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  • 180. Epidemie

    Ebola breitet sich immer weiter in Afrika aus. Seit Februar sind bereits fast 900 Menschen in den betroffenen afrikanischen Ländern gestorben. Mittlerweile wächst aber auch im Rest der Welt die Nervosität. Vor allem über Social Media wird auch die Angst wie eine Epidemie verbreitet.

    Filename: radio180_wow_epidemie mp3) (Genaues Sendetatum unbekannt)

    Filename: radio180_wow_epidemie

  • 162. Leben mit Licht

    Der Biochemiker Gottfried Schatz spricht über die Herausforderung für Lebewesen, die Energie des Sonnenlichts nutzbar zu machen.

    Link: Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1

    Programmtext

    Ob auf der Erde Leben entstehen konnte, oder ob es entstehen musste, darüber sind sich Wissenschafter ziemlich einig: Es musste entstehen. Die Chance, dass es entstehen konnte, war gering, aber da das “Experiment”, wie Gottfried Schatz es nennt, so oft und so lange durchgeführt wurde – nämlich die passenden Moleküle zu bilden – war es nur eine Frage der Zeit, bis Leben entstand.

    Die Moleküle des Lebens sind im Vergleich zu vielen anderen chemischen Verbindungen sehr komplex. Um diese Komplexität zu behalten und um alle notwendigen Lebensaktivitäten aufrechtzuerhalten, brauchen lebende Zellen viel Energie. Mit dieser Energie wird in ihrer Umgebung “Unordnung” erzeugt: Wärme. Die große Frage ist, woher die Energie kommt.

    Erste Einzeller verwendeten Energie der Erde, die sie von anderen bereits gebildeten Molekülen im Ozean erhielten. Nachdem diese Energiequelle aufgebraucht war, begannen einige von ihnen, das Licht der Sonne zu nutzen. Die Photosynthese begann, bei der als Abfallprodukt Sauerstoff entsteht, ein für die meisten damals existierenden Einzeller giftiges Gas. Die erste Umweltkatastrophe fand statt. Ihr entkamen einige wenige Einzeller, indem sie die Atmung entwickelten. Mit Hilfe von Sauerstoff werden Überreste von sonnenlichtessenden Einzellern der Umgebung “veratmet”, es entsteht dabei Energie. Sehr viel Energie, die es nun ermöglicht, komplexere Aufgaben des Lebens zu bewältigen.

    Der “große Wurf” gelang dem “Konzept Leben”, als Einzeller, die sich nur wenig Energie durch Gärung erarbeiten konnten, Einzeller, die die Atmung beherrschten, in eine symbiotische Lebensgemeinschaft einluden. Sie sind als “Zellkraftwerke” auch heute noch in jeder Zelle enthalten und werden “Mitochondrien” genannt. Durch diese Symbiose entstanden Zellen, die eigentlich aus zwei Lebewesen bestanden. Die Mitochondrien brachten ihr eigenes Erbgut mit.

    Das von Gottfried Schatz maßgeblich entdeckte Erbmaterial in den Mitochondrien wird übrigens nur von der Mutter an das Kind weitergegeben und ermöglicht so zum Beispiel die Rückführung der Abstammung des modernen Menschen auf nur wenige Urmütter, die in Afrika gelebt haben.

    Pflanzenzellen entstanden durch eine zweifache Symbiose. Einerseits durch die Einladung von “Gästen”, die die Atmung beherrschen (Mitochondrien), andererseits durch die Einladung von “Gästen”, die die Umwandlung von Sonnenlicht durch Photosynthese beherrschen (Chloroplasten).

    Interviewpartner
    Prof. Dr. Gottfried Schatz
    Biozentrum der Universität Basel
    Klingelbergstrasse 50/70
    CH – 4056 Basel

    Biozentrum der Universität Basel


    Teil 1: Filename: radio162_sonnenenergie_1 Die Entstehung des Lebens


    Teil 2: Filename: radio162_sonnenenergie_2 Eine erfolgreiche Symbiose


    Teil 3: Filename: radio162_sonnenenergie_3 Komplexe Moleküle


    Teil 4: Filename: radio162_sonnenenergie_4 Die Weitergabe von Energie


    Teil 5: Filename: radio162_sonnenenergie_5 Unbekannte Organismen


  • 159. Pegel

    Wort der Woche: Hochwasser und Verständlichkeit (Moment / ORF Radio Österreich 1)

     

    Filename: radio159_wow_pegel
  • 158. Rotlicht

    Das Rotlichtmilieu sorgt für Schlagzeilen.

