Lothar Bodingbauer
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n! Sprüche für 24 Wochen
Der Friede meiner Freude ist die Hoffnung deiner Vielfalt.Der Friede seiner Freude wird die Vielfalt ihrer Hoffnung.Der Friede seiner Hoffnung war die Freude unserer Vielfalt.Der Friede eurer Hoffnung ist die Vielfalt ihrer Freude.Der Friede meiner Vielfalt wird die Freude deiner Hoffnung.Der Friede ihrer Vielfalt war die Hoffnung seiner Freude.Die Freude meines Friedens sei die Hoffnung deiner Vielfalt.Die Freude seines Friedens werde die Vielfalt ihrer Hoffnung.Die Freude seiner Hoffnung wäre der Frieden unserer Vielfalt.Die Freude eurer Hoffnung sei die Vielfalt ihres Friedens.Die Freude meiner Vielfalt werde der Frieden deiner Hoffnung.Die Freude ihrer Vielfalt wäre die Hoffnung seines Friedens.Die Hoffnung meines Friedens ist die Freude deiner Vielfalt.Die Hoffnung seines Vielfalt wird die Struktur ihrer Freude.Die Hoffnung seiner Freude war der Frieden unserer Vielfalt.Die Hoffnung eurer Freude ist die Vielfalt ihres Friedens.Die Hoffnung meiner Vielfalt wird der Frieden deiner Freude.Die Hoffnung ihrer Vielfalt war die Freude seines Friedens.Die Vielfalt meines Friedens sei die Freude deiner Hoffnung.Die Vielfalt seines Friedens werde die Hoffnung ihrer Freude.Die Vielfalt seiner Freude wäre der Frieden unserer Hoffnung.Die Vielfalt eurer Freude sei die Hoffnung ihres Friedens.Die Vielfalt meiner Hoffnung werde der Frieden deiner Freude.Die Vielfalt ihrer Hoffnung wäre die Freude seines Friedens.(Mit Zaun funktioniert es nicht.) -
Podcast und Natur
Journalismus ist Handwerk und Podcast ist eine Haltung. Beim Podcast möchte man Inhalte vielleicht weniger veröffentlichen, im Sinne hoher Zuhörer:innenzahlen, sondern eher “zugänglich machen”. Wie beim Lagerfeuer, um das man sitzt, bei dem sich jemand über ein bestimmtes Thema unterhält und man dabei zuhören kann. Besonders die Natur eignet sich als Thema für Podcasts, weil es gerade hier viele Menschen gibt, die über einen Teil daraus sehr gut Bescheid wissen. Man spricht in beliebiger Länge miteinander, bis das Thema entweder fertig geredet, oder argumentativ, diskursiv umkreist wurde. So entstehen Geschichten, im Fall der Natur “Naturgeschichten”.
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Curated By / Mediathek
Lothar Bodingbauer unterrichtet Mathematik und Physik am Abendgymnasium in Wien, ist Radiojournalist und Imker und macht Podcasts zu den Themen Bienen und Physik. Er sagt über sich selbst, dass er Freude an Tönen, Gesprächen und Geräuschen hat.
https://www.mediathek.at/meine-mediathek-curated-by/lothar-bodingbauer/
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310. Vielfalt der Flechten
ORF Radio Österreich 1 / Vom Leben der Natur, 25. bis 29. November 2019
Arbeitstitel: Trompeten, Krusten, Schuppen, Bärte
Der Botaniker Roman Türk spricht über die Flechten.Teil 1: Erfolgreiche Lebensgemeinschaft
Teil 2: Nahrung in extremer Gegend
Teil 3: Lebensraum Antarktis
Teil 4: Umfassende Verbeitung
Teil 5: Geänderte BedingungenFlechten sind Pilze. Carl von Linné bezeichnete sie als das “Pöbelvolk im Pflanzenreich”. Die längste Zeit war das unklar. Sie sind auch heute noch aus der sinnlichen Wahrnehmung meist ausgeschlossen. Wir übersehen sie. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Doppelnatur der Flechten bekannt – die Lebensgemeinschaft von Pilz und Alge.
Die Algen sorgen für die Photosynthese, die Pilze für Halt, Struktur und Vermehrung. Welche interaktiven Prozesse spielen sich zwischen Alge und Pilz ab?
