Radio, Science, Education

Wien

Sprache

  • LUT043 Walter Rosenkranz. Bildungsgespräche, Teil 3 – FPÖ

    Walter Rosenkranz ist Bildungssprecher der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ).

    Er ist Abgeordneter zum Nationalrat, Rechtsanwalt und Gitarrenlehrer.

    Im Gespräch lernen wir ihn besser kennen, wir hören viel über den Hintergrund zu dem, was er – und seine Partei – inhaltlich über Bildung und Bildungspolitik sagt.

    Homogenität wäre wünschenswert, und Sprachen sind wertvolle Ressourcen.

    Ein klares Bekenntnis zur Schulsprache Deutsch beinhaltet für ihn auch die Sprache des Pausenhofs, denn alle sollen verstehen können, was gesprochen wird. Wenn aber alles funktioniert und Respekt die Begegnungen prägt, dann wäre das besser.

    Jedes Kind soll gefördert werden, sobald es sich in Österreich befindet.

  • LUT042 Ilan Knapp. Bildungsgespräche Teil 2 – Expertenrat Integration

    Prof. Ilan Knapp ist Mitglied im “Expertenrat Integration” des Außenministeriums, sein Fachgebiet ist “Sprache und Bildung”.

    Er leitet in Wien das Jüdische berufliche Bildungszentrum JBBZ.

    Wir sprechen im zweiten Teil der Bildungsgesprächs-Serie über Politik, Staat und Sprache über Möglichkeiten und Verpflichtungen des Sprachenlernens.

    Vielfalt ist wichtig, Chancen, Muttersprachen und Begabungsförderung an allen Enden – und nur im Notfall soll vorgeschrieben werden, dass ein gewisses Sprachniveau erreicht werden soll.

  • 55 Lings and counting

    Nützling, Schädling, Lästling. Wildling, Fegling, Flugling, Saugling, Flüchtling, Reindling, Weidling. Fingerling, Widerling, Finersling, Engerling. Schmetterling, Halbling. Prüfling, Günstling. Jüngling, Lüstling, Wüstling, Fiesling, Emporkömmling. Feigling. Lehrling, Liebling, Mischling, Häuptling, Frühling, Zwilling Neuling. Frischling, Rötling, Schönling, Jährling, Primitivling. Meidling! Sprössling, Däumling, Engerling, Hundling, Mandling, Setzling, Winzling, Schilling, Schelling. Fiesling, Miesling. Schmächtling. Sennerling. Frühling! Suling, Siling. Fäustling, Erstling. (Danke H.C. Luschützky, @HerrRau, @Xoph_vienna, @DerExplikator, Monika Reichart, Emmanuel Dammerer, Alena Baich, Jörg Reitmaier, Ladislav Vorich, Stella Damm, Karin Zanyath, Rex Marten Gaidies, Zoe Valerie Georgi, Gerlinde Meyer-Schmitzberger, Judith Purkarthofer)

    Chuck Berry – My Ding-A-Ling

  • LUT025 Die Worte des Moores

    LUT025 Die Worte des Moores

    Tarsdorf ist eine kleine Innviertler Gemeinde in der Nähe eines Moores.

    Die älteren Menschen des Dorfes können sich noch gut an das Torfstechen erinnern, bei dem durch harte Arbeit Brennmaterial für den Winter gewonnen wurde.

    Mit dem Mundartdichter Hans Kumpfmüller, und Verwandten, die selbst noch im Moor gearbeitet haben, machten sich die Volksschüler auf die Suche nach den Worten, die beim Torfstechen verwendet wurden.

    Es entstanden Geschichten, die durch den Komponisten Rupert Huber vertont wurden – ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem alle Beteiligten zusammenhalfen, die Kinder des Ortes mit dessen Geschichte in Verbindung zu bringen.

    Im Anschluss an den Hauptbeitrag gibt es – im Director’s cut – das Gespräch mit dem Komponisten Rupert Huber, der darin mehr erklärt, als nur die kurze Stelle, die im Beitrag vorkommt. Er spricht über sein “dazugehören”, die Brauchtumsschiene am Land und die “Xenophobie des Geistes”.

