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Wien

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  • Früher hatten die Soldaten angeblich mehr Angst vor ihrem Feldwebel als vor dem Gegner, deswegen funktionierte der Krieg so gut. Wie wäre das wohl heute, zum Beispiel bei unserem Bundesheer? Link zu einem hervorragenden Podcast von SWR2 Aula über Angst von Wolfgang Schmidbauer.

  • Manchmal schaue ich in der Früh ins Facebook, um zu sehen, ob’s mich noch gibt. Dann drücke ich die “Lokalisieren” Taste am iPhone, um zu sehen, wo ich bin. Dann schaue ich in ORF.ON, ob die Welt noch steht, und dann geht’s los.

  • Leute, hängt’s die Wäsche rein. Die Google Cars stehen bereit, am Tag der Arbeit steh’n sie still vor dem Palais Schwarzenberg in Wien. Mit Wiener Kennzeichen allesamt. Die bleiben wohl länger… Also: Fensterputzen, Hecken schneiden, und in der nächsten Zeit nicht nackt im Garten stehen!

  • Ärzte bemerken, dass die Zahl an Knochenbrüchen bei Kindern – verursacht beim Spielen – abnehmen. Dies wäre darauf zurückzuführen, dass weniger draußen gespielt werde, weniger auf Bäumen, weniger auf Fahrrädern, mit Stelzen oder auch mit Seifenkisten. Was zunimmt sei die Anzahl an Stress- und Überlastungsschäden an Sehnen und Gelenken, verursacht durch Joysticks, die Bedienung von Mäusen und einseitige Haltung. Knochenbrüche wären aber wünschenswerter, denn diese heilen vergleichsweise rasch und rückstandslos. Die Heilung von Überlastungsschäden dauert ungleich länger.

    “Nature Deficit Disorder” – heißt eine Sendung von ABC Radio National aus Australien, eine Sendung von Natasha Mitchel, die sich genau mit diesem Thema der fehlenden Natur und deren Risiken beschäftigt. Sehr zu empfehlen. Hier geht’s zur Sendung.

  • Staubsauger bei der Arbeit überrascht…

  • Club 2 gestern mit lauter wichtigen Männern (Taus, Lingens, Steger, Androsch, Blecha, Rabl), die über einen anderen wichtigen Mann (Kreisky) redeten. Und wenn wichtige Männer wichtig reden, lassen sie sich nicht gerne unterbrechen, und so haben sie die meiste Zeit gleichzeitig geredet – außer als Androsch sprach. Die eine Frau (Pittermann) hat dann geredet, wenn es mal still war. So gut wie nie.

  • Manchmal sind die angebotenen Kräutertees von den diversen Erfindern doch mit einem Schwerpunkt auf triefende Liebe entworfen. Die Texte sind freundlich, zart, sehr vielversprechend. Da wollen wir doch nicht hintanhalten und für die härteren Teetrinker unter uns eine Mischung nur einmal als Anregung auf den Markt werfen – mit freudiger Erwartung, was es da sonst noch alles geben könnte.

  • Wer gerne mehr über sich selbst und seine Umwelt erfahren möchte, muss seinen Sinnen trauen. Kleine Tiere haben oft andere Sinne, als die großen. Was Sinne überhaupt über die Umwelt genau erzählen, steht zusätzlich noch auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall sind die Sinne auf die physikalischen Gegebenheiten der Umgebung ausgerichtet – und kleinen Tieren stellen sich diese physikalischen Gegebenheiten oft fundamental anders dar als den großen. In dieser Sendung “sehen” wir uns die Sinne dieser kleinen Tiere näher an.

    Interviewpartner: Emer. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Barth, Universität Wien, Department für Neurobiologie

  • Sisyphos wurde größer und trat den Stein mit seinen Zehen in den Boden. Als Kern einer Steinobstfrucht wuchs dieser zur Pflanze, zum Baum, an den Sisyphos eine Schaukel hängte. Die Kinder der Umgebung hatten eine Schaukel, bei der sie wussten, das einer immer da ist, der sie antauchte: Sisyphos. Er lachte, sie teilten sich die Kirschen im Sommer und spuckten die Kerne in weitem Bogen umher.

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Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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Text: Zum Hintergrund (2014)

Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer