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Wissenschaft

  • PHS184 Lokale Formen des Regens

    PHS184 Lokale Formen des Regens

    Niederschlag entsteht, wenn gasförmiger Wasserdampf kondensiert. In der Wolke wird das sichtbar. Wenn in der Wolke die Tröpfchen größer werden, fallen sie zu Erde. Soweit so klar. Warum aber bestimmte Gegenden bestimmte Formen des Niederschlags aufweisen, darüber spricht Manfred Dorninger in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree.

    Link: Universität Wien, Institut für Meteorologie und Geophysik

  • LUT003 Der Korrepetitor

    LUT003 Der Korrepetitor

    Anfangen und weitermachen – und dabei mehr auf den Menschen einlassen, als auf das, was er kann.

    Matthias Gerstner ist Korrepetitor an der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst.

    “Musik ist Klang und Klang ist überall.”

    Im Gespräch mit Ingrid Rachbauer und Lothar Bodingbauer erzählt er von den Wegen zum perfekten Stück, das er mit seinen – ja wie sagt man – Klienten, Künstlern, Musikern – erarbeitet. Lernen hat für ihn eine ganz besondere Bedeutung.

    Links: Korrepetitor WP | Universität für Musik und Darstellende Kunst

    Namedropping: Helmut Deutsch WP | Bruno Leonardo GelberWP | Claudio Abbado WP |  Franz Welser-Möst WP | Sergiu Celibidache WP | Der Klavierling

    Aufnahmedatum: 29.09.2013, online seit 29.09.2013. Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wurde am Sonntag, 10. November 2013 im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Moment am Sonntag” ausgestrahlt (Das Lied meines Lebens).

  • LUT002 Christian Schreger

    LUT002 Christian Schreger

    Volksschullehrer im Portrait

    “Wenn du nichts machen kannst, dann kannst du alles machen.”

    Eigene Vorstellungen hat er schon, der Herr Lehrer. Schulbücher passen da nicht gut dazu, und Deutsch als einzige Unterrichtssprache auch nicht. Die Freinet-Pädagogik aber schon, in der Kinder dazu angeleitet werden, selbst die Druckerpresse anzuwerfen.

    Im Gespräch mit Christian Schreger erfährt man viel über seine ganz besondere Art, mit Kindern zu arbeiten.

    Christian Schreger | Sozialer Brennpunkt | Muttersprache | Jugoslawienkriege | Spracherwerb | Sprachförderung | Leseförderung | Freinet-Pädagogik | Schulbücher | Schulpflicht | Mehrstufenklasse | Unterrichtsplanung | Lehrplan | Konservatismus | Digitales Tagebuch | Tier der Woche | Kleine Bücher | Brigitta Busch | Die Presse Bildung | Welt ABC | Becken | Diskriminieren | Sprache | Transsibirische Eisenbahn | Freitagskochen

    Alle Hintergrundartikel sind in diesem “Lob und Tadel 002” – Reader zusammengefasst.

    Aufnahmedatum: 25.09.2013, online seit 27.09.2013.

  • 165. Lokale Formen des Regens

    Meteorologen können an der lokalen Form des Regens die Art der Entstehung ablesen, sie unterscheiden die unterschiedlichen Regenformen darüber hinaus auch in Dauer und Intensität. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)

  • 162. Leben mit Licht

    Der Biochemiker Gottfried Schatz spricht über die Herausforderung für Lebewesen, die Energie des Sonnenlichts nutzbar zu machen.

    Link: Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1

    Programmtext

    Ob auf der Erde Leben entstehen konnte, oder ob es entstehen musste, darüber sind sich Wissenschafter ziemlich einig: Es musste entstehen. Die Chance, dass es entstehen konnte, war gering, aber da das “Experiment”, wie Gottfried Schatz es nennt, so oft und so lange durchgeführt wurde – nämlich die passenden Moleküle zu bilden – war es nur eine Frage der Zeit, bis Leben entstand.

    Die Moleküle des Lebens sind im Vergleich zu vielen anderen chemischen Verbindungen sehr komplex. Um diese Komplexität zu behalten und um alle notwendigen Lebensaktivitäten aufrechtzuerhalten, brauchen lebende Zellen viel Energie. Mit dieser Energie wird in ihrer Umgebung “Unordnung” erzeugt: Wärme. Die große Frage ist, woher die Energie kommt.

    Erste Einzeller verwendeten Energie der Erde, die sie von anderen bereits gebildeten Molekülen im Ozean erhielten. Nachdem diese Energiequelle aufgebraucht war, begannen einige von ihnen, das Licht der Sonne zu nutzen. Die Photosynthese begann, bei der als Abfallprodukt Sauerstoff entsteht, ein für die meisten damals existierenden Einzeller giftiges Gas. Die erste Umweltkatastrophe fand statt. Ihr entkamen einige wenige Einzeller, indem sie die Atmung entwickelten. Mit Hilfe von Sauerstoff werden Überreste von sonnenlichtessenden Einzellern der Umgebung “veratmet”, es entsteht dabei Energie. Sehr viel Energie, die es nun ermöglicht, komplexere Aufgaben des Lebens zu bewältigen.