Wo sich höhere Pflanzen nicht entwickeln können, fallen sie auf. In großen Höhen, bei großer Kälte – aber auch bei großer Hitze. Sie halten extreme klimatische Bedingungen gut aus. Was vielen Arten aber schadet, sind erhöhte Stickstoffeinträge aus der Luft. Sie sterben ab, oder werden durch andere Arten verdrängt, die genau diese höheren Stickstoffeinträge lieben.
Interviewpartner:
DR. ROMAN TÜRK, UNIV.-PROF. (I.R.)
Lektor und freier wissenschaftlicher Mitarbeiter
Universität Salzburg, Fachbereich Biowissenschaften
Hellbrunnerstr. 34
5020 Salzburg -
309. Meisterstück: Porzellan
Meisterstück: Porzellanschale von Michaela Dinges, Keramikerin
ORF Österreich 1 – Moment Leben heute, 21. November 2019
SIGNATION
Farbe
Weiß
Oberfläche
Glänzend
Gewicht
Leicht
Form
Für meine Wahrnehmung gleichmäßig
Kunst oder Handwerk?
Es ist Kunsthandwerk
Im Atelier von Michaela Dinges stapeln sich massive Gipsblöcke und zarte Porzellanschalen. Sie ist Keramikerin, um die 40, und sie lebt und arbeitet in Wien. Ihr Meisterstück ist eine Schale.
Die begleitet mich seit nunmehr sechs Jahren und ist immer noch in Verwendung – ist die falsche Bezeichnung – sondern ich produziere sie nach wie vor in ihrer Urform. Ich habe sie nie verbessern wollen oder anders machen und die ist mir mehr oder weniger passiert.
Genau genommen ist also das Meisterstück von Michaela Dinges nicht die Schale selbst, sondern die Gipsform dieser Schale, deren Porzellanabguss, der erste davon, vor ihr steht.
Es ist eine handtellergroße Schale in Form einer Zuckermelone. Da sieht man an der Außenseite die Beschaffenheit, beziehungsweise die Struktur dieser Melone.
Fein unterteilt, gerippt, symmetrisch angelegte Sektoren …
Ja, so ein bisschen wie ein Seestern. – Es ist rau kann man sagen, in dem Fall besonders, weil die ist außen nicht glasiert. Mittlerweile glasiere ich sie innen und außen. Und mir gefallt sie so besser, aber wenn man sie nur innen glasiert, kann es passieren, dass sie sich beim Brand verzieht.
Was bei dieser Form und dieser Schale aber durchaus beabsichtig ist. Denn anders als eine Honigmelone kullert die Porzellanschale in Form einer Honigmelone dann nicht am Tisch herum. Das Runde hat sich beim Trocknen und Brennen ein wenig gesetzt.
Ein bisschen hängt sie, und das macht für sie irgendwie diese interessante Form aus. Was kann ich mit dieser Schale machen? Ich kann super Sachen für den Aperitif reingeben, ich kann sie als Suppenschale verwenden. Man kann sicher auch einen Tee draus trinken. Man kann Dessert darin servieren. Und es ist auf Grund dessen so klein, weil Porzellan als Material an sich beim Brand einen Schwund von 18% hat.
An der Akademie für bildende Künste in Wien hat Michaela Dinges das Arbeiten mit Keramik gelernt, hat dieses Wissen dann lange nicht verwendet und vor sechs Jahren wieder begonnen, herauszufinden, was es mit den Feinheiten des Porzellans genau auf sich hat, wie man gute Formen baut.
Wenn irgend etwas, man nennt das in der keramischen Sprache, wenn etwas untergriffig ist, dann bekomme ich es nicht aus der Form raus.
Anders als das Arbeiten mit Ton, der fest ist, wird Porzellan als Flüssigkeit angerührt.
Flüssigkeit in der Konsistenz ähnlich wie Palatschinkenteig, das ist so ein bisschen eine sämige Masse. Und Porzellan wird gegossen. Du gießt sie in diverse Formen, die du aus Gips anfertigst, rein und der Gips macht nichts anderes, als dass er dieser Porzellanmasse das Wasser entzieht. Das geht relativ schnell, und das Resultat ist, dass sie auf der Innenseite der Gipsform eine festere Schicht bildet. Und wenn ich befinde, dass die Schicht dick genug ist, dann leere ich die restliche Masse wieder aus.
Drei Millimeter etwa ist die Zieldicke. Das dauert dann nicht lange.
