Radio, Science, Education

Wien

Moment – Leben heute

  • 136. Stichwahl

    Wort der Woche: Die Situation, wenn man nur das eine oder das andere wählen kann.

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  • 135. Hass

    Wort der Woche: Was ist Hass. Warum gibt es ihn. Und ist das normal? (Moment / ORF Radio Österreich 1)

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  • 131. Theorie der Beleidigung

    Randnotizen: Es wird viel zu schlecht beleidigt. Dieser kurze Beitrag will Abhilfe schaffen und für gezielte Bösartigkeiten das nötige theoretische Grundzeug liefern.

  • 130. Das Amtsgeheimnis

    Wort der Woche: Was für den Priester das Beichtgeheimnis, für den Arzt die Verschwiegenheitspflicht, was für den Journalisten der Schutz seiner Informanten ist, das ist das Amtsgeheimnis im staatlichen Beamtentum. Was aber genau ist darunter zu verstehen? Professor Heinz Mayer ist Professor für Staatsrecht an der Universität Wien. Er erzählt, was sich hinter geschwärzten Balken in Protokollen eigentlich verbergen darf.

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  • 129. Überwachungskameras im öffentlichen Raum

    Wer mit offenen Augen durch die Landschaft geht, bemerkt viele offene elektronische Augen. Manchmal versteckt, meist offen sichtbar sind Überwachungskameras zu sehen. Sie schrecken ab und zeichnen auf, sie befriedigen ein Sicherheitsbedürfnis. Es gibt gesetzliche Regelungen, wer welche Kameras wo aufstellen darf, und wie lange ihre Bilder gespeichert werden dürfen. Dank ihrer Bilder können Kriminalfälle geklärt oder verhindert werden, Wissenschafter beschäftigen sich mit den aufgenommenen Bewegungsmustern menschlichen Verhaltens, und nicht zuletzt gibt es Kritik von Bürgerrechtler/innen und Künstler/innen, die sich mit der bedrohlichen Facette einer immer lückenloseren Überwachungsgesellschaft beschäftigen.

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  • 128. Die Haltbarkeit der Stadt

    Besser wird nichts, sagen die Pessimisten, und schon gar nicht die Stadt. Rolltreppen und Bankerl gehen kaputt, Kanaldeckel müssen in regelmäßigen Abständen ersetzt werden, der Boden wird ständig neu markiert und selbst die Bauteile des Riesenrades wechseln wegen Korrosion und täglicher Benutzung. Eine Sendung über das ständige Erneuern städtischer Infrastruktur.

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  • 123. Wettersturz

    Wort der Woche

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  • 125. Mauer

    Wort der Woche: Johannes Preiser-Kapeller, ÖADW

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  • 124. Urabstimmung

    Wort der Woche

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  • 122. Westbahn

    Seit Dezember 2011 fährt nun eine weitere Eisenbahngesellschaft zwischen Wien und Salzburg. Das soll den Kunden freuen – gelächelt wird, wie nie zu vor auf dieser Strecke, die Westbahn heißt, gleich wie der Firmenname dieses neuen Konkurrenten der guten alten wohlbekannten ÖBB. Ohne Zweifel: Westbahn ist das Wort der Woche.

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    Manuskript

    Seit Sonntag fährt nun eine weitere Eisenbahngesellschaft zwischen Wien und Salzburg. Das soll den Kunden freuen – gelächelt wird, wie nie zu vor auf dieser Strecke, die Westbahn heißt, gleich wie der Firmenname dieses neuen Konkurrenten der guten alten wohlbekannten ÖBB. Ohne Zweifel: Westbahnist das Wort der Woche.

    Die Westbahn, das ist die Bahnstrecke von Wien nach Linz und Salzburg. Mit Verbindungen weiter nach München und Innsbruck. Und diese Bahn war weitgehend unbedeutend in der Zeit, in der sie gebaut wurde.

