science | media | education | texte, töne und geschichten für podcast, radio, museum; für bildung und für wissenschaft

formate: ambiente, bienengespräche, ceai, crispr-cast, diagonal, dimensionen, europajournal, forschung aktuell, journal panorama, kinderuni, lob und tadel, markt und medien, moment am sonntag, moment leben heute, physikalische soiree, radiokolleg, rudi radiohund, sonntagsspaziergang, the macher report, vom leben der natur, plattformen: wien.abendgynasium, beevienna, bienenpodcast, deutschlandfunk, floh.sprechkontakt.at, geocaching, horch.xyz, itunes podcast, lobundtadel, orf radio oe1, oe1 macht schule, physikalischesoiree, phyx, roemermuseum ochzethaus, schallaburg, sendegate, sparkling science, sprechkontakt, stadtgespräch, technisches museum wien, teachingmethodsonline, themacher, universität wien, wien energie, wissenschaftspodcasts, themen: bildung, gesellschaft, handwerk, kulturgeschichte, leben, menschen, prozess vs. zustand, natur, reise, wissenschaft

 

Vom Leben der Natur

Es ist immer schön, wenn sich jemand am Ergebnis einer Arbeit freut. 58 Wochen habe ich bisher mit Wissenschaftler/innen für diese Hörfunkreihe gestaltet. Und gefreut hat sich Wolfgang Freitag am 1.10.2017 in der Tageszeitung “Die Presse”. Vom Leben der Natur kann man hier auch als Podcastfeed abonnieren.

Subscribe 9 – Podcaster/innen in MUC

Bitte, geht doch. Verständlichkeit ist eine Tugend der Könige.

Als Gast beim Bayerischen Rundfunk treffen sich im Oktober 2017 Podcaster/innen des deutschsprachigen Raums.

Zum Programm bitte hier entlang – die Folien meiner Konferenzbeiträge gibt es auch hier:

Workshop: Schreiben wie ein Hai. Texte, die wir gerne lesen. Die Präsentation hier als PDF File.

Eine der größten Katastrophen der Menschheit ist die Trennung der geschriebenen von der gesprochenen Sprache. – L. Bodingbauer

Workshop: Featurebau / Radiofeature. Die Präsentation hier als Webseite. Angesprochene Audiobeispiele sind hier, den Zugang bitte per Mail erfragen.

Talk mit Melanie Bartos zur Podcastlandschaft Österreich im Herbst 2017. Hier als HTML Seiten.

In der Wiener Kläranlage

Zoom F8, 2 Headsets, eine Sennheiser Funkstrecke. Perfekt alles funktioniert. Auphonic noch verboten, das Rauschen rauszurechnen. Batterien halten 3 Stunden. Den 125 min. Podcast darüber gibt es drüben im Stadtgespräch #7.

 

Foto: Marie-Theres Gartner

Einen Sommerkurs zusammenstellen

Ich stelle gerade für Mathematik-Anfänger/innen einen Sommerkurs zusammen. Ziel: die Grundlagen, Kurs online auf Smartphone, gute Texte. Einfachstes Niveau. Sprachförderung. Zielgruppe: junge Erwachsene.

Link: Hier gehts zum Sommerkurs

Interessant dabei sind für mich folgende Punkte:

