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Filmschau: Die Glasbläserin

So ruhig wird selten wo gesprochen. Die Armut lässt kein Geschrei zu. Ruhige Bilder. Viele Blicke. Die beiden Schwestern wurden als unabhängige, kritische Menschen erzogen. Als der Vater stirbt, müssen sie sich ihren Platz in der Dorfgemeinschaft erst erkämpfen. Alle rücken herum. Möchten sich nicht verändern, alle reagieren, manche agieren mit Gewalt. Tradition als Gerüst für ein hartes Leben. Dass dann genau diese Tradition eine zentrale heikle Situation zum Guten wendet, wird erkennbar, dass sich alle mit den neuen Gegebenheiten abfinden. Die zwei Schwestern haben ihren Platz erkämpft. Das Gleichgewicht wurde wieder gefunden. Und ja, es geht ums Glas.

Link: Die Glasbläserin (FAZ)

Filmschau: Meine schöne innere Sonne

Dass in französischen Filmen ggf. viel geredet wird, hätte man gewusst. Dass es nur am Rande damit zu tun haben wird, was man hören möchte, auch. Trotzdem überraschend: Juliette Binoche redete sich um Kopf und Kragen, um entweder eine innere Mitte zu finden, oder endlich einmal daraus herauszugehen. Schöner Höhepunkt war das Zwiegespräch – und das war dann wirklich eines, dem man folgen konnte – mit Gérard Depardieu, der durch seine Sicht der Dinge zum Schluss des Filmes Ordnung in die vielen Worte brachte. Als Wahrsager. Mit einem Lächeln Isabelles endete der Film.

Link: Meine schöne innere Sonne (FAZ)

Filmschau: Weit

Alleine gibt es keine Kraft. Kraft braucht ein Gegenüber. Im Weltall sind alle vernünftigen Kräfte Wechselwirkungen. Vorgänge, Austausch, Auseinandersetzung. Zwischen mindestens zwei Dingen, Menschen, Objekten. Es geht noch mehr, zumindest in der Physik wirkt alles auch auf alles. Dass das auch auf der Erde geht, haben Gwendolin und Patrick im Film gezeigt. Sie sind in jeder gezeigten Begegnung mit jemandem im Austausch. Wenn nicht, dann sind sie alleine und ruhen sich aus. Dass da jemand Dritter locker Platz hat, ist logisch. Und noch mehr, weil auch für Zuschauenden da auch noch Platz ist. So gesehen hat Reisen ganz viel Kraft. Schöne Reise, schöne Kräfte. Schöner Film über eine Reise um die Welt, die im Osten beginnt und im Westen endet.

Link: http://www.weitumdiewelt.de

Filmschau: Helle Nächte

Mit so wenig Aufregung einen Film machen. Nichts wird überdehnt. Keine Krise bis zum Ende dargestellt. Leichte Skizzen geben die Richtung vor. Vater und Sohn. Lernen sich erstmals kennen. Nachvollziehbar. Eine lange Fahrt entlang eines ansteigenden Bergweges, immer mehr dem Nebel entgegen, dem Höhepunkt. Ein Vermissen. Ein Verfolgen. Fertig. Mit dem Flugzeug zurück. Trotzdem nicht langweilig für 10 Leute im Kino. Guter Sound. Spielort: Norwegen.

Link: Wikipedia – Helle Nächte

Die Tastatur

Meine neue Tastatur hat wunderschöne Eigenschaften. Sie klappert. Sie hat richtige Hübe, das heißt sie legt einen weiten Weg zurück, bevor sie das Signal an den Computer für den richtigen Buchstaben auslöst. Die Tastatur wird über USB-Kabel mit dem Computer verbunden. Sie hat beim Mediamarkt 9,99 Euro gekostet. Das ist nicht viel. Ich habe sie gekauft, weil ich einen Raspberry-Pi Zero bestellt habe, der genau so eine Tastatur braucht. Jetzt aber hängt sie am Macbook. Kenner werden sie als Standard-Tastatur erkennen. Sie ist schwarz, hat neben den Haupttasten in der Mitte einen abgesetzten Ziffernblock rechts außen, dazwischen einige Tasten für unterschiedliche Positionen des Cursors samt Druck- und Bildschirmdrucktaste, in der oberen Leiste befinden sich 12 Funktionstasten, und in der linken oberen Ecke eine Escape-Taste. Ich weiß gar nicht mehr, was so eine Escape-Taste tut, und jetzt probiere ich sie au

15 mal gut gelehrt

15 mal gut gelehrt

(Foto: Schachzimmer an einem Gymnasium in Perm, Russland)

Es gibt einige Situationen, an die man sich rückwirkend gerne erinnert. Man hat selbst etwas sehr gut gelernt. Warum? Es wurde gut gelehrt.

