Der Bausparvertrag für’s Kind bringt 6 Euro Zinsen und 5 Euro Bearbeitungsgebühr.
Tagebuch
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Rechtes Nähen
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in TagebuchDa wundert man sich, warum es beim Stoff eine “rechte” und eine linke Seite gibt, und entdeckt auf den englischsprachigen Seiten von Burda Style eine Anleitung, bei der die Seiten mit “right” and “wrong” bezeichnet werden. Oh ja, das macht dann Sinn. Aber warum heißt es dann bei uns “rechts” und “links” und nicht “rechtens” und “falsch”. Oder verstehe ich da was nicht vom Grundvokabular?

Foto: Burda Style
Übrigens: nachdem die alte aber eben erst bei Pflänzel herrlich überholte Bernina Nähmaschine zwei Stunden angesteckt war, begann ohne weiteres Zutun der Motor zu krachen, zu stinken, es stiegen graue Wolken auf, die Sache drohte zu explodieren, man stand vom Fernsehen auf, zu dem man sich schon hingestreckt hatte, und steckte alles ab. Heute wieder alles normal. Darf man da weitermachen als wäre nichts geschehen?
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Die Heimatforscher
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in TagebuchBald im Ö1 Programm: Sie stöbern in Archiven, reden mit alten Leuten und gehen oft viele Jahrhunderte in der lokalen Geschichte zurück. Die Heimatforschung ist zur neuen Beschäftigung am Land geworden, Akademien der Volkskulturen bieten Kurse für Hobbyforscher an, wie die oft spannenden geschichtlichen Zusammenhängen gefunden und entschlüsselt werden können. Die jungen Frauen und Männer zeigen in ihren Arbeiten, dass die Beschäftigung mit “Heimat” nicht unbedingt dem rechten politischen Lager zuzuordnen ist. (Lothar Bodingbauer)
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Mathematikstudium
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in TagebuchSchlagender Satz aus der Höheren Algebra:
Es gibt keine trivialen Unterkörper.
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Sonderbare Bezüglichkeit
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in Tagebuch- Einen Packen Packpapier in Packpapier einpacken.
- Beim Essen gefressen werden.
- Lehrende belehren.
Sonst noch was?
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Marketing hat funktioniert
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in TagebuchDa kaufte ich mir Handschuhe beim Eybl in der Pferdesportabteilung, dort waren sie im Angebot. Mit Pferden habe ich nichts am Hut, aber die Handschuhe brauche ich zum Radfahren, also doch: Drahtesel, halbwegs im Zielgebiet. Ich kaufte auf Kundenkarte.
Drei Wochen später: von Eybl für mich ein Pferdesportkatalog zugeschickt im Briefkasten, das Eybl-Marketing funktioniert, noch nie was haben sie mir bisher was für Pferde geschickt. Nur immer Laufen oder das andere Zeugs. Urspannend die Sachen für’s Reiten. Was es da alles gibt…
- Huffett Glitzer: Das Huffett mit dem Glitzereffekt, zur täglichen Pflege geeignet, hält den Huf elastisch.
- Glitzerspray: Ein glitzernder und glänzender Auftritt mit dem Glitzerspray, das Spray mit Glitzereffekt macht dich und dein Pferd zum Star.
- Rider’s Magic. Das Power-Konzentrat für Volumen, Glanz und schnelle Kämmbarkeit.
- Mähnenliquid. Wirksam gegen Schuppen, Mähnen- und Schweifscheuern.
Letzteres werde ich gerne mal ausprobieren. Oder auch mal eine Abschwitzdecke für mich. Und eine Longierpeitsche für die gegnerischen Radfahrer am Ring. Yiha!
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Offener Mund – mit Photoshop retuschiert
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in TagebuchIch habe mir das Buch “Digitales Face & Bodystyling” gekauft – Portraitretusche mit Photoshop, von Birgit Nitzsche und Karsten Rose. Reingeschaut mit offenem Mund vor Staunen. Ab heute glaube ich kein Wort mehr, was auf Plakaten/Drucken/Bildern zu sehen ist. Kein Bild meine ich, und das ehrlich. Das ist eine gröbere Sache, das mit dem Photoshop und den Menschen. Aber das Buch ist gut, extrem viel Photoshop-Bedienung zu lernen.
Ausschnitte:
Aufgrund der Vielzahl der benötigten Veränderungen und Anpassungen ist es am effektivsten, die einzelnen Körperteile auf seperate Ebenen zu legen. […]
[…] Das rechte Bein benötigen wir nicht, da wir für diese Seite ebenfalls das linke Bein verwenden.
[…] Da kein passender Frauenfuß vorhanden ist, müssen wir uns mit dem Fuß des Mannes behelfen.
[…] Da wir die obere Zahnreihe neu positionieren möchten, werden wir zuerst die ursprünglichen Zähne entfernen, damit uns diese nicht stören.
Gentechnikfrei? Photoshopfrei? Und ich werde jetzt mal mit den Fotos meiner Familienmitglieder üben. ;=)
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Verkehrsfragen der NZZ
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in TagebuchAus der NZZ: Zehn Fragen an den öffentlichen Verkehr
1. Weshalb werden die seitlichen Liniennummer- und Zielanzeigen bei den S-Bahn-Zügen immer kleiner?
2. Weshalb erwidert die Dame am Bahnschalter das Begehren «Ich möchte nach London» mit einem ungläubigen Blick und der Frage «Mit dem Zug?»
3. Weshalb ist in den IC-Doppelstockwagen und -Neigezügen der SBB ein Arm zu heben, damit sich die automatische Abteiltüre auch tatsächlich öffnet?
4. Weshalb können zwar Sitzplätze, nicht aber Billette für internationale Züge länger als drei Monate im Voraus gebucht werden?
5. Weshalb müssen Busse ausschliesslich stufenlose Eingänge, dahinter aber zahllose Schwellen haben?
6. Weshalb werden die Billettautomaten immer grösser, wo doch die Rechner offensichtlich immer kleiner werden?
7. Weshalb kommt es immer wieder vor, dass das Schweizer Zugpersonal in verspäteten Zügen nicht erwähnt, welche Anschlüsse gewahrt werden und welche nicht?
8. Weshalb müssen Trams und Busse des Nahverkehrs, mit denen man nur Kurzstrecken zurücklegt, klimatisiert sein, zumal doch durch Fenster, die sich öffnen liessen, während der Fahrt mit Wind zu rechnen wäre?
9. Weshalb muss man, um mit den SBB zu telefonieren, eine zusätzliche Gebühr bezahlen, wo doch sonst Beratungsgespräche gratis sind?
10. Wofür steht in der Schweiz bei den S-Bahnen das S, zumal auch auf dem Land und im französischen und italienischen Sprachraum?
Quelle: NZZ vom 15.10.2009
