Otto Brusatti korrigiert im Gespräch mit Isabel Karajan die Anzahl der Sinne auf 17-18, und setzt die Anzahl der Todsünden auf “sicher mehr als 7”. Das war eine hübsche Sendung insgesamt. (Ö1 Klassik Treffpunkt)
Tagebuch
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Sommerpläne zur Winterszeit
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in TagebuchExpedition nach Israel mit Stopp am Schwarzen Meer und Mittelmeer
Foto: Panoramio
Wien – Beograd – Sofia – Varna – Istanbul – Alanya – Cypern – Haifa – Tel AvivMit Aufenthalten an mehreren unbedeutenden Orten. Gepflegtes Mittagessen an einem ruhigen Ort, Nachmittagsruhe, Abendessen nicht im Transportvehikel. Übernachtung wo möglich im ortsüblichen Bahnhofshotel. Schwimmen gehen. Ob jemand mitfährt?
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Vom Sehen und Hören
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in TagebuchBei der Behebung von Altersweitsichtigkeit per Lasermethode kann in Richtung “Monovision” gearbeitet werden. Dabei wird ein Auge fix auf Fernsicht eingelasert, das andere auf Nahsicht. Abgesehen davon, was passiert, wenn das eine oder andere Auge mal ausfällt, ist natürlich die Erweiterung des Konzeptes auf das Hören interessant. Das eine Ohr wird dabei auf Telefonieren/Flüstern (Nahhören), das andere auf Direkthören/Zurufen (Fernhören) eingestellt. Oder auf Musik bzw. Sprache, auf Männerstimmen (links) und Frauen- und Kinderstimmen (rechts), und vielleicht inhaltlich auf Lug- oder Trug. “Oh entschuldigen Sie bitte, Fragen nehme ich nur rechts entgegen…”
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Handlungsbedarf Festplatte – gelöst
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in TagebuchSieht es bei Ihnen zuhause auch so aus, wie bei mir auf der Festplatte? Aber hoffentlich!
Seit Monaten arbeite ich mit DevonThink – Office – ein Programm, das sämtliche Dokumente elektronischer Natur in einem herrlichen System aus sauberen Ordner, zugänglich durch einfache Volltext-Suchanfragen, nach meinen Bedürfnissen sortiert und ständig bereithält. Großzügige Eingangskörbe stehen schon am Desktop herum, um den ersten Schwung an Einzusortierendem aufzunehmen, damit sie später in die einzelnen Gegenden des elektronischen Lebens gezogen und verschoben werden. Sucht man später was – ein Wort aus dem Inhalt des Dokumentes eintippen, fertig.
Und dann sind auch im Realen viele Alltagspapiere weg, seit nach ebenso vielen Monaten ein doppelseitiger Scanner mit dem Namen ScanSnap wie der Nimbus 5000 einen ganzen Stapel zapp zapp zapp doppelseitig als pdf samt OCR Erkennung in Volltext umwandelt, so schnell kann man gar nicht schauen. Der Scanner steht gleich neben dem Computer, ist sofort Betriebsbereit, darunter der Altpapierkorb. Die Festplatte macht dank Time Machine automatisch Backups, wenn sich was ändert.
Irgendwann werde ich den Computer samt Backup-Platte auf ein kleines Floß setzen und brennend den Ganges hinuntertreiben lassen. Das Zimmer ist dann leer bis auf die Pflanzen, das Klavier, umgebende Menschen, die Socken und ein paar ganz reelle Lieblingsbücher. Man atmet durch und pfeift ein kleines Lied.
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Elia Bragagna, Sexualtherapeutin im Gespräch mit Michael Kerbler
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in TagebuchDas Symptom ist nie unser Feind.
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Stammbuch Erkenntnis
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in TagebuchBei Durchsicht des Poesiealbums, das man im Alter von ca. 10 Jahren führte, greift folgende Erkenntnis an: Wenn der Volksmund zur Poesie greift, greift er zuerst mal zur Moral. Einer der beliebtesten Sprüche im Album:
Es ist leichter einen ersten Wunsch zu ersticken, als alle zu befriedigen, die ihm folgen.
