• Jö, das reimt sich mal. Hier ist meine Youtube-Playliste, die die Lern-Videos von beetv84 schön in eine Reihe bringt. Die Weiterbildungskurse an der Fachschule in Warth laufen auf Hochtouren, Imkermeister Schittenhelm ist ein wahrer Vermittlungsmeister auch; Bienenbeuten sind bestellt, Farbe “tundra” auch. Jetzt brauchen wir noch den Schlüssel für den Aufstellungsplatz, dann drei Völker, die dürfen erst kommen, nachdem die Farbe gut getrocknet ist. Und dann geht’s los.

  • Fragen, wissen, können. Diese Begriffe sind einfach und verständlich.

    Bei “Kompetenzen” wird es schon schwieriger.

    Worte sind Ausdruck von dahinterliegenden Konzepten und Menschenbildern.

    Die verwendete Sprache kann Bildung fördern, aber auch Kontrollen verstärken, Willkür erhöhen und Potemkinsche Dörfer errichten und pflegen.

    Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und Vermittlungsexperte. Er spricht über die Sprache in Verbindung mit Bildung, Ausbildung, Leben und Lernen.

    Links zu Konrad Paul Liessmann:

    1. Persönliche Homepage
    2. Perlentaucher
    3. Von Konrad Paul Liessmann erscheint im Herbst 2014 bei Zsolnay das Buch “Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift.”

    Das Gespräch wurde am 30. April 2014 aufgenommen. Ein Auszug daraus wird im ORF Österreich 1 Programm “Moment Leben Heute” zum Thema “Sprache der Bildung” ausgestrahlt.

  • Im Imkerkurs an der Imkerschule Warth / Mistelbuch haben wir bei Imkermeister Schittenhelm viele neuen Begriffe der Imkerei kennengelernt. Kleine Bienen, lange Worte.

    [quote]Anflugfest, blütenstet, Bestäubungsleistung, Magazinbeute, Brutnestausdehnung, Neueinsteigerförderung, Stockmeissel, Zwischenableger, Nachschaffungszellen, weiselrichtig, Kellerhaft, Pollenbretter, Bienenbrot, Honigfächer, Honigsensorik, Dickwaben, Siegenthaler, Apis mellifera, Wabenumtrieb.[/quote]

  • 20140427-185657.jpg

  • image

    Link zum Album

    [slickr-flickr tag=”hh14″ type=”gallery” size=”original”]

  • Alte Filme im Kino und im Fernsehen haben keine Flusen mehr im Bild, die stören.

    Kratzer, Flecken, alles weg.

    Wohin sind diese Störungen gekommen?

    Georg Thallinger von der “Joanneum Research Forschungsgesellschaft” in Graz erzählt.

    Gesprächspartner: Georg Thallinger, Forschungsgruppe “Audiovisuelle Medien” – Digital, Joanneum Research Forschungsgesellschaft, Graz.

    Hinweis: Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wird am 13. April 2014 im ORF Österreich 1 Programm “Moment am Sonntag” zum Thema “Technik des Kinos” ausgestrahlt.

  • Es gibt Tage, an denen sich drei Mittagsschläfchen ausgehen. An manchen zwei, meistens eins. Aber am Donnerstag war ein vielfältiges Programm ohne Pause. Typisch für eine schöne Mischung, wie sie mir gefällt, insgesamt aber zu lange.

    1. Schwimmen gehen mit den Volksschulkindern
    2. Interview in Laxenburg (Filmarchiv) – “Wie kommen die Kratzer aus den alten Filmen?
    3. Besprechung zum Thema “Ein ‘Haus der Verantwortung’ in Braunau?”
    4. Eine Schularbeit für das Abendgymnasium vorbereiten und durchführen
    5. Rhetorik Workshop: Gandhi – gewaltfreier Widerstand, Analyse: Kommunikation und Verantwortung
  • schwedenb_Snapseed

  • “Wozu brauche ich das”, ist eigentlich ein Hilferuf im Mathematikunterricht.