  1. Wie kann dieser Kurs schwellenlos zugänglich sein? Auf einer eigenen Website, nämlich meiner: http://www.phyx.at/. Moodle fällt durch Zugangsbeschränkungen aus. Meine Site läuft als WordPress Installation via 1&1 Host und hat erstaunlicherweise relativ viele Zugriffe. Das Theme heißt Extra und kommt von Elegant Themes. Als eigene Seite ist sie von Arbeitgebern/Auftraggebern unabhängig.
  2. Wie kann ich mathematische Symbole darstellen? Problemlos, WordPress kann Latex. Wie es geht, steht hier. Besser noch, hier.
  3. Grafik ist ein Thema, geht aber mit den vorhandenen üblichen Mitteln gut brauchbar nebenher. Video, Audio, Fotos ebenso. Camtasia schneiden, YouTubes Upload. Funktioniert. Uploads leider langsam am Land. Interessant wäre ein (grafisches) Kursdesign durch Profis oder Studierende der “Grafischen”. Das wäre eine wesentliche nächste Stufe.
  4. Ich liefere regelmäßig zwei Kapitel die Woche, Montag und Freitag. Das braucht eine hohe Disziplin, bringt aber einen schönen Arbeitsrhythmus, der sich herauskristallisiert. Schnell und regelmäßig ist besser als perfekt und nie. Das Programm ist in einer Liste hier veröffentlicht.
  5. Wie erfahren die Leute davon. Über die Schulhomepage. Über einen Newsletter, der kostenlos via Mailchimp läuft, über eine Facebook Seite “Mathe Grundlagen” und über Posts auf der Abendgymnasium Facebook Seite, ursprünglich als Ankündigung, zunehmend aber als Rätsel und Aufgaben. Diese Soziale-Medien-Arbeit ist extrem interessant, braucht viel Erfahrung, die man hier auch sammeln kann. Ein Rätsel geposted? Leute kommentieren. Wer antwortet? Ich. Wie antwortet man? Freundlich. Als wa antwortet man? Als Person? Als Schule? Und was ist freundlich?
  6. Interessant sind Vorbilder: Master Class sind gegenwärtig High_End Kurs im Netz. Ich habe für rund 80€ den Kurs von Steve Martin gebucht und sehe, wie attraktiv Online Kurse im Netz laufen können. Und: Udemy. Dort habe ich Pepper Your Voice, Singen ohne Grenzen für 10€ gebucht. Diese Kurse sind sehr schön. Der britische Mathematiker/Mathematikjournalist Simon Singh hat ein Sommerprogramm laufen: Parallels. Sehr hübsch, kostenlos, Zielgruppe Kinder. Update: Simon und sein Techniker Philipp haben sich gemeldet, die Authentifizierung erfolgt über Google Firebase, den Code für die Klick-Strecken hat er auf Github bereitgestellt.
  7. Interessant ist die Sprache. Die Kurstexte sind schnell geschrieben, sind dann aber meist zu lang. Schnell und viel schreiben ist keine Kunst. Wenig und schön schreiben schon. Hier ist aber durch die hohe Schlagzahl der veröffentlichten Kapitel handwerkliche Verbesserung zu erwarten.
  8. Einige extrem wichtige Tipps für Sprache, die sich an Deutschlernende richtig, stehen in diesem Buch:”DaZ im Fachunterricht: Sprachbarrieren überwinden – Schüler erreichen und fördern”. Das hätte man sich so oft nicht gedacht. (Link zum Buch bei Amazon). Weitere Hilfe bekomme ich von Maria Fatoba, Lehrerin am Abendgymnasium. Beispiel: 10 Vögel sitzen am Zaun. Nein. Auf dem Zaun sitzen sie. Ein Podcast-Gespräch über ihre Arbeit gibt es hier zu hören.
  9. Wie viel kann man weglassen? Mathe ist oft überfrachtet. Wenn ich gedankenlos arbeite, wird das Niveau schnell zu kompliziert. Der Lehrplan für das 1. Semester ist erstaunlicherweise sehr schlank. Er unterstützt das “Weglassen” durchaus. (Hier in der Version für Abendschulen)
  10. Wie baue ich den Kurs? Nett und alltagsnahe. Komplizierteres geht in die Erweiterungen.
  11. Wie lerne ich: Parallel hat sich ein Lese- und Youtubeverhalten entwickelt. Themen, die ich behandle, schaue ich mir gerne vorher an und notiere Ideen. Diese Notizen verwende ich dann nie, nur was davon in meinem Kopf bleibt, findet Eingang in den Kurs. Beispiel: Analysis von Tobias Hell, Uni Innsbruck.
  12. Was bringt das Ganze? Handwerklich ein Update, wie Kurse heute aussehen können. Es hat sich technologisch viel getan. Smartphones sind oft die einzigen elektronischen Geräte von Studierenden des Abendgymnasiums; gleichzeitig besteht Bedarf an Mathe-Wiederholungen.
  13. Was fehlt noch? Rückmeldungen, Verbesserung der Kapitel. Das wäre dann für eine zweite Welle geplant. Dadurch, dass der Kurs offen im Netz schwimmt, ist er zugänglich und sollte daher auch in einem Verbesserungsdruck stehen. Wie teile ich meine Erfahrungen?
  14. Fehlerkorrektur. Es gibt pro Kapitel viele kleine Fehler. Abstände. Unverständlichkeiten. Echte Fehler. Dem 14-jährigen Kind versprochen: 5€ pro Kapitel für Fehlersuche, gute Beschäftigung samt  Verdienst in den Ferien. Funktioniert nicht, das wird zu schnell gemacht (gehudelt). Besser: pro gefundenen Fehler 0,50€ – da ist es erstrebenswert, möglichst viele Fehler zu finden. (Und von meiner Seite aus möglichst wenige zu machen). Update: Kapitel 1 für 21€ korrigiert. Die Korrekturen einzuarbeiten, hat noch ein paar Stunden gedauert. Dafür ist es jetzt schön.
  15. Interessant ist nun auch, die Youtube Videos zu untertiteln. Und das nicht selbst zu tun, sondern eine Community darauf anzusetzen.

