Radio, Science, Education

Wien

Tagebuch

  • Aufgeräumt. Betreute Websites auf Schiene.

    Backups eingerichtet, Plugins aktualisiert. Alles fährt. Hier ist die Übersicht aller “sprechkontaktbetreuten” Internetseiten.


    1. Sprechkontakt mit neuer Musik
    2. Ressources for Inspired Teachers
    3. Physikalische Soiree Knowledge Base
    4. Sprechkontakt Main Site
    5. Sprechkontakt mit Bildung
    6. Sprechkontakt mit Wissenschaft
    7. Sprechkontakt mit Bienen und Natur
    8. Sprechkontakt mit Kunst und Können
    9. Römermuseum Ochzethaus
    10. BeeVienna Bienen in Wien
    11. Abendgymnasien Österreichs
    12. Abendgymnasium Wien
    13. Cititzenship Education and Islam
  • Idee: “Podrun” im Salzkammergut – Mitte/Ende August 2016

    Auf den Spuren der Salzkammergutbahn. Suche nach Tönen. Suche nach Geschichten. Die Bahn gibt es nicht mehr, aber Erinnerungen. Mit dem Mikrofon kann man sie sammeln. In einem der schönsten Gegenden Österreichs: im Salzkammergut.

    1 Woche Sommerschule “auf dem Weg”. Radio & Podcasten: Wanderung im Salzkammergut

    * Aufnehmen, Analyse, Kritik, Interview, Geräusche
    * Geschichten, Dramtaturgie, Spannung, Besonderheiten des Hörens
    * Technik, Stereoaufnahmen, Mikrofonabstand, Windschutz

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    Preise im Laufe der Woche für …

    • Das schönste Geräusch
    • Das schönstes Gespräch
    • Die schönste Begegnung
    1. Tag: Salzburg – Thalgau 16,3 km
    2. Tag: Thalgau – Mondsee 15,3 km
    3. Tag: Mondsee – St. Gilgen 14 km
    4. Tag: St. Gilgen – St. Wolfgang 7,4 km
    5. Tag: St. Wolfgang – Strobl 4,5 km
    6. Tag: Strobl – Bad Ischl 12,7 km
    7. Tag: Bad Ischl

    Hintergrund: Gespräch mit Werner Schleritzko, Lob und Tadel #37: Eine Bahn lernen. Er hat ein Buch über Geschichte und Hintergründe der Salzkammergutbahn geschrieben. Ich arbeite an einem Radiobeitrag über diese Bahn und werde in dieser Woche Töne dafür sammeln.

    Gäste und Begegnungen werden auch vorbereitet.

    Unterkünfte am Weg. Thalgau, Jugendherbergen in Mondsee, St. Gilgen, Bad Ischl, St. Wolfgang – Gasthof Zinkenbachmühle, Strobl: Gasthof Weberhäusl.

    Ziel sind sechs Episoden, die täglich live gesendet werden. Mit Einspielungen der vorbereiteten Geräusche und Gesprächsausschnitte. Ziel ist auch, eine schöne Zeit zu haben, in der man lernen, diskutieren, wandern und sich am Salzkammergut erfreuen kann. Mit Schwimmen im Wolfgangsee und Mondsee. Mit Creméschnitte beim Zauner, der wohl besten Konditorei in Bad Ischl – wie zu Kaisers Zeiten.

  • Körperachsen

    coverart_phs_225_1800In der kommenden Physikalischen Soiree geht es um die Ausbildung von Körperachsen (links/rechts, vorne/hinten). Bei der Vorbereitung dazu ist im Kapitel “Gastrula” zu lesen:

    „Es ist nicht die Geburt, die Hochzeit oder der Tod, sondern die Gastrulation, welche in Wirklichkeit der wichtigste Zeitpunkt in deinem Leben ist.“ – Lewis Wolpert

    Bin gespannt, was mein heutiger Gesprächspartner Ulrich Technau von der Uni Wien dazu sagen wird.