Ein, zwei Minuten, das ist ein sehr schnelles Material, es gibt andere, die brauchen länger, aber mir liegt das sogenannte 400Cin-CL. Das ist die Bezeichnung. Das ist relativ flink und sehr weiß.
Einige Stunden warten, bis der Abguss trocken wird, Kleinigkeiten ausbessern, weiter trocknen lassen, brennen und glasieren. Die Schale vor Michaela Dinges ist keine bloße Kopie einer Frucht, der Honigmelone. Sie ist anders.
Ich will ja da eine gewisse Veränderung haben. Es ist ein bisschen rau, es hat eine kühle Haptik, es ist ein bisschen steril weiß. Es geht so ein bisschen in diese Ästhetik rein von etwas Stylischem.
In den letzten Jahren sind weiter Porzellan-Früchte dazugekommen, die Michaela Dinges aus der Urschale, dem Meisterstück entwickelt hat: Zitrone, Quitte, Granatapfel …
Orange, Apfel, Birne, Avocado… Ich liebe es, Fitzelarbeiten zu machen, wo andere sagen, dass du das überhaupt siehst. Wenn ich Porzellan mache, oder wenn ich an meinen Sachen arbeite, ist in Windeseile dieses Gefühl da, wo es mir gut geht. Es macht mir immer Spaß, ich liebe es.
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Bienenpodcasts von anderswo
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Bienengespräche – Podcast Feed-Adresse: https://www.sprechkontakt.at/show/bg/feed/mp3/
Es gibt auch weitere aktuelle Podcasts zum Thema Bienen. Stand: Oktober 2019
Kiwimana | New Zealand | iTunes | Feed
“Established in 2009. If you want to learn about beekeeping this is the show for you. It’s been described by many as fun and informative. Hosts Gary and Margaret from New Zealand share tips, interviews and news about beekeeping. We discuss ways to bee more successful with your bees, get a sweet honey crop and keep your bees healthy.”
“The podcast for the latest beekeeping news, information and entertainment for today’s beekeeper. Hosts Jeff Ott and Bee Culture’s Editor-in-Chief, Kim Flottum bring you interviews and commentary helping you become a more informed and knowledgeable beekeeper.”
The Beekeeper’s Corner | iTunes
Kevin Inglin is a hobby beekeeper from central New Jersey, USA.
“What happens when you take a professional Fishing Guide, pair him with a Master Beekeeper, and throw in some Texas Red Headed Mutt Honeybees? Well, we are about to find out!”
The Contrary Beekeepers Show | iTunes
“Join us as we journey into beekeeping while we learn to be the change, one hive at a time.”
The Beehive Jive | iTunes
“The Beehive Jive podcast is hosted by two beekeeping friends: Tracey and Paul. Keeping honey bees in South London they regularly chat about their adventures juggling bees. It seemed like a good idea to record them and a podcast was born.”
Urban Bee | San Francisco
“Terry Oxford is an urban rooftop beekeeper in downtown San Francisco, California. A graduate of UC Berkeley, Terry is a long time activist and environmentalist. Terry’s focus is natural, sustainable beekeeping and her goal is strong and healthy bees that require little human intervention and no chemical interference. Her desire is to expose the use of, and assist in banning systemic poisons (neonicotinoids, fungicides and herbicides.) in ornamental trees and plants at nurseries.”
PolliNation Podcast | Oregon State University | iTunes
“For people making bold strides to improve the health of pollinators.”
Honey Bee My Teacher | iTunes
“Sustainable stewardship of our environment to preserve our life requires caring for our pollinators. We can successfully share small spaces together if we take care of each other.”
Beekeeping Short and Sweet | iTunes
“A Beekeeping Podcast for the Inquisitive Beekeeper with a Short Attention Span!”
Beekeeping at Five Apple Farm | iTunes
“Sustainable beekeeping, bees, planting trees and shrubs for pollinators at Five Apple Farm in the Appalachian mountains of NC.”
Beekeeper Confidential | iTunes
“A podcast about the curious lives of beekeepers and their bees.”
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FYYD Podcastverzeichnis
Wer eine Podcastepisode zu einem bestimmten Thema sucht, ist bei FYYD gut aufgehoben. Es gibt dort auch die Möglichkeit, kuratierte Listen zu erstellen sowie Player mit bestimmten Episoden in WordPress-Seiten einzubetten.