    Im Gespräch mit dem Mathematik-Didaktiker Stefan Götz.

    In der Schulmathematik und Mathematik-Didaktik geht es darum, wie Mathematik von der Universität an die Schulen gebracht wird.

    Geometrie, Algebra, Arithmetik, Analysis, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. In der Fachdidaktik gibt es nie einen der Recht hat, denn man auch beschäftigt sich mit vielen Dingen, die es gar nicht gibt.

    In der Mathematik gibt es keine Schüttbilder.

    Mathematik – ein Thema, das frei von Befindlichkeiten ist. Ob Geraden parallel sind, oder nicht, hängt nicht davon ab, welche politische Anschauung man vertritt.
    Gründlichkeit, Genauigkeit und Hartnäckigkeit schaden dabei nicht. Modelle helfen dabei, mit der Wirklichkeit umzugehen.

    Ähnlich dem “Jahn’schen Turnen”, das sich mit schrecklichen Felgaufschwüngen zu einem zugänglicheren “Bewegung und Sport” verändert hat, hat sich über die Jahre auch das Fach “Mathematik” in der Schule gewandelt. Alle sollen heute mitmachen können. Mathematik “mit ohne Angst”. Eine “Optimalmathematik” gibt es aber leider nicht.

    Lehren hat immer etwas mit Persönlichkeit zu tun. “Mathematik für das Lehramt” zu studieren, bedeutet für Studierende heute die Teilnahme an einem 4-Säulen-Modell:

    1) Fachliche Ausbildung
    2) Didaktik der Mathematik
    3) Allgemeine pädagogische Ausbildung
    4) Schulpraxis

    Mathematik: Ein Kran, der einen Kran hebt, der einen Kran hebt. (Foto: Liebherr)
    Ein Kran, der einen Kran hebt, der einen Kran hebt. Folgen und Reihen. (Foto: Liebherr)

    Inhalte: Stefan Götz, Schulmathematik, Hans Christian Reichel, Erfolg, Unterricht, Fehlvorstellungen, erklären, Fehler, sicher fühlen, Jahn’sches Turnen, Lehramtsausbildung, Fachdidaktik, Lineare Algebra, Analysis, Folgen und Reihen, Approximation des Kreisumfangs, Lernpfade, Gründlichkeit, Abstrakt, Regeln, Linguist, stetig, diskret, Grenzwert, Asymptote, Unendlichkeit, Traditionen, Felix Klein, Meraner Reform, Differenzialgleichungen, Differenzengleichungen, reelle Zahlen als Kontinuum, Modell, Wahlverfahren, Religion, relativieren, Podcast: Modellansatz, Liebherr Kranmobile, Politik, paritätische Besetzung von Lehrplankomissionen, Fermats Großer Satz,  Andrew Wiles, Zahlentheorie, Rindler, Gödel, Beweisbarkeit, Mathematische Logik, Ergodentheorie, Differenzialgleichungen, Kombinatorik, Biomathematik, Finanzmathematik, Drittmitteleinwerbung, Öffentlichkeit, Presseabteilung, Kooperationsschulen, Didaktische Schulen, Wien, Klagenfurt, Schulbücher, Götz Reichel, Bürger Fischer Malle, Lechner Dorfmayr, Standardisierte kompetenzorientierte  Reifeprüfung, BIFIE, Didaktisches Konzept, Grundkompetenz, Aufgaben, Geld, Co-Autoren, Pisa, Deutschlandfunk “Pisa Plus”, IMST, Datensicherheit, Kommunikationsproblem, Prüfungs- und Unterrichtsbeispiele, Schwerpunkte setzen, systemische Therapie, Zusammenarbeit von Lehrer/innen, Selektion, Ressourcen der Gesellschaft, Nachmittagsangebote, Defizite, Wettbewerbe, Sprache: rechnen, argumentieren, begründen, interpretieren, darstellen, modellbilden, Bildungsstandards, Interlokutor, Technologieeinsatz, Geogebra, Wolfram Alpha, programmierbare Taschenrechner, soziale Komponente, auf- und abrüsten, Assessment, Eigenschaften eines Dreiecks, Geometrie, Origami und Mathematik, Kompetenz, Distraktoren, mehr Stellen, Lehre an der Universität,

    Gesprächspartner: Stefan Götz, Fakultät für Mathematik der Universität Wien

    Das Gespräch wurde am 20.03.2014 aufgezeichnet. Ausschnitte daraus werden in der Radiosendung “Sprache der Bildung” (Moment Leben heute) am 6. Mai 2014 im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt.