    Beitrag (Filename: radio158_wow_rotlicht mp3)

    Filename: radio158_wow_rotlicht

  • 156. Freunde der Blasmusik

    Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich. 2.171 Musikkapellen und Musikvereine gibt es in Österreich. Sie spielen mit tiefem und mit hohem Blech, mit Schlagwerk und mit Holzblasinstrumenten. Über 100.000 Musiker gibt es derzeit, etwas mehr Männer als Frauen, nur in Oberösterreich nicht, da ist es umgekehrt. Die Musikkapellen sind ein mit 10 Millionen Euro pro Jahr subventionierter sozialer Treffpunkt für musikalische Menschen. Geübt wird in kulturell homogenen Gruppen und die regelmäßigen Proben stellen eine hörbar sinnvolle Alternative für gemeinsame Freizeitgestaltung dar. Die Terminkalender sind voll, die Vielfalt der Auftritte reicht von sommerlichen Früh- und Dämmerschoppen, der Teilnahme an Blasmusikertreffen zur Förderung der Kameradschaft sowie die Umrahmung kirchlicher und kultureller Feierlichkeiten. Kurse und Wettbewerbe fördern das zu hörende Niveau. Anders als zum Beispiel beim Fußball können die Teams keine „Spieler“ einkaufen: bei Wettbewerben des Blasmusikverbands darf jedes Blasorchester nur mit seinen eigenen Musikern zum Wertungsspiel antreten. Mit Posaunen und Trompeten. Ein akustischer Augenschein bei den Freunden der Blasmusik.

    Filename: radio156_mom_blasmusik

    (Titelidee: Dieter Bornemann)

    Manuskript ohne letzte Änderungen

    MOMENT AM SONNTAG

    21. April 2013 

    „Freunde der Blasmusik“.

    Über Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich.

    39:50 min.

    Gestaltung: Lothar Bodingbauer

    Redaktion: Andrea Hauer

    SIGNATION

    ZUSPIEL 01 (00:09)

    „Freunde der Blasmusik“.

    ZUSPIEL 02 (00:15)

    Über Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich – Eine Sendung von Lothar Bodingbauer

    ZUSPIEL 03 (01:43), nach ca. 25 Sekunden auf Zeichen über die Musik:

    30 Musiker haben sich in die Probelisten eingetragen und sie üben für das kommende Konzert. Wir befinden uns in Erzberg, in der Steiermark. Mit dabei das tiefe und das hohe Blech, Schlagwerk und die Holzblasinstrumente. 
    (Musik hoch, weiterlaufen lassen)

    ZUSPIEL 04 (01:24), nach dem Moped über die Atmo

    Von einst 5000 Menschen am Erzberg arbeitet heute noch jeder zehnte im Bergbau, 500. Der Ort ist zusammengerückt, die Blasmusikkapelle hingegen eher gewachsen. Und doch, man muss sie suchen.

    (Atmo / OTs laufen weiter  „…im Großen und Ganzen hab ich es halbwegs im Griff.“)

    Auch die beiden Kinder des Kapellmeisters sind schon dabei. Manuel:

    ZUSPIEL 05 (01:23) „… Paula, Anton Konrad.“

    Kalpak. Der feierliche Festtagsbergwerkshut. Wie alles beim Bergbau: schwarz, doch hier, bei der Musik mit weißen Federn.

    ZUSPIEL 06 (00:07) „… wenn dann alles mit den weißen Federn daherkommt.“

    Und wenn ein Musiker stirbt, wird er üblicherweise in seiner Uniform auch begraben.

    ZUSPIEL 07 (02:24) „… in der Musik diese Solidarität repräsentieren.“

    Der „Pomp“ in dieser Solidaritätsmusik, sagt Konrad Köstlin, das Strahlende, stammt von der Zeit der französischen Revolution.