1. Die Volksschullehrerin gab mir immer wieder Zetteln mit vielen Additionen großer Zahlen. Das machte mir Spaß, ich habe sie nach diesen Aufgaben gefragt, und sie machte sich auch die Mühe, die Ergebnisse zu kontrollieren.

2. Im Geografieunterricht des Gymnasiums lernten wir über Russland und ich konnte meine Erfahrungen vom Radiohören auf der Kurzwelle mit einbringen. Ein Feature über das Störfischen an der Wolga in Astrachan – man hörte die Möwen kreischen und roch das Wasser – das brachte ich in den Unterricht mit und wir hörten es gemeinsam an. Anschließend fragte ich den russischen Konsul in Salzburg, ob er unsere Schule besuchen würde, was er mit einem Begleiter auch wirklich tat. Wir schenkten ihm Brot und fragten ihn, warum so viele Leute in der Sowjetunion Alkohol tränken.

3. Im Seminar an der Universität erarbeitete der Didaktikprofessor aus Deutschland mit unserer Gruppe von vier Physikstudent/innen die Gesetze des Magnetpendels. Er führte uns einen Lernweg entlang, den wir selbst gingen, der von ihm stammte, und der das Arbeiten in der Gruppe als Stärke beinhaltete.

4. Im anderen Seminar an der Universität stellte der andere Didaktikprofessor uns viele Fragen zur Physik vor, die wir in der Gruppe bearbeiten sollten. Die Fragen waren großartig, weil es erstmals nicht die Antworten waren, die das Bedeutsame daran waren. Hier sind die Fragen: PDF Fragen zur Physik

5. Ein Lichtblick während der Studienzeit: das Didaktikseminar, gehalten von einem Waldorflehrer. Seine Sicht, und die “Waldorfsicht” auf die Natur war als Ergänzung wun-der-bar.

6. Ohne Lehrer erinnere ich mich gerne an das Arbeiten mit Kakteen und Kakteensamen. Das Wissen eignete ich mir aus Bücher an, und durch die Arbeit selbst. Ich wurde ohne anwesenden Lehrer, sehr wohl aber durch Lehrer in Büchern, zum Experten. Das selbe passierte mit dem SHARP Taschenrechner 1402, der in Basic programmierbar war. Durch das Programmieren entdeckte ich den Maschinencode, die Ansteuerung der einzelnen Pixel durch den Binärcode und es war ein schönes Werkzeug zum Entdecken verborgener Logik.

7. Während eines Sprachkurses in Cambridge erfuhrt ich, wie fein es ist, wenn eine Lehrerin individuell das Lernprogramm mit dir selbst abstimmt. Sie diagnostizierte in den ersten Tagen meinen Stand in Englisch, erforschte meine Interessen und gab mir dann ganz gezielt ein Buch und einige Kapitel daraus, die zu mir, meinem Können und meinen Interessen passten. Es war schön, von dort aus das Können weiter zu entwickeln. Weil es möglich war.

8. Viele Dinge habe ich durch Vereinsabende gelernt: Der Fotoclub wurde von lokalen Männern und Frauen betrieben. Sie sahen sich gemeinsam Fotos an und besprachen sie. Einige Vereinsabende haben wir selbst gemacht, in dem wir Expert/innen eingeladen haben, über ein Thema aus der Natur zu sprechen.

9. Im Volkshochschulkurs zum Radiojournalismus waren die Besten des Senders vertreten. Sie kriegten sich über Kleinigkeiten in die Haare, so sehr, dass sie sich anschrieen und einen roten Kopf bekamen. Über die Frage, ob man einen Interviewausschnitt im Mittagsjournal spielen soll, oder nicht, weil er schlecht aufgenommen war. Das gefiel mir. Die Expertise mit Emotion, angewendet ans Detail – vor großem Hintergrund. Und es waren keine Pädagogen, die das machten, aber Lehrer.