  • Die kommende Maturaform in Österreich ist wichtig, weil dadurch Lehrer notwendigerweise zusammenarbeiten. Auch Schüler arbeiten in ihrem Lernen im Rahmen ihrer Vorbereitung zusammen. Während der Prüfung aber werden alle Netze gekappt, und das hat Konsequenzen auch auf die Zeit davor. Ein Rückschritt ist abzusehen.

    Die neue Mathematikmatura erfordert auch den Einsatz von Technologie. Früher waren das “Taschenrechner”, heute muss dieser Rechner auch Gleichungen lösen können und grafische Darstellungen ermöglichen. Das Interessante ist, dass die iPhones / Smartphones / iPads / Tablets der Leute das alles können – mit Apps, Browser oder Programmen. Nur: diese Geräte wird man nicht bei der Matura einsetzen können, da sie Netzwerkverbindung haben.

    Jetzt wetzen die Hersteller der programmierbaren Taschenrechner schon in den Startlöchern – 80 Euro wenn es gut geht, müssen die Eltern zahlen, damit man die Matura bestehen wirklich auch das letzte Detail einiger weniger Beispiele rechnen kann, sollte die Schule nicht irgendeine andere Lösung finden. Die Schüler dürfen mit der “gewohnten Technologie” arbeiten – aber die ist eben heute grundsätzlich vernetzt.

    Das Hauptproblem ist also, dass man den Schülern in den Jahren vor der Prüfung lernt, vernetzt zu arbeiten, mit allen Mitteln, zum Beispiel: Geogebra, Wolfram Alpha, und dann schraubt man von diesem wunderbaren Fahrzeug bei der Matura die Räder ab, – schaltet das Netz aus – nur weil die Prüfungsform diese Arbeitsweise nicht zulässt.

    Daher verzichten Schulen (update: möglicherweise) schon im Unterricht vorher darauf und lassen irgendwelche Rechner kaufen, die außerhalb des Matheunterrichts und der Prüfung so gar keinen Nutzen haben. Das ist wäre jammerschade.

    Aber es gibt Alternativen. Geogebra Prüfungssticks zum Beispiel. Steckt man in den Laptop, dann ist das Netz weg, aber die gewohnte Anwendung noch da. Zwei Räder sind also noch am Fahrzeug – oder, ein anderes Bild, man fährt auf der Felge. Und selbst bei dieser Lösung müssen sich Schulen gut informieren, vielleicht sind nicht für alle Schüler Laptops vorhanden, und es könnte sein, dass Schulen überschnell aus Bequemlichkeit die programmierbaren Taschenrechner kaufen lassen.

    Bring your own device“. Jeder soll mit seinem Gerät arbeiten können, so wie es heute üblicherweise gemacht wird. Das wird derzeit vom Bildungssystem nicht reflektiert. Es wird sich die Maturaprüfung selbst ändern müssen – sie ist nicht mehr zeitgemäß, und an dieser Fragestellung sieht man das ganz deutlich.

    Update 14.03.2014: An der Lösung dieses Problems – der Interpretation der Gesetzeslage, die “gewohnte Technologie” gestattet, wird gearbeitet. Bis dahin werden wohl auch die Schulen ihre Interpretationen formulieren.

    Link: BIFIE – Standardisierte schriftliche Reifeprüfung Mathematik

Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

Random image

Instagram: lobodingbauer

Kontakt | Impressum