    Der “große Wurf” gelang dem “Konzept Leben”, als Einzeller, die sich nur wenig Energie durch Gärung erarbeiten konnten, Einzeller, die die Atmung beherrschten, in eine symbiotische Lebensgemeinschaft einluden. Sie sind als “Zellkraftwerke” auch heute noch in jeder Zelle enthalten und werden “Mitochondrien” genannt. Durch diese Symbiose entstanden Zellen, die eigentlich aus zwei Lebewesen bestanden. Die Mitochondrien brachten ihr eigenes Erbgut mit.

    Das von Gottfried Schatz maßgeblich entdeckte Erbmaterial in den Mitochondrien wird übrigens nur von der Mutter an das Kind weitergegeben und ermöglicht so zum Beispiel die Rückführung der Abstammung des modernen Menschen auf nur wenige Urmütter, die in Afrika gelebt haben.

    Pflanzenzellen entstanden durch eine zweifache Symbiose. Einerseits durch die Einladung von “Gästen”, die die Atmung beherrschen (Mitochondrien), andererseits durch die Einladung von “Gästen”, die die Umwandlung von Sonnenlicht durch Photosynthese beherrschen (Chloroplasten).

    Interviewpartner
    Prof. Dr. Gottfried Schatz
    Biozentrum der Universität Basel
    Klingelbergstrasse 50/70
    CH – 4056 Basel

    Biozentrum der Universität Basel


    Teil 1: Filename: radio162_sonnenenergie_1 Die Entstehung des Lebens


    Teil 2: Filename: radio162_sonnenenergie_2 Eine erfolgreiche Symbiose


    Teil 3: Filename: radio162_sonnenenergie_3 Komplexe Moleküle


    Teil 4: Filename: radio162_sonnenenergie_4 Die Weitergabe von Energie


    Teil 5: Filename: radio162_sonnenenergie_5 Unbekannte Organismen


  • 157. Kesselfallenpflanzen

    Kesselfallenblumen fangen Insekten zur Bestäubung ein und lassen sie danach wieder frei. Um das zu bewerkstelligen, gibt es einige bemerkenswerte Anpassungen wie rutschige Oberflächen und Sperrhaare, die der Gefangennahme der Aasfliegen, Mistkäfer und Pilzmücken dienen. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)

  • 155. Leben im Zoo Zürich

    Die Verhaltensbiologin Cordula Galeffi erzählt über Projekte im Zoo Zürich, die das natürliche Verhalten der Tiere fördern. Das Gebiet der Verhaltensanreicherung nimmt im Zürcher Zoo einen wichtigen Stellenwert ein. Seit mehreren Jahren gibt es in diesem Tiergarten eine eigene Kuratorenstelle, die sich ausschließlich damit beschäftigt, wie man das natürliche Verhalten von Tieren in einem extra dafür hergestellten Lebensraum fördern und besser sichtbar machen kann.

    Tiere haben in freier Wildbahn im Zuge der Evolution ein vielfältiges Repertoire an Verhaltensformen entwickelt, um mit den Ansprüchen zurechtzukommen, die das Leben dort an sie stellt. Wie kommt man an Futter, wie schützt man sich, wie gibt man seine Gene weiter? Und noch mehr: Wie organisiert man sich, lebt man alleine, in der Gruppe, was tut man, wenn der Nachwuchs groß wird? Ständig gibt es etwas zu tun, ständig gibt es etwas zu entscheiden. In Zoos wurden diese Problemstellungen lange Zeit durch Menschen gelöst und den Tieren viele Entscheidungen abgenommen. Gelangweilte Tiere entwickeln oft ein stereotypes Verhalten – sie laufen im Gehege auf und ab, werfen den Kopf hin und her.

    Das Konzept der Verhaltensanreicherung besteht im Wesentlichen darin, den Tieren Probleme zu schaffen, die sie lösen müssen. Der Alltag wird anspruchsvoll, er wird bunt, stereotype Verhaltensweisen verschwinden. Verhaltensanreicherung kann auch dazu benützt werden, um die Aktivität der Tiere zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten für die Besucher sichtbar zu machen. Auch die Besucher entwickeln dadurch ein vielfältigeres Verhalten. Es gibt mehr mit unterschiedlichen Methoden zu beobachten, was dem Auftrag der Tiergärten entgegen kommt, Bewusstseinsbildung im Sinne des Artenschutzes und der Ökologie zu betreiben.

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  • 153. Schwein und Mensch

    153. Schwein und Mensch

    Der Evolutionsbiologe Franz Wuketits erzählt über eine facettenreiche Beziehung.

    Es war für die Menschen der Steinzeit offenbar einfacher, ein gezähmtes Schwein durchzufüttern, als sich von wilden Schweinen die Ernte rauben zu lassen. Das ist die Theorie für die Domestizierung von Wildschweinen, die an unterschiedlichen Gegenden der Erde unabhängig voneinander durchgeführt wurde.

