Der Meteorologe Christian Maier vom Sonnblick Observatorium beschreibt die Erscheinungsformen von Wasser in der Atmosphäre. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.
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388. Huzulenpferde
Kleinpferde aus den Karpaten – Peter Zechner vom Zuchtverband Stadl-Paura spricht über die altösterreichische Pferderasse der Huzulen. Gestaltung: Lothar Bodingbauer.
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387. Protisten
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Foto: Sabine Agatha
Protisten sind kleine Lebewesen, die nur aus einer Zelle bestehen und einen Zellkern haben. Sie leben im Wasser, in der Erde und auch im Inneren anderer Organismen. Diese Einzeller sind weder Tier noch Pflanze, sondern stellen einen eigenen großen Teil im Baum des Lebens dar. Sie spielen eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz, da bestimmte Arten auch Bakterien fressen und zum Abbau von organischem Material beitragen.
Die Protisten sind sehr unterschiedlich und haben viele verschiedene Formen und Lebensweisen. Manche von ihnen bewegen sich mit winzigen Härchen oder bilden Scheinfüße, um sich fortzubewegen oder Nahrung aufzunehmen, während andere wie kleine Pflanzen durch Licht Energie gewinnen. Ihre Erforschung gibt uns Einblicke in die Entwicklung des Lebens und die Vielfalt der Natur. Die Bestimmung ihrer genauen Art und Verwandtschaft ist allerdings oft schwierig, weil es manchmal nur wenige äußerliche Merkmale gibt, an denen man sie unterscheiden kann. So spielen auch genetische Untersuchungen eine wichtige Rolle, um mehr über sie zu erfahren und neue Arten zu entdecken.
Ein besonderes Interesse gilt auch den “Tintinnen”, einer Gruppe von Protisten, die im Meer leben und auffällige, kelchförmige Schutzhüllen bilden. Die Forscherinnen und Forscher versuchen herauszufinden, wie diese Lebewesen während der Zellteilung ihre Schutzhüllen herstellen.
GESPRÄCHSPARTNERIN:
Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Agatha
Paris Lodron Universität Salzburg
Leiterin AG ProtistologieFilename: radio387_protisten_1
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385. Orchideen
Blütenvielfalt zwischen Luft und Erde.
Der Gärtnermeister Anton Sieder führt durch die Orchideensammlung des Botanischen Gartens der Universität Wien.
Auch in Österreich gibt es Orchideen, etwa 50 Arten, die am Boden wachsen. In den Tropen gibt es mehrere Tausend Arten. Sie gedeihen in den tropischen Wäldern meist auf den Bäumen selbst als Epiphyten (Aufsitzerpflanzen). So können sie näher am notwendigen Licht sein. Als Epiphyten beziehen sie ihre Nährstoffe und Wasser aus der Luft.
Besonders die einprägsamen Blüten machen exotische Orchideen zu bekannten Zimmerpflanzen. Bekannt ist auch Vanille, eine Orchideenart mit charakteristischem Duft und Geschmack des Inhalts der Samenschoten.
Die Vielfalt der evolutionären Strategien von Orchideen, Bestäuber anzulocken und Speicherorgane für Nährstoffe zu entwickeln, ist für Spezialist:innen immer wieder überraschend. Längst sind nicht alle Orchideenarten bekannt.
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384. Winterschlaf der Pflanzen
Die Evolutionsbotanikerin Agnes Dellinger spricht diese Woche über die Strategien von Pflanzen unserer Breiten, um lebend über den Winter zu kommen.
- Kein behagliches Leben
- Die Höhe macht den Unterschied
- Arrangement mit dem Frost
- Veränderte Umstände
Pflanzen betreiben Photosynthese. Sie brauchen Licht, Wasser und Nährstoffe, die sie über den Boden erhalten. Bei diesen Umweltbedingungen gibt es jahreszeitliche Wechsel: die Länge des Tageslichts ändert sich, die Temperatur, das Wasser im Boden gefriert. Was sich mit den Änderungen arrangieren kann, überlebt, was an das Klima der Region nicht angepasst ist, erfriert oder vertrocknet.
Zwei große Strategien gibt es: einerseits die Höhe oder Tiefe von der Erdoberfläche, Bäume, Büsche, kleine Rosetten, Blumenzwiebel, die im Boden überdauern. Anderseits können die Zellstrukturen verändert werden, Wasser reduziert und Zucker eingelagert werden, sodass kein Schaden entsteht, wenn es gefriert.
Die Eiszeiten haben bis vor 10.000 Jahren immer wieder arktische Pflanzen in unsere Breiten gebracht, die auch wieder verschwunden sind. Dazu war relativ viel Zeit, die Pflanzen konnten sich anpassen. Die Klimaänderungen heute erfolgen nun aber zu schnell, sodass das Ökosystem durch geänderte Umweltbedingungen durcheinandergebracht wird.