Update nach der Hälfte der Kapitel:

  1. Man wird gut im Code. In Darstellungsfragen. Dass ich Leerzeilen mit   im HTML/Wordpresscode erzwingen kann. Wie die Abfolge von Überschrift und Text und Latex-Formel gut aussieht. Ich sucht schnell nach Fotos in meiner Bibliothek. Sie sind wichtig.
  2. Die Frage ist, wie kann ich das tiefste Niveau ansteuern, mir der einfachsten Sprache, das aber für Menschen, die Jugendliches sind, oder älter, die aber noch nicht zu Deutsch können. Und das Ganze so, dass es auch für Deutschsprechende konzise ist. Es ist insgesamt eine Haltungsfrage, verständlich zu sein. Verständlichkeit, so hat mein Mathematikprofessor und begnadeter Skripten- und Lehrbuchautor Günter Malle gesagt, Verständlichkeit ist eine Tugend der Könige.
  3. Was ist die Geschichte? Das ist auch bei einem Mathematikkurs die zentrale Frage, die man sich bei jedem Kapitel stellen kann. Sollte.

In den Kursnewsletter kann man sich hier eintragen, wer möchte, bleibt so auf dem Laufenden, was “draußen” ankommt.



Manifest. 12 mal „So muss Schule.“

  1. Transparenz: Planungen, Gedanken, Diskussionen sind zugänglich.
  2. Zusammenarbeit: Ergebnisse entstehen immer gemeinsam.
  3. Wollen: Die Grundlage des Lernens.
  4. Verantwortung: Jeder übernimmt seinen Teil.
  5. Sprache: Über das Tun reden. In drei Sprachen.
  6. Konflikte: Gehören dazu und bieten immer Möglichkeiten.
  7. Individualisierung: Lernen je nach Können und Wollen.
  8. Lehrplan: Sicherung der Schnittstellen.
  9. Kompetenzorientierung: Können gehört zum Wissen.
  10. Erlebnisse: An sie erinnern wir uns.
  11. Wertschätzung: Positive Bestärkung sichert jeden Lernweg.
  12. Wiederholungen, Routinen: Leitlinien für die Entwicklung.

Aspekte der Stimmbildung

Die Stimme ist ein Instrument. Bei täglichem Üben sind erste Erfolge nach 6 Wochen unüberhörbar. Stimmbildung hat große Auswirkungen auf die Kommunikation zu Menschengruppen. Was aus Entfernung einfach als „Stimme“ ankommt, besteht in Wirklichkeit aus einigen wichtigen Aspekten. Jeder Aspekt ist separat trainierbar. Jede Übung zahlt sich aus.