10. Praxisfeld Radiojournalismus bei Roland Machatschke. Eine Vorlesung mit Übung, die ich gerne besuchte, weil er uns aus der damals wunderbaren Weltwoche ganzseitige Interviews gab, von Alexander Solschenizyn zum Beispiel. Ausschnitte daraus sollten wir zu Radiobeiträgen umarbeiten. Wir lernten zu erkennen, “was wichtig ist”. Die Hausübungen wurden korrigiert und mit Anmerkungen versehen. Zusätzlich haben wir viel gehört und besprochen – auf die Fragestellung hin “ob es Sinn ergibt, was wir da hören”.

11. Hundeschule – neue Art: 10 Hunde, 10 Menschen, 10 Hunde-Menschen-Pärchen. Die Trainerin sagt, sie sieht sich den Zustand jedes Pärchens beim Kommen an. Dauert den Bruchteil einer Sekunde. Aber sie sieht den Zustand. Heterogene Gruppen, der Dackel ist neu mit seinem Mensch, der Windhund Paul kann schon alles. Belohnung, wenn der Dackel nur in die richtige Richtung schaut. Wenn etwas nicht klappt, wird das Niveau – für den Dackel – gesenkt. Und wieder erhöht. Hohes Niveau beim Windhund. Wer alles kann, bleibt weg und kommt dann weiter im Kurs 2 für Fortgeschrittene. Diagnostischer Blick der Trainerin ist unverzichtbar. Großartiges Lernen. (Hundezentrum Wien)

12. Fragen können. Jemanden, der sich auskennt. Unerreicht. Meist umgesetzt in Radiosendungen und in Podcast-Episoden. Lehren, lernen als Vermittlung, Switchboard. Weitergeben. Idealzustand. In ein Event gegossen sind solche Erfahrungen zum Beispiel auf der Subscribe zu finden, wo Podcaster/innen alles austauschen, was sie können, kennen, wissen. Passiv geht auch: Hören von Radiosendungen, Hören von Podcasts. Einsam in Teilen, aber intensiv und sehr am Punkt. Und man kann mit Freunden auch gemeinsam hören, wenn man sich einen Ohrhörer teilt. Zum Beispiel diese CRE-Folge über Poststrukturalismus 2.

13. Blogs, die von Menschen verfasst wurden, die sich in einem Gebiet gut auskennen, und die ihr Wissen teilen, meist prozesshaft. Der Vorgang wird dokumentiert, beschrieben. Was passiert, wie, wann. Das Teilen des Prozesses als schönes Lehren führt zu schönem Lernen.

14. Vorlesungen, an die man an der Uni durch Zufall geriet. Zum Beispiel im Audimax eine Vorlesung über Strafrecht. Gehalten vom Besten. Keine Ahnung, wer das war, es muss der Beste gewesen sein. Es war eine Einführungsvorlesung, die unfassbar spannend und begeisternd war. Es ist eine gute Idee, Einführungsvorlesungen von den Besten halten zu lassen.

15. Und zuletzt: schöne Fehler. Peinliche Misserfolge. Autsch. Schämen. Wieder aufrappeln. Immense Möglichkeiten. Der Einzelfall als Lehrer, auch wenn es meistens richtig wehtat.


 

Klackerlaken bauen. Wenn die Kinder die Volksschule besuchen, wird man auch schnell selbst zum Lehrer. Experimentieren. Einmal pro Woche. Ohne Text. Ideen dazu habe ich hier gesammelt.

 

Naturwissenschaft im Radio

Es ist immer schön, wenn sich jemand am Ergebnis einer Arbeit freut. 58 Wochen habe ich bisher mit Wissenschaftler/innen für diese Hörfunkreihe gestaltet. Und gefreut hat sich Wolfgang Freitag am 1.10.2017 in der Tageszeitung “Die Presse”. Vom Leben der Natur kann man hier auch als Podcastfeed abonnieren.

Subscribe 9 – Podcaster/innen in MUC

Bitte, geht doch. Verständlichkeit ist eine Tugend der Könige.

Als Gast beim Bayerischen Rundfunk treffen sich im Oktober 2017 Podcaster/innen des deutschsprachigen Raums.

Zum Programm bitte hier entlang – die Folien meiner Konferenzbeiträge gibt es auch hier:

Workshop: Schreiben wie ein Hai. Texte, die wir gerne lesen. Die Präsentation hier als PDF File.