Interviewpartnerin:
Ass.-Prof. Agnes Dellinger, BSc MSc PhD
Universität Wien
Department für Botanik und Biodiversitätsforschung
Rennweg 14
1030 WienTeil 1: Kein behagliches Leben
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Teil 2: Die Höhe macht den Unterschied
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Teil 3: Arrangement mit dem Frost
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Teil 4: Veränderte Umstände
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383. Guatemala
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Gedanken aus der Ferne zum österreichischen Nationalfeiertag.
Lothar Bodingbauer ist freier Radiojournalist, Sie kennen ihn vielleicht als Gestalter für die Sendreihe “Vom Leben der Natur”; er ist aber auch Mathematiklehrer, und er unterrichtet derzeit an der Österreichischen Schule in Guatemala City.
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383. Lebensraumvernetzung
[et_pb_section admin_label=”section”] [et_pb_row admin_label=”row”] [et_pb_column type=”4_4″][et_pb_text admin_label=”Text”]Grüne Bänder quer durch Österreich: Der Landschaftsarchitekt Roland Grillmayer vom Umweltbundesamt spricht über die Vernetzung von Lebensräumen für Wildtiere durch begrünte Brücken und geschützte Korridore.
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382. Japangraben
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Der Geologe Michael Strasser spricht über Expeditionen in die Tiefen des Meeres vor Japan, um die Entstehung von Erdbeben zu verstehen. Link zur Sendung.
Der Japangraben ist ein Tiefseegraben vor der Nordostküste Japans. In 8 km Tiefe taucht dort die pazifische Erdplatte unter Japan ab. Dieser Vorgang ist immer wieder von Erdbeben begleitet, die sich in ihrer Stärke (Magnitude) und Häufigkeit unterscheiden. Es geht um das Verständnis von Großerdbeben, das sind Seebeben, die Tsunamis auslösen können. Geolog:innen möchten verstehen, wie es zu diesen kommt, wie häufig es sie gibt, an welchen Orten der Welt es sie gibt.
Der Japangraben eignet sich besonders für Erdbebenforschung, weil dort 2011 das letzte Megabeben stattgefunden hat. Es wurden vorher, während des Bebens und nachher Messungen vorgenommen, und die Ergebnisse haben gezeigt, dass viele beobachtete Phänomene noch nicht umfassend gedeutet werden können. Bei Expeditionen werden Bohrkerne der Sedimente (Ablagerungen) gewonnen, die dann analysiert werden. Durch diese Ablagerungen baut sich ein Archiv auf, die Analysen “blättern” in diesem “Geschichtsbuch” zurück.
“Wenn man die Meere verstehen will, muss man die Berge erforschen”, sagt Michael Strasser vom Institut für Geologie der Universität Innsbruck. Die Forschungsergebnisse der Untersuchungen im Japangraben eignen sich auch dafür, um geologische Vorgänge in unseren Breiten, in unseren Bergen zu verstehen, da viele dieser Berge ehemaliger Meeresgrund waren.
Interviewpartner: Univ.-Prof. Dr. Michael Strasser, Universität Innsbruck, Institut für Geologie
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https://www.uibk.ac.at/geologie/strasser/ -

381. Faszination Mittelmeer
Der Zoologe Robert Hofrichter leitet das Mare Mundi-Institut auf der Insel Krk in Kroatien. Er spricht über Umweltbildung und Meeresschutz. Link zum Ö1 Programm.
Auch wenn das Meer von Österreich aus gesehen weit weg ist, ist es nicht unbedeutend. Wesentliche Wetter- und Klimaphänomene hängen von der Wechselwirkung Land-Meer ab. Ohne Meere gäbe es kein Klima, keine Meeresströmungen, die Windsysteme wären völlig anders.
Meere bedecken 70% der Erde. Das Meer ist der größte zusammenhängende Lebensraum auf dem Planeten Erde. Es ist ein Kontinuum: Wer etwa an der kroatischen Küste ans Meer steigt, könnte mit dem Schiff bis an den Nord- oder Südpol fahren.
Das Mittelmeer ist ein besonderes Meer, weil es ohne die Wasserzufuhr aus dem Atlantischen Ozean durch die Straße von Gibraltar verdunsten würde. Geringere Anteile von neuem Wasser kommen auch über das Schwarze Meer ins Mittelmeer. Mit diesen angrenzenden Meeren steht auch die Biodiversität in des Mittelmeeres Verbindung.
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380. Zöbelboden
Der vermessene Wald – Link zum Programm
Der Ökologe Thomas Dirnböck spricht über den Zöbelboden, eine Forschungsfläche des Umweltbundesamts im Nationalpark Kalkalpen. Im Bergmischwald, es geht um die Untersuchung von Stoffflüssen. Die Vorgänge hier sind typisch für abgelegene Gebiete in den nördlichen Kalkalpen: Das Gelände liegt sehr abgelegen, es ist still.