    [quote]Damit Zellen in unserem Körper “wissen”, wo sie hingehören und was sie werden sollen, werden früh in der Embryonalentwicklung zwei Körperachsen angelegt. Ein so genannter “Organisator” ist für diese Achsenbildung verantwortlich. In einer aktuellen Publikation im Fachjournal “Nature Communications” haben der Entwicklungsbiologe Ulrich Technau und Grigory Genikhovich von der Universität Wien und sein Team herausgefunden, dass die molekularen Grundlagen dieses Organisators sehr viel älter sind als angenommen und keineswegs eine “Erfindung” der Wirbeltiere: Diese Signalmoleküle entwickelten sich bereits vor 600 Millionen Jahren in den gemeinsamen Vorfahren von Wirbeltieren und Seeanemonen.[/quote]

    Link zur Pressemitteilung: Die Organisation von Körperachsen

    Link zur Physikalischen Soiree 225

  • Wenn Kinder plötzlich nicht zur Schule kommen

    Ist das ein ganz schlechtes Zeichen.

    Bei uns ist vor drei Jahren Gregori plötzlich verschwunden. Die Kinder meinten, es wäre, weil seine Mutter nicht gescheit Deutsch gekonnt hat. Furchtbar. Dazu habe ich für das ORF Österreich 1 Radioprogramm “Moment” Folgendes geschrieben:

    MOMENT RANDNOTIZEN / Lothar Bodingbauer / 25. November 2013

    Löcher sind eine interessante Sache. Und es ist dabei nicht einmal klar, ob Löcher überhaupt zu den Sachen zählen. Denn ein Loch ist die Abwesenheit von etwas, und was nicht ist, kann keine Sache sein. Wie kann man aber dann darüber reden? – Die Sprache macht es einfach: Indem man ihm einen Namen gibt, dem Loch. Ab dann ist es da – obwohl eigentlich etwas weg ist.

    Ein kleiner Freund von mir, er heißt Gregori. Ging in die 2. Volksschulklasse gemeinsam mit meinem Sohn. Als Begleitperson gehe ich manchmal mit, wenn die Klasse zum Tennisplatz marschiert. Gregori erzählt gerne. Erzählt mir zum Beispiel den ganzen Weg zum Tennisplatz von so einem Loch. Er kommt aus Russland und hat einen entzückenden Akzent. Erzählt eine halbe Stunde lang mit größtem Vergnügen über das Loch. Das Loch in allen Facetten. Nie habe ich ein Loch so intensiv erlebt, wie durch das Zuhören von den Gedanken des kleinen Gregori. Weißt du, Lothar, sagte er, Drka heißt Loch. Aber Drtschka heißt „Kleines Loch“. Interessant. Drschtka. Das kleine Loch. Vielleicht hat er etwas andere Wörter dafür verwendet, ich kann ja nicht Russisch, aber, das habe ich mir gemerkt.

    Ein paar Monate später erzählt mir eine Frau in Russland, dass Drka das kleine Loch ist. Und Drtschka ein wirklich extrem kleines Loch. Für den kleinen Gregori war das kleine Loch schon ein großes Loch, und von seiner Warte aus, ist das nur zu verständlich. Und für kleine Kinder, die manche Dinge auch lieber „mit ohne Zimt“ zum Beispiel essen, ist das Loch „mit ohne was“ eben auch sehr interessant.

    Ist ein Loch nun die Abwesenheit von Etwas, oder ist es genau umgekehrt? Ist Wärme die Abwesenheit von Kälte? Oder ist Kälte die Abwesenheit von Wärme? Ist Frieden die Abwesenheit von Krieg? Oder Krieg die Abwesenheit von Frieden? Und ist die Dunkelheit die Abwesenheit von Helligkeit – oder Helligkeit die Abwesenheit von Dunkelheit? Ich würde gerne eine Art Lampe erfinden, die – wenn man sie einschaltet – den Raum dunkel macht. Ich würde diese Lampe dann „Dunkle“ nennen, und ich glaube, für dieses Gerät wär sicher Bedarf – weil man damit Dinge zum verschwinden bringen könnte.

    Verschwunden ist aber Gregori. Von einem Tag auf den anderen. War plötzlich nicht mehr in der Schule. Mein kleiner Freund Gregori. Weg. Mit seinen Gedanken, mit seinen Facetten. Die Kinder waren außer sich, wussten auch nicht genau was war, das einzige was mir mein Sohn erzählen konnte, ist, dass Gregori zurück nach Russland musste, weil seine Mutter nicht so gut Deutsch gekonnt hat. Das ist bei den Kindern hängen geblieben. Weil jemand nicht so gut Deutsch kann, verschwindet ein Kind.