Eine der größten Katastrophen der Menschheit ist die Trennung der geschriebenen von der gesprochenen Sprache. – L. Bodingbauer

Workshop: Featurebau / Radiofeature. Die Präsentation hier als Webseite. Angesprochene Audiobeispiele sind hier, den Zugang bitte per Mail erfragen.

Talk mit Melanie Bartos zur Podcastlandschaft Österreich im Herbst 2017. Hier als HTML Seiten.

In der Wiener Kläranlage

Zoom F8, 2 Headsets, eine Sennheiser Funkstrecke. Perfekt alles funktioniert. Auphonic noch verboten, das Rauschen rauszurechnen. Batterien halten 3 Stunden. Den 125 min. Podcast darüber gibt es drüben im Stadtgespräch #7.

 

Foto: Marie-Theres Gartner

Einen Sommerkurs zusammenstellen

Ich stelle gerade für Mathematik-Anfänger/innen einen Sommerkurs zusammen. Ziel: die Grundlagen, Kurs online auf Smartphone, gute Texte. Einfachstes Niveau. Sprachförderung. Zielgruppe: junge Erwachsene.

Link: Hier gehts zum Sommerkurs

Interessant dabei sind für mich folgende Punkte:

  1. Wie kann dieser Kurs schwellenlos zugänglich sein? Auf einer eigenen Website, nämlich meiner: http://www.phyx.at/. Moodle fällt durch Zugangsbeschränkungen aus. Meine Site läuft als WordPress Installation via 1&1 Host und hat erstaunlicherweise relativ viele Zugriffe. Das Theme heißt Extra und kommt von Elegant Themes. Als eigene Seite ist sie von Arbeitgebern/Auftraggebern unabhängig.
  2. Wie kann ich mathematische Symbole darstellen? Problemlos, WordPress kann Latex. Wie es geht, steht hier. Besser noch, hier.
  3. Grafik ist ein Thema, geht aber mit den vorhandenen üblichen Mitteln gut brauchbar nebenher. Video, Audio, Fotos ebenso. Camtasia schneiden, YouTubes Upload. Funktioniert. Uploads leider langsam am Land. Interessant wäre ein (grafisches) Kursdesign durch Profis oder Studierende der “Grafischen”. Das wäre eine wesentliche nächste Stufe.
  4. Ich liefere regelmäßig zwei Kapitel die Woche, Montag und Freitag. Das braucht eine hohe Disziplin, bringt aber einen schönen Arbeitsrhythmus, der sich herauskristallisiert. Schnell und regelmäßig ist besser als perfekt und nie. Das Programm ist in einer Liste hier veröffentlicht.
  5. Wie erfahren die Leute davon. Über die Schulhomepage. Über einen Newsletter, der kostenlos via Mailchimp läuft, über eine Facebook Seite “Mathe Grundlagen” und über Posts auf der Abendgymnasium Facebook Seite, ursprünglich als Ankündigung, zunehmend aber als Rätsel und Aufgaben. Diese Soziale-Medien-Arbeit ist extrem interessant, braucht viel Erfahrung, die man hier auch sammeln kann. Ein Rätsel geposted? Leute kommentieren. Wer antwortet? Ich. Wie antwortet man? Freundlich. Als wa antwortet man? Als Person? Als Schule? Und was ist freundlich?