    Die Hauptachsen des Verkehrs liefen nämlich nicht von Osten nach Westen, sondern von Norden nach Süden. Wir befinden uns im österreichischen Kaiserreich. Wirtschaftsraum Tschechoslowakei, Anschlusshafen Triest. Das war die Nordbahn – die allererste Eisenbahnlinie der Monarchie.

    Wir schreiben das Jahr 1851. Ein Staatsvertrag mit Bayern hält nun auch den Bau einer Eisenbahnstrecke von Wien in den Westen fest. Der Wiener Großhändler und Bergbauunternehmer Herman Dietrich Lindheim erhält den Zuschlag für den Bau einer Privatbahn von Wien in den Westen. Der Eisenbahnhistoriker Alfred Horn:

    Es kam zur Entwicklung verschiedenster Trassenvarianten, die sowohl links als auch rechts der Donau verlaufen wären. Erstmals schaltete sich das Militär massiv in Trassenstudien ein und verlangte ultimativ, dass die Strecke von Wien nach Linz in einem Abstand, der nicht mehr im Einflussbereich auch schwerster Geschütze von der linken Seite der Donau stand, auszuführen wäre. Die ursprüngliche Trasse entlang des rechten Donauufers, wie sie heute die Franz-Josefs-Bahn nach Tulln einnimmt, schied dadurch aus, und musste auf Kosten einer sehr ungünstigen Linienführung durch die Berge des Wienerwaldes vorgenommen werden.

    Erst nach dem 1. Weltkrieg steigt die Bedeutung der Bahnstrecke der Westbahn mit dem Verschwinden der Nord-Süd-Achse. – Krieg und Zerstörung entlang der Strecke dann im 2. Weltkrieg.

    Die Geschwindigkeitserhöhung: unmittelbar nach dem Krieg war man froh, dass man überhaupt wieder fahren konnte, dann hat man zögernd auf 90 km erhöht, auf 100, auf 120, dann mit den neuen Triebwagen auf 140. Und mit Beschaffung neuer Lokomotiven dann auf 160, und jetzt letztendlich auf 200.

    Die Westbahn wird seit 1901 durchgehend zweigleisig befahren, seit 1952 ist sie vollständig elektrifiziert. Heute wird sie in weiten Teilen vierspurig betrieben, Spitzengeschwindigkeiten bei Testfahrten sind im Gebiet Ybbs und Pöchlarn auch schon mit 305 km/h möglich. Neubaustrecken und Tunnelanlagen beschleunigen den Verkehr weiter: doch viel wird man nicht erreichen, die Geschwindigkeitsprofile gleichen einem Sägeblatt: schnell, langsam, schnell. Wer wirklich schnell fahren will, der muss schnell bleiben – so einfach ist das – und das geht eben besser in Frankreich als bei uns im kleinräumigen Österreich, durch den Wienerwald, durch schmales Tal und wechselhafte Landschaft.

    Aber sicherer ist sie geworden, die Westbahn. Heute wird zunehmend mit ETCS gefahren, dem europäischen modernen Zugsicherungssystem. Die Westbahn ist heute wichtiger Teil des TEN-Netzes Paris-Wien-Bratislava und Budapest, Teil also des Infrastrukturnetzes der Europäischen Union, das neben Autobahn und Eisenbahn auch das Energie- und Kommunikationsnetz beinhaltet.

    Nach Abschluss aller Ausbaumaßnahmen, soll letztendlich das 1-2-3-Schema verwirklicht sein. Eine Stunde nach Linz, zwei nach Salzburg, und drei nach Innsbruck und München.

    Mit welcher Kompanie man in Zukunft auch fahren will, die Westbahnstrecke bringt einen durch einen guten Teil Österreichs, bei Gesprächen mit Mitreisenden, vielleicht einem guten Buch. Sehr oft ein schöner Ausblick, und wer genau schaut: Auch heute sind noch vereinzelt Grenzsteine mit den Initialen K.E.B. zu finden. K.E.B, Erinnerungen an die ehemalige „Kaiserin Elisabeth Bahn“.