasser. Nasen und Ohren sind zum Tauchen verschließbar, sie liegen mit den Augen auf einer Linie. So sind die Tiere kaum sichtbar, wenn sie im Wasser auftauchen. Die Eckzähne können einen halben Meter lang werden und im Kampf mit Konkurrenten die Gegner stark verletzen. Das Maul weit aufzureißen ist dabei nicht für die Nahrungsaufnahme wichtig, sondern eine Geste der Dominanz.

    Flusspferde sind näher mit Walen verwandt als mit anderen Säugetieren. Es gibt zwei Arten: Großflusspferde, sie leben im südlichen Teil von Afrika in ausgeschwemmten Flussbecken, und Zwergflusspferde, die nur 350 kg auf die Waage bringen und eher in den Urwaldgebieten von Afrika zuhause sind. Im Tiergarten Schönbrunn leben derzeit zwei Flusspferde: Mutter und Sohn.

    GESPRÄCHSPARTNERIN:
    Sonja Sladky, Tiergarten Schönbrunn


    Teil 1: Die irreführende Bezeichnung “Nilpferde” (Filename: radio360_nat_flusspferd_1 mp3)

    Filename: radio360_nat_flusspferd_1.mp3


    Teil 2: Schwieriger Transport (Filename: radio360_nat_flusspferd_2 mp3)

    Filename: radio360_nat_flusspferd_2


    Teil 3: Leben zwischen Land und Wasser (Filename: radio360_nat_flusspferd_3 mp3)

    Filename: radio360_nat_flusspferd_3


    Teil 4: Lebensraum am falschen Kontinent (Filename: radio360_nat_flusspferd_4 mp3)

    Filename: radio360_nat_flusspferd_4


    Teil 5: Alltag im Zoo (Filename: radio360_nat_flusspferd_5 mp3)

    Filename: radio360_nat_flusspferd_5