  6. Interessant sind Vorbilder: Master Class sind gegenwärtig High_End Kurs im Netz. Ich habe für rund 80€ den Kurs von Steve Martin gebucht und sehe, wie attraktiv Online Kurse im Netz laufen können. Und: Udemy. Dort habe ich Pepper Your Voice, Singen ohne Grenzen für 10€ gebucht. Diese Kurse sind sehr schön. Der britische Mathematiker/Mathematikjournalist Simon Singh hat ein Sommerprogramm laufen: Parallels. Sehr hübsch, kostenlos, Zielgruppe Kinder. Update: Simon und sein Techniker Philipp haben sich gemeldet, die Authentifizierung erfolgt über Google Firebase, den Code für die Klick-Strecken hat er auf Github bereitgestellt.
  7. Interessant ist die Sprache. Die Kurstexte sind schnell geschrieben, sind dann aber meist zu lang. Schnell und viel schreiben ist keine Kunst. Wenig und schön schreiben schon. Hier ist aber durch die hohe Schlagzahl der veröffentlichten Kapitel handwerkliche Verbesserung zu erwarten.
  8. Einige extrem wichtige Tipps für Sprache, die sich an Deutschlernende richtig, stehen in diesem Buch:”DaZ im Fachunterricht: Sprachbarrieren überwinden – Schüler erreichen und fördern”. Das hätte man sich so oft nicht gedacht. (Link zum Buch bei Amazon). Weitere Hilfe bekomme ich von Maria Fatoba, Lehrerin am Abendgymnasium. Beispiel: 10 Vögel sitzen am Zaun. Nein. Auf dem Zaun sitzen sie. Ein Podcast-Gespräch über ihre Arbeit gibt es hier zu hören.
  9. Wie viel kann man weglassen? Mathe ist oft überfrachtet. Wenn ich gedankenlos arbeite, wird das Niveau schnell zu kompliziert. Der Lehrplan für das 1. Semester ist erstaunlicherweise sehr schlank. Er unterstützt das “Weglassen” durchaus. (Hier in der Version für Abendschulen)
  10. Wie baue ich den Kurs? Nett und alltagsnahe. Komplizierteres geht in die Erweiterungen.
  11. Wie lerne ich: Parallel hat sich ein Lese- und Youtubeverhalten entwickelt. Themen, die ich behandle, schaue ich mir gerne vorher an und notiere Ideen. Diese Notizen verwende ich dann nie, nur was davon in meinem Kopf bleibt, findet Eingang in den Kurs. Beispiel: Analysis von Tobias Hell, Uni Innsbruck.
  12. Was bringt das Ganze? Handwerklich ein Update, wie Kurse heute aussehen können. Es hat sich technologisch viel getan. Smartphones sind oft die einzigen elektronischen Geräte von Studierenden des Abendgymnasiums; gleichzeitig besteht Bedarf an Mathe-Wiederholungen.
  13. Was fehlt noch? Rückmeldungen, Verbesserung der Kapitel. Das wäre dann für eine zweite Welle geplant. Dadurch, dass der Kurs offen im Netz schwimmt, ist er zugänglich und sollte daher auch in einem Verbesserungsdruck stehen. Wie teile ich meine Erfahrungen?
  14. Fehlerkorrektur. Es gibt pro Kapitel viele kleine Fehler. Abstände. Unverständlichkeiten. Echte Fehler. Dem 14-jährigen Kind versprochen: 5€ pro Kapitel für Fehlersuche, gute Beschäftigung samt  Verdienst in den Ferien. Funktioniert nicht, das wird zu schnell gemacht (gehudelt). Besser: pro gefundenen Fehler 0,50€ – da ist es erstrebenswert, möglichst viele Fehler zu finden. (Und von meiner Seite aus möglichst wenige zu machen). Update: Kapitel 1 für 21€ korrigiert. Die Korrekturen einzuarbeiten, hat noch ein paar Stunden gedauert. Dafür ist es jetzt schön.
  15. Interessant ist nun auch, die Youtube Videos zu untertiteln. Und das nicht selbst zu tun, sondern eine Community darauf anzusetzen.