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308a. Lichtbilder des Universums
Der Astronom Stefan Meingast von der Universitätssternwarte Wien spricht über die Astrofotografie.
Wer den Himmel fotografieren will, muss sich mit einigen Problemen auseinandersetzen, die es zu lösen gilt, um ebenso schöne farb- und formenreiche Bilder vom Nachthimmel zu erhalten, die wir aus der professionellen Astrofotografie kennen.
Erstens sind die Objekte weit weg. Wir müssen vergrößern, um sie fotografieren zu können. Zweitens sind die Objekte lichtschwach. Wir müssen Licht über längere Zeit sammeln, um sie heller abzubilden, als sie am Himmel erscheinen. Drittens verhindert die Erddrehung, dass sie in dieser Zeit scharf abgebildet werden. Wir müssen das Fernrohr der scheinbaren Bewegung der Sterne nachführen, um immer dieselbe Stelle der Aufnahme zu belichten. Und viertens verhindern die Lichter der Stadt, dass die feinen Lichter der Planeten, Sterne und Galaxien überhaupt erst sichtbar werden.
Es gibt Objekte am Himmel, die trotzdem fotografiert werden können, auch wenn man nicht alle Probleme lösen kann: Der Mond ist nahe, groß und lichtstark, nahe Planeten und Galaxien können auch schon mit leichten Vergrößerungen gut sichtbar gemacht werden, ausgedehnte Gasnebel zum Beispiel im Sternbild des Orions werden auch schon durch kürzere Belichtungszeiten am Foto sichtbarerer, als sie es für das freie Auge je sind.
Für die professionelle Astrofotografie geben die Bilder des nahen und fernen Universums Hinweise auf seine Entwicklung. Wie entstehen Sterne? Welche Prozesse sind beteiligt? Wie ist das Universum entstanden und wie ist es heute aufgebaut? Die Bilder ermöglichen das Kennenlernen von Gegenden, die weit in die Vergangenheit zurückreichen, da das Licht oft lange Zeit unterwegs war, bis es die Linsen der Kameras erreichte.
Service
GESPRÄCHSPARTNER:Dr. Stefan Meingast, Bakk. MSc.
Universität Wien
Institut für Astrophysik
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_1 Teil 1 : Leuchtende Wolken
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_1
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_2 Teil 2 : Ruhe und Bewegung
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_2
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_3 Teil 3 : Aufschlussreiche Strukturen
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_3
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_4 Teil 4 : Blicke in die Vergangenheit
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_4
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_5 Teil 5 : Heimatgalaxie Milchstraße
Filename: radio308a_nat_lichtbilderdesuniversums_5
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308. Randnotizen: Bücher
ORF Radio Österreich 1 – Moment Leben heute, Randnotizen / 14.10.2019
Lothar Bodingbauer über die Verwendung von Büchern.SIGNATION
Ich muss Ihnen jetzt etwas erzählen, aber Sie müssen mir versprechen, dass Sie nicht lachen. Ja?
Es war vor einer Woche, ich kenne mich ganz gut aus in Mathematik, und eine ungefähr 17-jährige Schülerin hat mich gebeten, ihr beim Mathematiklernen zu helfen. So etwas macht man doch gerne, wenn man gut ist in Mathematik, und natürlich hat man ein bisschen den Wunsch, nicht nur die Antworten auf Fragen zu geben, sondern auch ein bisschen was von seiner Erfahrung weiterzugeben, wie man schwierige Dinge lernt, wie man sein Wissen vervollständigt, wenn etwas davon noch fehlt.
“Was sind denn statistische Kennzahlen”, fragte die Schülerin, zum Beispiel der Mittelwert, aber wer weiß, was es da noch alles gibt. “Schau doch mal im Mathematikbuch nach”, sagte ich. Das Mädchen nahm da Buch in die Hand, und wog es ein bisschen wie unschlüssig hin und her. Es öffnete das Buch und sah dabei ein wenig verloren aus. “Weißt du”, sagte ich, “da gibt es ganz hinten eine Liste mit wichtigen Wörtern, die im Buch vorkommen, der Index, da schauen wir jetzt einfach nach”. Und tatsächlich, unter “Statistische Kennzahlen”, und unter “Kennzahlen, Komma, statistische” standen beide Male die gleichen Seitennummern, nämlich 31. Das Gesicht des Mädchens erhellte sich. Es schlug die Seite auf und fand dort gleich auch die Überschrift: “Statistische Kennzahlen”.