    Das Hausschwein ist ein äußerst fruchtbares, in unseren Breiten rosarotes Nutztier, das, artgerecht gehalten, so gar nicht den Vorurteilen entspricht, die Menschen ihm gemeinhin nachsagen. Weder schwitzen Schweine stark – sie haben keine Schweißdrüsen – noch sind sie schmutzig. Körperpflege betreiben sie ausgiebig und oft in Gruppen. Sie sind weder dumm, noch sind sie gefräßiger als andere Tiere.

    Schweine sind den Menschen so ähnlich, dass die Borstentiere sogar als Studienobjekte für medizinische Zwecke dienen können. Auch in Ortsnamen, Sprichworten und Redewendungen haben sie Einzug gehalten.

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  • 145. Hochwässer und Trockenzeiten

    Über die verschiedenen Gesichter einer faszinierenden Flusslandschaft. Der Inn prägt mit seine alpinen Zubringerflüssen den Lebensraum, den er durchfließt, in besonderer Weise. Kalkhaltige und silikathaltige Schwebstoffe begünstigen gleichermaßen Pflanzen, die das eine oder das andere lieben. Im Naturschutzgebiet Unterer Inn, im Innviertel, vor seiner Mündung in die Donau bei Passau sind demzufolge eine Viezahl verschiedener Arten zu finden. Es spricht der Botaniker Michael Hohla. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)

  • 143. Flechten im Stadtgebiet

    143. Flechten im Stadtgebiet

    Sensible Überlebenskünstler: Flechten sind Verbindungen von Pilzen und Algen. Der Pilz sorgt im gemeinsamen Organismus der Flechte für Form und Halt, während sich die Alge um die Energieerzeugung durch Photosynthese kümmert. Flechten werden gemeinhin mit “gesunder Luft” in Verbindung gebracht, und das ist durchaus richtig. Allerdings gibt es eine wahre Bandbreite an Flechten, die zum Teil recht unterschiedliche Bedürfnisse an die Luftqualität haben. Besonders Stickoxide aus Verkehrsabgasen können sich in Verbindung mit Wasser zu düngenden Ammoniaksalzen umformen, was bestimmten Flechtenarten als Dünger dient. Es spricht die Biologin Barbara Wunder.

    Hinweis: Das Interview mit Barbara Wunder wurde mit dem Yellowtec iXs Mikrofon aufgenommen.


    Programmtext

    Flechten sind Verbindungen von Pilzen und Algen. Der Pilz sorgt im gemeinsamen Organismus der Flechte für Form und Halt, während sich die Alge um die Energieerzeugung durch Photosynthese kümmert.

    Flechten werden gemeinhin mit “gesunder Luft” in Verbindung gebracht. Allerdings gibt es eine große Bandbreite an Flechten, die zum Teil recht unterschiedliche Bedürfnisse an die Luftqualität haben. Besonders Stickoxide aus Verkehrsabgasen können sich in Verbindung mit Wasser zu Ammoniaksalzen umformen, was bestimmten Flechtenarten als Dünger dient.

    Zum anderen hat sich die Luftqualität in den Städten in den letzten Jahrzehnten zum Teil massiv gewandelt. Wo früher etwa in Gegenden um die Linzer Schwerindustrie keine Flechten auftauchten, sind manche Arten dort wieder zu finden.

    Autoabgase sind zum wesentlichen Faktor geworden, welche Flechten sich wo ansiedeln. Die Stärke der Flechte, ihre Nährstoffe aus der Luft aufnehmen zu können, ist nämlich auch gleichzeitig ihr Schwachpunkt: Sie nimmt eben auch schädliche Stoffe auf, was zur Schädigung des Organismus führt, wenn er nicht an den jeweiligen Standort angepasst ist.

    Insgesamt wird man, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, an Bäumen, Mauern und Steinen mehr Flechten sehen, als man eigentlich vermuten möchte. Flechten sind daher auch ausgezeichnete Bioindikatoren, die anzeigen, wie es um die Lebensbedingungen im Stadtraum steht.

    Interviewpartnerin:

    Dr. Barbara Wunder
    Biologiezentrum der oberösterreichischen Landesmuseen
    Johann-Wilhelm-Klein-Straße 73
    A-4040 Linz-Dornach


    Teil 1: Filename: radio143_flechten_1 Eine überraschende Verbreitung

    Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_1


    Teil 2: Filename: radio143_flechten_2 Eine erfolgreiche Gemeinschaft

    Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_2


    Teil 3: Filename: radio143_flechten_3 Der Wunsch nach guter Luft

    Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_3


    Teil 4: Filename: radio143_flechten_4 Harte Bedingungen

    Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_4


    Teil 5: Filename: radio143_flechten_5 Grüne Oasen im Stadtraum

    Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_5


    Link zum Artikel in ÖKO-L 34/1 (2012) Flechten in Linz (PDF)

    Episodenbild: Parmelina-tiliacea / Barbara Wunder