Update nach der Hälfte der Kapitel:

  1. Man wird gut im Code. In Darstellungsfragen. Dass ich Leerzeilen mit   im HTML/Wordpresscode erzwingen kann. Wie die Abfolge von Überschrift und Text und Latex-Formel gut aussieht. Ich sucht schnell nach Fotos in meiner Bibliothek. Sie sind wichtig.
  2. Die Frage ist, wie kann ich das tiefste Niveau ansteuern, mir der einfachsten Sprache, das aber für Menschen, die Jugendliches sind, oder älter, die aber noch nicht zu Deutsch können. Und das Ganze so, dass es auch für Deutschsprechende konzise ist. Es ist insgesamt eine Haltungsfrage, verständlich zu sein. Verständlichkeit, so hat mein Mathematikprofessor und begnadeter Skripten- und Lehrbuchautor Günter Malle gesagt, Verständlichkeit ist eine Tugend der Könige.
  3. Was ist die Geschichte? Das ist auch bei einem Mathematikkurs die zentrale Frage, die man sich bei jedem Kapitel stellen kann. Sollte.

In den Kursnewsletter kann man sich hier eintragen, wer möchte, bleibt so auf dem Laufenden, was “draußen” ankommt.



Manifest. 12 mal „So muss Schule.“

  1. Transparenz: Planungen, Gedanken, Diskussionen sind zugänglich.
  2. Zusammenarbeit: Ergebnisse entstehen immer gemeinsam.
  3. Wollen: Die Grundlage des Lernens.
  4. Verantwortung: Jeder übernimmt seinen Teil.
  5. Sprache: Über das Tun reden. In drei Sprachen.
  6. Konflikte: Gehören dazu und bieten immer Möglichkeiten.
  7. Individualisierung: Lernen je nach Können und Wollen.
  8. Lehrplan: Sicherung der Schnittstellen.
  9. Kompetenzorientierung: Können gehört zum Wissen.
  10. Erlebnisse: An sie erinnern wir uns.
  11. Wertschätzung: Positive Bestärkung sichert jeden Lernweg.
  12. Wiederholungen, Routinen: Leitlinien für die Entwicklung.

Aspekte der Stimmbildung

Die Stimme ist ein Instrument. Bei täglichem Üben sind erste Erfolge nach 6 Wochen unüberhörbar. Stimmbildung hat große Auswirkungen auf die Kommunikation zu Menschengruppen. Was aus Entfernung einfach als „Stimme“ ankommt, besteht in Wirklichkeit aus einigen wichtigen Aspekten. Jeder Aspekt ist separat trainierbar. Jede Übung zahlt sich aus.

  1. Zeitraum beanspruchen. Inhalt braucht Zeit. Pausen. Stille. Ausatmen. Einatmen. Pausen zwischen Sätzen, zwischen Aufzählungen: Langsamkeit und Ruhe. Zeitraum hat mit Selbstbewusstsein zu tun. Mit dem Ertragen einer Wirkung.
  2. Die „gemäßigte Hochlautung“ ist die Aussprache geschulter Sprecher /innen– zum Beispiel von Österreich 1 Radio. Es ist weniger das perfekt „r“ oder „s“ sondern die Richtige Länge und Geschlossenheit/Offenheit der Selbstlaute a-e-i-o-u. Das Training sollte hier nur mit Lehrer/in erfolgen. Übungen dazu täglich.
  3. Agogische Aufbereitung der Sätze. Das kommt zusätzlich und schafft besser erkennbare Sinnzusammenhänge. “Sprich einmal laut und einmal leise, einmal langsam, einmal schnell, einmal hoch und einmal tief” – das ist ein Aspekt davon, Kommas und Pausen innerhalb von Sätzen, und der Fluss der Sprache darin, ein anderer.
  4. „Die Sonne „tööööönnnnn“. Das hat etwas mit Frequenz und Zeitraum zu tun, mit Energie.
  5. Zu Beginn: Ausatmen, dann Einatmen. Stimmstütze, Atemstütze Zwerchfell. Nur mit Lehrer/in zu trainieren. Übungen dazu.
  6. Das Gegenüber. Kann im Theater in der hintersten Ecke sitzen – dort will man seine Stimme hinschicken. Kann man lernen. Zahlt sich aus.
  7. Der Stimmsitz. Mit welcher Frequenz spreche ich meine Gegenüber an. Eher tiefer wäre besser für die Glaubwürdigkeit. Das muss man aber herausfinden.
  8. Der Inhalt. Wie bei Büchern oder Zeitungen, wo man diskursive gute Inhalte nicht mit schlechten Schriftsätzen schreiben sollte, gehen auch bei der Stimme die Inhalte in Form und Durchführung ein.
  9. Die Grenze. Profi-Sprecher/innen haben ihre Stimme zum Beruf gemacht. Professionelle Aufträge sollten auch von ihnen gemacht werden. Das zu erkennen, ist auch ein wichtiger Aspekt für Nicht-Profis.
  10. Die Authentizität. Man ist, wie man spricht. Und in jedem Moment spricht man so, wie man ist. Die gebildete Stimme kann wie eine Fremdsprache eingesetzt werden. Im normalen Gespräch ist das meist nicht notwendig. Das zu erkennen ist ein Teil der Stimmbildung.
Lothar Bodingbauer, Wien

Podcast: Hören wann du willst

Physikalische Soiree

Wissenschaft erzählt

Bienenpodcast

Über die Bienen und die Blumen

Lobster und Tentakel

 

Lernen steht im Mittelpunkt

The Macher Report

 

Künstler, Könner und Boulevard

Neue Musik Podcast

Was man wissen muss, um zeitgenössische Musik gerne zu haben.

Stadtgespräch

Podcast zur Ausstellung “Zukunft der Stadt” im Technischen Museum Wien.

 

Wie geht das?

Kleine Geschichten zum Zuhören.

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