Das hat der jungen Frau gefallen. Sie fand auf dieser Seite dann alles, den Modus, den Mittelwert, den Median und die Standardabweichung. All das, was sie im Unterricht bereits irgendwann gehört hat. Und dann, ich wollte die Chance nützen, sagte ich ihr, “es hilft oft, wenn man sich in diesem Kapitel ein wenig umschaut, was es sonst noch alles gibt. Blättere doch mal nach vor.“ Sie schaute ein wenig unschlüssig und wog das Buch in den Händen. Blätterte ein wenig herum. “Vorne ist links”, sagte ich, “das Buch ist nach aufsteigenden Seitenzahlen geordnet.” Und schon war sie vorne beim Anfang des Kapitels. Sie stellte fest, dass es neben “statistische Kennzahlen” auch noch ganz andere Überschriften gibt, und ich sagte ihr, das das Herumblättern ganz praktisch wäre, weil man dann einen Überblick bekäme, was es sonst noch alles gibt. Beim nächsten Mal würde man sich dann besser zurechtfinden.
Das Gesicht der Schülerin erhellte sich weiter. “Und schau, ganz vorne im Buch, da gibt es ein Inhaltsverzeichnis”, sagte ich. Sie schaute gleich nach und sah dort auf wenigen Zentimetern alle Überschriften untereinander, denen sie durch das Blättern im Buch begegnet war. Sie war hin und weg. *Das* hätte ihr noch niemand gezeigt. Das Konzept „Buch“ gefiel ihr. *Das* hätte ihr noch niemand gezeigt.
TRENNER
Jetzt kann man sagen, blöd gelaufen, ich hatte es mit jemandem zu tun, der gar keine Ahnung hat. Aber so einfach lässt sich die Sache nicht vom Tisch wischen, denn: “Computer – was ist die Fläche Österreichs?” Die Antwort kommt vom Smartphone, ganz ohne Buch.
OT “Österreich ist 83 879 Quadratkilometer groß”
Und, ist nicht Wikipedia ganz ohne Seitennummern geschrieben, mit Hyperlinks, und wenn man liest, schiebt man die Seite am Bildschirm mit dem Finger nach oben. Wikipedia, oder überhaupt, das Internet, kennt keine Seitennummern, warum soll man dann wissen wollen, wo vorne ist im Internet?
Der Tag mit dieser Schülerin hat mein Leben in zwei Hälften geteilt. Wie Christi Geburt unsere Zeitrechnung. In eine Zeit vorher, und eine Zeit nachher. Wir leben jetzt etwa im Jahr 5 “nach der Verwendung von Büchern”. Wir haben es jetzt offenbar mit Menschen zu tun, die Bücher nur mehr vom Hörensagen kennen. Sie werden von Lehrerinnen und Lehrern begleitet, die das – so wie ich – oder vermutlich auch Sie – noch nicht vollständig erfasst haben. Die vergessen, den Schülerinnen, den Schülern, die Funktionsweise eines Buches zu erklären, wenn sie es zum Beispiel als Schulbücher austeilen. Und das Rührende an der ganzen Geschichte ist, wie viel Wohlwollen das Mädchen dieser Idee eines Buches entgegengebracht hat. Das Mädchen war hin und weg vom Mathebuch, das ihr noch niemand erklärt hat. Und ich hoffe, Sie haben bei der ganzen Geschichte jetzt weder gelacht – noch geweint. Computer, erzähl einen Witz!
OT „Welches ist das älteste Musikinstrument? Das Akkordeon, es hat die meisten Falten“.
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Glocken aus Uusi Valamo, Finnland
Aufnahme von 1992: Glocken aus dem finnischen Kloster “Uusi Valamo”. Gehört noch vor dem Einstieg ins Radiohandwerk. Gewidmet dem Radiolehrer Manfred Steinhuber. Im Kloster kann man für Kost und Quartier arbeiten.
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Update: Aufnahme von 2019: Die Melodie hat sich die Jahre über gewandelt. Sie wird nach Auskunft der Mönche im Gedächtnis weitergegeben, wenn ein anderer Mönch spielt, prägt er sie nach seinen Vorstellungen. Angeblich gibt es auch einen italienischen Glockenspiellehrer, der 2019 kommen hätte sollen, der aber nicht gekommen ist. Das Foto stammt auch aus diesem Jahr.
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Link: Uusi Valamo
