•   / 2008 / Neubers Enkel, Wien
  • Der Weltraumforscher Helmut Rucker über die Physik des erdnahen Weltraums.

    Die Sonne sendet nicht nur Licht zur Erde, sondern auch massive Teilchen, die vom Erdmagnetfeld abgefangen werden. Es entstehen Nordlichter, wenn diese Teilchen mit den Molekülen der hohen Atmosphäre zusammenstoßen. Normalerweise sind diese Polarlichter nur in den Regionen um die Pole sichtbar. Bei großen Sonnenstürmen werden jedoch ausbruchsartig große Mengen von Materie aus der Sonne in Richtung Erde geschleudert und Leuchterscheinungen gibt es dann auch in unseren Breiten. Sonnenstürme bergen dabei durchaus eine Gefahr für Leben, das auf Technologie angewiesen ist: Umspannungswerke können zerstört werden, und Flugzeuge werden angewiesen, die Polrouten zu meiden, da die Strahlung eine Gefahr für das Leben darstellt.

  • Dr. Bodingbauers Sammelsurium Physikalischer Besonderheiten

    Autor: Lothar Bodingbauer
    Verlag: Pichler, 2006
    ISBN: 3854314094
    Preis: 16,90 EUR.

    Kurier Freizeit: Für alle, die den Unterricht geistig geschwänzt haben, gibt es “Dr. Bodingbauers Sammelsurium physikalischer Besonderheiten”.

    Radio Stefansdom: Klein, kurios, kongenial! … Pflichtlektüre für Wissensdurstige.”

    Sand am Meer: Auch komplizierte und schwierige Zusammenhänge werden auch für physikalische Laien leicht verständlich erklärt.

    Lassen Sie sich also nicht von halbherzigen Erklärungen benebeln, für Fragen, die Sie selbst nie stellen würden!

    Dieses Buch bietet Ihnen einen unterhaltsamen Kleininformations-Rundumschlag durch alle Fachbereiche der Physik, hilfreiche Informations-Kanapees für Wissensdurstige mit den erlesensten Zutaten: Unfälle, Paradoxien, pikante Erklärungen und alles ganz übersichtlich. Einzige Voraussetzungen: keine.

    Illustrationen von Stefan Torreiter. Geeignet für eine Zugreise, für Zuhause und die freie Zeit am Wochenende. Wer die ersten physikalischen Geschichten gelesen hat, wird die folgenden nicht missen wollen. Der Wunsch, sie weiterzuerzählen wächst. Eine abwechslungsreiche Berg- und Talfahrt durch den Hochnebel physikalischer Erkenntnis.

    ganzklarchemie4

    Jugend und Volk
    Ganz klar – Chemie 4

    Klar, übersichtlich und verständlich werden in diesem neuen Schulbuch die Grundlagen der Chemie dargestellt.
    Eine collageartige Doppelseite am Anfang jedes Kapitels ermöglicht durch gemeinsame Diskussion den Zusammenhang zwischen Chemie und Alltag herzustellen. Die Texte sind altersgerecht, spannend und abwechslungsreich geschrieben. Jede Seite enthält verblüffende Zusatzinformationen unter dem Stichwort “Hättest du gewusst, dass …”. Zahlreiche Internetaufgaben ermuntern zur selbstständigen Informationssuche. Auf die Themen abgestimmte Aussagen und Erlebnisse von ForscherInnen sorgen für einen spannenden und abwechslungsreichen Unterricht. Merksätze fassen das chemische Wissen in kompakter Weise zusammen.
    Das Buch enthält zahlreiche, jeweils mit zwei Abbildungen illustrierte SchülerInnen-Experimente, die das eigentständige Forschen und Entdecken ermöglichen. Jede Doppelseite des Buches ist vom Umfang auf eine Unterrichtseinheit ausgelegt. Das kostenlose Lehrerbegleitheft bietet unter anderem alle Antworten auf die Aufgabenstellungen im Buch und Hinweise zu den einzelnen Experimenten. SbX (Internetergänzung, SB-Nr. 130350) und SbX-Kombi (Buch + Internetergänzung, SB-Nr. 130903) können (beide ab dem Schuljahr 2007/08) nicht privat (z. B. von Schülern) bestellt werden, sondern nur im Rahmen der Schulbuchaktion.
    Detailliertes Lehrerbegleitheft mit Kopiervorlagen gratis.

  • Der Chemiker Thomas Loerting von der Uni Innsbruck spricht über die Formen von Eis. 18 verschiedene Formen gibt es von gefrorenem Wasser, von denen die meisten nur im Labor vorkommen. Unter hohem Druck und tiefer Temperatur können die exotischen Formen hergestellt werden.

  •   / Naschmarkt Wien
      / Naschmarkt Wien
  • Vor 10 Jahren in Wien. 1996. Genauer Ort der Begebenheit: In diesem Café. Das Café Westend. Sie ahnen es. Ein richtiges Wiener Café. Mein Lieblingscafé, weil es ein wenig abgewetzt wirkt, weil vor den großen Fenstern die Straßenbahnen vorbeifahren, und vor allem, weil es am Westbahnhof liegt und ich jederzeit in einen der Züge steigen könnte, um diese schöne Stadt in Richtung Amsterdam, Paris oder Budapest zu verlassen. In genau diesem Café trug sich an diesem Tag Ungeheuerliches zu.