    ZUSPIEL 08 (02:27) „… Ebene 6, Unfall und Notfallambulanz“, Atmo läuft weiter, darüber:

    Besuch im Allgemeinen Krankenhaus in Wien.

    „…  mein Name ist Klaus Latzika und ich bin Internist“

    … der mit seinen medizinischen Kollegen die Solidarität gemessen hat.

    ZUSPIEL 09 (02:17) „…so viele Musikanten in unseren Reihen zu binden.“

    Der Sozialfaktor Blasmusik, der, ganz nebenbei bemerkt, auch einen nicht unbeträchtlichen Wirtschaftsfaktor in Österreich darstellt.

    ZUSPIEL 10 (04:23), nach ca. 2:54 „…damit sie zur Tracht oder Landesfarbe dazupassen. “ über Atmo:

    Es gibt tausende Dinge in dieser Werkstatt. Und alle tragen einen Namen. Zum Beispiel, das da, der kleine Schweinehammer, den die Handwerker zum Ausbeulen von Instrumenten verwenden.

    (Atmo/OT läuft weiter) „… zu 99% kriegt man das hin.“

    ZUSPIEL 11 (01:29), darüber gleich zu Beginn darüber

    Und das ist Blasmusik von „außerhalb von Österreich“, das ist die Balkan Brass Band, „Underground Chochek“.

    „… nachwuchs zu finden in diesem Orchesterbereich.“

    Migrationshintergrund hat die österreichische Blasmusik sicher keinen, das bestätigt auch Sabine Reiter von Mica, Music Austria, dem österreichischen Musikinformationszentrum, einem Interessensverband für professionelle Musiker.

    ZUSPIEL 12 (01:41), gegen Schluss auf Zeichen über Atmo:

    Im Regionalradio spielen Blasmusiksendungen nach wie vor eine wichtige Rolle – allerdings nicht vermischt, sondern isoliert vom Rest des Programms, sagt Peter Kostner von Radio Tirol, selbst Kapellmeister der Stadtmusikkapelle Wilten.

    ZUSPIEL 13 (00:57) „… gerade weil ich modern denke“.

    … sagt Alois Schöpf. Gestalter der Innsbrucker Promenadenkonzerte, Blasmusikaufführungen die eine breite Bevölkerungsschicht erreichen sollen.

    ZUSPIEL 14 (00:10) „… die Verfehlte Moderne, ja?“

    Ein Gespräch mit Alois Schöpf.

    ZUSPIEL 15 (05:11) „… ein Genre, das man fairerweise nur historisch bedienen kann.“

    Moderne Blasmusik, von „Franui“ 

    ZUSPIEL 16  (08:12)

    (Achtung, es kommt recht bald ein Satz, danach mein kurzer Text)

    „Das was ich spüre…“ 

    sagt der Kapellmeister Peter Kostner, 

    „und darum mache ich das so gerne…“

    Landauf, landab proben die Musiker in den Blasmusikkapellen für Wertungsspiele und Konzerte. Letzte Station: Vorarlberg. Tschagguns. Die Farbe der Sprache ist anders, der Klang der Instrumente gleich.

    ZUSPIEL 17 (02:00) „…nicht mehr angegriffen“.

    Zu wenig Zeit.

    ZUSPIEL 18 (03:32) (Endet auf Musik)

    ABSAGE:

    „Freunde der Blasmusik“.

    ZUSPIEL 19 (00:35) nach ein paar Takten, gleich:

    Über Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich …

    … eine Sendung von Lothar Bodingbauer. Redaktion: Andrea Hauer.

  • 155. Leben im Zoo Zürich

    Die Verhaltensbiologin Cordula Galeffi erzählt über Projekte im Zoo Zürich, die das natürliche Verhalten der Tiere fördern. Das Gebiet der Verhaltensanreicherung nimmt im Zürcher Zoo einen wichtigen Stellenwert ein. Seit mehreren Jahren gibt es in diesem Tiergarten eine eigene Kuratorenstelle, die sich ausschließlich damit beschäftigt, wie man das natürliche Verhalten von Tieren in einem extra dafür hergestellten Lebensraum fördern und besser sichtbar machen kann.