  1. Zeitraum beanspruchen. Inhalt braucht Zeit. Pausen. Stille. Ausatmen. Einatmen. Pausen zwischen Sätzen, zwischen Aufzählungen: Langsamkeit und Ruhe. Zeitraum hat mit Selbstbewusstsein zu tun. Mit dem Ertragen einer Wirkung.
  2. Die „gemäßigte Hochlautung“ ist die Aussprache geschulter Sprecher /innen– zum Beispiel von Österreich 1 Radio. Es ist weniger das perfekt „r“ oder „s“ sondern die Richtige Länge und Geschlossenheit/Offenheit der Selbstlaute a-e-i-o-u. Das Training sollte hier nur mit Lehrer/in erfolgen. Übungen dazu täglich.
  3. Agogische Aufbereitung der Sätze. Das kommt zusätzlich und schafft besser erkennbare Sinnzusammenhänge. “Sprich einmal laut und einmal leise, einmal langsam, einmal schnell, einmal hoch und einmal tief” – das ist ein Aspekt davon, Kommas und Pausen innerhalb von Sätzen, und der Fluss der Sprache darin, ein anderer.
  4. „Die Sonne „tööööönnnnn“. Das hat etwas mit Frequenz und Zeitraum zu tun, mit Energie.
  5. Zu Beginn: Ausatmen, dann Einatmen. Stimmstütze, Atemstütze Zwerchfell. Nur mit Lehrer/in zu trainieren. Übungen dazu.
  6. Das Gegenüber. Kann im Theater in der hintersten Ecke sitzen – dort will man seine Stimme hinschicken. Kann man lernen. Zahlt sich aus.
  7. Der Stimmsitz. Mit welcher Frequenz spreche ich meine Gegenüber an. Eher tiefer wäre besser für die Glaubwürdigkeit. Das muss man aber herausfinden.
  8. Der Inhalt. Wie bei Büchern oder Zeitungen, wo man diskursive gute Inhalte nicht mit schlechten Schriftsätzen schreiben sollte, gehen auch bei der Stimme die Inhalte in Form und Durchführung ein.
  9. Die Grenze. Profi-Sprecher/innen haben ihre Stimme zum Beruf gemacht. Professionelle Aufträge sollten auch von ihnen gemacht werden. Das zu erkennen, ist auch ein wichtiger Aspekt für Nicht-Profis.
  10. Die Authentizität. Man ist, wie man spricht. Und in jedem Moment spricht man so, wie man ist. Die gebildete Stimme kann wie eine Fremdsprache eingesetzt werden. Im normalen Gespräch ist das meist nicht notwendig. Das zu erkennen ist ein Teil der Stimmbildung.

Podcastepisoden einbetten

Funktioniert. Über Fyyd. Die Podcastsuchmaschine. Auf die Episode klicken, und unten “teilen” anwählen, Embed Code kopieren und in einen Post einfügen.

<iframe src=”https://fyyd.de/episode/1752207/player/podigee” frameBorder=”0″ width=”100%”></iframe>

Vor der ersten Frage: Wie man sich technisch auf ein Radiointerview vorbereitet

NPR-Training hat einen kleinen, feinen Artikel geschrieben, was alles zu beachten ist, bevor man ein Radiointerview beginnt. Hier ist meine österreichische Version davon, basierend auf der Struktur des englischsprachigen Artikels von Rob Rosenthal.

Du kennst die/den Interviewpartner/in, hast einen Termin vereinbart, weißt, worüber du mit ihr/ihm sprechen möchtest.

Du schätzt die Heißheit ein. Geht es um ein “Sachkundethema” (1), eine Expertiste (2), eine Einschätzung (3), eine Stellungnahme (4), eine kritische Position (5), eine umstrittene Person mit umstrittener Meinung (6).

Du schätzt die Verwertbarkeit der Antworten ein. Handwerker/in, Wissenschaftler/in, Mensch mit speziellen Kenntnissen (+++/easy), Menschen, die viele Konzepte schreiben (++/schwierig), Pressesprecher/innen (+/Risiko).

Du hast zumindest den Wikipedia-Artikel über das Thema gelesen. Du weißt, an welchen Aspekten des Themas dein/e Interviewpartner/in arbeitet.

Du schreibst dir einige Punkte auf, die du im Interview besprechen möchtest.

Du hast dein Mikrofon und Aufnahmegerät bereit, Fell-Windschutz für Außenaufnahmen dabei. Ersatzbatterien. Kopfhörer. Kleines Ersatzaufnahmegerät. Du probierst alles zuhause aus und packst es dann erst ein.

Bei der Hinfahrt überlegst du dir die erste Frage. Und die zweite Frage.