    Es ist aber durchaus möglich, dass Gregori zurück nach Russland musste, weil seine Mutter eine gute Stelle an der Universität erhielt, oder für seinen Vater eine zeitlich befristete Stelle in Österreich endete. Wer weiß! Aber wenn bei den Kindern hängenbleibt, er musste zurück, weil seine Mutter nicht gut Deutsch konnte, ist das fatal für die Diskussion um die Sprache, um Integration. Um das Dazugehören. Wer nicht gut Deutsch kann, verschwindet.

    Ein Loch kann man übrigens kaufen. Das Nichts. Wer es nicht glaubt, ruft ein Baggerunternehmen an und erkundigt sich, was es kostet, so ein Loch im Garten. Da kann man sich reinsetzen und den Himmel anschauen, und weiter nachdenken, ob was da ist, oder ob wer fehlt.

  • a.b.c.psssst.neue-musik?

    a.b.c.psssst.neue-musik?

    Was muss man wissen, um zeitgenössische Musik gern zu haben? Mit Schwung erzählen wir in Episode eins Vom Fliegen und von Flugversuchen. Wie die Katze in den Schnee kam, ist auch uns ein Rätsel. Wie das Kinderlied im Reich der zeitgenössischen Musik bearbeitet werden kann, und was man da beim Hören spürt, das klären wir in Episode zwei. Von leisen Spuren und Lautmalerei. Leise Töne dann – und über individuelle Schmerzgrenzen reden wir in Episode fünf. Sportliches mit Kraft und Ausdauer? Gerne. Episode 22. Stay tuned. In Episode 50 geht’s um’s Schluss machen. Das wird nämlich die letzte sein, wenn alles so gut läuft, wie jetzt geplant. Also: Wir haben unsre Mikros gerichtet, Elisabeth in Ulm, und Lothar in Wien, wir feilen Krallen und Konzept.

    https://www.sprechkontakt.at/horch/

  • Über die Bienengespräche

    Das ist die voraufgezeichnete Version des Talks, den ich – in anderen Worten – am Unsubscribe Podcasting Meetup in Wien am 4. Juni 2016 zum Hintergrund der Bienengespräche (Podcast) gehalten habe.

    Den Live-Mitschnitt gibt es hier:

    Eine wunderschöne “Mitschrift”- hat Jana gemacht.

    Mehr zum Podcasten auf der Plattform sendegate.de – dort drüben dreht sich alles um das Thema, und man ist dort auch als Neue/r bestens aufgehoben.

  • Workshopideen

    Worüber lohnt es sich zu reden?
    Schreiben unter Druck
    Schreiben mit Stress
    Schreiben ohne Spaß
    Mathematik für Loser

  • Immer schön sortiert

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    Es ist wichtig, dass das Equipment immer bereit steht.

  • Jung und Naiv: Der Vorstandsvorsitzende des Allianz-Konzerns, Oliver Bäte

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    Schönes Gespräch über Versicherungen gehört. Vom Vorstandsvorsitzenden selbst, im “Du” mit Tilo Jung. Sehr hübsche Einblicke in eine Szene, die man nur von außen kennt. Das hat schon was, gleich mit dem Chef zu reden, wenn der auch begründen kann, warum er das tut. Und das tut er.

    Link und Emfehlung: Jung & Naiv 257

  • Hörtipp: Radiospurensuche in Island

    Der großartige Richard Fidler (Conversations, ABC Radio National) besucht mit seinem Freund, dem Schriftsteller Kári Gíslason, Island. Ein langer Weg von Australien. Sie machen sich auf die Suche nach den Geschichten Islands, die über den “Saga Writer” Snorri Sturluson in direkter Verbindung mit Kári stehen. Er ist mit ihm verwandt.

    Entstanden ist eine vierteilige Radio-Geschichtenreihe, die auch eine Familiengeschichte ist. Eine Entdeckungsreise, Spurensuche, die viele Fäden aufwirft und zusammenführt. Wir hören dabei die Geschichten von Gunnar, Gudrun, Gisli und Egil, wunderschön vor Ort erzählt und mit Gedanken von Richard und Kári, Familienmitgliedern und Wissenschaftler/innen begleitet.

    Link zu Teil 1 | Teil 2 | Teil 3Teil 4