    Tiere haben in freier Wildbahn im Zuge der Evolution ein vielfältiges Repertoire an Verhaltensformen entwickelt, um mit den Ansprüchen zurechtzukommen, die das Leben dort an sie stellt. Wie kommt man an Futter, wie schützt man sich, wie gibt man seine Gene weiter? Und noch mehr: Wie organisiert man sich, lebt man alleine, in der Gruppe, was tut man, wenn der Nachwuchs groß wird? Ständig gibt es etwas zu tun, ständig gibt es etwas zu entscheiden. In Zoos wurden diese Problemstellungen lange Zeit durch Menschen gelöst und den Tieren viele Entscheidungen abgenommen. Gelangweilte Tiere entwickeln oft ein stereotypes Verhalten – sie laufen im Gehege auf und ab, werfen den Kopf hin und her.

    Das Konzept der Verhaltensanreicherung besteht im Wesentlichen darin, den Tieren Probleme zu schaffen, die sie lösen müssen. Der Alltag wird anspruchsvoll, er wird bunt, stereotype Verhaltensweisen verschwinden. Verhaltensanreicherung kann auch dazu benützt werden, um die Aktivität der Tiere zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten für die Besucher sichtbar zu machen. Auch die Besucher entwickeln dadurch ein vielfältigeres Verhalten. Es gibt mehr mit unterschiedlichen Methoden zu beobachten, was dem Auftrag der Tiergärten entgegen kommt, Bewusstseinsbildung im Sinne des Artenschutzes und der Ökologie zu betreiben.

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  • 154. Körperteilmodels

    Wenn der Körperteil im Mittelpunkt steht: Schöne Beine, schöne Hände, schöne Ohren. Nicht immer steht der ganze Mensch im Mittelpunkt, sondern ein Körperteil. Körperteilmodels spielen daher in Kunst und Werbung immer schon eine wichtige Rolle. Allein, es gibt sie nur noch selten. Wer als Model heute von seiner Arbeit leben will, muss alles machen, muss also auch noch schön sein. In schönen Händen oder Füßen steckt auch sehr viel Geld und Bewusstsein für Pflege und Erhaltung. Damit lässt sich zwar umgekehrt nicht unbedingt auf Schönheit, aber zumindest auch auf die Gepflegtheit des gesamten Menschen schließen.

    URL: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio154_mom_koerperteile.mp3

  • 151. Rute

    Wort der Woche: Es rumpelt wieder in Österreichs Gesundheitswesen. Die Ärzte stellen gerade “der Politik die Rute ins Fenster”, sie wollen die Patienten über die ihrer Meinung nach drohenden Einsparungen und Leistungskürzungen informieren. Auch am Krampustag, vieltausendmal landauf landab die Rute. Die Großen werden sich freuen, die Kleinen sich fürchten.

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  • 150. Mimik

    Zeichen im Gesicht: Gesten und Mimik – die Sprache ohne Worte. Während Gesten mit der Hand gemacht werden, oder mit den Armen, spielt sich die Sprache der Mimik ausschließlich im Gesicht ab. Menschen können im allgemeinen hervorragend die Muskelregungen im Gesicht des Gegenübers erkennen – und die damit verbundenen Gefühle. Kann Mimik auch zur Täuschung eingesetzt werden? Wann wirkt ein Lächeln aufgesetzt? Eine akustische Rundreise in der Landschaft des Gesichts.

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  • 148. Abgeschaffter Adel?

    Leben und Rolle von Aristokraten heute in Österreich: Nach dem Ende der Monarchie, im Jahr 1919, wurden die Privilegien des Adels in Österreich abgeschafft. Anders als in Deutschland dürfen Menschen adeligen Hintergrunds auch heute keinen Titel mehr im Namen tragen. Statt um den Stand durch Geburt geht es heute mehr um Leistung. Wer über die Jahre Geld und Einfluss erhalten konnte, fühlt sich aber nach wie vor als Mitglied einer Elite – und ist stolz darauf. Die Rolle des Adels muss auch fast 100 Jahre nach seiner Entmachtung immer wieder neu definiert werden. Die politische Diskussion um das 2011 schließlich abgeschaffte Habsburgergesetz war dafür nur ein Beispiel. Und bis heute haben sich viele Aristokrat/innen einer sachlichen historischen Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte nicht gestellt.

    Filename: radio148_jp_adel