Ja, es ist manchmal gut, das Mikrofon schon vor der Ankunft einzuschalten. Man sollte das auch vorher ankündigen. Aber man kann schon mal das Läuten an der Tür und das anschließende Bellen des Hundes aufnehmen, das Surren des Türverschlusses, ohne vorher groß gefragt zu haben. Geräusche gehören zum Leben.

Nach dem Interview überlegst du, was davon einzigartig war. Das möchtest du in deiner Geschichte weitergeben. Das kann ein Aspekt des Inhalts sein, aber auch eine Erzählweise.

Bei Vielkonzeptschreiber/innen und PR-Profis rechne damit, oft “was heißt das konkret” zu fragen. Oder die “habe ich Sie richtig verstanden – und dann das falsche Sagen”-Methode anzuwenden. Was dann als Antwort kommt, kannst du meist verwenden.

Nach Ankunft am Aufnahmeort ist es üblich und ratsam, ein wenig zu plaudern. Man kann dabei die Kabel einstecken. Je nach Zeit, Lust und Professionalität des Gegenübers wird man mehr oder weniger Smalltalk führen.

Jetzt musst du die Akustik beurteilen. It’s the law.

1. Du klatscht in die Hände. Wenn es knallt und hallt: schlecht. Raum wechseln.
2. Du schnalzt mit der Zunge. Wenn es knallt und hallt, schlecht. Position im Raum wechseln.
3. Rauscht etwas? Ausschalten. Darum bitten.
4. Andere – unvorhersehbaren – Geräusche sind genauso oft gut, so oft sie schlecht sein können. Eher im Moment entscheiden.

Ach ja, die Kopfhörer. Ja, es stimmt, wie NPR es formuliert. It’s the law. Du musst hören, was auf das Band kommt. Das Rumnörgeln am Mikrofon, das Knarren des Kabels, das Ploppen der P´s in den Antworten. Und genauso steht es im Gesetz, nie, absolut nie, die Pausetaste zu drücken. Aufnahme oder Stopp.

Sessel zur/zum Gesprächspartner/in rücken. Kein Tisch dazwischen.

Erste Frage: Sprechprobe. Bitte die/den Interviewpartner sich kurz vorzustellen. “Wenn Sie sich vielleicht kurz vorstellen könnten, wie Sie heißen, und was Sie machen”.

Du kannst dabei dein Aufnahmegerät einstellen, hast die Aussprache des Namens, weißt die Tätigkeit, und wenn es schön ist, kannst du es in deiner Radiogeschichte verwenden.

Jetzt hörst du dir das kurz an, was du aufgenommen hast. Um sicher zu sein, dass alles funktioniert.

Noch einmal: Aufnahme drücken. Jetzt kannst du selbst erzählen, was du bisher schon zum Thema gelernt hast. Wenn du das möchtest.

Und sonst findet jetzt das Interview statt. Was ins Mikrofon gesprochen wird, kann gesendet werden, außer es wurde vorher etwas anderes vereinbart, was üblicherweise nicht der Fall ist (erst ab Heißheit Stufe 5-6). Lehne es ab, den Beitrag vor Ausstrahlung zur Überprüfung anhören zu lassen. Das ist ablauftechnisch fast unmöglich. Wer zu einem Interview bereit ist, muss mit den Folgen leben. Außer es ist Bedingung für das Interview, und du möchtest nicht verzichten – ich würde dann aber eher auf das Interview verzichten, als diesen Einfluss zu gewähren.

Unterbrechungen im Interview durch andere kann man in die Geschichte einbauen, daher er nicht auf Stopp drücken, sondern weiterlaufen lassen.

Natürlich arbeitest du sauber, respektierst den Kontext, schneidest keinen Mist. Aber du bist den Hörer/innen verpflichtet, nicht den Interviewpartner/innen.

Im Idealfall machst du eine Geschichte, die die/der Interviewpartner/in auch im Kreise ihrer/seiner Familie hören kann, ohne das Gesicht zu verlieren – im Gegenteil.

Fast fertig. Zum Schluss nimmst du noch 1 Minute Pflichtatmo auf. Stille/Geräusche am Ort, mit den selben Einstellungen, mit der selben Mikrofonhaltung.