    Links: Rupert Huber | Hans Kumpfmüller | Volksschule Tarsdof

    Hinweis: Der Hauptbeitrag dieser Episode wurde am 18. August 2014 im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt. Link zur Sprechkontakt-Produktion 201

  • LUT023 Deutsch als Zweitsprache

    Sprachen zählen. Ist das sinnvoll?

    Deutsch als Zweitsprache legt eine Reihenfolge fest. Oft ist damit eine Wertung verbunden.

    İnci Dirim ist Professorin am Institut für Germanistik der Universität Wien. Sie spricht Deutsch und Türkisch – ohne Reihenfolge.

    Sie würde sich selbst als Migrationspädagogin beschreiben. Das Gebiet, in dem sie arbeitet, ist so spannend und vielfältig, wie die Sprache jener Menschen, mit denen sie sich beschäftigt.

    Im Gespräch stellt İnci Dirim das Thema “Deutsch als Zweitsprache” vor. Sprachliche Bildung und Sprachförderung stehen im Mittelpunkt. Das braucht zuerst die Diagnose.

    Muttersprachlicher Unterricht, Zweitsprachenförderung und interkulturelle Bildung – das sind die drei Säulen der Migrationspädagogik. Ziel ist, Ungleichstellungen zu verringern.

    Im Gespräch entsteht ein Einblick in die Sprachlandschaft rund um das “Deutsch an Schulen”. Diese Landschaft ist immer auch eine politische Landschaft.

    Wissen, aber auch Nichtwissen. Ein Recht auf Nichtverstandenwerden. Und “Kultur” ist auch nicht Erklärung für alles.

    Links: Inci Dirim | WP: Deutsch als Zweitsprache | WP: Fremdsprache | WP: Zweitsprache | WP: Interkulturalität | WP: Muttersprache | WP: Sinti | Niku Dorostkar: prachigkeit und Lingualismus | WP: Hegemonie | WP: Code-SwitchingWP: Wolfgang Klafki | Donauuni Krems: Migrationspädagogik | WP: Interkulturelle Pädagogik | WP: Ausländer |  Buch: Paul Mecheril, Migrationspädagogik | WP: Nationalerziehung | WP: Transkulturelle Gesellschaft | PH Wien: Deutsch als Zweitsprache | WP: Bildungssprache | WP: Scaffolding | WP: Sprachstandserhebung | Universität Wien: Unterrichtsbegleitende Sprachstandserhebung: USB DAZ | Universität Hamburg: Durchgängige Sprachbildung | Die Presse: Türkisch-Matura | WP: Integration | WP: Subjektivierung |

  • LUT021 Ilse Bartosch: Sprache der Bildung (2)

    lut021Geschlecht und Sprache.

    Die “Sprache der Bildung” findet sich auch in den weiblichen und männlichen Endungen der verwendeten Worte wieder.

    Verändert sich die Gesellschaft, wenn die Worte verändert werden?

    Im Gespräch mit der Physik-Didaktikerin Ilse Bartosch lernen wir den Hintergrund des “Genderns” besser kennen.

    Links:

    Artikel: Wenn Männer gute Mütter werden | Accountable Talks | Case Study Teaching | Concept Cartoons | Denkhüte von De Bono

    Das Gespräch wurde am 27. Mai 2014 aufgenommen. Ein Auszug daraus wird im ORF Österreich 1 Programm “Moment Leben Heute” zum Thema “Sprache der Bildung” ausgestrahlt.

  • Potemkins Kompetenzen

    Fragen, wissen, können. Diese Begriffe sind einfach und verständlich.

    Bei “Kompetenzen” wird es schon schwieriger. Worte sind Ausdruck von dahinterliegenden Konzepten und Menschenbildern.Die verwendete Sprache kann Bildung fördern, aber auch Kontrollen verstärken, Willkür erhöhen und Potemkinsche Dörfer errichten und pflegen.

    Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und Vermittlungsexperte. Er spricht über die Sprache in Verbindung mit Bildung, Ausbildung, Leben und Lernen.