Aber dann fällt ein anderer doch noch ein bisschen aus dem Rahmen:
Man needs a little madness, otherwise he can’t cut the rope to be free.
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Lesekompetenz
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in TagebuchMangelnde Lesekompetenz ist ein Hauptthema gegenwärtiger Schulfragen. Hier einige Beobachtungen, Schlüsse und Vorschläge zur Verbesserung der Problematik.

Obiges Bild zeigt zwei Selbsteinschätzungen von SchülerInnen zum Lesen. Bei der ersten ist die Lust am Lesen und die intrinsische Motivation klar erkennbar, bei der zweiten scheint das “Viellesen” eine erstrebenswerte Leistung zu sein, die zwar gefordert, aber noch nicht erreicht wird.
Vier gute Gründe, zu lesen:
- Weil es ein Bedürfnis ist: Weil man etwas erfahren will. Textaufgaben im Mathematikunterricht erhöhen die Schwierigkeit und stellen daher vorderhand noch kein Bedürfnis dar.
- Weil es Vorbilder gibt: Wir lernen durch Nachahmen immer noch mehr als durch Anschaffen.
- Weil man damit berühmt oder reich werden kann: Wettbewerbe scheinen hier sicherlich einen gewissen Zweck zu erfüllen.
- Weil die erlesenen Welten sichere Orte sein können: Phantasiewelten laden heute durchaus anderswo ein, wo es früher “nur” geschriebene Heftchen und spannende Bücher gab.
Es gibt nun einige gute Gründe, warum schlecht gelesen wird. Viele der Gründe sind ablauftechnischer Natur, hier könnte man mit professioneller Unterrichts- und Lernumweltgestaltung viel erreichen. Viele der Gründe sind aber gehirntechnischer Natur, sie liegen in der Weise verborgen, wie das Gehirn den Sprung von der gehörten zur gelesenen Sprache macht. Wissen darüber hilft in besonderem Maße. (more…)
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Dan Gillmor: 22 Vorschläge für ein ordentliches Medienprogramm
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Der Zeitungsspezialist Dan Gillmor macht folgende 22 Vorschläge zur Verbesserung des bestehenden traditionellen, faulen und uninspirierten Journalismus in Zeitungen. Nicht viel Neues, aber doch einmal zusammengesammelt. Die (bessere) englische Langfassung wurde hier im Guardian unter einer Creative Commons attribution-noncommerical-share-alike 3.0 (US) Lizen veröffentlicht.
- Keine Geschichten über Jubiläen
- Einladung an das Zielpublikum, mitzumachen
- Transparenz: eine Box „was wir nicht wissen“ begleitet jede Geschichte
- Service für die Verständigung von Lesern, wenn Fehler bekannt werden
- Konversation statt Verlautbarungen
- Wenn wer lügt, wird das gesagt
- PR-Sprache wird identifiziert und gegen präzise Ausdrücke ersetzt
- Hyperlinks wo immer möglich
- Freies Archiv
- Zielgruppe sollen zu informierten Benutzern von Medien gemacht werden
- Keine Listen
- Keine Quellen ohne Namen, außer extreme Umstände erfordern es
- Wenn eine anonyme Quelle lügt, wird ihr Name veröffentlicht, sie weiß das vorher
- Das Wort „muss“ wird verbannt – wir schreibe nicht, was andere tun müssen
- Hinweise auf die Arbeit von Mitbewerbern
- Hinweise, wo man die Arbeiten von Mitbewerbern finden kann
- An der Geschichte dran bleiben, wenn sie für das Zielpublikum wichtig ist, auch wenn es heißt, Position zu beziehen
- Definierter Startpunkt für Neueinsteiger in die Berichterstattung zu einem laufenden Thema
- Wie könnte das Zielpublikum reagieren/agieren: Aufzählung von Möglichkeiten
- Das Publikum muss wissen, wer hinter den Worten steht.
- Risiken für das Zielpublikum sollen besser bewertet werden.
- Meinungen von Politikern sollen von ihnen selbst auf deren Websites veröffentlicht werden.