Schriften

Als Radiomacher bin ich immer interessiert an Geschichten. Erzählt werden sie meist von Menschen, oft aber auch von Gebäuden, von der Natur. Aber auch von der Schrift. Da kommt man nicht schnell drauf, aber mit ein bisschen Hilfe freundlicher Typographen eröffnet sich rasch eine Welt, die man längst geahnt hat. Wie viel Hintergrund in einer Schrift steckt. Vom Landstrich. Vom Denken. Von den Inhalten. Ich liebe es. Und in meinem Leben habe ich mir bisher vier Schriften gekauft: Carrosserie, FF Real, ocr-t und jüngst Marselis Serif. Weil ich mich gerne mit ihnen selbst die Geschichten erzähle, die ich schreibe. Auch wenn ich sie dann nur im Radio vorlese, und sie gar nicht zu sehen sind, wird man sie spüren.

Lothar Bodingbauer, 45, Radiojournalist, http://www.sprechkontakt.at

Audioschnitt

Nicht dass jemand auf die Idee kommt, dass das, was man im Radio hört, auch so gesagt wurde. Ich habe hier mal eine Editing-Session mit Hindenburg aufgenommen, damit man einen Eindruck bekommt, wie eine 10 Minuten Aufnahme “geputzt” werden kann. Das ist in diesem Fall der erste Schritt, der zweite ist dann inhaltlich – das Stück wird auf 4:10 min. geschnitten. #vomlebendernatur . Bei anderen Interviewpartner/innen würde das unter Umständen anders herum gehen. Erst Inhalt, dann Feinschnitt. In diesem Fall hat die Interviewpartnerin so schön gesprochen, und man muss für den inhaltlichen Schnitt den Inhalt auch lernen, das geht ganz gut auch beim Feinschnitt.

Vorher:

Editing Prozess (Dauer rund 20 Minuten)

Nachher:

Handwerk Ausstellung im MAK

Tradiertes Können in der digitalen Welt. Museum für Angewandte Kunst, Wien; Gastukratorin Tina Zickler. Können und politische Dimension. Geschichte, Ausblick, trauen & träumen. Und Weitergabe des Wissens, das in der Generationenfolge auch zurückgeht. Insgesamt: Menschen, in Verbindung. Miteinander, und mit dem, was sie tun. Herrn Kyral getroffen, einen Kunstspengler, und die Schrift seiner Frau; und zwei begeisterte Ofenbauer/innen: Marie und Matthias. Gespräch mit Tina über die Ausstellung in Lobster und Tentakel 57.

 

Aufgeräumt

Besuch in der Cembalowerkstatt von Martin Pühringer in Haslach (Mühlviertel, OÖ). Zu hören am 1.1.2017 um 18:55 Uhr in der Rubrik

Besuch in der Cembalowerkstatt von Martin Pühringer in Haslach (Mühlviertel, OÖ). Zu hören am 1.1.2017 um 18:55 Uhr in der Rubrik “Aufgeräumt” von “Moment am Sonntag”, ORF Radio Österreich 1.

Pst. Es geht los. Neue Musik.

Was man wissen muss, um zeitgenössische Musik gern zu haben. Elisabeth (Ulm) und ich (Wien) besprechen das mit vielen Beispielen. “Sprechkontakt mit neuer Musik” hat gestartet.

coverart_sneuemusik

Link: http://www.horch.xyz

Lothar Bodingbauer, Wien

Podcast: Hören wann du willst

Physikalische Soiree

Wissenschaft erzählt

Bienenpodcast

Über die Bienen und die Blumen

Lobster und Tentakel

Lernen steht im Mittelpunkt

The Macher Report

 

Künstler, Könner und Boulevard

Neue Musik Podcast

Was man wissen muss, um zeitgenössische Musik gerne zu haben.

Stadtgespräch

Podcast zur Ausstellung “Zukunft der Stadt” im Technischen Museum Wien.

 

Floh im Ohr

Kleine Geschichten zum Zuhören.

Instagram

Load More
Something is wrong. Response takes too long or there is JS error. Press Ctrl+Shift+J or Cmd+Shift+J on a Mac.

Blogheim.at Logo