    Link zum Gespräch im neuen “Lob und Tadel”.

  • LUT020 Konrad Paul Liessmann: Sprache der Bildung (1)

    Fragen, wissen, können. Diese Begriffe sind einfach und verständlich.

    Bei “Kompetenzen” wird es schon schwieriger.

    Worte sind Ausdruck von dahinterliegenden Konzepten und Menschenbildern.

    Die verwendete Sprache kann Bildung fördern, aber auch Kontrollen verstärken, Willkür erhöhen und Potemkinsche Dörfer errichten und pflegen.

    Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und Vermittlungsexperte. Er spricht über die Sprache in Verbindung mit Bildung, Ausbildung, Leben und Lernen.

    Links zu Konrad Paul Liessmann:

    1. Persönliche Homepage
    2. Perlentaucher
    3. Von Konrad Paul Liessmann erscheint im Herbst 2014 bei Zsolnay das Buch “Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift.”

    Das Gespräch wurde am 30. April 2014 aufgenommen. Ein Auszug daraus wird im ORF Österreich 1 Programm “Moment Leben Heute” zum Thema “Sprache der Bildung” ausgestrahlt.

  • LUT002 Christian Schreger

    LUT002 Christian Schreger

    Volksschullehrer im Portrait

    “Wenn du nichts machen kannst, dann kannst du alles machen.”

    Eigene Vorstellungen hat er schon, der Herr Lehrer. Schulbücher passen da nicht gut dazu, und Deutsch als einzige Unterrichtssprache auch nicht. Die Freinet-Pädagogik aber schon, in der Kinder dazu angeleitet werden, selbst die Druckerpresse anzuwerfen.

    Im Gespräch mit Christian Schreger erfährt man viel über seine ganz besondere Art, mit Kindern zu arbeiten.

    Christian Schreger | Sozialer Brennpunkt | Muttersprache | Jugoslawienkriege | Spracherwerb | Sprachförderung | Leseförderung | Freinet-Pädagogik | Schulbücher | Schulpflicht | Mehrstufenklasse | Unterrichtsplanung | Lehrplan | Konservatismus | Digitales Tagebuch | Tier der Woche | Kleine Bücher | Brigitta Busch | Die Presse Bildung | Welt ABC | Becken | Diskriminieren | Sprache | Transsibirische Eisenbahn | Freitagskochen

    Alle Hintergrundartikel sind in diesem “Lob und Tadel 002” – Reader zusammengefasst.

    Aufnahmedatum: 25.09.2013, online seit 27.09.2013.

  • LUT001 Sprache verhandeln

    LUT001 Sprache verhandeln

    Sprache ist politisch, und Sprache ist ein Prozess.

    Die Linguistin Judith Purkarthofer erzählt über ihre Arbeit als Sprachwissenschaftlerin, die auch an Schulen stattfindet.

    Sprache muss oft verhandelt werden und hat immer auch eine politische Komponente. Welche Sprachen sind erlaubt, willkommen und erwünscht. Es entstehen Sprachregimes.

    So erwünscht die Mehrsprachigkeit im allgemeinen ist, muss ein vielsprachiger Hintergrund besonders in Schulen oft als Sündenbock herhalten. Eine gute Ausbildung von Lehrenden hilft, die vielen Sprachen als Quelle für Verständigung und Selbstbewusstsein zu erhalten.

    In der ersten Ausgab von “Lob und Tadel” spricht Judith Purkarthofer mit Lothar Bodingbauer über die Zusammenhänge von Sprache und Raum, Mehrsprachigkeit, Sprachbiographien, Macht und Sprache, Spracherwerb, und erzählt von Sprachprojekten in Voksschulen, die die Vielsprachigkeit mit der Vielfalt des Naturerlebens zusammenbringen.

    Sie selbst ist während ihrer Volksschulzeit vom Steirischen Sprachraum in das Salzkammergut übergewechselt – ein prägendes Erlebnis.


    Aufnahmedatum: 17.09.2013, online seit 18.09.2013. Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wurde am Montag, 23. September 2013 im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Moment Leben Heute” ausgestrahlt.