    Wie es in der Natur der Sache liegt, kann man an diesem Ort nicht nur Wien verlassen, sondern auch betreten. Und nicht wenige Touristen aus dem Ausland beginnen ihren Aufenthalt eben im Café Westend.
    Ich habe seit Jahren die Gepflogenheiten der Herren Ober studiert, weiß was man tut, und weiß, was man besser läßt. Ich kenne die Lautstärke, in der man „Herr Ober, zahlen“ ruft, weiß, wann ein „bitte“ dazugehört, und wann nicht. Ich kenne mich aus bei der Melange, beim kleinen Braunen, beim Kapuziner und der Schale Gold. Wenn der Herr Manfred im Halbdunkel am Kellnerpult steht, weiß ich, daß es besser ist, das Zahlenwollen um 5 Minuten zu verschieben, weil der Herr Manfred gerade ein Sexhefterl studiert. Irgendwann werde ich ihm auf dem Weg zur Toilette ein neckisches „Aber Herr Manfred“ ins Ohr raunen, aber derartige Intimitäten sind normalerweise nur dem Herrn Doktor erlaubt, der die Zeitungen noch nach der Sperrstunde lesen darf, während er inmitten der hochgestellten Sessel einen Gugelhupf mit Schlag zu sich nimmt.

    Also, um zur Begebenheit dieses Sonntags zurückzukommen: Gäste sind wir gewohnt im Café Westend. Wir fühlen mit ihnen, wenn Sie mit unsicherer Stimme eine Melange bestellen, hoffend, das richtige bestellt zu haben, wenn sie doch nur Kaffee kennen.

    Übrigens, so ganz im Vertrauen: Ein bißchen Schmäh ist bei den ganzen Caféarten dabei. Es sollen einmal vier Herren „Eine Schale Gold, einen gestreckten Braunen, einen Kapuziner und eine Melange bestellt haben. Der Herr Ober ging zur Budel und rief nach hinten: „Mali, vier Café“.

    Ich hielt also gerade in diesem Café meine Nachhilfestunde in Physik ab, erzählte von Einstein und Schrödinger, als ich rechts von mir an einem der Mitteltische, die den Gästen aus dem Ausland vorbehalten sind, zuerst Geraune, dann verdeckten Aufruhr vernam. Ich habe es von Anfang an erlebt, und es hat sich folgendermaßen geschickt.

    Ein Gast aus Deutschland bestellte ein Frühstück. Als er mit „Eine Melange bitte“ begann, applaudierte ich stumm. Er hat sich informiert. Doch dann begann es: „Und zwei Semmerl“. Natürlich hätte ich ihm weiter stille Anerkennung zollen sollen, denn „Semmerl“ zu sagen, das verriet genaue Kenntnisse. Doch etwas hielt mich zurück. „Haummma net“ pfauchte der Herr Ober. Oh Du Armer, weißt Du nicht, daß es am Sonntag hier kein Gebäck gibt? Sei zufrieden mit der Melange und bestell jetzt einen Gugelhupf, dann ist alles gut.

    Der Gast nahm für den zweiten Anlauf seinen Mut zusammen. „Dann näme ich zwei Kipferl“. Oh mein Gott. „Kipferl“ zu sagen, das zeigt ein gerüttelt Maß an linguistischer Fachkenntnis, aber am Sonntag!!!

    „Haumma net!!!!“ Das Selbstbewußtsein des Deutschen war gebrochen, er sank in sich zusammen und ergab sich dem Lokalcolorit. Gottseidank, ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn er rebelliert hätte. Traurige Verwirrtheit machte sich auf seinem Gesicht breit. Ich hätte ihm gerne auf die Schultern geklopft: Das kann ja jedem passieren“.

    Charme, so lehrt mich der Duden, Abteilung Fremdwörter, Charme ist eine liebenswürdig-gewinnende Lebensart. Und dann schreiben die Reiseführer über den Wiener Charme der Wiener Herren Ober im Wiener Café, Wiener Charme ist etwas ganz besonderes. Wiener Charme, verehrte Hörer, ist, wenn der Herr Ober das Tablett mit dem kleinen Braunen grundsätzlich einen Zentimeter über dem Tisch abstellt, und wenn er dabei „No, is scho do“ ruft. Dann können Sie sicher sein, er mag sie.

    Nach vielen Jahren Caféhauserfahrung wurde ich damals beim Eintreten begrüßt mit „Ein kleiner Brauner, der Herr“. Nie habe ich einen kleinen Braunen getrunken, immer nur große, oder eben eine Melange. Aber ich kann ihnen dieses Glücksgefühl nicht beschreiben, diesen wärmenden Strahl der Sonne im schmuddeligen Grau des Alltags, als ich so begrüßt wurde. Ich fühlte, er hat mich angenommen. „Ja bitte, Herr Manfred, und ein Buttersemmerl!“

  • Am Sonntag im Qualitätsradio gehört: “Jüngerinnen und Jünger”. 100 Punkte!

  • Schale, Igel und was drin
  • (c) Google Earth / Lothar Bodingbauer
    (c) Google Earth /LB

    Howland Island – nicht Howard Island

  • Wenn man in Gefahr ist, kleinkariert zu denken, vielleicht hilft es, größer schreiben?

Lothar Bodingbauer ist österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.

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